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DE1226951B - Steuersystem fuer den Feststoffaustrag von Nassklassierern - Google Patents

Steuersystem fuer den Feststoffaustrag von Nassklassierern

Info

Publication number
DE1226951B
DE1226951B DEE28173A DEE0028173A DE1226951B DE 1226951 B DE1226951 B DE 1226951B DE E28173 A DEE28173 A DE E28173A DE E0028173 A DEE0028173 A DE E0028173A DE 1226951 B DE1226951 B DE 1226951B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
discharge
control
valve
timer
sand
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE28173A
Other languages
English (en)
Inventor
Clement B Cochran
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eagle Iron Works
Original Assignee
Eagle Iron Works
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eagle Iron Works filed Critical Eagle Iron Works
Priority to DEE28173A priority Critical patent/DE1226951B/de
Publication of DE1226951B publication Critical patent/DE1226951B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B11/00Feed or discharge devices integral with washing or wet-separating equipment

Landscapes

  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B 03 b
Deutsche KL: la-6
Nummer: 1226 951
Aktenzeichen: E 28173 VI a/l a
Anmeldetag: 19. November 1964
Auslegetag: 20. Oktober 1966
Die Erfindung betrifft ein Steuersystem für den Feststoffaustrag von Naßklassierern, insbesondere Freifallklassierern, mit in Abhängigkeit vom Feststoffniveau elektrisch gesteuerten Ventil-Feststoff austrägen und Klarwasserüberlauf.
Ein typischer Freifallklassierer, d. h. mit Gleichfälligkeitsstufen arbeitender Stromapparat, wie er für die Klassierung von Sand oder anderen körnigen Feststoffen verwendet wird, besteht aus einem langgestreckten Behälter, in den eine Aufschlämmung aus Sand od. dgl. und Wasser eingeleitet wird. Das Sand-Wasser-Gemisch strömt am einen Ende in den Behälter ein, während am anderen Ende des Behälters ein Wasserüberlauf stattfindet. Der Sand setzt sich am Boden des Behälters ab, und zwar die größeren Teilchen nahe dem Einlaufende und die kleineren Teilchen mit zunehmender Feinheit in Richtung zum Überlaufende des Behälters. Längs des Behälterbodens sind in Abständen Sandauslässe für das Austragen der verschiedenen Korngrößen des Sandes angeordnet. Man läßt den Sand sich an den einzelnen Auslässen bis zu einer bestimmten Höhe ansammeln. Indem man den Sand mit ungefähr der gleichen Geschwindigkeit, wie er sich ansammelt, .austrägt, kann man ihn dazu verwenden, die Austragsöffnungen gegen das überströmende Wasser .abzudichten. Es wird daher durch die Austragsöffnungen lediglich Naßsand ausgetragen, während an der Oberseite des Behälters im wesentlichen klares Wasser überläuft. Die verschiedenen Bodenauslässe tragen unterschiedliche Korngrößenfraktionen aus, die durch eine oder mehrere Längsrinnen oder -leitungen abfließen. Indem man den Austrag in die Abfließrinnen steuert, kann man die Kornzusammensetzung des Sandes in den Abfließrinnen beeinflussen, um Produkte einer bestimmten Kornzusammensetzung herzustellen.
Wie man sieht, erfüllt ein solcher Freifallklassierer zwei Hauptaufgaben, nämlich, überschüssiges Wasser zu entfernen und den Sand in verschiedene Korngrößenbereiche zu klassieren. Diese verschiedenen Korngrößen werden anschließend in bestimmten Mengen wieder zusammengemischt, um eine bestimmte Kornverteilung im Produkt zu erhalten.
Um die gewünschte Kornverteilung von Sand aus einem gegebenen Rohprodukt zu erhalten, muß man die Austragsmengen an den verschiedenen Auslässen im Boden des Stromapparates relativ zueinander regulieren. Dies kann mit Hilfe von Spalttrichtern od. dgl. erfolgen, die so eingestellt werden, daß die mengenmäßige Zusammensetzung der einzelnen Korngrößenfraktionen eingehalten wird. Wenn sich jedoch die Zusammensetzung des aufgegebenen Roh-
Steuersystem für den Feststoffaustrag von
Naßklassierern
Anmelder:
Eagle Iron Works, Des Monies, Ia. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Sommerfeld und Dr. D. v. Bezold,
Patentanwälte, München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
Clement B. Cochran, Des Moines, Ia. (V. St, A.)
sandes erheblich ändert, kann es erforderlich sein, die Einstellung der Steuerorgane ziemlich häufig zu verändern, um die Kornverteilung innerhalb der erforderlichen Grenzen zu halten. Bei vielen Anlagen kann es sich als notwendig erweisen, daß man stündlich die Zusammensetzung des Produktes nachkontrolliert und die Austragsventilsteuerungen nachstellt. Dies ist zeitraubend und in vielen Fällen ziemlich unwirtschaftlich.
Die Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Auswirkung von Veränderungen in der Zusammensetzung des einer Klassieranlage, beispielsweise einem Freifallklassierer, aufgegebenen Sandes oder sonstigen körnigen Gutes effektiv zu beseitigen oder minimal klein zu halten.
Ene spezielle Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine laufende Probenahme des ausgetragenen Sandes bei einem Freifallklassierer unnötig zu machen.
Weiter sollen die verhältnismäßig großen Verluste an Nutzsand oder anderweitigem körnigem Gut, die sich im Betrieb eines Freifallklassierers oder einer ähnlichen Klassieranlage auf Grund verhältnismäßig geringfügiger Änderungen in der Zusammensetzung des Rohgutes ergeben, vermieden werden. Ein spezielles Merkmal der Erfindung liegt darin, daß für diesen Zweck eine Zeitsteuerung mit motorisch angetriebenen Verzögerungsrelais oder anderen Zeitgebern vorgesehen ist.
Eine zusätzliche Aufgabe besteht darin, eine wirksame und zweckmäßige Einrichtung zum Regulieren
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der Ansprechempfindlichkeit einer automatischen Steuerung für den Freifallldassierer od. dgl. für Änderungen in der Zusammensetzung des Rohgutes zu schaffen.
Weiter soll eine neuartige und verbesserte Steuerung vorgeschlagen werden, die es in praktischer Weise ermöglicht, zwei oder mehr Produkte ohne Rücksicht auf die Verschiedenheit derselben in einem einzigen Arbeitsgang des Klassierers od. dgl. aufzubereiten. Im Zusammenhang hiermit sollen die relativen Mengen zweier oder mehrerer Sorten, die im wesentlichen gleichzeitig mit einer einzigen Klassieranlage zubereitet werden, nach Wunsch dosiert werden können.
Erfindungsgemäß ist ein Steuersystem der eingangs genannten Art vorgesehen, bei dem an jedem Feststoffaustrag ein in an sich bekannter Weise den Spiegel der sich ansammelnden Feststoffe wahrnehmendes, die Austragung bei Unterschreiten eines bestimmten Feststoffspiegels unterbrechendes Rührwerk mit einem Fühlorgan sowie Tellerventile mit dazugehörigen Ventilsteuerorganen vorgesehen sind und daß von dem Fühlorgan eine dem betreffenden Feststoffaustrag zugeordnete, individuell einstellbare elektrische Meßschaltung betätigbar ist, welche die durch die betreffenden Tellerventile ausgetragene Feststoffmenge mißt und mit den entsprechenden Ventilsteuerorganen über eine gemeinsame elektrische Steuerschaltung mit einem Rückstellrelais zum Rückstellen sämtlicher Meßschaltungen nach beendeter Austragung einer voreingestellten Gutmenge durch den letzten Feststoffaustrag gekoppelt ist.
