DE870814C - Tintenvorratsbehaelter fuer Schreibgeraete, insbesondere Schreibgeraete mit Kugelspitze - Google Patents
Tintenvorratsbehaelter fuer Schreibgeraete, insbesondere Schreibgeraete mit KugelspitzeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Mittel zum Aufhalten oder Verhindern des Auskriechens einer Flüssigkeit aus
dem offenen Ende einer Röhre od. dgl., in der die Flüssigkeit einen Meniskus bildet. Sie bezieht sich
insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, auf Tintenvorratsbehälter, wie sie für Schreibgeräte
verschiedener Art gebraucht werden. Die Erfindung läßt sich demgemäß insbesondere bei Schreibgeräten
mit Kugelspitze, z. B. den bekannten Kugelschreibern, deren Vorratsbehälter mit einer
besonders zusammengesetzten oder gewöhnlichen Tinte gefüllt wird, anwenden, ferner bei sog.
Tintenfüllern, bei Füllfederhaltern wie auch bei anderen Schreibgeräten, bei denen die Tinte aus
einem Kapillarsystem der Schreibspitze zugeführt wird. Zum Gebrauch bei Schreibgeräten dieser Art
eignen sich mannigfache verschiedene Konstruktionen von Tintenvorratsbehältern. Unter diesen
sollen die folgenden beispielsweise erwähnt werden.
Bei einer bekannten Bauart wird eine Röhre von beschränktem Innenquerschnitt verwendet, die an
einem Ende offen ist und in Verbindung mit der Kugel am anderen Ende steht. Eine andere bekannte
Konstruktion enthält eine Röhre von größerem Querschnitt, die an dem von der Kugel abgewandt
liegenden Ende ebenfalls nach der Außenluft hin
offen ist; sie besitzt.indes einen Schwimmkolben der auf der Oberfläche der Tinte bleibt und entsprechend
dem Verbrauch der Tinte in der Röhre abwärts sinkt.
Gemäß einer weiteren Äusführungsform eines Tintenvorratsbehälters besteht dieser aus einem Röhrchen, das an einem Ende mit der Kugel in Verbindung steht, aber am anderen Ende mit einer Flüssigkeitsschicht von höherer Viskosität, als sie ίο die Tinte besitzt, versehen ist. Es sei bemerkt, daß bei allen an ihren Enden offenen Rohren, die darin einen Meniskus bildende Flüssigkeiten enthalten, die Flüssigkeit eine gewisse Tendenz zeigt, die man ' üblicherweise als Kriechen bezeichnet. Wenn die Innenfläche des Rohres irgendwelche Unvollkommenheiten aufweist, z. B. eine axial verlaufende Kratzspur, so ist die Flüssigkeit bestrebt, an solcher Kratzspur entlang zu kriechen. Eine solche Kratzspur wirkt wie eine feine Leitung, und die Tinte wird durch Kapillarwirkung an derselben entlanggezogen. ,
Gemäß einer weiteren Äusführungsform eines Tintenvorratsbehälters besteht dieser aus einem Röhrchen, das an einem Ende mit der Kugel in Verbindung steht, aber am anderen Ende mit einer Flüssigkeitsschicht von höherer Viskosität, als sie ίο die Tinte besitzt, versehen ist. Es sei bemerkt, daß bei allen an ihren Enden offenen Rohren, die darin einen Meniskus bildende Flüssigkeiten enthalten, die Flüssigkeit eine gewisse Tendenz zeigt, die man ' üblicherweise als Kriechen bezeichnet. Wenn die Innenfläche des Rohres irgendwelche Unvollkommenheiten aufweist, z. B. eine axial verlaufende Kratzspur, so ist die Flüssigkeit bestrebt, an solcher Kratzspur entlang zu kriechen. Eine solche Kratzspur wirkt wie eine feine Leitung, und die Tinte wird durch Kapillarwirkung an derselben entlanggezogen. ,
Andere Ursachen für das Kriechen von Flüssigkeit liegen z. B. in kleinen Fehlern bei der' Herstellung
des Röhrchens oder in falscher Handhabung desselben beim Gebrauch. .
