DE867214C - Schreibgeraet mit Kugelspitze - Google Patents
Schreibgeraet mit KugelspitzeInfo
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- DE867214C DE867214C DE1949P0039302 DEP0039302D DE867214C DE 867214 C DE867214 C DE 867214C DE 1949P0039302 DE1949P0039302 DE 1949P0039302 DE P0039302 D DEP0039302 D DE P0039302D DE 867214 C DE867214 C DE 867214C
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Description
Die Erfindung betrifft Schreibgeräte mit Vorratsbehälter und Kugelspitze, bei denen das
Schreibende oder die Spitze eine Kugel enthält, die drehbar in einer Hülse oder einem Gehäuse
untergebracht ist und teilweise aus diesem hervorragt. Die Kugel wird von einem Vorratsbehälter
aus vermittels einer Speiseleitung, die mit der Basis der Hülse oder des Gehäuses in Verbindung
steht, mit Tinte versehen. Wenn die Kugel in Berührung mit einer Fläche, z. B. mit einem Papierblatt
gebracht wird, über dieses! hinwegbewegt und
dabei in Drehung versetzt wird, SO' wird ein. dünner
Tintenfilm durch den engen Schlitz zwischen der Kugel und ihrem Gehäuse auf die Kugel übertragen,
so daß auf der erwähnten Oberfläche eine Tintenspur abgelagert wird.
Eines der grundsätzlichen Probleme beim praktischen Gebrauch eines solchen Schreibgerätes ist
das Verfahren, mit Hilfe dessen das Gerät wieder mit Tinte gefüllt wird, wenn der Behälter leer ist. ao
Die Schwierigkeiten des Problems werden, hauptsächlich durch die Notwendigkeit verursacht, so
weit als möglich Vorkehrungen gegen ein zufälliges Ausklecksen von Tinte zu treffen, welches z. B. die
Finger beschmutzen könnte usw. Durch diese besonderen Vorkehrungen müßten also die Unzuträglichkeiten
in der Handhabung der Tinte möglichst verringert werden.
Diese Schwierigkeiten, wachsen,, wenn eine viskose Tinte anstatt der normalen wässerigen Tinte
niedriger Viskosität verwandt wird. Solche viskose Tinten bieten bekanntlich große Vorteile, ins-
besondere,- wenn'" sie -bei- einem Schreibgerät ■ mit"
Kugel-spitze zur Anwendung kommen: Abgesehen von anderen Vorteilen ist der Verbrauch an Tinte
für die Längeneinheit der. Tintenspur bei Geräten dieser Art beträchtlich niedriger als mit, Geräten
bekannter Art, bei denen die üblichen wässerigen Tinten zur Verwendung kommeni. Anidererseits ist es
schwieriger, wenn nicht unmöglich, derartige Schreibgeräte· vermittels bekannter Verfahren wieder
mit viskoser Tinte zu füllen, die nicht leicht fließt und einen-großen Widerstand entwickelt,"wenn
sie durch enge Durchgangswege· hindurchtreten soll.
Ein Zweck der vorliegenden Erfindung besteht
darin, diese Schwierigkeiten, zu überwinden und
eine verbesserte Einrichtung bei einem .Wiederfüllgerät vorzusehen, insbesondere, wenn· dieselben in
Verbindung mit viskosen Tinten benutzt werdfen.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin,
Mittel vorzusehen, mit deren -Hilfe, sobald das
Gerät wieder mit Tinte gefüllt ist, die Feder unmittelbar wieder zum Schreiben oder für sonstige
praktische Verwendung fertig ist. Es ist zu bemerken,
daß beim Ausfließen viskoser Tinte aus einem Tintenvorratsbehälter durch eine enge Leitung
und einen Kanal zur Schreibspitze der Fluß verhältnismäßig langsam vor s.ich geht. Wenn nun
dieser Kanal während des Wiederfüllens des Gerätes von Tinte entblößt ist, so wird notwendigerweise
eine gewisse zeitliche Verzögerung eintreten, bis· die neue Tintenmenge durch den; Kanal zur
Spitze fließt. Ein zusätzlicher Zweck der Erfindung richtet sich darauf, diesen: Übelstand· zu beheben.
Ein weiteres Problem, mit dem die Erfindung sich befaßt, ist die Vermeidung der Bildung von Gas-
oder Dampfbläschen. . "■
Wenn ein Gas- oder Dampfbläschen in eine enge
Leitung gelangt, durch welche eine Flüssigkeit fließt, so kann bekanntlich ein solches Bläschen den
Fluß unterbrechen. Ein Phänomen, das üblicherweise als Luft- oder ' Dampf Verschluß bezeichnet
wind. Wenn die Tinte· sehr dünnflüssig ist, wie es
bei Füllfederhaltern der üblichen Ausführung der Fall ist, bei denen gewöhnlich wässerige Tinten
benutzt werden, so ist die Gefahr des* Auftretens
eines Luft- oder Dampfverschlusses· nur gering, da eine irgendwie gebildete oder in die Leitung· gelangte
Dampfblase sich leicht von der Flüssigkeit loslöst, weil der durch die Flüssigkeit der Bewegung
der Blase entgegenwirkende viskose Widerstand nur gering ist. Bei viskosen Flüssigkeiten
t „■ besteht demgegenüber eine sehr viel größere Gefahr
der Bildung von Luft- oder Dampfblasen. Beispielsweise ist zu bemerken, diaß eine kleine Blase von
0,25 mm Durchmesser in einer Flüssigkeit mit einer Viskosität von ioo<
Poise mit einer Geschwin1-, ... digkeit von nicht mehr als ungefähr 1 cm pro
Stunde steigen würde. Mit dem Eintritt einer solchen Blase in die notwendigerweise verhältnismäßig
engen Durchflußleitungen, die zu dem Gehäuse
führen, in welchem die Kugel bei Schreib-
,,„ geräten des· Kugelspitzentyps- angeordnet ist, würde
also-mit erheblichem Risiko verbunden sein. Ein
in dieser Leitung auftretender Luftverschluß würde zur Folge haben, daß die Zuführung von Tinte zur
.Kugel verringert wird. Wenn die Blase in der Weise ansteigt, daß die kleinen Hohlräume oder
Kanäle, die den Sitz der Kugel umgeben,, mit Luft oder Dampf gefüllt werden, so würde der Zufluß
von Tinte zur Kugel verhindert werden, so daß ■ das Schreibgerät nicht mehr funktioniert.
