DE7418165U - Hilfsvorrichtung zum Einlagern von radioaktiv oder toxisch verseuchten Gegenständen - Google Patents
Hilfsvorrichtung zum Einlagern von radioaktiv oder toxisch verseuchten GegenständenInfo
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- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
Hilfsvorrichtung zum Einlagern von radioaktiv oder toxisch verseuchten
Gegenständen
Die Neuerung betrifft eine Hilfsvorrichtung zum Einlagern von
radioaktiv oder toxisch verseuchten Gegenständen, die durch ihren Auftrieb gegen die Oberfläche der Einlagerungsmasse getrieben
werden, in Behälter mit dicht verschließbarer oberer Öffnung.
Die Bedingungen für die Einlagerung von radioaktiven oder toxischen
Abfallstoffen schreiben vor, daß Abfall-Behälter, beispielsweise
200 Liter-Fässer, benutzt.werden. In diese Behälter
werden feste, wasserfreie Abfälle mit festhaftender Aktivität und/oder flüssige,in Dosen, Säcken oder Flaschen eingefüllte
und verschlossene Abfälle mit Beton oder gleichwertiger Einlagerungsmasse
eingebettet. Die zulässige Strahlendosisleistung an der äußeren Oberfläche der Abfall-Behälter muß jedoch in
fast allen Fällen auf einen Wert kleiner als 200 mrem pro Stunde beschränkt bleiben. Dies gelingt nur, wenn alle ver-
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seuchten Gegenstände (abgesehen von hochaktiven Abfällen) von einer Mindestschicht der Einlagerungsmasse umgeben sind. Bei
Gegenständen, deren Auftrieb ein Aufschwimmen an die Oberfläche der Einlagerungsmasse verursacht solange die Masse noch weich
bzw. flüssig ist, ist das nicht möglich, da sie bereits während dem Eingießen der Einlagerungsmasse in den Behälter immer an
deren Oberfläche schwimmen und somit z.T. stets über sie hinausragen.
Die Aufgabe der Neuerung besteht nunmehr darin, eine Hilfsvorrichtung
zu bieten, mit der es ermöglicht wird, daß auch leichte, schwimmfähige Gegenstände in Schutzmassen vollständig eingebettet
werden und nach dem Erstarren der Einbettmasse auch eingebettet bleiben.
Die Lösung dieser Aufgabe ist neuerungsgemäß gekennzeichnet durch ein Spanngitter, das in die obere Öffnung einführbar und
an der Innenwandung des Behälters derart arretierbar ist, daß die Gegenstände nach dem Einfüllen der Einlagerungsmasse vollständig
verdeckt sind. Dabei kann der Behälter ein Faß mit unterhalb der oberen Öffnung umlaufender Nut, Teilnuten oder Vorsprüngen
sein, in die oder hinter die Sperrfedern einrastbar sind, die am Spanngitter befestigt sind.
Eine Ausführungsform der Neuerung ist dadurch gekennzeichnet,
daß das Spanngitter aus einem Steg oder einem Kreuz mit zwei oder mehreren Stegen besteht, an dem ein Netz, Stäbe oder Ringe
angeordnet sind, deren Netzöffnungen bzw. deren Abstände voneinander
derart bemessen sind, daß die kleinsten Gegenstände aufgehalten werden. Die Sperrfedern können dabei an sich gegenüberliegenden
Enden eines oder mehrerer der Stege befestigt sein.
Eine Ausbildungsform der neuerungsgemäßen Hilfsvorrichtung sieht
vor, daß das Spanngitter aus einem Kreuz mit zwei Stegen besteht, auf deren Oberflächen zwei konzentrische Ringe unter-
schiedlicher Durchmesser aufgeschweißt sind und daß an den beiden Enden eines der Stege die Sperrfedern angenietet sind.
Ein besonderer Vorteil der neuerungsgemäßen Hilfsvorrichtung ist
darin zu sehen, daß durch das Anbringen des Spanngitters in einer Höhe unterhalb des endgültigen Spiegels der Einbettmasse im Behälter
und Verbleib des Spanngitters in der Einbettmasse auch nach deren Erstarren, verhindert wird, daß zu irgend einem Zeitpunkt,
z.B. für den Fall, daß eine Einbettmasse verwendet wird, die durch Hitzeeinwirkung wieder verflüssigbar ist, die Gegenstände an deren
bzw. über deren Oberfläche hinausragen.
Die Neuerung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels mittels der Figuren 1 und 2 näher erläutert.
Die Figur 1 zeigt im Schnitt ein als Abfall-Behälter 1 dienendes 200 Liter-Faß, welches dicht an einen Zellenboden 2 angeflanscht
ist. Die obere Öffnung 4 des Behälters 1 ist offen und kann vom Innenraum 5 einer heißen Zelle oder dergl. mit Abfall- und Einbettmasse
versehen werden. Als Abfall werden Dosen, Säcke aus Polyäthylen oder Flaschen 6 verwendet, in denen flüssige oder
breiige radioaktive Stoffe eingefüllt und verschlossen sind. Als Einbettmasse 7 dient Beton oder ein anderer geeigneter Stoff wie
z.B. Paraffin. Das Betonieren der Abfälle erfolgt durch eine nicht näher dargestellte Schlauchleitung von außen und wird im steigenden
Guß ausgeführt.
