DE6902007U - Maehwerk mit mehreren in fahrtrichtung nebeneinander angeordneten, mit radial abstehenden messern ausgeruesteten trommeln - Google Patents
Maehwerk mit mehreren in fahrtrichtung nebeneinander angeordneten, mit radial abstehenden messern ausgeruesteten trommelnInfo
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Description
Dipl.-'-g. l<Mnv:sber
Dipl.-i::· Ϊ '."W
20. Jan. 1363
Maschinenfabrik Fahr Aktiengesellschaft, Gottmadingen,
Krs. Konstanz
Mähwerk mit mehreren in Fahrtrichtung nebeneinander angeordneten,
mit radial abstehenden Messern ausgerüsteten Trommeln
Die Erfindung betrifft ein Mähwerk mit mehreren in Fahrtrichtung nebeneinander angeordneten, gegenläufig oder gleichsinnig,
vorzugsweise von oben angetriebenen runden oder polygonalen Trommeln, die aia.. unteren und am oberen Hand mit radial abstehenden
Messern ausgerüstet sind und von denen mindestens einige mit in Drehrichtung über den Trommelmantel vorstehenden und quer zur
Drehrichtung verlaufenden Rippen versehen sind. Bei den bekannten ilahwerken dieser Art dienen die am oberen Rand der Trommeln
angeordneten Messer nur dem Zweck, den Förderspalt zwischen nebeneinander
arbeitenden Trommeln freizuhalten. Der Erfindung liegt aber die weitere Aufgabe zugrunde, insbesondere beim Ernten von
Körnermais, die auf dem Feld nach dem Köpfen der Früchte verbleibenden
Stengel zu zerkleinern, damit nicht - wie bisher - in eineu gesonderten Verfahren die Stengel zum Unterpflügen hergerichtet
werden müssen. Diese Aufgabe wird ürfindungsgemässi dadurch
gelöst, dass am Tronlineliaantel über die Höhe des Mentals verteilt
radial abstehende Messer oder messerühnliche Werkzeuge· angeordnet
sind.
-2-
Geiiiäss einer bevorzugten Ausführungsforni haben die Werkzeuge
verschiedene Länge, so dass die Enden der Werkzeuge verschieden grosse Umlaufbahnen beschreiben.
Gemäss einer weiteren Ausführungsart der Erfindung überschneiden
sich oder tangieren die Umlaufbahnen der Werkzeuge zweier benachbarter Trommeln, Die Erfindung bietet aber auch
die Möglichkeit, die Umlaufbahnen so zu bemessen, dass zwischen
den Bahnen zweier benachbarter Trommeln noch ein Abstand zwischen beiden Umlaufbahnen verbleibt. Die Erfindung beinhaltet
aber auch die Möglichkeit, dass sich bei einer Anordnung mehrerer Werkzeuge übereinander die Messerspitzenbahnen der unteren
Werkzeuge überschneiden oder tangieren, während die Messerspitzenbahnen der oberen Werkzeuge einen Abstand zueinander haben.
Gewisse Arbeitsbedingungen lassen auch eine Umkehrung dieser Anordnung zu, so dass sich die Messerspitzenbahnen der oberen Werkzeuge
überschneiden oder tangieren und die Messerspitzenbahnen der unteren Werkzeuge einen Abstand zueinander haben.
Nach einem weiteren erfinderischen Merkmal überschneiden sich bei gleichsinnigem Umlauf der nebeneinanderliegenden Trommeln
die Messerbahnen zweier benachbarter Trommeln, wobei aber die Werkzeuge in verschiedeneu Ebenen umlaufen. Gemäss diesem
Beispiel ist es auch möglich, dass sich die Werkzeuge in der Flucht der Trommeln treffen und sich dabei die Messerbahnen überschneiden.
Gemäss einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel sind die
Halter der Werkzeuge lösbar mit der Trommel verbunden. Sie können auch nach einer weiteren Ausführungsart auf abstandsveränderlichen
Scheiben befestigt sein, wobei die Scheiben längs des Trommelumfangs verschiebbar und feststellbar angeordnet sind.
Nach einer weiteren Möglichkeit der Erfindung aind die
Werkzeuge in der Messerhalterung fest oder beweglich angeordnet.
-3-
Bei einem bereits bekannten Ausführungsbeispiel eines rotierenden Mähwerkes werden die über den Tromuielmantel •vorstehenden
Hippen mit Unterbrechungen versehen, in denen die Werkzeuge
fest oder beweglich gelagert sind.
Ist das Mähwerk mit einem Antrieb der Trommeln von unten
her versehen und werden als Mähwerkzeuge rotierende Scheiben oder ähnliohe Schneidwerkzeuge verwendet, dann bietet die Erfindung
die Möglichkeit, auch diese Mähwerke zum Häckseln von auf dem Felde stehengebliebenen Maisstroh oder Sonnenblumenstengeln einzusetzen,
indem die über dem Antriebsbalken gelagerten Mähscheiben
mit einem turmartigen Aufbau versehen werden, an dem 2.um bereits erläuterten Zweck dienende Werkzeuge angeordnet sind.
