DE847359C - Vorrichtung an selbsttaetigen Plattenwechslern fuer Sprechapparate - Google Patents
Vorrichtung an selbsttaetigen Plattenwechslern fuer SprechapparateInfo
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Description
- Vorrichtung an selbsttätigen Plattenwechslern für Sprechapparate Sprechapparatplatten sind in der Regel mit einer sogenannten Schlußrille versehen, d. h. einer Rille, die keine Tonaufzeichnung trägt und die sich an die die Tonaufzeichnung tragende Rille anschließt, jedoch eine wesentlich größere Steigung als diese Rille hat. Zweck der Schlußrille ist, den Tonarm auf die Mitte <fier Sprechapparatplatte zu mit einer größeren Winkelgeschwindigkeit als derjenigen zu führen, finit welcher der Tonarm sich während des eigentlichen :1lispielens bewegt. Die größere Geschwindigkeit soll zur Einleitung des Plattenwechsels dienen. 1iierzu hat inan ein Glied in Reibungsverbindung finit einem die Drehbewegung des Tonarmes wiedergebenden Organ angeordnet, so daß sich dies Glied normalerweise mit dem Tonarm dreht. Vcirzug@@@cise einmal während jeder Umdrehung des Plattentellers wird es indessen so beeinflußt, daß es gegen die Wirkung der Reibung zurück in eine feste Ausgangslage gedreht wird.
- Diese Drehbewegung erfolgt also augenblicklich, erstreckt sich aber über einen sehr kleinen Drehwinkel, der demjenigen entspricht, den der Tonarm während des Abspielens einer Umdrehung auf der Sprechapparatplatte durchläuft. Wenn die Nadel des Tonarmes in die Schlußrille einläuft, wird indessen der Drehwinkel auf Grund der größeren Steigung der Schlußrille wesentlich größer, und es sind dann Vorrichtungen vorhanden, durch welche dieser größere Drehwinkel zur Durchführung des Plattenwechsels verwendet wird.
- Bei den Vorrichtungen dieser Art hat gewöhnlich jede Drehung des Tonarmes mit einer Drehgeschwindigkeit, die größer als die normale Drehgeschwindigkeit während des Abspielens einer Platte ist, den Plattenwechsel eingeleitet. Dies hat aber bestimmte Übelstände. Es ist beispielsweise bekannt, daß es zwar von Sprechapparatplatten normalerweise zwei verschiedene Standardgrößen gibt, die als große Platten bzw. kleine Platten bezeichnet werden, aber daß auch gewisse kleinere Formen als die sogenannten kleinen Platten vorhanden sind. Wenn man bei einem Sprechapparatgerät mit selbsttätigem Plattenwechsel eine solche kleinere Platte abspielen wollte, so ist man dazu gezwungen, von Hand den Tonarm bis zur Anfangsrille dieser Platte zu führen, aber diese Bewegung von Hand konnte in der Regel nicht langsam genug ausgeführt werden, sondern sie hat infolge ihrer Geschwindigkeit dazu geführt, daß ein Plattenwechsel eingeleitet wurde, so (laß der Tonarm zwangsmäßig in seine äußere Lage gebracht wurde und danach wieder in eine Lage gelangte, welche der Anfangsrille einer großen bzw. einer kleinen Normalplatte entspricht. Dieser Umstand hat somit das Abspielen von solchen Platten, die einen kleineren Durchmesser als die kleinen Normalplatten besitzen, unmöglich gemacht.
- Ferner kann es vorkommen, daß man aus irgendeinem Grunde nur den letzten Teil einer Normalplatte zu hören wünscht. Es war indessen bei dem bisher bekannten, mit selbsttätigem Plattenwechsel versehenen Sprechapparat nicht möglich, den Tonarm in eine Lage zu führen, die in der Nähe der 'Mittellage der Platte liegt; denn bei der hierfür erforderlichen Drehbewegung des Tonarmes wurde bereits ein Plattenwechsel eingeleitet.
- Die Erfindung geht von der Beobachtung aus, daß der Tonarm immer in eine Lage oberhalb der zum Abspielen der vorhandenen Platte gehoben wird, wenn solche größeren Bewegungen vorgenommen werden, die nicht einen Plattenwechsel einleiten sollen. Nach der Erfindung ordnet man deshalb ein Sperrmittel für diejenigen Teile, die zur Einleitung des Plattenwechsels dienen, an, das in solcher Weise vom Todarm beeinflußt wird, daß es in der gehobenen Lage des Tonarmes den Plattenwechsel verhindert.
