DE7015060U - Behaelter fuer wassersperren unter tage. - Google Patents
Behaelter fuer wassersperren unter tage.Info
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- E02B3/00—Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
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Description
Trautv.-oin KG, Cchildorfabrik, 43^ Rocklinghausen,
Bl i tz)\ uhl "ii 3 Ira ß e 1 00
"Behälter für v/assersTjerrcn unter Tace"
Die Neuerung betrifft einen Behälter für V/assersperren unter
Tage, der in sich geschlossen ausgebildet ist und aus Kunststoff
besteht, und der nach seiner füllung vorgespannt ist.
las !anrichten der V/ar;sersperren dient dazu, die Sehälter
derart auf eine mögliche Schlagwetter- und/oder Kohl-r.Staubexplosion
vorzubereiten, daß sie rechtzeitig zerstöre werden,
dadurch ihren v.'asserinhalt in den Streckenrauiri abgeben und
das V.'asser die E:\Dlosicnsflai.ii!JR hinrpichr-iju stark aokühlt,
so daß sie sich nicht veiter auebreiten kann. Eie Technik
der V.'assersOerren ist ir^v.-ischen so v/eit fortgeschritten,
daß Kunststoffbehälter vorgeschriebenen rrüfexplosicnsdrücken
von 5Cp ρ ausgesetzt und bei diesen laücken zerstört
v/erden nüssen.
'■>
Ύ.ζ ict bekannt, zur Lrf^llur- dieser J-Orderurg den üehült^r
aus besonders leicht Zerbrechlicher. Material, etv.a einer;:
besonders spröden Kunststoff herzustellen, iiachteilig
v/irken sich bei solchen Behältern insbesondere ihre geringe Widerstandsfähigkeit gegen die unvermeidlichen
mechanischen Beanspruchungen bein Transport unter 'lage und
Einbau in eine V.'assersperre aus.
Es ist ferner bekannt, die Behälter mit besonderer. Schwachstellen
zu versehen, um eine rechtzeitige Zerstörung der Behälter herbeizuführen. Solche Schv/achstellen können aber
bisher nur netzartig über die gesamte Behälteroberfläche verteilt werden. Dadurch schv/ächen sie den Behälter als
Ganzes und machen ihn besonders empfindlich gegen Mechanische Beanspruchungen.
Endlich ist es nicht neu, den Behälter vollkommen mit Wasser unter Überdruck zu füllen, um die Behältervände nach au3en
vorzuspannen. Dadurch sollten die Behälterv/ände versteift
v/erden, so daß ihnen die Fähigkeit genommen wii'd, den
Explosionsdruck auszuweichen und sich erst elastisch zu verformen, bevor die Zerstörung eintritt. Praktische Versuche
mit solchen Behältern haben aber gezeigt, daß diese hinsichtlich der Ansprechdrücke und der Wasserverteilung keine
wesentlichen Verbesserungen ergeber., daß diese mitunter
sogar erst bei höheren !rücken und schlechter zerstört werden.
Der Neuerung liegt als Aufgabe das technische Problem zugrunde, Kunststoffbehälter so auszubilden bzw. Wassersperren
so einzurichten, daß sie "bereits bei DrUcken, die unter des
vorgeschriebenen Prüfexplosionsdruck von 50 ρ liegen, z.B.
zwischen 30 bis ^O ρ betragen, schnell und unter guter i7?rteilung
ihres Wasserinhaltes zerstört -./erden.
Verfahrensisäßig löst die Ileuerung diese .Aufgabe dadurch,
daß eier .Druck in üen n?.c]^ ihrer ^'''ΙΤήτιγ' FPwCiilosBeiien "Behältern
vermindert v/ird und dadurch die Wandungen der Behälter
infolge des Atmosphärendruckes nach innen genrückt
und nach innen vorgespannt werden.
Hierdurch wird erreicht, daß die Behälterseite, auf die der Explosionsdruck wirkt, in Richtung der Explosionsv.elle
vorgespannt ist, so daß die von Explosionsdruck zur Zerstörung des Behälters aufzubringende Kraft um aas Haß der
Vorspannung der betreffenden Behälterseite vercindert wird. Dadurch ist es möglich, wie ausgedehnte Versuche gezeigt
haben, den Behälter auch bei Verwendung eines den med.anischen
Beanspruchungen standhaltenden Kunststoffes bei den geforderten Prüfdrücken und sogar sehen bei niedrigeren
Drücken ausreichend schnell und bei guter Wasserverteilung zu zerstören.
