DE1210028B - Vorrichtung zur dauernden Spurkranzschmierung von Schienenfahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zur dauernden Spurkranzschmierung von SchienenfahrzeugenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B 61k
Deutsche KL: 2Oh-IO
Nummer: 1210 028
Anmeldetag: 11. Mai 1959
Auslegetag: 3. Februar 1966
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur dauernden Spurkranzschmierung von Schienenfahrzeugen,
insbesondere Eisenbahnen, die mit einem festen Schmierstoff arbeitet und eine Einrichtung zur
genauen Dosierung der Schmierstoffabgabe hat, wodurch sich die Gebrauchsdauer der Schmiervorrichtung
entsprechend erhöht. Die ständige Schmierung der Spurkränze ist auch außerhalb von Bremsvorgängen
erwünscht, weil bei jedem Durchfahren von Kurven und beim Überfahren von Weichen und
Kreuzungen am Spurkranz erhebliche Reibung zwischen Rad und Schiene auftritt, die den Spurkranz
stark auf Verschleiß beansprucht.
Zur Dosierung der Schmierstoffabgabe ist es bereits bekannt, einen festen Schmierstoffkörper in
einem während des Schmierens mitverschleißenden Behälter mit rechteckigem Querschnitt zu befestigen
und durch das Eigengewicht der Schmiervorrichtung in Schmierkontakt mit dem Spurkranz zu halten. Da
bei diesen bekannten Schmiervorrichtungen aber alle auf dem Rad schleifenden Behälterwände im wesentlichen
gleichmäßig mit dem Schmierstoffkörper verschleißen, verringert sich mit dem Verschleiß auch
der Schmierdruck während der Schmierperiode, so daß der Spurkranz gegen das Ende der Schmierperiode
nicht mehr richtig geschmiert wird. Außerdem besteht infolge des Verschleißes aller Behälterwände
die Möglichkeit, daß die Schmiervorrichtung auf dem Rad verläuft und Schmierstoff dann auf die
Lauffläche des Rades kommt, wo er nicht erwünscht ist.
Zum Ausgleich der Gewichtsänderung der Schmiervorrichtung durch ihren Verschleiß ist es
zwar bekannt, die Schmiervorrichtung durch Federn oder andere Vorrichtungen gegen das Rad anzudrücken.
Solche Einrichtungen komplizieren jedoch die Schmiervorrichtung und geben bei Verschmutzung
zu Störungen Anlaß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Festschmierstoffvorrichtung zu schaffen, bei der mit
einfachen Mitteln über die ganze Schmierperiode ein möglichst gleichbleibender Schmierdruck erreicht
wird und die genannten Nachteile bekannter Schmiervorrichtungen vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Gehäusewand des Behälters im wesentlichen
parallel zum Rad neben dessen Innenseite als Führung während des Schmierens vorgesehen ist und
ein wesentlich größeres Gewicht als die übrigen Gehäusewände aufweist und daß die parallel zur Radachse
stehenden Gehäusewände in an sich bekannter Weise mit einer dem Profil des Spurkranzes entVorrichtung
zur dauernden Spurkranzschmierung von Schienenfahrzeugen
Anmelder:
Wegner Machinery Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. J. Giliard, Patentanwalt,
München 55, Mittenwalder Str. 34
Als Erfinder benannt:
Joseph Irving O'Neal,
Parkehester, Bronx, N. Y. (V, St. A.)
Joseph Irving O'Neal,
Parkehester, Bronx, N. Y. (V, St. A.)
sprechenden Ausnehmung versehen sind, die als Führung während der Anfangsperiode der Schmierung
dienen, so daß die schwerere Gehäusewand nicht dem Verschleiß ausgesetzt ist und der Verschleiß der
übrigen Gehäusewände den Schmierdruck praktisch nicht beeinflußt.
Dadurch, daß eine Gehäusewand des Schmierstoffbehälters im wesentlichen parallel zum Rad neben
dessen Innenseite als Führung beim Schmieren vorgesehen ist, bleiben Gehäuse und Schmierstoffkörper
in Umfangsrichtung des Rades gesehen, während der
ganzen Schmierperiode mittig auf dem Spurkranz, so daß auch beim unvermeidbaren Achsspiel des Rades
der Schmierstoffkörper immer zu beiden Seiten des Spurkranzes anliegt. Das wesentlich höhere Gewicht
der nicht oder nur gering verschleißenden Führungswand verhindert während der Schmierperiode trotz
des Verschleißes der übrigen Wände einen größeren Gewichtsverlust der Vorrichtung und sichert damit
einen im wesentlichen gleichbleibenden Anpreßdruck am Spurkranz und damit eine gleichbleibende
Schmierung. Die an sich bekannten Ausnehmungen in den parallel zur Radachse liegenden Gehäusewänden
unterstützen den mittigen Sitz bereits in der Anfangsperiode der Schmierung und verhindern die
Annäherung der Führungswand an die Radinnenseite und damit deren Verschleiß. Durch entsprechende
Bemessung der verschleißenden Seitenwände des Behälters kann man die Schmierstoffabgabe
an den Spurkranz genau dosieren. Die Vorrichtung eignet sich besonders für die Schmierung
der Treibräder von Lokomotiven.
