-
Verfahren und Anlage zum Waschen von Kohlen und anderen Mineralien
in einer Mehrzahl von Rinnen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur naB-mecha»ischenAufbereitung
von Kohlen und sonstigen Mineralien durch Waschen in einer Mehrzahl von Rinnen mit
selbsttätiger Steuerung der Ausscheidung von spezifisch schweren Stoffen fortschreitend
und in zeitlich gleichlaufender Weise entsprechend den `'eränderungen in der Art
oder dem Volumen der zu behandelnden Materialien.
-
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf das Waschen von Kohle
in Anlagen, die aus einer Mehrzahl von übereinander oder nebeneinander angeordneten
\Vaschrinnen bestehen, von denen jede mit einer Anzahl von Ausscheideeinrichtungen
versehen ist und anteilmäßig zusätzlich einen Kreislauf für das \1'iederwasclieu
besitzt, dessen Aufgabe darin besteht, einen gewissen Anteil des Behandlungsgutes
in einer der Rinnen nach oben oder an eine bestimmte Stelle zurückzubringen.
-
In solchen Verfahren werden die Produkte fortschreitend und entsprechend
ihrer Dichte als Anschwemmablagerungen in den Waschrinnen unter der Wirkung von
flüssigen Zuführströmen sortiert.
-
Veränderungen in dem Anteil des spezifisch schweren Materials in der
Kohle oder dem Mineral, das in eine Waschanlage bildenden Rinnen einer Anschwetntnablagerung
ausgesetzt wird, verursachen in diesen Rinnen eine entsprechende Veränderung oder
einen Wechsel in der Neigung, der Länge oder Dicke der Anschwemmablagerung.
-
Es ist bekannt, durch die Veränderung in der
Stärke
der Anschwemmablagerungen in den Waschrinnen die Ausscheidung spezifisch schwerer
Stoffe mittels einer Anzahl von Ausscheideeinrichtungen in diesen Rinnen zu steuern.
-
Die Steuerung dieser Ausscheidung bei den verschiedenen Rinnen der
Waschanlage steht, wenn sie einzig von der Stärke der in den einzelnen Rinnen sich
bildenden Anschwemmablagerungen abhängt, damit nicht notwendig in enger Beziehung
zu den Veränderungen in der Art oder dem Volumen der in der zu behandelnden Kohle
oder Erz eingeschlossenen spezifisch schweren Stoffe und kann daher technische Nachteile,
wie güte- und mengenmäßig ungenügende Durchsätze der Waschanlagen, mit sich bringen
und das Zurückführen eines zu großen Anteils des Gutes zum Wiederwaschen erforderlich
machen.
-
Die Erfindung sichert automatisch zu genauen Zeiten und innerhalb
beliebig regelbarer Grenzen eine Veränderung der Durchsätze einer Anzahl von Ausscheideeinrichtungen
in einer oder mehreren der folgenden Rinnen einer Waschanlage entsprechend den Veränderungen
der Art und des Volumens des zu behandelnden Materials, die durch Veränderungen
des Profils der Anschwemmablagerung in der ersten Rinne der Anlage angezeigt werden.
Dies geschieht dadurch, daß durch die Längen-, Dicken-oder Neigungsänderung der
Anschwemmablagerung in der ersten Rinne der Ausstoß der abgeschiedenen dichten Stoffe
aus den Entladeeinrichtungen der ersten und einer oder mehrerer der folgenden Rinnen
verändert wird, gegebenenfalls unter zusätzlicher, von der Längen-, Dicken- oder
Neigungsänderung der Anschwemmablagerung in den folgenden Rinnen ausgehender Steuerung
der Öffnungen der Entladeeinrichtungen der erwähnten folgenden Rinnen.
