DE832152C - Verfahren zur Herstellung von AEthylenimin und seinen Methylabkoemmlingen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AEthylenimin und seinen MethylabkoemmlingenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Äthylenimin und seinen Methylabkömmlingen Die Darstellung von a, ß-Alkyleniminen aus ß-Halogenalkylaminen bzw. ß-Alkylolaminschwefelsäureestern durch Einwirkung von wäßrigen Alkalien ist bekannt. Die Arbeitsweise besteht darin, daß man ß-Halogenalkvlamitie in Form der halogenwasserstottsauren Salze oder ß-Alkylolaminschwefelsäureester in konzentrierten wäßrigen Alkalien löst, zum Sieden erhitzt und das gebildete Alkylenimin zusammen mit Wasser abdestilliert. Diese Verfahren liefern jedoch infolge von Nebenreaktionen keine befriedigenden .1usbeuten. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß <las Äthylenimin in Form einer stark verdünnten wä ßrigen Lösung anfällt, aus der die Base mir durch Sättigen mit Ätzalkalien und erneute Destillation wasserfrei gewonnen werden kann. Es wurde gefunden, daß man Alkylenimin und seine :@lethylabkömmlinge in guter Ausbeute erhalten kann, wenn man die Chlorhydrate von ß-Halogenalkylaminen oder die ß-Alkylolaminschwefelsäureester in eine kräftig siedende Alkalilauge nach und nach einträgt und das sich bildende Alkylenimin über eine Trennsäule als wasserfreie Base abdestilliert.
- Die Chlorhydrate von ß-Halogenalkylaminen oder die ß-Alkylolaminschwefelsäureesterkann man durch eine geeignete Vorrichtung entweder in fester Form oder als wäßri.ge Lösungen oder Suspensionen in das Reaktionsgefäß einbringen. Die ß-Alkylolaminschwefelsäureester können, wenn sie schwer in Wasser löslich sind, mit der äquivalenten Menge Natronlauge kurz vor der Umsetzung kalt gelöst werden. Die Zugabe kann diskontinuierlich in mehreren Anteilen erfolgen; es ist aber zweckmäßig, sie kontinuierlich durchzuführen, weil dann die Gleichmäßigkeit der Destillation nicht gestört wird. Man läßt zweckmäßig einen Teil oder auch die gesamte Menge der für die Bildung erforderlichen Natronlauge vom Kopf. der Destillationskolonne zufließen, wobei dafür zu sorgen ist, daß im Reaktionsgefäß stets ein Überschuß an Natronlauge vorhanden ist.
- Während man bei dem bekannten Verfahren a, ß-Alkylenimin zusammen mit Wasserdampf unmittelbar kondensiert hat, wird dieses bei dem vorliegenden Verfahren in der Kolonne längere Zeit in Gegenwart von Wasserdampf erhitzt. Da a, ß-Alkylenimine in wäßriger Lösung, .insbesondere hei erhöhter Temperatur, nicht beständig sind, war es überraschend, daß das vorliegende Verfahren, selbst beim Arbeiten in technischem Maßstabe, zu besseren Ausbeuten an praktisch wasserfreiem Produkt führt als bisher, wobei gleichzeitig der früher erforderliche zweite Arbeitsgang des Sättigens der primär gewonnenen a, ß-:@lkyleniminlösung mit -festem Alkali und die erneute Destillation in Fortfall kommen. Beispiele i. In einer 5-1-Apparatur, die mit einer wirksamen Destillationskolonne ausgestattet ist, erhitzt man 1200 g 2oo/oige Natronlauge zum kräftigen Sieden. Dann läßt man eine Suspension von 846 g ß-Ätlianolaminschwefelsäureester in 1400 ccm Wasser im Laufe von 5 Stunden gleichmäßig zufließen. Während dieser Zeit fließen vom Kolonnenkopf 370 g 33o/oige Natronlauge dem Destillationsgefäß zu. Das gebildete Äthylenimin destilliert bei starkem Rücklauf zwischen 58 und 64° laufend ab. Man kocht noch mehrere Stunden nach, bis die Äthylenimindestillation praktisch .aufgehört hat. Während des N achkochens läßt man vom Kolonnenkopf weitere 243 9 33o/oige Natronlauge zufließen. Das erhaltene Äthylenimin ist 97o/oig. Die Ausbeute beträgt 220 g.
- Ersetzt man den ß-Ätlianolaniinscliwefelsäureester durch ß-Propanolaminschwefelsäureester, so erhält man in ausgezeichneter Ausbeute 1, 2-I'ropylenimin.
- 2. In einer Destillationsapparatur, die aus einem Destillationsgefäß und einer wirksamen Treiiiisäule besteht, werden 16oo g ioo/oige Natronlauge zum kräftigen Sieden erhitzt. Dann läßt man eine Lösung von 232 g ß-Cliloräthylaminclilorhydrat in 400 ccm Wasser innerhalb i Stunde in die siedende Natronlauge einfließen und destilliert noch 2 Stünden nach. Während der Dauer des Destilliereng fließen durch die Trennsäule 95 g 42o/oige Natronlauge zu. Die Ausbeute an Äthvlenimin beträgt 80 g.
- 3. In einer Destillationsapparatur gemäß Beispiel 1 oder 2 werden 95o g einer i5o/oigen Natronlauge zum kräftigen Sieden erhitzt. Dann läßt man eine Lösung von 275 g N-@lethvl-ß-äthanolaminschwefelsäureester in 6oo ccin Wasser innerhalb von 1'/z Stunden in die siedende Natronlauge einfließen, wobei das sich bildende N-\letlivlätlivlenimin über die Destillationskolonne bei 26 bis 28' abdestilliert. Es wird 2 Stunden nachdestilliert. Während der Dauer des Destilliereng läßt man durch die Kolonne 79 g 45o/oige Natronlauge zufließen. '\fan erhält das N-llertliyläthyleniniin in fast wasserfreier Form und in ausgezeichneter Ausbeute.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: Verfahren zur Herstellung von Äthylenimin und seinen Methylabkömmlingen, dadurch gekennzeichnet, daß man entsprechende ß-Halogenalkylamine oder Schwefelsäureester der ß-A1-kylolamine kontinuierlich in siedende wäßrige Alkalilauge einführt und das gebildete a, ß-A1-kylenimin über eine Trennsäule in wassertreier Form abdestilliert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP13853A DE832152C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Herstellung von AEthylenimin und seinen Methylabkoemmlingen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP13853A DE832152C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Herstellung von AEthylenimin und seinen Methylabkoemmlingen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE832152C true DE832152C (de) | 1952-02-21 |
Family
ID=7364836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP13853A Expired DE832152C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Herstellung von AEthylenimin und seinen Methylabkoemmlingen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE832152C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1234221B (de) * | 1959-08-17 | 1967-02-16 | Wolfen Filmfab Veb | Verfahren zur Herstellung von AEthylenimin |
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1948
- 1948-10-02 DE DEP13853A patent/DE832152C/de not_active Expired
Cited By (1)
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