Auf der Zeichnung ist ein Mähwerk nach der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigen
Fig. 1 eine schematisohe Ansicht von hißten auf ein
mit zwei rotierenden Mähkreiseln ausgerüstetes Mähwerk
Fig. 2 einen Schnitt durch die beiden Mähkreisel entsprechend der Linie II-II der Fig. 1 mit zueinander
versetzten Messern,
Eig. 5 einen Sohnitt durch zwei Mähkreisel, wobei
die Werkzeuge der Trommeln in einer Flucht angeordnet sind,
Fig. 4 eine Seitenansicht auf einen Teil einer Trommel mit einer Befestigung der Werkzeuge einer
anderen Ausführungsform mit über den Trommelmantel vorstehenden Rippen, in grösserem Massstab,
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine mit Abflachungen versehene .Trommel mit angewinkeltem Werkzeughalter,
-4-
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine runde Mähtromaiel id it
angeschraubtem Vorkzeughalter, und
Fig. 7 eine Draufsicht auf eine mit Abflachungen versehene Mähtromiael mit angeschraubtem Werkzeughalter.
In Fig. 1 der Zeichnung, die mehr oder weniger schematisch ist,ist als Beispiel ein Mähwerk mit nur zwei rotierenden
Mahkreiseln gezeigt. Dabei sind an dem Tragbalken 1 die zwei umlaufenden Trommeln 2 drehbar angeordnet. Die Trommeln 2 laufen
an ihren unteren Enden in Schneidteller 3 aus. An den Schneidtellern 3 sind die Messer 4, versetzt zueinander, angeordnet. Unterhalb
der Schneidteller 3 befinden sich lose umlaufende Stütz—
schalen 5. Anstelle der Stützschalen 5 könnten auch Stützräder
oder Stützkufen angeordnet sein. An den abgeflachten Stellen 6 der Trommel 2 befinden sich vorstehende Kippen 7, die beispielsweise
an zwei Stellen unterbrochen sind und Schlitze aufweisen, in denen obere Werkzeuge 8 und untere /werkzeuge 9 gelagert sind.
Die Werkzeuge bestehen .aus Messern oder messerartigen Schlägern.
Im Ausführungsbeispiel sind die Werkzeuge auf den beiden nebenein^nderliegenden
Trommeln versetzt zueinander angeordnet. Daoei ist die Werkzeugumlaufbahn so dargestellt, dass sich beide Bahnen
nicht überschneiden. Die Werkzeuge können aber auch so lang
sein, dass sich die Werkzeugumlaufbahnen überschneiden oder nur
tangieren. Auch besteht die Möglichkeit, die oberen werkzeuge 8
langer zu gestalten als die unteren Werkzeuge 9 oder auch umgekehrt, so dass sich die Bahnen der Werkzeuge in einer Ebene überschneiden
und die anderen einen Abstand zueinander haben oder auch zueinander tangieren.
Drehen sich die Trommeln des Mähwerkes gegen- oder gleichsinnig, dann können die Werkzeuge, wenn sie auf den Trommeln zueinander
versetzt sind, in einer gleichen Ebene liegen.
69Ü2007-7.2.74
Sind die Werkzeuge 8, 9 auf den Trommeln 2 in gleicher
Flucht, wie Fig. 3 zeigt, mit dem Mähbalken 1 befestigt, und
greifen die Werkzeugumlaufbahnen ineinander, dann werden die Werkzeuge der einen Trommel in einer anderen Ebene befestigt,
als die V/erkzeuge der anderen Trommel- Dadurch wird ein Zusammenschlagen
der Werkzeuge verhindert.
In Fig. 4 ist nochmals in etwas grosserem Masstab die
Werkzeugbefestigung an vorstehenden Rippen 7 dargestellt. Dazu wird mit der Kippe 7 ein Lager 10 unlösbar verbunden. Das Lager
10 besitzt einen Schlitz 11, in welchen das Werkzeug 8 oder 9 gesteckt wird. Eine Schraube 12 verbindet das Werkzeug 8, 9 mit
dem Lager 10; Die Schraube 12 ist ia üblicher Weise mit Sicherungsmuttern
13 am Herausfallen gehindert.
Das Werkzeug 8, 9 kann in dem Schlitz 11 lose gelagert
sein, wodurch das Werkzeug seine Standfestigkeit nur durch die Fliehkraft erhält und bei Auftreffen auf einen harten Gegenstand
ausweichen kann. Man kann -aieö aber auch eine AusSihrung
schaffen, wobei das Werkzeug in <iem Schiit* 11 festgeklemmt
wird und somit das Werkzeug 8, 9 starr mit der Trommel 2 verbunden
ist.
In der Fig. 5 ist eine Befestigung des Werkzeugs 8, 9 gezeigt, bei welcher das Lager 14 mit dem Trommelkörper 2 yernietet
ist.
