DE869223C - UEberlagerungsempfaenger mit selbsttaetiger Frequenzregelung - Google Patents
UEberlagerungsempfaenger mit selbsttaetiger FrequenzregelungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Überlagerungsempfänger,
der mit einer selbsttätigen Frequenzregelung versehen ist, um die Frequenz der Zwischenfrequenzträgerwelle des empfangenen
Signals in Übereinstimmung mit der Abstimmfrequenz mindestens eines Zwischenfrequenizkreises
zu bringen.
Bei den bekannten Empfängern dieser Art erfolgt
die selbsttätige Frequenzregelung in der Weise, daß mit Hilfe einer von der Frequenz der Zwischenf
requemzträgerwelle abhängigen Regelspannung die Abstimmung des örtlichen Oszillators beeinflußt
wird. Dabei tritt jedoch die Schwierigkeit auf, daß die Empfindlichkeit der Regelung in hohem Maße
von der Frequenz, auf die der Empfänger abgestimmt ist, abhängig ist. Diese Frequenzabhängigkeit
bringt insbesondere Übelstände .mit sich, wenn der Empfänger auf mehr als einen Wellenbereich
abstimmbar ist; in diesem Falle ist es häufig notwendig, die Schaltelemente, mittels deren die Regelröhre
für die selbsttätige Frequenzregelung mit dem Oszillatorkreis gekoppelt ist, beim Übergang auf
einen anderen Wellenbereich umzuschalten,, wodurch die Schaltung sehr verwickelt wird.
Es ist bekannt, den genannten Übelstand durch Anwendung einer doppelten Frequenziumformung
zu beseitigen, bei der das empfangene Signal zunächst mit Hilfe eines abstimmbaren örtlichen
Oszillators in eine erste Zwischenfrequenz und dann mit Hilfe eines zweiten örtlichen Oszillators1 konstanter
Frequenz in eine zweite Zwischenfrequenz umgesetzt wird. Die selbsttätige Frequenzregelung
kann in diesem Fall durch Beeinflussung der Ab-. Stimmung des zweiten Oszillators., der eine kon-■
■■■- -"Stante Frequenz besitzt, erfolgen. Mit dieser Lösung
ist jedoch der Übelstand verbunden, daß die doppelte
Frequenzformung häufig das Auftreten von Pfeiftönen
veranlaßt.
Der genannte Übelstand kann, wie bereits bekannt,
dadurch vermieden wenden, daß die Frequenzregelung1
durch B'eeinfkrssung der Abstimmung mindestens eines Zwischenfrequenzkreises erfolgt.
Die Anwendung der letztgenannten. Maßnahme bietet besondere Vorteile, falls der Zwischenfrequenzteil
des Empfängers ein scharfes Filter für die Selektion der Trägerwelle enthält, wobei die
selbsttätige Frequenzregelung dazu dient, die Zwischenfrequenzträgerwelle innerhalb des vom
Filter selektierten Frequenzbereiches zu behalten.
Bei dem Empfang von Signalen, die in hohem
Maße Schwunderscheinungen " unterworfen- sind,
tritt häufig eine ernstliche Verzerrung auf infolge des Umstandes, daß die Trägerwelle des empfangenen
Signals stärker als die Seitenbänder abgeschwächt wird (selektiver Schwund),, so daß eine
scheinbare Übermodulation auftritt. Es ist bekannt, diesen Nachteil dadurch zu beseitigen, daß im
Empfänger die Trägerwelle in bezug auf die Seitenbänder
hervorgehoben' wird, was mit Hilfe eines Filters erfolgen· kann, das für einen schmalen
Frequenzbereich auf beiden Seiten der Trägerwellenfrequenz eine wesentlich geringere Dämpfung
als für die Seitenbandfrequenzen besitzt. Auch kann in diesem Falle die Trägerwelle mit Hilfe eines-Filters,
das nur ein schmales· Frequenzband durchläßt, abgesondert und nach Verstärkung vor oder in
dem Detektor wieder dem Signal zugefügt werden;
Ein weiteres bekanntes Verfahren besteht darin, daß das Signal ein aus einem oder mehreren sehr
selektiven Stromkreisen bestehendes Filter passiert, in dem die Seitenbandfrequenzen stark abgeschwächt
werden, worauf die dadurch verursachte Verzerrung durch eine angemessene Frequenzcharakteristik des
Niederfrequenzteils des Empfängers wieder jgif^
gehoben wird.
