DE837988C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Draht, insbesondere Metalldraht - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Draht, insbesondere MetalldrahtInfo
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-
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Draht, insbesondere Metalldraht 1)ie 1?rtin<lung hezicht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Draht, insbesondere Metalldraht, ferner auf ein Verfahren zur Vergütung von \\-alzinaterial, insbesondere von Draht und lilec h.
- Bekannt sind "erfahren zur Herstellung von Draht durch Ziehen mit Hilfe von Ziehsteinen und durch @\'alz",ii mittels Profilwalzen. 1,s ist auch Bekannt, di; Zieliswine oder Walzen eine rotierende Bewegung uin die Uingsachse des Drahtes ausführcii zu lassen.
- Die Krtin.dung schlägt demgegenüber vor, Runddraht in der Weise herzustellen, daß man den Draht zwischen zwei mit einem dem zuerzielenden Drahtdurchmesser entsprechenden Abstand voneinander angeordneten Platten oder Walzen durchzieht bzw. durchlaufen läßt, wobei einer oder beiden Platten bz-,v. Walzen eine hin und her gehende Bewegung quer zur Zieh- bzw. Walzrichtung erteilt wird. 1#erner schlägt die Erfindung vor, die Platten oder Walzen beim Durchlaufen des Drahtes durch gecignete Frequenzerzeuger von vorzugsweise relativ erheblicher und gegebenenfalls veränderlich einstellbarer Frequenz, beispielsweise durch Anordnung schnell rotierender Unwuchten, in Schwingungen zu versetzen, die den gegenseitigen Abstand der Platten hzw.Walzen rhythmisch und vorzugsweise geringfügig verändern, wobei dieses Verfahren gemäß der Erfindung auch selbständig zur Vergütung. vorzugsweise zur Oberflächenverdichtung. von Walzmaterial wie Blechen angewendet werden kann. Die durch Anwendung der Erfindung erzielbaren Vorteile sind u. a. Erzielung sauberer, glatter und dichter Oberflächen, genaue Einhaltung des Drahtdurchmessers und der Gleichmäßigkeit des Querschnittes, Möglichkeit der Herstellung von Drähten mit beliebig veränderlichem Querschnitt durch Änderung des Platten- bzw. Walzenabstandes während des Ziehens bzw. Walzens, Vergütung des Drahtes bzw. seiner Oberfläche, vereinfachte Herstellung feinster Drähte, Wegfall des schwierigen Einfädelns des Drahtes bei Ziehsteinen, besonders bei der Herstellung dünner Drähte, Möglichkeit der Herstellung von, Drähten verschiedener Stärke auf derselben Vorrichtung ohne Auswechseln von Ziehsteinen oder Walzen, Vermeidung des hohen Verschleißes von Ziehsteinen.
- Die Erfindung ist an Hand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung dargestellt. In der Abh. i und der einen Schnitt hierzu darstellenden Abb. 2 sind eine fest angeordnete Platte i und eine mit Abstand parallel zu ihr und parallel verschieblich angeordnete Platte 2 vorgesehen. Zwischen den Platten i und 2 ist der Draht 3 durchgeführt; die Platten 1, 2 besitzen zweckmäßig schräge oder gekrümmte Anlaufkantern 21. Beim Ziehvorgang wird nun die Platte 2 in Richtung der Pfeile durch eine nicht dargestellte Vorrichtung hin und her bewegt, und zwar mit einer im Verhältnis zur Ziehgeschwindigkeit des Drahtes erheblichen Frequenz. Die Platte i kann ebenfalls verschieblich angeordnet sein, wobei ihre hin und her gehende Bewegung entweder entgegengesetzt zu derjenigen der Platte 2 oder aber mit gegebenenfalls einstellbarer Phasenverschiebung erfolgt. Frequenz und Amplitude der hin und her gehenden Bewegung richten sich nach der Drahtstärke, nach dem Profil der Platten 1, 2 sowie nach der Ziehl;eschwindigkeit und sind deshalb vorzugsweise ein- bzw. verstellbar. Die Erzeugung dieser Bewegungen kann durch Kurbeln und andere Maschinenelemente oder, jeden beliebigen Frequenzgenerator erzeugt werden. Unter besonderen Umständen erscheint es möglich, auch Drähte mit einem vom Rundquerschnitt abweichenden Profil herzustellen.