Was· man) auch immer für Vorsichtsmaßregeln bei der Füllung des Gerätes oder des Vorratsbehälters mit Tinte trifft, so ist. es praktisch unmöglich, die Bildung von Luft- oder Dampfblasen
und· ihren Eintritt in den Vorratsbehälter oder in die Durchflußleitungen mit Sicherheit zu verhindern.
Dies gilt insbesondere mit Rücksicht auf die Druck- und Temperatur änderungen, denen die
Tinte während des Füllvorganges sowie beim Gebrauch des Gerätes und bei der mechanischen Handhabung
desselben unterworfen ist. (Solche Änderungen beeinflussen in gewissem Maße die Löslichkeit
von Luft- und Dampfblasen.) Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung betrifft Maßnahmen,
durch welche diese Schwierigkeiten beseitigt werden.
Im Hinblick auf die vorstehend erläuterten und anderen Zwecke sieht die vorliegende Erfindung
ein Schreibgerät mit Vorratsbehälter des Kugelspitzentypsvor,
das zwei leicht trennbare, zusammenwirkende ,Organe besitzt, nämlich einen
Tintenvorratsbehälter und ein Schreibende, welch letzteres die Kugel oder ein anderes Schreibelement
trägt und eine verengte Speiseleitung enthält, die von dem hinteren Ende des erwähnten
Endteiles1 zu dem Schreibelement führt, um bei Vereinigung der beiden Hauptorgane das letztere
mit Tinte aus dem Behälter zu versorgen. Der Vorratsbehälter besitzt eine Ausflußöffnung, die
luftdicht an das hintere Ende der verengten Leitung
angeschlossen wird, weno diei beiden Organe
verbunden werden. Der Vorratsbehälter ist zu diesem Zweck an seiner Ausflußöffnung mit einer
Kapillarvorrichtung versehen, in welcher die Tinte durch Kapillarwirkung gehalten wird, wenn die
beiden Hauptorgane getrennt werden. Andererseits bietet diese Kapillare, wenn die beiden Organe
verbunden sind, für das Fließen der Tinte keinen zu großen Widerstand, so daß eine genügende Zuführung
der Tinte zum Schreibelement aufrechterhalten wird. Es·' sei bemerkt, daß es durch diese
Konstruktion ermöglicht wird, einen Wiederfüllbehälter anstatt einest erschöpften Behälters, in einfacher
und übersichtlicher Weise anzubringen. Die Erfindung kann bei beliebigen Typen eines Schreibgerätes
mit Kugelepitze und bei jeder Art von Tinte zur Anwendung kommen. Indes bietet sie
besonderen Vorteil ihrer Anwendung bei Schreibgeräten, bei denen viskose Tinte zur Verwendung
kommt. Der Benutzer eines solchen Schreibgerätes braucht alsdann die Tinte nicht als solche zu handhaben,
sondern nur einen Behälter, der durch den Fabrikanten gefüllt ist, so daß die oben erläuterten
Schwierigkeiten und Unzuträglichkeiten vollkommen beseitigt sind. Alles, was der Benutzer
zu tun hat, besteht darin, daß er den leeren Vor-
ratsbehälter entfernt (ζ. B. ihn aus dem Gehäuse des Gerätes herauszieht) und ihn durch einen vollen
Behälter ersetzt. Es ist natürlich zu beachten,- daß nach dem Anschluß· eines neuen Behälters der
Schreiber erwartet, daß das Gerät unmittelbar gebrauchsfertig ist. Dies ist nur dann: der Fall,
wenn mach dem. Anschluß eines vollen Behälters eine ununterbrochene und kontinuierliche Tintenader
vom Behälter bis zu dem Zeichenorgan oder
ίο der Schreibspitze des Gerätes sich erstreckt. Wenn
die Tintenader an irgendeiner Stelle unterbrochen ist, so wird es entweder eine gewisse Zeit dauern,
bevor die Tinte die ganze Länge der Tintenleitungen durchdrungen hat, die von dem Behälter zur
Schreibspitze führen, oder das Gerät wird infolge eines Luftverschlusses· überhaupt nicht schreibfähig
sein. Aus diesem Grunde ist es sehr erwünscht, an den beiden offenen Enden der Tintendurchgänge,
die bei der Befestigung eines neuen Vorratsbehälters
so im Schreibgerät verbunden werden, Tinte zu halten.
Der Ausdruck offenes Endie der Tintendurchfluß leitung bedeutet, im Falle er mit Bezug auf das
Schreibende gebraucht wirdi, das von der Kugel oder einem anderen Schreibelement fortführende
Ende der Leitung, d. h. dasjenige Ende, an welches das offene Ende des Vorratsbehälters angeschlossen
wird, wenn der Vorratsbehälter in das. Gerät eingesetzt wird. Es ist zu bemerken, daß, wenn der
Vorratsbehälter tatsächlich in dieser Weise angebracht wird, das genannte offene Ende nicht offen,
sondern vielmehr geschlossen ist, indem es1 an den
Behälter angeschlossen wird. Um das gewünschte Ergebnis zu erhalten und um den Benutzer bei erschöpftem
oder entferntem Behälter am Schreiben mit dem Schreibende zu hindern, bis die Leitung
von Tinte gänzlich geleert ist, kann das Schreibende am Eintritt zur Speiseleitung mit einer
Kapillarvorrichtung versehen sein, die durch Kapillarwirkung den Durchfluß des Tintenmeniskus
verhindert, der gebildet wird, wenn der Behälter erschöpft ist. Indes bietet diese Kapillarvorrichtung
dem Durchfluß dJer Tinte keinen zu großen Widerstand, daß eine genügende Zuführung von
Tinte zum Schreibelement nicht aufrechterhalten würde.
