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DE1082689B - Verfahren und Vorrichtung zur selektiven Hydrierung von pflanzlichen und tierischen ungesaettigten OElen und Fetten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur selektiven Hydrierung von pflanzlichen und tierischen ungesaettigten OElen und Fetten

Info

Publication number
DE1082689B
DE1082689B DEB40634A DEB0040634A DE1082689B DE 1082689 B DE1082689 B DE 1082689B DE B40634 A DEB40634 A DE B40634A DE B0040634 A DEB0040634 A DE B0040634A DE 1082689 B DE1082689 B DE 1082689B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen
circulation
line
mixing device
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB40634A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Werner Gfeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Buss AG
Original Assignee
Buss AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Buss AG filed Critical Buss AG
Publication of DE1082689B publication Critical patent/DE1082689B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom
    • C11C3/12Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by hydrogenation
    • C11C3/123Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by hydrogenation using catalysts based principally on nickel or derivates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren und- Vorrichtung zur selektiven Hydrierung von pflanzlichen und tierischen ungesättigten Ollen und Fetten Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur selektiven Hydrierung bzw. Härtung von pflanzlichen und tierischen ungesättigten Ölen und Fetten, das eine wirksame Steuerung der Hydrierung und gleichzeitig die Erzielung einer hohen Härtungsselektivität ermöglicht. Selektiv wird eine Hydrierung bzw. Härtung genannt, wenn der Wasserstoff vorzugsweise von den Doppelbindungen der höher ungesättigten Fettsäureester des Fettgemisches aufgenommen wird. Selektiv gehärtete Fette weisen besonders günstige Eigenschaften hinsichtlich ihrer Verwendung zur Herstellung von Speisefetten und Margarine auf, insbesondere ein homogenes Verhalten bei Temperaturänderungen und eine bessere Haltbarkeit als nicht selektiv gehärtete Fette.
  • Die theoretische Voraussetzung einer selektiven Härtung ist, daß der Wasserstoff in kleiner Konzentration im ganzen Volumen des zu hydrierenden Materials gleichmäßig verteilt und in jedem Punkt des Materials gleichzeitig zur Reaktion gebracht wird. Die Größe der Konzentration ist so zu wählen, daß die Härtungsgeschwindigkeit in wirtschaftlich tragbaren Grenzen bleibt.
  • Bei einem Teil der bis jetzt bekannten Verfahren zur Härtung von Fetten und Ölen wird das zu härtende Material mit dem Katalysator in einem mit einem Rührer versehenen Autoklav gemischt und in das gerührte Gemisch Wasserstoff eingeleitet. Bei anderen bekannten Verfahren wird der nicht absorbierte Wasserstoff aus dem oberen Teil des Autoklavs abgesogen und, eventuell nach vorangehender Reinigung, wieder in das Reaktionsgemisch zurückgeführt, also der Wasserstoff umgewälzt. Bei diesen Verfahren kann der Wasserstoff trotz gutem Rühren nicht im ganzen Volumen des zu härtenden Materials in gleichmäßiger Verteilung zur Reaktion gebracht werden, weil die Wasserstoffkonzentration in der Nähe des Einlasses größer ist als in den vom Einlaß entfernten Teilen des Reaktionsgemisches, wodurch die Selektivität der Härtung leidet. Auch durch die gleichzeitige Einführung des Wasserstoffs an mehreren Stellen läßt sich dieser Nachteil nicht völlig beheben.
  • Bei einem andern bekannten Verfahren wird das-Ö1 kontinuierlich durch einen Apparat geleitet und der Wasserstoff an mehreren Stellen zugeführt. Die Verteilung des Wasserstoffs im Öl ist dabei etwas besser, jedoch für eine selektive Härtung nicht ausreichend.
  • Es sind auch Verfahren bekannt, bei welchen das zu hydrierende Material umgewälzt und in einen mit Wasserstoffgas gefüllten Raum versprüht wird, wodurch das Fettmaterial feiner verteilt und eine gleichmäßigere Verteilung des Wasserstoffs im zu hydrierenden Material erzielt wird. Der Nachteil dieser Verfahren besteht darin, daß die Wasserstoffkonzentration zu groß ist.