Die Erfindung richtet sich darauf, das Kriechen einer Flüssigkeit aus einem an seinem Ende offenen
Rohr, in dem die Flüssigkeit einen Meniskus bildet, zu verhindern oder aufzuhalten. Wenn der Innendurchmesser
des Tintenbehälters nicht größer als 2,5 mm ist, so ist der an dem von der Kugel abgewandten
Ende in der Tintensäule gebildete Meniskus so widerstandsfähig, daß er unter normalen Gebrauchsbedingungen in gemäßigten
geographischen Breiten nicht zerstört wird und die Tinte nicht aus dem offenen Ende herauskriecht.
Das Tintenvolufnen in einem Behälter von 2,5 mm innerem Durchmesser ist indes -notwendigerweise
im Hinblick auf die übliche Größe eines Schreibinstruments beschränkt: Wenn der Innendurchmesser
des Behälters über 2,5 mm anwächst, um ein größeres Tintenvolumen zu gewährleisten, so
wächst gleichzeitig die Gefahr des Aufbrechens des erwähnten Meniskus oder des Kriechens der Tinte.
' Die Erfindung richtet sich nun darauf, Mittel vorzusehen,
um das Kriechern einer Tinte aus einem mit der Außenluft in Verbindung stehenden Röhrchen
od. dgl., in dem die Tinte einen Meniskus bildet, aufzuhalten oder zu verhindern. Diese Mittel
bestehen darin, daß wenigstens eine den Umfang umgebende oder im wesentlichen umgebende Stufe
oder Ringnut an oder in der Innenfläche des Rohres und an geeigneter Stelle zwischen der erwähnten
Öffnung und dem dieser öffnung benachbarten
Ende der Tintensäule vorgesehen ist, wenn das Rohr mit der. Flüssigkeit gefüllt ist. Die erwähnte
Stufe oder Ringnut ist so angeordnet, daß sie eine scharfe Richtungsänderung der" Bewegung des die
Rohrwandung berührenden Flüssigkeitsfilms erzwingt, wenn die Flüssigkeit in axialer Richtung zu
kriechen bestrebt ist. Bei der praktischen Ausführung
dieser Erfindung sieht man vorzugsweise mehr als eine Stufe oder Ringnut vor, in die man
alle solche Gebilde voneinander trennt. Die Trennung kann z. B. durch eine Leiste od. dgl. erfolgen.
Es ist hervorzuheben, daß die Verhinderung des Kriechens der Tinte bei [Schreibgeräten der erläuterten
Art von erheblicher Bedeutung ist. Wenn ein Benutzer eines solchen Geräts das Ende eines
Tintenbehälters berührt, in dem derartige Kriecherscheinungen auftreten, so bekommt er Tinte an
die Hand, eine Unzuträglichkeit, die möglichst zu vermeiden ist. Ein besonderer Zweck der Erfindung
besteht infolgedessen darin, das Kriechen von Tinte aus Tintenbehältern von Schreibinstrumenten der
erläuterten Art durch Benutzung eines mit einem Luftloch versehenen Röhrchens, zu dem die Tinte
einen Meniskus bildet und das die vorgenannten Merkmale aufweist, zu vermeiden oder aufzuhalten.
Bei den ,Schreibgeräten der erläuterten Art können geeignete Tinten benutzt werden. Geeignete Tinten
sind z. B. solche viskosen Tinten, deren Viskosität nicht geringer als 15 Poise bei 370 C ist, jedoch bei
normalen Temperaturen nicht so hoch liegt, daß ein ausreichender Fluß der Tinte zu der Kugel beim
Schreiben verhindert würde. Eine derartige Tinte kann ein ölartiges Lösungsmittel enthalten, z. B.
Olein, Rizinusöl, dehydratisiertes Rizinusöl oder eine Kombination derartiger Lösungsmittel, ein
die Adhäsion förderndes Verdickungsmittel, z. B-. go
Kolophonium, und einen Farbstoff.
