DE820602C - Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnschwellen aus Stahlbeton - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnschwellen aus StahlbetonInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnschwellen aus Stahlbeton Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnschwellen aus Beton mit stabförmigen Einlagen aus Stahl, die längs beweglich in den Beton eingebettet, nach dessen Erhärten angespannt, wobei ihre Enden gegen den Betonkörper verankert werden und in diesem Zustand die eingetragenen Vorspannkräfte auf den Beton übertragen.
- Bei einem älteren Vorschlag sind die Stahlstäbe an den Enden mit angerollten Gewinden versehen. Auf diese Gewinde werden zum Zweck der Verankerung Muttern aufgeschraubt, die über Druckverteilungsplatten die eingetragenen Vorspannkräfte auf den Boden von Aussparungen übertragen, die in den stirnseitigen Enden der Stahlbetonschwellen vorgesehen sind. Zur Herstellung dieser Aussparungen dienen sich nach innen verjüngende Einsatzkörper, die in den Einformungskasten für den Schwellenkörper von dessen Stirnseiten aus eingesetzt sind. Die Einsatzkörper dienen dabei gleichzeitig zum Halten der Stahlstäbe beim Einformen und Verdichten des Betons und werden zu diesem Zweck beim Einfügen in die Form auf die an den Enden der Stahlstäbe vorgesehenen Gewinde aufgeschraubt. Nach dem Verdichten des Betons werden die Einsatzkörper durch Herausschrauben abgezogen, wobei sie Aussparungen in dem Betonkörper hinterlassen, in welche die mit Gewinde versehenen Stabenden hineinragen, auf welche nach dem Erhärten und Entschalen des Betonkörpers je eine Druckverteilungsplatte und Haltemutter zur Verankerung der Stäbe und zum Übertragen der Vorspannkräfte aufgebracht werden.
- Bei der Herstellung von Stahlbetonschwellen auf diese Art und Weise entstehen nicht immer glatte Abschlußflächen im Bereich der Aussparungen, da die Druckverteilungsplatten mitunter ungleichmäßig am Boden der Aussparungen anliegen und keine genau zentrische Lage zum Stab haben. Weiterhin ist das Aufsetzen der Platten und Schrauben auf die Stäbe innerhalb der engen Aussparungen etwas umständlich, insbesondere wenn die Stabgewinde sich während des Abbindevorganges zusetzen.
- Die Erfindung verbessert die Herstellung von Stahlbetonschwellen der eingangs genannten Art vor allem dadurch, daß auf das eine oder auf beide mit Gewinde versehene Enden der Stahlstäbe vor dem Einlegen derselben in die Form eine dünne Haltescheibe aufgeschraubt, dann die mit Spiel gegenüber dem Gewinde versehene Druckverteilungsplatte aufgesetzt und in zentrischer Lage durch eine aufgeschraubte Gegenmutter gegen die Haltescheibe gedrückt wird, hierauf in der Form auf die über die Muttern vorstehenden Gewindeenden der so ausgerüsteten Stahlstäbe mii einem in Einschraubrichtung vorstehenden Kragen versehene Einsatzstücke aufgeschraubt werden, bis deren Kragen an der Druckverteilungsplatte anliegt und die Mutter sowie das Gewinde gegen die einzufüllende Betonmasse abdichtet.
- Um die Längsbeweglichkeit der Druckverteilungsplatte gegen die Stabmitte zu beim Anspannen der Stäbe wiederherzustellen, wird ferner erfindungsgemäß die Haltescheibe derart dünn ausgeführt oder mit nur wenigen Gewindegängen versehen und auf die letzten Gewindegänge des Stabes aufgeschraubt, daß die Gewindegänge beim Anspannen des Stabes abgeschert und dadurch der Stab in der Haltescheibe längs verschiebbar wird.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung bestehen ferner die Einsatzstücke zur Herstellung der Aussparungen und zum Halten der Stäbe beim Einformen und Verdichten des Betons aus einem zylinderförmigen Bauteil von zweckmäßig gegenüber der Druckverteilungsplatte kleinerem Durchmesser, der an seinem dem Forminneren zugekehrten Ende mit Abstand von diesem mit einer mit einer Gewindebohrung versehenen Querwand zum Einschrauben des über die Haltemutter vorstehenden Stabendes versehen und vorzugsweise an seinem äußeren Ende zusätzlich zur Führung und Lagerung in der eigentlichen Formwand in einer diese umschließenden zweiten Wand des Formkastens gelagert wird.
