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Gasometer Es ist bekannt, daß bei nassen Gasometern die in das Wasser
eintauchenden Massen einem Auftrieb unterliegen, der dem Gewicht der verdrängten
Wassermasse entspricht. Infolgedessen verändert sich das für die Erzeugung des Gasometerdrucks
zur Verfügung stehende Nutzgewicht mit der Eintauchtiefe.
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Bei Teleskopgasometern mit zwischen den Teleskopteilen eingeschalteten
Wassertassen bedingen diese letzteren, entsprechend dem Gewicht des in ihnen enthaltenen
\Vasserinhaltes, sehr beträchtliche Druckänderungen, bezogen auf den Gesamtgasometer.
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Die Erfindung bezweckt, die vorerwähnten Mängel zu beseitigen und
besteht im wesentlichen darin, daß in einem Gasometer der Innenquerschnitt der Gasometerglocke
von unten nach oben abnehmend bemessen wird, so, daß die beim Eintauchen der Glocke
in die Flüssigkeit fortschreitende Querschnittsverminderung den durch den Auftrieb
hedingten Gewichtsverlust ausgleicht, so daß im wesentlichen der Gasdruck innerhalb
der Glocke unabhängig von der Eintauchtiefe konstant bleibt.
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Die Anwendung der Erfindung auf Teleskopgasometer erfolgt in der Weise,
daß die Behältertassen auf der Unterseite eine Oberfläche erhalten, deren untere
Fläche sich von unten nach oben so verringert, daß auch hier die durch den Auftrieb
bedingten Gewichtsveränderungen ausgeglichen und damit der Gasdruck praktisch konstant
gehalten wird.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind schematisch in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigt Abb. t biss 7 verschiedene Ausführungen von einteiligen Gasometern,
Abb. 8 die schematische Darstellung eines Teleskopgasometers, Abb.9 bis 1a verschiedene
Ausführungsformen von Behältertassen.
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Der Gasometer nach Abb. t besteht aus einem
Flüssigkeitsbehälter
i, in dem die Gasometerglocke schwimmt. Abweichend von der bekannten Ausbildung
ist die Glocke 2 so ausgebildet, daß der untere Durchmesser a eine größere Oberfläche
bedingt als der höchste Durchmesser b. Die Durchmesserverminderung von a auf b erfolgt
in diesem Fall gleichmäßig, indem der Behälter konisch ausgebildet ist.
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In diesem Gasometer ist der auf den Gasinhalt der Glocke 2 ausgeübte
Druck eine Funktion des Glockengewichtes abzüglich des Auftriebes. Der Gasdruck
selbst ist gleich dem Nutzgewicht geteilt durch den Querschnitt der Glocke. Sinkt
also die Gasometerglocke ab, so steigt der Auftrieb, was zu einer Gasdruckverminderung
führen muß. Da aber gemäß der Erfindung nach Maßgabe der Eintauchtiefe der Glocke
eine fortschreitende Durchmesserverringerung eintritt, so bleibt der Gasdruck konstant.
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Im Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 erfolgt die Durchmesserverringerung
stufenweise. Die Glocke besteht in diesem Fall aus einem Unterteil 21 mit dem größeren
Querschnitt c und einem daran anschließenden oberen Teil 22, mit einem geringeren
Durchmesser d. Der Übergang 3 zwischen den beiden Teilen ist konisch.
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Abt). 3 zeigt grundsätzlich die gleiche Anordnung wie Abt).
2, jedoch mit dem Unterschied, daß die Durchmesserverringerung in drei Stufen erfolgt,
die durch von unten nach oben abnehmende Durchmesser e, c und d bezeichnet
sind.
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In Abb. 4 ist ein Gasometer gezeigt, dessen Glocke 2 im Innern einen
Ausgleichskörper .4 trägt. Dieser Ausgleichskörper 4 ist entsprechend der Erfindung
als konischer Körper ausgebildet, dessen Durchmesser von unten nach oben zunimmt.