Die einfachste Weise, die notwendige Kapillarkraft vorzusehen, um Tinte an der Ausmündlung
des Vorratsbehälters zu halten, würde darin bestehen, den Durchmesser einer zylindrischen Bohrung
welche die erwähnte Ausmündung bildet, bis zu kapillarer Abmessung zu verringern. Die
Kapillarspanniung einer viskosen Tinte möge z. B. 30 dyn/cm betragen, wobei die auf der Tinte in dem
Behälter ausgeübte Schwerkraft, die gegen die Kapillarkräfte wirkt, z.B. 5.cm Wassersäule betragen
würde. In diesem Falle müßte man den Durchmesser des Zylinderhohlraumes, der die
Mündung des Behälters bildet, auf nicht mehr als 0,2 mm verringern, um die Tinte in der erwähnten
Mündung zu halten. Selbst wenn ein so enger Hohlraum in geeigneter Weise hergestellt werden könnte,
würde er unpraktisch sein, da er dem Fluß einer x'iskosen Tinte einen viel zu großen Widerstand
böte. Das: Schreibgerät würde infolgedessen nicht funktionieren, wenn nicht ein erheblicher Druck
auf den Vorratsbehälter beim Gebrauch des Gerätes zwecks Überwindung dieses Widerstandes ausgeübt
würde.
Mit Rücksicht hierauf kann die Kapillarvorrichtung aus wenigstens einem ringförmigen Durchgang
(vorzugsweise aus mehreren Durchgängen dieser Art) oder aus einer zusammengerollten Folie
oder aus einem porösen Kapillarorgan bestehen. Solche Einrichtungen lassen sich ohne weiteres in
wirtschaftlichem Rahmen herstellen!.
Gemäß einer wichtigen zusätzlichen Ausgestaltunig der Erfindung wird das Gerät mit Einrichtungen
versehen, um die Bildung von Gasblasen, zu verhindern, die den Fluß durch die Kapilliareinrichtung
unterbrechen könnten. Diese Einrichtungen werden an der Mündung1 dies Vorratsbehälters anrgeordnet.
Sie bestehen aus einem Filter oder einem Durchlaß, der vor der Kapillarvorrichtung angeordnet
ist und dem Durchgang reiner Tinte, d. h. einer Tinte, die frei von Gasblasen ist, einen kleinen
Wilderstand bietet, so daß1 eine gleichmäßige Zuführung
von Tinte zu demSchreibekmenit aufrechterhalten werden kann. Andererseits ist die Zusatzeinrichtung·
befähigt, dem Durchgang von. Gasblasen
anzuhalten oder zu verhindern. Anstatt dessen oder zusätzlich können Mittel vorgesehen sein, um
die Gasblasen zu verhindern, den Tintenfluß durch die Speiseleitung zu stören. Diese Mittel bestehen
in einem vor idfer Leitung angeordneten Filter oder Durchlaß, die dem Durchgang reiner Tinte, also
einer von Gasblasen freien Tinte, nur geringen Widerstand1 entgegensetzen, so daß die Zuführung
einer angemessenen Tintentnenge zu dem Schreibelement
aufrechterhalten werden kann, während andererseits der Widerstand hinreicht, um Gasblasen
aufzuhalten oder am Durchgang zu verhin»- dern. Die vorliegende Erfindung sieht die Anordnung
eines· Schireibgerätes mit Vorratsbehälter des angegebenen Typs vor, das aus zwei leicht trennbaren
Teilen besteht, d. h. aus einem Behälter und einem Speiseorgan, das! an einem Ende des Schreibteiles
endet und die Leitung1 enthält, sowie Mittel,
um dasselbe lösbar zusammen mit der Leitung in Verbindung1 mit dem inneren Behälter zu bringen,
sowie auch Mittel für den automatischen Verschluß des Behälters bei Trennung der beiden Hauptteile.
Die Erfindung betrifft ferner ein Schreibgerät mit Vorratsbehälter der beschriebenen. Art, das
zwei leicht trennbare Hauptteile besitzt, nämlich ein Speiseglied, das an einem Ende des Schreibteiles
endet und röhrenförmig gestaltet ist. Die röhrenförmige Gestaltung findet sich mindestens
am anderen Ende bei der erwähnten Leitung, die durch das erwähnte Organ hindurch von dem röhreniförmigeni
Ende zur Kugel führt. Der zweite Hauptteil besteht in einem. Tinitenvorratsbehälter,
der eine selbsttätig verschließbare Mündung besitzt für die Aufnahme des erwähnten röhrenförmigen
Endes von derart federnder Gestaltung, daß das röhrenförmige Ende zwangsweise eingeführt werden
kann, um eine Verbindung mit dem Innern des
Behälters· herzustellen und daß, wenn das erwähnte
Ende zurückgezogen wird, die Mündung des 'Vorratsbehälters
sich selbsttätig schließt.
Gemäß der Erfinidiung· ist es möglich, beide Teile,
nämlich die Schreibenden und die Behälterteile,
austauschbar zu benutzen. Diese Ausbildungsform
bietet manche Vorteile, wie z.B. die Möglichkeit, den einen Tintenvorratsbehälter durch einen anderenVorratsbehälter
zu ersetzen, der Tinte von • ίο unterschiedlicher Viskosität enthält, oder das eine
Schreibende durch ein anderes zu -ersetzen, das
- eine unterschiedliche Dicke der Schreib spur erzeugt,
oder aber ein abgenutztes Schreibende gegen! ein neues auszutauschen.
- Im folgenden sollen nun verschiedene Maßnahmen
zur praktischen Durchführung der Erfindung unter Behebung der vorerwähnten Sehwierigkeiten
und Nachteile unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielsweise beschrieben werden.
-. In den Zeichnungen veranschaulicht
Fig. ι einen Teilschnitt, der das vordere Ende
eines austauschbaren Vorratsbehälters gemäß der Erfindung zeigt;
Fig. 2 und 3.- sind ein Teilschnitt und. eine Teilansicht
einer abgeändertem" Konstruktion;
Fig. 4 ist ein Teilschnitt, der das vordere Ende eines Schreibgerätes gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt; .
Fig. S zeigt einen austauschbaren Vorratsbehälter im Schnitt mit einer besonderen Einrichtung,
um den Fluß von Luft- oder Dampfblasen aufzu-• halten;
Fig. 6 zeigt im Teilschnitt die Spitze eines Schreibgerätes in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung. Auch hier ist eine Einrichtung vorgesehen, um den Fluß von Luft1- oder
Dampfbloseni aufzuhalten;
Fig. 7 ist ein Teilschnitt diurch die wesentlichen
Teile einer Ausführungsform des Schreibgerätes gemäß der Erfindung, die die selbsttätig schließbare
Mündung zeigt;
Fig. S veranschaulicht! eine abgeänderte Konstruktion.