  • Den Nachteil mangelnder Selektivität weist ein weiteres bekanntes Verfahren auf, bei welchem sowohl das zu hydrierende Öl oder Fett als auch der Wasserstoff in geschlossenem Kreislauf umgewälzt werden und bei welchem die Durchmischung in einer gemeinsamen Umwälzpumpe erfolgt. Mit diesem Verfahren erzielt man eine schnelle, aber keine selektive Hydrierung, indem das zu hydrierende Material mit dem Katalysator in einem Überschuß an Wasserstoff verteilt in der Umwälzpumpe zur Reaktion gebracht wird. Dadurch erfolgt die-Absättigung der Doppelbindungen zwar rasch, aber-wahllos. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens besteht. darin, daß die Menge des durch die Pumpe umgewälzten Fettmaterials bei Veränderung des Mengenverhältnisses zwischen dem zu hydrierenden Material und dem Wasserstoff nicht konstant bleibt, sondern sich zwangläufig ändert. Bei diesem Verfahren kann daher der Reaktionsablauf durch alleinige Änderung .der Wasserstoffzufuhr nicht beeinflußt werden.
  • Die Nachteile und Unzulänglichkeiten der oben beschriebenen bekannten Verfahren sollen nun durch das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung beseitigt werden. Dieses Verfahren, bei welchem ein Gemisch aus dem zu hydrierenden. Material in flüssigem Zustand und einem Hydrierungskatalysator in geschlossenem Kreislauf durch einen Behälter und eine mit einer Umwälzvorrichtung versehene, an zwei verschiedenen Stellen an den Behälter angeschlossene Umlaufleitung umgewälzt und mit Wasserstoffgas durchmischt wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß das Wasserstoffgas an einer auf der Druckseite der Umwä.lzvorriclttung befindlichen Stelle in einer Menge von höchstens 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des zu hydrierenden Materials, in die Umlaufleitung eingeführt wird und daß die Durchmischung des aus zu hydrierendem Material und Katalysator bestehenden Gemisches mit Wasserstoffgas in einer auf der Druckseite der Umwälzvorrichtung in der Umlaufleitung angeordneten Mischvorrichtung erfolgt, Die Erfindung hat ferner eine Apparatur zur Durchführung des oben definierten Verfahrens zum Gegenstand. Diese Apparatur, die mindestens einen Behälter zur Aufnahmedes zu hydrierenden flüssigen Materials und von Wasserstoffgas und eine mit einer Umwälzpumpe ausgerüstete, an zwei verschiedenen Stellen an den Behälter angeschlossene Umlaufleitung aufweist, ist gekennzeichnet durch eine auf der Druckseite der Umwälzpumpe in der Umlaufleitung angeordnete Mischvorrichtung und eine zwischen der Umwälzpumpe und der Mischvorrichtung in die Umlaufleitung oder direkt in die Mischvorrichtung einmündende Gaszufuhrleitung, Zwei verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäfien Apparatur sind in den Fig, 1 und 2 der Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Apparatur weist einen Behälter 1 und eine mit einem Ventil 3 und einer Pumpe 4 ausgeriistete Umlaufleitung 2 auf, die an einem ihrer Enden am Ablaß des Behälters 1 angeschlossen ist und mit ihrem anderen Ende in den oberen Teil des Behälters 1 hineinragt. Eine mit einem Ventil 6 ausgerüstete Zweigleitung 5, die zwischen dem Ventil 3 und der Pumpe 4 in die Umlaufleitung2 einmündet, dient zur Beschickung des Behälters 1 mit dem Gemisch aus dem zu hydrierenden Material und dem Katalysator. Eine mit einem Ventil 8 ausgerüstete, in den oberen Teil des Behälters 1 einmündende Leitung 7 dient zur Beschickung des Behälters 1 mit Wasserstoffgas. Eine mit einem Ventil 10 und einer ]Pumpe 11 ausgerüstete Gasleitung 9, die an einem ihrer Enden an den oberen Teil des Behälters 1 angeschlossen ist und am anderen Ende auf der Druckseite der Pumpe 4 in die Umlaufleitung 2 einmündet, dient zur Einführung von Wasserstoff, der aus dem oberen Teil des Behälters 1, abgezogen wird, in die Umlaufleitung 2, In der Umlaufleitung 2 ist auf der Druckseite der Pumpe 4 eine Mischvorrichtung 12 eingebaut, die dazu bestimmt ist, das Gemisch von zu hydrierendem Material und Katalysator mit Wasserstoff zu durchmischen. Die Mischvorrichtung 12 kann bewegliche oder unbewegliche Schikanen, wie Prallbleche, Schaufelräder, Turbinenräder usw., aufweisen oder mit einer Mischdüse ausgerüstet sein. Eine mit einem Ventil 14 ausgerüstete Zweigleitung 13, die zwischen dem Ablaß des Behälters 1 und dem Ventil 3 an die Umlaufleitung 2 angeschlossen ist, dient zum Ablassen des hydrierten bzw. gehärteten Öls oder Fetts. An die Decke des Behälters 1 ist eine reit einem Ventil 16 ausgerüstete Leitung 1$ angeschlossen, die zum Evakuieren des Behälters 1 dient.
