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DE2537151C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von langgestreckten, zylindrischen Werkstücken im Durchlauf - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von langgestreckten, zylindrischen Werkstücken im Durchlauf

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DE2537151C3
DE2537151C3 DE2537151A DE2537151A DE2537151C3 DE 2537151 C3 DE2537151 C3 DE 2537151C3 DE 2537151 A DE2537151 A DE 2537151A DE 2537151 A DE2537151 A DE 2537151A DE 2537151 C3 DE2537151 C3 DE 2537151C3
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DE
Germany
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pressure
grinding
amplitude
workpiece
frequency
Prior art date
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DE2537151A
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DE2537151B2 (de
DE2537151A1 (de
Inventor
Walter Dr. Eynatten Wetzels (Belgien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schumag AG
Original Assignee
Schumag AG
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Publication date
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Priority to FR7608175A priority patent/FR2321370A1/fr
Priority to US05/713,571 priority patent/US4063906A/en
Publication of DE2537151A1 publication Critical patent/DE2537151A1/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B5/00Machines or devices designed for grinding surfaces of revolution on work, including those which also grind adjacent plane surfaces; Accessories therefor
    • B24B5/18Machines or devices designed for grinding surfaces of revolution on work, including those which also grind adjacent plane surfaces; Accessories therefor involving centreless means for supporting, guiding, floating or rotating work

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schleifen von langgestreckten, zylindrischen Werkstücken im Durchlauf, bei dem die Werkstücke unter Drehen um ihre Längsachse vorhewegt werden und von einer ro ticrenden Schleifscheibe ein pulsierender Schleifdruck quer zum Werkstuck ausgeübt wird, der durch eine gleichbleibende Vorspannung mit überlagerter Dru'ksehwingung gegeben ist, deren Amplitude kleiner als die Vorspannung ist. Die Erfindung betrifft auch eine· Vorrichtung /ur Durchführung eines solchen Verfahrens.
Hei bekannten Verfahren und Vorrichtungen hat sich herausgestellt, daß beim Schleifen Eigenschwingungenerzeugt werden, durch die auf dem Werkstück unerwünschte Markierungen entstehen und die Ober flächcnbeschaffenheit und der Rundheitsgrad heein trächtigt werden. Auch werden die Schleifscheiben im Zusammenhang hiermit vorzeitig stumpf, Die Eigenschwingungen gehen von Teilen des Werkstücks und/oder von der Schleifscheibe bzw, der verwendeten Schleifmaschine aus und wachsen mit der Wcrkslückdurchlaüfgeschwindigkcit bzw. verhindern eine große Durchlaufgeschwiudigkeit. Die Eigeiischwin-
gungen verfälschen auch eine Meßsteuerung, bei der Meß- und Stenerwerte am durchlaufenden Material abgenommen werden.
Um diese Nachteile zu vermeiden, hai man schon die Sehleifscheibenlagerung und Werkstückführung besonders stabil gemacht und mit großen Massen versehen. Auf diese Weise hat man aber trotz eines erheblichen Aufwandes die Eigenschwingungen und ihre unerwünschten Folgeerscheinungen nur mindern, aber nicht vermeiden können.
Durch die US-Patentschrift2ft9547K ist das Arbeiten mit pulsierendem Schleifdruck bekanntgeworden, wobei der pulsierende Schleifdruck durch eine gleichbleibende Vorspannung mit überlagerter Druckschwingung gegeben ist, deren Amplitude beispielsweise kleiner als die Vorspannung ist. Diese nekannte Maßnahme arbeitet mit Schwingungen im Ultraschallbereich, und zwar zwischen etwa 16000 und 2(X)OOO Hz. Die Schwingungen werden durch Magnetostriktion von in die Schleifscheibe eingelagerten Elektromagneten erzeugt. Ziel dieser bekannten Maßnahme ist es, beim Schleifen den et udiei enden Effekt der Ultraschallschwingungen auszunutzen. Die komplizierte Konstruktion der Spezialschleifcdieihe ist jedoch aufwendig. Auch hat sich gezeigt, daß hei dieser bekannten Maßnahme trotz des Aufwandes infolge starker Schwingungsdämpfung nur eine schlechte Übertragung der Schwingungen gegeben ist (vgl. DF; AS 1502379. Spalte 1. Zeilen 20 bis 22). Vor allem hat sich herausgestellt, daß durch diese he kannte Maßnahme die beschriebenen unerwünschten Erscheinungen, die beim Schleifen durch die Eigenschwingungen erzeugt werden, nicht vermieden wer ilen.