- Die Erfindung wird im Zusammenhang mit der Zeichnung erläutert, in welcher Fig. i einen Teil der Startvorrichtung für den Plattenwechsel im Horizontalschnitt und Fig.2 den entsprechenden Teil im Vertikalschnitt zeigt.
- Bei diesem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die Plattenwechselvorrichtung derart ausgebildet ist, daß sie von einer Nockenscheibe betätigt wird, die während des Abspielens sich in Stillstand befindet, aber unmittelbar nach dem Abspielen der Platte in Bewegung gesetzt wird, um die mit dem Plattenwechsel verbundenen Bewegungen einzuleiten. Die Bewegung der Nockenscheibe wird dadurch bewirkt, daß sie mit Hilfe eines Reibungsrades angetrieben wird, das gegen den Umfang der Nockenscheibe oder auch gegen den Umfang eines im Übertragungsverhältnis zur Nockenscheibe stehenden Rades anliegt. Damit (las Reibungsrad nicht dauernd die Nockenscheibe antreibt, ist eine Aussparung an dem Umfang angebracht, in welcher das Reibungsrad während des Abspielens frei umläuft. Es ist dann zur Inbetriehsetzung der Nockenscheibe nur erforderlich, (laf) ihr ein Impuls für die Bewegung in der richtigen Richtung mitgeteilt wird, so daß das Reibungsrad nicht mehr in der Aussparung frei liegt, sondern mit dein Umfang der Nockenscheibe in Berührung kommt.
- In Fig. i bezeichnet io die Welle des Plattentellers. Die Vorrichtung ist mit abgenommenem Plattenteller dargestellt, der nur mit i i angedeutet ist, so daß das @nti-iel)srad 12 für die Nockenscheibe sowie die Nockeüscheibe 13 sichtbar sind. Die Aussparung in dem Umfang der Nockenscheibe ist mit 14 bezeichnet, und (la sich die Vorrichtung gemäß Fig. i in ihrer normalen Spiellage befindet, steht die Nockenscheibe still. während sich das Antriebsrad 12 in der _\ussparung 14 frei bewegt.
- Die Drehwelle des Tonarmes ist mit 1,5 bezeichnet. Wie diese Welle mit den obenerwä hüten Teilen sowie mit dem Tonarm 16 zusainmen\virlct, ist der Fig. 2 zu entnehmen. Der Tonarm wird wie üblich von einer Lagerungsvorric litung 17 getragen, durch welche sich die Welle erstreckt und welche die erforderlichen Mittel zum Abheben des Tonarmes von der Platte und zum Herabsenken des Tonarmes auf die Platte im Zusammenhang mit dein Plattenwechsel hält. Eine dünne Blattfeder 18 ist zwischen zwei Scheiben icg und 2o auf der Welle 15 eingeklemmt. Diese Blattfeder erstreckt sich vorzugsweise bis in die Nähe der Welle to des Plattentellers i i und der Antriebsrolle 12 der Nockenscheibe 13, wo ein senkrecht dazu stehender Anschlag 21 an der Feder i8 befestigt ist.
- Auf der Welle io des Plattentellers ist unterhalb i des Plattentellers eine Buchse 22 befestigt, die einen nach oben gerichteten Stift 23 aufweist. Weiter .ist die Nockenscheibe mit einem Nocken 24 von geringer Stärke versehen, der sich über die Ebene der Nockenscheihe erhebt und bei 25 einen scharfen Rand bildet, während er bei 26 in die Ebene der Nockenscheibe ausliiuft.
- Die Vorrichtung arbeitet in folgender Weise: Während des Abspielens der zuletzt ausgewechselten Platte dreht sich der Tonarm allmählich n@iher zur Mitte der Platte auf Grund des Zusammenwirkens der Nadel mit der Rille. An dieser Bewegung nehmen die Welle 15 sowie die finit ihr vereinigten Scheiben ig und 2o teil. Die Feder 18, die zwischen diesen Scheiben mit Reibung liegt, wird deshalb auch für jede Umdrehung der Scheibe uni ein entsprechendes Maß gedreht. Hierdurch wird die Feder 18 immer näher zur Welle io des Plattentellers geführt. Der Stift 23 greift allmählich gegen den Anschlag 21 der Feder, welche dabei in eine solche Lage zurückgescholten wird, daß sie in den Bereich des Stiftes 23 gelangt. Während der dann folgenden Umdrehung wird die Feder wieder einer Rillenbreite entsprechend nach innen gedreht, und wenn der Stift 23 zum Anliegen an den Anschlag 21 kommt, wird die Feder wieder zurückgedreht.