Die Verwendung.von den Spiegel der sich ansammelnden Feststoffe wahrnehmenden Rührwerken mit Fühlorganen in Sandklassierem ist an sich bekannt. Jedoch wurde bisher noch nicht vorgeschlagen, derartige Rührwerke in Verbindung mit einem Steuersystem für den Feststoffaustrag von Naßklassierern mit elektrisch gesteuerten Ventil-Feststoffausträgen, wie es die Erfindung vorsieht, anzuwenden.
Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen ersichtlich. Es zeigt
Fig. 1 eine Grundrißansicht eines Freifallklassierers mit einer Steuerung gemäß einer Ausführangsform der Erfindung, wobei ein Teil des Behälters weggeschnitten ist, um die Innenkonstruktion zu zeigen,
Fig. 2 einen Querschnitt ungefähr entlang der Linie 2-2 in Fig. 1,
F i g. 3 eine Grundrißansicht eines Teils der Steuerung für den Klassierer nach F i g. 1 in etwas vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 einen Längsschnitt ungefähr entlang der Linie4-4 in Fig. 1,
F i g. 5 einen Querschnitt ungefähr entlang der Linie 5-5 in F i g. 1, jedoch in gegenüber der F i g. 1 erheblich vergrößertem Maßstab,
Fig. 6 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steuerung für den Klassierer nach Fig. 1 bis 5 und
F i g. 7 ein Blockschaltbild einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steuerung.
Die F i g. 1 bis 4 zeigen den Grundmechanismus eines Freifallklassierers 10, der mit der erfindungsgemäßen Steuerung arbeitet. Der Freifallklassierer 10 besteht aus einem Hauptbehälter mit einem Grobsandabschnitt 11 und einem Feinsandabschnitt 12, die zu einer einheitlichen. Konstruktion zusammengefügt sind. Am linken Ende des Behälters 10 (F i g. 1 und 4) befindet sich ein Einlaufkasten 13, an den eine Aufgaberutsche 14 angeschlossen ist. Der Einlaufkasten 13 hat eine in das Innere des Behälterteils 11 mündende Öffnung 15. Zusätzlich kann auf der Einlaufseite des Tankes ein Hilfswassereinlauf 16 vorgesehen werden.
. Der Behälter 10 hat sieben, allgemein mit 21 bis
ίο 27 bezeichnete Sandausträge. Der Austrag 21 befindet sich am Einlaufstutzen 13, und der Austrag 27 liegt am entgegengesetzten oder Überlaufende des Behälters. Auf Grund des im einzelnen bekannten Klassiervorganges in einem Stromapparat haben die an den Austrägen 21 bis 27 sich ansammelnden Sandmengen zunehmend größere Feinheit.
F i g. 2 und 3 zeigen die Ausbildung einer der Austragsvorrichtungen, und zwar im vorliegenden Fall des ersten Austrages.21. Da sämtliche Sandauslässe
ao im wesentlichen gleichartig ausgebildet sind, ist die in F i g. 2 und 3 gezeigte Konstruktion als typisch für sämtliche Sandaustragsvorrichtungen anzusehen. Wie man in F i g. 1 bis 3 sieht, besteht die Austragsvorrichtung 21 aus einem oberen Rahmen mit zwei Querstäben 31 und 32, die auf in geeigneter Weise auf einem Innenabschnitt 35 des Behälters 10 angeordneten Pfosten 33 und 34 ruhen. Eine Montageplatte 36 trägt einen Rührmotor 37, an dem ein Schaltarm 38 angebracht ist. Eine Motorwelle ist außerdem mit einer nach unten stehenden Rührerwelle 39 verbunden, die einen in der Nähe des Bodens angeordneten Rührer 41 trägt. Der obere Teil der Rührerwelle 39 kann von einem Schutzrohr 42 umhüllt sein, welches das Rührwerk gegen das den Behalter durchströmende Wasser abschirmt. Der Schaltarm 38 (Fig. 3) wird durch geeignete Mittel, beispielsweise eine Feder 43, die mit einem auf der Platte 36 angeordneten Bügel 44 verbunden ist, in einer Ausgangslage festgehalten. Der Schaltarm 38 kann durch Drehung in Kontakt mit einem ebenfalls auf der Platte 36 angeordneten Fühlschalter 45 gebracht werden.
Die Montageplatte 36 trägt außerdem drei solenoidbetätigte hydraulische Ventilsteuerorgane 51, 52 und 53, die über geeignete Leitungen mit drei Ventilsteuerzylindern 58, 59 bzw. 60 verbunden sind. Die Zylinder 58, 59 und 60 sind mechanisch mit drei Ventilstangen 55, 56 bzw. 57 verbunden (F i g. 2). Die Stangen 55, 56 und 57 werden für die Betätigung von drei Auslaßventilen 61, 62 bzw. 63 verwendet.
Die Ventile 61, 62 und 63 münden in drei verschiedene Sandaustragsleitungen 65, 66 bzw. 67. Die Austragsrinnen 65 bis 67 verlaufen über die gesamte Länge des Tankes 10 und sind einzeln an drei Sandgemischauslässen 71, 72 bzw. 73 angeschlossen. Die einzelnen Auslässe 71 bis 73 können jeweils mit einer Entwässerungsschnecke zum Entfernen von überschüssigem Wasser verbunden sein, von wo aus der Sand über eine Fördereinrichtung (nicht dargestellt) zu einer Ablagerungsstelle transportiert wird.
Wie oben erwähnt, sind die einzelnen Ventilbetätiger 51, 52 und 53 solenoidgesteuerte hydraulische Einrichtungen. Das Druckmittel für die Ventile wird von einer Pumpe75 (Fig. 1) geliefert, die durch einen Elektromotor 76 angetrieben ist. Die Pumpenanordnung 75 kann den üblichen Druckmittelbehälter sowie geeignete Absperr- und Ablaßventile enthalten. Die Pumpe ist mit den Organen 51, 52 und 53 über
eine Druckleitung 77 und eine Rückführleitung 78 verbunden. Die eine Pumpe 75 steuert sämtliche Ventilbetätiger an den verschiedenen Austragen 21 bis 27 und ist daher mit jedem Austrag über ein Hauptsteuerleitungsgehäuse 79 verbunden. Das Leitungsgehäuse 79 kann außerdem geeignete elektrische Anschlüsse für die Solenoide zum Betätigen der Ventile an den einzelnen Austragen enthalten.
Wenn der Apparat in Betrieb gesetzt wird, werden sämtliche Rührmotoren, wie z. B. der Motor 37 (F i g. 3) eingeschaltet. Diese Motoren bewirken eine relativ freie Umdrehung der Rührschaufeln im Wasser. Der am Motorgehäuse angeordnete Schaltarm 38 wird durch die Feder 43 außer Kontakt mit dem Fühlschalter 45 gehalten. In dieser Stellung des Armes 38 ist der Schalter 45 geöffnet. Wenn sämtliche dieser Schalter geöffnet sind, werden alle Ventile der Austragsvorrichtungen 21 bis 27 geschlossen gehalten, und der Sand beginnt sich am Boden des Behälters 10 anzusammeln.
