DE817611C - Rad- bzw. Radsatz-Schmierung fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents
Rad- bzw. Radsatz-Schmierung fuer SchienenfahrzeugeInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
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- B61K3/00—Wetting or lubricating rails or wheel flanges
- B61K3/02—Apparatus therefor combined with vehicles
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Rad bzw. Radsätze für Schienenfahrzeuge und hat den Zweck, die Abnutzung der Radreifen am Spurkranz zu verringern. Diese Abnutzung ist in den Krümmungen besonders hoch, weil nicht nur die Radsätze, sondern auch die an ihnen hängenden Elektromotoren aus der geraden Richtung heraus abgelenkt werden müssen. Dabei werden die Weichen und Krümmungsschienen ebenfalls übermäßig abgenutzt. Bereits an der dabei auftretenden Geräuschbildung ist zu erkennen, daß hier starke Reibungen auftreten, die die Abnutzung herbeiführen und unter Umständen zum Aufsteigen des Spurkranzes und damit zu Entgleisungen Anlaß geben können. Da der Radreifenspurkranz und die Schiene nicht völlig glatt sind, greifen die kleinen Unebenheiten ineinander, um beim Weiterrollen abzugleiten und in Schwingungen zu geraten. Selbst bei bester Bearbeitung sind die Oberflächen von Schiene und Spurkranz nie ganz eben; sie stellen an ihrer Oberfläche immer ein Gemenge von Kristallen verschiedener Härte dar, so daß die beiden Teile nie mit der gesamten Berührungsfläche aufeinandergleiten. Bei gegenseitiger Verschiebung werden Teilchen abgerissen, was den Verschleiß bewirkt, und dieser hängt von der Größe der Anziehungskraft ab, welche die Moleküle des einen Metalls auf die Moleküle des anderen ausüben. Dadurch, daß man bei den Schienen den Kopf härtet und Radreifen höherer Festigkeit verwendet, hat man wohl den Verschleiß der aufeinandergleitenden Teile etwas mindern können, das Problem konnte dadurch aber nicht endgültig gelöst werden, zumal auch der Reibungswiderstand in den Krümmungen noch vermindert werden muß, um gleichzeitig Antriebskraft einzusparen. Von dieser Erkenntnis ausgehend, hat man bereits die Krümmungsschienen bei Straßenbahnen mit Graphitlösung bestrichen, was natürlich nur von kurzer Wirkungsdauer ist. Weiter kennt man Spurkranznässer an den führenden Achsen von Dampflokomotiven sowie ortsfeste Ölbürsten zum Ölen der Spurkränze und das Anblasen des Spurkranzes mit Fett. Alle diese Maßnahmen erwiesen sich als wenig dauerhaft und zuverlässig. Auch kann dabei leicht Schmierstoff auf die Schienen gelangen und dadurch die Reibungszugkraft beeinträchtigt werden.
- Mit den Mitteln der Erfindung wird die notwendige Schmierung bzw. das Gleitmittel in die Radreifen selbst gelegt. Erfindungsgemäß werden in den Spurkranz Pfropfen o. dgl. aus Graphit oder aus selbstschmierenden Metallen (Sintermetall o. dgl.) eingepreßt, die die Unebenheiten der Berührungsflächen als Zwischenstoff ausgleichen. Dabei werden die Hohlräume im Spurkranz zweckmäßig gegeneinander versetzt angeordnet. Auf diese Weise gelingt es, den Verschleiß herabzusetzen, die Betriebssicherheit zu erhöhen und die Lebensdauer der Radreifen und Schienen zu verlängern.
- In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in zwei Abbildungen dargestellt.
- Abb. i zeigt einen Radreifenausschnitt in Ansicht; Abb. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A-A in Abb. i.
- Wie aus den Abbildungen ersichtlich, befinden sich in dem Spurkranz i des Rades Löcher 2, in die Pfropfen 3 aus Graphit oder anderem selbstschmierendem Material eingepreßt werden. Es liegt dabei im Ermessen des Konstrukteurs, die Anzahl der Pfropfen auf dem Umfang des Spurkranzes je nach der Stärke des bisherigen Verschleißes auf bestimmten Strecken zu bestimmen. Bei bisher großem Verschleiß wird man auch die Pfropfen in geringerem Abstand voneinander anordnen, um die Gleitmittelwirkung zu verstärken.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Rad- bzw. Radsatz-Schmierung für Schienenfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurkränze (i) der Räder bzw. Radsätze mit Hohlräumen (2) versehen sind, in welche eine das Gleiten begünstigende Masse (Graphit, selbstschmierende Metalle o. dgl.) eingepreßt ist.
- 2. Rad- bzw. Radsatz-Schmierung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (2) gegeneinander versetzt angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH3867A DE817611C (de) | 1950-06-21 | 1950-06-21 | Rad- bzw. Radsatz-Schmierung fuer Schienenfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH3867A DE817611C (de) | 1950-06-21 | 1950-06-21 | Rad- bzw. Radsatz-Schmierung fuer Schienenfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE817611C true DE817611C (de) | 1951-10-18 |
Family
ID=7143778
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH3867A Expired DE817611C (de) | 1950-06-21 | 1950-06-21 | Rad- bzw. Radsatz-Schmierung fuer Schienenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE817611C (de) |
-
1950
- 1950-06-21 DE DEH3867A patent/DE817611C/de not_active Expired
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