Zunächst ist in Fig. 1 der Tintenvorratsbehälter
mit dtem Bezugszeichen 3, bezeichnet. Dieser Behälter kann in irgend bekannter oder bewährter Art ausgebildet
sein. Der Behälter endet in einem Gewinidenippel' i, der eine Bohrung 4 besitzt, durch welche
die Tinte aus dem Innern des Behälters nach der offenen Mündung desselben fließt. An der Mündung
ist die Bohrung 4 erweitert. Hier ist ein Kern 2 eingelassen, 'dessen Größe gegenüber dem erweiterten
Teil derart bemessen ist, daß ein kapillarer Ringraum 5. gebildet wird. Wiederum unter der
Annahme^ einer Schwerkraft von 5 cm Wassersäule und einer Oberflächenspannung von 30 dyn/cm,
müßte die Weite des Ringspaltes' in der Grenze von 0,1 mm gehalten werden, um die erforderlichen
Kapillarkräfte aufzubringen, während der Durchflußwiderstand hundertmal kleiner ist, als er für
eine einzelne zylindrische Bohrung desselben Durchmessers würde. Der Kern 2 kann in seiner
Stellung durch irgend geeignete Vorrichtungeni befestigt oder auch durch Kapülarkräfte in ihr gehalten
werden, die in dem Ringspalt auftreten. In diesem Falle kann der Kern vorzugsweise aus einem
leichten Material, z. B. einer leichten Legierung oder plastischem Stoff, bestehen. Ein nicht dargestellter
entfernbarer Endverschiuß kann Vorzugs^· weise vorgesehen sein, um den Nippel 1 zu verschrauben,
wenn der Behälter gelagert wird. Bei der Alternativkonstruktion gemäß Fig. 2 und 3
wird der Kern durch eine Folie von gewisser Länge ersetzt1, die derart zu einer Spirale 6 gerollt
ist, daß eine Mehrzahl konzentrischer Ringspalte gebildet wird. Auf diese Weise wird der gesamte
freie Durchgangsquerschnitt für die Tinte wesentlich vervielfältigt. Es ergibt sich daher offenbar
eine wesentliche Verringerung des Fluß Widerstandes, ohne den Kapillardruck zu beeinflussen, der
für eine gegebene Flüssigkeit lediglich durch die Krümmung des Meniskus und deshalb in diesem
Sinne auch durch die Weite des Ringspaltes bestimmt ist, während er unabhängig von dem freien
Raum des Durchfluß quer schnittes ist. In einer weiteren abgeänderten Ausführungsform kann, der in
Fig. ι dargestellte feste Kern 2 durch einen Kern
von porösem Material ersetzt werden, das zweckmäßig eine durchschnittliche Porenweite von etwa
o,2> mm besitzt. In einem Kern· dieser Art ist eine Vielzahl von engen Kapillarkanälen vorhanden,
die parallel miteinander verlaufen. Grundsätzlich wird ein poröses Material, bei welchem die Poren
miteinander kommunizieren und dessen Porosität bei genügender Weite der Poren genügend! hoch ist,
geeignet sein, wenn es chemisch inert gegenüber der Tinte sich verhält. Dies gilt z. B. für gewisse
Arten von Dochtgeweben oder Filz, für poröse plastische Stoffe und für verschiedene gesinterte
Stoffe, selbst für gesintertes Glas. Fig. 4 veranschaulicht ein Schreibgerät gemäß der Erfindung.
Dasselbe besitzt ein Schreibende 7 mit einer Kugel 8, die drehbar an einem Ende desselben angeordnet
ist. Das Schreibende ist in ein Gehäuse 9 geschraubt, in welches ebenfalls der austauschbare
Behälter 10 geschraubt wird. Der Behälter ist vorzugsweise
in beschriebener Art ausgebildet. Eine Bohrung 11 ist in dem Schreibende 7 angebracht,
um die Tinte von dem Behälter zur Kugel 8 zu führen. Das von der Kugel entfernt liegende Ende ist
erweitert. In die Erweiterung ist ein Kern 12 derart eingelassen, daß ein kapillarer Ringspalt 15, gebildet
wird. Wenn die Teile, wie dargestellt, zusammengeschlossen werden, so daß also die Mündung
des Behälters luftdicht mit dem hinteren. Ende dee Schreibendes verbunden ist, so bildet der erwähnte
kapillare Ringspalt 15'eine Fortsetzung des kapillaren
Ringraumes 5 in der offenen Mündung des Behälters. Die Kerne 2 und 12 können fest oder
porös gestaltet sein. Sie können auch alternativ durch die gerollte Folie 6, wie in Fig. 2 und 3, dargestellt,
ersetzt sein. Die kapillaren Kräfte itnRingraum
5 halten die Tinte an der offenen Mündung desselben, bevor der Vorratsbehälter in das Gerät
eingesetzt ist. Wenn der Behälter innerhalb des Instruments angebracht ist und die Tinte von dem
Behälter abgezogen wird und' solange der Behälter nicht zum Zwecke der Auswechslung entfernt
wurde, sind die Kapillarkräfte in den Ringräumeni 5; und 15 genügend! stark, um zu verhindern,
daß die Tinte beim Schreiben abgezogen, wird. In gleicher Weise verhindern diie Kräfte im Ringrautn
15. selbst nach Entfernung des; Behälters den Abzug
der Tinte beim Schreiben in solchem Maßej daß
die Leitung 11 niemals; von Tinte entleert wird. Es ίο folgt also, daß, wenn ein neuer Behälter angebracht
ist, die Tinte an der offenen Mündung des Behälters sich unmittelbar mit Tinte an der offenen Mündung
des- Spitzenteils mischen kann. Infolgedessen kann der Besitzer eines solchen Gerätes dasselbe unmittelbar
benutzen. Er braucht also nicht darauf zu warten, daß die Tinte durch die Leitung 11 zu
der drehbaren Kugel fließt. In der in Fig. 5 dargestellten Konstruktion besitzt der auswechselbare
Tintenbehälter einen aus Gummi od. dgl. Stoff bestehenden Sack 16, der in einer äußeren Hülle 10
enthalten ist, die mit einer Luftöffnung 17 sowie mit einem Gewindenippel 1 versehen ist, der in, das
offene Ende des Vorratsbehälters eingesetzt wird. Von dem. Nippel 1 erstreckt sich innerhalb des
Sacks 16 axial abwärts' ein Rohr 18, das an einem
Ende durch eine Kappe odl. dgl·. Verschluß 19 verschlossen
ist, während das andere Ende in, einen
Auslaß 2: mündet. In diesen ist ein Pfropfen odi. dgl.
