DE975875C - Einrichtung zur Steuerung der Nadeleinsetzbewegung bei Plattenspielern oder Plattenwechslern - Google Patents
Einrichtung zur Steuerung der Nadeleinsetzbewegung bei Plattenspielern oder PlattenwechslernInfo
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- G11B3/00—Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
- G11B3/02—Arrangements of heads
- G11B3/10—Arranging, supporting, or driving of heads or of transducers relatively to record carriers
- G11B3/34—Driving or guiding during transducing operation
- G11B3/38—Guiding, e.g. constructions or arrangements providing linear or other special tracking characteristics
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- G—PHYSICS
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- G11B17/08—Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor from consecutive-access magazine of disc records
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- G11B3/08503—Control of drive of the head
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- G11B3/08509—Control of drive of the head for pivoting pick-up arms using mechanical detecting means
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Description
AUSGEGEBENAM 15. NOVEMBER 1962
St 73Q9 IXa/42 g
Die Erfindung bezieht sich auf Plattenspieler oder Plattenwechsler, bei welchen der Tonarm dadurch
selbsttätig auf die Einlaufrille verschieden großer Schallplatten abgesenkt wird, daß eine in
der Nähe der Tonabtastnadel befindliche und zur Tonarmlängsachse schräg gestellte Rolle sich so
lange auf die umlaufende Schallplatte abstützt, bis die durch die Schrägstellung der Stützrolle und
durch die Drehung der Schallplatte hervorgerufene selbsttätige Ausschwenkbewegung des Tonarms die
Stützrolle vom Plattenrand abgleiten läßt und damit die Abtastnadel zum Einsatz in die Einlaufrille
der spielbereiten Platte bringt. Die selbsttätige Ausschwenkbewegung des Tonarms kommt dabei
dadurch zustande, daß die dem Auflagepunkt der Stützrolle folgenden Punkte des Rollenumfangs zunehmend
größeren Abstand von der Plattentellerachse haben und die Stützrolle infolgedessen durch
die umlaufende Schallplatte nach außen gedrängt wird. Infolge der Schrägstellung der Stützrolle
liegt die Rollenachse während der gesamten Ausschwenkbewegung des Tonarms zwischen der
Plattentellerachse und dem Tonarmdrehpunkt.
Es ist in Verbindung mit Plattenspielern, die mit Wiederholungseinrichtung ausgestattet sind, bekannt,
die Schwenkbewegung des Tonarms in Auswärtsrichtung durch entsprechende Wahl der
Stützrolleneinstellung so zu gestalten, daß die Abtastnadel über der äußersten Tonrille der Platte
stehenbleibt. In diesem Punkt übt die Platte keine
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nach außen gerichtete Kraft mehr auf den Tonarm aus. Die Ursache hierfür besteht praktisch darin,
daß die Achse der Stützrolle, welche sich während der Auswärtsschwenkung des Tonarms der Plattentellerachse
stetig nähert, die Plattentellerachse in dem Augenblick schneidet, in welchem die Abtastnadel
ihre Lage oberhalb der äußersten Tonrille erreicht. Diese Lage entspricht einem Umkehroder
Wendepunkt, d. h. derjenigen Stelle des Be-Wegungsablaufes eines mit einer schräg gestellten
Gleitrolle versehenen Tonarmes, an welcher der Tonarm keine merkliche Auswärtsbewegung mehr
erfährt und somit die durch die umlaufende Schallplatte erzeugte selbsttätige Schwenkbewegung sich
dem Wert Null nähert bzw. ganz aufhört.
Die Stützrolleneinstellung erfolgt bei den bekannten Anordnungen durch entsprechende Schrägstellung
der Stützrolle. Es ist außerdem bekannt, daß man auch durch Änderung des Abstandes der
Stützrolle von dem Schwenkpunkt des Tonarmes Einfluß auf die Geschwindigkeit der Auswärtsschwenkbewegung
nehmen kann.