- Gemäß AU>. 3 und der einen Schnitt dazu darstellenden Abb. 4, sind, an Stelle von Platten, Walzen 5 und 6 angeordnet, die einzeln oder beide in Richtung der Pfeile .4 in hin und her gehende gegenläufige oder phasenverschobene Bewegung versetzt sind.
- Die freie Drahtlänge vor und hinter den Ziehplatten 1. 2 bzw. Walzen 5, 6 wird so groß gewählt, <laß die durch die hin und her gehende Bewegung der Platten 1, 2 bzw. der Walzen 5, 6 entstehende Drahtverdrehung ohne nachteiligen Einfluß auf den "Zieh- bzw. Walzvorgang bleibt.
- Die :Mehrfachanordnung von Plattenpaaren 1, 2 bzw. Walzenpaaren 5, 6 hintereinander ist möglich, und zwar parallel zueinander oder gegeneinander versetzt. Beim Walzen gemäß Abb. 3 und .4 kann der Draht entweder gezogen, oder es kann sein Vorschub durch Antrieb der Walzen 5, 6 bewirkt werden; es können auch beide Antriebsarten vdqrwendet werden, gegebenenfalls in einer solchen Abstimmung aufeinander, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen 5, 6 von der Drahtgeschwindigkeit abweicht, beispielsweise etwas geringer als diese ist. Anstatt eines Antriebs können die Walzen auch einstellbare Bremsen erhalten.
- Der Abstand der Platten 1, 2 bzw. Walzen 5, 6 ist gemäß der Erfindung vorzugsweise einstellbar bzw. auch während des Betriebes verstellbar, ebenso die Bewegungsfrequenz und -amplitude.
- Gemäß Abb. 5 und der eine Seitenansicht dazu darstellenden Abb. 6 kann eine Walze 7 größeren Durchmessers mit einer Anzahl von hin und her gehenden Walzen 8 kleineren Durchmessers kombiniert werden, wobei die Abstände zwischen den Walzen 8 oder der Walze 7 fortlaufend mit dein Drahtdurchlauf sich verringern. Die Walze 7 kann dabei fest oder ebenfalls axial beweglich angeordnet sein.
- Die Platten 1, 2 können gemäß Abb. 7 und 8 besondere Profilgebung aufweisen, wobei sie zur Einhaltung genauer Abstände der Wirkflächen 9, io mit Gleitflächen i i ausgestattet sind; diese Wirkflächen 9, io können gemäß Abb. 7 Parallelflächen oder gemäß Abb. 8 gekrümmte Flächen sein. Gemäß Abb. 9 und io sind dieWalzen 5, 6 in analoger Weise ausgebildet. Die Platten 1, 2 bzw. Walzen 5, 6 stehen zweckmäßig unter dem Einfluß elastischer Kräfte 12, die so stark sind, daß ein gegenseitiges Abheben der Platten 1, 2 bzw. der Walzen 5, 6 voneinander unmöglich ist.