- Außerdem ist erfindungsgemäß in der das Stabende aufnehmenden Querwand des Einsatzkörpers eine von innen nach außen führende Bohrung zur Vermeidung eines Luftüberdruckes in der zur Aufnahme der Haltemutter dienenden Kammer vorgesehen.
- Schließlich kann an dem einen Stabende unter Wegfall der Haltescheibe und Haltemutter die Druckverteilungsplatte selbst auf das Stabgewinde aufgeschraubt sein, wobei dann der Einsatzkörper einen lediglich mit einer Gewindebohrung versehenen Fortsatz von gegenüber der Druckverteilungsplatte kleinerem Durchmesser zum Aufschrauben auf das Stabende bis zur Anlage an die Druckverteilungsplatte aufweist.
- Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des in der Zeichnung in einem Teilschnitt dargestellten Ausführungsbeispiels des Erfindungsgegenstandes.
- Mit i ist die die Form der herzustellenden Eisenbahnschwelle aus Beton bestimmende Wand des Formkastens bezeichnet, die von stärkeren Außenwänden 2 umschlossen wird. 3 bezeichnet eine in die Form eingesetzte stabförmige Stahleinlage, die an ihren beiden Enden jeweils mit einem vorzugsweise angerollten Gewinde 4 und über die ganze Länge ihres glatten Teiles mit einem Bitumenüberzug zur Vermeidung der Haftung am Beton versehen ist.
- Vor dem Einbringen der Stäbe 3 in die Form wird an jedem Stabende eine dünne Haltescheibe 5 bis zu den letzten Gängen des Gewindes 4. aufgeschraubt, dann die Druckverteilungsplatte 6 mit ihrer gegenüber dem Gewinde 4 größeren Bohrung bis zur Anlage an die Haltescheibe 5 aufgeschoben und anschließend durch Aufschrauben der Haltemutter 7 gegen die Scheibe 5 gedrückt. Das Gewinde 4 ist so lang, daß über die 1-Ialtemutter 7 noch ein Teil desselben vorsteht. Auf diesen Teil wird in der Form 1, 2 je ein durch Öffnungen in den Formstirnwänden eingeschobener Einsatzkörper 8 mit seiner in einer Querwand 9 vorgesehenen Gewindebohrung so lange aufgeschraubt, bis der nach innen zu verkragende Teil 10 an der Druckverteilungsplatte 6 anliegt und die von dieser sowie dem Kragen io und der Querwand 9 umgrenzte, die Haltemutter 7 aufnehmende Kammer 12 gegen das Eindringen des in die Form einzufüllenden Betons abgedichtet ist. Der Einsatzkörper 8 wird dabei durch einen mit einer Schulter versehenen Flansch ii in der Außenwand 2 geführt und gelagert. Die Querwand 9 ist zur Vermeidung eines Luftüberdruckes in der Kammer 12 mit einer Bohrung 13 versehen.
- Nach dem Verdichten des Betons werden die Einsatzkörper 8 aus den Gewindeenden der Einlagen 3 herausgeschraubt und aus der Form entfernt. Dabei hinterlassen sie im Betonkörper Aussparungen. Nach dem Abbinden und Entschalen werden die infolge ihres Bitumenüberzuges längs beweglichen Stäbe 3 angespannt. Dabei werden die Gewindegänge derHaltescheibe5 abgeschert. Durch Anziehen der einen Haltemutter 7 nach dem Anspannen werden die Stäbe 3 so verankert, daß sie die eingetragenen Vorspannkräfte auf den Betonkörper übertragen. Nach einem gegebenenfalls erfolgten Nachspannen der Stäbe 3 werden die Aussparungen im Betonkörper durch Betonpfropfen ausgefüllt.
- Da das Werkzeug zum Anspannen der Stäbe 3, z. B. eine hydraulische Presse, in der Regel nur am einen Ende der Stäbe 3 angreift, kann auf einer Seite unter Wegfall der Haltescheibe 5 und der Haltemutter 7 die Druckverteilungsplatte 6 auf das Gewinde ,4 aufgeschraubt werden, wobei dann der Einsatzkörper 8 einen lediglich mit einer Gewinde-@ohrung versehenen Fortsatz von gegenüber der Druckverteilungsplatte 6 kleinerem Durchmesser zum Aufschrauben auf das Stabende bis zur Anlage an die Druckverteilungsplatte 6 aufweist.
- Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Einzelheiten beschränkt, vielmehr sind in ihrem Rahmen Abweichungen verschiedener Art möglich.
