DE861586C - Elektrische Gluehlampe zur Verwendung in Grubenleuchten - Google Patents
Elektrische Gluehlampe zur Verwendung in GrubenleuchtenInfo
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Description
- Elektrische Glühlampe zur Verwendung in Grubenleuchten Zur Verwendung in Grubenleuchten und ähnlichen Handleuchten, insbesondere solchen mit Sammlerbatterien niederer Spannung, haben sich elektrische Glühlampen eingeführt, bei denen die Stromzuführungen unter Fortlassung von Sockelkontakten unmittelbar an entsprechenden Kontaktstellen der Leuchte bzw. deren Fassung festgelötet oder festgeschraubt werden. Hierdurch werden Spannungsverluste an Sockelkontaktübergängen vermieden, die bei den in Frage kommenden niedrigen Betriebsspannungen von nur etwa 2 V die Lichtleistung der Lampe erheblich beeinträchtigen.
- Soweit bei solchen Lampen noch eine am Kolbenhals angekittete Sockelhülse vorgesehen ist, dient sie nur der mechanischen Halterung in der Fassung.
- Bei den bisher üblichen Lampen mit löse herausgeführten Stromzuführungen besteht die Gefahr, daß sich die aus dünnem Draht, Metallband oder -litze bestehenden Stromzuführungen innerhalb des Fußrohres der Lampe oder auch innerhalb der Sockelhülse infolge ihrer leichten Beweglichkeit berühren und damit die Stromquelle kurzschließen. Ein weiterer Nachteil ist, daß mangels eines geschlossenen Sockels die Säure- oder Laugedämpfe der Sammlerbatterie unbehindert bis zu der Einschmelzstelle im Lampenfuß aufsteigen können, wo sie dann den Dichtungsdraht, insbesondere seinen Kupfermantel, anfressen und die Lampe durch Undichtwerden zerstören.
- Die elektrische Glühlampe ohne Kontaktsockel mit lose herausgeführten Stromzuführungen nach vorliegender Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß die Stromzuführuligen und zweckmäßig auch das Pumpröhrchen in dem, Fußrohr bzw. am Verschmelzungsrand des Fußrohres mit dem Röhrenhals durch Ausfüllung mit einem im plastischen oder flüssigen Zustand eingebrachten, vorzugsweise gasdichten Isoliermittel festgelegt sind. Ein solches Isoliermittel, etwa Kunstharz, hält die Stromzuführungen bis zu ihrer. Anstrittstelle aus -dem Kolbenhals derart fest, daß eine gegenseitige Berührung. und damit Kürzschlußgefahr nicht mehr gegeben ist. Die gleichzeitige Einbettung des durch das: Füßrol%r geführten Pumpröhrchens sichert dieses gegen Beschädigung, was insbesondere -dann wichtig ist, wenn, wie nach einer weiteren.Ausgestältung der Erfindung vorgesehen, der geeignet ausgebildete Lampenhals des Glaskolbens selber zur mechanischen Halterung der Lampe in der Fassung dient, wobei dann die übliche Sockelhülse gänzlich fortfällt. Wird ein gasdichtes Kunstharz als Isoliermittel verwendet, so ist schädlichen Säure- oder Laugedämpfen der Zutritt zu den Dichtungsdrähten in der Quetschung des Lampenfußes verwehrt.
- In der Zeichnung sind als Ausführungsbeispiele drei nach der Erfindung ausgebildete Grubenglühlampen in den Fig. i bis 3 in etwa doppelter Vergrößerung und teilweise im Schnitt dargestellt; die Fig. q. zeigt eine Herstellungszwischenstufe der Lampe nach Fig. 3.
- Fig. i zeigt eine für Grubenleuchten bestimmte elektrische Glühlampe, mit an den Hals 6 des Glaskolbens 5 aasgeschmolzenem Fußrohr 7, in dessen Quetschstelle 8 zwei Dichtungsdrähte g eingeschmolzen sind. Die beiden Blektrodendrähte io tragen den Leuchtkörper ii. Die beiden Sockelleitungsdrähte 12 sind- unter Vermeidung von Kontaktstellen am Sockel durch diesen hindurchgeführt, um in der Leuchte durch Löten oder Schrauben unmittelbar befestigt zu werden. Eine am Lampenhals 6 aasgekittete Sockelhülse 13 dient nur zur mechanischen Halterung der Lampe in einer entsprechenden Fassung, z. B. durch Aasklemmen. - Bei dem Beispiel riäch Fig. i besitzt die etwa aus Blech bestehende .Sockelhülse 13 eine Isolierstoffbodenplatte 14 mit Durchtrittslöchern 15 für die Stromzuführungen 12. Bei dem Beispiel nach Fig. 2 ist diese Bodenplatte eingespart und die Hülse i3 nur durch eine Einbördelüng 16 mechanisch versteift.
