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Aus einem dünnen Blechstreifen geformte Gardinenstange Die Erfindung
bezieht sich auf eine aus einem dünnen Blechstreifen geformte Gardinenstange und
eine Befestigungsvorrichtung für diese. Für Schleudergaridinen werden Profilschienen
mit Laufrollenaufhängern verwendet. Daneben ist das Aufhängen von Gardinen mittels
Ringen aufs Stangen bekanntgeworden. Es sind auch Profilschienen für Laufrollenaufhänger
bekanntgeworden, welche, um r8o° um ihre Achse gedreht, bei Laufrollen von verschiedenen
entsprechenden Profilen Anwendung finden können.
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Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, ein und dieselbe Schiene
sowie. die dazugehörige Befestigungsvorrichtung sowohl zum Aufhängen von Schleudergardinen
als auch zum Aufhängen solcher Gardinen, die mittels Ringen aufgehängt werden, brauchbar
zu machen. Um diesen Gedanken zu verwirklichen, besteht die aus einem dünnen Blechstreifen-geformte
Gardinenstange gemäß der Erfindung aus zwei mit den Stegen gegeneinandergekehrten,
zwischen sich einen Spalt bildenden U-förmigen Profilen und einem die beiden unteren
Flanschender U,Profile miteinander verbindenden spitzbogenförmigen Profil. Ferner
besteht die Befestigungsvorrichtung für diese Gardinenstange aus einem U-förmig
gebogenen Aufhänger, der entsprechend der im Lichten arik erartig ausgebildeten
Gardinenstange zwei ankerartige Schenkel aufweist.
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Die Gardinenstange wird je nach ihrem Verwendungszweck bei Rollenaufhängern
unterhalb und bei Ringführung oberhalb der Wandeisen angeordnet, und zwar muß dabei
für den jeweiligen Verwendungszweck die Gardinenstange um zSo° um ihre Achse gedreht
werden. Der wesentliche Vorteil der Erfindung liegt darin, daß ein und dieselbe
Profilschiene mit ein und -derselben Befestigungsvorrichtung sowohl für Schleudergardinen
als auch für an Ringen hängende Gardinen geeignet ist, was die Herstellung sowie
die Lagerhaltung und die Anbringung erheblich vereinfacht und erleichtert.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen: Abb. z eine Seitenansicht der Gardinenstange -als
Schiene für Schleudergardinen mit einem Schnitt durch das Wandeisen,
Abb.
: einen Schnitt nach der Linie I-1 der Abb. i, Abb. 3 eine schaubildliche Ansicht
der Befestigungsvorrichtung, Abb.4 einen Querschnitt durch die Gardinenstange bei
ihrer Verwendung für an Ringen hängende Gardinen.
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a ist das die Profilschiene b tragende Wandeisen. das
im Beispiel einen hohlen rechteckigen Querschnitt hat. Die Gardinenstange ist im
Beispiel als Außenläuferprofil ausgebildet und hat einen etwa dreieckförmigen Querschnitt,
dessen Stützkante c nach unten gerichtet ist. In der Mitte der der Kante c gegenüberliegenden
Lauffläche d sind parallele Stege g bzw.,h nach oben aufgebogen, deren Endränder
sich gegen das Wandeisen abstützen. An den Emden ist jeder Flansch rechtwinklig
abgebogen. Diese Abbiegungen v bzw. x gewährleisten eine bessere Abstützung.
Erforderlichenfalls können sie von ankerartigen Befestigungsmitteln umgriffen werden.
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Auf den waagerechten Laufflächen (l sind Gleitstücke i. verschiebbar,
an denen die Achsen in der Aufhängebügel 1k gelagert sind. Das Gleitstück besteht
aus Kunstpreßstoff und hat ein wenig abgerundete Laufkanten, so daß nicht nur ein
leichtes, sondern auch lautloses Verschieben gewährleistet ist. An den äußeren Seitenflächen
sind vorstehende Schrägkanten e vorgesehen, die einen Anschlag für den Aufhängebügel
k bilden, so daß dieser auch bei Schräglage nicht mit der Schiene in Berührung kommen
kann. Der Bügel k besteht aus einem flachen Blechstreifen, der am unteren Ende zu
einem einstöckigen, in der Ebene der Schenkel liegenden Einhängebaken j ausgebildet
ist. Die Tragachsen in. des Bügels k sind durch Umrollen der freien
Endteile befestigt (vgl. Abb. i).
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Die Gardinenstange b, ä, h wird beim Ausfiiiirungsbeispiel
durch eine ankerartige Befestigungsvorrichtung finit dem Wandeisen a verbunden,
wobei der Anker so ausgebildet ist, daß die Gleitstücke i ungehindert unterhalb
des '\?Brandeisens vorübergleiten können. Zu diesem Zweck besteht die Befestigungsvorrichtung
aus einer U-förmig gebogenen Lasche, die mit ihren Schenkeln o, p das Wandeisen
a seitlich umgreift. Die Laschenschenkel o, p sind mit verhältnismäßig schmalen
Verlängerungen t, rt versehen, die am Ende ankerartige Verbreiterungen r-
bzw. s aufweisen. Die schmalen Verlängerungen t, rr werden zwischen die Stege
g, h: der Gardinenstange eingeführt, wobei die obere Kante der ankerartigen Verbreiterung
r bzw. .s :ich gegen die Unterseite der Lauffläche d anlegt.
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Im Laschensteg v ist eine Schraube ,t, angeordnet, deren Ende sich
gegen die Oberkante des Wandeisens abstützt. Beim Anziehen dieser Schraube wird,
wie aus Abb. a ersichtlich, der in die Gardinenstange eingeführte Anker r bzw. s
nach oben gezogen, so daß die Flansche y, x der Stege j, lr gegen das Wandeisen
a angedrückt werden und dadurch die Gardinenstange zuverlässig befestigen.
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Soll die Gardinenstange b. g, Ir nicht für Schleudergardinen,
sondern für Gardinen, clie mit Ringen aufgehängt «-erden, verwendet werden, so wird,
wie in Abb. d. angedeutet ist, das Profil mit der gleichen oder einer ähnlichen
Befestigungsvorrichtung oben auf dem Wandeisen befestigt. Die Gardinenringen liegen
dann, wie bei den bisherigen dreieckförmigen Gardinenstangen, lediglich auf der
spitzen Tragkante c auf. die einen geringen Reibungswiderstand hat. Bei dieser Benutzungsweise
besteht der weitere Vorteil. daß bei geringerem Werkstoffaufwand als bei runden
Stangen infolge der Stützflansche eine bedeutend höhere Widerstandsfähigkeit gegen
Durchbiegen erreicht ist.
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Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt,
vielmehr sind auch andere Ausführungen möglich. So können das Profil und die Befestigungsmittel
in von der Zeichnung abweichender Weise ausgebildet sein und statt für Außenläufer
auch für Innenläufer verwendet werden. `Nichtig ist nur, daß in der :Mitte gegenüber
den waagerechten Laufflächen eine scharfkantige Tragkante vorgesehen ist, auf der
bei Verwendung als Gardinenstange die Gardinenringe gleiten.