  • Der Behälter 1 ist in seinem unteren Teil mit einer Heizvorrichtung 17, z. B, einer Dampfschlange, zum Aufheizen des Gemisches aus zu hydrierendem Material und Katalysator versehen. Ebenfalls im unteren Teil des Behälters 1 ist eine Kühlvorrichtung 18, z.B. eine Kühlschlange, für den Fall, daß das Hydrierungsgemisch während der Hydrierung gekühlt werden muß, vorgesehen. Das Heizen und das Kühlen können jedoch auch mittels einer einzigen Vorrichtung, durch die je nach Bedarf ein Heiz- oder Kühlmedium hindurchgeleitet wird, besorgt werden.
  • Die Gasleitung 9 kann direkt an die Mischvorrichtung 12 angeschlossen sein, statt an einer zwischen der Pumpe 4 und der Mischvorrichtung 12 befindlichen Stelle in die Umlaufleitung 2 einzumünden, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist. Durch Einbau einer Flüssigkeitsstrahldüse an der Einmündungsstelle der Gasleitung 9 in der Umlaufleitung 2 oder in der Mischvorrichtung 12 kann auf die Verwendung der in der Gasleitung 9 eingebauten Pumpe 11 verzichtet werden. In diesem Fall wird der Wasserstoff direkt durch die Flüssigkeitsstrahldüse angesogen.
  • Statt durch die Leitung 7 in den Behälter 1 eingeführt zu werden, kann frischer Wasserstoff auch direkt der Gasleitung 9 zugeführt werden, z. B. mittels einer an die Pumpe 11 angeschlossenen Zweigleitung.
  • Die Hydrierungsapparatur kann ferner noch die fiblichen Armaturen, wie Thermometer, Manometer, Sicherheitsventile, Probehahnen, Schaugläser usw., aufweisen, die jedoch in der Zeichnung nicht dargestellt sind, Die in Fig. 2 gezeigte Anlage weist zwei in Serie miteinander verbundene Apparaturen gemäß Fig.1 auf und eignet sich für die stufenweise Durchführung der selektiven Härtung> Die Bezugsziffern der zweiten Apparatur sind mit Primzeichen versehen, um sie von den entsprechenden Bezugsziffern der erster, Apparatur zu unterscheiden. Die Ablaßleitung 13 der ersten Apparatur ist an die Umlaufleitung 2' der zweiten Apparatur angeschlossen. Es können auch mehr als zwei Apparaturen gemäß Fig. 1 in Serie miteinander verbunden werden.