-
Zu diesem Zweck verwendet die Erfindung an den Rinnen angebrachte
Elektroden, photoelektrische Zellen oder Schwimmer, die, je nach der Höhe des Inhalts
der Rinnen, elektrische Vorrichtungen betätigen, die die Steuerung des Ausstoßes
aus den Entladeeinrichtungen bewirken. Aufwärts sich bewegende Wasserströme können
auch verwendet werden, um eine weitere Trennung in den Ausscheideeinrichtungen zu
sichern.
-
Beispielsweise wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
eine gemäß der Erfindung angeordnete Anlage beschrieben.
-
Abb. i ist eine schematische Darstellung einer Waschanlage mit drei
Rinnen.
-
Abb. 2 und 3 zeigen im Schnitt eine Ausscheideeinrichtung und in einem
Horizontal- sowie Profilschnitt die Einrichtung, welche die Wirkungsweise der Auslaßöffnungen
steuert.
-
Abb.4 ist eine schematische Darstellung im Längsschnitt eines Teiles
der in Abb. i gezeigten Anlage.
-
In diesen Abbildungen bedeutet 6 die Waschrinnen, deren Länge, Neigung
und Weite geeignet sind, das Sortieren durch Anschwemmablagerung des Materials zu
bewirken, das sie zur Behandlung aufnehmen. Die spezifisch schweren Substanzen werden
in den Rinnen aussortiert und in Zeitabständen durch Ausscheideeinrichtungen der
in den Abb. 2 und 3 gezeigten Art entfernt; die Steuerung für das Öffnen oder Schließen
der genannten Einrichtungen erfolgt automatisch.
-
Jede Ausscheideeinrichtung besteht aus einem Körper 7, dessen oberer
Teil einen mit dem Boden der Waschrinne kommunizierenden Kanal 8 besitzt; an dem
unteren Teil des Körpers 7 befindet sich eine Entladeöffnung 9 mit zwei Schließteilen
io und i i. Der Teil io ist stationär, während die Steuerung des Öffnens oder Schließens
der Entladeöffnung durch den beweglichen Schieber i i bewirkt wird, der elektrisch
angetrieben wird.
-
In Abb. 4 sind die Kontakte als eine Reihe von Elektroden A1 bis Alo
gezeigt, die elektrisch gegenüber den Rinnen isoliert und an einer der Seitenwände
der letzteren in einer geeigneten Höhe über dem Boden und passend voneinander entfernt
befestigt sind.
-
Je nachdem, ob diese Kontakte durch das behandelte Material bedeckt
sind oder nicht, dessen Veränderung hinsichtlich der Länge, Dicke oder Neigung von
der Art oder dem Volumen des genannten Materials abhängig ist, schalten sie die,
elektrischen Stromkreise ein oder aus, welche die elektrischen Apparate steuern,
die das Öffnen oder Schließen der Entladeöffnungen 9 bewirken. Während die in den
auf die erste Rinne folgenden Rinnen angeordneten Kontakte nur die Veränderung der
Auslässe der Ausscheideeinrichtungen beeinflussen, die an der Rinne vorgesehen sind,
an der diese Kontakte angeordnet sind, betätigen die an der ersten Rinne angeordneten
Kontakte nicht nur die Ausscheideeinrichtungen der ersten Rinne, sondern auch eine
oder mehrere Ausscheideeinrichtungen der folgenden Rinnen.
-
Die Güte oder Menge des in der ersten Rinne behandelten Materials
beeinflußt so das Arbeiten aller Rinnen der Anlage. Die Mehrzahl der das Öffnen
und Schließen der Entladeöffnungen der Mehrzahl von elektrisch betätigten Ausscheidern
überwachenden Kontakte sichert ein vollendetes Fortschreiten in dem Ausscheiden
des spezifisch schweren Materials, das in dem unter Behandlung befindlichen Erz
enthalten ist.
-
Wenn z. B. der Anschwemmniederschlag in der ersten Waschrinne eine
Leitlinie von d aus besitzt, entlädt nur eine gewisse Anzahl von Ausscheideeinrichtungen
an jeder der verschiedenen Waschrinnen. Wahlweise können auch fast alle Ausscheider
der Anlage entladen, aber eine Anzahl von diesen nur in einem sehr begrenzten Ausmaß.