Durch die Df-AS 1502 379 ist eine Sehwingsehleifvorrichtung bekanntgeworden, die ebenfalls mit pulsierendem Schleifdruck mit Druckschwingungen im Ultraschallfrequenzhereich arbeitet. Diese Vorrichtung ist nicht zum Schleifen vein langgestreckten Werkstucken im Durchlauf geeignet. Vielmehr kann jeweils n^r ein einzelnes Werkstück von verhält nismäßig begrenzten Abmessungen aul fester Unter lage bearbeitet werden. Bevorzugt sind flache Werk stucke oder auch hohlzylindrischc Werkstucke, die von innen geschliffen werden sollen. Auch diese bekannte Vorrichtung hat in die Schleifscheibe eingesetzte magneiostriktive Elemente und ist daher auf wendig. 'Xuch hier hat sich herausgestellt, daß durch diese bekannte Maßnahme die oben beschriebenen unerwünschten Erscheinungen, die beim Schleifen durch die Eigenschwingungen erzeugt werden, nicht vermieden werden.
Durch die USA Patentschrift 2 19S()fi4 ist eine Läppeinrichtung /um Lappen zylindrischer Werk stucke bekanntgeworden. Eine Bearbeitung im Durchlauf ist nicht gegeben. Vielmehr haben die Werkstucke jeweils eine begrenzte Lange und sind zwischen Spitzen oder auf Lagerrollen gelagert. Die Werkstucke werden dann um ihre L.inysachsc ge dreht, und dabei werden die Lappwetk/cuge gegen die Zylinderfläche gedruckt. Die I.äppwerkzeuge sind nicht zu vergleichen mit rotierenden Schleifscheiben Und Werden beim Läppen mit etwa 3 bis IO Hz in Längsrichtung hin- und herbewegt. Dabei erfolgt gemäß dieser USA-Patentschrift zugleich eine alternierende Schwankung dos Andrucks, Diese alternierende Druckschwankung hat ein unterschiedliches Eindringen der Läppmittel zur FoI^c. Im Gegensatz dazu hahen Schleifscheiben Drehzahlen von einigen Tausend U min, so daß die oben beschriebenen hiervon ausgehenden unerwünschten Folgeerscheinungen durch die heim Schleifen auftretenden Eigenschwingungen ganz anderer Art sind als etwaige Erscheinungen heim Läppen. Die bekannten Maßnahmen gemäß der USA-Patentschrift 2 195()h4 λιιηΙ somit ersichtlich nicht geeignet, die genannten Folgeerscheinungen zu vermeiden.
Durch das DK-Obm fifit)3 477 ist eine Trennseheibe bekanntgeworden, die mit intermittierendem Abheben arbeitet. Das erfindungsgemäß vorgesehene Schleifen von langgestreckten, zylindrischen Werkstücken im Durchlauf ist mit dieserTrennscheibe nicht beabsichtigt und auch nicht möglich. Das intermittierende Abheben soll der Verringerung in der Stauherosion der Scheibe dienen. Die Frequenz beim intermittierenden Abheben liegt bei etwa 25 Hz. Bei Trennscheiben ergeben sich die oben beschriebenen unerwünschten Folgeerscheinungen durch die ge nannten Eigenschwingungen nicht -zw. haben sie keine entsprechende Bedeutung, im uhr gen sind die Maßnahmen gemäß dem Df. (ihm nfi()3477 nicht ge eignet, die heim eingangs beschriebenen Schleifen aul tretenden unerwünschten Erscheinungen, die beim Schleifen lurch die Eigenschwingungen erzeugt wer den. zu vermeiden.