Mit derartigen Behältern können schon schwache Explosionen mit niedrigen Drücken rechtzeitig kurz nach dea Entstehen
zum Stehen gebracht werden.
Die Verminderung des Innendruckes des Behälters, welche sogar
bis zu einem Unterdruck im Sehälterinneren getrieben . werden kann, läßt sich durch Abziehen von Y/asser aus dea
abgeschlossenen Behälterraun leicht erreichen. Man kann allerdings den Innendruck des Behälters auch durch Vergrösserung
des B14ehälterinner.raumes bei nach außen abgeschlossenem
Behälterraum vermindern.
Die Neuerung betrifft ferner einen 3^hälter für Y.'ass ersperr en
aus Kunststoff mit venigstens einer verschließbaren Eir.füllöffnung,
insbesondere zur !Durchführung des beschriebenen Ver-
fahrens, der aber auch in V/assersp'-.-rren verwendet verden
kann, die auf andere v,reise eingerichtet vei-den.
Es ist bekannt, durch eine Anordnung von Ripper bzv/. Sicken
einem aus Kunststoff bestehenden Behälter eine zusätzliche
Stabilität zu verleihen. Durch solche Maßnahmen allein war
es bisher jedoch nicht möglich, bei vorgeschriebenen ΐ'/p^csionsprüfdrücken
den Behälter zu zerstören und eine- gleich-
ν'- ige Wasserverteilung zu erreichen.
Neuerungs^eraäß wird zu diesem Zweck so vorgegangen, d?i3 die
quer zur ^-^losionsrichtung orientierten Behälterflächen
weniger widerstandsfähig ausgebildet sind als die übrigen Behälterflächen. Insbesondere geschieht das dadurch, daß
die Sielten ier euer zur Explosionsrichtung orientierten
Behälterflächen weniger stark aufgeprägt sind als die Sicken der übrigen Behälterflächen.
Besonders zv/ecknäßig ist ein Behälter, der Quaderf~r2 "besitzt;
dieser Behälter trägt auf z\ ei seiner gegenüberliegenden
Seiten sowie auf seiner Oberseite, die die verschließbare Einfüllöffnung trägt, die weniger ausgeprägten Sicken,
während die stärker ausgeprägten Sicken auf den dazu rechtwinklig verlaufenden Seiten des 3ehälters und im Behälterboden
angeordnet sind. Durch diese drei vorstärkten Behälterflächen
ist die V/iderstandsfähigkeit gegen unvermeidliche
mechanische Beanspruchungen gewährleistet.
Hierdurch verden Behälterflächen geschaffen, die bevorzugt zerstört werden, während andere Behälterflächen eine stärkere
Y/iderstandskraft entwickeln. Dadurch v.ird erreicht, da3
die in Explosionsrichtoing liegenden Flächen die rechtzeitige
Zerstörung des Behälters schon bei verhältnismäßig geringer. Explosionsdrücken begünstigen. Praktische Versuche haben
7015080-2.11.72
— c, —
ergeben, da;? hei solchen .schäl "or>
^ die V.asserverteiiung
besondere gut ist.
Wird d^r Lruck, cer im Inn er. raus? ein~s solchen mix ',.'ascer
gefüll ton 3·" hälters herrscht, nach dem Verschließen außerdem
such noch unter Unterdruck gesetzt, so defornieren sich
die weniger v.'iderstandsfähig ausgebildeten Behälterflächen
und auch stärker als die anderen flächen des Behälters. V.'ird dabei in Behälter Unterdruck erzeugt, so ergeben sich
Einv/ölbungon u.a. in Richtung des Sxplosionsdruckes.
Es hat sich überdies ergeben, daß die Herstellung solcher
Behälter im Vergleich nit den bekannten Behältern nicht teurer
ist, denn auch solche Behälter kennen nach den besonderen wirtschaftlichen Fertigungssethoden u.a. in Kunststoffblasverfahren
hergestellt werden, obwohl auch jede andere Fertigungsart benutzt werden kann.
