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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kühlen eines
Automaten, welcher eine Mehrzahl von drehbar um eine vertikale
Achse gelagerte Zylinder umfaßt, wobei jeder Zylinder hinter
einer Scheibe an der Vorderseite des Automaten angeordnet ist,
wobei die Scheibe bei der Aktivierung des Automaten für eine
direkte Entnahme eines in dem entsprechenden Zylinder
gelagerten Produkts geöffnet wird, durch welches Verfahren ein
Kaltluftstrom im wesentlichen zwischen die Produkte benachbart
zu dem Abgabebereich und den Scheiben gerichtet wird und
wenigstens ein Teil des Kaltluftstroms als ein Luftteppich von
oben und nach unten zu einer Aussaugöffnung geführt wird, die
am Boden des Automaten angeordnet ist. Die Erfindung betrifft
ferner einen Automaten zum Ausführen dieses Verfahrens.
Hintergrundtechnik
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Der Wunsch, Lebensmittelprodukte in Automaten über einen langen
Zeitraum, d.h. mehr als 48 Stunden, zu lagern, bringt eine
Anforderung an die Lagerraumtemperatur mit sich, die im Inneren
des Automaten selbst während der Entnahme der Produkte zwischen
0º bis 3ºC liegen muß. Diese Anforderung hat es nötig gemacht,
daß optimale Kaltluftströme dem Lagerraum zugeführt werden, um
auch während der Entnahme des Produkts die Temperatur dort
überall niedrig zu halten und eine Taubildung an den gekühlten
Bereichen, die den Umgebungseinflüssen ausgesetzt sind, während
der Abgabe des Produkts zu verhindern.
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Aus der DE-A-3040339 ist ein Automat bekannt, bei welchem
Kaltluft hinter einer Glastür vor einer Regalanordnung nach
unten geführt wird. Die GB-A-2108477 offenbart einen Automaten
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 2.
Beschreibung der Erfindung
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Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß
der Teil des Kaltluftstroms, der als ein Luftteppich von oben
und nach unten geführt ist, an der Außenseite der Scheiben nach
unten geführt wird.
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Auf diese Weise sind die Produkte besonders gut gegen die hohen
Temperaturen der Umgebung geschützt, wenn eine Scheibe geöffnet
wird. Zusätzlich wird eine Taubildung an den verbleibenden
Fächern wirksam verhindert, was insbesondere an der Tatsache
liegt, daß eine Kaltluftschicht immer an beiden Seiten der
Scheiben gehalten wird.
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Die gekühlten Bereichen, die während der Abgabe des Produkts
den Umgebungseinflüssen ausgesetzt sind, sind wegen des aus
Trockenluft erzeugten Kaltluftteppichs von einer Tauaufnahme
geschützt.
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Die Erfindung betrifft ferner einen Automaten 1, wie in
Anspruch 2 dargelegt. Auf diese Weise sind die Scheiben
zugleich wirksam gegen Taubildung geschützt, da ein
Schutzteppich von kalter, trockener Luft vor der Öffnung
vorgesehen ist, die bei der Aktivierung des Automaten geöffnet
wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die begleitenden
Zeichnungen detaillierter beschrieben, in welchen:
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Figur 1 eine horizontale Schnittansicht durch eine
bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Automaten
ist, der eine Mehrzahl von um eine vertikale Achse drehbar
gelagerte Zylinder umfaßt, sowie Entnahmeöffnungen umfaßt, die
bei Aktivierung des Automaten eine Entnahme der Produkte
ermöglichen, welcher ferner eine große gemeinsame äußere
Isolierungsscheibe und eine jedem Zylinder zugeordnete
Innenscheibe umfaßt,
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Figur 2A eine perspektivische Vorderansicht des gleichen
Automaten ist, wobei Teile aus Klarheitsgründen entfernt wurden
und wobei die äußere Isolierungsscheibe in der geöffneten
Position gezeigt ist und alle Innenscheiben in den
geschlossenen Positionen gezeigt sind,
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Figur 2B den gerahmten Abschnitt der Figur 2A in einem
größeren Maßstab darstellt, und
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Figur 3 das gleiche wie Figur 1 darstellt, wobei jedoch
die äußere Isolierungsscheibe in der geöffneten Position
gezeigt ist.
