DE86726C - - Google Patents
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- DE86726C DE86726C DENDAT86726D DE86726DA DE86726C DE 86726 C DE86726 C DE 86726C DE NDAT86726 D DENDAT86726 D DE NDAT86726D DE 86726D A DE86726D A DE 86726DA DE 86726 C DE86726 C DE 86726C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47K—SANITARY EQUIPMENT NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; TOILET ACCESSORIES
- A47K1/00—Wash-stands; Appurtenances therefor
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Sink And Installation For Waste Water (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Waschtische, bei welchen das aus dem Waschbecken
ausfliefsende schmutzige Wasser dazu benutzt wird, reines Wasser in das Waschbecken
zu beförden, wie solche beispielsweise durch die Patentschrift Nr. 23122 bekannt geworden
sind.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Steuerung des Ein- und Auslafsventils zu dem
Zwecke,, die Einrichtung des Waschtisches als Automat zu ermöglichen. Das Ein- und Auslafsventil
sind zu diesem Zwecke so mit einander verbunden,' dafs bei geschlossenem Einlafsventil
das Auslafsventil geöffnet ist, während beim Oeffnen des Einlafsventils das Auslafsventil
sich schliefst. Die Steuerung der Ventile erfolgt durch eine geeignete Hebelübersetzung,
welche von Hand oder in sonst beliebiger Weise bethätigt wird. Zweckmäfsig erscheint
es, diese Hebelübersetzung mit dem Deckel des Waschtisches zu verbinden, .so dafs die
Steuerung der Ventile beim Oeffnen und Schliefsen des Deckels erfolgt.
Die beiliegende Zeichnung zeigt diesen Waschtisch, und zwar in Fig. 1 und 2 in einem
Schnitt; Fig. 3 ist eine Sonderausführung des Waschtisches, während Fig. 4 einen Einzeltheil
darstellt.
α ist das Waschbecken, b der Wassereinlafshahn
und c das Auslafsventil. Das aus dem Waschbecken nach Anheben des Auslafsventils
c austretende schmutzige Wasser fällt durch das Rohr e in einen unteren dichten
Behälter d und verdrängt dabei die in demselben enthaltene Luft durch das Rohr f nach
dem oberen Behälter g, in welchem sich das reine, zum Nachspülen oder Waschen zu benutzende
Wasser befindet. Durch die in dem Behälter g entstehende Luftverdichtung wird
nun durch das Rohr h eine Menge reinen Wassers nach Oeffnen des Einlafsventils b in
das Waschbecken befördert, welche dem Quantum des aus dem Waschbecken ausgeflossenen
schmutzigen Wassers entspricht.
Die punktirten Linien in Fig. 1 zeigen die Stellung des Ein- und Auslafsventils bei gehobenem
Deckel, und zwar ist bei vollständig gehobenem Deckel i das Einlafsventil b geöffnet,
das Auslafsventil c dagegen geschlossen. In diesem Falle kann also reines Wasser in
das Waschbecken fliefsen und in demselben verbleiben. Ist dagegen der Deckel i des
Waschtisches vollständig geschlossen, so befinden sich die Organe für Ein- und Auslafs in
der umgekehrten Stellung, das Auslafsventil c ist geöffnet, das Einlafsventil b geschlossen
und das Waschbecken hat sich seines Inhaltes entleert.
Sobald der Deckel i seinen Niedergang beginnt, tritt der Hebel t mit Gegengewicht ν
sofort in Wirkung und öffnet das Auslafsventil c plötzlich vollständig. Zu diesem Zweck
ist die Zugstange \ an ihrem Ende mit einem Schlitze versehen und das Uebersetzungsverhältnifs
des Hebels w so grofs gewählt, dafs schon bei einer geringen Bewegung des
Deckels i ein vollständiges Oeffnen des Auslafsventils c ermöglicht ist. Der schmutzige Inhalt
des Waschbeckens ergiefst sich dann in den unteren Behälter, und es findet, sobald der gesammte
Inhalt des Waschbeckens dasselbe verlassen hat, ein Nachspülen mit reinem Wasser
statt. Zu diesem Zweck ist die Auslauftülle des Einlafshahnes b so ausgebildet, dafs das
Nachspülwasser am Rande des Waschbeckens umgetrieben wird und somit eine gründliche
Reinigung des Beckens erfolgt.
