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BESCHREIBUNG
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Schauständer für
Ladengeschäfte nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Derartige Schauständer sind in unterschiedlichsten Formen und auch
Ausgestaltungen bekannt. Sie sind im allgemeinen dadurch charakterisiert, daß Rahmengestelle
- auf der Grundlage von Eckpfosten mit eingearbeiteten Führungsleisten bzw. Führungsnuten
-mit bestimmten Außenmaßen zusammengefügt und in die Führungsleisten bzw. Führungsnuten
Platten eingesetzt werden. Damit ergibt sich zwar jeweils eine formschlüssige Verbindung
zwischen Platten und Eckpfosten - es besteht jedoch mangels Verankerung bzw.
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Verklemmung oder Verkeilung stets die Gefahr, daß Eckpfosten und Platte
auseinander gezogen werden können. Es ist jedoch auch bereits bekannt einstükkige
Kisten oder Schachteln als Schauständer für Ladengeschäfte zu benutzen.
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Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin,
einen Schauständer der gattungsgemäßen Art anzugeben, der mit modularen Aufbaumitteln
einfach zusammensteckbsr ist und trotzdem in sich stabil ist, d. h. eine form- und
kraftschlüssige Einheit bildet. Dabei soll insbesondere auch erreicht werden, daß
mit einfachen Mitteln Schauständer beliebiger Größen und Winkelkonfigurationen aufgebaut
werden können.
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Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 angegebenen Mittel gelöst.
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Weitere Ausgestaltungen der Erfindung insbesondere im Hinblick auf
die Rastmittel und deren jeweiliges Komplement ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert:
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäß ausgebildete Profilleiste mit den Schlitzführungen
und den Rastmitteln in drei Ansichten; Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt (Eckbereich)
einer der Profilleistznach Fig. 1 entsprechend komplementär ausgebildeten Platte;
Fig. 3 zeigt ein aus Führungsschienen und Platten zusammengefügtes Ensemble als
Aufbaubeispiel für einen Schauständer; Fig. 4 zeigt in Schnitt- und Seitensichtdarstellung
einen erfindungsgemäß aufgebauten Schauständer in der Form eines quaderförmigen
Kastens; Fig. 5 zeigt den Kasten nach Fig. 4 in perspektivischer Darstellung.
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In Fig. 1 ist eine Profilleiste 1 dargestellt, die zur Verbindung
zweier rechtwinklig zueinander ausgerichteter Platten dienen soll. Diese Profilleisten
1 sind im allgemeinen als Kunststoffleisten hergestellt und grundsätzlich auf von
der Fertigungstechnologie abhängige Basislängen zugeschnitten. Im praktischen Anwendungsfall,
d. h.. für den Zusammenbau eines Kastens bestimmter Größe, werden von den Profilleisten
1 Führungsschienen bestimmter Längen ab- und gg£. für einen Eckbereich schräg zugeschnitten.
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Der Querschnitt dieser Führungsschienen 1 besteht grundsätzlich aus
zwei über Eck miteinander verbundenen Schlitzführungen 2.
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Gemäß dem in Fig. 1 dargestellten Äusführungsbeispiel sind diese Schlitzführungen
2 durch zwei über einen den Eckbereich verbindenden Steg 3 miteinander zu einem
Stück vereinigten Winkelprofile4, 5 gebildet. Zwischen diesen Winkelprofilen 4,
5 liegen somit die Schlitzführungen 2 für je eine Platte der Abstand der Winkelprofile
4, 5, d. h. der Abstand zwischen innerem Winkelprofil 5 und äußerem Winkelprofil
4 ist demzufolge der Plattenstärke entsprechend gewählt.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist das innere Winkelprofil 5 mit
einer in Längsrichtung de profilleiste 1 durchgehenden Rast 6 versehen. Diese Rast
6 ist gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel als durchgehende Nase ausgebildet
und zwar derart, daß die Masenwurzel 7 etwa in der Verlängerung der Schenkel der
inneren Winkelprofile 5 liegen und etwa im Endbereich der äußeren Winkelprofile
4 enden. Der Nasenrücken 8 verläuft von der Nasenwurzel 7 aus schräg nach innen,
also in den Innenraum zwischen innerem und äußerem Winkelprofil 5 bzw. 4 hinein.
Von der Nasenspitze 9 verläuft die (Rast-) Nase 6 etwa lotrecht zum inneren Winkelprofil
5 zurück.
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Die Gesamtkonzeption profilleiste 1 bzw. Fuhrungsschienen ist so,
daß sie - wie bereits erwähnt - als Kunststoffziehteile aus hartelastischem Kunststoff
hergestellt sind, wobei die Winkelprofile dünn genug sind, um um das AbstandsmaPJ
Nasenspitze/inneres Winkelprofil auseinandergedrückt werden zu können (vgl. Pfeil
x).
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In Fig. 2 ist der Eckausschnitt einer Platte 1o dargestellt und zwar
zwecks Offenbarung der der erfindungsgemäßen Konzeption entsprechenden Ausgestaltung
der Komplementärform zu den (Rast-) Nasen der inneren Winkelprofile der Profilleisten
nach Fig. 1.