Bevorzugte Ausführungsform zum Ausführen der Erfindung
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Der in der Zeichnung gezeigte Automat ist im wesentlichen vom
gleichen Typ wie derjenige, der in der dänischen gedruckten
akzeptierten Beschreibung Nr. 147150B beschrieben ist. Er
umfaßt ein Gehäuse 1 mit einer Tür 2, die durch Öffnen einen
Zugang zum Inneren des Automaten ermöglicht. Das Gehäuse 1
umfaßt einen Stapel von Zylindern 3, die um eine vertikale
Achse drehbar gelagert sind, wobei der Stapel von Zylindern
durch ein Vorderfenster zu sehen ist, das mit dem allgemeinen
Bezugszeichen 4 gekennzeichnet ist. Das Vorderfenster ist in
einer Öffnung 5 in der Tür 2 vorgesehen. Jeder Zylinder 3
umfaßt radiale Trennwände 6, die jeden Zylinder 3 in Fächer
unterteilen, die ihr jeweiliges Produkt aufnehmen. Diesen
Fächern sind entlang des Umfangs des Zylinders
Entnahmeöffnungen 8 zugeordnet, durch welche das in Frage
stehende Produkt entnommen werden kann, wenn der Automat auf
eine geeignete Weise aktiviert wurde. Die Tür 2 des Gehäuses 1
umfaßt nicht in größerem Detail gezeigte Mittel, mittels
welcher der Kunde den Automaten aktivieren kann, wie
beispielsweise durch Einwerfen eines angemessenen Geldbetrags
und durch Ausführen der gewünschten Produktwahl durch
Aktivierung eines Griffs gegenüber jedem Zylinder.
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Das Vorderfenster 4 ist von einer äußeren Isolierungsscheibe 9
und einer jedem Zylinder 3 zugeordneten Innenscheibe 10
gebildet. Die äußere Isolierungsscheibe weist eine gebogene
Form und sowohl in Axial- als auch in Umfangsrichtung eine
derartige Ausdehnung auf, daß sie in der geschlossenen Position
die gesamte Öffnung 5 in der Tür 2 und folglich den gesamten
Stapel von Zylindern 3 in der axialen Richtung, nämlich der
vertikalen Richtung, verdeckt. Die äußere Isolierungsscheibe 9
umfaßt einen Rahmen 11, der oben und unten durch einen oberen
bzw. unteren radialen plattenförmigen Träger 12 gehalten ist,
wobei lediglich der untere Träger in den Figuren 1 und 3
erscheint. Dieser Träger ist um die gleiche vertikale Achse wie
die Zylinder 3 drehbar gelagert. Die äußere Isolierungsscheibe
9 ist mit einem nicht gezeigten Motor mittels eines ebenfalls
nicht in größerem Detail gezeigten Kurbelmechanismus verbunden.
Der Motor ermöglicht das Verschwenken der Isolierungsscheibe
zwischen der in Figur 1 gezeigten, geschlossenen Position und
der in Figur 3 gezeigten, geöffneten Position.
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Jede Innenscheibe 10 weist ebenfalls eine gebogene Form auf
sowie eine in der Umfangsrichtung der Umf angsausdehnung der
äußeren Isolierungsscheibe 9 entsprechende Ausdehnung, wogegen
sie in Axialrichtung eine der Höhe jedes Zylinders 3
entsprechende Ausdehnung aufweist. Die Innenscheibe 10 ist von
einem haltenden Träger drehbar gehalten, der am Rand des
zugeordneten Zylinders 3 drehbar gelagert ist.
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Jede Innenscheibe ist ausgeführt, um jede Trennwand 6 an dem
zugeordneten Zylinder 3 zu ergreifen und um sich von der
Trennwand zu lösen, wenn der Griff der in Frage stehenden
Scheibe aktiviert wird. Wenn ein Zahlungsmittel eingeworfen
wird, wird bewirkt, daß sich die äußere Isolierungsscheibe 9 im
Uhrzeigersinn um die Drehachse verschwenkt, bis sie die in
Figur 3 gezeigte Position erreicht mit dem Ergebnis, daß die
Griffe der Innenscheiben 10 zugänglich sind.