Bei dem Empfang von Signalen, bei denen nur
die Trägerwelle und ein einziges Seitenband empfangen
werden, ist es; zur Erzielung einer verzerrungsfreien Detektion erwünscht, daß die Amplitude
der Trägerwelle des· dem Detektor zugeführten
Signals .groß in bezug auf die Amplituden der Sei'tenbanidfrequenzen ist. Dies läl&t sich auf be-
kannte Weise gleichfalls dadurch erzielen, daß die
Trägerwelle hervorgehoben oder abgesondert und nach Verstärkung dem Signal wieder zugefügt wird.
Es sind ferner Empfänger bekannt, in denen aperiodische
Störungen in der Weise unterdrückt wenden, daß der Zwischenfrequenzteil während des Auftretens
einer Störung unwirksam gemacht wird. Um zu verhindern, daß dabei infolge der Unterbrechung
der Übertragung eine neue Störung entsteht, wird die Trägerwelle vor der Unterbrechungsstelle .unterdrückt und nach der Unterbrechungs-
stelle vor oder in dem Detektor dem Signal wieder zugefügt. In diesem-Fall wird zur Unterdrückung
der Trägerwelle ein Filter angewendet, das ein schmales Frequenzband auf beiden Seiten der
Zwischenfrequenzträgerwelle sperrt.
In dem obenerwähnten Fall und in ähnlichen Fällen weist der Zwischenfrequenzteil des Empfängers
ein scharfes Filter auf, das zum Selektieren der Trägerwelle dient, wobai unter Selektieren
sowohl das Hervorheben der Trägerwelle in bezug auf die Seitenbandfrequenzen als auch das Absondern
oder Unterdrücken der Trägerwelle verstanden- wind.
Wenn sich, die Frequenz der örtlichen Schwin- - gungeninfolge von Temperatureinflüssen oder einer
Netzsparinungs'änderung ein wenig ändert, kann die Frequenz der Zwischenfrequenzträgerwelle derart
verlaufen, daß die Trägerwelle außerhalb des vom Filter selektierten, d. h. hervorgehobenen, abgesonderten
oder unterdrückten Frequenzbereichs zu liegen kommt. Um dies zu verhindern, wird bei
den bekannten Empfängern eine selbsttätige Frequenzregelung angewendet, welche die Zwischenfrequenzträgerwelle
innerhalb des vom Filter selektierten Frequenzbereiches· behält, bei der jedoch die
selbsttätige Frequenzregelung bis jetzt stets durch Beeinflussung der Abstimmung des örtlichen Oszillators;
erfolgte.
Gemäß der Erfindung erfolgt die selbsttätige Frequenzregelung im obenerwähnten Fall ausschließlieh
durch Beeinflussung der Abstimmung des scharfen Filters, während das Filter gleichzeitig einen Teil des die Frequenzregelspannung
erzeugenden Netzwerkes bildet und einen oder mehrere durch Rückkopplung entdämpfte Schwingungskreise
aufweist.
Während im allgemeinen zwecks einer guten Frequenzregelung die Abstimmung sämtlicher
Zwischenfrequenzkreise zu beeinflussen wäre, wird hier mit einer ausschließlichen Beeinflussung der
Abstimmung des Filters das Auslangen gefunden. Eine Änderung der Frequenz der örtlichen
Schwingungen hat in diesem Fall zwar eine Verschiebung der Zwischenfrequenzträgerwelle in bezug
auf die Abstimmfrequenz der außerhalb des Filters gelegenen Zwischenfrequenzkreise zur Folge, aber
dies bringt keine Übelstände mit sich, da es sich hier um geringe Änderungen der Oszillatorfrequenz
handelt (höchstens von der Größenordnung von ι kHz:).
Dadurch, daß das zum Selektieren der Trägerwelle dienende Filter gleichzeitig einen Teil des die
Frequenzregelspannung erzeugenden Netzwerkes bildet, wird eine hohe Empfindlichkeit für sehr geringe
Frequenzänderungen erzielt.
Bei den· bekannten Empfängern, die ein scharfes
Filter zum Selektieren der Trägerwelle enthalten, wird zu diesem Zweck häufig ein Kristallfilter angewendet.
Die Abstiimmfrequenz des Kristallfilters
ist jedoch nur schwierig und nur innerhalb enger Grenzen regelbar. Diese Schwierigkeit wind im
vorliegenden Fall vermieden durch die Anwendung eines Filters, das eine oder mehrere durch Rückkopplung
entdämpfte Schwingungskreise aufweist. Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
In der Figur ist ein Teil eines Empfängers dargestellt,
dessen Zwischenfrequenzteil ein scharfes Filter zum Selektieren der Trägerwelle aufweist
und bei dem die Frequenzregelung ausschließlich
ίο durch eine Beeinflussung der Abstimmregelung
dieses Filters erfolgt. Das betreffende Filter besteht aus einem durch Rückkopplung entdämpften,
auf die Zwischenfrequenz abgestimmten Schwingungskreis 19, der im Anodenkreis einer Verstärkerröhre
20 liegt, die an den zweiten Stromkreis 6 des zweiten Zwischenfrequenzbandfilters5, 6
angeschlossen ist.
