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Vorrichtung zum Eintreiben eines Dornes od. dgl. in Wände od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf Werkzeuge zum Eintreiben eines. Dornes od. dgl. in
Wände, beispielsweise Betonwände, und in Stahlbauteile mittels einer Sprengladung,
insbesondere auf ein Werkzeug der vorgenannten Art, welches eine sichere Bedienung
besonders dann gewährleistet, wenn es in Ecken oder bei dicht benachbarten Wänden,
verwendet wird.
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Die Erfindung besteht im wesentlichen; in einer Ablenkvorrichtung,
welche vorgesehen ist, um mit der Fläche zusammenzuwirken, in welche der Dorn eingetrieben
werden soll, wobei die Ablenkvorrichtung in solcher Weise einstellbar ist, daß sie
eine optimale Einstellung des Werkzeugs in bezug auf die vorgenannte Fläche erlaubt,
so daß es gegen Wände und in Ecken zur Anwendung kommen kann, wobei die Sicherung
durch die Ablenkvorrichtung, die in Wirkverbindung mit der Oberfläche im Zeitpunkt
des Abfeuerns, des Dornes in dieF'läche hinein isst, stets aufrechterhalten wird.
Das, Werkzeug weist außerdem eine Staubablenkvorrichtung am Tauf auf, wodurch das
Einblasen von Staub, zurück in, das Werkzeuginnere vermieden wird.. Im .einzelnen
betrachtet ist die Zündvorrichtung nach dem Auseinandernehmen des Werkzeugs in zwei
Hälften, positiv gegen Zündbetätigung der Zwndnadelfeder gesichert, und sie wird
selbsttätig enitsichert, wenn, die Hälften wieder zusammengebaut werden, um die
Zündung zu ermögliichen.
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Das Werkzeug ist erfindungsgemäß weiterhin derart aufgebaut, daß zwei
unwirksame Hälfte vorhanden sind, wenn das. Werkzeug zwecks Ladens auseinandergenommen
ist; wobei in diesem Werkzeugzustand die Teile der Zündvorrichtung des
Werkzeugs,
positiv gegen. unbeabsichtigtes Spanner oder gegen eine sonstige Bieldienungsbeweggu:ng
gesichert werden, durch welche die Zündvorrichtung in Zündbereitschaftsstellung
zu bringen ist.
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Die vorstehenden sowie weitere Eigentümlichkeiten der Erfindung sollen
nwnmehn ausführlicher an Hand der Zeichnung erläutert werden, und zwar zeigen Fig.
i a und i b zusammengesetzt einen Längsschnitt durch das Werkzeug; wobei, die Werkzeugteile
in; ihrer Normalstellung vor Betätigen des Werkzeugs dargestellt sind, Füg. 2 einen
Schnitt ähnlich demjenigen nach Fiig. i a, welcher den hinteren Werkzeugteil wiedergbt,
wobei der lündnadelhalfier gegen riicl-,-#värti:ge Bewegung zum Spannen der Zündnadelfeder
gesichert ist, Fig. 3 eine Vorderansicht des Ablenkers, wobei gewisse Teile zwecks
Verdebtlichung weggebrochen dargestellt sind, Fig. 4 einen Schnitt mach der Schnittlinisea
4-4 in Fig: i a, während Fig. 5 eine Ansicht ähnlich derjenigen nach Füg. i b wiedergibt,
wodurch die relative Stellung der Teile zu der Zeit gezeugt wird, wenn; der Lauf
und die Ablenkvorrichtung mit der Fläche in Bierühruang gebiraeht sind, in welche
-ein Dorn eingetrieben werden soll.
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Wie aus dem Fig. i a und i b hervorgeht, besteht dasi Werkzeug aus:
einem zylindrischen Gehünsie io aus Gußwerkstoff mit ein--in Endstuck oder Hand-griff
i i am rückwäirtigen Ende desselben, während das; verdickte Mittelstück des Gehäuses,
io einen unmittelbaren Handgriff zu einem nachfolgend aüsfÜhrlicherbeschriebenenZweckbildet.
Innerhalb des Gehäusefis isst ein Z ndsteuernücken 13 von im allgemeinen zylindrischer
Gestalt und ein Züm.dnadelhalter 14 für eine Zündnadel i6 vorgesehen. Der Zündinadelhälter
14 hat einen, Schr aubansatz an sbinem Voirderende und ist mit diesem an einem Lauf
17 in solcher Weise: befestigt, daß dazwischen ein herausnehmbarer Pafronenhalter
18 sitzt, der in einer erweiterten Mittelbohrung des Laufs geführt ist.- Ein Futterstück
ig sitzt im Endbeil der erweiterten Mittelbohrung im Lauf und häilt einen mit cinein
Führungskop,F versehern Dorn 21, der vom Lauf in eine Wand hineingetrieben -werden
soll. Eine Patrone mit einer Sprengladung ist bei z2 im Patronenhalter dargestellt.