Zum Zweck des leichteren Verständnisses der Erfindung soll dieselbe nachfolgend auf Grund der
Zeichnungen an einigen Ausführungsbeispielen erläutert werden. Es zeigt
Fig. ι (hauptsächlich im Querschnitt) beispielsweise
ein mit Tintenbehälter versehenes Schreibgerät der erläuterten Art in erfindungsgemäßer Ausgestaltung,
Fig. 2 einen Teil eines erfindungsgemäß, ausgestalteten
Tintenvorratsbehälters,
Fig. 3 eine gegenüber Fig. 2 abgeänderte Konstruktion,
Fig. 4 eine weitere Abänderung, Fig. 5 im einzelnen schaubildlich einen geschlitzten
Ring,
Fig. 6 und 7 weitere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes.
Das in Fig. 1 dargestellte Gerät besteht aus einem
Schreibende 1, das eine Kugel 2 aufnimmt und mit no
einem röhrenförmigen Behälter 3 verbunden ist. Dieser Behälter steht mit dem zwischen der Kugel
und ihrem Gehäuse gebildeten Spalt vermittels einer Speiseleitung in Verbindung.
Der erwähnte ,Spalt und die Speiseleitung sind
nicht dargestellt, da sie für den mit der Konstruktion von Schreibgeräten dieser Art vertrauten
Fachmann ohne weiteres in ihrer Anordnung egeben und verständlich sind. Es sei indes erwähnt,
daß die Kugel zweckmäßig in der Größenordnung von etwa 1 mm Durchmesser sich hält. Der Durchmesser
der Speiseleitung an dem mit dem Kugelehäuse in Verbindung stehenden Ende derselben
ist kleiner als der der Kugel. Die Weite des Spaltes bewegt sich vorzugsweise zwischen 0,001 und
0,01 mm.
Die aus dem Schreibende ι und dem Behälter 3 bestehende Einheit ist in einem Gehäuse untergebracht,
das aus einer mit einem Luftloch 5 versehenen Hülse 4 und einem Zwischenstück 6 besteht. Notwendigerweise ist das Schreibende 1 in
das Zwischenstück 6 mittels Gewinde 7 eingeschraubt. Das Zwischenstück 6 und die Hülse 4
sind durch Gewinde 8 miteinander verschraubt. Eine nicht dargestellte Kappe kann für den Nichtgebrauch
des Geräts vorgesehen sein, die über einen im Gehäuse angeordneten Ring 13 gesteckt wird,
um das Schreibende zu schützen, und die, wenn das Gerät sich im Gebrauch befindet, über das hintere
Ende des Geräts gesteckt wird.
Es ist zu bemerken, daß das hintere Ende 9, d. h. das der Kugel 2 entfernt liegende Ende, des röhrenförmigen
Behälters 3 offen ist, so daß der Inhalt des Behälters zu diesem Ende dem Atmosphärendruck
unterliegt. Die Tintensäule 10 bildet eine ununterbrochene Flüssigkeitsader, die sich von dem
Meniskus 11 bis zu dem zwischen der Kugel und ihrem Gehäuse gebildeten Spalt erstreckt.
An der Innenwand des Behälters 3 ist eine Ringnut 12 vorgesehen. Die Ringnut weist beim Ausführungsbeispiel
dreieckigen Querschnitt auf und ist zwischen dem Meniskus 11 und dem offenen
Ende 9 des Behälters an dessen Innenwand angeordnet. Die Ringnut bildet eine Stufe, über
welche der Tintenfilm kriechen muß. Gemäß Fig. 2 sind zwei Aussparungen 15 und 16
von rechteckigem Querschnitt vorgesehen.
Gemäß Fig. 3 sind die Aussparungen 18 und 19
jede von der anderen durch eine scharfe Leiste 20 getrennt. Diese Ringnuten können, wie dargestellt,
einander benachbart liegen, oder sie können sich auch in einem gewissen Abstand voneinander
befinden. Das hintere Ende des Behälters 3 ist beim Beispiel, gemäß Fig. 3, geschlossen, indes wird der
Inhalt des Tintenbehälters infolge des kleinen Luftlochs 21 unter Atmosphärendruck gehalten.