Beim Schleifen zwischen Spitzen ist auch schon be kanntgeworden, durch eine Abtast- und Steuerein richtung die Eigenschwingungen abzutasten und (ic genschwiii gungen zu erzeugen, die die gleiche Amplitude wie die Eigenschwingungen haben und in Gegenphase mit diesen sind. Es hat sich heiausge stellt, daß dies nur unvollkommen zum Ziele fuhrt und daß diese Maßnahme beim Schleifen im Durchlauf nicht anwendbar ist Die Unvollkommenheit dieser Maßnahme liegt u.a. daran, daß zwischen den tilgen schwingungen und den (!eigenschwingungen notweii ■ digerwcise eine, wenn auch kleine. Phase.lvervhie hung liegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das ein gang- beschriebene Verfahren /um Schleifen von langgestreckten, zylindrischen Werkstücken im Durchlauf und eine Vorrichtung /ur Durchführung dieses Verfahrens so auszubilden, daß die beschriebenen unerwünschten Folgeerscheinungen der tilgen schwingungen beim Schleifen vermieden werden.
Zur Losung dieser Aufgabe ist das erfmdungsge maße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß der durch cmc Bewegung djr gesamten Schleifscheibe quer /um Werkstück erzeugte pulsierende Schleif druck eine Pulsationsfrequenz im Nieder bis Mittel frequenzhcreich außerhalb der Frequenzbereiche von Eigenschwingungen von Feilen des Werkstucks und oder der Schleifscheibe bzw. der verwendeten Schleif maschine hai. daß c!i Pulsationsfrequenz iliibvi einer scils hoher ist als die Werkstuckdrehireqiicnz.ilie dem Drehen des Werkstücks entspricht, daß die Pulsa lionsfrcquen/ dab'.'i andererseits nur so hoch ist. daß die Schwingungsdämpfung durch die angekoppelten Massen klein und cmc große Amplitude der uherla gertcn Druckschwingung möglich ist, Und daß diese Amplitude größer eingestellt ist als die Eigcnschwiivgungsdruckamplitude der auf das Werkstück wirkenden Eigenschwingungen.
Die Erzeugung des pulsierenden Schleifdrucks durch eine Bewegung der gesamten Schleifscheibe bzw. der Schleifscheibe als ganzer hat den Vorteil, daß
cine konstruktiv nicht aufwendige, normale Schleifscheibe verwendet werden kann, im Gegensatz zu den Verfahren gemäH der USA-Patentschrift 2695 478 und der Dt-AS 1502379, bei denen mit Rücksicht auf eine Pulsationsfrequenz im Ultraschallbcreicli nur Spezialscheibcn mit eingesetzten magnetostriktiven Elementen verwendet werden können. Offensichtlich ist man bei diesen bekannten Verfahren von der Vorstellung ausgegangen, daß Ultraschallschsvingungen besonders günstig seien, und man mußte, damit die Massen den Schwingungen folgen konnten, diese Massen möglichst klein machen. Dies führte zu konstruktiv sehr aufwendigen Schleifscheiben, ohne daß die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe gelöst wurde.
Überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß mit dem vorstehend gekennzeichneten pulsierenden Schlcifdruck die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe vollständig gelöst wird. Bei der vorstehend beschriebenen Pulsationsfrcqucnz kommt es in erster Linie darauf an, daß die über die gleichbleibende Vorspannung überlagerte Druckschwingung des Schlcifdrucks eine große Amplitude hat, die größer ist als die Eigenschwingungsdruckamplitude der auf das Werkstuck wirkenden Eigenschwingungen. Dies ist mit Schwingungen im Ultraschallbcreicli nicht möglich. Dabei müssen jedoch Resonanzen mit den Eigenschwingungen vermieden werden. Außerdem muß die Pulsationsfrequenz beim erfindungsgemäßen Verfahren höher sein als die Werkstuckdrchfrcqucnz. Auf diese Weise ergibt sich über den Umfang des Werk Stuckes eine ausgeglichene Feinstruktur.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden die Eigenschwingungen nicht zum Verschwinden gebracht. Wie durch Versuche festgestellt wurde, wirken sie sich aber auf die Oberflächcnbcschaffenheit und den Rundheitsgrad des Werkstuckes und die Standzeit der Schleifscheiben nicht mehr nachteilig aus. Die Werkstuckdurchlaufgeschwindigkeit kann vergrößert werden, und eine Verfälschung einer Meßsteuerung durch die Eigenschwingungen ist nicht mehr gegeben.