`V:ihrend dieser hin und her gehenden Bewegung liegt die Feder auf dem äußersten Teil des Nok- kens 24. Wenn die Platte abgespielt ist, wird null die Spiralsteigung der Rille bekanntlich wesentlich vergrößert, und die Folge hiervon ist, daß die Feder 18 sich (,in größeres Stück dreht als beim :U)spiclen der "Tonrillen. Diese Bewegung ist groß genug, um die Feder durch ihre eigene Federkraft hinter den scharfen Rand 25 des N'OckellS 24 ein- schnappen zu lassen. Beiin folgender, Anschlag des Stiftes 23 wird die Feder 18 wie gewöhnlich nach außen in eine freie Lage gedreht, diesmal aber nimmt die Feder auf Grund des Zusammenwirkens der Feder 18 mit dein Nocken 24 zwangsmäßig die Nockensclieibe 13 in ihrer Bewegung finit. fiel dieser Umdrehung gelaugt die Rolle 12 auf den Umfang der Nockenscheibe 13, wodurch diese Scheibe in Drehung versetzt wird, bis sich die Rolle 12 wieder in der Aussparung i,1 befindet. Während dieser Bewegung der Nockenscheibe wird in beliebiger, an sich bekannter Weise veranlaßt, daß alle mit dein Plattenwechsel zusammenhängen- den Bewegungen ausgeführt werden, beispielsweise (las fiebeil des Tonarmes von der abgespielten Platte, (las Ausschwingen des Tonarmes in eine Lage völlig auGerhalb des Plattentellers, das Herab- lassen einer neuen Platte, (las Einschwingen des Tonarmes in eine Lage unmittelbar über der Aii- fatigsrille der neuen Platte und (las Herabsenken des Tonarmes in diese Rille. \V:ihrend der Bewegung des Tonarmes ist die Feder 18 dieser Bewegung gefolgt, sofern dies die vorhandenen Begrenzungsmittel für die Bewegung der Feder erlauben. Bei der in der Abbildung ge- zeigten Vorrichtung ist angenommen, daß die Be- wegung der Feder dadurch begrenzt wird, daß sie auf der einen Seite sich nicht all einem Sperr- stift 27 vorbeibewegen kann und auf der anderen Seite immer voll dem Stift 23 in einem geeigneten Abstand voll der Welle io gehalten wird. Es sei bemerkt, (laß sich die l# eder während dieses Teiles des :1rl>(#itsvorganges nicht mehr im Eingriff mit dem Ralld 25 (res NOCkCilS 24 befindet, da die Nocketischeibe 13 nach ihrem Start in Bewegung bleibt, wodurch dieser Rand von der Feder entfernt wird. Wenn der Plattenwechsel heinalie vollendet ist, vorzugsweise ,während der Zeit, wo der Ton- arm auf die Anfangsrille der neuen Platte gesenkt wird, drückt fier Nocken 24 auf die Feder 18, wo- durch (fiese wieder in ihre normale Arbeitslage gebracht wird. so (lal.i (las Abspielen vot, t,eueln beginnen kann. Es ist offenbar. (laß, wenn man von Hand den Tonarm 16 finit einer grii(.iereii Gesch"vindigkeit als der wahrend des Abspielens normal vorhandenen dreht, 1)eisl>ielsweise finit (lerjetiigen Gescliwindig- keit, finit welcher der Tonarm sich während des Laufes der Nadel durch die Schlußrille bewegt, wahrend dieser Drehung die Feder 18 in der oben beschriebenen Weise hinter den Rand 25 greift und bei der folgen(lcii Umdrehung der Welle io inf(>lge(lcssen (lie Nockenscheibc 13 gestartet wird, wodurch ein Plattenwechsel zustande kommt. Dies ist aber gerade der Übelstand, der nach der Erfin- dung verhindert werden soll. Erfindungsgemäß ist an die Grundplatte 28, die den Plattenwechsler trägt, eine Feder 29 hei den) Punkt 3o angenietet. Die Feder 29 ist finit einem seitlichen Ansatz 31 versehen, welcher sich zur Welle 15 des Tonarmes 16 erstreckt. Es wird in diesem Zusammenhang daran erinnert, daß das Heben und Senken des Tonarmes 16 normaler- weise dadurch stattfindet, daß mittels Vorrichtun- gen, welche in der Zeichnung nicht dargestellt sind, die Welle 15 in eine höhere oder eine niedrigere Lage verschoben wird. Da diese Welle den Ton- arm 16 in einem Punkt angreift, der nicht finit dein Drehl)unkt 32 des Tonarmes übereinstimmt, wird der Toliarin 16 aufwärts oder abwärts geschwenkt. j (@ewöhnlirh ist die Welle, die in vertikaler Rich- tung für die Schwenkbewegung