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Die Erfindung befaßt sich mit einer Maschine zur Herstellung von Würsten
mit abgedrehter Hülle.
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Maschinen zur Herstellung von Würsten sind bekannt, bei denen eine
Füllpumpe einen konstanten und kontinuierlichen Strang aus zerkleinertem
Fleisch in eine flexible, schlauchförmige Hülle (die sogenannte "Wursthülle")
derart einbringt, daß ein durchgehendes Wurstgebilde gebildet wird, welches
dann in einzelne Würste dadurch unterteilt wird, daß periodisch ein
Abquetschen erfolgt, und zugleich die schlauchförmige Hülle verdreht wird.
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Eine Maschine dieser Bauart ist beispielsweise in US-A-3,115,668
beschrieben. Eine zusammengelegte Hülle ist hierbei passend auf einem
Außenhautausrichtrohr angeordnet, welches am Ausgang der Pumpe vorgesehen ist,
und das dann befüllt wird. Das Befüllen erfolgt durch Vorwärtsschieben unter
Einwirkung einer Druckkraft auf das Fleisch, welches von ein und derselben
Pumpe ausgegeben wird. Eine Trenn- und Zufuhreinrichtung ist der
Weiterbewegung der so gebildeten durchgehenden Wurst zugeordnet, und
beispielsweise ist ein Paar von Ketten an zwei gegenüberliegenden Seiten der
Wurst vorgesehen, welche mit wenigstens einem Paar von
zusammenarbeitenden Zangenteilen versehen ist, so daß man ein periodisches Abschnüren
der Wurst selbst an den Quetschpunkten erhält, welche die so gebildete
Wurst stromab von den Zangen selbst abtrennt, und der verbleibende
Wurststrang durchgehend ausgebildet ist. Zugleich wird das
Außenhautausrichtrohr kontinuierlich gedreht, um im Zusammenwirken mit dem
Abquetschen der Wurst eine gewünschte Verdrehung der Hülle zu erhalten, so daß
man Trennansatzteile zwischen der Wurst stromauf und stromab erhält.
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Ähnliche Maschinen sind in US-A-5,145,451, US-A-4,112,546 und US-A-4,614,005
beschrieben.
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Diesen bekannten Maschinen ist die Tatsache gemeinsam, daß es äußerst
schwierig ist, Würste unter Einsatz eines Naturhüllmaterials zu erhalten,
deren Außenhaut gespannt ist und je eine abgedrehte Hülle haben.
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Die Erfindung zielt daher darauf ab, eine Maschine zur Herstellung von
Würsten mit abgedrehter Hülle bereitzustellen, bei der die vorstehend genannten
Schwierigkeiten überwunden sind.
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Nach der Erfindung wird hierzu eine Maschine zur Herstellung von Würsten
mit abgedrehter Hülle bereitgestellt, welche die Merkmale des
Patentanspruchs 1 aufweist.
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Dank der intermittierenden Drehbewegung des Außenhautausrichtrohrs bei
der erfindungsgemäßen Maschine ist es möglich, ein gewünschtes
Abdrehteil aus der Hülle an den jeweiligen Abschnitten des Wurstfleiches zu
erhalten, ohne daß die Hülle selbst mechanischen Belastungen ausgesetzt ist.
Diese mechanischen Belastungen könnten nämlich zu einem Brechen der
Hülle führen, insbesondere dann, wenn diese aus einem natürlichen Material
hergestellt ist.