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Die äußere Isolierungsscheibe 9 fährt fort, sich zu bewegen,
bis sie vollständig geöffnet ist. Wenn das Produkt aus dem
Zylinder 3 entfernt wurde, kehrt die Isolierungsscheibe 9 in
die geschlossene Position zurück, wobei sie bewirkt, daß die
gerade aktivierte Innenscheibe 10 ihrer Bewegung folgt, bis die
äußere Isolierungsscheibe 9 in der geschlossenen Position ist.
Dann wird eine andere Entnahmeöffnung zu der Entnahmeposition
innerhalb des Automaten vorgesetzt. Verglichen mit dem
Automaten der dänischen gedruckten akzeptierten Beschreibung
ist der in der Zeichnung gezeigte Automat insbesondere dadurch
neu, daß er Mittel umfaßt, um eine Zirkulation der
Kaltluftströme sicherzustellen. Diese Mittel sind in Verbindung
mit dem Kühlsystem des Automaten vorgesehen, wobei das
Kühlsystem am Boden des Gehäuses 1 angeordnet ist. Das
Kühlsystem ist mit einem nicht gezeigten Gebläse verknüpft, das
Luft an dem Evaporator des Kühlsystems vorbei aus einer
Aussaugöffnung 13 im Boden des Fachs 14 des Automaten mit dem
Stapel von Zylindern 3 saugt. Nachfolgend bläst das Gebläse die
nun gekühlte Luft wieder durch eine an der Rückseite des
Gehäuses 1 angeordnete Einlaßöffnung 15 in das Fach 14. Die
Einlaßöffnung 15 steht mit einem Kanalsystem in Verbindung, das
sich von der Seite des Gehäuses, auf welcher sich die äußere
Isolierungsscheibe 9 in der geöffneten Stellung befindet,
entlang der hinteren Wand 16 des Gehäuses 1 und entlang der
gegenüberliegenden Seitenwand 17 des Gehäuses nach vorne
erstreckt. Das Kanalsystem ist durch sich vertikal
erstreckende, dünne Wände 18, 19, 20 und 21 festgelegt, die
einen engen, sich vertikal erstreckenden Auslaßspalt 22
benachbart zu der Seitenwand 17 des Gehäuses bilden. Der
Auslaßspalt 22 ist derart geformt, daß die Luft in Richtung der
Tür 2 des Automaten nach vorne im wesentlichen in einer
tangentialen Richtung relativ zu den Zylindern 3 gerichtet
wird. Wie in Figur 28 gezeigt, befindet sich das beschriebene
Kanalsystem oben, festgelegt durch einen sich horizontal
erstreckenden, im wesentlichen ebenen Kanal 23, der durch zwei
horizontale, parallele Wänden 24 und 25 festgelegt ist. Diese
Wände 24 und 25 erstrecken sich zu dem Vorderfenster 4, wo sie
einen sich horizontal erstreckenden, nach unten gerichteten,
engen Auslaßspalt 26 bilden. Der Auslaßspalt 26 erstreckt sich
im wesentlichen entlang des gesamten oberen Rands des
Vorderfensters 4 und ist ausgeführt, einen Luftstrom zwischen
der äußeren Isolierungsscheibe 9 und den Innenscheiben 10 zu
leiten vertikal nach unten zu dem Boden des Fachs 14.
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Wie in Figur 3 dargestellt, ist eine sich vertikal erstreckende
Dichtungsplatte 27 vorgesehen, die ausgeführt ist, um mit dem
Ende der äußeren Isolierungsscheibe 9 zusammenzuwirken, das am
weitesten innerhalb des Fachs 14 angeordnet ist, wenn sich die
Isolierungsscheibe 9 in der geöffneten Position befindet. Auf
diese Weise wird vollständig verhindert, daß Kaltluft zu der
Außenseite der äußeren Isolierungsscheibe 9 strömt, wenn die
Scheibe in der geöffneten Position ist.
