[go: up one dir, main page]

DE702007C - Verfahren zur Herstellung von Oxidosaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxidosaeureestern

Info

Publication number
DE702007C
DE702007C DE1938K0150349 DEK0150349D DE702007C DE 702007 C DE702007 C DE 702007C DE 1938K0150349 DE1938K0150349 DE 1938K0150349 DE K0150349 D DEK0150349 D DE K0150349D DE 702007 C DE702007 C DE 702007C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid esters
sodium
oxo acid
reaction
alcohol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1938K0150349
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Anton Wolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Abbott GmbH and Co KG
Original Assignee
Knoll GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knoll GmbH filed Critical Knoll GmbH
Priority to DE1938K0150349 priority Critical patent/DE702007C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE702007C publication Critical patent/DE702007C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D303/00Compounds containing three-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D303/02Compounds containing oxirane rings
    • C07D303/48Compounds containing oxirane rings with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms, e.g. ester or nitrile radicals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Oxidosäureestern Man hat bereits ß-Phenyloxidopropionsäureester durch Umsetzung von Benzaldehyd mit in absol. Alkohol gelöstem Monochloressigester in Gegenwart von Natriummetall und einigen Tropfen absol. Alkohol hergestellt. Hierbei erhöhte sich die Reaktionstemperatur bis zum Sieden des Lösungsmittels und überzog sich das metallische Natrium mit einer Salzschicht, die den vollständigen Ablauf der Reaktion verhinderte. Dementsprechend entstand der gewünschte Phenyloxidopropionester in schlechter Ausbeute neben unerwünschten Nebenprodukten.
  • Es wurde weiterhin vorgeschlagen, Oxidosäureester durch Kondensation von Aldehyden mit Halogenfettsäureestern in indifferenten wasserfreien Lösungsmitteln, insbesondere in Äther, in Gegenwart von scharf getrocknetem Natriumäthylat in Ausbeuten von ao bis 50 °% herzustellen.
  • Die Isolierung und die Trocknung von Natriumäthylat sind wegen seiner hohen Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit sehr schwierig und langwierig. Auch ist das Arbeiten mit diesem Kondensationsmittel, zumal in Gegenwart größerer Mengen wasserfreien Äthers, schwierig und kostspielig. Diese Arbeitsweise kommt somit für die technische Herstellung von Oxidosäureestern nicht in Frage. Es wurde nun gefunden, daß man in technisch durchzuführender Weise, d. h. unter `'ermeidung der Isolierung und der Trocknung von Alkaliäthylat, und in guter Ausbeute 2-substituierte Oxidofettsäureester herstellen kann, wenn man aromatische oder heterocyclisclieAldehyde oder deren Substitutionsprodukte mit Estern von a-Halogenfettsäuren mit mindestens 3 Kohlenstoffatotnen mit Alkalinietall und Alkohol bei Ternperaturen unterhalb 2o° umsetzt.
  • Als Ausgangsstoffe kommen einerseits aromatische Aldehyde und deren Substitutionsprodukte, z. B.y Benzaldeliyd, Metlioxybenzaldehyd. Clilorbenzaldehyd oder lieterocYclische Aldehyde, z. B. Furfurol, andererseits x-Halo,etifettsäureester, wie Chlor- oder Grompropionsäureester oder Brornbuttersäureester, in Frage. Die Umsetzulig dieser Reaktionskomponenten kann in verschiedener Weise durchgeführt werden. Nach einer Ausführungsform werden die Reaktionskomponenten in eine Lösung von Alkalimetall in Alkohol eingetragen. Nach einer anderen Ausführungsform verwendet man die Ausgangsstoffe gelöst in einem indifferenten Lösungsmittel. Zu dieser Lösung gibt man einen Bruchteil der stöchiometrisch zur Bildung voll Alkalialkoliolat erforderlichen Mengd Alkohol zu. Hierauf wird Alkalitnetall nach und nach eingetragen. Die geringe Menge Alkohol genügt, uni die Reaktion durch Bildung einer entsprechenden Alkoholatinenge einzuleiten. Im weiteren Verlauf der Umsetzung entstellt neues Alkoholat aus den Reaktionskomponenten.
  • Bei der Umsetzung muß durch zeitweise oder dauernde Kühlung eine Temperatur von ,,weniger als 2o° aufrechterhalten werden. Vorzugsweise arbeitet man bei Temperaturen über 5', z. B. zwischen io und 2o°. Es ist weiterhin zweckmäßig, die Umsetzung durch gutes Rühren zu beschleunigen und zu vervollständigen.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Nebenreaktionen weitgehend zurückgedrängt und Ausbeuten an Oxidosäureestern von 7o bis 8o °1p und darüber erzielt.
  • Die erhaltenen Oxidosäureester können in bekannter Weise, z. B. durch Zusatz von Alkalien, verseift und die entstehenden Oxidosäuren durch Spaltung, z. B. in Gegenwart von Säure, in Ketone übergeführt werden.