In sich geschlossene Kunststoffbehälter verformen sich beirn
Auftreffen dos ixplusionsdruckes, vie bei Versuchen festgestellt
vurce, nicht nur an ihrer den] Explosionsdruck zugekehrten
Fläche, bevor sie zerbersten, sondern verhalten sich auch in ihren übrigen Bereichen elastisch. Dem trägt
eine weitere, von der 1,'euerung vorgeschlagene Behälterform
Rechnung, bei der eine von außen zu betätigende Spreizvorrichtung für die Behälteroberseite und/oder dem Behälterboden
vorgesehen ist.
Durch eine solche Spreizvorrichtung ist es cöglich, die schon
bei geringen Zvplooionsdrücken, sobald diese auf die dera Ξ:-:-
vl osior.cdruck zugekehrte Behälterfläche auf treffen, an der
Behälter^bcrcoitr! und an der Behälterunterseite zu beobachtend
r-.-i Ausbauchungen des Behälters vorwegzunehmen und dadurch
den Behälter auf geringere Borstdrüc/e vorzubereiten. rJine sol-
- 6 - JO
ehe Spreizvorrichtung führt außerdem zu einer Vergrößerung
des BehältervoluECDE und ist daher auch dazu geeignet, des
eingangs beschriebene Verfahren zu verwirklichen.
!•lan kann die Spreizvorrichtung mit eine:; perforierten Rohr
verwirklichen, das in die Einfüllöffnur^ eingesetzt v.:ird
und sich auf dem Behälterboden abstützt, v.obei der als
Schraubdeckel ausgebildete Verschluß der Einfülle ff nur.g des Behälters beia Aufschrauben auf das Rohrende drückt.
Wenn can außerdem eine gegebenenfalls ihrerseits verschließbare öffnung in Schraubdeckel vorsieht, durch die Zugang zum
Inneren des die Spreizvorrichtung bildenden Rohres besteht, dann läßt sich durch Einschrauben des Deckels der Abstand
zwischen den die Ober- und Unterseite des Behälters bildenden Flächen vergrößern, v;obei gleichzeitig die Bereiche
des Behälters, die die Behälteroberseite bz\.·. -Unterseite
bilden, unter Spannung gesetzt werden, vas sich günstig auf die rechtzeitige und vollständige Zerstörung des Behälters
auswirkt. Durch die Öffnung ic Schraubdeckel kann danach der sich über der Behälterfüllung ergebende freie
Raum nachträglich cit Y.'asser aufgefüllt v/erden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Neuerung wiedergegeben; es zeigen
Fig. 1 in Ansicht, Draufsicht, Seitenansicht und einer Ansicht von unten einen Kunststoffbehälter für Wassersperren
gercäß der !feuerung und
Fig. 2 einen Behalter mit einer Spreizvorrichtung in schomatischer
Darstellung.
— 7 —
Die B, lter nach Fig. 1 bosxehen aus Kunststoff und 3ind
im Blasverfahien hergestellt. Der Behälter besitzt allgemein
quaderförmige Gestalt. Die hehalteroborseite 1 trügt
einen ausren ir.it Gewinde versehenen Stutzen 2, welcher oin·-
Einfüllöffnung 3 umschließt. (Der Behälter hu.t keine -uaclr?-
tische Grundfläche, auch η cht annähernd).
In einer Explosionssperre wird der Behälter so orientiert,
daß seine senkrechten Seitenflächen 4 oder 5 euer zur
Explosionsrichtung und die Seitenflächen 6 "bzw. 7 parallel zur Explosionsrichtung verlaufen.
Die quer zur Explosionsrichtung orientierten Behälterflächen
4 bzw. 5 sind weniger widerstandsfähig ausgebildet als die Flächen 6 bzw. 7. Das v/ird bei dera dargestellten Ausführungsbeispiel
dadurch erreicht, daß die an den Plächen 4 bzw. 5 des Behälters vorgesehenen Sicken δ schwächer ausgebildet
sind als die Sicken 9 der Flächen 6 und 7. Auf der Oberseite 1 des Behälters, welche die Einfüllöffnung 3 aufweist,
laufen die Sicken 8 bzw 9 aus. Dadurch ist die Oberseite des Behälters verhältnismäßig schwach ausgebildet.
Die Unterseite 11 des Behälters weist verhältnismäßig starke Sicken 12 auf und trägt außerdem eine ringförmige Verstärkung
13·
Diese Verstärkung ist schcnatisch in Fig. 2 wiedergegeben.