An den Stromkreis 19 ist die Anoden-Kathoden-Impedanz
einer Regelröhre 21 für die selbsttätige Frequenzregelung angeschlossen. Mit Hilfe eines
phasendrehenden Netzwerkes, das aus einem Kondensator 22 und einem Widerstand 23 besteht, wird
dem Steuergitter der Regelröhre eine Wechselspannung zugeführt, die etwa um 900 in bezug auf die
Anodenwechselspannung in der Phase verschoben ist, so daß sich die.Röhre 21 auf bekannte Weise
wie eine Reaktanz benimmt, deren Größe durch Änderung der Steilheit der Röhre geändert werden
kann. Dem Steuergitter der Röhre 21 wird ferner über den Widerstand 23 die über-den Widerstand
12 auftretende Regelspannung zugeführt.
Die über den Kreis 19 auftretende Spannung wird
dem Steuergitter einer Verstärkerröhre 24 zugeführt, die einerseits zur Erzielung der gewünsehten
Rückkopplung dient und andererseits dazu dient, zu verhindern, daß der Kreis 19 von den
Dioden J, 9 und 10 zu stark gedämpft werden würde. In den Anodenkreis der Anode 24 ist eine
Rückliopplungsspule 25 sowie eine in der Zeichnung als Ohmscher Widerstand dargestellte Ausgangs-■
impedanz 26 eingeschaltet. Die über die Ausgangsimpedanz 26 auftretende Spannung wird einerseits
dem Detektor 7 und andererseits über den Kondensator 11 und ein phasenkorrigierendes Netzwerk 27 .
der Mitte des Kreises 8 zugeführt, Das Netzwerk 27 dient zur Erzielung der richtigen Phasenverschiebung
zwischen den dem Kreis- 8 zugeführten Spannungen. Dies könnte auch durch eine derartige
Ausführung der Impedanz 26 erreicht werden, daß letztere die gewünschte Phasenverschiebung ergibt.
Der Kreis18 ist mit dem zweiten Kreis 6 des zweiten
Zwischenfrequenzbandfilters gekoppelt.
Die Kreise 6, 8 und 19 bilden zusammen mit den Röhren 20 und 24, den Kopplungselementen 11 und
26 und den Dioden 9 und 10 ein bekanntes Netzwerk zur Erzeugung einer Regel spannung für selbsttätige
Frequenzregelung.
Infolge des Vorhandenseins des sehr selektiven Kreises 19 werden die Seitenbandfrequenzen des
Zwischenfrequenzsignals in bezug auf- die Trägerwalle
stark geschwächt, wodurch die Gefahr, daß bsi selektiver Schwundwirkung eine scheinbare
Übermodulation des Signals auftritt, die von einer starken Verzerrung begleitet werden würde, beseitigt
wird. Die durch die Schwächung der Seitenbandfrequenz herbeigeführte Verzerrung wird durch
geeignete Wahl der Frequenzcharakteristik des Niederfrequenzverstärkers aufgehoben.
Für die erwünschte Wirkung ist es notwendig, daß die Abstimmfrequenz des Kreises 19 mit der
Frequenz der Zwischenfrequenzträgerwelle stets genau übereinstimmt. Diese Übereinstimmung wird
durch die selbsttätige Frequenzregelung gewährleistet. Tritt nämlich zwischen den genannten Frequenzen
eine Abweichung auf, so wird über den Widerstand 12 eine Regelspannung angemessener
Polarität erzeugt, welche die durch die Röhre 21 gebildete Reaktanz derart ändert, daß die Abstimmungsfrequenz
des Kreises 19 wieder mit der Trägerwellenfrequenz in Übereinstimmung gebracht
wird.
Da der Kreis 19 einen Teil des Netzwerkes zur Erzeugung der Regelspannung bildet, ist die Regelung
sehr empfindlich für geringe Frequenzänderungen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Überlagerungsempfänger, dessen Zwischenfrequenzteil ein scharfes Filter zur Auswahl der Trägerwelle enthält und bei dem eine· selbsttätige Frequenzregelung die Zwischenfrequenzträgerwelle innerhalb des vom Filter ausgewählten Frequenzbereicheis hält, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzregelung ausschließlich durch Beeinflussung der Abstimmung des genannten Filters erfolgt, welches Filter gleichzeitig einen Teil des die Frequenzregelspannung erzeugenden Netzwerkes bildet und wenigstens einen durch Rückkopplung entdämpften Schwingungskreis enthält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5746 2.53
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