Claims (5)
- PATE \TANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Eisenbahnschwellen aus Beton mit stabförmigen Einlagen aus Stahl, die längs beweglich in den Beton eingebettet, nach dem Erhärten angespannt und mit ihren Enden gegen den Betonkörper verankert werden, dadurch gekennzeichnet, daß auf das eine oder auf beide mit Gewinde versehene Enden der Stahlstäbe (3) vor dem Einlegen in die Form (i, 2) eine Haltescheibe (5) aufgeschraubt, dann die mit Spiel gegenüber dem Gewinde (4) versehene Druckverteilungsplatte (6) aufgesetzt und in zentrischer Lage durch eine aufgeschraubte Haltemutter (7) gegen die Haltescheibe (5) gedrückt wird, hierauf in der Form (1, 2) auf die über die Muttern (7) vorstehenden Gewindeenden der so ausgerüsteten Stahlstäbe (3) mit einem in Einschraubrichtung vorstehenden Kragen (io) versehene Einsatzstücke (8) aufgeschraubt werden, bis deren Kragen (io) je an der Druckverteilungsplatte (6) anliegen und die Mutter (7) sowie das Gewinde gegen die einzufüllende Betonmasse abdichten.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltescheibe (5) derart dünn ausgeführt oder mit nur wenigen Gewindegängen versehen und auf die letzten Gewindegänge des Stabes (3) aufgeschraubt wird, daß die Gewindegänge beim Anspannen des Stabes (3) abgeschert werden und sich dadurch der Stab in der Haltescheibe (5) in der Längsrichtung verschieben kann.
- 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Einsatzstück (8) zur Bildung der Aussparungen und zum Halten der Stäbe (3) beim Einformen und Verdichten des Betons aus einem zylinderförmigen Bauteil von zweckmäßig gegenüber der Druckverteilungsplatte (6) kleinerem Durchmesser besteht, das an seinem dem Forminneren zugekehrten Ende mit Abstand von diesem mit einer mit einer Gewindebohrung versehenen Querwand (9) zum Einschrauben des über die Haltemutter (7) vorstehenden Stabendes versehen. und vorzugsweise an seinem äußeren Ende zusätzlich zur Lagerung in der eigentlichen Formwand (i) in einer diese umschließenden zweiten Wand (2) des Formkastens gelagert ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der das Stabende aufnehmenden Querwand (9) des Einsatzkörpers (8) eine von der zur Aufnahme der Haltemutter (7) bestimmten Kammer (12) nach außen führende Bohrung (13) angeordnet ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem einen Stabende, qnter Wegfall der Haltescheibe (5) sowie der Haltemutter (7) und bei Verwendung einer auf das Stabgewinde aufschraubbaren Druckverteilungsplatte (6), der Einsatzkörper (8) einen lediglich mit einer Gewindebohrung versehenen Fortsatz von gegenüber der Druckverteilungsplatte (6) kleinerem Durchmesser zum Aufschrauben auf das Stabende bis zur Anlage an die Druckverteilungsplatte (6) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP55029A DE820602C (de) | 1949-09-16 | 1949-09-16 | Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnschwellen aus Stahlbeton |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP55029A DE820602C (de) | 1949-09-16 | 1949-09-16 | Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnschwellen aus Stahlbeton |
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|---|---|
| DE820602C true DE820602C (de) | 1951-11-12 |
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ID=7387492
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP55029A Expired DE820602C (de) | 1949-09-16 | 1949-09-16 | Verfahren zur Herstellung von Eisenbahnschwellen aus Stahlbeton |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE820602C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1026509B (de) * | 1952-06-16 | 1958-03-20 | Duesseldorfer Eisenhuettengese | Vorrichtung zum Verankern von Spannstaeben mit Endgewinde, insbesondere fuer Spannbeton-Eisenbahnschwellen |
| DE4138954A1 (de) * | 1991-11-27 | 1993-06-03 | Wayss & Freytag Ag | Spannbolzen fuer die herstellung vorgespannter beton-fertigteile mit vorspannung mit sofortigem verbund in umlaufenden schalungen |
-
1949
- 1949-09-16 DE DEP55029A patent/DE820602C/de not_active Expired
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1026509B (de) * | 1952-06-16 | 1958-03-20 | Duesseldorfer Eisenhuettengese | Vorrichtung zum Verankern von Spannstaeben mit Endgewinde, insbesondere fuer Spannbeton-Eisenbahnschwellen |
| DE4138954A1 (de) * | 1991-11-27 | 1993-06-03 | Wayss & Freytag Ag | Spannbolzen fuer die herstellung vorgespannter beton-fertigteile mit vorspannung mit sofortigem verbund in umlaufenden schalungen |
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