Die Erfindung bezieht sich auf ein Rad bzw. Radsätze für Schienenfahrzeuge
und hat den Zweck, die Abnutzung der Radreifen am Spurkranz zu verringern. Diese
Abnutzung ist in den Krümmungen besonders hoch, weil nicht nur die Radsätze, sondern
auch die an ihnen hängenden Elektromotoren aus der geraden Richtung heraus abgelenkt
werden müssen. Dabei werden die Weichen und Krümmungsschienen ebenfalls übermäßig
abgenutzt. Bereits an der dabei auftretenden Geräuschbildung ist zu erkennen, daß
hier starke Reibungen auftreten, die die Abnutzung herbeiführen und unter Umständen
zum Aufsteigen des Spurkranzes und damit zu Entgleisungen Anlaß geben können. Da
der Radreifenspurkranz und die Schiene nicht völlig glatt sind, greifen die kleinen
Unebenheiten ineinander, um beim Weiterrollen abzugleiten und in Schwingungen zu
geraten. Selbst bei bester Bearbeitung sind die Oberflächen von Schiene und Spurkranz
nie ganz eben; sie stellen an ihrer Oberfläche immer ein Gemenge von Kristallen
verschiedener Härte dar, so daß die beiden Teile nie mit der gesamten Berührungsfläche
aufeinandergleiten. Bei gegenseitiger Verschiebung werden Teilchen abgerissen, was
den Verschleiß bewirkt, und dieser hängt von der Größe der Anziehungskraft ab, welche
die Moleküle des einen Metalls auf die Moleküle des anderen ausüben. Dadurch, daß
man bei den Schienen den Kopf härtet und Radreifen höherer Festigkeit verwendet,
hat man wohl den Verschleiß der aufeinandergleitenden Teile etwas mindern können,
das Problem konnte dadurch aber nicht endgültig gelöst werden, zumal auch der Reibungswiderstand
in den Krümmungen noch vermindert werden muß, um gleichzeitig Antriebskraft einzusparen.
Von dieser Erkenntnis ausgehend, hat man bereits die Krümmungsschienen bei Straßenbahnen
mit Graphitlösung bestrichen, was natürlich nur von kurzer Wirkungsdauer ist. Weiter
kennt man Spurkranznässer an den führenden Achsen von Dampflokomotiven sowie ortsfeste
Ölbürsten zum Ölen der Spurkränze und das Anblasen des Spurkranzes mit Fett. Alle
diese Maßnahmen erwiesen sich als wenig dauerhaft und zuverlässig. Auch kann dabei
leicht Schmierstoff auf die Schienen gelangen und dadurch die Reibungszugkraft beeinträchtigt
werden.The invention relates to a wheel or wheel sets for rail vehicles
and has the purpose of reducing the wear and tear on the wheel flange. These
Wear is particularly high in the bends because not only the wheelsets, but
the electric motors attached to them are also deflected from the straight direction
Need to become. The switches and bend rails also become excessive
worn. It can already be seen from the noise that occurs during this process that
Strong friction occurs here, which leads to wear and tear and under certain circumstances
can give rise to the wheel flange and thus to derailments. There
the wheel tire flanged and the rail are not completely smooth, the small ones grip
Unevenness in one another, to slide off when rolling and to vibrate
devices. Even with the best machining, the surfaces of the rail and wheel flange are
never quite even; they always put a mixture of crystals on their surface
different hardness, so that the two parts never with the entire contact surface
slide on each other. With mutual displacement, particles are torn off, what
causes wear, and this depends on the magnitude of the attractive force which
the molecules of one metal exert on the molecules of the other. As a result of that
the head of the rails is hardened and wheel tires of higher strength are used,
one has probably been able to reduce the wear and tear of the parts sliding on each other,
The problem could not be finally solved, especially as the frictional resistance
must still be reduced in the curvatures in order to save driving force at the same time.
On the basis of this knowledge, one already has the curved rails on trams
smeared with graphite solution, which is of course only of short duration. Further
One knows wheel flange wetting on the leading axles of steam locomotives as well as stationary ones
Oil brushes for oiling the wheel flanges and blowing grease on the wheel flange. All
these measures proved to be less durable and reliable. Also can
It is easy for lubricant to get onto the rails and thereby impair the frictional pulling force
will.
Mit den Mitteln der Erfindung wird die notwendige Schmierung bzw.
das Gleitmittel in die Radreifen selbst gelegt. Erfindungsgemäß werden in den Spurkranz
Pfropfen o. dgl. aus Graphit oder aus selbstschmierenden Metallen (Sintermetall
o. dgl.) eingepreßt, die die Unebenheiten der Berührungsflächen als Zwischenstoff
ausgleichen. Dabei werden die Hohlräume im Spurkranz zweckmäßig gegeneinander versetzt
angeordnet. Auf diese Weise gelingt es, den Verschleiß herabzusetzen, die Betriebssicherheit
zu erhöhen und die Lebensdauer der Radreifen und Schienen zu verlängern.With the means of the invention, the necessary lubrication or
put the lubricant in the tire itself. According to the invention are in the flange
Plugs or the like made of graphite or self-lubricating metals (sintered metal
o. The like.) pressed in, the unevenness of the contact surfaces as an intermediate
balance. The cavities in the wheel flange are expediently offset from one another
arranged. In this way, it is possible to reduce wear and tear, and operational safety
to increase and to extend the service life of the wheel tires and rails.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in zwei Abbildungen
dargestellt.In the drawing, the subject matter of the invention is shown in two figures
shown.
Abb. i zeigt einen Radreifenausschnitt in Ansicht; Abb. 2 ist ein
Schnitt nach der Linie A-A in Abb. i.Fig. I shows a wheel tire detail in view; Fig. 2 is a
Section along the line A-A in Fig. I.
Wie aus den Abbildungen ersichtlich, befinden sich in dem Spurkranz
i des Rades Löcher 2, in die Pfropfen 3 aus Graphit oder anderem selbstschmierendem
Material eingepreßt werden. Es liegt dabei im Ermessen des Konstrukteurs, die Anzahl
der Pfropfen auf dem Umfang des Spurkranzes je nach der Stärke des bisherigen Verschleißes
auf bestimmten Strecken zu bestimmen. Bei bisher großem Verschleiß wird man auch
die Pfropfen in geringerem Abstand voneinander anordnen, um die Gleitmittelwirkung
zu verstärken.As can be seen from the figures, there are in the wheel flange
i of the wheel holes 2, in the plug 3 made of graphite or other self-lubricating
Material to be pressed. It is at the discretion of the designer, the number
the stopper on the flange periphery depending on the strength of the previous wear
to be determined on certain routes. With so far great wear and tear, you will too
spacing the plugs closer to the lubricant effect
to reinforce.