Für die Steuerung einer Wiederholungseinrichtung kann natürlich nur ein Wende- oder Umkehrpunkt
des Bewegungsvorgangs von Interesse sein", welcher praktisch mit der Einlaufrille der Platte
zusammenfällt. Es mußte daher die Voraussetzung erfüllt sein, daß die bei gleicher Stützrolleneinstellung
abzuspielenden -Platten .gleich große Durchmesser haben. Diese Voraussetzung besteht
aber nicht mehr, wenn der gleiche Plattenspieler oder Plattenwechsler für das Abspielen von Platten
unterschiedlicher Größe verwendbar sein soll. Die Einstellung der Stützrolle nach einer kleinen
Plattengröße ist nicht möglich, weil der Tonarm für das Abspielen einer großen Platte nicht genügend
weit ausgeschwenkt wurde. Bei Einstellung der Stützrolle nach einer großen Platte kann die
Geschwindigkeit der Auswärtsschwenkung für eine kleine Platte zu groß ausfallen, so daß das richtige
Absetzen des Tonarms nicht gewährleistet ist.
Die Erfindung hat zum Ziel, einerseits die Umstellung des Umkehrpunktes je nach der Plattengröße zu vermeiden und andererseits die Gewähr
dafür zu schaffen, daß die Schwenkgeschwindigkeit im Bereich der Einlaufrille bei allen Plattengrößen
genügend klein ist, um die Nadel mit Sicherheit in die Einlaufrille einzuführen.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Abstand von dem Auflagepunkt der
Stützrolle bis zur Tonarmschwenkachse größer ist als deren Abstand zur Plattenmitte und unter Berücksichtigung
der Schrägstellung der Stützrolle so bemessen ist, daß der sich bei dieser Anordnung
ergebende Umkehrpunkt der Schwenkrichtung des Tonarms innerhalb und zweckmäßig nahe an der
Auslaufrille der Schallplatte liegt.
Es wurde gefunden, daß man außer dem Umkehrpunkt innerhalb und zweckmäßig in der Nähe der
Auslaufrille einen zweiten Umkehrpunkt einrichten kann, welcher außerhalb der Einlaufrille liegt, und
daß man die Lage dieses zweiten Umkehrpunktes im voraus genau festlegen kann. Diese,Möglichkeit
wird erfindungsgemäß zur Verbesserung der Steuerung der Nadeleinsetzbewegung ausgenutzt, und
zwar auf Grund folgender Erwägung.
Da sich die Geschwindigkeit der Ausschwenkbewegung des Tonarms bei seiner Annäherung an
diesen zweiten Umkehrpunkt verringert, so hat man mit der Einrichtung des zweiten Umkehrpunktes
ein Mittel zur Verfügung, um die Geschwindigkeit der Ausschwenkbewegung im Bereich
des Plattenrandes bzw. der Einlaufrille sehr gering zu halten und dem Bereich Null zu nähern.
Es läßt sich dadurch eine erhöhte Sicherheit für das richtige Absetzen des Tonarms auf die Einlaufrille
der Platte erzielen. Die zusätzliche Empfehlung der Erfindung geht demgemäß dahin, die Schrägstellung
der Stützrolle so zu bemessen, daß ein zweiter Umkehrpunkt der Schwenkrichtung des
Tonarms außerhalb und nahe der Einlaufrille der größten abzuspielenden Platte entsteht.
Der Gegenstand der Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
Fig. ι veranschaulicht die Bewegungsvorgänge bei einem bekannten Plattenspieler mit einer am
Tonarm 1 angebrachten Stützrolle 2. Der Auflagepunkt 3 des Tonarms 1 hat dabei von dem Schwenkpunkt
4 des Tonarms den gleichen Abstand wie die Plattentellerachse 5. Die Stützrolle 2 ist zur Längsachse
des Tonarms schräg eingestellt, so daß ihre Achse bei allen Schwenklägen des Tonarms zwischen
der Plattentellerachse 5 und dem Drehpunkt 4 des Tonarms verläuft. Wenn der Tonarm in der
Nähe der Achse S oder im Bereich der Auslaufrille einer umlaufenden Platte 6 aufgesetzt wird, so
drängt die Platte die Stützrolle 2 und damit auch den Tonarm nach außen, wie es durch die Pfeillinie
7 veranschaulicht ist. Diese Ausschwenkbewegung erfolgt mit verhältnismäßig großer Geschwindigkeit,
so daß die auf den Tonarm einwirkenden Kräfte im Bereich des Plattenrandes eine zu weit gehende Auswärtsschwenkung des Tonarms~
verursachen können.
Fig. 2 veranschaulicht die Bewegungsverhältnisse bei einem Plattenspieler im Sinne der Erfindung.