Betrachtet man beispielsweise den Sandaustrag 21 (F i g. 2), so sieht man, daß der Sand 81 schließlich einen so hohen Spiegel erreicht, daß die rotierende Rührschaufel 41 in ihn eintaucht. Dadurch wird die Schaufel gebremst und der Ständer des Motors 37 um seine Welle gedreht. Durch die Motordrehung wird entgegen der Kraft der Feder 43 der Arm 38 in Kontakt mit dem Fühlschalter 45 geschwenkt. Als Folge davon werden einer, zwei oder drei der Ventilsteuerzylinder 58 bis 60 durch die solenoidbetätigten Steuerventile 51, 52 bzw. 53 betätigt. Dies hat eine Öffnung des bzw. der dazugehörigen Austragsventile der Gruppe 61 bis 63 zur Folge, so daß Sand in eine oder mehrere der Austragsrinnen 65 bis 67 abfließt. Durch die Entleerung von Sand in die Rinnen wird der Sandspiegel im Behälter im Bereich der Austragsstation 21 gesenkt und schließlich die Schaufel 41 für die weitere Umdrehung freigegeben. Sobald die Schaufel 41 frei rotieren kann, dreht die Feder 43 den Motor 37, so daß der Schaltann 38 wieder vom Fühlschalter 45 abgehoben wird. Dadurch werden die solenoidgesteuerten Ventile 51 bis 53 betätigt, woraufhin die hydraulischen Ventilheber 58 bis 60 die Sandauslaßventile schließen. Dieser Vorgang dauert während des gesamten Betriebes an, wobei die erfindungsgemäße Steuereinrichtung die Ventile selektiv so steuert, daß sich jeweils Sand einer bestimmten Korngröße oder Sorte bei wichtedifferenziertem Aufgabegut in den Austragsrinnen 65 bis 67 ansammelt, wie ausführlicher im Zusammenhang mit F i g. 5 bis 7 beschrieben werden wird. Selbstverständlich müssen bei dieser Betriebsweise Motoren verwendet werden, die über längere Dauer blockieren können, ohne sich dabei zu überhitzen.
Fig. 5 zeigt im einzelnen die mechanische Konstruktion der Austragsvorrichtung 21. Der Rührmotor 37 ist mit einer Spindelanordnung 82 verbunden, die durch geeignete Schublager, beispielsweise die Kugellager 83, in einer auf der Montageplatte 36 angeordneten Büchse 84 gelagert ist. Die Büchse 84 besteht aus einer oberen Verlängerung des nach unten stehenden Schaufel-Rührwellenschutzrohres 42. Das untere Ende der Spindelanordnung 82 ist auf geeignete Weise, beispielsweise durch die gezeigte Stiftverbindung, mit der Rührwellenstange 39 verbunden.
Die Kolbenstange 86 für den Ventilsteuerzylinder 58 trägt an ihrem unteren Ende einen Gabelkopf 87.
Das untere Ende des Gabelkopfes 87 besteht aus einem Gewindehals 88, in den das obere Ende der Ventilstange 55 eingeschraubt ist. Durch eine geeignete Sperrmutter 89 wird die Stange 55 im Halsteil 88 des Gabelkopfes arretiert, sobald die gewünschte Längeneinstellung der Stange vorgenommen ist. Die sich ergebende Verbindung zwischen der Zylinderstange86 und der Ventilstange 55 ermöglicht eine bequeme und genaue Einstellung der Länge der Ventilstange, so daß das Ventil einwandfrei schließt. Außerdem läßt sie eine geringe Fehljustierung zwischen dem Steuerzylinder 58 und dem Ventil 61 zu, so daß die Einstellung des Ventilsteuerzylinders in bezug auf das Ventil selbst nicht mehr ganz so kritisch ist.
Das Ventil 61 in der gezeigten Ausführungsform hat ein Ventilführungs- und -sitzteil 92, das am Boden 90 des Behälters befestigt ist. Der Ventilführungssitz 92 hat einen einspringenden Flanschteil 92,
ao der den eigentlichen Ventilsitz bildet. Dieser Flansch
92 umfaßt eine verhältnismäßig große Mittelöffnung
93 in dem das Teil 91 bildenden Gußstück. Das untere Ende der Ventilstange 55 trägt einen Ventilteller 94, auf dessen Oberseite eine Dichtung 95 anas geordnet ist, die den Sitzflansch 92 des Teils 91 erfaßt. Für die Befestigung des Ventiltellers 92 auf der Stange 55 hat die Stange an ihrem unteren Ende ein Gewinde, das durch den Ventilteller geschraubt wird, wobei die Befestigung mittels geeigneter Muttern 96 erfolgt. Vorzugsweise ist der oberhalb des Ventiltellers befindliche Teil der Ventilstange 55 von einer Schutzhülse 97 eingefaßt, um ihn vor Abrieb durch den Sand 81 zu schützen.
F i g. 6 zeigt ein verallgemeinertes Blockschaltbild einer Steuerung für den Klassierapparat 10 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Im Blockschaltbild ist der Energieversorgungsteil für die Steuerung allgemein durch den Block 101 angedeutet. Der Pumpenmotor 76 (F i g. 1 und 4) ist ebenso wie die einzelnen Rührwerksmotoren entsprechend dem Motor 37 (Fig. 3 und 5) an die Energieversorgung angeschlossen. Die auf den Motor 37 folgenden Rührmotoren sind in F i g. 6 mit den Bezugsnummern 37-2 bis 37-7, entsprechend den Sandaustragsvorrichtungen 22 bis 27, bezeichnet.
Der für die Steuerung der Austragsvorrichtung 21 dienende Teil des Steuersystems 100 nach F i g. 6 enthält eine Fühlereinrichtung 45, die bestimmt, wann Sand aus der Station ausgetragen wird. Diese Fühleinrichtung entspricht dem Schalter 45 (F i g. 3), der anspricht, wenn die Drehung der Schaufel 41 an der ersten Austragsvorrichtung blockiert und dadurch angezeigt wird, daß eine für den Austrag ausreichende Menge Sand sich angesammelt hat. Die Fühleinrichtung45 ist zwischen die Energieversorgung 101 und zwei Zeitgeber 111 und 112 geschaltet. Der Zeitgeber 111 ist über eine Steuereinheit 113 mit dem Ventilbetätiger 51 für das erste Ventil 61 am ersten Austrag verbunden. Der Zeitgeber 112 ist in entsprechender Weise über die Steuereinheit mit dem Ventilbetätiger 52 verbunden. Der Zeitgeber 111 steuert hauptsächlich den Ventilbetätiger 52. Zusätzlich sind die beiden Zeitgeber 111 und 112 über die Steuereinheit 113 mit dem Ventilbetätiger 53 gekoppelt, um den dritten Ventilbetätiger zu steuern. Die übrigen Sandaustragsvorrichtungen 22 bis 27 werden in entsprechender Weise durch das Steuersystem 100 gesteuert. So enthält z. B. die Steuerein-
richtung für Austrag 22 einen Fühler 45-2, der mit zwei Zeitgebern 111-2 ist mit einem ersten Ventilbetätiger 51-2 .am Sandaustrag 22 verbunden. Der Zeitgeber 112-2 ist mit einem zweiten Ventilbetätiger 52-2 verbunden. Die beiden Zeitgeber 111-2 und 112-2 sind mit dem dritten Ventilbetätiger 53-2 an diesem Austrag gekoppelt. Wiederum erfolgen sämtliche Verbindungen durch die Steuereinheit 113. Eine entsprechende Anordnung, bestehend aus einem Fühler 45-3, zwei Zeitgebern 111-3 und 112-3 und einzelnen Ventilbetätigern 51-3, 52-3 und 53-3, ist für die Steuerung der Sandaustragsvorrichtung 23 vorgesehen. Die restlichen Steuerungen für die Stationen 24 bis 27 sind gleichartig ausgebildet.