Organ eingesetzt, das starke Kapillarkräfte entwickelt, welche die in dem Sack 16 enthaltene Tinte
an. der offenen Mündung 2 halten. Wenn der Behälter nicht in; einem Schreibgerät angebracht ist,
wird die offene Mündung 2 (mit dem Pfropfen) zweckmäßig durch eine entfernbare Verschlußklappe
geschützt. An zweckmäßiger Stelle ist in dem Rohr i|8., vorzugsweise in kurzer Entfernung
unter dem inneren Ende des Nippels 1, eine Reihe enger Kapillarlöcher 20 gebildet. Wenn, der Behälter
in einem Schreibgerät untergebracht ist, fließt die Tinte aus dem Sack 16 durch die Kapillarlöcher
oder Kanäle 20 entlang der Bohrung' des Rohres 18 und tritt hinter die offene Mündung 2,
die mit der Kapillareinrichtung ausgestattet ist, zu dem Schreibglied, z. B. zu einer drehbaren Kugel.
Wenn die Flüssigkeit in dem Behälter rein ist, d. b. eine Flüssigkeit, die frei von Gas- oder Dampfblasen
ist, so geht sie durch die Löcher 20 hindurch und der ihr durch diese Kanäle gebotene
Durchflußwiderstand ist gleichmäßig und in seiner größeren oder geringeren Höhe abhängig von der
Durchflußmenge und von der Ouerschnittsgestaltung. Wenn indes eine in. der Flüssigkeit enthaltene
Blase im Begriff ist, in einen der Kanäle einzutreten, wird an der Grenze zwischen Gas und
Flüssigkeit ein Meniskus gebildet, und die in diesem Meniskus wirkendien Kapillarkräfte sind so groß,
daß· sie das weitere Vordringen des Gases in den
Kanal· unterbinden. Infolgedessen wird, das Gas wirksam daran verhindert, durch den Kanal zu
gehen, und zwar so lange, als die Druckdifferenz auf beiden Seiten des· Rohres kleiner ist als der
Kapillardruck in den engen Kanälen. Normalerweise hängt die Druckdifferenz auf beiden Seiten
des Rohres von dem Druckfluß widerstand ab. Offenbar werden die Blasen, wenn solche vorhanden sind,
an der Außenseite des Rohres aufgehalten. Es ist dabei zu bemerken, daß, sobald der Tintenfluß anhält,
diese Blasen ein natürliches Bestreben haben, von den engen Kanälen 20 sich zu entfernen und
sich in einem toten Raum anzusammeln (d. h. in einem Raum, in dem sie keine schädlichen Wirkungen
ausüben können), z. B. in einem Sacke, wie er durchs bezeichnet ist. Der Durchmesser der
Löcher 20, ist vorzugsweise nicht kleiner als 0,5 mm. Die Anzahl· der Löcher beträgt zweckmäßig
nicht weniger als vier. Vorzugsweise werden jedoch acht Kanäle oder mehr vorgesehen.
Unter der Annahme, daß die Wandstärke des Rohres! 18 nicht größer als 0,5 mm ist, ist zu. bemerken.,
daß der besondere, in Fig. 5 dargestellte Behälter nur als Ausführungsbeispiel dient und daß
die Erfindung in Verbindung mit jeder anderen, geeigneten Bauart eines Vorratsbehälters angewandt
werden, kann.
Fig. 6 veranschaulicht die Anwendung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung auf das
Schreibende eines Gerätes derart, bei welcher das Schreibelement aus einer drehbaren Kugel 8 besteht,
die drehbar in einem: geeigneten. Gehäuse 7
untergebracht ist, in dem eine Leitung oder ein Kanal 11 gebildet ist, längs dessen die Tinte 'aus
einem mit 10 bezeichneten Vorratsbehälter zur
Kugel fließt. In der dargestellten Anordnung besitzt der Behälter die in Fig. 5: veranschaulichte
Konstruktion. Der Nippel 1 ist in ein äußeres Gehäuseo.
eingeschraubt, das sich über den Nippel hinaus; erstreckt, und das von der Kugel· 8 abgewandte
Gewindeende des Gliedes 7 aufnimmt. Die Leitung 11 ist an ihrem hinteren Ende erweitert.
Das offene Ende dieses erweiterten Teils, das mit der Mündung 2 des Behälters 10 in Verbindung
steht, kanni mit einem kapillaren· Pfropfen 12 oder
einer anderen, Einrichtung versehen sein, durch die an dieser Stelle kapillare Kräfte entwickelt werden.
Innerhalb der Leitung 11 ist ein an einem Ende geschlossenes Rohr 21 angebracht, das sich in. den
erweiterten; Teil· erstreckt und so angeordnet ist, daß es, eine Fortsetzung der Leitung 11 bildet. Das
Rohr 21 ist an einer geeigneten Stelle mit Kapillarkanälen2O.
versehen, die den Außenraum mit dem no
Innenraum des Rohres verbinden. Hieraus geht hervor, daß. beim, praktischen Gebrauch des Gerätes
die Tinte aus dem Behälter durch das Glied 12 oder um dasselbe herum in den erweiterten Teil der Leitung
11 und alsdann durch die Kanäle 20 in das Innere des; Rohres 21 und alsdann längs der Leitung
11 zur Kugel 8; fließt. Etwa auftretende Luftoder
Dampfblasen werden durch die Kanäle 20 aufgehalten. Sie haben dann das>
Bestreben, hinter die Kanäle zu gleiten und sich in, dem mit A bezeich- iao
neten toten Winkel oder Raum zu sammeln, wo sie die Funktion, des Gerätes nicht stören.