Dabei hat der Auflagepunkt 10 der Stützrolle 11 von dem Schwenkpunkt 12 des Tonarms 13
einen größeren Abstand als die Plattentellerachse 14. Dadurch wird für die Schwenkbewegung des
Tonarms ein Wendepunkt 15 geschaffen, in welchem die umlaufende Platte 16 keine Kraft auf die
Stützrollen ausüben kann, weil die Rollenachse durch die Plattentellerachse 14 verläuft. Bei der
Wahl eines Aufsetzpunktes, der näher an der Plattentellerachse 14 liegt, erfolgt die Schwenkbewegung
in der Pfeilrichtung 17. Die Pfeilrichtung 18 gilt für den Fall, daß die Stützrolle in größerem
Abstand von der Plattentellerachse abgesetzt wird als der Punkt 15. Die Geschwindigkeit, die
der Tonarm bei Erreichung des Plattenrandes hat, ist wesentlich geringer als bei einem System nach
Fig. i. Es besteht daher keine Gefahr, daß der Tonarm sich über den Plattenrand hinaus bewegt.
DieSchrägstellung der Stützrolle 11 ist verhältnismäßig
stark gewählt, so daß sich bei 19 ein zweiter
Wendepunkt für die Tonarmschwenkbewegung bildet, in welchem die Stützrollenachse die Plattentellerachse
schneidet. Der Punkt 19 kann so gewählt werden, daß er nahe an dem Rand der größten abzuspielenden Platte liegt, so daß sich der Tonarm
bei der Ausschwenkbewegung verhältnismäßig langsam dem Plattenrand nähert. Die Geschwindigkeit
der Schwenkbewegung kann am Plattenrand nahezu den Wert Null erreichen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Vorrichtung zur Steuerung der Nadeleinsetzbewegung bei Plattenspielern oder Plattenwechslern, die den Tonarm dadurch selbsttätig auf die Einlaufrille verschieden großer Schallplatten absenkt, daß sich dieser mit einer in der Nähe der Tonabtastnadel befestigten und zur Tonarmlängsachse schräg gestellten Rolle so lange auf die umlaufende Schallplatte abstützt, bis die durch die Schrägstellung der Stützrolle und durch die Drehung der Schallplatte hervorgerufene selbsttätige Ausschwenkbewgung des Tonarms die Stützrolle vom Plattenrand abgleiten läßt und damit die Abtastnadel zum Einsatz in die Einlaufrille bringt, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Abstand von dem Auflagepunkt der Stützrolle bis zur Tonarmschwenkachse größer ist als deren Abstand zur Plattenmitte und unter Berücksichtigung der Schrägstellung der Stützrolle so bemessen ist, daß der sich bei dieser Anordnung ergebende Umkehrpunkt der Schwenkrichtung des Tonarms innerhalb und zweckmäßig nahe an der Auslaufrille der Schallplatte liegt.
- 2. Vorrichtung zur Steuerung der Nadelein-Setzbewegung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägstellung der Stützrolle so bemessen ist, daß ein zweiter Umkehrpunkt der Schwenkrichtung des Tonarms außerhalb und nahe an der Einlaufrille der größten abzuspielenden Schallplatte entsteht.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 444 117.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 576/227 7.56 (209 711/5 11.62)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST7399A DE975875C (de) | 1953-12-01 | 1953-12-01 | Einrichtung zur Steuerung der Nadeleinsetzbewegung bei Plattenspielern oder Plattenwechslern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST7399A DE975875C (de) | 1953-12-01 | 1953-12-01 | Einrichtung zur Steuerung der Nadeleinsetzbewegung bei Plattenspielern oder Plattenwechslern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE975875C true DE975875C (de) | 1962-11-15 |
Family
ID=7454256
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST7399A Expired DE975875C (de) | 1953-12-01 | 1953-12-01 | Einrichtung zur Steuerung der Nadeleinsetzbewegung bei Plattenspielern oder Plattenwechslern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE975875C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE444117C (de) * | 1926-03-04 | 1927-05-18 | Eduard Miksch Jun | Wiederholungsvorrichtung fuer Sprechmaschinen |
-
1953
- 1953-12-01 DE DEST7399A patent/DE975875C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE444117C (de) * | 1926-03-04 | 1927-05-18 | Eduard Miksch Jun | Wiederholungsvorrichtung fuer Sprechmaschinen |
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