Die Darstellung läßt erkennen, daß im Inneren des Behälters eine ringförmige Vertiefung 14 gebildet vird, in die sich
ein Kohr 15 einsetzen läßt, das zusammen mit dem auf den
Stutzen 2 passenden Schraubdeckel IC eine Spreizvorrichtung
bildet. Die Innenseite 16 des Schraubdeckels stützt sich nrwlich auf di-:>
Stirnseite 17 de:; Rohre3 ab und drür'rt derart
das Hohr nach unten, sobald der Schri-aubdeckel 10 aufgeschraubt
wird =
Der Schraube? eck«l IC "--esitzt sei nersrits einen >arzor.
Stutzen 19, der au Gen πίΐ C-ev/ir.de verrohen ist urd einen
Schraubdeckel Io aufv.eist. Lacurch i.st es beglich, r.ViCh
Spreizen des Behälters irit den: porfcrir rten Rohr Ib "..'es ε er
nachzufüllen, so daß der Behälter vollständig nix ':'z.zz--r
ausgefüllt ist.
Der so vorbereitete dichte Behälter 3:ann nun durch Abheberr von Wasser außerdem nach innen vorgespannt werden. lie
dazu erforderlichen Vorrichtungen sind nicht wiedergegeben.
Schiit znnsr-rüche
Claims (5)
1. Behälter für V.'nssersperrcn unter Tage, der in sich
geschlossen ausgebildet ist und aus Kunsxstoff besteht,
und d'?r nach seiner Füllung ir'Xi-iλ*ίλ"."\<·"Ϊ5 vorgespannt
ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die V. an dung des Be. ...j.ters (20) nach innen vorgespannt
ist.
2. Behälter für Vassersperren aus Kunststoff mit wenigstens
einer verschließbaren Einfüllöffnung, d a -
d u r ch gek cnnzeichnet, daß der Behälter in einer Dimension (4, 5) weniger widerstandsfähig
ausgebildet ist als in den übrigen Dimensionen (6, 7).
3. Behälter rait Sicken nach Anspruch 2, d a d u r ch
gekennzeichnet, daß die Sicken (8) in der
Dimension (4, 5), in der der Behälter schwächer ausgebildet
ist, weniger stark ausgeprägt sind als die Sicken (9) der übrigen Behälterflächen (6, 7).
4. Behälter nach den Ansprüchen 4 und 5, d a d u r ch gekennzeichnet, daß der Behälter quaderförmig
ist und auf zwei seiner gegenüberliegenden Seiten sov/ie auf seiner Oberseite, die die verschließbare
Einfüllöffnung (3) trägt, die weniger ausgeprägten Sicken aufweist, während die stärker ausgeprägten
Sicken auf zwei quer zu diesen verlaufenden Seiten des Behälters und im Behälterboden (11)
j angeordnet sind.
5. Behälter, insbesondere nach den Ansprüchen 2-4,
[' g e 1V e η η ζ e i c h η e t d u r ch eine von
- 10 -
%
701S060-2.11.72
- 10 -
ei iß en zu "Lc-t^ti/T'evu'lc· £_ .T;j.Evorrichtu:]i': für
die Schalleroberseif und den Behälterboden.
Behälter nach Anspruch 5, d α d u r c h g-kennzeichnet
, da.3 die Spreizvorrichtung von einera perforiertf . Rohr (15)
gebildet v/ird, das in die Einfüllöffnung (3)
eingesetzt ist und sich auf den) Behälterboden abstützt, und daß der als Schraubdeckel
(10) ausgebildete Verschluß der Einfüllöffnung
beim Aufschrauben auf das Rohrende (17) drückt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7015060U DE7015060U (de) | 1970-04-23 | 1970-04-23 | Behaelter fuer wassersperren unter tage. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7015060U DE7015060U (de) | 1970-04-23 | 1970-04-23 | Behaelter fuer wassersperren unter tage. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7015060U true DE7015060U (de) | 1972-11-02 |
Family
ID=34173123
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7015060U Expired DE7015060U (de) | 1970-04-23 | 1970-04-23 | Behaelter fuer wassersperren unter tage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7015060U (de) |
-
1970
- 1970-04-23 DE DE7015060U patent/DE7015060U/de not_active Expired
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