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DE815528C - Schrank - Google Patents

Schrank

Info

Publication number
DE815528C
DE815528C DEP47340A DEP0047340A DE815528C DE 815528 C DE815528 C DE 815528C DE P47340 A DEP47340 A DE P47340A DE P0047340 A DEP0047340 A DE P0047340A DE 815528 C DE815528 C DE 815528C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cabinet
support
cabinet according
column
support column
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP47340A
Other languages
English (en)
Inventor
Oswald Robert Thiel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP47340A priority Critical patent/DE815528C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE815528C publication Critical patent/DE815528C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47BTABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
    • A47B49/00Revolving cabinets or racks; Cabinets or racks with revolving parts
    • A47B49/004Cabinets with compartments provided with trays revolving on a vertical axis

Landscapes

  • Assembled Shelves (AREA)

Description

  • Schrank Die Erfindung Betrifft die Herstellung von Schrankmöbeln und hat Verbesserungen zum Gegenstand, welche den Rohstoffbedarf und die Herstellungskosten verringern und die Platzausnutzung steigern. Die bisherigen Versuche der Möbelindustrie, der Raumbeschränkung von Flüchtlingen und Ausgebombten durch zeitgemäße Möbelkonstruktionen Rechnung zu tragen und dabei den knapp und kostbar gewordenen Werkstoff Holz möglichst einzusparen, haben nur zu unvollkommetien Lösungen geführt. Man ist bei der Herstellung von Schrankmöbeln nicht von dem 'Gedanken altgekommen, die auftretenden Nutzlasten von den Schrankwänden aufnehmen zu lassen, und hat diese dementsprechend kräftig und in Rahmenkonstruktionen ausgeführt. Dies bedingt einen ver-Iiiiltiiisiiiii13ig großen Aufwand an Werkstoff, insbesonilere ein wertvollem Holz, das in Deutschland zur Zeit nur ungenügend zur Verfügung steht. Außerdem sind derartige Schrankkonstruktionen auch bezüglich Arbeitszeit ungünstig.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu vermeiden und einen neuen Weg einzuschlagen, um die Herstellungskosten und den Werkstoffaufwand zu senken, wobei zugleich noch der Vorteil erzielt wird, daß die erfindungsgemäßen Möbel in der Benutzung besonders bequem und platzsparend sind.
  • Gemäß der Erfindung wird die Nutzlast nicht mehr von den Schrankwänden, sondern von einer besonderen Tragsäule aufgenommen, und die Außenwände des Schrankes dienen nur noch als Schutzwände gegen das Eindringen von Staub und Ungeziefer. Sie können demgemäß ohne Rahmenkonstruktion und aus wohlfeilen Werkstoffen in dünnen Platten hergestellt werden. Als Material für derartige Säulenschränke kann Sperrholz, Hartholz, Metall, Preßholz, Leichtholz, Celluloid sowie durchsichtige und undurchsichtige Werkstoffe der Kunstharzklasse usw. entweder allein oder kombiniert verwendet werden.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Säule derart in die Fußplatte eingepaßt, daß sie durch die Belastung sich selbsttätig einspannt bzw. einpreßt. Da auch die leichten Seitenwände durch ringförmige Ausfräsungen im Boden und Deckplatte gehalten werden, so können zusätzliche Befestigungsmittel, wie Zapfen, Leim, Schrauben, Nägel, Keile o. dgl., nach Bedarf in Fortfall kommen. Vorzugsweise sind alle Einzelteile genormt bzw. schablonenmäßig hergestellt, z. B. gegossen, gespritzt, gepreßt, gestanzt, so daß sie jederzeit ausgewechselt oder ergänzt werden können.
  • Die Tragsäule ist im Querschnitt rund, dreieckig, rechteckig, vieleckig oder kreuzförmig herstellbar. In einer besonderen Ausführungsform ist die Tragsäule stufenweise abgesetzt. Dies kann entweder durch teleskopartiges Zusammensetzen aus mehreren Rohrteilen verschiedenen Durchmessers oder durch Abdrehen bzw. Verjüngen einer massiven Säule aus Metall, Holz, Kunststoff o. dgl. geschehen. Die Absätze der Tragsäule können zur Auflagerung von Konsolen bzw. Tragplatten dienen. Eine derartige Lagerung bietet bei kreisförmigem Schrankquerschnitt die Möglichkeit, die einzelnen Tragplatten zu drehen, so daß auf diese bequeme Weise der hintere Inhalt des Schrankes nach vorn gedreht werden kann. Ferner ist der Schrank in die Zimmerwand einbaubar, so daß er von mehreren Zimmern aus zugänglich gemacht werden kann. Die Drehbarkeit der Tragplatten kann dann dazu benutzt werden, um z. B. Geschirr zwischen Küchenraum und Eßraum hindurchzureichen usw. In der Küche ersetzt ein Schrank mit drehbaren Fächern eine ganze Speisekammer.
  • Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Abbildungen noch näher erläutert. Von diesen zeigt Abb. i das Äußere eines erfindungsgemäßen Schrankes, Abb. 2 den Schrank im senkrechten Schnitt, Abb. 3 den Schrank im Querschnitt von oben, Abb.4 die Ansicht der oberen Tragplatte von unten.
  • In den Abbildungen ist i ein runder, zylinderförmiger Schrank, der als Beispiel veranschaulicht ist. Die Tragsäule 2 besteht aus einer Reihe von Gliedern, welche nach Art eines Teleskops ineinandergeschraubt oder -geschoben sind. Im letzteren Fall werden sie zweckmäßigerweise durch konischen Paßsitz und/oder durch Stifte miteinander verbunden. Auf den dabei entstehenden Absätzen ruht j eweils eine Konsole 3 bzw. Tragplatte 4, welche drehbar ist, um den hinteren Inhalt des Schrankes nach vorn zu bringen. In dem Beispiel der Abbildungen sind fünf Tragplatten vorgesehen, von denen gegebenenfalls vier fortfallen können, wenn man den Schrank als Kleiderschrank benutzen will. In diesem Fall werden die Kleiderbügel 5, die auf einem Tragring 17 hängen, von der oberen drehbaren Tragplatte 4, auf welcher noch Hüte abgelegt werden können, getragen.
  • Die Tragsäule 2 ist im Bodenbrett 6 gut eingepaßt, und zwar entweder als Konus, der sich durch sein Eigengewicht und Belastung in das in diesem Fall verstärkte Bodenbrett 6 fest einspannt und dadurch große Stabilität erhält und gegeben°nfalls noch zusätzlich mittels einer Schraube mit Teller 8 an das Bodenbrett 6 festgezogen wird, oder aber, wie dargestellt, wird die rohrförmige Tragsäule 2, die mit Innengewinde und der angeschweißten Scheibe 18 versehen ist, auf das Bodenbrett 6 gestellt und durch die Schraube 7 und den Teller 8 mit dem Bodenbrett 6 zu einer starren Einheit verbunden. Die Scheibe 18 und die Tragsäule 2 können auch aus einem Stück bestehen. Gegebenenfalls können auch Konus und Gewinde zugleich angewendet werden.
  • An Stelle einer untersten Tragplatte ist ein drehbarer vierteiliger runder Kasten 9, der auf einer drehbaren Konsole i9 ruht, aufgesetzt. Jeder Teil des Kastens hat einen gesonderten Deckel io mit Knopf i i. Selbstverständlich können auf die unterste wie auch auf die fünf obersten Tragplatten 4 Kästen, welche je ein Kreisviertel des Schrankquerschnittes ausfüllen, angeordnet werden und gelten dann als Schubladen. Die Tragplatten 4 erhalten dann einen kleinen Rand, welcher das Abrutschen der Kästen verhindert. Beim Ausziehen des Kastens wird dieser etwas über den Randvorsprung angehoben.
  • Ganz oben ist mit der Tragsäule 2 eine Deckplatte 12, ähnlich wie die Bodenplatte 6, fest verbunden, jedoch in zweckmäßig etwas leichterer Ausführung unter Verzicht auf Scheiben, ohne daß diese jedoch ausgeschlossen sein sollen.
  • Die Tragsäule 2, Tragplatten 4 und Kasten 9 sind umschlossen von einem mantelartigen Zylinder 15, welcher aus Sperrholz, Hartholz, Metall, Celluloid, Leichtholz, Preßholz, durchsichtigem oder undurchsichtigem Werkstoff der Kunstharzklasse, Preßstoff oder Pappe usw. hergestellt ist. Die Außenwand des Schrankes, Mantel genannt, wird meist als steife Platte hergestellt. Sie kann aber auch als mantelartiger Zylinder hergestellt werden. Decke und Bodenplatte weisen je eine ringförmige Vertiefung 16 auf, in welche der Rand des Mantels 15 beim Anziehen der Schraube 7 einrastet. Das Ganze bildet auf diese Weise eine starre Einheit, in welcher die Tragplatten 4 und Kasten 9 etagenweise drehbar sind. Es kann jedoch unter Umständen auch durch Anordnen eines Spurlagers die ganze Tragsäule 2 oder der Schrank drehbar eingerichtet sein. Als Schranktür dient eine kreiszylindrisch gewölbte Flügeltür 13, die mittels der Griffe 14 auseinandergeschoben werden kann. Der Schrank kann auch eine Doppelflügeltür erhalten, die sich auf Bänder, Stifte o. dgl. hält.
  • Natürlich ist die dargestellte Ausführungsform nur ein Beispiel, auf welches die Erfindung nicht beschränkt N-erden soll. So kann statt eines runden Querschnittes ein recht-ckiger oder dreieckiger Schrankquerschnitt gewählt werden, wobei auf die Drehbarkeit der Fächer verzichtet wird. Die Tragsäule braucht in diesem Fall ebenfalls nicht mehr rund zu sein, sie kann irgendein geeignetes Profil, Dreieck, Rechteck, Vieleck, Kreuzform usw., haben. Die Stärke der Säule richtet sich naturgemäß nach der Nutzlast.
