DE69600106T2 - Hautdepigmentierungs- und/oder Alterungsschutzmittel und seine Verwendung - Google Patents
Hautdepigmentierungs- und/oder Alterungsschutzmittel und seine VerwendungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Zusammensetzung mit einem Gehalt an Derivaten von Ascorbinsäure und von Rutin, die speziell auf kosmetischem, dermatologischem oder pharmazeutischem Gebiet, insbesondere zur Depigmentierung, Vorbeugung und/oder Bekämpfung von Hautflecken und/oder Altersflecken eingesetzt werden kann. Diese Zusammensetzung kann auf das Gesicht, den Körper, den Hals, die Hände und/oder die Beine des Menschen aufgetragen werden.
- Die Erfindung betrifft auch eine Verwendung dieser Zusammensetzung zur kosmetischen Behandlung der Haut, die Verwendung dieser Zusammensetzung zur Herstellung einer Creme, die zur dermatologischen Behandlung der Haut bestimmt ist, und ein kosmetisches Behandlungsverfahren.
- Im Laufe der Zeit treten auf der Haut verschiedene, für eine Hautalterung sehr charakteristische Anzeichen auf, die sich insbesondere in einer Modifikation der Hautstruktur und der Hautfunktionen bemerkbar machen. Diese Alterung ist physiologischer Natur, kann aber auch durch Lichteinwirkung herbeigeführt werden, d.h. durch eine wiederholte Einwirkung von Sonnenlicht und insbes6ndere von UV-Licht auf die Haut. Die Wirkung dieses Lichts auf die Bestandteile der Haut und auf das von der Haut ausgeschiedene Sebum bringt insbesondere die Bildung von freien Sauerstoffradikalen mit sich. Diese Radikale können erhebliche Schädigungen hervorrufen, insbesondere an den Zellmembranen (Durchlässigkeit der Membranen), den Zellkernen (Mutation unter Einwirkung auf RNA und DNA) und Geweben (Nekrosen, Degeneration). Somit ist es erforderlich, die Haut gegen freie Radikale zu schützen.
- Die hauptsächlichen klinischen Alterungserscheinungen der Haut sind insbesondere das Auftreten von Fältchen und tiefen Falten, die mit dem Alter zunehmen, sowie eine Desorganisation der Oberflächenbeschaffenheit der Haut. Mit anderen Worten, das Mikrorelief der Haut ist weniger regelmäßig und weist einen anisotropen Charakter auf.
- Überdies ergibt sich eine allgemeine Modifikation des Teints der Haut und ein ausgeprägteres gelbes Erscheinungsbild. Dies scheint im wesentlichen auf eine Desorganisation des Mikrokreislaufs zurückzuführen zu sein (weniger Hämoglobin im Bereich der papillären Lederhaut). Außerdem erscheinen auf der Hautoberfläche zahlreiche dunkler gefärbte Flecken, insbesondere an den Händen, die der Haut ein heterogenes Erscheinungsbild verleihen. Im allgemeinen sind diese Flecken auf eine erhebliche Melaninbildung in der Epidermis und/oder der Lederhaut zurückzuführen. In bestimmten Fällen einer intensiven Einwirkung von Sonnenstrahlen können diese Flecken krebsartig werden. Überdies können in bestimmten Hautzonen diffuse Reizungen und gelegentlich Gefäßerweiterungen auftreten.
- Eine weitere klinische Alterserscheinung ist das trockene und spröde Erscheinungsbild der Haut, das im wesentlichen auf eine stärkere Abschuppung zurückzuführen ist. Diese Schuppen tragen durch Brechung von Lichtstrahlen auch zu einem stärker grau gefärbten Teint bei.
- Es ist somit festzustellen, daß klinische Anzeichen einer Hautalterung im wesentlichen auf eine Funktionsstörung wichtiger biologischer Mechanismen im Bereich der Haut zurückzuführen sind. Außerdem versuchen bestimmte farbige Bevölkerungsgruppen ihre Hautfarbe aufzuhellen, indem sie Depigmentierungsmittel und/oder Antipigmentierungsmittel einsetzen.
- Bei der erfindungsgemäßen Zusammensetzung handelt es sich um eine Zusammensetzung, die zur Vorbeugung und/oder Bekämpfung einer Alterung und bereits vorhandener Alterserscheinungen, insbesondere von photoinduzierten Anzeichen, wie Falten und Fältchen, zur Depigmentierung der Haut, zur Vorbeugung und/oder Bekämpfung von Pigmentflecken der Haut unabhangig von deren Ursprung sowie zum Schutz der Haut insbesondere durch Unterdrückung der Bildung von freien Sauerstoffradikalen geeignet sind.