Eine abgeänderte, zur Ausführung der Erfindung dienende Konstruktionsweise ist in Fig. 4 dargestellt,
die das hintere Ende eines ähnlich der Ausführung nach Fig. 2 ausgebildeten Tintenbehälters
zeigt. Die auf der Innenseite des Behälters gemäß Fig. 2 gebildeten rechteckigen Ringnuten sind hier
durch zwei entfernbare Ringe 23 ersetzt. Eine ins einzelne gehende Darstellung eines dieser Ringe ist
in Fig. 5 gezeigt, aus der hervorgeht, daß der Ring 23 als nicht durchlaufender Ring mit einem ,Schlitz
26 ausgebildet ist. Auf der Innenseite des Ringes ist eine V-förmige Rille 22 vorgesehen, die verhältnismäßig
scharfe Kanten 27 und 28 besitzt. Der Ring 23 besteht vorzugsweise aus federndem
Material und ist so bemessen, daß, wenn der Ring zusammengepreßt ist, so daß der Spalt 26 sich
schließt, d. h. wenn die beiden durch den Schlitz 26 getrennten. Flächen 24 und 25 miteinander in Berührung
kommen, der Außiendurchmesser des Ringes gleich dem inneren Durchmesser des Tintenbehälters
wird. Die Ringe 23 werden vom offenen Ende 9 aus in den Behälter 3 geschoben. Aus Fig. 4
ist ersichtlich, daß zwei Ringe mit kurzem Abstand vorgesehen sind, so daß zwischen ihnen ein Ringraum
29 entsteht. Vorzugsweise sind die Schlitze 26 nicht hintereinander, sondern versetzt angeordnet.
Dabei wirken nicht nur die Rillen 22 in den Ringen als Vorratsraum für den Fall, daß Tinte
zu kriechen beginnen könnte, sondern es dient auch der zwischen den Wänden der beiden Ringe 23
gebildete Ringraum 29 als ein Tintenreservoir. In diesen besonderen Beispielen ist der Querschnitt
der Ringnuten oder Kanäle rechteckig oder dreieckig ausgestaltet. Es sei bemerkt, daß eine irgendwie
geeignete Querschnittsform benutzt werden kann. Indes muß man sich vorzugsweise einer Querschnittsgestaltung
bedienen, die eine verhältnismäßig scharfe Kante sowohl beim Eintritt in die Ringnut als auch beim Austritt aus derselben
bestehen läßt, wenn man sich ihr in der Achsenrichtung des Behälters nähert. Der Zweck dieser
scharfen Kante ist der folgende: Wenn ein Flüssigkeitsfilm
zu kriechen beginnt, so wird seine Oberflächenspannung das Bestreben haben, einer plötzlichen
Richtungsänderung Widerstand zu leisten, da z. B. bei Bewegung über eine Kante die Oberfläche
des Films stark gekrümmt werden müßte. Solch eine Krümmung kann nur erzeugt werden, wenn die
Flüssigkeit an dieser Stelle sich unter höherem Druck als die Atmosphäre befindet. Ein derartig
hoher Druck kann nur durch die Schwerkraft hervorgerufen werden (in welchem Fall die Flüssigkeit
sich zuerst anhäufen müßte) oder durch Stöße od. dgl. Einwirkungen. Es ist daher ersichtlich, daß
es wesentlich ist, die Kante scharf zu gestalten, so daß der Krümmungsradius an dieser Stelle so klein
wie möglich wird.
Die Ringnut wirkt auch als Auffangraum für etwa kriechende Flüssigkeit. Wenn die Flüssigkeit
in die Ringnut kriecht, so wirkt diese selbst als kapillarer Vorratsbehälter. Die Flüssigkeit wird
dadurch veranlaßt, die Ringnut aufzufüllen, bevor sie versucht, aus derselben zu entweichen. Wenn
man mehrere derartige Ringnuten vorsieht, wird die Gesamtfassung derselben natürlich vergrößert.
Es sei bemerkt, daß üblicherweise das Gesamtvolumen der Tinte, das während der Lebensdauer
eines dieser Tintenauffangräume im Kriechzustand sich befindet, d. h. bevor alle Tinte im Auffangraum
durch die normale Benutzung verbraucht ist, verhältnismäßig klein ist. Die Tintenfassungskraft
einer der gemäß der Erfindung angeordneten Ringnuten ist verhältnismäßig klein im Vergleich mit
der des Tintenvorratsbehälters. Indes genügt sie im allgemeinen, um dem Volumen der tatsächlich
kriechenden Tinte Rechnung zu tragen.