Um den Lauf herum ist eine Laufführung 23 vorgesehen, wobei zwischen: dieser und
einem Sprengring 24 eine Lauffeder 26 gehaltem wird'., Eine Ablenk- oder Schutzvorrichtung
27 ist rings um die Mündung sdes Laufs vorgesehen und wird von einem Führungsrohr
2.8 gehalten, mit welchem eine Feder 29 .in Verbindung steht, welche sich an ihrem
anderen Ende gegen eine der Laufführung 223 abstützt. Ein Gehäuserohr 31 umschließt
die Feder 29 und die zugehörigen Teile und- ist am Gehäuse io in s päter erläuterter
Weise befestigt. Eine Stanbablenkkappe 32 aus nachgiebigem Werkstoff wird vom Lauf
17 an seinem äußeren Ende so gehalten, daß sie in eine Mittelaussparung 33 der Schutzvorrichtung
27 in später zu beschreibender Weise zurückgedrückt werden kann.
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Wie insbesondere aus Fig. i a hervorgeht, sitzt drehbar am Gehäuse
io, wie bereits erwähnt, der Griff i i, in welchem eine Endplatte 35 und ein Führungsrohr
36 vorgesehen sind, welches eine Ringfläche hat, die mit dem Gehäuse io zusammenwirkt,
und dessen Ende seinerseits mit einer Ringfläche am Gehäuse io zusammenwirkt. Der
Griff i i wird am Gehäuse iö mittels einer Schraube 37 gehalten, die vom Nockenzylinder
13 gehalten wird, dessen Kopfteil in einer entsprechenden Aussparung im Führungsrohr
36 sitzt und durch einen Umfangsschlitz 38 (Fig. i a und .4) des Nockenzylinders
13 hindurchführt, so daß .der Griff i i und das Gehäuse io begrenzte Drehbewegungen
relativ zueinander ausführen können. Innerhalb des ausgesparten Endes des Gehäuses
io ist eine Führungsplatte 41 vorgesehen, die von einem Sprengring 42 gehalten wird,
wobei die Platte 41 das hintere Endstück der Zündnadel 16 aufnimmt, an welcher dort
ein Haltering 43 sitzt. Eine Zündnadeifeder 44 sitzt zwischen der Führungsplatte
41 und einem Sprengring 46. Das vordere Ende der Zündnadel 16 sitzt gleitbar in
einer Bohrung des Zündnadelhalters 14, wobei die Zündnadel 16 mit einer ringförmigen
Nut 47 zum Aufnehmen eines Abzuges 48 versehen ist, welcher in der Nut unter dem
Einfluß einer entsprechend bemessenen Feder sitzt.
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Der Zündnadelhalter 14 (Fig. i a) ist mit einer Schraube 51 versehen,
die in einer eingefrästen Nut 52 im Innern der Bohrung des Gehäuses io sitzt und
bei 53 eine Schraubverbindung mit dem Lauf 17 aufweist, wobei die Schraube 51 zum
Verhindern der Drehung des Zündnadelhalters 14 dient, während der Lauf 17 mit dem
Halter in Verbindung ist.
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Wie bereits ausgeführt, wird das Werkzeug in die Arbeitsstellung dadurch
gebracht, daß der Lauf 17 gegen die Fläche gepreßt wird, gegen welche der Dorn 2i
abgefeuert werden soll, und zwar derart, daß der Züridnadelhalter 14 so weit nachgibt,
bis das obere Ende des Abzuges 48 von der Nase 54 im Steuernocken 13 aufgenommen
wird, zu welcher Zeit eine Rolle 56 an dem Zündnadelhalter 14 in Lageübereinstimmung
mit einem vergrößerten Teil am rückwärtigen Ende einer Steuernut 57 im Steuernockenzylinder
13 kommt. Durch diese Bedienungsbewegung wird eine relative Drehung des Griffes
ii und des Gehäuses io zu dem Zwecke ermöglicht, daß der Abzug 48 die Zündnadel
16 zum Zusammenwirken mit dem Dorn 21 freigibt.