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Zugleich wird die Herstellung von Würsten mit variabler Länge ermöglicht,
ohne daß eine Behinderung der Drehbewegung des Außenhautausrichtrohrs
erfolgt. In Wirklichkeit reicht es aus, den Abstand zwischen den Zangen zu
variieren, und dank eines Sensors wird die Drehbewegung des
Außenhautausrichtrohrs automatisch auf die so erhaltenen neuen Verhältnisse
eingestellt. Somit erfolgt der Abdrehvorgang mit ein und derselben vorbestimmten
Verzögerung, und während einer Zeit, die sich ausschließlich als eine
Funktion der erforderlichen Anzahl von Umdrehungen regulieren läßt.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachstehenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform eines
nicht beschränkenden Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die
beigefügte Zeichnung. Darin gilt:
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Fig. 1 ist eine schematische Draufsicht einer Maschine nach der
Erfindung;
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Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Draufsicht der Vorrichtung zum Trennen
und Zuführen der Wurstmasse in die Maschine;
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Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht längs der Linie III-III in Fig. 2;
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Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht längs der Linie IV-IV in Fig. 2;
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Fig. 5 ist eine Seitenansicht mit Teilschnittansicht längs der Linie V-V in
Fig. 2, wobei die Motoreinrichtungen der Trenn- und
Zuführein
richtung gezeigt sind;
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Fig. 6 zeigt eine vergrößerte Draufsicht auf die Trenn- und
Zuführeinrichtung an einer Position einer Quetschung an der Wurst;
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Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht der Vorrichtung zum Trennen und
Zuführen längs der Linie VII-VII in Fig. 6;
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Fig. 8 zeigt eine vergrößerte Detailansicht der Austrittszone eines sich
drehenden Außenhautausrichtrohrs, welches zur Bildung der
Wurst dient;
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Fig. 9 zeigt eine vergrößerte Teilschnittansicht einer Einrichtung zur
Bewegungsübertragung, welche dem Außenhautausrichtrohr eine
Drehbewegung erteilt;
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Fig. 10 zeigt eine vergrößerte Schnittansicht eines Teils der Einrichtung
zur Bewegungsübertragung;
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Fig. 11 zeigt eine Schnittansicht längs der Linie XI-XI in Fig. 10;
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Fig. 12 ist eine Draufsicht auf eine Maschine nach der Erfindung, welche
bereit ist, um mit einer Hülle auf dem Außenhautausrichtrohr
versehen zu werden; und
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Fig. 13 ist ein Blockdiagramm der Vorrichtung zur Steuerung und zum
Start der Drehbewegung des Außenhautausrichtrohrs.
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Wie in Fig. 1 gezeigt ist, weist die Maschine nach der Erfindung eine
Zufuhrpumpe 1 auf, bei der es sich insbesondere um eine solche mit drehbaren
Messern handelt, welche an sich bekannt ist. Dieser Pumpe 1 wird
zerkleinertes Fleisch über einen Aufgabetrichter (nicht gezeigt) zugeführt, und sie
gibt mit einer konstanten Geschwindigkeit über einen Austrittsauslaß 3 die
Wurstmasse ab. Dieser Auslaß 3 ist mit einem Außenhautausrichtrohr 4
versehen, auf welchem in zusammengelegter Form eine Hülle 5 angeordnet ist.
Das zerkleinerte Fleisch 2, welches mittels der Hüllenfüllpumpe 1 gepumpt
wird, füllt den Fleischteig in die Hülle 5 ein und schiebt diesen nach vorne
derart, daß eine kontinuierliche Wurst 50 gebildet wird (Fig. 8).
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Die Wurst 50 kommt aufeinanderfolgend in Eingriff mit einer Einrichtung 6 zur
Unterteilung und zum Transport der Wurst 50, welche zwei Ketten 7, 8
aufweist, welche schleifenförmig an gegenüberliegenden Seiten der Wurst
angeordnet sind. Wie am deutlichsten aus den Fig. 2 und 3 zu ersehen ist,
kämmen diese Ketten 7, 8 jeweils mit einem Paar von Zahnscheiben 9, 10
und 11, 12, die jeweils auf vertikalen Wellen 13, 14, 15, 16 angeordnet sind.
Zugeordnete gleiche Kämmeingriffe 17, 18 sind im Zusammenwirken an den
vertikalen Wellen 14, 15 vorgesehen. Der Kämmeingriff 17 ist auch in Eingriff
mit einem zusätzlichen Glied 21 mit einem kleineren Durchmesser, welches
durch einen Motor 20 in Drehung versetzt wird, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist.
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Die Ketten 7, 8 sind mit zugeordneten Zangen 22, 23 versehen, die jeweils
paarweise zusammenarbeiten, um periodisch die Wurst 50 derart zu
quetschen, daß man einen Quetschpunkt 52 zwischen einer Reihe von Würsten
stromab und dem kontinuierlichen stromaufwärtigen Wurststrang erhält.