Wenn das Steuersystem 100 in Betrieb gesetzt ist und nachdem sich am Boden des Behälters Sand angesammelt hat, nimmt der Fühler 45 die Ansammlung einer für den Austrag 21 ausreichenden Menge Sand wahr. Bei Ansprechen des Fühlers werden beide Zeitgeber 111 und 112 betätigt, wodurch Arbeits-Stromkreise über die Fluktuationssteuereinheiten mit den Ventilbetätigern 51 bzw. 52 geschlossen werden. Dies hat zur Folge, daß durch die von den Betätigern 51 und 52 gesteuerten Ventile 61 und 62 Sand abgelassen wird, so daß die gröbste Sandfraktion durch die Ventile 61 und 62 in die entsprechenden Austragsrinnen 65 und 66 fließt. Die Schaltungsverbindung von den Zeitgebern zum Ventilbetätiger 53 ist so ausgebildet, daß jedoch dieser Ventilbetätiger abgeschaltet bleibt und kein Sand über das dritte Ventil 63 des Austrage 21 abfließt. Dieser Vorgang dauert intermittierend, entsprechend dem jeweiligen Sandspiegel im Behälter 10, so lange an, bis einer der Zeitgeber 111 und 112 abschaltet.
Angenommen, der Zeitgeber 111 sei der erste im System 100, der seinen Arbeitszyklus beendet. In diesem Fall läßt die Fluktuationssteuereinheit 113 die zuvor hergestellten Schaltungsverbindungen über ein vorbestimmtes Verzögerungsintervall bestehen, währenddessen der Austrag von Sand durch die beiden Ventile 61 und 62 unter der Steuerung des Fühlers 45 andauert. Am Ende dieses Verzögerungsintervalls wird der Arbeitskreis für den Ventilbetätiger 51 in der Steuereinheit 113 unterbrochen. Danach wird, vorausgesetzt, daß der Zeitgeber 112 noch nicht ausgezählt hat, der Sand am Austrag 21 nur noch durch das vom Ventilbetätiger 52 gesteuerte Ventil 62 abgelassen. Danach, wenn der Zeitgeber 112 seinen Arbeitszyklus beendet und ausgeschaltet hat, wird der Arbeitskreis für den Ventilbetätiger 52 in der Steuereinheit 113 unterbrochen und der Ventilbetätiger 53 eingeschaltet, so daß anschließend der Sandaustrag über das dritte Auslaßventil 63 in die dritte Austragsrinne67 (Fig. 2) erfolgt. Dieser Zustand hält so lange an, bis das gesamte Steuersystem rückgestellt wird, wie später beschrieben werden wird.
Die übrigen Austragsvorrichtungen 22 bis 27 arbeiten in der gleichen Weise.
Im Zusammenhang mit der Arbeitsweise des Steuersystems 100 und insbesondere der Austragsvorrichtung 21 war von einer Verzögerung im Anschluß an das Abschalten des Zeitgebers 111 die Rede. Diese Verzögerung ist jedoch nicht bei jedem Arbeitszyklus des Zeitgebers 111 wirksam. Vielmehr erfolgt die Verzögerung lediglich in bezug auf den jeweils ersten der drei Zeitgeber 111,111-2,111-3 usw. für jeweils diejenigen Ventile in den verschiedenen Austragen, die in die gleiche Rinne wie das vom Ventilbetätiger 51 gesteuerte Ventil 61 austragen. So wird, wenn der Zeitgeber 111-3 auszählt, ehe der Zeitgeber 111 seinen Arbeitszyklus beendet hat, durch die Steuereinheit 113 der Arbeitskreis für den Ventilbetätiger 51-3 verzögert unterbrochen. Danach, wenn die Zeitgeber 111 und 111-2 sowie die entsprechenden Zeitgeber der anderen Stationen 24 bis 27 ihren Arbeitszyklus beenden, wird keine Verzögerung mehr wirksam. Wenn daher der erste der Zeitgeberserie 111 ausgezählt hat, liefert die Steuereinheit 113 eine vorbestimmte Verzögerung bei der Abschaltung des entsprechenden Ventilbetätigers. Diese Verzögerung erfolgt lediglich in bezug auf den ersten Zeitgeber der Serie 112, der seinen Arbeitszyklus beendet. Nachdem der erste Zeitgeber dieser Serie seinen Arbeitszyklus beendet hat und das Verzögerungsintervall verstrichen ist, schalten die übrigen Zeitgeber in der Serie 112 die dazugehörigen Ventilbetätiger bei Beendigung ihrer entsprechenden Arbeitszyklen augenblicklich, d. h. ohne Verzögerung .ab.
Diese durch die Steuereinheit 113 eingeführte Verzögerungswirkung ist von außerordentlichem Vorteil bei der Aufbereitung von bestimmten Sandsorten. Um die vorteilhafte Auswirkung dieser Verzögerung zu verstehen, muß man sich vor Augen halten, da/3 eine Sandsorte gewöhnlich gewisse Abweichungen in bezug auf die einzelnen Korngrößen mit sich bringt. Man kann daher den Gesamtaustrag aus irgendeiner der Austragsvorrichtungen 21 bis 27 mindestens in einem gewissen Maße verändern, ohne von der Sorte abzuweichen. Wenn der Einlauf in den Klassierer 10 sich in einem solchen Maße ändert, daß die Menge der sich beispielsweise an der Vorrichtung 23 ansammelnden Korngrößen ansteigt, kann man vielfach ohne weiteres eine entsprechende Erhöhung im Gesamtaustrag dieser Vorrichtung in einer oder beider der Sortenrinnen 65 und 66 unter der Steuerung der Ventilbetätiger 51-3 und 52-3 vornehmen, ohne von dem Sortenbestimmen abzuweichen. Die durch die Steuereinheiten 113 bewirkte Verzögerung ermöglicht eine Fortdauer des Betriebes über ein begrenztes Zeitintervall, wodurch das Steuersystem 100 in die Lage gesetzt wird, eine Anpassung an derartige Fluktuationen oder Schwankungen in der Zusammensetzung des in den Klassierer einlaufenden Sandes vorzunehmen. Das heißt, die durch die Einheit 113 bewirkte Verzögerungssteuerung ermöglicht eine fortdauernde, ununterbrochene Aufbereitung der beiden Sandsorten, auf welche die beiden Zeitgeberserien anfänglich eingestellt worden sind, ohne Rücksicht auf Schwankungen in der Zusammensetzung des Einlaufs in den Klassiertank. Dadurch werden die verhältnismäßig großen Verluste an Nutzsand vermieden, die andernfalls in Kauf genommen werden müßten, wenn die einzelnen Zeitgeber starr steuern wurden. Wenn eine bestimmte Sandsorte in bezug auf einzelne Korngrößen auf geringe Toleranzen begrenzt ist, muß man natürlich für dieses Erzeugnis das von der Steuereinheit 113 eingeräumte Verzögerungsintervall verhältnismäßig kurz halten. Andererseits kann man in Fällen, wo für eine Sorte ein verhältnismäßig weiter Bereich von einzelnen Korngrößen zulässig ist, das Verzögerungsintervall entsprechend verlängern. Diese Regulierung des Verzögerungsintervalls, die vorzugsweise unabhängig für die beiden verschiedenen Zeitgeberserien ausgebildet wird, liefert somit
ein wirksames und bequemes Mittel zum Steuern der Ansprechempfindlichkeit des Systems 100 in bezug auf die einzelnen Sandsorten, die durch die Rinnen 65 und 66 des Klassierers 10 ausgetragen werden.