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Zwecks Verhinderung des Spaniens bzw. Ansprechens der Zündnadel 16
und der Rückbewegung des Zündnadelhalters 14, wenn die beiden Hälften des Werkzeugs
getrennt sind, ist der Zuundnadelhalter 14 mit einer Verriegelungsöffnung oder Nut
61 versehen, die mit einer Nase 62 an einem Sperrhebel 63 zusammenwirkt, der bei
64 im Gehäuse io gelagert ist und in Eingriff durch eine Druckfeder 66 zu bringen
gesucht wird. Der Hebel 63 sitzt in einer Aussparung im -Gehäuse io, welche eine
Abdeckplatte
67 aufweist. Der Hebel 63 wird normalerweise, wie aus Fig. i a hervorgeht, in einer
unwirksamen Stellung gehalten, und zwar durch die Kante einer Haltemutter 68, welche
in Schraubverbindung mit dem Gehäuserohr 31 ist und sich gegen das Ende der Laufführung
23 anlegt. Aus Fig. i a .geht hervor, daß die Rückhaltemutter 68 sich gegen eine
Fläche einer kreisförmigen Innenrippe 69 des Gehäuses io im zusammengebauten Zustand
der Teile legt. Die andere Fläche der Rippe 69 stellt einen Anschlag für den Zündnadelhalter
i-. in seiner vorderen Stellung dar.
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Zur Verhinderung einer relativen Drehbewegung der Teile hat das Gehäuserohr
3i (Fig. i a) eine Aussparung, in welcher der Kopfteil einer Führungsschraube
7, sitzt, die von der Laufführung 17 gehalten wird, wobei die Laufführung
außerdem ein zweites Führungsstück 72 trägt, das in einer Längsnut 73 im Lauf geführt
wird und die relative Stellung der Teile während der Rückwärtsbewegung des Laufs,
um das Werkzeug in die Feuerstellung zu bringen, aufrechterhält. Am vorderen Ende
des Gehäuserohres oder Schildes 31 (Fig. i b ) ist eine _Muffe 76 vorgesehen,
die mit Preßsitz gehalten wird und mit dem Flanschende 77 des Führungsrolire,s 28
zuisammenwi.rkt, welches .in dem Haltering 6 geführt wird. Der Flansch 77 hat vorzugsweise
eine runde Form und sitzt im Gehäuserohr 31. Wie bereits erwähnt, ist die Schutzvorrichtung
von besonderer Bauart, um das Werkzeug bequem zwischen benachbarten Wänden oder
in Ecken benutzen zu können, und zu diesem Zweck ist die Ablenk- oder Schutzvorrichtung
(Fig. i b und 3) mit einem äußeren oder Hauptteil von im allgemeinen rechtwinkligem
Querschnitt versehen, der aus einer Metallplatte 81 besteht, auf welcher eine Gummischicht
82 über eine Mehrzahl von Schrauben 83 befestigt ist. Sowohl die Platte 81 als auch
die Schicht 82 sind mit einer exzentrisch vorgesehenen Aussparung zur Aufnahme eines
Mittelteils 84 versehen, der über drei Schrauben 85 mit einer Schwenkplatte 86 von
etwas größerem Durchmesser verbunden ist. Die Platte 86 wird drehbar an der Platte
81 über ein Paar von Bogenhaltern und Führungsringen 87 gehalten. Die Schwenk- und
Führungsplatte 86 für den einstellbaren Mittelteil des Ablenkschildes ist mit einer
exzentrisch vorgesehenen Haltebohrung 88 versehen, mittels welcher sie; auf das
Ende des Führungs,rohre,s@ 2,8 gepreßt wird. Wie aus den Fig. i b und 5 hervorg'ellt,
ist der Mittelteil 84 bis 86 so in bezug auf den äußeren Teil Bi, 82 angeordnet,
daß die Aussparung 88 der Mittelplatte 86 in einer konzentrischen Stellung in bezug
auf die äußere Platte 81 gehalten wird (wie in gestrichelten Linien in Fig.3 gezeigt
ist). In vollausgezogenen Linien in Fig. 3 ist dargestellt, daß die Platte 86 in
solcher Weise gedreht worden ist, daß die Öffnung 88 und dementsprechend der Lauf
17 die äußerste Stellung in bezug auf die Ablenk- und Schutzvorrichtung einnehmen,
so daß das Werkzeug dicht an eine Wand heran zwecks L ösens des Schusses gebracht
werden kann. Wie bereits erwähnt, ist der Mittelteil 84 der Ablenk- oder Schutzvorrichtung
mit einer Ausnehmung oder Aussparung bei 33 versehen, um den Lauf passieren zu lassen
und Spiel für die kappenförmige Ablenkkappe 32 aus gummiähnlichem Werksitoff zu-schaffen.