609 503/26
Claims (1)
- Damit der Schmierstoffkörper schon bei Beginn sprechend gerundete Ausnehmung 42 und 43. Diese des Schmierens wirksam ist, sollen die Ausnehmun- Ausnehmungen 42, 43 dienen als Führung während gen in den parallel zur Radachse stehenden Gehäuse- der Anfangsperiode der Schmierung,
v/änden größer als die Ausnehmungen im Schmier- Die Stärke der Seitenwände 32 und 33 und der Stoffkörper gehalten sein. Zur Erhöhung der 5 Vorderwand 34 soll kleiner sein als die der RückSchmierstoff abgabe am Spurkranz können außerdem wand 28, damit der normale Verschleiß der Seiten,-in beiden oder einer der parallel zur Radachse stehen- wände 32, 33 und der Vorderwand 34 die Schmierung den Seitenwände über der Hohlkehle Schlitze vor- des Spurkranzes 13 bestimmt. Durch die Dicke der gesehen sein. drei Seitenwände 32, 33, 34 läßt sich zugleich dieIn der Zeichnung Ist ein Ausführungsbeispiel der io Verschleißgeschwindigkeit unter gegebenen Betriebs-Erfindung an einem Eisenbahnrad dargestellt. Es zeigt bedingungen unmittelbar steuern. Wenn man dieF i g. 1 ein perspektivisches Schaubild der Befesti- Rückwand 28 aus dickerem oder schwererem Werk-gung der Schmiervorrichtung über einen drehbar ge- stoff als die übrigen drei Wände des Behälters 18lagerten Tragarm an einem Eisenbahnrad, konstruiert, dann bleibt das Gesamtgewicht derF i g. 2 eine Draufsicht auf die Schmiervorrichtung 15 Schmiervorrichtung während ihrer Lebensdauer trotzmit Befestigungsteilen, des Verschleißes annähernd gleich, d. h., die Schmier-Fig. 3 eine Rückansicht der Schmiervorrichtung, wirkung wird nicht wesentlich verringert, wenn dieF i g. 4 eine Vorderansicht der Sehmiervorrichtung Schmiervorrichtung das Ende ihrer üblichen Be-mit Befestigungsteilen und triebsdauer erreicht.Fi g. 5 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 20 Außerdem dient die Rückwand 28 als Führung für 5-5 der F i g. 4 in Pfeilrichtung gesehen mit dem Um- den ganzen Behälter 18 und verhindert die Überriß eines Eisenbahnrades in gestrichelt doppelpunk- tragung von Schmierstoff über die Spurkranzhohltierter Linie. . kehle hinaus auf die Lauffläche des' Radreifens 14.Gemäß F i g. 1 hat das Rad 12 den bei Eisenbahn- Dazu verschleißt die Rückwand 28 nicht oder nurrädern üblichen Aufbau mit einem Spurkranz 13 auf 25 unbedeutend mit den Seitenwänden 32 und 33 undder Innenseite des Laufreifens 14. Die Schmiervor- der Vorderwand 34. Dies wird dadurch erreicht, daßrichtung ist mit einem Tragarm 16 in einer Muffe 11 die Rückwand 28 parallel mit Abstand zur Innen-am Fahrgestell, des Wagens oder der Lokomotive ge- seite von Rad 12 und Spurkranz 13 liegt und sichlenkig gelagert und kann dadurch auch bei zu- während des Verschleißes der Schmiervorrichtungnehmendem Verschleiß ständig am Spurkranz 13 an- 30 lediglich längs der Innenseite des Rads 12 senkt,liegen. Der Tragarm 16 hat an seinem am Rad liegen- Nächst dem oberen Ende jeder Seitenwand 32 undden Ende ein Gewinde 17, mit dem der Behälter 18 33 ist eine vorspringende Nase 46 derart am Behälterfür den festen Schmierstoffkörper über eine Trag- 18 vorgesehen, daß sie den Auslauf der Lebensdauerplatte 19 verbunden ist. Der Behälter 18 hat recht- der Schmiervorrichtung anzeigt,eckigen Querschnitt und ist mit seinen seitlichen An- 35 . , . , _ , . . ,Sätzen 22, 23 mit der Tragplatte 19 durch die Bolzen Arbeitsweise der Schmiervorrichtung20, 21 und Muttern 24, 25 verschraubt. Die Ansätze Die Schmiervorrichtung 18 wird mittels der Muffe22, 23 sind untereinander durch die Rippe 29 ver- 11 und dem Tragarm 16 so am Fahrgestell befestigt, bunden, die in der Mitte ein Loch hat, das mit dem daß der Behälter 18 mit dem festen Schmierstoff-Gewinde 17 .des Tragarmes 16 fluchtet und dieses. 