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Reliefplatte für Formmaschinen Die 17i-findung bezieht sich auf eine
Reliefplatte für Formmaschinen, besonders für kastenloses Formen. Sie besteht darin,
daß die Platte einen Halterahmen besitzt, der für das wahlweise Einsetzen Modelle
tragender Einzelplatten ausgebildet und zum Festlegen, z. B. Fastklemmen der Einzelplatten
eingerichtet ist. Die Verwendung einer gemäß dei Erfindung ausgebildeten Platte
bietet den Vorteil, claß stets nur die Modelle abgegossen zu werden brauchen, die
wirklich gebraucht werden. Bisher ließ es sich bei Platten, die zahlreiche verschiedene
Modelle gleichzeitig trugen, nicht vermeiden, daß immer auch solche Modelle mit
abgegossen wurden, die gar nicht gebraucht wurden. Man mußte die Abgüsse dann auf
Lager legen oder wieder einschmelzen. Dasselbe ergab sich, wenn von einer verlangten
Anzahl von Abgüssen einige Ausschuß «-aren und wiederholt werden mußten; es war
dann nicht möglich, sie für sich allein zu wiederholen, wenn die zugehörigen Modelle
zusammen mit anderen auf derselben Platte angebracht waren. Mit der erfindungsgemäß
ausgebildeten Platte ist es demgegenüber möglich, jeweils die Einzelplatten, deren
Abgüsse man wirklich braucht, zu einer Gesamtplatte zusammenzustellen. Dabei können
etwa übrigbleibende Räume in der Gesamtplatte durch leere Teilplatten ausgefüllt
werden, ähnlich wie beim Setzen von Buchstaben.
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Zweckmäßig sind in dem Halterahmen Führungsnuten mit gegeneinandergeneigten
Führungsflächen angebracht sowie mindestens ein Steg, der zusammen mit einer Klemmleiste
ebenfalls Führungsnuten mit gegeneinandergeneigten Führungsflächen bildet. Die gegeneinandergeneigten
Führungsflächen
der Nuten ermöglichen es, die Platten in genauer
Höhenlage festzulegen, so daß ihre Flächen in der Plattenebene liegen.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Halterahmen
ringsum geschlossen und die Klemmleiste an .dem Steg abnehmbar, z. B. mittels Schraubenbolzen-befestigt
ist. Durch den geschlossenen Rahmen wird die Gesamtplatte als Ganzes vollständig
starr, was bei einseitig offenen Rahmen mit auf der Seite einschiebbaren Teilplatten
und besonderen Verschlußstücken schwieriger zu erreichen ist. In die Führungsnuten
des ringsum geschlossenen Halterahmens werden die Platten von einer Fläche des Rahmens
her einge-' legt und dann durch die auf den Rahmensteg aufzusetzende Klemmleiste
festgehalten. Statt eines Steges mit einer Klemmleiste lassen sich auch mehrere
Stege mit zugehörigen Klemmleisten anbringen.
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Zweckmäßig sind die Führungsnuten in dem Halterahmen derart symmetrisch
angebracht, daß die Oberflächen der Teilplatten mit den Flächen des Rahmens abschneiden,
gleichgültig, ob die Teilplatten. bezogen auf eine bestimmte Lage des Rahmen, mit
der einen oder mit der anderen Fläche nach oben eingesetzt werden. Die Modelle der
Teilplatten lassen sich dann nach Wahl in dem einen oder in dem anderen Ballen der
aus zwei Ballen zusammengesetzten Form abformen ;' bei Modellen, die auf beiden
Seiten der Platte Modellteile aufweisen, läßt sich nach Belieben der eine oder der
andere, z. B. größere oder kleinere Modellteil in (lern oberen oder unteren Ballen
formen. Es ist dadurch z. B. auch möglich, die Modelle der verschiedenen Teilplatten
abwechselnd in dem einen und in dem anderen Ballen abzuformen.
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Weitere Merkmale der Erfindung bestehen darin, claß der Steg des Rahmens
einseitig keilförmig aus der Platte herausragt, so daß er zugleich den Einlauf formt,
sowie darin, daß die Klemmleiste so weit keilförmig aus der Plattenebene herausragt,
daß der Einlauf um diesen Betrag tiefer liegt als die Trennfläche der Formballen,
so daß z. B. für die Modelle auf umgekehrt eingesetzten Teilplatten die Anschnitte
von diesem tiefer liegenden Teil des Einlaufkanals aus abgezweigt werden können.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform, bei der die Modelle der Teilplatten an die
Klemmleiste anschließende Teile zum Formen der Anschnitte aufweisen, ist die Klemmleiste
schräg geteilt, so claß sich beim Auswechseln von Teilplatten die Hälfte der Klemmleiste
unter die Anschnitteile der Klodelle schieben lassen, ohne daß Teilplatten, die
weiter abgeformt werden sollen, herausgenommen werden müssen.
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Die "Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbei-Fig.4 ist eine vereinfacht
gezeichnete Draufsicht auf eine Platte, die ein anderes Beispiel für die Plattenaufteilung
zeigt; Fig. 5 zeigt in der Fig. ,4 entsprechender Darstellung ein drittes Beispiel
für eine Plattenaufteilung; Fig.6 zeigt eine weitere Ausbildung einer Einzelheit
in größerem Maßstabe.
