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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung aus geschäumtem Polystyrol
oder aus einem analogen Material zum Schutz und/oder zum Halten eines Gegenstandes,
die aus dem Verbund von mindestens zwei Elementen gebildet wird, von denen jedes
einen, einem Kamm entsprechenden Abschnitt besitzt, dessen Zähne mit Mitteln versehen
sind, die den Zusammenschluß der besagten beiden Elemente untereinander mittels
einfacher Annäherung und Ineinandergreifen eines kammartigen Abschnittes eines
Elements in den kammartigen Abschnitt des anderen ermöglichen.
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Profile aus geschäumtem Polystyrol werden schon sei langem verwendet, um zerbrechliche
Gegenstände zu halten und/oder gegen Stöße zu schützen, wobei es sich bei den
Gegenständen um Geräte, Maschinenteile oder Bauteile von Möbeln handeln kann.
Welches auch des Verwendungsgebiet sein mag, aber besonders auf dem Gebiet der
Möbelindustrie, besitzen die Profile zum Schutz und/oder zum Halten auf der Grundlage
von geschäumten Polystyrol rinnenartige Form mit einem U-förmigen Querschnitt, die durch
einen Film aus sich in der Wärme zusammenziehendem Plastikmaterial eingeschlossen
werden. Diese Profile müssen in unterschiedlichen Breiten und Längen hergestellt werden,
die dem jeweiligen Möbelstück oder den zu schützenden Produkten angepaßt ist und der
Hersteller der Rinnen muß so viele Formen zur Herstellung fertigen oder planen, wie die
Elemente unterschiedliche Abmessungen besitzen, was natürlich einerseits hohe Kosten
bedeutet und andererseits ebenfalls große Flächen zum Lagern und Unterhalten erfordert
und darüber hinaus können sie nicht zum Schutz oder zum Verpacken von kleinen Serien
von Gegenständen verwendet werden, für die der Preis zur Herstellung der Werkzeuge sich
nicht amortisieren würde.
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Es wurde in FR-A-2 609 695 ebenfalls eine Vorrichtung vorgeschlagen, die mindestens
zwei Paare von komplementären Stäben in Form von Winkeln umfaßt, wobei der eine über
dem anderen angeordnet wird und ein Schutzelement mit einem U-förmigem Querschnitt
bildet und dazu geeignet ist, über einer der Seiten des oder der zu verpackenden
Gegenstände eingefügt zu werden, wobei diese beiden Stäbe von der Tatsache
zusammengehalten werden, daß komplementäre vorspringende Zähne, die auf dem einen
und dem anderen von ihnen vorgesehen sind, ineinandergreifen und daß an ihren Enden
Zungen zum Zurückhalten vorgesehen sind, die unter Umständen entfernt werden können.
Mit einer solchen Vorrichtung unterdrückt der gegenseitige Verbund eine Bewegung der
Stäbe voneinander weg in Längsrichtung, so, daß das Risiko besteht, daß die
Schutzvorrichtung sich bei fehlerhafter Handhabung nach ihrem Anbringen über dem zu
schützenden Gegenstand, aber bevor der Verbund in eine Schachtel aus Karton
eingepackt oder nachdem er daraus ausgepackt worden ist, ablöst.
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Es ist folglich ein allgemeines Ziel der Erfindung, Mittel zu liefern, die es erlauben, den oben
beschriebenen Nachteil der bekannten Vorrichtungen aus geschäumten Polystyrol zum
Schutz oder zum Halten von Gegenständen abzumildern.
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Eine Vorrichtung aus geschäumten Polystyrol oder einem analogen Material zum Schutz
oder zum Halten von Gegenständen, die aus dem Verbund von mindestens zwei
Elementen gebildet wird, von denen jedes einen, einem Kamm entsprechenden Abschnitt
besitzt, dessen Zähne mit Mitteln versehen sind, die den Zusammenschluß und das
gegenseitige Halten der besagten beiden Elemente mittels einfacher Annäherung und
Ineinandergreifen eines kammartigen Abschnittes eines Elements in den kammartigen
Abschnitt des anderen ermöglichen, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der
Verbund zum gegenseitigen Halten der beiden Elemente gegen eine eventuelle Trennung
durch Verschiebung in eine Richtung, die derjenigen, die ihr Ineinandergreifen verursacht
hat, entgegengesetzt ist, Reliefs verwendet, die bei der Herstellung durch Formgebung
selbst oder durch spätere Bearbeitung auf den Seitenflächen der Zähne des Kammes, die
quer zur Längsrichtung des Elementes stehen, ausgespart sind und die dazu vorgesehen
sind, die beiden benachbarten Elemente zusammenzuhalten.