  • Die in Fig. 1 gezeigte Apparatur arbeitet folgendermaßen: Der Behälter 1 wird durch die Leitung 15 evakuiert und mittels der Pumpe 4 durch die Leitungen 5 und 2 bei geschlossenen Ventilen 3 und 14 mit dem Gemisch aus dem zu hydrierenden urigesättigten Öl oder Fett und dem Katalysator, z. B. einer Öl-Katalysator-Emulsion, beschickt. Durch die Leitung 7 mit Ventil 8 wird Wasserstoffgas in den Behälter 1 eingefüllt. Nach Öffnen des Ventils 3 wird die mittels der Pumpe 4 in Umlauf gesetzt. Wenn nötig, wird die Heizvorrichtung 17 in Gang gesetzt, um die Öl-Katalysator-Exnulsion auf die für die Hydrierung erforderliche Temperatur zu bringen. Nachdem die gewünschte Temperatur erreicht ist, wird das Heizen unterbrochen und die Pumpe I.1 in Gang gesetzt, um aus dem Behälter 1 Wasserstoff anzusaugen und in die Umlaufleitung 2 einzuführen. Die Öl-Katalysator-Emulsion wird in der Mischvorrichtung 12 innig und gleichmäßig mit Wasserstoff durchmischt. Dabei findet die Hydrierungsaktion statt, Die bei der Hydrierung entwickelte Wärme kann durch Einschalten der Kühlvorrichtung 13 oder mittels einer anderen oder zusätzlichen, an der Umlaufleitung 2 angeordneten Kühlvorrichtung abgeleitet werden. Nach Verlassen der Mischvorrichtung 12 strömt das Hydrierungsgemisch in den Behälter 1, in welchem sich der unverbrauchte Wasserstoff abtrennt, der zusammen mit durch die Leitung 7 nachgeliefertem frischem Wasserstoff mittels der Pumpe 11 durch die Leitung 9 abgesaugt und in die Umlaufleitung 2 befördert wird. Die Emulsion aus dem teilweise hydrierten oder gehärteten Öl und dem Katalysator sammelt sich am Boden des Behälters 1 an und wird durch die Umwälzpumpc 3 erneut in Umlauf gesetzt. Dieser Kreislauf wird so lange fortgesetzt, bis das Öl den gewünschten Hydrierungs- oder Härtungsgrad aufweist. Das gehärtete Fett wird durch Schließen des Ventils 3 und Öffnen des Ventils 14 durch die Leitung 13 abgelassen.
  • Die Hydrierung oder Härtung kann auch kontinuierlich durchgeführt werden, indem durch die Leitung 5 der in Fig. 1 dargestellten Apparatur kontinuierlich Gemisch aus zu hydrierendem Material und Katalysator eingeführt und durch die Leitung 13 kontinuierlich eine entsprechende Menge von Gemisch aus gehärtetem Fett und Katalysator abgezogen wird.
  • Ein einheitlicheres Hydrierungsprodukt wird e: -halten, wenn die kontinuierliche Härtung in mehreren Stufen, z. B. in der in Fig. 2 dargestellten Anlage, durchgeführt wird. Der Behälter 1 wird kontinuierlich durch die Leitung 5 mit dem Gemisch aus zu härtendem Material und Katalysator beschickt. Aus dem Behälter 1 wird kontinuierlich die gleiche Menge eine Gemisches von teilweise gehärtetem Fett und Katalysator durch die Leitung 13 abgeführt und durch die Umlaufleitung 2' in den Behälter 1' eingeleitet. Das Endprodukt wird durch die Leitung 13' abgelassen.
  • Das folgende Ausführungsbeispiel soll zeigen, wie das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung unter Verwendung der in Fig. 1 gezeigten Apparatur durchgeführt werden kann. Beispiel Eine Suspension von 10 g Nickelkatalysator in 10 kg Baumwollsamenöl wird durch die Zufuhrleitung 5 und die Umlaufleitung 2 mittels der Pumpe 4 in den Behälter 1 eingeführt, mit einer Geschwindigkeit von 10 kg pro Minute durch die Pumpe 4 aus dem Behälter abgesogen und durch die Umlaufleitung 2 in den Behälter 1 zurückbefördert. Die Temperatur der Suspension wird mittels der Heizvorrichtung 17 auf 175° C gebracht. Gleichzeitig wird Wasserstoff mit einer Geschwindigkeit von 1 g pro Minute aus dem Behälter 1 mittels der Pumpe 11 durch die Gasleitung 9 abgesaugt und in die Umlaufleitung 2 eingeführt. Die vom Öl aufgenommene Wasserstoffmenge - im Laufe von 2 Stunden insgesamt 40 g - wird durch fortlaufende Einleitung von Wasserstoff durch die Leitung 7 in den Behälter 1 ersetzt. Nach Abkühlung des Reaktionsgemisches und Filtration der Suspension wird ein Hartfett mit einem Schmelzpunkt von 44° C erhalten.
  • Der Fettsäuregehalt des erhaltenen Hartfettes setzt sich aus 30,511/o gesättigten Fettsäuren, 68,6% Ölsäure und 0,9% Linolsäure zusammen. Demgegenüber ergibt das gleiche Baumwollsamenöl bei Hydrierung in einem Rührgefäß unter Einleitung von 40 g Wasserstoff in 4 Stunden in Gegenwart von 0;1% Nickelkatalysator bei 175°C ein Hartfett, dessen Fettsäuregehalt sich aus 33'% gesättigten Fettsäuren, 62a/1) Ölsäure und 5% Linolsäure zusammensetzt.