- Eine bekannte wirksame Maßnahme zur Bekämpfung der vorzeitigen Hautalterung besteht darin, auf die Haut Moleküle aufzubringen, die dazu befähigt sind, die Zellen bei ihrer Abwehr gegen einen Überschuß an photoinduzierten freien Radikalen zu unterstützen, und insbesondere Moleküle, die ein hydrophiles Reduktionsvermögen aufweisen, das es ihnen ermöglicht, insbesondere mit freien Radikalen, wie Peroxid-, Superoxid- und Hydroxylradikalen, zu reagieren.
- Eines dieser Moleküle, das zur wirksamen Bekämpfung von freien Radikalen und damit zur Verstärkung der Abwehr des Hautgewebes gegen Angriffe von außen (UV-Strahlen, Umweltverschmutzung) befähigt ist, ist Ascorbinsäure oder Vitamin C aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften. Diese Verbindung ermöglicht es ferner, den Mangel an Vitamin E auszugleichen, die Synthese von Bindegewebe und insbesondere von Collagen der Haut zu stimulieren und die Haut zu depigmentieren.
- Ungünstigerweise ist Ascorbinsäure aufgrund ihrer chemischen Struktur und ihrer reduzierenden Eigenschaften gegenüber bestimmten Einflüssen der Umgebung, wie Licht, Sauerstoff und Wasser (durch seinen pH-Wert und die Anwesenheit von Metallspuren), sehr empfindlich. Daraus ergibt sich ein rascher Abbau der im Präparat enthaltenen Ascorbinsäure bei Anwesenheit dieser Einflüsse sowie ein Verlust ihrer Eigenschaften, was der angestrebten Wirkung entgegensteht. Dieser Abbau macht sich in einer gelb/braunen Färbung der diese Säure enthaltenden Zusammensetzung bemerkbar.
- Um den Abbau von Ascorbinsäure zu verringern und/oder zu verzögern, hat man es in Betracht gezogen, die aktive Stelle der Ascorbinsäure, d.h. die Hydroxylgruppe durch Veresterung mit einer Saccharidverbindung (-ose) zu blockieren. Beispielsweise ist das in EP-A-478404 beschriebene 2-Ascorbylglucosid bekannt. Diese Verbindung bietet im Vergleich zu Vitamin C den Vorteil, daß sie stabiler ist. Außerdem weist sie eine gute Löslichkeit in Wasser auf und ist auf der Haut zu Vitamin C biokonvertierbar, was auf bestimmte Enzyme der Haut zurückzuführen ist, so daß auf diese Weise sämtliche Eigenschaften von Vitamin C wiedergewonnen werden.
- Aufgrund ihrer guten Löslichkeit in Wasser kann diese Verbindung einer großen Anzahl von Exipientien einverleibt werden. Jedoch hat die Anmelderin festgestellt, daß die Stabilität dieser Verbindung in einem wäßrigen Medium und insbesondere in einer Öl-in-Wasser-Emulsion nicht günstig war (mehr als 15 Tage), wenn der pH-Wert über 6 lag. Die Haltbarkeitsdauer in kosmetischen Zusammensetzungen muß aber bei Umgebungstemperatur mehr als einige Monate betragen, insbesondere weil im Gegensatz zu Arzneimitteln auf der Verpackung der Produkte kein Verfallsdatum angegeben ist.
- In der nachstehenden Tabelle ist die Stabilität von 2- Ascorbylglucosid im zeitlichen Verlauf und als Funktion des pH-Werts angegeben. Tabelle
- Aus der Tabelle läßt sich feststellen, daß die Stabilität von 2-Ascorbylglucosid durch einen pH-Wert von mehr als 6 verbessert wird. Diese Stabilität beim pH-Wert > 6 gilt auch für andere Saccharidester von Ascorbinsäure
- Als weitere Moleküle mit antioxidativen Eigenschaften kennt man die Flavonoide. Diese Verbindungen weisen zusätzlich den Vorteil auf, daß sie sowohl entzündungshemmend als auch als Superoxid-Antianionen wirken. Im allgemeinen sind sie bei der Desaktivierung von Radikalformen des Sauerstoffs wirksam. Diese Eigenschaften sind in folgenden Druckschriften beschrieben: EP-A-275005, EP-A-332478, EP-A-267155, JP-A- 254250, JP-A-253394 und in den Artikeln "Flavonoids as antioxydants evaluated by in vitro and in situ liver chemiluminescence" von C.G. Fraga et al., Biochemical Pharmacology, Bd. 36, Nr. 5 (1987), S. 717-720; "Flavonoids as anti-inflammatory agents" von M.J. Alcaraz und M.J. Jimenez, Fitoterapia, Bd. LIX, Nr. 1 (1988), S. 25-38; und "Flavonoids are scavengers of superoxide anions" von J. Robak und R.J. Gryglewski, Biochemical Pharmacology, Bd. 37, Nr. 5 (1988), S. 837-841.
