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Gekühlter Selbstverkäufer Es sind kühlbare Selbstverkäufer für die
Verausgabung leicht verderblicher Waren bekannt, bei denen durch Anordnung von handelsüblichen
Kältesätzen innerhalb eines allseitig isolierten Gehäuses eine den zu lagernden
Waren angepaßte, gegenüber der Umgebungstemperatur niedrigere Innentemperatur erzeugt
wird. Bei der Unterbringung des Wärme aufnehmenden und Kälte abgebenden Verdampfers
eines solchen Kältesatzes ist man in besonderer Weise an den Innenaufbau des WarenraUmes
mit seiner Mechanik gebunden und wählt dabei die Anordnung an der Decke, an den
S.eiten, an der Rückwand oder auch am Boden des Verkäufers, um so entsprechende,
dem Verkauf und deriLagerung besonders gut geeignete Partien des Innenraumes zu
temperieren.
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Da die kalte Luft nach unten absinkt, treten kältere und wärmere Zonen
des Innenraumes in Erscheinung, die bei Artikeln, welche in gekühlter Form angeboten
werden sollen, für den gesamten KühIeffekt nachteilig sind.
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Es ist auch bereits bekannt, zur Angleichung der Temperaturen eine
sogenannte Gebläsekühlung vorzusehen, bei der ein Luftstrom durch einen gekühlten
Verdampfer gedrückt oder gesaugt wird und dann in den Warenraum gelangt. Dieser
Luftstrom erfährt jedoch ebenfalls auf seinem Wege innerhalb des Warenraumes zwischen
der Austritts- und Eintritteöffnung eine merkliche Erwärmung, so daß sich auch hier
eine unterschiedliehe Temperaturschichtung nicht vermeiden läßt. Erreicht man bei
einer bestimmten Laufrichtung des Ventilatorog beispielsweise im oberen Teil des
Verkäufers, eine niedrigere Tempeeatur als im unteren Teil, so tritt bei entgegengesetzter
Laufrichtung eine umgekehrte Temperaturschichtung auf.
Um die nun
insbesondere für leicht verderbliche Waren, wie z.B. Milch, notwendigen Erhaltungstemperaturen
an allen Stellen des Innenraumes eines Selbstvä rkäufers zu gewährleisten, schlägt
die Erfindung-vor, daß durch entsprechende Steuerung des Gebläses des Kälteeatzes
eines Selbsitverkäufers-.der Kühlluftstrom abwechselnd in einer bestimmten und in
einer hierzu entgegengerichteten Richtung durch die zu kühlenden Räume geleitet
wird. Oftmals ist es dabei zweckmäßig, die Dauer der Kühlluftetrömung in der einen
und/oder anderen Richtung zeitlich veränderbar zu machen und gegebenenfalls auch
die Stärke und die Strömungegeschwindigkeit des-Kühlluftstromes unterschiedlich
zu beeinflussen--Die a erfolgt zweckmäßig durch temperaturempfindliche, selbsttätig
wirkende Regeleinrichtungen in Abhängigkeitvon-der jeweiligen, im Innern ujid/dder
außerhalb des- Selbetverkäufera herrscheiiden Temperatur"* In der Zeichnung ist
ein Ausführungebeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen Figo
1 einen Längsschnitt durch einen mit-einem Kühlgebläse ausgerüsteten Selbetverkäufer,
während Fig. 2 die Temperaturverteilung Im Innern des Selbstverkäufers wiedergibt.