Beim erfindungsgemaßen Verfahren schneidet sich die Scheibe beim Schleifen frei, obwohl die Amplitude der überlagerten Druckschwingung kleiner als die Vorspannung ist Es hat sich herausgestellt, daß die Menge der sich von der Schleifscheibe lösenden kleinsten Partikel abhängig ist von der Amplitude der überlagerten Druckschwingung. Ein wirksames Frcischnciden ermöglicht eine größere Werkstückdurchlaufgeschwindigkeit. Zur Erzielung einer großen Amplitude mit normalen Schleifscheiben ist die Wahl der erfindungsgemaßen Pulsationsfrequenz gemäß der weiter oben gegebenen Kennzeichnung von aus-' schlaggebender Bedeutung.
Keine der eingangs beschriebenen bekannten Maßnahmen ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zu vergleichen, wie dies an Hand der eingangs gegebenen Beschreibung der bekannten Maßnahmen ersichtlich ist.
Das DE-Gbm 6603477 offenbart zwar eine Vorrichtung, bei der die gesamte Schleifscheibe intermittierend vom Werkstück abgehoben wird. Es handelt sich dabei aber um eine Trennscheibe, und das Werkstück wird beim Bearbeitungsvorgang nicht unter Drehen um "!eine Längsachse vorbewegt. Somit hat auch die Frequenz des intermittierenden Abhebens keinen Bezug auf eine Werkstückdrehfrequenz- Ferner ist kein Bezug gegeben auf die Eigenschwingungen beim Trennen.
Auch die bekannte Maßnahme der Erzeugung von GcgcnschwitigungCn ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht zu vergleichen. Die Gegenschwin-Ί gungen müssen notwendigerweise die gleiche Frequenz wie die Eigenschwingungen haben. Die Schwingungen der Pulsatiorisfrcqucnz beim erfindungsgemäßen Verfahren liegen aber gerade außerhalb der Frequenzbereiche der Eigenschwingungen.
in Die Gegenschwingungen bei der bekannten Maßnahme sollen die gleiche Amplitude haben wie die Eigenschwingungen. Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist die Amplitude der Schwingungen der Pulsationsfrequenz größer eingestellt als die Eigcnschwin-
Ii gungsdruckamplitude. Bei der bekannten Maßnahme ist kein Bezug auf die Werkstückdrehfrequenz gegeben, und die bekannte Maßnahme gestattet auch nicht das Schleifen im Durchlauf.
Vorteilhafte Ausführungsarten und Wcilcrbildun-
2n gen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Ansprüchen 2 bis 13 beschrieben. In den Ansprüchen 14 bis 16 sind vorteilhafte Merkmale der erfindungsgemaßen Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemaßen Verfahrens beschrieben.
J-) Nachstehend wird zu den Merkmalen in den genannten Ansprüchen noch folgendes ausgeführt.
Zu der Ansprüchen 2 und 3: Durch Versuche ist festgestellt worden, daß es vorteilhaft ist, die Amplitude der überlagerten Druckschwingung nennenswert
in größer einzustellen als die Eigenschwingungsdruckamplitude.
Zu Anspruch 7; Gemäß diesem Merkmal ergibt sich über den Umfang des Werkstückes und über den Umfang der Schleifscheibe eine möglichst glcichmä-
j-, ßige Verteilung der Schlcifwirkung, was dazu beiträgt, unerwünschte Markierungen zu vermeiden.
Zu Anspruch 8: Gemäß diesem Merkmal ist der resultierende Schleifdruck im Maximum etwa doppelt So groß wie im Minimum.
in Zu Anspruch 9: Gemäß diesem Merkmal ist es erleichtert, die Frequenz der überlagerten Druckschwingung außerhalb der Frequenzbereiche der Eigenschwingungen einzustellen.
