DE70105C - Desinfectionsvorrichtung für Aborte - Google Patents
Desinfectionsvorrichtung für AborteInfo
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- DE70105C DE70105C DENDAT70105D DE70105DA DE70105C DE 70105 C DE70105 C DE 70105C DE NDAT70105 D DENDAT70105 D DE NDAT70105D DE 70105D A DE70105D A DE 70105DA DE 70105 C DE70105 C DE 70105C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
- E03D9/00—Sanitary or other accessories for lavatories ; Devices for cleaning or disinfecting the toilet room or the toilet bowl; Devices for eliminating smells
- E03D9/005—Devices adding disinfecting or deodorising agents to the bowl
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
KLASSE 85: Wasserleitung.
Die Zeichnung stellt einen Abort in Verbindung mit der selbstthätigen Desinfectionsvorrichtung
dar. Die Einrichtung arbeitet in der Weise, dafs aus einem Vorratsbehälter
bei jedem Oeffhen des Deckels eine bestimmte, zugemessene Menge der Desinfectionsflüssigkeit
selbstthätig in den Ciosettrichter läuft. Die Flüssigkeit sammelt sich' dabei in einer unter
dem Trichter angebrachten Schale, die auch die Abgangsstoffe aufnimmt. Diese Schale
wird durch eine Hebelanordnung beim Oeffnen und Schliefsen des Deckels gleichfalls
selbstthätig bewegt in der Weise, dafs beim Oeffnen des Deckels die Schale unter den
Trichter klappt, beim Schliefsen des Deckels aber behufs Entleerung in die Tonne, die Ableitung
u. s. w. umgekippt wird. Eine solche Einrichtung stellen Fig. 1 bis 3 dar.
Es kann in Verbindung mit der erwähnten Auffangschale noch eine zweite ähnlich wirkende
unter der ersten angebracht sein, die die Abgangsstoffe nach dem Ausschütten der
ersten Schale bis zur nächsten Benutzung des Aborts aufnimmt. . Es werden dann die Abgangsstoffe
wirksamer desinficin. Diese, namentlich für Eisenbahnaborte zweckmäfsig verwendbare
Einrichtung ist in einer Ausführung in Fig. 4 und 5 gezeigt.
In geeigneter Höhe über dem Abort ist ein Vorrathsbehälter α mit der Desinfectionsflüssigkeit
angebracht. Von ihm führt ein Rohr d dl nach dem Trichter A. In dieses Rohr ist
zwischen die Theile d und dl der Mefscylinder
b eingeschaltet, der den Zweck hat, immer bei jeder Benutzung eine abgemessene
Menge Desinfectionsflüssigkeit aus dem Behälter α in den Trichter abzugeben. Oberhalb
und unterhalb des Mefscylinders sind die beiden Hähne e und el angeordnet, welche
durch eine Hebelkette ff1/'2 in der. Art
zwangläufig mit einander verbunden sind, dafs, wenn der eine Hahn geöffnet, der andere geschlossen
wird. Die abwechselnde Bethätigung der Hähne geschieht durch den Deckel g mittels
des Winkelhebels h h, der mit dem Deckel fest verbunden ist und zweckmäfsig
durch Umbiegung des einen Zapfens des Deckels gebildet wird, sowie mittels der Stange i, die mit dem einen Ende mit dem
Winkelhebel h gelenkartig verbunden ist, mit dem anderen an den Hebel f der erwähnten
Hebelkette angreift.
Auf der anderen Seite des Deckels ist in ähnlicher Art ein Winkelhebel k angeordnet,
der durch die Lenkstange I mit dem Winkel m
verbunden ist. Dieser wird durch eine Umbiegung des verlängerten Zapfens der Schale c
gebildet.