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Die Platten 10 sind der gewünschten Kastengröße (und Kastenform) entsprechend
zugeschnitten. Längs und parallel zu den Außenkanten 11 sind entsprechend dem Abstand
der Rast-Nasen an den Winkelprofilen Nuten 12 eingearbeitet. Somit weist jede Platte
1o auf ihrer einen Fläche ein parallel zur Außenkontur umlaufendes Muster von Nuten
12 auf. In den Eckbereichen sind diese Nuten 12 jeweils bis zur Außenkante 11 hin
durchgezogen.
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Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen aus Führungsschienen
1 gemäß Fig. 1 und Platten 1o gemäß Fig. 2 zusammengefügten Schauständer 20. Dieser
Schauständer 20 hat keine Abdeckung, d. h. keine Stellfläche umden inneren Aufbau
klar werden zu lassen.
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Gemäß dieser Darstellung kann eine beliebige äußere Form ... und zwar
in sich geschlossene Form ... aufgebaut werden, wenn außer den in Fig. 1 offenbarten
rechtwinklig orientierten Profilleisten/Führungsschienen 1 auch solche mit anderen
Winkelkonfigurationen benutzt werden. Eine derartige Führungschiene 1t für einen
Winkel von z. B. 45 ° ist dargestellt; sie besteht grundsätzlich aus den gleichen
Konstruktionselementen wie die Führungsschienen 1 nach Fig. 1.
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Der Darstellung nach Fig. 3 ist die form- und kraftschlüssige Verbindung
zwischen FUhrungsschienen 1 und Platten 10 zu entnehmen. Dabei ist es für den Zusammenbau
grundsätzlich beliebig, ob die Platten 1o lotrecht zur Zeichenebene in die Schlitzführungen
2 der Ftüirungsschienen 1 eingeschoben werden oder ob sie parallel zur Zeichenebene
durch Auseinanderdrücken der Winkelprofile eingedrückt werden. Wie anhand von Fig.
2 erwähnt sind die Nuten 12 in den platten 10 in einem solchen Abstand von der Außenkante
eingearbeitet,
daß die (Rast-) Nasen 6 mit ihrer Nasenspitze an
der Nut 12 anliegen um das seitliche Auseinaderziehen (parallel zur Zeichenebene)
zu verhindern.
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Damit läßt sich ein geschlossener, hinsichtlich der Seitenteile über
die Nuten und die (Rast-) Nasen miteinander verriegelbarer Schauständer 20 prinzipiell
beliebiger AuBenkonturen aufbauen. Die obere Abdeckung muß dieser Außenkontur entsprechend
zugeschnitten sein und wird mittels gleichartiger Führungsschienen mit den Seitenteilen
verbunden.
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In Fig. 4 ist ein erfindungsgemäß aufgebauter quaderförmiger Kasten
30 dargestellt und zwar einmal im Schnitt - zur Demonstration der Verbindung zwischen
Führungsschienen 1 und Platten 1o - und zum zweiten als Seitenansicht.
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In der Schnittdarstellung von Fig. 4 sind zwei rechtwinklig ausgerichtete
Führungsschienen 1 gezeigt, die je zwei Platten 1o aufnehmen und über die Nut/Rastnasen
- Verbindung halten. Diese Verbindung ist in Fig.
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nur vereinfacht als Nut/Feder-Verbindung dargestellt - es wird jedoch
darauf hingewiesen, daß auch diese einfache Verbindungsmöglichkeit von der vorliegenden
Erfindung erfaßt wird.
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In der Seitenansicht von Fig. 4 ist der quaderförmige Kasten 30 so
dargestellt, wie er dem Betrachter (im Schaufenster) gegenübertritt. Dieser sieht
die Platte 10 und die portalähnlich umlaufenden Führungschienen 1 dreier länwgen-
und eckverbindungsgemäß zugeschnittener Führungsschienen 1. Der Kasten 30 ist unten
offen, so daß längs der Unterkante keine RUhungsschienen vorzusehen sind. Die gestrichelten
Iinien in Fig.
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4, Seitenansicht, entsprechen der Vorderwand, den beiden Seitenwänden
und der Oberseite. Letztere ist bei bestimmungsgemäßer Benutzung die Stellfläche
für einen Ausstellungsgegenstand.
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Ein erfindungsgemäßer Kasten 30 ist in der Perspektive nochmals in
Fig. 5 gezeigt. Dabei ist je eine eine Frontseite, eine Seitenwand und eine die
Stellfläche bildende Oberseite realisierende Platte 10 offenbart, die miteinander
und mit den weiteren den Schauständer bildenden Platten über entsprechend abgelängte
und zugeschnittene Führungsschienen 1 zu einer formgetreuen und stabilen Einheit
zusammen gefügt sind. In praxi sind die Winkelprofile der Führungsschienen so dünn
dimensioniert, daß sie sich gut und nur wenig erhaben an die Platten anlegen.
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