Der Ablenkumgsiring oder die Ablenkkappe 32 (Fig. 1 b) sitzt in einer ringförmigen
Nut 89 in der Nähe des Endes des Laufs, zu dem Zweck, das Lippenstück der Ablenkkappe
3-2 dicht an den Punkt heranzubringen, an welchem der Dorn 21 mit der Oberfläche
in Berührung kommt, in welche er hineingetrieben werden soll. Die Ablenkkappe 32
verhindert, daß Staub unmittelbaren Zugang zu den Gleitflächen des Laufs 17 und
des Führungsrohres 28 hat.
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Die Wirkungsweise des Werkzeugs ist kurz wie folgt: Das Werkzeug wird
dadurch geladen, daß die vordere Hälfte von der hinteren Hälfte abgenommen wird.
Die hintere Hälfte ist in Fig. 2 dargestellt, wobei die Sperre 63 in der Arbeitsstellung
in bezug auf den Zündnadelhalter 1,4 ist, so daß keine ungewollte Rückwärtsbewegung
des Halters 1d. stattfinden kann, während das Werkzeug auseinandergenommen oder
aus den beiden Hälften später zusammengebaut wird. In der vorderen Hälfte des Werkzeugs
sitzen, wie aus Fig. i a zu ersehen ist, der Dorn 2i und die Patrone 22, und die
beiden Hälften des Werkzeugs weirden dann zusammengebaut, wobei während dieses Zusammenbaus
die Führungskante der Rückhaltemutter 68 mit einer geneigten Fläche am Hebel 63
unmittelbar hinter dem Lagerpunkt 6q., wie aus Fig. i a zu ersehen ist, zusammenwirkt,
wodurch der Hebel 63
in die Freigabestellung bewegt wird. Infolgedessen ist
dann das Werkzeug geladen und bereit, in Feuerstellung gebracht zu werden.
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Zu dieser Zeit wird die Ablenkkappe 32 in die gewünschte Stellung
gebracht. Wenn der Dorn 21 frei von einer benachbarten Wand eingebracht werden soll,
sind die Teile so angeordnet, wie aus Fig. i b ersichtlich ist, so daß der Lauf
die Mittelstellung in bezug auf die Ablenkkappe 32 einnimmt. Das Mündungsende des
Laufs 17 wird in Berührung mit der Fläche gebracht und daraufhin ein Druck auf das
Werkzeug in solcher Weise ausgeübt, daß der Lauf 17, der Zündnadelhalter 1q. und
die zugehörigen Teile sich relativ zu den übrigen Teilen des Werkzeugs so weit zurückbewegen,
bis eine relative Stellung der Ablenkkappe 32 und des -Xündungsendes des Laufs 17
erreicht ist, wie sie in vollausgezogenen Linien in Fig. 5 dargestellt ist. In dieser
Stellung wirkt die Ablenkkappe 32 mit der Oberfläche der Wand oder des Teils, in;
welchen der Dorn 2i eingetrieben werden soll, in solcher Weise zusammen, daß die
Bedienungsperson gegen wegfliegende Teilchen beim Abfeuern geschützt wird, wobei
außerdem ein im wesentlichen rechtwinkliges Aufsetzen des Werkzeugs auf die Wand
gewährleistet wird, in welche der Dorn 21 eingetrieben werden soll. Wenn die Teile
vollständig so weit zusammengepreßt worden sind, daß der Abzug 48 mit der Nase 54
des Steuernockens 13 zusammenwirkt, bewirkt die das Gehäuse io und
den
Endgriff i i haltende.. Bedienungsperson eine relative Drehung zwischen Steuernocken
13 und Zündnadelhalter 14, so daß der Abzug 48 freigegeben wird und die Zündnadel
16 nach vorn schnellt, um die Patrone 22 anzuschlagen und dadurch den Abfeuerungsvorgang
zu bewirken.
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Soll .ein Dorn 2z dicht an. ener.Oberfläche eingetrieben werden, die
rechtwinklig zu der Fläche verläuft, in welche er eingetrieben werden soll; so wird
die Ablenkkappe 32. in die durch Fig. 3 wiedergegebene Stellung bewegt, so daß die
Aussparung 88 ihre äußerste Stellung oder auch eine Zwischenstellung in bezug auf
die Ablenkkappe 32, als Ganzes betrachtet, einnimmt.
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Außerdem sei vermerkt, daß während des Abfenerns die Staubablenkkappe
32 ein unmittelbares Ausblasen von Staub oder Betonteilchen gegen die kreisförmige
Linie des Gleitkontaktes des Laufs innerhalb des Führungsrohres 28 verhindert, wodurch
vermieden wird, daß die vorgenannten Teilchen zwischen die sich bewegenden Werkzeugteile
gelangen.
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Das dargestellte Ausführungsbeispiel kann in verschiedener Weise abgeändert
werden, ohne daß der Erfindungsbereich verlassen wird.