- Ungünstigerweise handelt es sich beim Großteil dieser Flavonoide um sensibilisierende Verbindungen, die dazu befähigt sind, Kontaktallergien hervorzurufen, wenn sie auf die Haut aufgetragen werden. Jedoch handelt es sich bei Rutin um ein Flavonoid, das beim FCA-Verfahren (maximierter Test mit Freund-Adjuvans, beschrieben in dem Artikel "Aspects of the relationships between chemical structure and sensitizing potency offlavonoids and related compounds" von H.W. Schmalle et al., Prog. Clin. Biol. Res., Bd. 213 (1986), S. 387-390) die Bewertung 0 ergibt. Jedoch ist Rutin in Wasser wenig löslich (etwa 0,01%), was seine Verwendung einschränkt, im Gegensatz zu den Saccharidestern des Rutins, wie alpha-Glycosylrutin. Diese letztgenannte Verbindung ist außerdem bei Kontakt mit Enzymen der Haut biokonvertierbar und weist im Vergleich zu Rutin eine bessere Stabilität bei Lichteinwirkung auf.
- Um einen wirksamen Schutz gegen freie Radikale sowie gegen Sonnenstrahlen zu erreichen, hat es die Anmelderin in Betracht gezogen, einen Saccharidester von Ascorbinsäure, wie 2-Ascorbylglucosid, und einen Saccharidester von Rutin, wie alpha-Glucosylrutin, in ein und derselben Zusammensetzung zu kombinieren, um dieser dadurch eine gute Stabilität zu verleihen.
- Jedoch ergibt alpha-Glycosylrutin in Wasser eine gelbe Lösung, deren Farbintensität vom pH-Wert abhängt. Beträgt der pH-Wert 5 oder weniger, so ergibt sich eine gelbe Färbung von geringer Intensität, d.h. von fast farblos bis blaßgelb, die im zeitlichen Verlauf stabil ist. Liegt der pH-Wert über 5, so wird die Färbung intensiver und variiert von dunkelgelb bis braun, je nach dem prozentualen Anteil an alpha-Glycosylrutin. In diesem Fall wird die Zusammensetzung vom kosmetischen Standpunkt aus inakzeptabel, nicht nur im Hinblick auf ihre Färbung zu Beginn, sondern auch auf die sich im Laufe der Zeit entwickelnde Färbung.
- Mit anderen Worten, 2-Ascorbylglucosid und allgemein die Saccharidester von Ascorbinsäure sind bei pH-Werten unter 5 instabil, während alpha-Glycosylrutin und allgemein die Saccharidester von Rutin bei pH-Werten über 5 in prohibitiver Weise die Exzipientien, in denen sie enthalten sind, färben
- Die Anmelderin hat aber festgestellt, daß es möglich ist, eine Zusammensetzung bereitzustellen, in der die beiden Molekültypen stabil sind, wobei man einen pH-Wert von 4-6 wählt. Es ist vollkommen überraschend, daß 2-Ascorbylglucosid bei diesem pH-Wert in erheblichem Maße stabil bleibt und im Laufe der Zeit sich keine Färbung der Zusammensetzung entwickelt. Insbesondere ist 2-Ascorbylglucosid nach 12 Monaten bei Umgebungstemperatur (etwa 25ºC) immer noch nicht abgebaut und alpha-Glycosylrutin bleibt in diesem Medium sehr stabil, da sich keine Verfärbung der blaßgelben Zusammensetzung entwickelt.
- Ziel der Erfindung ist somit die Bereitstellung einer stabilen Zusammensetzung, insbesondere zur topischen Anwendung, die eine starke Schutzwirkung gegen photoinduzierte Radikale aufweist, indem sie es insbesondere ermöglicht, die Alterung der Haut und/oder Hautflecken aufgrund von äußeren und inneren Ursachen wirksam zu verhindern und/oder zu bekämpfen.