Um die Wirkung des Nachspülens zu erhöhen, ist, wie in Fig. 4 zur Darstellung gebracht,
über dem Einlafshahn b ein Windkessel bl und über demselben ein Gummiball
k oder ein anderer zusammendrückbarer Körper angeordnet. Dieser Gummiball k hat
eine derartige Lage, dafs der niedergehende Deckel ihn zusammendrückt. Findet dieses
Zusammendrücken statt, so ist bereits das Einlafsventil b geschlossen, und es wird der Inhalt
des Windkessels b1 mit Gewalt zur Auslauftülle b- heraus gegen die Wandung des
Waschbeckens α geschleudert. Das Einlafsventil ist bei vollständig' angehobenem Deckel i
ebenfalls vollständig geöffnet Und wird allmälig beim Niedergehen des Deckels i geschlossen.
Es ist vollständig geschlossen, sobald sich der Deckel i auf den Gummiball k auflegt und
ein Zusammenpressen desselben veranlafst. In das Abfallrohr e für das schmutzige Wasser
ist ein Schwimmerventil s eingeschaltet, welches sich durch das niederfallende Wasser nach
unten öffnet und nach Abfliefsen des schmutzigen Wassers durch den Druck von unten wieder
schliefst und so den üblen Geruch des Inhaltes des unteren Behälters verhindert, zum Rohre e
hinaus und in das Zimmer zu gelangen.
Die Fig. 3 der beiliegenden Zeichnung zeigt den Waschtisch in Verbindung mit einem
automatischen Geldeinwurfe, und zwar empfiehlt es sich, die Einrichtung derart zu treffen, dafs
nach Einwurf eines Geldstückes bei η und nach Betreten der beweglichen Platte m der
Hebel 0, welcher durch die Zugstange ρ mit dem Deckel / zwangläufig verbunden ist, eine
Aufwärtsbewegung erfährt und dabei ein Oeffnen des, Deckels i veranlafst. Sobald der den
Waschtisch Benutzende die Platte m verläfst, wird dieselbe durch die Feder r wieder hochbewegt und dadurch ein Schlufs des Deckels i
veranlafst. Eine Wiederbenutzung des Waschtisches kann nur nach erneutem Einwurfe eines
Geldstückes stattfinden.
Je nach Bedarf mufs der Inhalt des oberen Behälters g selbstverständlich erneuert werden,
und es geschieht dies am besten unter Benutzung eines am Behälter angebrachten Einfüllstutzens.
Eine Entleerung des unteren Behälters erfolgt durch einen passend angebrachten Ablafshahn.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Waschtisch, gekennzeichnet durch eine Verbindung zwischen Einlafsventil (b) und Auslafsventil (c) entweder unter Zuhülfenahme des Deckels (i) oder eines anderen Elementes derart, dafs bei geöffnetem Deckel das Auslafsventil (c) geschlossen, das Einlafsventil (b) dagegen geöffnet ist, während das Auslafsventil (c) sich z. B. unter, dem Einflufs eines Hebels ft) und eines Gegengewichtes (v) plötzlich vollständig öffnet, sobald der Deckel (i) mit seinem Niedergange beginnt, ein vollständiger Schlufs des Einlafsventils (b) erst dann erfolgt, wenn der Deckel (i) sich bei seinem Niedergange auf einen zusammendrückbaren Körper (k) auf dem Einlafsventil (b), aufsetzt, um das Nachspülwasser mit grofser Vehemenz gegen die Wandung des Waschbeckens zu treiben.
- 2. Bei dem unter 1. beanspruchten Waschtisch die Verbindung des Deckels (i) mit einer beweglichen Platte fm) durch eine Hebelübersetzung (op) oder sonst geeignete Vorrichtung derart, dafs beim Niederdrücken dieser Platte fm), beispielsweise durch Betreten derselben, der Deckel (i) geöffnet wird, während beim Aufhören des Druckes auf die Platte fm) (beim Verlassen derselben) die letztere durch Federn fr) oder dergleichen in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt und somit der Deckel (i) wieder geschlossen wird, wobei die bewegliche Platte fm) mit einer Sperrvorrichtung verbunden werden kann, welche durch Einwerfen eines Geldstückes in einen Geldeinwurf (η) auszulösen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86726C true DE86726C (de) |
Family
ID=358755
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86726D Active DE86726C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86726C (de) |
-
0
- DE DENDAT86726D patent/DE86726C/de active Active
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