des Tonarmes auf- wärts oder al)wärts beweglich ist, als eine durch die Kohlwelle 15 gehende innere Welle ausgeführt. Wie diese Welle angeordnet ist, ist indessen für die Erfindung gleichgültig. Die Hauptsache ist, daß die Welle finit der Feder 29 derart zusammenwirkt. (laß diese Feder in eine niedrigere Lage geschwenkt wird. weine der Toriartn 16 in seine Abspiellage gesenkt wird, sich dagegen in einer höheren Lage befindet. wenn der Tonarm 16 gehoben wird. In der Nähe des äußeren freien Endes der Feder 29 ist eil, Stift 33 angeordnet, welcher sich in der Bewegungsbahn der Feder 18 nicht befindet, wenn der Tonarm 1f, in die Abspiellage gesenkt ist. aber auf Grund der Federkraft der Feder 29 ange- hoben wird, s() (laß er in die Bewegungsbahn der Feder 18 kommt, wenn der Tonai-iii ebenfalls allge- hoben ist. Der Stift 33 liegt dann in einer Weise, die der Fig. r zu entnehmen ist, am Rand der Feder 18 an, so (laß er die Bewegung der Feder 18 verhindert, die dazu führen würde, daß die Feder hinter den Rand 25 greift. Hierdurch wird somit eine Verriegelung be@virkt, welche die .=\uslösevor- richtung für die Nockenscheibe außer Tätigkeit setzt. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das ini einzelnen beschriebene Ausführungsbeispiel l)esclir:inkt, sondern es können wesentliche .-@b- wandlungen vorgenommen werden, ohne daß des- halb der Rahmen der Erfindung verlassen wird. Es kann heispielsHveise die Drehbewegung der Feder 18 (furch ein anderes .Mittel als die Welle 15 vermittelt werden. wenn nur dieses Mittel in bewegungsübertragender Verbindung mit der Welle .stellt. Kbenso kann der Stift 23 in Verbindung mit einer anderen Welle als der Welle des Platten tellern angeordnet sein.
Claims (2)
- PATENTANSPRACHE: i. Vorrichtung all Plattenwechslern für Sprechapparate, hei welchen die verschiedenen ini Zusammenhang mit dem Plattenwechsel erforderlichen Bewegungen dadurch herbeigeführt werden. (laß die Abspielnadel in die mit größerer Steigung versehene Schlußrille der Platte läuft, wobei ein erstes Mittel (18) mit Reibung dem Tonarm (16) während dessen Drehbewegung im Zusammenhang mit dem Abspielen der Platte folgt und dabei in eine Lage in der Nähe der Welle (io) des Plattentellers oder einer damit vereinigten Welle gedreht wird, auf welcher ein zweites Mittel (23) angeordnet ist, um vorzugsweise einmal während jeder Umdrehung der Welle das erste Mittel (18) in einen bestimmten Abstand von dieser Welle zurückzuführen, und wobei ein drittes Mittel (24) für die Einleitung des Plattenwechsels nur bei denjenigen größeren Schwenkbewegungen beeinflußt wird, die das erste Mittel (18) beschreibt, während die Abspielnadel die mit größerer Steigung versehene Schlußrille durchläuft, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sperrmittel (29) für diese größeren Schwenkbewegungen des ersten Mittels (18) in solcher Weise mit den das Heben und Senken des Tonarmes (16) bewirkenden Teilen (15) in Verbindung steht, daß es die größeren Schwenkbewegungen des ersten Mittels nicht verhindert, wenn der Tonarm (16) sich in der Spiellage befindet, jedoch diese Schwenkbewegungen unterbindet, wenn der Tonarm (16) angehoben ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrmittel (29) aus einer unterhalb des Hebezapfens (15) des Tonarmes (16) befindlichen Blattfeder besteht, deren eines Ende mit der den Plattenwechsler tragenden Grundplatte (28) fest verbunden ist, während ihr anderes Ende einen Stift (33) aufweist, dessen Lage im Verhältnis zum ersten Mittel (18) so gewählt ist, daß der Stift (33) bei angehobenem Tonarm das erste Mittel (18) daran hindert, der von dem Tonarm (16) mit größerer Geschwindigkeit während des Durchlaufs der Abspielnadel durch die mit größerer Steigung versehene Schlußrille beschriebenen Bewegung zu folgen.
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