- Gemäß einem wesentlichen Merkmal der Erfindung enthält diese Zusammensetzung eine wäßrige Phase mit einem pH-Wert von 4-6, mindestens einen Saccharidester von Ascorbinsäure und mindestens einen Saccharidester von Rutin.
- In überraschender Weise hat die Anmelderin festgestellt, daß die Saccharidderivate von Ascorbinsäure vollkommen verträglich mit dem Saccharidestern von Rutin sind und daß sie in sämtlichen Typen von Exzipientien, die Wasser mit einem pH-Wert von 4-6 enthalten, zubereitet werden können. Diese Derivate weisen insbesondere den Vorteil auf, daß sie in Wasser stark löslich sind und die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Saccharidester von Rutin nicht modifizieren.
- In vorteilhafter Weise umfaßt die Zusammensetzung ein kosmetisch und/oder dermatologisch verträgliches Medium, d.h. ein Medium, das mit der Haut, einschließlich der Kopfhaut, den Haaren und den Nägeln verträglich ist.
- Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann in vorteilhafter Weise in sämtlichen, für eine topische Anwendung normalerweise herangezogenen galenischen Formen, die Wasser enthalten, vorliegen, z.B. in Form von Lösungen, wäßrigen oder wäßrig-alkoholischen Gelen, Öl-in-Wasser-Emulsionen oder Wasser-in-Öl-Emulsionen und insbesondere in Form von Öltröpfchen, die als Kügelchen in einer wäßrigen Phase dispergiert sind. Bei diesen Kügelchen kann es sich um polymere Nanoteilchen handeln, wie Nanokügelchen und Nanokapseln oder insbesondere um Lipidvesikel mit ionischen oder nicht-ionischen Lipiden. Ferner kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung in Form einer Creme, einer Pomade, einer Lotion oder eines Serums vorliegen.
- Die Zusammensetzung ermöglicht es insbesondere, in wirksamer Weise Falten und Fältchen abzumildern, den Teint der Haut so zu modifizieren, daß er mehr rosafarben erscheint, pigmentierungsflecken zu beseitigen, Schuppen zu unterdrücken und der Haut eine elastischere Konsistenz zu verleihen. Sie ermöglicht einen wirksamen Schutz der Haut gegen Sonnenstrahlen sowie eine Bleichung der Haut.
- Bei den Saccharidestern von Ascorbinsäure, die erfindungsgemäß verwendbar sind, handelt es sich insbesondere um Glycosyl-, Mannosyl-, Fructosyl-, Fucosyl-, Galactosyl-, N- Acetylglucosamin- und N-Acetylmuraminderivate von Ascorbinsäure und deren Gemische und insbesondere um 2-Ascorbylglucosid oder 2-O-α-D-Glucopyranosyl-L-ascorbinsäure oder 6-O-β-D- Galactopyranosyl-L-ascorbinsäure. Diese letztgenannten Verbindungen sowie die Verfahren zu ihrer Herstellung sind in EP-A-487404, EP-A-425066 und JP-52-13736 speziell beschrieben.
- Erfindungsgemäß wird die Menge der Saccharidderivate von Ascorbinsäure beispielsweise im Bereich von 0,01 bis 20 Gew.- %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-% und insbesondere im Bereich von 0,5 bis 5 Gew.-% gewählt. Außerdem kann die Zusammensetzung ein oder mehr Saccharidderivate enthalten.
- Bei den Saccharidestern von Rutin, die erfindungsgemäß verwendbar sind, handelt es sich insbesondere um Glycosyl-, Mannosyl-, Fructosyl- und Fucosylderivate von Rutin und deren Gemische und insbesondere um α-Glycosylrutin.
- Erfindungsgemäß entspricht die Menge des einsetzbaren Saccharidesters von Rutin den auf diesen Gebieten im allgemeinen verwendeten Mengen. In der Praxis verwendet man 0,001 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorzugsweise 0,01 bis 1 Gew.-% und insbesondere 0,01 bis 0,5 Gew.-%. Außerdem kann die Zusammensetzung einen oder mehrere Saccharidester von Rutin enthalten.