Claims (14)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur selektiven Hydrierung von pflanzlichen und tierischen ungesättigten Ölen und Fetten, bei welchem ein Gemisch aus dem zu hydrierenden Material im flüssigen Zustand und einem Hydrierungskatalysator in geschlossenem Kreislauf durch einen Behälter und eine mit einer Umwälzvorrichtung versehene, an zwei verschiedenen Stellen an den Behälter angeschlossene Umlaufleitung umgewälzt und mit Wasserstoffgas durchmischt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasserstoffgas an einer auf der Druckseite der Umwälzvorrichtung befindlichen Stelle in einer Menge von höchstens 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des zu hydrierenden Materials, in die Umlaufleitung eingeführt wird und daß die Durchmischung des aus zu hydrierendem Material und Katalysator bestehenden Gemisches mit Wasserstoffgas in einer auf der, Druckseite der Umwälzvorrichtung in der Umlaufleitung angeordneten Mischvorrichtung erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht verbrauchte Wasserstoff im Behälter aus dem Hydrierungsgemiseh abgetrennt und durch eine an den Behälter angeschlossene Gasleitung in die Umlaufleitung zurückgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem aus dem Hydrierungsgemisch abgetrennten Wasserstoff frischer Wasserstoff zugemischt wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserstoff an einer zwischen der Umwälzpumpe und der Mischvorrichtung befindlichen Stelle in die Umlaufleitung eingeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserstoff direkt in die Mischvorrichtung eingeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserstoff mittels einer zwischen der Umwälzvorrichtung und der Mischvorrichtung in der Umlaufleitung eingebauten Flüssigkeitsstrahldüse in die Umlaufleitung eingeführt wird.
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserstoff mittels einer in der Mischvorrichtung eingebauten Flüssigkeitsstrahldüse eingeführt wird. B.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrierung stufenweise durchgeführt wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrierung kontinuierlich durchgeführt wird, indem das Gemisch aus zu hydrierendem Material und Katalysator sowie der Wasserstoff der Hydrierungsapparatur kontinuierlich zugeführt werden und das Gemisch von hydriertem -Material und Katalysator kontinuierlich aus der Hydrierungsapparatur abgelassen wird.
  10. 10. Apparatur zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, die mindestens einen Behälter zur Aufnahme des zu hydrierenden flüssigen Materials und von Wasserstoffgas und eine mit einer Umwälzpumpe ausgerüstete, an zwei verschiedenen Stellen an den Behälter angeschlossene Umlaufleitung aufweist, gekennzeichnet durch eine auf der Druckseite der Umwälzpumpe in der Umlaufleitung angeordnete Mischvorrichtung und eine zwischen der Umwälzpumpe und der Mischvorrichtung in die Umlaufleitung oder direkt in die Mischvorrichtung einmündende Gaszufuhrleitung.
  11. 11. Apparatur nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszufuhrleitung am einen ihrer Enden an den Gasraum des Behälters angeschlossen ist.
  12. 12. Apparatur nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine zwischen der Umwälzpumpe und der Mischvorrichtung in der Umlaufleitung eingebaute Flüssigkeitsstrahldüse aufweist, an die die Gaszufuhrleitung angeschlossen ist.
  13. 13. Apparatur, nach den Ansprüchen 10 und 11. dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszufuhrleitung mit einer Förderpumpe ausgerüstet ist.
  14. 14. Apparatur nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischvorrichtung eine Flüssigkeitsstrahldüse aufweist, an welche die Gaszufuhrleitung angeschlossen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 812 426.
DEB40634A 1955-06-14 1956-06-12 Verfahren und Vorrichtung zur selektiven Hydrierung von pflanzlichen und tierischen ungesaettigten OElen und Fetten Pending DE1082689B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3444221A (en) * 1965-12-03 1969-05-13 Metallgesellschaft Ag Process for the continuous hardening of unsaturated oils and fats

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE812426C (de) * 1949-10-28 1951-08-30 Basf Ag Verfahren zur kontinuierlichen Ausfuehrung unvollstaendiger katalytischer Hydrierungen von Fluessigkeiten

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