Zu Anspruch K): In Frage kommt in der Hauptsa-
i-, ehe nur eine Berücksichtigung von Oberschwingungen von nennenswerter Amplitude, soweit durch diese Störungen hervorgerufen werden können. Im übrigen sind die Eigenschwingungen im allgemeinen nicht sinusförmig, und es muß beim erfindungsgemäßen Verfahren gegebenenfalls auch auf deren Obcrsch"<ingungen geachtet werden.
Zu Anspruch 11: Durch diese Maßnahme kann gegebenenfalls eine weitere Vergleichsmäßigung der Schleifwirkung erreicht werden.
Zu Anspruch 12: Gemäß diesem Merkmal kann man die Frequenz außerhalb der Frequenzbereiche der Eigenschwingungen einstellen. Man kann ferner die Vorspannung entsprechend dem Material des Werkstücks und der gewünschten Abnahme und dem
m Material der Schleifscheibe einstellen, wobei auch die Durchlaufgeschwindigkeit berücksichtigt werden kann. Die Amplitude der überlagerten Druckschwingung wird dann vorteilhaft, ebenfalls je nach den speziellen Verhältnissen, so eingestellt, daß sie größer ist
e- aW die Eigenschwingungsdruckamplitude, aber kleiner als die Vorspannung.
Zu Anspruch 13: Gemäß dieser Maßnahme können grundsätzlich zwei Schleifscheiben Verwendung fin-
den oder aber eine Schleifscheibe und eine sogenannte Regelscheibe. In beiden Fällen kann der Druck der zweiten Scheibe als Gegendruck ausgeübt werden« oder aber es wird auch der zweiten Scheibe gesondert eine Druckschwingung erteilt. Dabei kann auch die Verfahrensart gemäß Anspruch 11 in Frage kommen.
Im Anspruch 14: Die Vorrichtung kann ergänzt sein durch eine längsgerichtete Führungsleiste zum geführten Halten der Werkstücke. Eine an sich bekannte Dreipunktanordnung trägt dabßi von selbst zur Verbesserung des Rundheitsgrades bei. Das Arbeiten mit einem Hydraulikzylinder hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt. Grundsätzlich kommt aber auch eine elektromagnetische Schwingungserzeugung oder auch die Kombination einer elektromagnetischen Schwingungserzeugung mit einem Hydraulikzylinder in Frage.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Beispielen weiter erläutert. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf die Zeichnung bzw. die Beispiele. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 schematisch im Querschnitt eine Ausführungsart der erfindungsgemäßen Schleifvorrichtung,
Fig. 2 ein Diagramm vom zeitlichen Verlauf der Vorspannung, der Druckschwingung und der Eigenichwingung und
Fig. 3 schematisch im Querschnitt einen Teil von einer etwas anderen Ausführungsart der erfindungsgemäßen Schleifvorrichtung.
Das Folgende bezieht sich zunächst auf eine an sich bekannte Art einer Schleifvorrichtung. Die Schleifscheiben 1 und 2 sind in den Lagerpunkten 3 und 4 an Schwingen 5 und 6 gelagert. Die Schwingen sind ihrerseits gelagert in den Punkten 7 und 8. In den Punkten 14 und 15 ist an die Schwingen 5 und 6 angelenkt der Hydraulikzylinder 16 mit Kolben 17.
Das Werkstück 13 ist geführt durch die Führungsleisten 11 und 12. Es wird beispielsweise durch eine vor- oder nachgeschaltete Poliermaschine in Drehung Versetzt und vorbewegt.
Die Zustellung der Schleifscheiben 1 und 2 erfolgt mit den Zustellmitteln (Spindeln) 9 und 10.
Der Schleifdruck wirkt quer zum Werkstück 13.
Das Folgende bezieht sich auf die Erfindung. An den Hydraulikzylinder 16 ist über eine Hydraulikleittiing 18 der Druckschwingungserzeuger 32 angeschlossen. Dieser besteht aus dem Drehkolbenventil 19, der Pumpe 20 und dem Druckflüssigkeitsbehälter 11.