In einer gegebenen Anlage kann es wünschenswert sein, eine verhältnismäßig große Menge einer Sandsorte und zugleich eine erheblich kleinere Menge einer anderen Sandsorte zu verarbeiten. Dies läßt sich mittels des Steuersystems 100 in der Weise vornehmen, daß man die relativen Zeitintervalle für die beiden Zeitgeberserien 111 und 112 entsprechend einstellt, wenn die Rückstellung der einen Zeitgebergruppe vom Auszählen der anderen Gruppe abhängt. Wenn andererseits die Rückstellung der einzelnen Zeitgeberserien voneinander unabhängig ist, kann man eine proportionale Änderung mit Hilfe einer gleichlaufenden Steuerung erreichen, die den Arbeitszyklus der einen Zeitgeberserie auf einen Bruchteil der Zeit begrenzt, in der die andere Serie wirksam ist. Gemäß Fig. 6 wird dies mit Hilfe einer.Proportionalsteuereinheit 114 erreicht, die einerseits mit der Energieversorgung 101 und andererseits mit jedem Zeitgeber in der Serie 112 verbunden ist. Die Proportionalsteuerung 114 kann beispielsweise aus einem einfachen, von einem Stellnockenmotor betätigten Relais bestehen, das die einzelnen Zeitgeber dieser Serie zyklisch abschaltet oder ihre Arbeit anderweitig zyklisch unterbricht. Durch Verkürzen des effektiven Arbeitszyklus der Zeitgeberserie 112 wird die Gesamtmenge des Sandaustrags durch die entsprechenden Auslaßventile im Verhältnis zum Sandaustrag durch die andere, von den Zeitgebern 111 gesteuerte Ventilserie verringert. Mittels einer derartigen Anordnung ermöglicht das Steuersystem 100 eine wirksame Regulierung der Mengen beider Sandsorten, die im wesentlichen gleichzeitig im Klassierer 10 verarbeitet werden. Natürlich kann die Steuereinheit 113 des Systems 100 auch Rückstelleinrichtungen enthalten, die die Verarbeitung der beiden Sandsorten wieder einleiten, nachdem sämtliche Zeitgeber beider Serien ihren Arbeitszyklus beendet haben, so daß ein fortdauernder Austrag in die Rinne 67 vermieden wird. Vorzugsweise ist, um die Zeitgeber der Serie 111 nach beendeter Austragung der voreingestellten Gutmenge zurückzustellen, an sämtliche Zeitgeber dieser Serie ein Rückstellrelais angeschaltet, das, sobald der letzte Zeitgeber der Serie ausgezählt hat, sämtliche Zeitgeber der Serie auf ihren Anfangszustand zurückstellt. Ebenso ist an die Zeitgeber der Serie 112 ein solches Rückstellrelais angeschaltet, das in der gleichen Weise sämtliche Zeitgeber dieser Serie zurückstellt, sobald der letzte Zeitgeber der Serie ausgezählt hat. Es erfolgt also in diesem Fall die Rückstellung der Zeitsteuerung für die beiden gleichzeitig erzeugten Sandsorten unabhängig voneinander. In Fällen, wo die beiden Sandsorten erheblich voneinander abweichen, ist diese unabhängige Rückstellung der beiden Zeitgeberserien sehr vorteilhaft, indem dadurch ein übermäßiges Abfließen von Sand durch die Abfallrinne während des Wartens auf die Beendigung eines oder zweier Zeitsteuervorgänge für nur eine der verschiedenen Sandsorten vermieden wird.
Jeder Zeitgeber des Steuersystems besteht beispielsweise aus einem Motor, der über eine solenoidbetätigte Kupplung mit einem Anzeiger verbunden ist. Durch Abschalten oder Entregen des Kupplungssolenoids wird der Anzeiger in die Ausgangslage für den Beginn eines neuen Zeitgeberzyklus zurückgeführt. Gewöhnlich dient für die Rückstellung des Zeitgeberanzeigers eine Spannfedereinrichtung. Die vom Zeitgeber gesteuerten Kontakte werden ebenfalls vom Zeitgebermotor betätigt. Derartige Zeitsteuereinrichtungen sind im Handel erhältlich, so daß eine ausführliche Beschreibung hier nicht erforderlich ist. Man kann ohne weiteres auch andere Arten von Zeitgebermechanismen verwenden. Außer dem Betätigungsmotor hat der Zeitgeber zwei Sätze von normalerweise geschlossenen Kontakten sowie zwei Sätze von normalerweise geöffneten Kontakten. Der erste Satz von normalerweise geschlossenen Kontakten liegt in Reihe mit der Erregerspule für den solenoidgesteuerten Ventilbetätiger 51. Der zweite Satz von normalerweise geschlossenen Kontakten liegt in Reihe mit der Erregerspule des betreffenden Rückstellrelais und einem normalerweise geschlossenen Wählschalter. Die normalerweise geöffneten Kontakte des Zeitgebers 111 liegen in Reihe mit der
ao Erregerspule eines Verzögerungsrelais und einem Schalter.
Das Rückstellrelais hat zwei normalerweise geöffnete Kontakte, die in Reihe im Erregerstromkreis einer Reihe von Zeitgebermotorkupplungen für die
a5 einzelnen Zeitgeber der Serie 111 liegen.
Die Zeitgeber der Serie 112 sind im wesentlichen
gleichartig ausgebildet wie die Zeitgeber der Serie 111.
Vorzugsweise enthält die Steuereinheit 113 ferner
eine geeignet geschaltete Sperrelaisanordnung, die bewirkt, daß an jedem Feststoffaustrag das zweite Gutauslaßventil 62 so lange geschlossen bleibt, bis das erste Gutauslaßventil 61 geschlossen worden ist, und die ein Öffnen des Hilfsauslaßventils 63 erst dann zuläßt, wenn beide Gutauslaßventile 61, 62 geschlossen sind.
Fi g. 7 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steuerung für den Klassierer 10. In Fig. 7 sind die speisende Energiequelle, der Pumpenmotor und die Schaufelmotoren weggelassen, da diese Bauteile in der gleichen Weise angeordnet sind wie bei der Ausführungsform nach F i g. 6.