Der Ausgleichskörper steht unten durch einen Flüssigkeitsverschluß i9 mit dem Flüssigkeitsbehälter
in Verbindung und oben durch eine Entlüftung 20 mit der Außenluft. Auch diese Ausführungsform
verwirklicht den Erfindungsgedanken, indem bei fortschreitendem Einsinken der Glocke
in die Behälterflüssigkeit der innere Glockenquerschnitt fortschreitend vermindert
und damit der Gasdruck konstant erhalten wird.
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Nach Abb. 5 enthält die außen zylindrisch ausgeführte Glocke 2 einen
konischen Einsatz 5, dessen unterer Durchmesser f gleich dem Glockendurchmesser
ist und der sich nach oben gleichmäßig verjüngt, so daß der Durchmesser der Glocke
oben f minus 2 g ist.
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Auch im Ausführungsbeispiel nach Abb. 6 ist die Glocke 2 zylindrisch
ausgeführt, enthält aber im Innern einen mit den Durchmessern i und j abgestuften
Einbau, durch welchen die Glocke 2 durch die Durchmesser h, i und
j gekennzeichnete, sich von unten nach oben verjüngende Querschnitte erhält.
Der Stufeneinbau taucht in eine innerhalb der Glockenwandung angeordnete, als Flüssigkeitsverschluß
dienende Tasse i9 ein. Der Zwischenraum zwischen Innenwandung und Einbauaußenwandung
steht durch eine Entlüftung 2o mit der Außenluft in Verbindung. Nach Abb. 7 enthält
die Glocke im Innern einen Verdrängerköper 4, ähnlich wie das Ausführungsbeispiel
nach Abb. 4. Darüber hinaus aber noch eine Ringtasse 7, die auf der Unterseite eine
konische Wandung enthält, deren Durchmesser m-m nach oben sich auf den Durchmesser
1-Z verringert. Der Verdrängerkörper 4 ist nach unten durch einen Flüssigkeitsverschluß
in Gestalt eines konischen Trichters i9 abgedeckt.
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In Abb. 8 ist die Verbindung zweier Stöße 8 und 9 eines Teleskopgasometers
gezeigt. Der obere Rand io des unteren Stoßes greift in die Tasse 7 ein. Ähnlich
wie beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 ist in- den Stoß 8 eine zweistufige Durchmesserverringerung
durch Anordnung der Teile 81 und 82 vorgesehen, wobei die Unterseiten der Flüssigkeitstassen
7 konisch ausgebildet sind, wie dies durch die Buchstaben l und m angedeutet
ist.
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Gemäß Abb. 9 ist die Unterfläche der Flüssigkeitstasse 7 nicht wie
üblich gerade, sondern nach der Linie 1-m konisch ausgeführt, so daß der für die
Erzeugung des Gasdruckes wirksame Querschnitt beim Eintauchen der Tasse in den Flüssigkeitsbehälter
allmählich verringert wird.
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In Abb. io ist auf der Unterseite der Tasse ein ringförmiger Raum
i i aufgesetzt, der eine abgestufte Querschnittsverringerung beim Eintauchen bewirkt.
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In den Ausführungsbeispielen nach Abb. i i und 12 sind auf der Unterseite
der Tassen Ringstutzen 12 und 13 angeordnet, welche ebenfalls eine abgestufte Querschnittsverringerung
ermöglichen.
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Wie aus den Abb. 4 bis 7 hervorgeht, können die im Innern der Gasometerglocke
angeordneten Ausgleichskörper mit der Flüssigkeit durch Abdeckungen i9 bzw. mit
der Außenluft durch Entlüftungen 2o in Verbindung stehen.
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Zur weiteren Ausgleichung der Druckänderungen können die Glocke bzw.
die einzelnen Stöße eines Teleskopgasometers auf der Unterseite mit Hohlkörpern
versehen sein, wie dies in Abb. 9 und io durch die Teile i i schematisch gezeigt
ist.