Gemäß der in Fig. 5 und 6 dargestellten Konstruktion bestehen die Rohre 18 und 21 aus
irgendeinem geeigneten Material. Anstatt die Kanäle 20 vorzusehen, können die Teile, in. denen
diese 'Kanäle veraÄschiauKcht! siaidi, durch, ein Stück
;; Gaze odler feinies Gewebe-ersetzt werden. Oder aber
■es"können, die'Teile-mit den Kanälem.2b mit aus
Gaze oder^feiöem-Gewebe bestehenden HiiHeni-utor
;gebeöi"ödef im dieser Art intieni sowohl wie außen
ausgestattet werden." In einer weiteren Äusfübrungsform
können- die erweiterten, Rohre oder-die
Teile· derselben, in denen, die Kanäle 20^veranschaulich*
sind, aus porösem Material- bestehen. Die Gestaltung
der Kanäle is* vorzugsweise, wie mit Bezug auf Figi. 5 beschrieben, ausgeführt; Wenn indes
.-- poröses Material gebraucht wird, kann unter der
Annahme, daß das Material, eine Porosität von annähernid
50-0Zo besitzt, bei eimer Porenweite von. annähernd
0, r mm, der gesamte, von dem porösen Teil eingenommene Querschnitt wenigstens- 30· mm2
.:■■· betragen; dies unter'der Annahme, daß die Wändr
stärke des Rohres 0,51 mm ist. (Der Ausdruck: eine
Porosität vom ,5,00Zo-, bedeutet, daß das gesamte
Porenvolumen des Materials 5(aD/o der gesamten
Raumerfüllung des betreffenden Materials aus-
-.; macht). Bei den vorstehend' gemachten besonderen
Angaben wird eine Tinte mit einer Viskosität von 100 Poise -bei/ einer' Oberflächenspannung von
4'p"djrnf/c-m- sowie- "ein *Sohire}ibgerät; : vorausgesetzt,
bei welchem die normale. Durchfluß menge ■ der
f.- Flüssigkeit 10—5 cm3 pro Sekunde beträgt. Die
Viskosität ändert sich im allgemeinen! mit der Temperatur.
~
Indies ist zu bemerken, daß eine Viskosität von iod -Poise die Viskosität der Tinte bei der-niedrigsten]
Temperator ist;' bei welcher das Gerät- normalerweise
gebraucht- wind. - - In Fig-. 7 ist das äußere-Gehäuse-des Schreibg&-
rätes bei 7 und 9 dargestellt. Der Teil 9 kann zweckmäßig ein tonmenförmig gestaltetes- Qrgani seini, in
- , dem der Tintemvorratsbehälter' untergebracht ist,
währendi der Teil y< als festes Stück mit einer
Axial'bohrung ausgebildet- ist. Die beiden Teilet
und'9- sind' zweckmäßig vermittels Schraubengewinde 23- anieinanidengeschlosseni. Ein Käpillafrohir
;■■ .?.· 24- ist innerhalb - der; -Axialibohrung - des Gliedes 7
angeordnet. An einem "Ende des Rohres 24· ist'das
Kugelgehäuse-und die Kugel-8 .angebracht.' Das
Rohr 2141 "is"t-mit eimer- Schulter 2151 -versehen-, 'die
durch einen Absatz, im äußerem-Durchmesser gebil-
, -{ det:. ist. -Diese Schulter paßt■- ill· eine dtemrentspreehenide
Aussparung, ■ die für dieselbe in dem
Glied 7 vorgesehen ist. Der Zweck dieser Schulter
ist, dem. Benutzer im -den Stand zu setzen, "einen
Druck auf die Kugel· 8i beim Schreiben auszuüben,
,-; ohne daß die.'Kugel'ünds ihr Kapilliär-rohr 24 in das
Glied 71" zurücktreten. In dem Kugelgehäuse ist eine
Nut 26 vorgesehen, um; das- Herausziehen des Rohres-aus
dem Teil 71 "zu 'erleichtern. Der' Tintenvörratsbehälter
ist mit 10 bezeichnet.'Dieser.Behälter
-■*, kamm irgendeine zweckmäßige Bauart" besitzen. Er
kamm ferner als-. zusammenfaltbarer' Sack- gestaltet
sein. .-.■'*:';■"■"■■"■"""·■' ''' ' " ""
. So ._ Erfolgreiche Geräte der erläuterten.' Bauart ben;utzen:eiite--vriskose-Irölartige:.Tinte;'DierTin[te
27 -ist op» inperhalib des Behälters" veranschaulicht. Dieser Behälter
ist auswechselbar "angeprdnet.. Er läßt sich auswechseln, indem man dem Teil 28, der nachfolgend
beschrieben wird, über das Ende des Rohres 2I4 hinausstößt und ihn. in dem tonnenförmigem
Gehäuse des Halters durch einen Ring befestigt, der am hinteren Ende des Behälters sich befindet,
indes "im der Zeichnung nicht dargestellt ist. Eine-Anordnung anderer Art· ist im Fig. 8 dargestellt
j nach welchem der Behälter 10 an dem Gehäuse"Q,
vermittels 'eines Schraubengewindes befestigt; ist. Man kann auch andere Befestigungs- mittel
benutzen,- z. B. einen Keilverschluß.
Ein selbsttätiger Verschlußpfropfen ist bei 28 dargestellt. Dieser Verschlußpfropfen, der aus
Gummi oder anderem' geeigneten Material bestehen kann,, hat elastische Eigenschaften (er ver- -hält
sich dabei neutral gegenüber der Tinte, so· daß er durch dieselbe nicht geschädigt wird und seinerseits
die Tinte nicht schädlich beeinflußt). Dieser Pfropfen ist am Ende des Behälters nach dem
Schreibende zu angebracht. Gemäß Fig. 7 ist der Pfropfen beispielsweise als- von dem Behälter getrennter
selbständiger Teil ausgebildet. Er kann in seiner Stellung durch'geeigmete Mittel, z. B- durch
einen Adhäsionsleiin u. dgl., gehalten werden oder
dadurch, daß der Pfropfen in dem Behälter eingeschrumpft
Wird. Das "Ende des. Rohres 24 kann mit einer, gerauhten Fläche 30 versehen sein, um den
Reibungswiderstand zwischen dem Pfropfen und der Rohrwandung zu erhöhen. Diese gerauhte Oberfläche
trägt-dazü bei, das· Ende "des 'Rohres:24 'in
dem Behälter festzuhalten. Gemäß- einer abgeändertem
Konstruktiom ist "die" Vorrichtung, welche die
Verschlußeinricbtung darstellt, in einem Stück mit deni Behälter, a'nstatt als eingelassener Pfropfen,
ausgebildet. Eine derartige Konstruktion, ist z. B. möglich, wenn der Behälter aus Gummi od. dgl. geformt
ist. Der' selbstschließende Pfropfen· ist mit
einer Öffnung 31 versehen, durch welche das Rohr 24 hindürchgetrieben werden kann. Andererseits
kanri-der Pfropfen, bevor'der Behälter im Gebrauch
genommen) wird, am dem Ende der öffnung 31, die
im Berührung mit der Tinte'steht, geschlossen werden.