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In einer Ausführungsform dieser Gestaltung sind die Reliefs wellenförmig, wobei der
Abstand entsprechend gewählt wird, um eine Vorrichtung zum Schutz und/oder zum Halten
zu erhalten, die für den Großteil der Gegenstände, mit denen sie zusammenwirken soll,
passend ist.
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In einer anderen Ausführungsform sind die Reliefs Rillen, deren Querschnitt ein wenig wie
ein Sägeblatt oder eine "Fischgräte" ist.
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Der Abstand der Zähne des Kammes eines jeden Elementes wird in Abhängigkeit von den
Anforderungen in der Praxis gewählt und in jedem Fall in einer Art, die zugleich den
Verbund von Gegenständen geringer Größe einerseits erlaubt und andererseits die
erwünschte Starrheit der Vorrichtung gewährleistet.
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In einer anderen Ausführungsform verwendet der Verbund die Elastizität des Materials, aus
dem er besteht, und selbst die Form der Zähne, die in der Ebene gesehen eine leichte
Querneigung auf jeder ihrer Flächen besitzen, die dafür vorgesehen sind, mit den
konjugierten Seitenflächen eines benachbarten Elements zusammenzuwirken.
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In einer bevorzugten Ausführungsform besitzt jedes Element ungefähr die Form eines
Winkels mit einem Querschnitt in Form eines L, dessen einer Schenkel die Zähne des
Verbundes zum anderen Winkel aufweist und dessen zweiter Schenkel eben ist, wobei die
Vorrichtung also nach dem gegenseitigen Zusammenbau der Elemente etwa Rinnenform
mit U-förmigem Querschnitt besitzt.
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Gute Resultate wurden mit Elementen mit einer einheitlichen Länge von etwa 1200 mm,
einer Dicke von 25 mm und mit Zähnen und Zwischenräumen zwischen den Zähnen in
einer Größe zwischen 40 und 60 mm erzielt.
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Die Erfindung wird mittels der folgenden beispielhaften Beschreibung gut verstanden, die
sich auf die angefügte Abbildung bezieht, in der:
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Abbildung 1 ein schematischer, perspektivischer Blick auf ein Element der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist;
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Abbildung 2 ein Aufblick auf eine Vorrichtung nach dem Verbinden mehrerer
Elemente ist;
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Abbildung 3 ein Schnittbild entlang der Linie III-III der Abbildung 2 ist,
die Abbildungen 4 bis 6 schematische Teilansichten von Ausführungsvarianten von
grundlegenden Elementen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind.
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Wir beziehen uns zunächst auf die Abbildungen 1 bis 3, die eine Vorrichtung 10 aus
geschäumtem Polystyrol oder einem analogen Material zum Halten und/oder zum Schutz
von Gegenständen, im besonderen gegen Schläge, zeigen, und die in der beschriebenen
und gezeigten Ausführungsform eine Rinne mit den Flügeln 11 und 12 ist, die durch einen
Quersteg 13 verbunden sind, was dem Ganzen einen U-förmigen Querschnitt verleiht, der
einen Abschnitt T des zu haltenden und zu schützenden Gegenstandes bedeckt.
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Gemäß der Erfindung entsteht die Vorrichtung 10 aus dem gegenseitigen Verbinden von
mindestens zwei Elementen e&sub1; und e&sub2; in der allgemeinen Form eine Winkels mit dem
Querschnitt eines L, dessen einer Schenkel 11, 12 eben ist und dessen anderer einem
Kamm entsprechend, dessen Zähne im Falle des Elements e&sub1; mit 15&sub1;, 15&sub2;, 15&sub3;,....etc
bezeichnet werden und im Falle des Elements e&sub2; mit 16&sub1;, 16&sub2;, 16&sub3;,...., respektive, wobei
die Zähne 15 und 16 mit Mitteln versehen sind, die das gegenseitige Halten nach dem
Verbund der Elemente wie e&sub1; und e&sub2; durch einfache Annäherung und Ineinandergreifen
der Zähne des einen Elementes in die Abstände zwischen den Zähnen des anderen
Elementes erlauben, wie auf den Abbildungen 2 und 3 gut zu sehen ist, wobei das
Ineinandergreifen durch Abschrägungen, die an den freien Seiten der Zähne angebracht
sind, erleichtert wird.