Was nun die in Fig. 6 und 7 dargestellten Konstruktionen betrifft, so ergibt sich, daß in der Konstruktion
gemäß Fig. 6 auf der Innenfläche des Behälters 3 eine Reihe Stufen 30 angeordnet sind.
Jede derselben steht senkrecht zu der Längsachse des Behälters. In der in Fig. 7 dargestellten Konstruktion
bildet jede Stufe 30 einen stumpfen Winkel zu der genannten Achse. Wenn aus irgendeinem
Grunde die Tinte 10 bestrebt ist, nach der offenen Mündung 9 des Behälters 3 zu kriechen, so
wird ihr Kriechen-durch jede Stufe der Reihe nach
angehalten, weil die Tinte infolge ihrer Oberflächenspannung
einen Widerstand, gegen eine plötzliche Richtungsänderung des Flusses ausübt." Die
Anzahl der Stufen kann gegebenenfalls geändert werden, indes zeigt die Praxis, daß zwei oder drei
Stufen genügen, um ein Kriechen der Tinte aus der offenen Mündung ' des Tintenbehälters zu verhindern.
Gegebenenfalls kann dabei noch eine Ring-
nut am unteren Teil jeder Stufe vorgesehen sein.
Indes bilden die Stufen selbst das wesentliche
:': Mittel zur Verhinderung des Kriechens: der Tinte.
Der Vorteil der in den Ausführungsformen 6 und γ
dargestellten Konstruktionen liegt darin, daß dieselben ohne. "Schwierigkeit durch einen spanlosen
Formgebungsprozeß hergestellt werden können. Dabei sind keine besonderen Arbeitsgänge, wie z. B.
beim Einschneiden von Ringnuten nach Fertigstellung des Röhrchens, erforderlich.
Es sei bemerkt, daß in allen dargestellten Konstruktionen die Stufen und Ringnuten so an-
• geordnet sind, daß, wenn ein Tintenfilm in axialer
Richtung zu denselben hin zu kriechen versucht, ein solcher Film mit Notwendigkeit über der scharfen
Kante der .Stufe oder Ringnut einen bestimmten Krümmungsgrad annehmen muß. DieseErscheinung
wirkt sich dann darin aus, daß das Kriechen aufgehalten wird.
Claims (8)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Vorrichtung an einem mit einem Luftlochversehenen rohrförmigen Vorratsbehälter für ein Schreibgerät mit Kugelspitze, die das Kriechen der in dem Vorratsbehälter einen Meniskus bildenden Tinte über die Innenfläche des Vorratsrohres nach dem Luftloch hin auf-" half oder verhindert, dadurch gekennzeichnet, daß diese Vorrichtung aus einem scharfen ring- ·■■ förmigen Rand im Innern des Rohres besteht, - " wobei dieser Rand sich als Schranke in den Kriechfluß der Tinte schiebt und vollkommen oder im wesentlichen vollkommen rund in dem Rohrinnern innerhalb des Luftlochs vorgesehen Und so angeordnet ist, daß, um ihn zu überkriechen, die freie Oberfläche des Tintenfilms eine konvexe Krümmung in der Kriechrichtung benötigt und daß ferner die Bohrung durch diesen ringförmigen Rand nicht weniger als 2,5 mm bei kreisförmigem Querschnitt oder eine ähnliche Größe bei nicht kreisförmigem Querschnitt besitzt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von ringförmigen, im Abstand voneinander angeordneten Rändern vorgesehen ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand oder jeder der Ränder durch die Kante einer Stufe in der Innenoberfläche des Vorratsbehälters gebildet ist. '
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Querschnittsgröße des Vorratsbehälters' an der Luftlochseite der Stufe (oder jeder Stufe) größer ist als an der Seite, auf- der die Kugel angebracht ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ■ Stufe oder die Stufen durch ein Preßverfahren gebildet sind.
■ - 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen der Stufe oder den Stufen und der Achse des Vorratsbehälters ein stampfer Winkel ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand oder jeder der Ränder durch die Kante einer Ringnut in■ der inneren Oberfläche des Vorratsbehälters gebildet ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe oder jede der Stufen durch eine innere Kante eines in das Innere des Vorratsbehälters eingeführten Ringes gebildet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5785 3.53
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