- Gemäß der Erfindung sind die beiden Stromzuführungen 12 mit Hilfe eines Isoliermittels 17 im Fußrohr 7 nahe dem Verschmelzungsrand desselben mit dem Kolbenhals 6 festgelegt. Hierzu ist vorzugsweise eine -Mässe gewählt, .die wenigstens vorübergehend bei der Herstellung plastisch gemacht werden kann, also etwa durch Wärme zum" Erweichen gebracht wird, wie thermoplastische Kunstharze; Cellulosemasse, Polystyrol, Vinylverbindungen, Naturharze, evtl: auch Gummimischungen, Wachs, Paraffin, Zemente, Siegellack. Gegebenenfalls können diesen Stoffen auch- noch feste Füllstoffe beigemischt werden. Der übliche Sockelkitt ist dann nicht zu verwenden, wann auf Gasdichtigkeit Wert gelegt wird, da. er durch die- Gasentwicklung bei seiner Erwärmung porös wird. Es könnten auch , solche tritt- oder zementartigen Massen Verwendung finden, die durch Verdünnung mit einem Lösungsmittel, etwa Wasser, oder durch Zusatz eines Weichmachers teigig öder dickflüssig werden und durch Trocknen, gegebenenfalls durch zusätzliche Erwärmung erhärten.
- Zugleich mit der Einbettung der Stromzuführungsdrähte 12 wird auch ein etwa vorhandenes Pumpröhrchen 18 von dem Isoliermittel 17 festgelegt. Hierdurch wird ein Abbrechen des durch seine lange Hebelwirkung immer etwas gefährdeten Pumpröhrchens während der Herstellung der Lampe sowie auch bei deren späteren Handhabung verhindert. Das Isoliermittel 17 könnte auch gleichzeitig zur Befestigung der Sockelhülse 13 am Lampenkolben 5 dienen, wenn eine entsprechend größere Menge eingebracht wird, so daß sich ein besonderer Sockelkitt erübrigt. Ein Beispiel für diese Ausführungsform zeigt die Fig. 2.
- Die neuartige Festlegung der Stromzuführungen und gegebenenfalls des Pumpröhrchens im. Lampenfuß einer kontaktsockellosen Grubenglühlampe bietet nun die Möglichkeit, gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung auf eine besondere Sockelhülse zur mechanischen Befestigung der Lampe ganz zu verzichten. Es wird. dann der Halsteil 6 des Glaskolbens 5, wie in Fig.3 dargestellt, auf eine solche, etwa seinem Durchmesser entsprechende Länge zylindrisch gestaltet, daß er selbst unmittelbar zur mechanischen Halterung der Lampe in einer Fassung dienen kann. Als Fassung wird dabei zweckmäßig eine nachgiebige Hülse, z. B. aus Gummi, oder ein Paar federnder Backen verwendet. Da wegen des Herstellungsganges das Pumpröhrchen 18 immer etwas über den Verschmelzungsrand zwischen Kolbenhals 6 und Fußrohr 7 herausragen muß, besteht wegen seiner erheblichen Länge die Gefahr des Abbrechens. Wird es aber gemäß der Erfindung durch Einbettung in das die Stromzuführungen 12 festhaltende Isoliermittel 17 mit festgelegt, so liegt es ausreichend geschützt, und es besteht keine größere Bruchgefahr als für das ganze Glasgefäß selbst. Der Kolbenhals 6 muß nicht genau zylindrisch sein, er kann auch eine andere, etwa leicht konische Form besitzen.
- Zum Einbringen des Isolierungsmittels 17 geht man besonders zweckmäßig wie folgt vor: Es wird eine hohlzylindrische bzw. ringförmige Pille ig aus der fraglichen Isoliermasse geformt, und diese, ivie Fig. q. zeigt, über die Stromzuführungen und das Pumpröhrchen der zweckmäßig senkrecht mit dem Kolbenhals nach oben gehaltenen Glühlampe etwa bis zur Auflage auf den Verschmelzungsrand zwischen Fußrohr und Kolbenhals gestülpt. Am- unteren Pillenrand sind zwei kleine Aussparungen 2o zur Führung der Drähte 12 vorgesehen. Nunmehr wird die Pille ig in den plastischen Zustand übergeführt, vorzugsweise durch Erhitzen, bis sie erweicht und unter Einbettung der Stronizuführungsdrähte iz und des Pumpröhrchens 18 den Querschnitt des Fußrohres ausfüllt. Alsdann wird die Pillenmasse zum Erhärten gebracht, beispielsweise durch Erkaltenlassen.