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In einer ersten Ausführung sind die Zähne 15 und 16 der Elemente e&sub1; und e&sub2;, respektive
an ihren Seiten, die quer zur Längsrichtung der Elemente stehen, mit Reliefs versehen, wie
als 17 und 18 für das Element e&sub1; und als 19 und 20 für das Element e&sub2;, respektive,
bezeichnet, die im Laufe der Herstellung durch Formgebung der Elemente oder als
Variante durch Bearbeitung nach der Formgebung erhalten werden.
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In einer ersten Ausführungsform bilden die Reliefs auf den Seiten wie 17, 18, 19 und 20 der
Zähne des Elementes Rillen, die sich über die gesamte Höhe h der Zähne erstrecken und
deren Querschnitt ein wenig wie ein Sägeblatt oder eine Fischgräte ist, wie auf der
Abbildung 4 gut gezeigt wird, auf der p den Abstand der Rillen bezeichnet und d ihre Tiefe.
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In der Ausführung, die in Abbildung 6 gezeigt wird, besitzen die Zähne 15, 16 eines jeden
Elementes e&sub1; und e&sub2; auf jeder der Seiten quer zur Längsrichtung eine leichte
Querneigung, die schematisch in der Abbildung durch den Winkel α beschrieben wird, der
zwischen der Querseite des Zahnes und der Normalen zur Längsrichtung der Elemente
besteht, wobei diese durch Ziehen auf Grund der Elastizität des Materials, aus dem sie
bestehen, verbunden werden.
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Welches die Mittel auch sind, die zum gegenseitigen Verbinden der Elemente e&sub1; und e&sub2;
verwendet werden, man versteht leicht, daß die Breite des Steges 13 der Vorrichtung in U-
Form reguliert werden kann, um ein Profil zu erhalten, daß geeignet ist, mit jedem
Gegenstand O in Abhängigkeit von dessen Dicke i verbunden zu werden, und zwar einfach
dadurch, daß die Zähne eines Elementes mehr oder weniger ganz oder tief in die
Zwischenräume zwischen den Zähnen des anderen Elementes eingreifen.
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Auch wenn die Erfindung in Bezug auf eine Vorrichtung zum Halten und/oder zum Schutz
mit U-förmigem Querschnitt beschrieben wird, versteht man, daß sie auch zur Herstellung
jeder anderen Form der Vorrichtung verwendet werden kann, z.B. von Ecken, die durch
Verbinden von zwei kammartigen Elementen in Form von Winkeln erhalten werden.
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Im Falle von Rinnen wurden gute Ergebnisse mit Elementen aus geschäumtem Polystyrol
mit einer Dichte von 28 g/l erzielt, die einheitlich zu L-förmigen Winkeln mit einer Länge von
1200 mm, einer Dicke von 25 mm, einem Abstand zwischen den Zähnen I zwischen 40 und
60 mm und einer Dicke der Flügel von 10 mm geformt wurden. Bei solchen Elementen
wurde der Abstand p im Falle von Rillen gleich 5 mm gewählt, die Tiefe d im Falle von
fischgrätenartigen Rillen hat dabei einen Wert von 2,5 mm (Abbildung 4), während für den
selben Abstand von 5 mm die Tiefe d im Falle von Wellen nur 1,5 mm beträgt (Abbildung
5).
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Solche Elemente, die umgekehrt und versetzt, z.B. um 600 mm, verbunden werden, also
zerstückelt sind, erlauben es auf diese Art, Elemente in gewünschter Länge herzustellen, in
Abhängigkeit von den Anforderungen in der Praxis und deren der Größe i der zu
schützenden oder zu haltenden Gegenstände in 5 mm-Abstand variieren kann, zwischen
35 und 50 mm, dann zwischen 55 und 90 mm, dann zwischen 95 und 165 mm.
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Für große Längen der Vorrichtung verwendet die Erfindung mehr als zwei Elemente, z.B.
zusätzliche Elemente, wie das Element e&sub3; in Abbildung 2, das mit dem Element e&sub2; durch
einen Zapfen, wie 25 verbunden ist, das sich über den Flügel 12 und einen Teil eines
Zahnes erstreckt.