- Gemäß Abb. ri können die Walzen 5, 6 oder eine der beiden mit einer Unwucht 13, die auf der Walzenachse 14 angeordnet ist, versehen sein; diese Unwucht 13 wird beispielsweise durch eingebauten Elektromotor in sehr schnelle Rotation versetzt, und zwar entweder gleichsinnig oder in entgegengesetzter Richtung zum Drehsinn der Walze 5 bzw. 6. Die Walzen 5, 6 oder eine der beiden sind dann mit elastisch aufgehängten Lagern., gegebenenfalls unter Einschaltung beträchtlicher Federkräfte, versehen; die Drehzahl der Unwucht 13 bzw. die Frequenz eines die Walze 5 oder 6 bzw. beide Walzen 5, 6 in Schwingungen versetzenden beliebigen anderen mechanischen oder elektrischen Frequenzgenerators ist im Verhältnis zur Walzendrehzahl sehr hoch gewählt, während die Amplitude vorzugsweise sehr gering ist. Dieses Verfahren bzw. derartige Vorrichtungen können sowohl bei der Herstellung von Draht Verwendung finden wie auch besonders bei der Herstellung von Walzmaterial wie Blech. Bei der Drahtherstellung ist die Kombination mit der eingangs beschriebenen hin und her gehenden Bewegung der Platten bzw. Walzen möglich. Ferner kann so vorgegangen werden, daß die Platten bzw. Walzen in Art der Abb. i i in Schwingungen versetzt werden, die eine rhythmische Änderung des Platten- bzw. Walzenabstandes bewirken, und daß der Draht mittels einer geeigneten Vorrichtung hin und. her gedreht wird; es ist auch möglich, die schwingenden Platten bzw. Walzen um den zwischen ihnen durchgeführten Draht rotieren zu lassen. Die verwendeten Frequenzen können in allen praktisch durchführbaren Bereichen, also auch im Ultraschallbereich, liegen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Draht" insbesondere Metalldraht, dadurch Bekenn: zeichnet, daß der Draht zwischen zwei mit einem dem zu erzielenden Drahtdurchmesser entsprechenden Abstand voneinander angeordneten Platten (1, 2) oder Walzen (5, 6) durchgeführt wird und daß während des Drahtdurchganges einer oder beiden Platten (2 oder 1, 2) bzw. Walzen (6 oder 5, 6) eine hin und her gehende Bewegung quer zur Zieh- bzw. Walzrichtung erteilt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, -dadurch gekennzeichnet, daß die hin und her gehende Bewegung eine vorzugsweise ein- bzw. verstellbare Amplitude und eine vorzugsweise ebenfalls ein- bzw. verstellbare gegenüber der Zieh-und Walzgeschwindigkeit verhältnismäßig hohe Frequenz besitzt.
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei hin und her gehender Bewegung beider Platten (1, 2) bzw. Walzen (5, 6) die Bewegung der einen Platte (t) bzw. Walze (5) zur hin und her gehenden Bewegung der anderen Platte (2) bzw. Walze (6) phasenverschoben oder gegenläufig ist. .l. Verfahren zur Herstellung von Draht nach den Ansprüchen i bis 3 bzw. zur Vergütung von Walzmaterial, insbesondere von Draht und Blechen, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder beide Platten (1, 2) oder vorzugsweise Walzen (5.6) in Schwingungen von vorzugsweise relativ erheblicher Frequenz versetzt werden, die den Abstand der Platten (1, 2) bzw. `Falzen (5, 6) rhythmisch und vorzugsweise geringfügig ändern, wobei Frequenz und/oder Amplitude der Schwingungen ein- bzw. verstellbar sein können. 5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (5, 6) mit einer Umfangsgeschwindigkeit laufen, die geringer ist als die Ziehgeschwindigkeit des Drahtes (3), z. B. mittels entsprechend gesteuerten Walzenantriebs oder mittels Abbremsung der Walzen. 6. N"orrichtung zur Durchführung der Verfahren nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, claß parallel zu einer fest oder parallel verschieblich angeordneten Platte (i) eine parallel verschieblich gelagerte Platte (2) angeordnet ist, und zwar mit einem dem zu erzielenden Drahtdurchmesser entsprechenden Abstand, wobei die Platten (1, 2) mit schrägen bzw. gekrümmten Anlaufkanten bzw. -flächen (21) versehen sind und wobei die verschiebliche Platte (2) bzw. die verschieblichen Platten (1, 2) mit einem eine hin und her gehende Bewegung bewirkenden Frequenzgenerator gekuppelt ist bzw. sind. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (1, 2) bzw. eine Platte durch die Walzen (5, 6) bzw. eine Walze ersetzt sind bzw. ist. B. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß hintereinander zwei oder mehrere Plattenpaare (r, 2) bzw. Walzenpaare (5, 6) parallel zueinander oder gegeneinander versetzt angeordnet sind. g. Vorrichtung nach Anspruch 6 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß einer axial nicht verschieblichen oder verschieblichen, gegebenenfalls mit Frequenzgenerator gekuppelten Walze (7) größeren Durchmessers mehrere axial nicht verschiebliche oder v erschiebliche, gegebenenfalls mit Frequenzgeneratoren gekuppelten `'Falzen (8) kleineren Durchmessers in mit dem Drahtdurchlauf sich verringernden Abständen zugeordnet sind, wobei die hin und her gehenden Bewegungen der Walzen (8) phasenverschoben oder auch gegenläufig sind. io. Vorrichtung nach Anspruch 6 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Walzen (5, 6) bzw. (7, 8) mit einer auf der Walzenwelle (14) schnell rotierenden, z. B. durch eingebauten Elektromotor angetriebenen Unwucht (13) versehen sind, wobei die mit Unwucht oder anderem Frequenzgenerator versehenen Walzen (5, 6) bzw. (7, 8) elastisch gelagert sind, gegebenenfalls unter Einschaltung beträchtlicher Federkräfte. i i. Vorrichtung nach Anspruch 6 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß diePlatten (1, 2) mit im äußeren Bereiche liegenden Gleit-bzw. Lagerflächen (i i) und im inneren Bereiche liegenden, ausgesparten ebenen oder gekrümmten Wirkflächen (9, io) versehen sind, die parallel zueinander liegen oder in Drahtziehrichtung konisch angeordnet sind. 12. Vorrichtung nach Anspruch 6 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die-Walzen (5, 6) bzw. (7, 8) mit aufeinander abrollenden Umflächen (15, 16) und dazwischenliegenden zylindrischen Wirkflächen (17, 18) geringeren Durchmessers bzw. mit im Profil gekrümmten sich nach innen im Durchmesser verjüngenden Wirkflächen (19, 20) versehen sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB13393A DE837988C (de) | 1951-01-20 | 1951-01-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Draht, insbesondere Metalldraht |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE837988C true DE837988C (de) | 1952-05-05 |
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| DEB13393A Expired DE837988C (de) | 1951-01-20 | 1951-01-20 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Draht, insbesondere Metalldraht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE837988C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175192B (de) * | 1959-11-26 | 1964-08-06 | Joachim Pfeiffer Dipl Ing | Verfahren und Vorrichtung zum Abstrecken von strangfoermigem Gut, z. B. Band |
| FR2479714A1 (fr) * | 1980-04-03 | 1981-10-09 | Bruss Polt I | Procede de fabrication de microfils, dispositif pour la mise en oeuvre dudit procede et microfils obtenus par ledit procede |
| DE3327288A1 (de) * | 1983-07-28 | 1985-02-07 | Belorusskij politechničeskij institut, Minsk | Vorrichtung zur mikrodrahtherstellung |
| DE3348101C2 (de) * | 1983-07-28 | 1987-03-26 | Belorusskij politechničeskij institut, Minsk | Vorrichtung zur Herstellung von Feindrähten |
| DE3050138C2 (de) * | 1979-12-12 | 1988-06-09 | Belorusskij Politechniceskij Institut, Minsk, Su |
-
1951
- 1951-01-20 DE DEB13393A patent/DE837988C/de not_active Expired
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| FR2550107A1 (fr) * | 1983-07-28 | 1985-02-08 | Bruss Polt I | Dispositif pour la fabrication de microconducteurs |
| DE3348101C2 (de) * | 1983-07-28 | 1987-03-26 | Belorusskij politechničeskij institut, Minsk | Vorrichtung zur Herstellung von Feindrähten |
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