  • Der erfindungsgemäße Schrank ist leicht auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen. Im zerlegten Zustand braucht der Schrank wenig Platz. Auch läßt er sich bequem verändern durch Weglassen oder Zufügen neuer Teile, die alle genormt und einzeln erhältlich sind, so daß der Käufer gegebenenfalls die Ausgaben für Mantel, Tragplatten und Kasten auf einen späteren Zeitpunkt verschieben kann, wobei er vorerst nur den Deckel 12, das Bodenbrett 6, eine obere Tragplatte 4 mit Tragring 17, die Tragsäule 2, Teller 8 und Schraube 7 kauft und für die Außenwand provisorisch einen Stoffvorhang benutzt. In diesem Fall wird der Deckel 12 auf eine Konsole gelagert und durch eine Schraube mit der Tragsäule 2 festgehalten. Der Schrank wird dadurch zu einem Aufbaumöbel von vielseitiger Verwendbarkeit, z. B. als Kleiderschrank, Bücherschrank, Büroschrank, Nähkastenschrank, Küchenschrank, Speiseschrank usw. Wird er aus durchsichtigem Stoff hergestellt, so kann er als chirurgischer Schrank oder Vitrine Verwendung finden. Gegebenenfalls kann auch der Außenzylinder durch eine durchsichtige Kunsthaut o. dgl. ersetzt werden.
  • Durch die Drehbarkeit der Fächer bzw. Tragscheiben ,4 wird die Zugänglichkeit wesentlich erleichtert, so daß ein drehbarer Speiseschrank eine komplette Speisekammer ersetzen kann, da er raummäßig voll ausnutzbar ist. In diesen und ähnlichen Fällen kann der Schrank in eine Wand, insbesondere ein Wandkreuz, eingebaut werden, wodurch der sonst häufig tote Eckraum eines oder mehrerer Zimmer vorteilhaft ausgenutzt wird. Der Einbau kann zentrisch oder exzentrisch erfolgen, und die Schrankwände können dabei weitgehend durch Mauerwerk gebildet werden, das gegebenenfalls noch vertäfelt werden kann, um eine glatte Innenwand zu erhalten. Der Schrank kann mit einer eigenen Beleuchtung versehen und, soweit erforderlich, mit Entlüftung ausgerüstet sein.
  • Zur möglichsten Platzausnutzung wird man die Tragsäule unmittelbar am Fußboden lagern und als Deckplatte unter Umständen die Zimmerdecke benutzen. Steht die Säule in der Wand oder gar im Kreuzungspunkt, so kann sie zugleich als tragendes Element der Zimmerkonstruktion dienen.
  • Der Zugang zum Schrank kann nach Wahl und je nach der Exzentrizität nur von einem Raum oder von mehreren vorgesehen sein, wobei dann zweckmäßigerweise der Schrankdurchmesser größer gewählt wird, um genügend breite Türen zu ermöglichen. Wird die Außenwand aus Kunststoff gebildet bzw. gepreßt, so ist es insbesondere bei rechteckiger Schrankform möglich, die eine oder andere Tragsäule in die Wandflächen mit einzugießen, einzupressen oder einzuspritzen usw., um so die Quer- bzw. Außenwand zu versteifen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schrank, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme der Nutzlast eine oder mehrere Tragsäulen (2) vorgesehen sind und die Außenwände (15) ohne Aufnahme von Nutzlast nur als Schutzwände dienen.
  2. 2. Schrank nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrank in Form eines Zylinders, dreieckig oder rechteckig mit zentraler Tragsäule (2) ausgebildet ist.
  3. 3. Schrank nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten (9) und die einzelnen Schrankfächer bzw. Tragscheiben (4) einzeln oder die Säule (2) bzw. der Schrank als Ganzes drehbar ist.
  4. 4. Schrank nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragsäule (2) runden, dreieckigen, rechteckigen, mehreckigen oder kreuzförmigen Querschnitt besitzt.
  5. 5. Schrank nach Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragsäule (2) durch Abdrehen oder teleskopartige Ausbildung stufenweise abgesetzt ist, derart, daß auf den Absätzen die Konsolscheiben (3) bzw. Tragscheiben (4) ruhen.
  6. 6. Schrank nach Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Kunststoff o. dgl. Konsole (3) und Tragscheibe (4) aus einem Stück bestehen.
  7. 7. Schrank nach Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die als Zylinder ausgebildete Wand (15) aus durchsichtigem Werkstoff hergestellt ist. B. Schrank nach Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß er symmetrisch oder unsymmetrisch in einer Wand bzw. Wandkreuz angeordnet und von einem oder mehreren Zimmern zugänglich ist. g. Schrank nach Ansprüchen i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Boden und Deckplatte durch Fußboden bzw. Raumdecke gebildet werden und die Säule gegebenenfalls tragendes Raumelement ist.
DEP47340A 1949-06-29 1949-06-29 Schrank Expired DE815528C (de)

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DE815528C true DE815528C (de) 1951-10-01

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ID=7382318

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DEP47340A Expired DE815528C (de) 1949-06-29 1949-06-29 Schrank

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