  • Die Verfahrensprodukte können als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Heilinitteln dienen. Beispiele i. Ein Gemisch von 212 g Benzaldehyd und 270 g x-Clilorpropionsäuremethylester wird in eine abgekühlte Auflösung von 5o,6g Natrium in 6oo ccm Äthanol einfließen gelassen. Durch langsames Zutropfen und zeitleise Kühlung wird die Reaktionstemperatur so reguliert, daß sie 20° nicht übersteigt. Hierauf wird noch einige Zeit bei Raumtemperatur stehengelassen, darauf mit einer organischen Säure, z. B. Essigsäure, neutralisiert, der Alkohol abdestilliert, der Rückstand mit Wasser versetzt und das ausgeschiedene 0l in Äther aufgenommen. Nach dem Trocknen der ätherischen Lösung über Natriumsulfat destilliert man den Äther ab und fraktioniert den öligen Rückstand im Vakuum. Bei 136 bis 14o° und ii mm Druck wird der ß-Plienyl - x-methyloxidopropionsäuremethy lester als eine farblose Flüssigkeit von angeliehmem Geruch in einer Ausbeute von 297 g = 77,1 °/o der Theorie gewonnen.
  • 2. 136 g o-Methoxybenzaldehyd werden mit 185 g x-Bronipropionsäuremethylester gemischt und in Gegenwart voll Natriumalkoholat nach Beispiel i «-eiterbehandelt. Man erhält den ß-(o-Metlioxyplienyl)-x-methyloxidopropionsäuremethylester als schwach gelbliches 01 vom Kp. 15 169 bis i75° in einer Ausbeute von 167 g = 75,3 °/o der Theorie.
  • 3. In ein Gemisch von 136 g m-Methoxy#lienzaldehyd, 185 g x-Brompropionsäuremethylester und 25 ccm Äthanol, gelöst in 500 ccm Benzol, «-erden unter Rühren 23 g Natriummetall nach und nach eingetragen, wobei die Temperatur durch Kühlen unter 20° gehalten wird. Nach Auflösung des Natriums läßt man noch einige ,Zeit stehen, säuert mit Essigsäure an, versetzt mit Wasser und trennt die Benzolschicht ab. Nach dem Trocknen dieser Schicht über Natriumsulfat und Abdestillieren des Benzols fraktioniert man den öligen Rückstand und erhält nach einem geringen Vorlauf den ß-(m-Methoxyphenyl) - x - inethyloxidopropionsäuremethylester als fast farbloses 01 vom Kp. 7 16o bis 167°. Ausbeute: 180 g = 82 % der Theorie.
  • q.. In ein Gemisch von 68 g p-Methoxybenzaldehyd, gi g x-Brombuttersäuremethylester und i3 ccm Äthanol, gelöst in 25o ccm Benzol, werden nach und nach 11,5 g Natriummetall eingetragen und wie unter Beispiel 3 weiterbehandelt. Durch Fraktionieren im Vakuum bei 8 mm Druck erhält man bei 165 bis 175° den ß-(p-Methoxyphenyl)-x-äthyloxi-dopropionsäuremethylester in einer Ausbeute von 72 °/Q der Theorie. Er kristallisiert nach kurzem Stehen in derben Prismen vom F. 63 bis 6d.°.
  • 5. 70 g o-Chlorbenzaldehyd werden mit 93 g a-Broinpropionsäureester und 13 ccm Äthanol in 250 ccm Benzol gelöst und mit 11,5 g Natrium nach Beispiel 3 zur Umsetzung gebracht. @Tan erhält den ß-(o-Chlorphenyl)-a -methyloxidopropionsäureester als gelbliche Flüssigkeit vom KP- 1O 148 bis 15o° mit einer Ausbeute von über 70 % der Theorie.
  • 6. Ein Gemisch von I66 g Veratrumaldehyd und 185 g a-Brompropionsäureester wird mit 25,3 g Natrium, gelöst in 3oo ccm Äthanol, unter Kühlen nach Beispiel i zur Umsetzung gebracht und aufgearbeitet. Der erhaltene ß-(Veratryl)-a-methyloxidopropionsäureester ist ein zähes gelbliches Öl vom Kp. 1o 183 bis 195°. Die Ausbeute beträgt ungefähr 70 % der Theorie.
  • 7. In ein Gemisch von 68 g p-Methoxybenzaldehyd, ioo g a-Bromisovaleriansäuremethylester und 13 ccm Äthanol, gelöst in 25o ccm Benzol, werden i i,5 g Natrium eingetragen und nach Beispiel 3 weiterbehandelt. Man erhält den ß-(Methoxyphenyl)-a-isopropyloxidopropionsäureester als gebliches, zähes Öl vom Kp. 1o 17o bis 18o° in einer Ausbeute von nahezu 70 % der Theorie.
  • .8. In ein Gemisch von 96 g Furfurol, I85 g a-Brompfopionsäuremethylester und 25 ccm Äthanol, gelöst in 400 ccm Benzö1, werden 23 g Natrium eingetragen und nach Beispiel 3 weiterbehandelt. Man erhält den Furfuryl - x- Methy loxidopropionsäuremethylester als farblose Flüssigkeit vom Kp. 9 112 bis -116°. Die Ausbeute beträgt 133 g = 73 % der Theorie.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahrenzur Herstellungvon Oxidosäureestern durch Umsetzung von aromatischen oder heterocyclischen Aldehyden oder deren Substittitionsprodukten mit Estern von a-Halogenfettsäuren mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen in Gegenwart von Alkalialkoholat, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung mit Alkalimetall und Alkohol unterhalb 2o°, vorzugsweise zwischen 1o und 2o°, gegebenenfalls unter Rühren vorgenommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in indifferenten Lösungsmitteln und in Gegenwart eines Bruchteiles der stöchiometrisch zur Bildung von Alkalialkoholat erforderlichen Menge Alkohol durchgeführt wird.
DE1938K0150349 1938-04-15 1938-04-15 Verfahren zur Herstellung von Oxidosaeureestern Expired DE702007C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938K0150349 DE702007C (de) 1938-04-15 1938-04-15 Verfahren zur Herstellung von Oxidosaeureestern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938K0150349 DE702007C (de) 1938-04-15 1938-04-15 Verfahren zur Herstellung von Oxidosaeureestern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE702007C true DE702007C (de) 1941-01-28