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Wie Pig-.i 1 zeigt-,-befindet sich im unteren-Teil des Gehäuses
.129 das isolierte.Wandungen besitztg ein Kältekönipreaso.r 1. Die-
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Warenausgabe 1-4-b-efindet-sich in.der Vord-erwand des Gehäuses-i2 und führt
-zu. 9,ine,m_g#ekühlten Raumg durchl-.den- ein Kühlluftstrom gepreßt wird. Der Kälte-k#ompreesor--'l
beeinflußt in bekannter Weisem einen;Ver-dampfer- 2i vor- d-essen Stirnseite ein
Ventilator-3 rotiert--. D,e-r--Verdampfe##r.,..-2 o-Qwi.e.der Ventilator
3
bef ind en sioh, in.. einem iwoliert.en -Abteil. -unterhalb. Jes -Warenraumes
und. sind. mit diesem beiden- Kanäl>e 4 und 5-.verbunden, von denen der Kanal 4
durch_ die--.Anordnung. einer -
Trennwand 13 in den oberen Teil des
Warenraumes des Gerätes 12
geführt ist, so daß durch
diesen'Kanal 4 ein Luftstrolz der vom Verdampfer 2 ausgeht, mit Hilfe des Ventilators
3
in den Innenraum des Automaten gedrückt werden kann. Dreht sich der Ventilator
3 so, daß er die Luft durch den Kanal 6/4 drückt, so entsteht eine Konvektion
in Pfeilrichtung 7-. wobei die oben in den Warenraum gelangende Kühlluft
durch die Öffnung 5 wieder über den Verdaimpfer 2 geleitet wird.
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Wird die Drehrichtung d'es Ventilators 3 umgekehrtg so saugt
der Ventilator die-Kühlluft vom Verdampfer 2 an und drückt sie durch die Öffnung
5 in den zu kühlenden'Raum. Die Ansaugung der durch den Kühlraum gedrückten
Luft erfolgt über die Öffnung 4 sowie den Kanal 6", so daß sich die Kilhlluft nunmehr
in Richtung der gestricheit gezeichneten Pfeile 8
bewegt.
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In beiden Fällen ist die Luft unmittelbar an der jeweilig-en Austrittaöffnung
kälter als an der Stelle$ wo die Luft wieder in den Ventilatorraum 11 eintritt.-
Zwischen diesen beiden Punkten stellt sich eine Zwischentemperatur elja, die über
den ganzen Bereich des Innenraumes bestimmte Unterschiede zeigen wird.
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Durch die erfindungegemäße Richtungsumsteuerung des Ventilators wird.die
Luftabwechselnd durch die Öffnungen 4 und 5
in den zu kühlenden-Raum gedrücktg
so daß abwechselnd die Kühlluft in Ri chtung der Pfeile .7.und 8 den Kühlraum
durchströmt. Dadurch verändert sich auch laufend die eti-.peräturschichtung, was
zur Folge hat, daß sich die einzelnen Tomperaturzonen einander angleichen. Diese
Wirkung wird noch da*-' durch verstärkt, daß der Innenaufbau des Selbetverkäufere
eine bestimmte Speicherwirkung besitzt und au'ch die spezi-.. fische Wärzeapeicherung
der zum Verkauf angebotenen Waren verhältnismäßig träge auf die periodisch wechselnden,
Temperaturschwankungen
reagiert. Infolgedessen s'tellt sich im gesamten Innern des Kühlraumes-eine mittlere
Temperatur ein, die dem Mittel der Luftschichtungswerte entspricht, .sofern nur
das Verhältnis der abwechselnden Strömungsrichtungen sowie deren Stärke und Strömungsgeschwindigkeit
den Strömungswiderständen innerhalb des Selbstverkäufers optimal angepaßt ist.
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Aus der Fig. 2 geht die Verteilung der Kälteanteile im Innenraum des
Gerätes hervor. Nimmt man an, daß bei einem Rechtslauf des Ventilators die Kühlluft
durch den an der Rückwand des Verkäufers befinAlichen Kanal in den oberen Teil des
Kühlraumes gedrücktwird, so werden sich in diesem Fall mehr Kälteanteile
9 an der Decke des Innenraumes ablagern-, die sich beim Absinken der Kühlluft
nach unten in Richtung auf die Ansaugpffnung langsam erwärmen. Beim Linkelauf des
Ventilatore werden die Kälteanteile 10 am Boden des Innenraumes intensiver
versam elt-werden, da sie nunmehr durch die frühere Ansaugöffnung unmittelbar in
den unteren Teil des Kühlraum'es gedrückt werden.
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Es ist ohne weiteres möglich, durch entsprechende temperaturgesteuerte
Regeleinrichtungen die Dauer der Laufrichtungen des Ventilators zeitlich so zu bemessen,
daß eine optimale Temperaturverteilung erzielt wird, durch die auch geringe Differenzen
in den einzelnen Bereichen des Innenraumes weitgehend vermieden werden.