Der auf das Werkstück 13 ausgeübte Schleifdruck Kt in Fig. 2 dargestellt. Die Zeitachse ist mit 23 und die Druckachse mit 22 bezeichnet. Der mittlere Schleifdruck bzw. die Vorspannung wird dargestellt durch die Linie 24. Die überlagerte Druckschwingung ist mit 25 bezeichnet. 26 sei beispielsweise der von den Eigenschwingungen auf das Werkstück ausgeübte Druck. Die Drücke gemäß den Kurven 24, 25 und 26 sind überlagert zu denken. Ist nun die Amplitude von 26 im Verhältnis klein, beispielsweise etwa lOmal so klein Wie die Amplitude von 25, so haben die Eigenschwingungen gemäß der Kurve 26 keinen erkennbaren Einfluß. Die Frequenz von 25 muß genügend abweichen von der Frequenz von 26. Die Amplitude von 25 ist zweckmäßig etwa ein Drittel der Höhe von 24.
Die Ausführungsart gemäß Fig. 3 arbeitet mit nur einer Schleifscheibe 27 und mit einer Regelscheibe
ίο 29. Das Werkstück 13 ist geführt durch die Führungsleiste 30. Die Regelscheibe 29 setzt das Werkstück 13 in Umdrehung und bewegt es vor. Die Zustellung erfolgt durch die Spindel 31. Erfindungsgemäß wird beispielsweise auf die Lagerung der Schleifscheibe 27 außer der Vorspannung 24 (siehe Fig. 2) die Druckschwingung 25 gegeben. Die Mittel hierzu sind entsprechend den Mitteln gemäß Fig. 1.
Nhhl iH i VKKjil b
Der Versuch wurde durchgeführt mit der erfindungsgemäßen Schleifvorrichting gemäß Fig. 1.
Das Werkstückmaterial war eine Stange von 15 mm Durchmesser aus V2A Supra (Stahlschlüssel Nr. 1.4301).
Die Durchlaufgeschwindigkeit betrug 11 m/min.
Die Drehzahl der Stange betrug 1616 U/min.
Die beiden Schleifscheiben hatten die Drehzahlen 2350 und 2285 U/min.
Die Abnahme in einem Durchlauf betrug 0,07 mm vom Durchmesser der Stange.
Der mittlere Druck in der Leitung 18 und im Zylinder 16 betrug 30 atü.
Die Schwingungsamplitude der Punkte 14 und 15 gegeneinander betrug +0,01mm, das heißt, daß der größte Abstand der Punkte 14 und 15 voneinander sich vom kleinsten Abstand dieser Punkte um 0,02 mm Unterschied. Die Schwingungsamplitude der Scheiben 1 und 2 gegeneinander betrug damit ± 0,005 mm. Die Schwingungsamplitude pro Scheibe betrug entsprechend ± 0,0025 mm. Jede Scheibe machte also insgesamt eine Hin- und Herbewegung von 0,005 mm zwischen dem äußersten Maximum und dem äußersten Minimum der Andrückung an das Werkstück 13.
Die Frequenz betrug 285 Hz.
Mit diesem Schleifen wurde erzielt nach der ISA-Toleranz h6 ein Durchmesserunterschied zwischen 0 und 0,011 mm (im Durchschnitt etwa 6 μπι) über die gesamte Länge von 3 m. Die Unrundheit betrug maximal 0,5 μπι.
Dieselben Werte wurden beim Schleifen weiterer Stangen (Gesamtgewicht ca. 450 kg) erzielt, wobei lediglich entsprechend der Abnutzung der Schleifscheiben eine an sich bekannte automatische Nachstellung erfolgte.