Family

ID=7252113

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1938K0150349 Expired DE702007C (de) 1938-04-15 1938-04-15 Verfahren zur Herstellung von Oxidosaeureestern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE702007C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE702007C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxidosaeureestern
DE574838C (de) Verfahren zur Darstellung von cyclischen Glykolen und ihren Derivaten bzw. von Ketonen
DE1963991A1 (de) Verfahren zur Herstellung von reinem L-N-Benzoyl-3,4-dihydroxyphenylalanin
DE835888C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Buttersaeure
DE664789C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-ª‰-oxyaethylthiazolen
DE739438C (de) Verfahren zur Herstellung von Anlagerungsprodukten
DE871751C (de) Verfahren zur Gewinnung des Pentaerythrit-dichlorhydrinmonoschwefligsaeureesters
DE545398C (de) Verfahren zur Darstellung von Riechstoffen
DE897565C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen
DE1068696B (de) Verfahren zur Herstellung von in d-Stellung verzweigten, /, ö-olefindsch-ungesättigten Ketonen
DE1217372B (de) Verfahren zur Herstellung von Cycloalkan- und Cycloalkencarbonsäuren bzw. deren Estern
WO2001096277A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2,3,4,6-tetramethylmandelsäure und 2,3,4,6-tetramethylmandelsäureacetat
DE893795C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Thiolverbindungen
DE896806C (de) Verfahren zur Herstellung von 3ª‡, 11ª‰-Dioxypregnan-20-on
DE686243C (de) Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen der Pyridin-2, 3-dicarbonsaeure
DE743005C (de) Verfahren zur Herstellung ganz oder teilweise hydrierter Verbindungen der Diphenylaethan- bzw. -aethenreihe
DE934103C (de) Verfahren zur Herstellung von cyclooctylierten Alkylessigsaeuren mit stark gallentreibender Wirkung
DE881039C (de) Verfahren zur Herstellung des Pentaerythrit-dichlorhydrin-monoschwefligsaeureesters
AT227264B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten hydrierter Pyridone
DE835594C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-Dicarbonylverbindungen und deren Acetalen
DE875805C (de) Verfahren zur Herstellung des Pentaerythrit-dichlorhydrin-monoschwefligsaeureesters
DE897559C (de) Verfahren zur Herstellung von Diaryldialkylaethylenen
DE613830C (de) Verfahren zur Darstellung von Papaverin
DE847891C (de) Verfahren zur Herstellung von 5-AEthyl-6-methyl-heptanon-(2) und 5,7-Dimethyl-octanon-(2)
DE1620705C3 (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten 2-Alkoxy-carbonylmethyl-1,4,6,7-tetrahydro-11bH-benzo-(a)chinolizinen