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Unmittelbar danach beginnt sich das Außenhautausrichtrohr 4 zu drehen, um
somit die Abdrehung der Hülle 5 stromauf des Quetschpunktes 52 zu
erstellen.
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Der Beginn der Drehbewegung des Außenhautausrichtrohrs 4 wird durch
einen Näherungsensor 24 (Fig. 4) gesteuert, welcher in der Nähe der Welle
14 angeordnet ist, und der auf den Durchgang einer metallischen Scheibe 25
anspricht, die unterhalb jeder Zange 22 vorgesehen ist, wenn diese
bezüglich der Quetschposition der Wurst vorwärts geschoben wird, wie dies aus
der Schnittansicht längs der Linie VII-VII in Fig. 6 zu ersehen ist.
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Wie schematisch in dem Blockdiagramm nach Fig. 13 dargestellt ist,
kombiniert bei dem Erfassen des Durchgangs der Zange ein Positionssensor 24
und ein Geschwindigkeitsverzögerungswandler 45 die Information von der
Drehgeschwindigkeit der Ketten 7, 8, welche durch einen tachometrischen
Dynamo 44 erhalten wird, welcher mit dem Motor 20 verbunden ist (Fig. 5)
mit den Informationen von dem Sensor 24, um ein Startsignal 46 für einen
Motor 48 zu erzeugen, welcher das Außenhautausrichtrohr 4 in geeigneter
Weise vorbestimmt in Drehung versetzt. Der Startpunkt 47 des Signals 46
wird derart ermittelt, daß er mit einem solchen Zeitpunkt übereinstimmt, bei
dem die Zangen 22, 23 miteinander zusammenarbeiten. Die Dauer der Zeit t
beim Starten des Motors 48 wird ihrerseits extern durch die Aktivierung eines
Potentiometers P gesteuert.
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Wie in den Fig. 10 und 11 gezeigt ist, versetzt der Motor 48 eine Welle 29
in eine Drehbewegung, auf welcher eine Zahnscheibe 28 befestigt ist, über
die mittels eines Zahnrings 27 eine weitere Riemenscheibe 26 angetrieben
wird, welche an dem Außenhautausrichtrohr 4 befestigt ist, so daß dieses
dann in vorgegebener Weise in Drehung versetzt wird.
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Eine weitere Riemenscheibe 30 ist auch an der Übertragungswelle 29
angebracht, die mittels eines Zahnriemens 31 eine Zahnscheibe 32 in
vorbestimmter Weise in Drehung versetzt, welche fest an einer Übertragungsweite
33 parallel zu dem Außenhautausrichtrohr 4 angebracht ist (Fig. 9).
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Am gegenüberliegenden Ende dieser Welle 33 bezüglich jener Stelle, an der
die Zahnscheibe 32 vorgesehen ist, ist eine weitere Riemenscheibe 34 fest
angebracht, welche eine vorgegebene Drehbewegung über einen weiteren
Zahnriemen 35 einer zusätzlichen Riemenscheibe 36 erteilt, welche
drehbeweglich in einem kastenförmigen Arm 37 untergebracht ist, welcher fest an
der Einrichtung 6 zur Unterteilung und zum Transport angebracht ist. Diese
Einrichtung 6 dreht sich in fester Weise mit dem Austrittsende des
Außenhautausrichtrohrs 4 (Fig. 8) dank des Zusammenarbeitens mit einer
Kautschukdichtung 38 in einer solchen Weise, daß die Hülle 5 eine
Gleitbewe
gung zwischen der Packung 38 (Fig. 8) und dem Außenhautausrichtrohr 4
während des Füllvorgangs der Hülle 5 ausführen kann.
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Wie in den Fig. 1 und 12 gezeigt ist, ist der Arm 37 an einem Körper 38
an einer Stelle 39 angelenkt. Dieser Arm 37 ist auch mit dem Körper 38 mit
Hilfe einer Verbindungsstange 40 verbunden, deren eines Ende 41
schwenkbar mit dem Arm 37 verbunden ist, während das andere Ende
drehbar mit einer zylindrischen Nabe 44 verbunden ist, die exzentrisch fest an
einem Bedienungshebel 32 angebracht ist, der bei 43 an dem Körper 38
angelenkt ist.