Dies kann bewirkt - werden, indem "bei dem Fprmprozeß eine dünne- Membran "am"'Bodenende
der Öffnung 3)1" vorgesehen wird, welche diese öffnung
hermetisch absehließt. Wenn der Behälter in
Gebrauch genommen wird, so kann das röhrenförmige Glied 24 durch die öffnung 31 hindurchgestoßen
und dabei die Membran durchbohrt werden. Das Ende des Pfropfens, das sich nicht in Kontakt
mit der Tinte'befindet; ist konisch oder leichtkugelförmig
als Mundstück gestaltet. "
Wenn" das Rohr 24 in dem Teil 7 eingeführt ist, wird das Ende des Rohres durch die Aussparung
in dem Pfropfen 28 in" die öffnung des Pfropfens geführt. Weniii das Röhr 24 weiter in dem Glied 28
vorgetrieben wird, so erzwingt das Rohr seinen Weg durch die Öffnung des Pfropfens und kommt im Berührung
mit "der im Behälter vorhandenen Tinte. Wird andererseits das Rohr 24 aus dem Pfropfen
herausgezogen, ' so" verschließt letzterer "infolge seiner- elastischen Eigenschaften seine öffnung und
schließt, auf diese Weise dem Tintenbehälter ab. -
Fig. 8 zeigt eine abgeänderte Konstruktion,' bei
welcher das Gehäuse 7 mit einem axialen Hohlraum versehen, ist, in. welchem ein federndes Glied
3'2 angeordnet ist. Dieses federnde. Glied ist in
seiner Stellung durch eine in dem Teil· 7 gebildfete Leiste 33 gehalten. Die Feder kaum durch geeignete
Mittel in ihre Stellung gebracht werden, z. B. indem man das federnde, Glied mach dem Schreibende dies
Gehäuses hin stößt. Das federnde Glied 32 besitzt in seinem äußeren Umfang eine Einschnürung· die
sich gemäß Fig. 8 in; dem nicht geschnittenen Teil des Gliedes 32 befindet. Diese Einschnürung1 befähigt
dieseni Teil des federnden: Gliedes» sich zusammenzuziehen,
während es über die Leiste 33 gleitet, und! sich wieder auszudehnen, wenn es über
die Leiste h-inweggeglitten ist. Diese Ausdehnung· gewährleistet, daß die Kante des Gliedes auf der
Leiste sich abstützt, so daß das federnde Glied nicht aus dem Schreibende herausrutschen, oder herausfallen
kann.
Die Feder ist derart angeordnet, daß sie in einer
Nut oder Verzahnung 34 des Rohres 24 eingreift, so daß letzteres im wesentlichen fest in seiner
Stellung gegenüber dem Gehäuse gehalten wird.
Mit Bezug auf die vorhergehende Beschreibung sei bemerkt, daß die Entfernung und der Ersatz
eines Schreibendes oder eines Tintenibehälters sich verhältnismäßig leicht und: einfach" bewerkstelligen
läßt.
In der im Fig. 7 und 8' gezeigten. Konstruktion
kann eine Kapillarvörrichtung verwandt werden,
wie sie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 bis 6 beschrieben wurde.
Claims (7)
1. Schreibgerät mit Kugelspitze und Vorratsbehälter,
das zwei leicht, trennbare Teile aufweist, nämlich einen "Tintenvorratsbehälter und
ein die Kugel tragendes Schreibende, welches eine enge Speiseleitung enthält, die von dem
hinteren Ende des Schreibendes zu dem 'Schreibelement führt und dieses .mit Tinte aus dem Behälter
versorgt, wenn die beiden Hauptteile miteinander vereinigt sind, mit der Maßgabe, daß
der Vorratsbehälter eine Mündung besitzt, die luftdicht an. das hintere Ende der engen Leitung
des Schreibendes anschüeßibar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mündung mit einer Kapil'lareinirichtung versehen ist, die eine für
das Gerät geeignefe Tinte an der Mündung des Behälters hält, wenn, die beidien Hauptteile getrennt
sind, welche indes, wenn diese Teile miteinander verbunden sind, dem Fluß der Tinte
keinen derart großen Widerstand bietet, daß eine hinreichende Speisung des Schreibelements nicht
stattfände.
2. Schreibgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schreibende an der Eim-
So trittsstelle der Speiseleitung- mit einer Kapillarvörrichtung
ausgestattet ist, die durch Kapillarwirkung den Durchgang des bei erschöpftem
Behälter gebildeten Tintenmeniskus hindert, indes keinen derart großen Widerstand dem
Durchfluß der Tinte entgegensetzt, daß keine hinreichende Tintenzufuhr zum Schreibelement
stattfindet.
3. Schreibgerät nach Ansprüchen; 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da,ß die Kapillarvorrichtung
aus wenigstens einem ringförmigem Durchgang besteht.
4. Schreibgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapillarvorrichtung aus
mehreren: ringförmigen Durchgängen besteht.
" 5. Schreibgerät nach, Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die KapillarvO'rrichtung
durch eine gerollte Folie gebildet wird.
6. Schreibgerät nach Ansprüchen 1 und: 2, dadurch gekennzeichnet, da.ß die Kapillarvorrichtung
aus einem porösen Glied mit kapillaren Poren besteht.
.