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Bei dem Beispiel nach Fig. i bis 3 enthält der geschlossene Halterahmen
i Führungsnuten, die symmetrisch gegeneinandergeneigte Flächen 2 und 3 aufweisen
und als Ganzes mit 4 bezeichnet sind. Der Rahmen i besitzt einen mittleren Längssteg
5, der an seinem innerhalb der Plattenstärke liegenden Teil gegeneinandergeneigte
Flächen 6 und 7 und an einem keilförmig aus der Plattenebene herausragenden Teil
gegeneinandergeneigte Flächen 8 und 9 aufweist. Der aus der Plattenebene herausragende
Teil des Steges formt den größten Teil des Einlaufquerschnittes.
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Auf den Steg 5 ist eine Klemmleiste 1o aufgesetzt, die an ihrem aus
der Plattenebene Herausragenden Teil gegeneinandergeneigte Flächen 11 und 12 und
an ihrem innerhalb der Plattendicke gelegenen Teil gegeneinandergeneigte Flächen
13 und 14 aufweist. Die Flächen 7 und 13 bilden nniteinan.der eine den Führungsnuten
4 entsprechende Führungsnut, ebenso die Flächen 6 und 14. In den Steg 5 sind Schraubenbolzen
15 eingesetzt, auf die die Klemmleiste 1o mit entsprechenden, etwas Spiel besitzenden
Bohrungen aufgesetzt ist. Durch auf die Bolzen 15 aufgeschraubte ',\luttern 16 läßt
sich die Klemmleiste in Richtung auf den Steg 5 anziehen. Die Muttern 16 sind zweckmäßig
kappenförmig ausgebildet, so daß die Bolzenenden gegen Beschädigungen im Formereibetrieb
geschützt sind. In den Rahmen sind auf dem Steg 5 aufliegende Teilplatten 17 aneinander
anschließend eingesetzt, die, soweit sie nicht nur zur Füllung b°-nutzte Leerplatten
darstellen, die abzuformenden Modelle 17' tragen, die einseitig, aber auch doppelseitig
auf den Teilplatten angebracht sein können. In Fig.2 sind einseitige -Modelle 17'
eingestrichelt, um deutlich zu machen, daß die Platten sowohl mit der einen als
auch mit der anderen Seite nach oben in den Halterahmen eingelegt werden können,
weil die Führungsnuten für die Platten entsprechend symmetrisch geformt sind.
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Die Flächen i i und 12 der Klemmleiste 1o, die aus der Rahmenebene
herausragen, formen den restlichen Querschnittsteil des Finlaufes, der tiefer liegt
als die Trennfläche der Formballen, so daß hierzu die Anschnitte für von entsprechend
liegenden Modellen abgeformte Hohlräume abgezweigt werden können.
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In der Mitte des Steges 5 ist ein Paßstift 2o angebracht. Bei dem
beschriebenen Beispiel ist die Platte durch den Steg 5 in Längsrichtung geteilt,
so daß zwei Längsfelder entstehen, die durch Teilplatten 17 ausgefüllt werden. Wie
Fig.4 zeigt, sind auch Ausführungsformen möglich, bei denen die Platte durch mehr
als einen Längssteg in mehr als zwei Felder geteilt ist, z. B. durch zwei Längsspiele.
Fig. i ist eine Draufsicht auf eine gemäß der Erfindung ausgebildete doppelseitige
Reliefplatt gemäß einer ersten Ausführungsform; Fig. 2 ist ein Querschnitt und F
ig. 3 ein Längsschnitt durch die in Fig. i gezeigte Platte;
stege
in drei 1_ängsfelder 21, 22 und 23. Es ist dabei möglich, ein Längsfeld mit mehreren
Teilplatten 17 auszufüllen, z. B. das Feld 22, die anderen 1_äil,gsfelder, z. B.
21 und 23, aber mit Teilplatten, die (las ganze Feld einnehmen. Es lassen sich aber
auch sämtliche Längsfelder mit je mehreren Teilplatten ausfüllen.
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bei (lein Beispiel nach Fig. 5 ist die Plattenfläche statt durch Längsstege
durch drei Querstege in Querfelder 24 bis 27 aufgeteilt. Im Querfeld 25 sind mehrere
Teilplatten 17 eingezeichnet. Auch hier lassen sich die Querfelder nach Belieben
mit '1'cilpl.ttten oller mit sie ganz ausfüllenden Platten füllen.
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Bei dein Beispiel nach Fig.6 ist die vorher beschriebene Klemmleiste
längs einer Schrägfläche 28 in zwei Teilleisten io' und io" geteilt. Die Modelle
17' besitzen Ansätze 29, die die Anschnitte formen und sich auf die Schrägflächen
11', 12' der Teilleisten io', io" aufsetzen. Die von den Teilleisten zusammengesetzten
Bohrungell3o umgeben (Ire l')olzen 15 mit Spiel. Nach Lösen der Schrauben i6 lassen
sich die Teilleisten iö, io" ohne l-teratisnehmen der Teilplatten 17 mit den Modellen
17' einzeln nacheinander herausheben und, z. B. nach Auswechseln einer Teilplatte,
ebenso wieder einsetzen.
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I)ie i\lerkinale der Erfindung lassen sich auch bei anderen aus Teilplatten
zusammengesetzten Formplatten, nicht nur bei doppelseitigen Reliefplatten mit Vorteil
verwenden.