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Wenn der Hebel 42 in der Position A (Fig. 1) ist, ist der Arm 37 in Eingriff
mit dem Außenhautausrichtrohr 4. Wenn der Hebel 42 sich jedoch in der
Position B (Fig. 12) befindet, bewirkt ein und der gleiche Hebel, daß der Arm
37 von dem Außenhautausrichtrohr 4 über die Verbindungsstange 40 frei
kommt. Auf diese Weise kann es einfach ermöglicht werden, daß eine
zusammengelegte Hülle 5 auf das Außenhautausrichtrohr 4 in der
Vorbereitungsphase der Maschine aufgelegt werden kann.
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Nachstehend soll die Arbeitsweise dieser Maschine in zusammenfassender
Weise kurz erläutert werden.
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Zuerst wird die Vorderseite der Maschine geöffnet, wie dies in Fig. 12
gezeigt ist, um die Hülle auf das Außenhautausrichtrohr 4 aufzubringen, auf
welchem die Hülle in zusammengelegter Form entsprechend den Fig. 1,
8, 9 angeordnet ist. Die Maschine wird dann wieder in die in Fig. 1 gezeigte
Position gebracht.
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Anschließend wird dann nach dem Beschicken der Maschine mit
zerkleinertem Fleisch 2 über den Trichter die Zufuhrpumpe 1 in Gang gesetzt, um das
zerkleinerte Fleisch 2 mit konstanter Geschwindigkeit über den Auslaß 3 zu
dem Außenhautausrichtrohr 4 auszugeben.
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Das mittels der Pumpe 1 geförderte, zerkleinerte Fleisch 2 füllt dann die
Hülle 5 und drückt die zerkleinerte Fleischmasse in Richtung nach vorne
unter Bildung einer durchgehenden Wurst 50 (Fig. 8). Anschließend kommt
die Einrichtung 6 zur Unterteilung und zum Transport zum Einsatz, während
die Zangen 22, 23 miteinander jeweils paarweise zusammenarbeiten, um
periodisch die Wurst 50 vorzuschieben und unter Bildung eines
Abquetschpunktes 52 zwischen der Wurst 51 unmittelbar stromab der Zangen
22, 23 Einzelwürste zu erstellen und daran anschließend einen
durchgehenden Wurststrang zu bilden. Somit wird der Wurststrang in Einzelwürste
unterteilt. Die Geschwindigkeit der Einrichtung 6 zur Unterteilung und zum
Transport ist in abgestimmter Weise auf die Geschwindigkeit der
Förderpumpe 1 derart abgestimmt, daß man ein optimales Befüllen der Hülle 5
erhält.
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Unmittelbar nach der Bildung des jeweiligen Quetschpunktes 52 beginnt das
Außenhautausrichtrohr 4 eine Drehbewegung auszuführen, um die
Abdrehung der Hülle 5 stromauf von dem Quetschpunkt 52 zu erstellen. Hierbei
erhält man definierte, der entsprechenden Trennung dienenden Ansätze
zwischen den Würsten.
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Der Beginn der Drehbewegung des Außenhautausrichtrohrs 4 wird mit Hilfe
eines Näherungssensors 24 (Fig. 4) gesteuert, welcher auf den Durchgang
der Zangen 22 anspricht, und ein entsprechendes Signal an einen
Geschwindigkeitsverzögerungswandler 45 in Fig. 13 abgibt, welchem auch ein
Signal über die Geschwindigkeit von dem tachometrischen Dynamo 44
zugeleitet wird. Auf diese Weise ermittelt der Wandler 45 den Zeitpunkt 47, zu
dem die Zangen 22, 23 in Eingriff miteinander kommen sollen, und von dem
aus der Zeitraum 46 für die Drehbewegung des Außenhautausrichtrohrs 4
bestimmt und gerechnet wird. Die Länge dieser Zeitdauer, die von den
Abdrehungsumdrehungen abhängig ist, wird mit Hilfe eines Potentiometers P
eingestellt.