- Es ist nicht erforderlich, däß das verwendete Isoliermittel einheitlich aus einer plastischen oder erweichbaren Masse besteht. Man kann beispielsweise auch einen. mit entsprechenden Ausnehmungen für die Stromzuführungen und das Pumpröhrchen versehenen starren Isolierkörper, etwa aus Keramik, `mit Spiel in das Fußrohr einsetzen und ihn mittels einer plastischen Masse festkitten.
- Die 'hasse kann auch in Gießform aufgebracht und verschmolzen oder mit einer Spritzvorrichtung in flüssiger Form eingebracht werden. Mit Vorteil verwendet man eine an sich bekannte, nach einiger Zeit erhärtbare Flüssigkeit, die in den Kolbenhals eingegossen und beispielsweise etwa nach i Stunde durch Zusatz eines Härtemittels fest wird. Eine solche erhärtbare Flüssigkeit ergibt sich z. B. durch Mischen von mehreren an sich bekannten flüssigen Polymerisationsprodukten, die vorzugsweise durch chemische Reaktion zu einem festen Körper erstarren.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrische Glühlampe ohne Kontaktsockel mit lose herausgeführten Stromzuführungen zur Verwendung in Grubenleuchten u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführungen (12) und zweckmäßig auch das Pumpröhrchen (I8) in dem Fußrohr (7) bzw. am Verschmelzungsrand des Fußrohres mit dem Kolbenhals (6) durch Ausfüllung mit einem im plastischen oder flüssigen Zustand eingebrachten, vorzugsweise gasdichten Isoliermittel (17) festgelegt sind.
- 2. Grubenglühlampe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Isoliermittel (17) aus einem in der Wärme erweichenden, gasdichten Kunstharz besteht.
- 3. Grubenglühlampe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, das an dem Kolben (5) nur ein der mechanischen Halterung der Lampe dienender kontaktloser Sockel aus einer zylindrischen Hülse (13) angekittet ist, die von dem Isoliermittel (17) teilweise mit ausgefüllt sein kann. .
- Grubenglühlampe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter Fortfall der üblichen Sockelhülse der Halsteil (6) des Glühkolbens (5) auf eine derartige, etwa seinem Durchmesser entsprechende Länge zylindrisch gestaltet ist, daß er selbst unmittelbar zur mechanischen Halterung der Lampe in einer zweckmäßig nachgiebigen Fassung dienen kann.
- 5. Verfahren zur Herstellung von Glühlampen nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß eine beispielsweise hohlzylindrische Pille (ig) aus Isoliermasse über die Stromzuführungen (12) und gegebenenfalls das Pumpröhrchen (18) der zweckmäßig senkrecht mit dem Kolbenhals nach oben gehaltenen Glühlampe etwa bis zur Auflage auf den Verschmelzungsrand zwischen Fußrohr (7) und Kolbenhals (6) gestülpt und dann vorzugsweise durch Erhitzen in den plastischen Zustand übergeführt wird, bis sie unter Einbettung der Stromzuführungsdrähte (12) und gegebenenfalls des Pumpröhrchens (18) den Querschnitt des Fußrohres (7) ausfüllt, worauf die Pillenmasse zum Erhärten gebracht wird, beispielsweise durch ErkaltenIassen. .
- 6. Verfahren zur Herstellung von Glühlampen nach Anspruch i bis q, dadurch gekennzeichnet, daß eine nach einiger Zeit erhärtende Flüssigkeit bzw. ein Flüssigkeitsgemisch aus an sich bekannten Polymerisationsprodukten in das Fußrohr, deren Querschnitt ausfüllend, eingegossen und vorzugsweise durch deren chemische Reaktion zum Erhärten gebracht wird.
Priority Applications (1)
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| DEP2963A DE861586C (de) | 1950-08-09 | 1950-08-09 | Elektrische Gluehlampe zur Verwendung in Grubenleuchten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE861586C true DE861586C (de) | 1953-01-05 |
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| DE (1) | DE861586C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1009300B (de) * | 1954-05-20 | 1957-05-29 | Philips Nv | Elektrische Gluehlampe fuer Dekorationszwecke |
-
1950
- 1950-08-09 DE DEP2963A patent/DE861586C/de not_active Expired
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