In der Fig. 6 wird das Yterkzeuglager 15 mit einer runden
Trommel 2 und in Fig. 7 ist das Lager 16 mit einer abgeflachten Trommel 2 lösbar verbunden.
Wird mit einem'derartig mit Zusatzwerkzeugen 8, 9 versehenen
Mähwerk über ein Feld gefahren, auf dem noch Mais oder Sonnenblumenstengel stehen, dann mähen die an dem Schneidteller
3 befindlichen Messer 4 die Stengel dicht über deiu Boden ab und
führen diese abgemähten Stengel entweder zwischen den beiden
Troiüiiieln hindurch, oder bei gleichsinnigem Umlauf naoh der inneren
Seite des Mähwerks. Dabei werden die Stengel von den oberen und unteren Werkzeugen 8, 9 erfasst und in solche kleine
Stücke zerkleinert, "dass sie nachfolgend ohne Stopfen der Pfluggrindel
untergepflügt werden können und dabei schon so aufgeschlossen sind, dass sie schnell verrotten.
Die Zerkleinerungsvorrichtung kann auoh als Zusatzgerät an bereits vorhandene rotierende Mähwerke angebaut werden. Soll
nur gemäht werden, ohne dass das Mähgut zusätzlich zerkleinert werden soll, dann werden die Werkzeuge 8, 9 von den Trommeln 2
abgenommen.
Bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können
auf die Trommel Scheiben aufgeschoben werden, an denen die Werkzeuge befestigt sind. Die Scheifren:;sind so auszugestalten, dass
sie in verschiedene Ebenen eingestellt und festgestellt werden können.
Bei einem Mähwerk mit dem Antrieb von unten ist es auoh
möglich, auf die bei diesen Maschinen meistens verwendeten Mähteller
einen Aufbau aufzusetzen, der mit den zuvor erwähnten Werkzeugen ausgerüstet ist und somit den gleichen Zweck erfüllen
kann.
-7-
Claims (1)
- P-g—t~e—n—t Q^ η s ρ r ύ ο h e :1. Mähwerk mit mehreren in Fahrtrichtung nebeneinander angeordneten, gegenläufig oder gleichsinnig, vorzugsweise von oben angetriebenen runden oder polygonalen Trommeln, die au unteren und am oberen Rand mit radial abstehenden Messern ausgerüstet sind υ Λ von denen mindestens einige mit in Drehrichtung über den Trommelmantel vorstehenden und quer zur Drehrichtung verlaufenden Rippen versehen sind, daduroh gekennzeichnet, dass am Trommelmantel über die Höhe des Mantels verteilt radial abstehende Messer oder messerähnliche Werkzeuge (8, 9) angeordnet sind.2. Mähwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge verschiedene Länge haben, so dass die Enden der Werkzeuge (8, 9) verschieden grosse Umlaufbahnen beschreiben.3. Mähwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsgeschwindigkeit der unteren Werkzeuge (9) grosser als die der oberen Werkzeuge (8) ist.4. Mähwerk nach^Anspruch. 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsgeschwindigkeit der oberen Werkzeuge (8) grosser oder gleich derjenigen der unteren Werkzeuge (9) ist.5. Mähwerk nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Umlaufbahnen der Werkzeuge (8, 9).zweier benachbarter Trommeln (2) überschneiden oder tangieren.6. Mähwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufbahnen der Werkzeuge (8, 9) zweier benachbarter Trommeln einen Abstand zueinander haben.7. Mähwerk nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerspitzenbahnen der Werkzeuge (9) sich überschneiden oder tangieren und die Messerspitzenbahnen der oberen Werkzeuge (8) einen Abstand zueinander haben.-8-ν\ - a -θ. Mähwerk nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Messerspitzenbahnen der oberen Werkzeuge (8) überschneiden oder tangieren und die Measerspitzenbahnen der unteren Werkzeuge (9) einem Abstand zueinander haben.9. Mähwerk nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass bei gleichsinnigem Umlauf der Trommeln sich die Werkzeugbahnen zweier benachbarter Trommeln überschneiden, aber in verschiedenen Ebenen umlaufen.10. Mähwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (15, 16) der Werkzeuge (8, 9) mit der Trommel (2) losbar verbunden sind.11. Mähwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge auf abstandveräuderlichen Scheiben, die längs des Trommelumfangs verschiebbar und feststellbar sind, angeordnet sind,12. Mähwerk nach Anspruch 1, dadurah gekennzeichnet, dass die Messer oder messen;hnlichen Werkzeuge (8, 9) fest oder beweglich in der Messerhalterung angeordnet sind.13. Mähwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (8, 9) der benachbarten Trommeln (2) zueinander versetzt sind.14. Mähwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die über den Troamielmante). vorstehenden Bippen (7) mit Unterbrechungen versehen sind, in denen die Werkzeuge (8, 9) gelagert sind.15. Mähwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Antrieb der Trommeln von unten die über dem Antriebsbalken gelagerten Mähtrommeln oder Scheiben mit. ctinem turmartigen Aufbau versehen sind, an dem d3m gleichen Zweck dienende Werkzeuge angeordnet sind.
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