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DE845500C - Verfahren zur Reinigung von rohen, durch Chlorieren oxydischer Erze erhaltenen, fluechtigen Metallchloriden - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von rohen, durch Chlorieren oxydischer Erze erhaltenen, fluechtigen Metallchloriden

Info

Publication number
DE845500C
DE845500C DEP14065D DEP0014065D DE845500C DE 845500 C DE845500 C DE 845500C DE P14065 D DEP14065 D DE P14065D DE P0014065 D DEP0014065 D DE P0014065D DE 845500 C DE845500 C DE 845500C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crude
chlorides
metal chlorides
gases
purification
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP14065D
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dr Frey
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saeurefabrik Schweizerhall
Original Assignee
Saeurefabrik Schweizerhall
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Saeurefabrik Schweizerhall filed Critical Saeurefabrik Schweizerhall
Application granted granted Critical
Publication of DE845500C publication Critical patent/DE845500C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/10Obtaining titanium, zirconium or hafnium
    • C22B34/12Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08
    • C22B34/1218Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by dry processes
    • C22B34/1231Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by dry processes treatment or purification of titanium containing products obtained by dry processes, e.g. condensation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C01G23/00Compounds of titanium
    • C01G23/02Halides of titanium
    • C01G23/022Titanium tetrachloride
    • C01G23/024Purification of tetrachloride