Ist der Deckel g des Aborts geschlossen (Fig..i), so ist der obere Hahn e geöffnet, der
untere e1 geschlossen. Dabei befindet sich
gleichzeitig die Schale c in der Lage, bei der ihr Inhalt ausgeschüttet wird. Es strömt nun
durch den oberen Hahn e Desinfectionsflüssigkeit aus dem Behälter α in den Mefscylinder b.
Damit. dies nicht durch die darin befindliche Luft gehindert wird, schliefst sich an das obere
Ende ein Luftrohr ν an, das bis über den höchsten Stand der Flüssigkeit im Behälter a
emporführt.
Oeffnet man den Deckel g, Fig. 2, so
schliefst sich der obere Hahn e und es öffnet
sich der untere, so dafs die Desinfectionsflüssigkeit
durch die Leitung d1 den Trichter
A bespült. Es kann der Ausflufs infolge der Anordnung des Luftrohres ν ungehindert
geschehen. Gleichzeitig ist durch die Hebel klm die Schale in die Lage gelangt, in der
sie die Flüssigkeit und die Stoffe aufnehmen kann.
Beim Schliefsen des Deckels findet die Entleerung der Schale und die Neufüllung des
Mefscylinders in der vorher angeführten Art von neuem statt.
Die beschriebene Einrichtung eignet sich "für Zimmerciosets, Aborte nach den Tonnensystemen,
Grubenaborte u. s. w.
Für Eisenbahnwagen würde beispielsweise die in Fig. 4 und 5 gezeigte Anordnung eine
noch gründlichere Desinfection der Abgangsstoffe bewirken. Hier ist unter der Schale c
noch eine zweite Schale q angeordnet, die etwa von dem Hebel h aus oder auf ähnliche
Art durch Hebel op vom Deckel g aus bethätigt wird, und zwar in umgekehrter Art wie
die Schale c. Die Schale q nimmt dabei die aus der Schale c entleerten Stoffe auf (Fig. 4)
und bewahrt sie bis zur nächsten Benutzung des Aborts, wo dann erst die Ausschüttung auf
den Eisenbahndamm erfolgt. In der Zwischenzeit kann die Desinfectionsfiüssigkeit eine gründlichere
Wirkung auf die Stoffe ausüben, so dafs Krankheitskeime sicher vernichtet werden. '
Es wird noch bemerkt, dafs alle beschriebenen
Hebelanordnungen abweichend · ausgeführt werden können, und dafs es hier
häuptsächlich auf die Art der Zumessung der Desinfectionsfiüssigkeit ankommt. Die Schalen
könnten auch ganz wegfallen, wenn etwa Geruchverschlüsse vorhanden sind, oder bei einfacheren
Anlagen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Desinfectionsvorrichtung für Aborte, bei welcher der aus einem Behälter mit Desinfectionsflüssigkeit beschickte und mit einem über den höchsten Stand der Flüssigkeit im Behälter führenden Luftrohr (v) . versehene Zumefsbehälter (b) am Zulauf und Auslauf zwei durch Hebel (fflf2 hi) zwängläufig verbundene Hähne (ee^) besitzt, die durch Hebelübertragung beim Oeffnen und Schliefsen des Abortdeckels abwechselnd so geöffnet und geschlossen werden, dafs auch Füllung und Entleerung abwechselnd stattfindet.
- 2. In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung zweier Schalen (c q) über einander unterhalb des Aborttrichters, die durch Hebel (klop) vom Deckel aus abwechselnd dergestalt bewegt .werden, dafs bei der Benutzung des Aborts die obere Schale die Stoffe aufnimmt, die untere Schale entleert wird, während bei der Nichtbenutzung die untere Schale die Stoffe aus der oberen auffängt und behufs gründlicher Desinfec-. tion bis zur nächsten Benutzung des Aborts trägt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70105C true DE70105C (de) |
Family
ID=343510
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70105D Expired - Lifetime DE70105C (de) | Desinfectionsvorrichtung für Aborte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70105C (de) |
-
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- DE DENDAT70105D patent/DE70105C/de not_active Expired - Lifetime
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