- Um den Schutz gegen freie Radikale zu verbessern, ist es möglich, weitere Moleküle mit antioxidativer Wirkung und/oder mit Wirkung gegen Radikale zuzusetzen, die ausgewählt sind unter chelatbildenden Mitteln für Eisen, Antilipoperoxidmitteln, Verbindungen zur Regeneration von oxidiertem Vitamin E, Mitteln gegen Hydroxylradikale, Mitteln gegen Sauerstoffsinguletts und Mitteln gegen anionische Superoxid-Radikale und deren Kombinationen sowie UVA- und/oder UVB-Filtern.
- Bei den erfindungsgemäß verwendbaren Ölen handelt es sich um allgemein auf den betreffenden Gebieten eingesetzte Ölen. Es kann sich um pflanzliche, mineralische oder synthetische Öle und ggf. um siliconisierte und/oder fluorierte Öle handeln.
- Erfindungsgemäß können auch hydrophile oder lipophile Hilfsstoffe enthalten sein, wie gelbildende Mittel, Konservierungsstoffe, Trübungsmittel, Emulgiermittel, Coemulgiermittel, Parfums und deren Solubilisierungs- und Peptisierungsmittel, Färbemittel, Pigmente, Füllstoffe sowie lipophile oder hydrophile Wirkstoffe, die sich von den Saccharidestern von Ascorbinsäure und Rutin unterscheiden.
- Die Mengen an Öl und Wasser entsprechen im allgemeinen den auf den betreffenden Gebieten eingesetzten Mengen und stellen eine Funktion der galenischen Form der Zusammensetzung dar. Für eine Öl-in-Wasser-Emulsion oder eine Dispersion von Öl-in-Wasser durch Lipidkügelchen kann das Öl 2 bis 40 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, ausmachen.
- Gleichermaßen werden die Hilfsstoffe in üblichen Mengen verwendet. Sie können insgesamt 0,1 bis 20 Gew.-% ausmachen. Die Menge hängt von der jeweiligen Art ab.
- Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann auf topischem Wege auf alle Teile des Körpers und des Gesichts, einschließlich Kopfhaut, Beine und Hände, aufgebracht werden.
- Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der vorstehend definierten Zusammensetzung zur kosmetischen Behandlung von Alterserscheinungen der Haut und insbesondere von Falten und/oder Fältchen der Haut.
- Außerdem ist Gegenstand der Erfindung eine Verwendung der vorstehend definierten Zusammensetzung zur Depigmentierung der Haut, zur Vorbeugung und/oder Bekämpfung von Hautflecken, insbesondere von altersbedingten Hautflecken, sowie zur Herstellung einer Creme, die zur Behandlung von Hautflecken pathologischen Ursprungs bestimmt ist.
- Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur kosmetischen und/oder dermatologischen Behandlung der Haut, das darin besteht, daß man die vorstehend definierte Zusammensetzung auf die Haut aufträgt.
- Außerdem betrifft die Erfindung die Verwendung der vorstehenden Zusammensetzung zum Schutz der Haut gegen freie Radikale.
- Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung, die lediglich erläuternden Zwecken dient, besser verständlich. In den nachstehenden Beispielen für erfindungsgemäße kosmetische und/oder dermatologische Zusammensetzungen beziehen sich die angegebenen Mengen auf Gewichtsprozent.
- A1 - Stearinsäure 0,4%
- - Polyethylenglycolstearat (40 EO) (Emulgiermittel) 3,5%
- - Cetylalkohol (Coemulgiermittel) 3,2%
- - Glyceryl-mono-di-tri-palmitostearat (Emulgiermittel) 3,0%
- - Myristylmyristat (Öl) 2,0%
- - Isopropylpalmitat (Öl) 7,0%
- - hydriertes Isoparaffin (6-8 Mol Isobutylen) (Öl) 6,5%
- A2 - Cyclopentadimethylsiloxan (Öl) 5,0%
- B - Entmineralisiertes Wasser ad 100%
- - Glycerin (hydratisierendes Mittel) 3,0%
- - 2-Ascorbylglucosid der Fa. Hayashibara 2,0%
- - alpha-Glycosylrutin 0,2%
- - Konservierungsmittel 0,2%
- Die Bestandteile von A1 werden bei 80ºC in Lösung gebracht. Sobald das Gemisch klar ist, bringt man die Temperatur auf 65ºC und fügt A2 zu. Das Gemisch muß klar und homogen sein. Man beläßt die Temperatur bei 65ºC.
- In einem Becherglas für präparative Zwecke werden die Bestandteile für B bei 85-90ºC in Lösung gebracht. Nach Bildung einer klaren Lösung wird die Temperatur auf 65ºC gesenkt. Man stellt unter Rühren eine Emulsion her, indem man (A1 + A2) zu B gibt. Sodann wird die Abkühlung bis auf Raumtemperatur unter Rühren fortgesetzt.