40 körper 39 auf dem Spurkranz 13 des Rads 12 auf-Ende des Tragarmes frei vorstehen läßt, falls es ein- liegt. Zum Andrücken der Schmiervorrichtung gemal über die Innenfläche der Tragplatte 19 hinaus- nügt dabei ihr Eigengewicht unter Wegfall von Anragen sollte. druckfedern. Bei der ersten Benutzung der Schmier-Der Behälter 18 besteht aus vier Seitenwänden 28, vorrichtung an einem Rad hat der Schmierstoffkörper 32,33, 34 und einer Kopfwand 31. Zwischen den zur 45 39 die in F i g. 3 abgebildete Form, wobei am Boden Radachse parallelen Seitenwänden 32, 33 liegen die des Schmierstoffkörpers eine strichpunktierte AusRückwand 28 und die Vorderwand 34. Der Behälter nehmung 47 zur Anpassung an den Umriß des Spur-18 besteht mit Rücksicht auf Gewicht und Verschleiß kranzes 13 vorgesehen ist. Dadurch wird bereits wähzweckmäßig aus Gußeisen. rend der ersten Benutzung eine übermäßige Schmie-Im Behälter 18 ist ein fester Schmierstoffkörper 39 50 rung des Spurkranzes so lange, unterbunden, bis der untergebracht, wozu sich jeder den Betriebsbedin- Spurkranz 13 die Seitenwände 32 und 33 und die gungen entsprechender Schmierstoff eignet. Der Vorderwand 34 die Lauffläche des Radreifens 14 be-Schmierstoffkörper 39 ist unter verhältnismäßig rührt. Von diesem Zeitpunkt an ist die Schmiermittelhohem Druck in den Behälter 18 eingepreßt, so daß abgabe an den Spurkranz 13 genau durch die Verer unverrückbar im Behälter festsitzt und mit dem 55 Schleißgeschwindigkeit der drei Wände 32, 33, 34 Behälter so zusammenwirkt, als wäre er mit ihm aus dosiert.einem Stück. Das Einpressen verhindert auch unter Patentansprücherauhen Betriebsbedingungen ein Lockern des pSchmierstoffkörpers im Behälter. 1. Vorrichtung zur dauernden Spurkranz-Jede Seitenwand 32, 33 hat Schlitze 40,41, die 60 schmierung von Schienenfahrzeugen, insbesonnahe und parallel zur Vorderwand 34 so vorgesehen dere Eisenbahnen, mit einem festen Schmierstoffsind, daß sie nach der Montage der Schmiervorrich- körper, der in einem während des Schmierenstang am Rad 14 unmittelbar über der Spurkranzkehle mitverschleißenden Behälter mit rechteckigemliegen.. Beim Verschleiß der Schmiervorrichtung im Querschnitt befestigt ist und durch EigengewichtBetrieb ergibt sich deshalb an der Spurkranzkehle 65 in Schmierkontakt mit dem Spurkranz steht, eine etwas dickere Schmierstoff ablage. dadurch gekennzeichnet, daß eine Ge-Jede Seitenwand 32 und 33 hat neben den Schlitzen häusewand (28) des Behälters (18) im wesent-40 und 41 noch eine dem Spurkranzprofil ent- liehen parallel zum Rad (12) neben dessen Innen-seite als Führung während des Schmierens vorgesehen ist und ein wesentlich größeres Gewicht als die übrigen Gehäusewände (32, 33, 34) aufweist und daß die parallel zur Radachse stehenden Gehäusewände (32, 33) in an sich bekannter Weise mit einer dem Profil des Spurkranzes entsprechenden Ausnehmung (43) versehen sind, die als Führung während der Anfangsperiode der Schmierung dienen, so daß die schwerere Gehäusewand (28) nicht dem Verschleiß ausgesetzt ist und der Verschleiß der übrigen Gehäusewände den Schmierdruck praktisch nicht beeinflußt.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (43) in den parallel zur Radachse stehenden Gehäusewänden (32, 33) größer gehalten sind als die Ausnehmungen (47) im Schmierstoffkörper (39), so daß bei Beginn des Schmierens nur der Schmierstoffkörper mit dem Radkranz (13) in Berührung kommt.3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den parallel zur Radachse stehenden Gehäusewänden (32,33) über der Spurkranzhohlkehle Schlitze (40,41) zwecks erhöhter Schmierstoffabgabe an der Spurkranzhohlkehle vorgesehen sind.4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise am Wagenrahmen oder Fahrgestell ein Arm (16) als Träger für die Schmiervorrichtung drehbar gelagert ist.In Betracht gezogene Druckschriften:Österreichische Patentschrift Nr. 102 049;schweizerische Patentschrift Nr. 236 677;USA.-Patentschriften Nr. 2 534 429, 1 635 603,
503 174, 1 111 308;Deutsche Eisenbahntechnik, Januar 1956,
Heft I, S. 14.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 503/26 1.66 © Bundesdruckerei Berlin
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