Ohne die erfindungsgemäßen Maßnahmen konnten, wie die Versuche gezeigt haben, ähnliche Toleranzwerte nur bei höchstens der halben Durchlaufgeschwindigkeit (also ca. 5 m/min) erreicht werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 641/405

Claims (16)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Schleifen von langgestreckten, zylindrischen Werkstücken im Durchlauf, bei dem die Werkstücke unter Drehen um ihre Längsachse vorbewegt werden und von einer rotierenden Schleifscheibe ein pulsierender Schleifdruck quer zum Werkstück ausgeübt wird, der durch eine gleichbleibende Vorspannung mit überlagerter Druckschwingung gegeben ist, deren Amplitude kleiner als die Vorspannung ist, dadurch gekennzeichnet, daß der durch eine Bewegung der gesamten Schleifscheibe quer zum Werkstück erzeugte pulsierende Schleifdruck eine Pulsationsfrequenz im Nieder- bis Mittelfrequenzbereich außerhalb der Frequenzbereiche von Eigenschwingungen von Teilen des Werkstücks und/ oder der Schleifscheibe bzw. der verwendeten Schleifmaschine hat, daß die Puläationsfrequenz dabei einerseits höher ist als die Werkstückdrehfrequenz, die dem Drehen des Werkstücks entspricht, daß die Pulsationsfrequenz dabei andererseits nur so hoch ist, daß die Schwingungsdämpfung durch die angekoppelten Massen klein und eine große Amplitude der überlagerten Druckschwingung möglich ist, und dai' diese Amplitude größer eingestellt ist ils die Eigenschwingungsdruckamplitude der auf das Werkstück wirkenden Eigenschwingungen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ι 'S die Amplitude der überlagerten Druckschwingung etwa 2- bis I5mal so groll ist wie die Eigenschwingungsdruckamplitude.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude uer überlagerten Druckschwingung etwa lOmal so groß ist wie die Eigenschwingungsdruckamplitude.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulsationsfrequenz zwisehen etwa 100 und 500 Hz liegt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Pulsationsfrequenz zwischen 200 und 400 Hz liegt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, da durch gekennzeichnet, daß die Pulsationsfrequenz etwa 300 Hz betragt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulsationsfrequenz in bezug auf die Werkstückdrehfrequenz, die dem Drehen des Werkstucks entspricht, und in bezug auf die Drehfrequenz der verwendeten Schleifscheibe, die deren Drehzahl entspricht, abweichend von einem ganzzahligen oder reziproken ganzzahligen Verhältnis gewählt ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude tier überlagerten Druckschwingung etwa ein Drittel der Vorspan nung beträgt
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge· kennzeichnet, daß die überlagerte Druckschwingung etwa sinusförmig ist.
10, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei nichtsinusförmiger überlagerter Drückschwirtgung auch die Obcrschwingüngen außerhalb der Frequenzbereiche der Eigenschwingungen liegen.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge
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kennzeichnet, daß mit mindestens zwei überlagerten Druckschwingungen verschiedener Frequenz gleichzeitig gearbeitet wird.
12. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 4, 5, 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung und die Amplitude und Frequenz der Druckschwingung unabhängig voneinander einstellbar sind.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausübung des pulsierenden Schleifdruckes an zwei annähernd radial gegenüberliegenden Stellen des Werkstückquerschnitts erfolgt.
14. Vorrichtung zum Schleifen von langgestreckten, zylindrischen Werkstücken, mit einem Antrieb, um die Werkstücke beim Schleifen unter Drehen um ihre Längsachse vorzubewegen, und mit mindestens einer quer zum Werkstück mit pulsierendem Schleifdruck arbeitenden Schleifscheibe sowie mit mechanischen Halterungen und Zustellmitteln für die Schleifscheibe, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch eine an die Halterungen angelenkte Hydraulikzylinder-Kolbenanordnung (16, 17) und durch einen an den Hydraulikzylinder (16) angeschlossenen (18) Druckschwingungserzeuger (32) zu- Erzeugung von Druckpulsationen im Zylinder (16).
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckschwingungserzeuger (32) ein Drehkolbenventil (19) eine diesem vorgeschaltete Pumpe (20) und einen Druckfliissigkeitsbehälter (21) aufweist.
16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Druck (24), der die Vorspannung ergibt, im Hy draulikzy'inder (16), die Drehzahl im Drehkol benventil (19) und die Druckschwingungsamplitude (25) im Hydraulikzylinder (16) einstellbar sind.
DE2537151A 1975-08-21 1975-08-21 Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von langgestreckten, zylindrischen Werkstücken im Durchlauf Expired DE2537151C3 (de)

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