DE8135C - Verfahren zum Konserviren von Brot - Google Patents
Verfahren zum Konserviren von BrotInfo
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Description
1879.
i Klasse 53.
CARL FUNK in HELMSTEDT (Braunschweig). Verfahren zum Conserviren von Brot.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. März 1879 ab.
Jedes Brot, welches aufbewahrt wird, nimmt aus der Luft Organismen auf, hauptsächlich in
Form von Pilzsporen, die je nach den Bedingungen, unter welchen dasselbe aufbewahrt wird,
mehr oder weniger zur Entwicklung gelangen. Ein einzelnes Brot, an einem luftigen Ort aufbewahrt,
hält sich bei günstiger Witterung oft monatelang gesund, ohne dafs die Pilzsporen
wegen zu grofser Trockenheit der Brotrinde zur Entwicklung kommen. Das Brot trocknet
aus, wird hart, schwer geniefsbar und dem Schiffszwieback ähnlich. Lagern mehrere Brote
unter den angeführten Verhältnissen zusammen, so findet an den Berührungspunkten, woselbst
die Rinde der Brote weniger ausgetrocknet ist, Schimmelbildung statt, die oft die ganzen Brote
bei äufserlich gesundem Ansehen vollständig durchsetzt.
Ganze Wagenladungnn von Brot erhitzen sich hierbei derart, dafs die Brote einer fauligen
Masse gleichen, wie in den Feldzügen oft vorgekommen ist, so dafs aus Sanitätsrücksichten
solche Ladungen vergraben werden müssen.
Diese Umstände erschweren die Verpflegung des Heeres in Kriegszeiten aufserordentlich und
tragen wesentlich zur Untergrabung des Gesundheitszustandes der Mannschaften bei.
Um eine möglichst lange Conservirung des Brotes zu erzielen, liefs man die Brote nach ■
dem Backen gut auskühlen und abtrocknen, ehe man zur Verpackung schritt, da man die
Beobachtung gemacht hatte, dafs frisch verpackte Brote leichter schimmelten. Ich verpacke
die Brote dagegen so heifs, wie sie aus dem Backofen kommen, da in diesem Zustande
die Brote frei von keimfähigen Pilzsporen sind, und die in der kurzen Zeit des Verpackens
etwa darauf fallenden Sporen durch die Hitze getö'dtet werden. Die Mittel, welche ich beim
Verpacken zur ferneren Abhaltung der Sporen anwende, sind verschiedene und theile ich dieselben
in drei Gruppen ein:
1. Metallische Umhüllung: Zinn- oder Bleifolie.
2. Mineralische Pulver: Asche, Sand, Salz, Gyps, Cement.
3. Organische Substanzen:
a) feste Stoffe: Kohle, Mehl, Kleie, Stärke, Zucker, Fette etc.;
b) schwer bewegliche Lösungen: Melasse, . Syrup, Honig.
Was nun die Anwendung der Zinn- oder Bleifolie betrifft, so wird das Brot sofort wie
es aus dem Ofen kommt, in eine Zinnfolie eingeschlagen und aufserdem .zu besserem Schutz
in Papier gewickelt. Wird Bleifolie angewendet, so ist wegen der giftigen Eigenschaften des
Bleis ein · innerer Umschlag von Papier nothwendig.
Bei Verpackung in Asche, Sand, Salz, Gyps und Cement ist es nothwendig, dafs alle diese
Substanzen vor ihrer Anwendung erhitzt werden, um die Pilzsporen, welche diese Substanzen
fortgesetzt aus der Luft aufnehmen und aufgenommen haben, zu zerstören. Die Brote
werden alsdann heifs in Kisten mit den heifsen Mitteln verpackt. Bei der Anwendung von
Gyps oder Cement können die Brote in den mit . Wasser angerührten Gyps oder Cement
gelegt werden.
Was die dritte Methode der Verpackung in organische Substanzen betrifft, so dürfte dieselbe
wohl selten in Anwendung kommen, indessen doch der Erwähnung werth sein. Mehl, Kleie, Stärke, Zucker werden wie oben vorbereitet
und angewendet.
Kommt Fett zur Anwendung, so werden die Brote einige Zeit in heifses Fett eingetaucht.
Melasse und Syrup wird in heifsem Zustande über die in Fässern verpackten Brote gegossen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=285726
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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|---|---|
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