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Wenn der Automat verwendet wird und das Vorderfenster
geschlossen ist, strömt Kaltluft aus der Einlaßöffnung 15, wie
mittels des Punkts eines Pfeils 30 gekennzeichnet, in das
Kanalsystem. Dann strömt Luft durch das durch die Wände 18, 19,
20 und 21 festgelegte Kanalsystem, vergleiche die Pfeile 31,
32, 33 und 34, in Horizontalrichtung herum. Aus dem vertikalen
Auslaßspalt 22 setzt sich die Luft, wie mittels eines Pfeils 35
gekennzeichnet, tangential entlang der Zylinder nach innen und
nach vorne zu der Innenseite des Vorderfensters 4 fort. Auf
diese Weise zirkuliert die Luft im wesentlichen entlang der
Innenseite des Vorderfensters 4, wie durch die Pfeile 36 und 37
gekennzeichnet, um so schließlich zu der Seiteund entlang des
Stapels der Zylinder 3 nach unten und durch die Aussaugöffnung
13 nach außen, vergleiche die Pfeile 38 und 39, zu strömen.
Somit zirkuliert die Luft, während sie entlang der Innenseite
des Vorderfensters 4 strömt, im wesentlichen zwischen dem
Vorderfenster 4 und den Produkten auf den Zylindern.
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Die Luft aus der Auslaßöffnung 15 strömt durch das Kanalsystem
und auch nach oben zu dem horizontalen Kanal 23 über dem Stapel
von Zylindern 3 und durch diesen und dann durch den vertikal
abwärts gerichteten Auslaßspalt 26 heraus nach unten entlang
der Außenseiten der Innenscheiben 10 innerhalb der äußeren
Isolierungsscheibe 9, vergleiche die Pfeile 40, 41 bzw. 42 der
Figur 2A. Von dem unteren Rand des vorderen Fensters strömt der
sich vertikal erstreckende Luftteppich durch die Aussaugöffnung
13 im Boden des Fachs, vergleiche Pfeil 43, heraus.
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Wenn der Automat aktiviert wurde, um ein Produkt auszugeben,
befindet sich die Isolierungsscheibe 9 in der in Figur 3
gezeigten Position. Als Folge wird der Luftstrom aus. dem
vertikalen Auslaßspalt 22 den gesamten Weg herum entlang der
Innenseite der Innenscheiben 10 und entlang der Innenseite der
äußeren Isolierungsscheibe 9 zu dem inneren, sich vertikal
erstreckenden Rand der inneren Isolierungsscheibe 9 gelenkt.
Die Dichtungsplatte 27 hindert die Kaltluft daran, auf die
Vorderseite der Isolierungsscheibe 9 zu strömen. Statt dessen
strömt die Kaltluft vertikal abwärts, wie durch den Pfeil 44
gezeigt, um schließlich unter den unteren radialen Träger 12
der äußeren Isolierungsscheibe 9 und nach vorne zu der
Aussaugöffnung 13 zu strömen.
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Die beschriebenen Strömungswege der Kaltluft stellen sicher,
daß immer ein Überdruck innerhalb des Fachs anliegt und
insbesondere unmittelbar an der Innenseite der
Entnahmeöffnungen 8, wenn der Zugang zu diesem ermöglicht ist.
Auf diese Weise wird wirksam verhindert, daß Luft von außen in
den Automaten eintritt. Zugleich stellt der vertikale
Luftteppich an der Außenseite der Innenscheiben sicher, daß die
Scheiben gekühlt bleiben und dadurch gegen Taubildung geschützt
sind. Die Dichtungsplatte 27 verhindert wirksam, daß in der
geöffneten Position der Isolierungsscheibe 9 Kaltluft auf die
Vorderseite von dieser strömt, mit dem Ergebnis, daß die
Außenseite der Isolierungsscheibe 9 über einen ziemlich langen
Zeitraum die Temperatur der Umgebung behält, wodurch kein Tau
auf dieser gebildet wird, selbst wenn die Scheibe über einen
längeren Zeitraum geöffnet ist.
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Die Erfindung wurde mit Bezug auf eine bevorzugte
Ausführungsform beschrieben. Es können viele Modifikationen
ausgeführt werden, ohne dadurch von dem Schutzumfang der
Erfindung, wie in den beigefügten Ansprüchen bezeichnet,
abzuweichen.