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Description

AUSGEGEBEN AM 31. JULI 1952
p 14065IVb/12 η D
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von rohen, durch Chlorieren oxydischer Erze erhaltenen, flüchtigen Metallchloriden, insbesondere von Titan- und Zirkontetrachlorid.
Die hierbei als Ausgangsmaterialien dienenden rohen flüchtigen Metallchloride werden dadurch erhalten, daß die Erze der entsprechenden Metalle, deren Chloride in reiner Form gewonnen werden sollen, mit Reduktionskohle vermischt, bei höheren Temperaturen mit Chlorgas behandelt und die dabei entstehenden Dämpfe kondensiert werden. Die auf diese Weise gewonnenen flüchtigen Rohchloride sind durch Chloride und Oxychloride der ihr Metall im Erz begleitenden Nebenmetalle stark verunreinigt und gefärbt. Sie enthalten außerdem wechselnde Mengen von Chlor, Phosgen, Chlorwasserstoff, Kühlenoxyd und anderen Gasen in gelöster Form.
Unter den Chloriden sind zu unterscheiden: einerseits Chloride, deren Dämpfe sich bei Atmosphärendruck zu einer Flüssigkeit kondensieren lassen, wie z. B. die Tetrachloride von Silicium und Titan, andererseits Chloride, die bei Atmosphärendruck keine flüssigen Phasen bilden und sich daher nicht destillieren, sondern nur sublimieren lassen, wie Zirkontetrachlorid und Aluminiumtnchlorid.
Um nun die Chloride im reinen Zustand zu erhalten, müssen sie einem Reinigungsverfahren unterworfen werden. Bei flüssigen Chloriden geschieht dies bisher in einer Weise, die an einem Beispiel, nämlich der Reinigung von Titantetrachlorid, im nachfolgenden näher beschrieben wird. Das rohe Titantetrachlorid, das infolge der in ihm noch gelösten oder suspendierten Chloride und Oxychloride der Fremdmetalle, insbesondere von
Vanadin, Chrom und Eisen, stark gefärbt und trübe ist, während das gereinigte Titantetrachlorid klar und farblos ist, wird zunächst mechanisch yorgereinigt, indem man durch Filtrieren oder durch Absetzenlassen und Dekantieren die darin suspendierten festen Verunreinigungen ausscheidet. Sodann läßt man das so vorgereinigte, aber noch gefärbte Rohchlorid mit den darin gelösten Chloriden, Oxychloriden und Gasen verdampfen und in Dampf- oder Gasform durch eine Schicht von Adsorptionsmittel, z. B. Aktivkohle u. dgl., strömen. Dabei werden die Verunreinigungen durch Adsorption, zum Teil nach vorgängig erfolgter chemischer Reaktion, beseitigt, so daß das Titantetrachlorid die Adsorpt5 tionskolonne gereinigt verläßt. In gewissen Fällen ist es nämlich notwendig, hierbei den Chloriddämpfen noch Wasserstoff zuzusetzen. In anderen Fällen genügt eine Kolonne mit oberflächeninaktiven Füllstoffen, die von den Chloriddämpfen unter ao Wasserstoffzusatz zu durchstreichen sind.
Nach allen diesen Methoden verläuft jedoch die Reinigung nicht mit der für die technische Ausführung notwendigen Gleichmäßigkeit und Sicherheit; einerseits ist die Geschwindigkeit, mit welcher J5 die Entfernung der färbenden Chloride und Oxychloride erfolgt, sehr großen und sehr oft plötzlichen Schwankungen unterworfen, andererseits läßt die Aufnahmefähigkeit der Kolonne in den meisten Fällen auffallend rasch nach. Die deshalb erforderlichen großen Reinigungsapparaturen und der übermäßig große Verbrauch an Adsorptionsmitteln standen daher bisher einör technisch und wirtschaftlich tragbaren Durchführung des Reinigungsprozesses im Wege.
Es wurde nun gefunden, daß als Ursache dieser Mißstände jene Gase zu betrachten sind, welche, wie z. B. Chlor, Phosgen, Kohlenmonoxyd u. dgl., im Chlorid gelöst sind, und daß die Reinigung gleichmäßig sicher und mit andauerndem Erfolg dann durchzuführen ist, wenn die genannten Gase vor der Reinigung des rohen Chlorids entfernt wer-, den. Ist dies einmal geschehen, so arbeiten die oben beschriebenen Reinigungsverfahren mit voller Zufriedenheit, mit guter Ausnutzung der Adsorptionsfähigkeit der Adsorbentien und überdies noch bei wesentlich gesteigerter Strömungsgeschwindigkeit in der Adsorptionskolonne.
Eine einfache, für alle vorkommenden Rohchloride anwendbare, aber nicht sehr wirksame Entgasung besteht darin, daß die rohen Metallchloride gegebenenfalls unter Erhitzung derselben mit Vakuum von den in ihnen gelösten Gasen befreit werden. Eine bessere Entgasung kann bei den leicht flüchtigen, flüssigen Rohchloriden dadurch erzielt werden, daß die rohen Metallchloride durch Erhitzen am Rückflußkühler bei normalem oder vermindertem Druck von den in ihnen gelösten Gasen befreit werden. Bei Chloriden, die bei Atmosphärendruck keine flüssige Phase aufweisen, wie z. B. Zirkonchlorid, kann die Entfernung der Gase dadurch verbessert werden, daß die festen Chloride bei Drucken unter ι atü durch Erhitzen bis auf Temperaturen, bei denen bereits ein Teil der festen Chloridemit den Gasen verflüchtigt wird, von den in ihnen gelösten Gasen befreit werden. Schwer fluchtige Chloride, deren Schmelz- und Siedepunkte "nicht weit auseinanderliegen, wie z. B. Niobpentachlorid, können sowohl im festen Zustand durch teilweise Verflüchtigung des festen Chlorids bei Drucken unter 1 atü als auch in flüssigem Zustand durch Erhitzen am Rückflußkühler von den in ihnen gelösten Gasen befreit werden. Die Entgasung braucht nicht unbedingt vollständig zu sein, sondern nur bis zu einem gewissen Gasgehalt durchgeführt zu werden, welcher bei dem sich anschließenden Reinigungsverfahren nicht mehr schädlich ist. Nach Versuchen liegt diese Grenze für Chlor bei etwa 0,1 %>, für Phosgen bei etwa 0,2%. Es ist deshalb auch möglich, einen Teil der Gase durch Adsorption an Aktivkohle oder einem SiO2-haltigen Adsorptionsmittel bei Temperaturen knapp über dem Siedepunkt bzw. Sublimationspunkt zu binden, bei denen die störenden Chloride und Oxychloride der Fremdmetalle noch nicht adsorbiert werden, um dann erst das noch nicht völlig entgaste Metallchlorid bei höheren Temperaturen oberhalb 250 bis 3000 in einer zweiten Adsorptionskolonne von dem Rest der störenden Chloride und Oxychloride zu befreien. Diese Entgasungsverfahren sind auf alle flüchtigen Chloride anwendbar, so also auch auf die Tetrachloride von Silicium und Zinn, auf Aluminium u. dgl.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Reinigung von rohen, durch Chlorieren der oxydisc'hen Erze erhaltenen, flüchtigen Metällchloriden, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen Metallchloride vor der Entfernung der in ihnen gelösten Fremdmetall- -100 chloride von den in ihnen gelösten Gasen befreit werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen Metallchloride gegebenenfalls unter Erhitzung derselben mittels Vakuum von den in ihnen gelösten Gasen befreit werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssigen rohen Metallchloride durch Erhitzen am Rückflußkühler von den in ihnen gelösten Gasen befreit werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die festen rohen Metallchloride bei Drucken unter 1 atü durch Erhitzen bis auf Temperaturen, bei denen bereits ein Teil der festen Chloride mit den Gasen verflüchtigt wird, von den in ihnen gelösten Gasen befreit werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen Metallchloride von den in ihnen gelösten Gasen durch Adsorption der letzteren an porösen Körpern bei so niederen Temperaturen befreit werden, bei denen noch keine wesentliche Adsorption der das Rohchlorid verunreinigenden Metallchloride eintritt.
5267 7.
DEP14065D 1946-06-27 1948-10-02 Verfahren zur Reinigung von rohen, durch Chlorieren oxydischer Erze erhaltenen, fluechtigen Metallchloriden Expired DE845500C (de)

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DE845500C true DE845500C (de) 1952-07-31

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP14065D Expired DE845500C (de) 1946-06-27 1948-10-02 Verfahren zur Reinigung von rohen, durch Chlorieren oxydischer Erze erhaltenen, fluechtigen Metallchloriden

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE845500C (de)
FR (1) FR947580A (de)
GB (1) GB627904A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2467821A1 (fr) * 1979-10-18 1981-04-30 Zaporozhsky Titano Magnievy Dispositif pour la separation du tetrachlorure de titane se trouvant dans un melange vapeurs-gaz

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GB627904A (en) 1949-08-18
FR947580A (fr) 1949-07-06

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