7. Schreibgerät, nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurchgekennzeichnet,
daß eine Einrichtung vorgesehen ist, um Luft- oder Dampf.blasen am
Eintritt und Durchgang durch die Kapillar-Vorrichtungen; zu hindern, mit der Maßgabe,
daß diese Einrichtung an der Ausmündüng des .Behälters angebracht ist und z. B. in einem
Filter oder einem Durchlaß besteht, der vor der Kapillarvorrichtung angeordnet ist und dem
Durchgang reiner Tinte, d. h. einer blasenfreien Tinte, nur geringen Widerstand bietet, so daß
eine hinreichende Zufuhr von Tinte zum Schreibelement aufrechterhalten wird, während
"andererseits der Durchgang von Gasblasen verhindert wird.
8. Schreibgerät nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zur Verhinderung des Durchtritts· von Gasblasen
durch die Speiseleitung angeordnet ist, die aus einem Filter und einem Durchlaß besteht, die
vor dieser Leitung angeordnet sind und nur geringen Widerstand dem Durchgang reiner Tinte,
d. h. einer blasenfreien Tinte, bietet, so daß eine hinreichende Tintenzufuhr zu dem Schreibelement
aufrechterhalten, werden kann, während
der Durchtritt von Gasblasen. verhindert wird.
9. Schreibgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein. toter Raum oder
Winkel· für die Aufnahme von abgelösten Blasen vorgesehen ist, in welchem diese die Funktion
des Schreibgerätes' nicht stören, können.
10. Schreibgerät nach Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Filter oder der
Durchlaß aus einer porösen oder perforierten Durchflußstelle besteht.
11. Schreibgerät nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die poröse oder perforierte Durchflußstelle in der Wandung eines röhrenförmigen
Gliedes besteht oder im ihr ausgebildet ist.
121. Schreibgerät nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die poröse oder perforierte Durchflußstelle einen Teil der Wandung des
röhrenförmigem Gliedes bildet und aus einem Stück Gaze oder feinem Gewebe besteht.
ΐ3· Schreibgerät nach Anspruch 11 oder I2,
dadurch gekennzeichnet, daß das- Innere des
röhrenförmigeni Gliedes zu der Kapillarvorrichtung
des Behälters führt und· daß die Tinte
innerhalb desselben! fließt.
14. Schreibgerät nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch· gekennzeichnet, daß· das Innere des röhrenförmigen, Gliedes zu der Speiseleitung
führt und daß der Tirutenfluß innerhalb desselben
durch, die Wandung stattfindet.
ii5i. Schreibgerät nach Anspruch 131, dadurch
gekennzeichnet, daß das röhrenförmige Glied in dem Tinitemvorratsbehälter hineinragt und daß
die Sammeltasche für Gasblasen im einem Hohlraum
zwischen' .der inneren Wandung des Behälters
und der äußeren Wandung des röhrenförmigen Gliedesi, abseits von dem Filter oder
dem Durchlaß, besteht.
16. Schreibgerät nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß> daß röhrenförmige1 Glied in den Tintendurchgang hineinragt und! daß die
Sammeltasche als Hohlraum zwischen der inneren Wandung dieses Tintendurchgangs und
der äußeren" Wandlung des· röhrenförmigen
Gliedes', abseits von dem Filter oder dem Durchlaß, gebildet ist.
17. Schreibgerät nach Ansprüchen 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß- dasselbe zwei leicht trennbare Hauptteile besitzt, nämlich einen Vorratsfoehäker
und einen Speiseleitungsteil, der an einem Ende des Schreibendes· endet, und die
Leitung enthält, sowie Mittel, um die beiden Hauptteile lösbar miteinander zu verbinden, sowie die Leitung in Verbindung mit dem Innern
des Behälters, zu setzen,'und Mittel "zum selbsttätigen
Verschluß des- Behälters· bei Trennung der beiden Hauptteile.. ■ . ■
iß. Schreibgerät nach Ansprüchen 1 bis· 17,
dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe zwei leicht
trennbare Hauptteile besitzt, nämlich ein Speiseglied, das an einem Ende in dem Schreibendteil
endet und wenigstens am anderen Ende röhrenförmig gestaltet ist, wobei die erwähnte Leitung
durch den Schreibendteil hindurch von dem röhrenförmigen Ende zur Kugel führt, sowie
einen Tintenvorratsbehälter, der mit einer selbsttätig verschließbaren Öffnung zur Aufnahme
des erwähnten röhrenförmigen Endes der Speiseleitung versehen ist, mit der Maßgabe,
daß diese Öffnung des. Tintenbehälters derart elastisch ausgebildet ist, daß beim Einstülpen
des röhrenförmigen Endes in dieselbe eine Verbindung
mit dem Innern des Tintenbehälters hergestellt) wird und daß beim Herausziehen des
röhrenförmigen Endes die Öffnung sich selbsttätig schließt und den Behälter abschließt.
19. Tintenvorratsbehälter für Schreibgeräte
nach Ansprüchen 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet,·,
'daß der Tintenvorratsbehälter an
seiner offenen, zum Anschluß an eine Speiseleitung geeigneten, der Kugelspitze zugekehrten
Mündung mit einer Kapillareinrichtung versehen ist, die eine für das Gerät geeignete Tinte
an .der Mündung 'des Behälters hält, wenn der
Tintenvorratsbehälter von der Speiseleitung getrennst ist, aber andererseits bei Verbindung mit
der Speiseleitung dem Fluß der Tinte keinem erheblichem
Widerstand bietet.
20. Schreibende für Schreibgeräte nach Ansprüchen ι bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
das Schreibende an seinem· hinteren Ende mit einer Kapil!arvo>rrichtung versehen ist, die durch
Kapillarwirkung den Durchgang desi bei erschöpftem Tintenvorratsbehälter gebildeten
Tinitenmeniskus verhindert., indes bei hinreichender
Füllung des· Tintenvorratsbehälters dem Fluß der Tinte zum Schreibende keinen erheblichen
Widerstand bietet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
5707 2.53
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- 1946-02-12 GB GB28190/47A patent/GB650804A/en not_active Expired
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-
1949
- 1949-04-09 DE DE1949P0039302 patent/DE867214C/de not_active Expired
Also Published As
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| GB650754A (en) | 1951-03-07 |
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