- Man erhält eine weiße Pflegecreme zum täglichen Schutz der Haut gegen schädliche Einwirkungen von UV-Strahlen und zur Verhinderung der Bildung von photoinduzierten Falten und Fältchen.
- A - entmineralisiertes Wasser ad 100%
- - Glycerin 3,0%
- - Methyl-p-hydroxybenzoat 0,2%
- - 2-Ascorbylglucosid 1,0%
- - alpha-Glycosylrutin 0,05%
- - Xanthangummi (Verdickungsmittel) 0,2%
- B - Parsol MCX (UVB-Filter) 4,0%
- - Alkylbenzoat (Finsolv TN, Société Witco) 4,0%
- - Alkylcarboxyvinylpolymeres (Pemulen TR 2, 0,45% Fa. Goodrich)
- - Triethanolamin 0,45%
- Man stellt die Phase A her, indem man unter Rühren das gelbildende Mittel in Wasser, das die gelösten Bestandteile enthält, einstreut. Eine Emulsion wird hergestellt, indem man die Phase B unter starkem Rühren der Phase A einverleibt. Sodann läßt man das Gemisch zur Ruhe kommen und kühlt es unter langsamem Rühren auf Umgebungstemperatur. Somit ist die Herstellung des Gels beendet.
- A - ethoxyliertes, hydriertes Glycerintriricinoleat (60 EO) (Peptisierungsmittel) 0,09%
- - Parfum 0,03%
- B - entmineralisiertes Wasser ad 100%
- - 2-Ascorbylglucosid 1,0%
- - Alpha-glycosylrutin 0,05%
- - Konservierungsmittel 0,3%
- Man mischt die Bestandteile von A bei 40ºC. Nach vollständiger Lösung werden nacheinander die Bestandteile von B bei Umgebungstemperatur zugegeben. Man rührt weiter und stellt die vollständige Auflösung der Bestandteile sicher. Das Gemisch muß klar sein. Sodann ist die Herstellung beendet.
- Man erhält eine klare Lotion zur Verhinderung und Verringerung der Pigmentierung der Haut.
Claims (14)
1. Zusammensetzung, enthaltend eine wäßrige Phase,
dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner mindestens einen
Saccharidester von Rutin und mindestens einen Saccharidester
von Ascorbinsäure enthält und daß die wäßrige Phase einen pH-
Wert von 4-6 aufweist.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß es sich beim Saccharidester von Rutin um
alpha-Glycosylrutin handelt.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß es sich beim Saccharidester von
Ascorbinsäure um 2-Ascorbylglucosid handelt.
4. Zusammensetzung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form einer
Ölin-Wasser-Emulsion oder in Form einer Dispersion von
Lipidkügelchen vorliegt.
5. Zusammensetzung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Saccharidester von
Ascorbinsäure 0,01 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Zusammensetzung, ausmacht.
6. Zusammensetzung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Saccharidester von
Rutin 0,001 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, ausmacht.
7. Zusammensetzung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner hydrophile
oder lipophile Hilfsstoffe enthält.
8. Zusammensetzung nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß sie Hilfsstoffe enthält, die
unter gelbildenden Mitteln, Konservierungsmitteln, Parfums,
Füllstoffen, Färbemitteln und anderen Wirkstoffen, die von
Saccharidestern von Ascorbinsäure und Saccharidestern von
Rutin abweichen, ausgewählt sind.
9. Zusammensetzung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein kosmetisch
und/oder dermatologisch verträgliches Medium enthält.
10. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der
vorstehenden Ansprüche zum Schutz der Haut gegen freie
Radikale.
11. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der
Ansprüche 1 bis 9 zur Vorbeugung und/oder Bekämpfung von
Alterungserscheinungen der Haut.
12. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der
Ansprüche 1 bis 9 zur Depigmentierung der Haut und zur
Vorbeugung und/oder Bekämpfung von Flecken, Falten und/oder
Fältchen der Haut.
13. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der
Ansprüche 1 bis 9 zur Herstellung einer Creme, die zur
Behandlung von Hautkrankheiten, die Haütflecken verursachen,
bestimmt ist.
14. Verfahren zur kosmetischen Behandlung der Haut,
dadurch gekennzeichnet, daß es im Aufbringen einer
Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 auf die Haut
besteht.
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