Vor dem Betonieren jedoch ist mittels eines Manipulators 8 ein Spanngitter 9 in die obere Öffnung 4 des Behälters 1 eingesetzt
worden und mittels Sperrfedern 10 und 11 in einer umlaufenden Nut des Behälters 1 eingerastet. Anstelle der Nut 12 können auch Teilnuten
oder vorspringende Wulste verwendet werden. Das Spanngitter 9 wird in einer derartigen Höhe innerhalb des Behälters 1 angeordnet,
daß die endgültige Oberfläche 13 der Einbettmasse 7 über ihm steht. Somit werden die Gegenstände 6 immer innerhalb der Einbettmasse
7 gehalten. Das Spanngitter 9 selbst verbleibt auch im erstarrten Zustand der Einbettmasse 7 im Behälter 1.
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In Figur 2 ist das Spanngitter 9 näher dargestellt. Es besteht aus einem Kreuz mit zwei Stegen 14 und 15, welche in der Mitte
16 aneinandergeschweißt sind. Auf ihren Oberflächen sind zwei konzentrische Ringe 17 und 18 aufgeschweißt, die unterschiedliche
Radien haben. Die Abstände der Stege 14, 15 und der Ringe 17« 18 voneinander bzw. die Lücken, die zwischen ihnen bestehen
bleiben, sind derart bemessen, daß selbst die kleinsten aufschwemmfähigen
Gegenstände 6 nicht durch sie hindurchtreten können
An den beiden gegenüberliegenden Enden 19 und 20 des Steges 15 sind weiterhin zwei Sperrfedern aus Federstahl mittels Halbrundnieten
23 und 24 angenietet. Sie rasten in die Nut 12 des Fasses 1 (siehe Figur 1) ein.
Die beiden Stege 14 und 15 bestehen aus Bandstahl, die Seitenringe
17 und 18 aus einem Rundstahlring und die Sperrfedern 10 und 11 aus Federstahl.
Es können auch Sperrfedern an anderen Teilen wie z.B. am Steg zusätzlich angeordnet werden. Auch ist es denkbar, anstelle der
Ringe 17 und 18 bzw. der Stege 14 und 15 ein Netz oder dergleichen als Spanngitter 9 zu verwenden, wenn nur dafür gesorgt wird,
daß das Spanngitter 9 eine ausreichende Stabilität aufweist und außerdem innerhalb des Fasses 1 arretierbar anzuordnen ist.
Weiterhin ist es möglich, mehrere Spanngitter übereinandergestaffelt innerhalb des Fasses 1 anzuordnen.
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Claims (5)
1. Hilfsvorrichtung zum Einlagern von radioaktiv oder toxisch verseuchten Gegenständen, die durch ihren Auftrieb gegen die
Oberfläche der Einlagerungsmasse getrieben werden, in Behälter mit dicht verschließbarer oberer öffnung, gekennzeichnet durch
ein Spanngitter (9), das in die obere Öffnung (4) einführbar und an der Innenwandung des Behälters (1) derart arretierbar
ist, daß die Gegenstände (6) nach dem Einfüllen der Einlagerungs masse (7) vollständig verdeckt sind.
2. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Behälter (1) ein Faß mit unterhalb der oberen Öffnung (4)
umlaufender Nut, Teilnuten oder Vorsprüngen (12) ist, in die oder hinter die Sperrfedern (10, 11) einrastbar sind, die am
Spanngitter (9) befestigt sind.
3. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spanngitter (9) aus einem Steg oder einem Kreuz mit zwei od.r mehreren Stegen (14, 15, 17, 18) besteht, an dem ein
Netz, Stäbe oder Ringe (17, 18) angeordnet sind, deren Netzöffnungen bzw. deren Abstände voneinander derart bemessen sind,
daß die Gegenstände (6) aufgehalten werden.
4. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrfedern (10, 11) an sich gegenüberliegenden Enden (19, 20) eines oder mehrereVder Stege
(14 oder 15) befestigt sind.
5. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Spanngitter (9) aus einem
Kreuz (14 und 15) mit zwei Stegen besteht, auf deren Oberflächen zwei konzentrische Ringe (17 und 18) unterschiedlicher
Durchmesser aufgeschweißt sind, und daß an den beiden Enden (19 und 20) eines der Stege (15) die Sperrfedern (10, 11)
angenietet sind.
741111529.«.?*
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7418165U true DE7418165U (de) | 1974-08-29 |
Family
ID=1305582
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7418165U Expired DE7418165U (de) | Hilfsvorrichtung zum Einlagern von radioaktiv oder toxisch verseuchten Gegenständen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7418165U (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2511957A1 (de) * | 1975-03-19 | 1976-10-07 | Steag Kernenergie Gmbh | Verfahren und anordnung zur beseitigung von radioaktiven abfaellen von kernkraftwerken |
| DE2544447A1 (de) * | 1975-10-04 | 1977-04-07 | Steag Kernenergie Gmbh | Anlage zur durchfuehrung des verfahrens zur beseitigung von radioaktiven abfaellen |
| DE2546428A1 (de) * | 1975-10-16 | 1977-04-21 | Kraftwerk Union Ag | Verfahren zur endlagerung von radioaktiv kontaminierten filterkerzen oder filtereinsaetzen |
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0
- DE DE7418165U patent/DE7418165U/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2511957A1 (de) * | 1975-03-19 | 1976-10-07 | Steag Kernenergie Gmbh | Verfahren und anordnung zur beseitigung von radioaktiven abfaellen von kernkraftwerken |
| DE2544447A1 (de) * | 1975-10-04 | 1977-04-07 | Steag Kernenergie Gmbh | Anlage zur durchfuehrung des verfahrens zur beseitigung von radioaktiven abfaellen |
| DE2546428A1 (de) * | 1975-10-16 | 1977-04-21 | Kraftwerk Union Ag | Verfahren zur endlagerung von radioaktiv kontaminierten filterkerzen oder filtereinsaetzen |
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