-
Wenn die Leitlinie der Anschwemmablagerung von a nach b wechselt,
wird die Elektrode A1 tiefer bedeckt und schließt andere elektrische Stromkreise.
Hierdurch werden andere an den ersten, den zweiten und möglicherweise den dritten
Rinnen vorgesehene Ausscheider in einem solchen Ausmaß geöffnet, da$ sie in der
ersten Waschrinne mit der Vergrößerung in der Ablagerung des dichten Materials durch
ein größeres Entladen des dichten Materials fertig
werden und an
den unteren Rinnen in solcher Weise, daß sie die zusätzlichen Materialien abziehen,
die jeder von diesen Waschrinnen durch Bewirken zusätzlicher Entladungen von der
'ersten Waschrinne zugeführt werden.
-
Wenn, einer größeren Menge spezifisch schwerer (dichter) Stoffe in
dem zu behandelnden Material entsprechend, die Anschwemmablagerung eine andere Begrenzungslinie
hat, wie von b, von c usw., werden neue Elektroden bedeckt und neue Ausscheider
an den verschiedenen Rinnen geöffnet, um eine größere Entladung zu gewährleisten.
-
Die vergrößerten Entladungen von der ersten Waschrinne haben die ausgesprochene
Tendenz und Wirkung, das Profil der Anschwemmablagerung in dieser Rinne auf eine
verkleinerte Länge und Dicke zurückzuführen, so daß elektrische Kontakte sich öffnen
und die Entladeöf-fnungen 9 der von diesen Kontakten gesteuerten Ausscheider sich
fallweise schließen.
-
Durch die automatische Kontrolle der Steuerung des Öffnens und Schließens
einer Anzahl-von Ausscheidern ist es also möglich, die Anschwemmablagerung in solcher
Weise zu überwachen, daß ihr Anfang sich gewöhnlich z. B. zwischen den Begrenzungslinien
von a und von b hält und innerhalb dieser Grenzen infolge der Schwankungen in der
Art und dem Volumen der Materialien schwankt.
-
Die Anscbwemmalilagerungen in den folgenden Rinnen sind auch Schwankungen
in ihren Kennzeichen entsprechend der Anzahl und dem Ausstoß der Ausscheider ausgesetzt,
die diese Rinnen beliefern und von diesen gleichen Rinnen abziehen, und Kontakte
A6 bis Alo sind, wie beispielsweise in Abb. a der Zeichnung gezeigt ist, für die
Kontrolle der genannten folgenden Rinnen angeordnet, aber es ist ersichtlich, daß
die Funktion dieserKontakteAo bis Al. die der ersten Kontakte A1 bis
AS ergänzt.
-
Bei der Erfindung besteht der Zweck der Kontakte darin, die Überwachung
der Ausscheidung dichter Stoffe in den Rinnen, an denen sie angeordnet sind, aufrechtzuerhalten,
deren Menge durch die der Anschwemmablagerung in der ersten Waschrinne gesteuert
wird. Diese Aufrechterhaltung des Ausscheidungsdurchsatzes in diesen Rinnen wird
erzielt, wenn die Anschwemmablagerung in der ersten Rinne in ihrer Größe vermindert
wird, während die Allagerung in der oder den den Kontakten As bis .-11o entsprechenden
Rinnen noch nicht dem erforderlichen Ausmaß der Verminderung unterzogen -,worden
ist.
-
Die zeitweise Aufrechterhaltung dieser Ausscheidung führt zu einer
gewünschten Verminderung in der Größe der Anschwemmablagerung in diesen letzteren
Rinnen und begünstigt eine raschere endgültige Beseitigung von vollständig gradierten,
spezifisch .schweren Produkten, während sie gleichzeitig der Rücknahme einer zu
großen Menge unvollkommen gereinigten Gutes in den Waschkreislauf vorbeugt.