Der die Austragsvorrichtung 21 steuernde Teil des Steuersystems 300 nach F i g. 7 enthält den Fühler 45, der die Austragung von Sand aus dieser Station wahrnimmt. Der Fühler 45 entspricht daher dem Schalter45 in Fig.3. Der Fühler45 ist mit einem Erstprodukt-Minimalzeitgeber 311 und mit einem Erstprodukt-Maximalzeitgeber 312 verbunden. Der Maximalzeitgeber 312 hat zwei Ausgänge, von denen der eine den Fühler 45 mit einem Zweitprodukt-Minimalzeitgeber 313 und einem Zweitprodukt-Maximalzeitgeber 314 verbindet.
Der zweite Ausgang des Zeitgebers 312 ist mit dem Ventilbetätiger 51 verbunden, der die Sandaustragsvorrichtung durch das Erstproduktventil 61 der ersten Austragsstation 21 des Klassierers steuert. Dies bildet nicht die einzige Steuerung für den Ventilbetätiger 51, sondern es erfolgt eine zusätzliche Steuerung vom Minimalzeitgeber 311 über eine Erstprodukt-Minimalsteuerschaltung 315, die an sämtliche Stufen des Steuersystems 300 angeschlossen ist.
Der Zweitprodukt-Maximalzeitgeber 314 ist mit einem Ausgang an den Ventilbetätiger 52 für das zweite Auslaßventil 62 angeschlossen. Der Betätiger 52 steuert auch hier die Austragung der zweiten Produktsorte. Der Zeitgeber 314 hat außerdem einen zweiten Ausgang, der mit dem das Auslaßventil 63
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steuernden Ventilbetätiger 53 verbunden ist. Der letzte Zeitgeber der ersten Stufe, d. h. der Zweitprodukt-Minimalzeitgeber 313, ist über eine Zweitprodukt-Minimalsteuerschaltung 316 mit dem Ventilbetätiger 52 verbunden. Der Ventilbetätiger 52 wird somit durch beide Zeitgeber 313 und 314 in nachstehend zu beschreibender Weise gesteuert.
Die Steuerung für die zweite Austragsvorrichtung 22 im System 300 nach F i g. 7 ist im wesentlichen gleich ausgebildet wie die Steuerung für die Vorrichtung 21. So ist der zweite Fühler 45-2 elektrisch mit einem Erstprodukt-Minimalzeitgeber 311-2 und einem Erstprodukt-Maximalzeitgeber 312-2 verbunden. Der Zeitgeber 312-2 hat zwei Ausgänge, von denen ebenfalls der eine mit dem Erstsorten-Austragsventilbetätiger 51-2 verbunden ist. Dieser Ventilbetätiger wird außerdem durch die Erstprodukt-Minimalsteuerschaltung 315 gesteuert, die einen Eingang vom Minimalzeitgeber 311-2 erhält. Der andere Ausgang des Zeitgebers 312-2 ist mit einem Zweitprodukt-Minimalzeitgeber 313-2 und einem Zweitprodukt-Maximalzeitgeber 314-2 verbunden.
Der Zeitgeber 314-2 ist mit einem Ausgang an den Zweitprodukt-Ventilbetätiger 52-2 und mit seinem zweiten Ausgang an den Abfallprodukt-Ventilbetätiger53-2 angeschlossen. Der den Austrag in die Zweitproduktrinne an der zweiten Austragsstation steuernde Ventilbetätiger 52-2 ist außerdem mit der Zweitprodukt-Minimalsteuerschaltung 316 verbunden, die einen weiteren Eingang vom Zeitgeber 313-2 erhält.
Die Schaltungen für die übrigen Stationen 23 bis 27 sind jeweils entsprechend ausgebildet und daher in F i g. 7 nicht gezeigt. Zu beachten ist, daß nur eine, mit sämtlichen Stationen verbundene Minimalsteuerschaltung 315 für das auszutragende Erstprodukt vorgesehen ist. Die Steuerung 315 ist mit einem Eingang an sämtliche Erstprodukt-Minimalzeitgeber 311, 311-2 usw. angeschlossen. Ebenso ist nur eine Minimalsteuerung 316 für das Zweitprodukt vorgesehen, die mit Eingangssignalen von sämtlichen Zweitprodukt-Minimalzeitgebern 313, 312-2 usw. arbeitet.
Das bevorzugte Steuersystem 300 nach F i g. 7 enthält außerdem eine Proportionalsteuerung 318, die an sämtliche Stufen des Systems angeschlossen ist. Die Einheit 318 hat einen Arbeitskreis, der den Fühler 45 mit sämtlichen Zweitproduktzeitgebern 313 und 314 der ersten Stufe des Systems verbindet. Ein ähnlicher Arbeitskreis in der Einheit 318 verbindet den Fühler 45-2 mit den Zweitproduktzeitgebern 313-2 und 314-2. Entsprechende Arbeitskreise sind für die übrigen Stufen des Systems vorgesehen. Jeder dieser Arbeitskreise enthält mindestens einen Satz von Steuerkontakten, angedeutet durch die Kontakte 319 und 319-2.
Für die Proportionalsteuerung 318 kann man irgendeine beliebige Einrichtung, z. B. einen mit einem Proportionalsteuerrelais gekoppelten Proportionalzeitgeber, verwenden, die in der Lage ist, die Steuerkontakte 319 und 319-2 zu öffnen und zu schließen. Vorzugsweise sollte der Arbeitszyklus oder das Öffnungs-Schließ-Verhältnis der Einrichtung so einstellbar sein, daß eine Mengendosierung des Zweitproduktes im Verhältnis zum Erstprodukt vorgenommen werden kann. Geeignete Proportionaloder Prozentualzeitgeber sind im Handel ohne weiteres erhältlich.
Bei der Einstellung des Steuersystems 300 nacr F i g. 7 auf zwei gegebene Produktsorten wird dei Zeitgeber 311 auf eine gegebene Mindestmenge ar Gut, die an der ersten Austragsvorrichtung 21 des Klassierers benötigt wird, eingestellt. Der Zeitgebei 312 wird auf eine gegebene Höchstmenge des gleichen Materials im Erstsortenprodukt eingestellt. Dei Zeitgeber 311 erfüllt somit grundsätzlich die gleiche Aufgabe wie der Zeitgeber 111 im System IOC
ίο (F i g. 6). Der Zeitgeber 312 dagegen arbeitet ähnlich wie die im System 100 vorgesehenen Verzögerungseinrichtungen, indem er den Maximalaustrag festlegt, der zulässig ist, wenn die Mindestmenge an Gut aus der ersten Austragsstation dem Erstsortenprodukt zugeleitet ist.
Der Zweitprodukt-Minimalzeitgeber 313 wird auf den erforderlichen Mindestaustrag aus dem Austrag 21 für das Zweitsortenprodukt eingestellt. Wiederum arbeitet der Maximalzeitgeber 314 als Begrenzer bei übermäßigem Gutaustrag aus der Vorrichtung 21 in das Zweitprodukt, so daß ein Toleranzbereich für den Gutaustrag aus dieser Vorrichtung in das Zweitsortenprodukt festgelegt wird. Entsprechende Einstellungen müssen für die einzelnen Zeitgeber in den Austragsvorrichtungen 22 bis 27 vorgenommen werden, wobei jede Station auf sowohl die Minimal- als auch die Maximahnengen, die in die Erstproduktrinne und die Zweitproduktrinne ausgetragen werden sollen, eingestellt wird.
Gewöhnlich überwiegt, vom Standpunkt der erforderlichen Menge aus, das eine Produkt im Austrag des Klassiertankes. Andererseits ist häufig das Vorhandensein einer bestimmten Mindestmenge des Zweitproduktes von ausschlaggebender Wichtigkeit.
Die Proportionalsteuerung 318 wird so eingestellt, daß die Betätigungsdauer des Zweitproduktzeitgebers und der dazugehörigen Schaltungen einen gegebenen Bruchteil oder Prozentsatz, ungefähr entsprechend dem gewünschten Mengenverhältnis des Zweit-Produktes zum Erstprodukt, ausmacht.
Wenn das System in Betrieb gesetzt ist und eine bestimmte Sandmenge sich am Boden des Klassierers angehäuft hat, registriert der Fühler 45 die Ansammlung einer für den Austrag an der Station 21 ausreichenden Sandmenge. Daraufhin werden die beiden Erstproduktzeitgeber 311 und 312 eingeschaltet, und der Ventilbetätiger 51 öffnet das Erstproduktauslaßventil 61. Daraufhin wird Sand durch das Ventil 61 in die Erstproduktrinne 65 ausgetragen.
Wenn die Kontakte 319 offen sind, wird weder der Ventilbetätiger 52 noch der Ventilbetätiger 53 erregt, so daß weder in die Zweitproduktrinne noch in die Abfallrinne ausgetragen wird. Dieser Vorgang dauert, mit Unterbrechungen entsprechend der Anhäufung von Sand an der Station 21, so lange an, bis der Minimalzeitgeber 311 abschaltet.
Bei fortdauerndem Betrieb werden die Kontakte 319 in der Proportionalsteuerung 318 periodisch entsprechend dem Arbeitszyklus, auf den die Steuereinheit eingestellt ist, geschlossen. Jedesmal, wenn die Kontakte 319 schließen, werden die Zeitgeber 313 und 314 eingeschaltet, und der Zweitprodukt-Ventilbetätiger 52 öffnet das Zweitproduktauslaßventil 62. Es erhält daher zeitweise nur das Erstprodukt Material aus der Station 21, während zu anderen Zeiten Gut in beide Produkte ausgetragen wird, wobei das Zeitverhältnis durch die Einheit 318 gseteuert wird. Die Austragsgeschwindigkeit in das Erstprodukt ver-
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ringert sich auch zu den Zeiten nicht, da in das auch Minimaleinstellung zusammenfassen, da beide Zweitprodukt ausgetragen wird, da die Ventile 61 Zeitgeber die Bemessung des durch den Betätiger 51 und 62 parallel zueinander liegen. Dagegen hat die gesteuerten Austrage besorgen,
durch die Öffnung des Ventils 62 bedingte Erhöhung Wie bei der Ausführungsform nach F i g. 6 können des Gesamtausflusses zur Folge, daß der Sandspiegel 5 die einzelnen Zeitgeber im Steuersystem 300 mit elekschneller absinkt, wobei der Ausfluß unterbrochen trisch betätigten Kupplungen versehen sein, die wähwird, wenn der Fühler 45 anzeigt, daß zuwenig Sand rend des gesamten Betriebes der Zeitgeber einverfügbar ist. geschaltet gehalten werden und bei Abschaltung ein Wenn der Minimalzeitgeber 311 als erster Zeit- Rückstellen der Zeitgeber durch Federn oder andere geber im Steuersystem 300 seinen Arbeitszyklus be- ίο geeignete Rückstelleinrichtungen ermöglichen. Dabei endet, hält der dazugehörige Maximalzeitgeber 312 liegen die Erregerspulen für die Kupplungen sämtden Erstprodukt-Ventilbetätiger 51 dieser Station licher Erstproduktzeitgeber sämtlich parallel zu einem nach wie vor in Betrieb. Wenn jedoch der Erst- Paar von normalerweise geöffneten Kontakten eines produkt-Maximalzeitgeber 312 seinen Arbeitszyklus Rückstellrelais, dessen Erregerspule an normalerbeendet, wird dadurch der Speisekreis für den Ventil- 15 weise geschlossene Kontakte des Minimalzeitgebers betätiger 51 unterbrochen. Das heißt, beim Aus- 311 angeschlossen ist. Für sämtliche Erstproduktzeitzählen schaltet der Zeitgeber 312 von dem mit dem geber des gesamten Steuersystems 300 wird lediglich Betätiger 51 verbundenen Ausgang auf den mit den ein solches Rückstellrelais benötigt. Die Erregerspule Zweitproduktzeitgebern 313 und 314 verbundenen dieses Relais ist mit zwei normalerweise geschlossenen Ausgang um. 20 Kontakten in sämtlichen Erstprodukt-Minimalzeit-Wenn der Zweitprodukt-Minimalzeitgeber 313 aus- gebern verbunden. Eine entsprechende Rückstelleingezählt hat und wenn wiederum die anderen Mini- richtung ist für sämtliche Zweitproduktzeitgeber vormalzeitgeber der gleichen Serie ihre Arbeitszyklen gesehen.
noch nicht beendet haben, hält der Maximalzeitgeber Eine Schwierigkeit beim Betrieb der Anordnung 314 den Ventilbetätiger 52 in Betrieb, vorausgesetzt 25 nach F i g. 7 besteht darin, daß unter Umständen natürlich, daß der Fühler 45 die Anwesenheit von einige Bestandteile des Zweitproduktes für dieses genügend Sand an der Station 21 anzeigt. Danach Produkt nicht verfügbar gemacht werden können, jedoch, wenn der Zeitgeber 314 abschaltet, wird der Wenn z. B. der in den Behälter einlaufende Sand nur Speisekreis für den Ventilbetätiger 52 geöffnet, so daß einen sehr beschränkten Anteil an einer gegebenen kein Sand mehr aus der Station 21 in die Zweit- 30 Korngröße aufweist, kann es geschehen, daß diese produktrinne ausgetragen wird. Der Zeitgeber 314 bestimmte Korngröße ständig in das Erstprodukt geschaltet zu diesem Zeitpunkt seinen Ausgang vom langt und sich niemals in ausreichender Menge an-Betätiger52 auf den Ventilbetätiger 53 um, so daß sammelt, um dem Zweitprodukt zugegeben zu weretwa noch am Austrag 21 angehäufter Sand in die den. Dieser unerwünschte Zustand wird durch die Abfallrinne ausgetragen wird. 35 Proportionalsteuerung 318 vermieden, indem sie da-Aus der vorstehenden Beschreibung wird ersieht- für sorgt, daß eine Teilmenge des Sandes an der lieh, daß die Maximalzeitgeber 312 und 314 die Austragsvorrichtung 21 auch dann in die Zweit-Hauptsteuerung für die Ventilbetätiger an den einzel- produktrinne ausgetragen wird, wenn die Erstnen Austrägen besorgen. Die Minimalzeitgeber 311 produktzeitgeber noch nicht ausgezählt haben. Natür- und 313 sowie die anderen Minimalzeitgeber in der 40 Hch muß die Austragung des Sandes in das Zweitentsprechenden Serie haben jedoch eine ganz be- produkt berücksichtigt werden, was bei der vorliestimmte und ebenso wichtige Aufgabe. So bewirkt, genden Anordnung der Fall ist, da die Zeitgeber 313 wenn sämtliche Minimalzeitgeber für das Erstprodukt und 314 immer, wenn das Ventilbetätigersolenoid für
311, 311-2 usw. ausgezählt haben, die Erstprodukt- den Ventilbetätiger 52 erregt ist, eingeschaltet sind. Mindeststeuerung 315, daß die einzelnen Ventilbe- 45 Die Proportionalsteuerung 318 erfüllt somit einen tätiger 51, 51-2 usw. augenblicklich abgeschaltet und doppelten Zweck. Einmal stellt sie sicher, daß minsämtliche Erstproduktzeitgeber für einen weiteren destens eine minimale Menge sämtlicher verschiede-Durchlauf oder Arbeitsgang rückgestellt werden. Das nen Sandkomponenten, die für die zweite Produktheißt, wenn der letzte Minimalzeitgeber für das sorte benötigt werden, ausgetragen wird, da sie sämt-Erstprodukt seinen Arbeitszyklus beendet, gibt es 50 liehe Stufen des Systems zyklisch steuert. Außerdem keine nennenswerte Verzögerung des Beginns des ermöglicht sie auf bequeme Weise eine Einstellung nächsten Erstproduktdurchlaufes an sämtlichen Aus- der Mengenverhältnisse der ersten und der zweiten trägen, auch wenn einige oder sämtliche Maximalzeit- Produktsorte, da der Arbeitszyklus für die Verhältgeber noch nicht abgeschaltet haben. Die gleiche nissteuerung nach Wahl auf ein größeres oder klei-Steuerungsweise wird durch die Zweitprodukt-Mini- 55 neres Verhältnis des Zweitproduktes zum Erstprodukt malsteuerung 316 bewirkt. Das heißt, wenn der letzte eingestellt werden kann. Die Mengentoleranzen für der Minimalzeitgeber 313, 313-2 abschaltet, bewirkt die einzelnen Bestandteile des Zweitproduktes köndas System eine praktisch augenblickliche Rück- nen, je nach den Einstellungen der Zeitgeber, entstellung der Zeitsteuerungen für sämtliche Ventil- weder größer oder kleiner als für das Erstprodukt betätiger der Serie 52 sowie eine Beendigung des 60 sein.
Austrage in die Abfallrinne. Das System 300 nach F i g. 7 kann ebenso wie das
Bei der vorstehenden Beschreibung ist voraus- zuvor beschriebene System nach F i g. 6 ohne weiteres
gesetzt, daß für die einzelnen Zeitsteuerungen 311, so eingerichtet werden, daß es lediglich die Zu-
312, 313, 314 usw. jeweils getrennte, einstellbare bereitung einer einzigen Produktsorte steuert. Zu die-Zeitgeber verwendet werden, was sich konstruktiv 65 sem Zweck werden die Zweitproduktzeitgeber 313, in der Regel am einfachsten bewerkstelligen läßt. 314 und die dazugehörige Zweitprodukt-Minimal-Jedoch kann man die Zeitgeber 311 und 312 auch steuerung 316 entfernt. Die Proportionalsteuerung zu einer einzigen Einheit mit sowohl Maximal- als kann weggelassen werden, besonders wenn keine
zweite Produktsorte hergestellt werden soll. Die zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Steuersystems ist daher ebenso flexibel und vielseitig anwendbar wie die erste Ausführungsform.

Claims (6)

5 Patentansprüche:
1. Steuersystem für den Feststoffaustrag von Naßklassierern, insbesondere Freifallklassierern, mit in Abhängigkeit vom Feststoffniveau elektrisch gesteuerten Ventil-Feststoffausträgen und Klarwasserüberlauf, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Feststoffaustrag (21 bis 27) ein in an sich bekannter Weise den Spiegel der sich ansammelnden Feststoffe wahrnehmendes, die Austragung bei Unterschreiten eines bestimmten Feststoffspiegels unterbrechendes Rührwerk (37 bis 42) mit einem Fühlorgan (45) sowie Tellerventile (61, 62, 63) mit dazugehörigen Ventilsteuerorganen (51, 52, 53) vorgesehen sind und daß von dem Fühlorgan (45) eine dem betreffenden Feststoffaustrag zugeordnete, individuell einstellbare elektrische Meßschaltung (111, 112 bzw. 311, 313) betätigbar ist, welche die durch die betreffenden Tellerventile ausgetragene Feststoffmenge mißt und mit den entsprechenden Ventilsteuerorganen über eine gemeinsame elektrische Steuerschaltung (113 bzw. 315, 316) mit einem Rückstellrelais zum Rückstellen sämtlicher Meßschaltungen nach beendeter Austragung einer voreingestellten Gutmenge durch den letzten Feststoffaustrag gekoppelt ist.
2. Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Steuerschaltung eine Verzögerungseinrichtung vorgesehen ist, welche die Betätigung desjenigen Ventilsteuerorgans (51 bis 53) verzögert, das mit der als erste die beendete Austragung der voreingestellten Gutmenge anzeigenden Meßschaltung verbunden ist.
3. Steuersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßschaltungen jeweils aus einem auf sowohl maximale als auch minimale Gutaustragszeit einstellbaren Zeitgebei bestehen.
4. Steuersystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitgeber für die einzelnen Feststoffausträge jeweils eine einstellbare Maximalzeitsteuerung (312, 314) für die Bemessung der maximalen Gutaustragszeit sowie eine unabhängig hiervon einstellbare Minimalzeitsteuerung (311, 313) für die Bemessung der minimalen Gutaustragszeit enthalten.
5. Steuersystem nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche für einen Naßklassierer, bei dem an jedem Feststoffaustrag je zwei getrennt steuerbare Gutauslaß-Tellerventile zum Austragen von Nutzgut und ein Hilfstellerventil zum Austragen von überschüssigem Abfallgut vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung ein Sperrelais enthält, das an jedem Feststoffaustrag das zweite Gutauslaß-Tellerventil (62) geschlossen hält, bis das erste Gutauslaß-Tellerventil (61) geschlossen worden ist, und das Hilfsauslaß-Tellerventil (63) nur dann zum Öffnen freigibt, wenn beide Gutauslaß-Tellerventile (61, 62) geschlossen sind.
6. Steuersystem nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Proportionalsteuerung (114 bzw. 318), bestehend aus einem von einem Stellnockenmotor betätigten Relais mit entsprechenden Steuerkontakten, über welche die Meßschaltungen so gesteuert werden, daß die Austragung von Nutzgut durch die beiden Gutauslaß-Tellerventile (61, 62) in einem voreingestellten Mengenverhältnis zueinander erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 815 332;
USA,-Patentschrift Nr. 2 664196;
Firmenschrift »News from the Eagle's Nest«, 1963, Bd. 16, Heft 1, herausgegeben von der Firma Eagle Iron Works, des Moines (Iowa), USA.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)

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DE102009033476A1 (de) 2009-07-17 2011-01-27 Lösel, Kai Verfahren zur Gewinnung von Schwergutfeinpartikeln aus einem Sandaustrag einer Nassklassiereinrichtung und Vorrichtung dazu

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DE815332C (de) * 1941-07-23 1951-10-01 Rheo France Cie Internationale Verfahren und Anlage zum Waschen von Kohlen und anderen Mineralien in einer Mehrzahlvon Rinnen
US2664196A (en) * 1952-05-29 1953-12-29 Rheo France Cie Internationale Process and plant for the mechanical preparation of coals and minerals by washing in a plurality of chutes

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