DE6800028U - Dichtungseinlage fuer muffenrohre - Google Patents
Dichtungseinlage fuer muffenrohreInfo
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Description
Anmelder: Deutsche Steinzeug;- und Kunststoffwarenfabrik.
6800 Mannheim - Friedrichsfeld
Die Erfindung betrifft eine zur Abdichtung der Muffe von Muffenrohren gegen das einzuführende Spitzende, insbesondere bei
Steinzeug-Kanalisationsrohren, dienende Dichtungseinlage aus elastischem Werkstoff, z.B. Gummi, mit einem rotationssymmetrischen
Mantel, der eine radial außen angeordnete Verankerungsrippe aufweist.
Aufgabe derartiger Dichtungseinlagen ist es, bei neuzeitlichen Dichtungen einerseits zusammen mit der Muffeninnenwand
eine Gießform zu bilden, in die eine Vergußmasse höchstens bis zur Oberkante der Dichtungseinlage eingeführt wird, und
andererseits mittels einer Dichtlippe eine gute Abdichtung des eingeführten Spitzendes zu bewirken. Die Verankerungsrippe wird
mit Vergußmasse umgössen und hält die Dichtungseinlage fest. Man hat bisher, damit die Verankerungsrippe ihre Aufgabe besonders
gut erfüllen kann, diese Verankerungsrippe in radialer Richtung hinterschnitten ausgebildet; unter der "radialen Richtung" ist
hier die Richtung des Radius der Muffe zu verstehen. Es zeigte sich jedoch, daß in den billigsten Vergußmassen, wie beispielsweise
Mischungen von Polyester und Quarzmehl, Risse auftraten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Bildung von Rissen in der Vergußmasse zu verhindern, ohne die Yerankerungswirkung
der Verankerungsrippe zu verschlechtern.
■ Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
680002
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die Verankerungsrippe in (von der Muffe aus gesehen) radialer Richtung hinterschneidungsfrei ausgebildet ist und daß in die
Verankerungsrippe ein Verstärkungsring eingelagert ist. - Durch die hinterschneidungsfreie Ausbildung der Verankerungsrippe
wird die Rißbildung weitgehend vermieden, und durch die Einlagerung eines Versteifungsringes wird die Verminderung der
Verankerungswirkung durch den Portfall der Hinterschneidung
ausgeglichen; die versteifte Dichtungseinlage ist so stark., daß
sie beim Einschieben dicker Spitzenden aus der Vergußmasse nicht herausgezogen werden kann. Auch wird durch die Versteifung
verhindert, daß Abweichungen der Muffeninnenwand von der Zylinderform,
insbesondere beispielsweise eine ovale Form der Muffe, sich auf die Gestalt der Dichtlippe übertragen.
Noch besser wird die Gefahr von Rissen in der Vergußmasse dadurch vermieden, daß gemäß einer vorteilhaften Ausführung der
vorliegenden Erfindung die Verankerungsrippe kantenfrei, vorzugsweise im Querschnitt etwa halbkreisförmig, ausgebildet ist.
Die aufgrund von Kerbwirkung in der Vergußmasse sonst auftretenden Risse werden hierdurch vermieden.
Der Versteifungsring der Verankerungsrippe ist besonders billig und gleichzeitig technisch besonders vorteilhaft als
Drahtring von rundem oder eckigem Querschnitt ausgebildet.
Um zu erreichen, daß die Dichtungseinlage nur in hinreichend weite Muffen eingesetzt werden kann, ohne daß die
Verankerungsrippe über ihren gesamten Umfang der Muffeninnenwand anliegt, und ein Hintergießen mit Vergußmasse verhindert,
trägt die Verankerungsrippe vorteilhaft wenigstens drei auf dem Umfang etwa winkelgleich verteilte Warzen, welche vorzugsweise
im axialen Schnitt außen halbkreisförmig begrenzt sind.
Diese Warzen dienen der Zentrierung der Dichtungseinlage; zu kleine Muffen werden ausgeschieden, weil die Dichtungseinlage
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wegen der vorstehenden Warzen nicht eingelegt werden kann. Die Warzen stellen einen Minde&abstand zwischen der Verankerungsrippe und der Muffeninnenwand sicher, damit eine genügende
Menge der Vergußmasse hinter die Verankerungsrippe fließen kann, ohne durch die etwa an eine Seite anliegende Verankerungsrippe
behindert zu werden.
Um eine sichere Zentrierung des Drahtringes beim Pressen der Dichtungseinlage zu gewährleisten, ist jeder Drahtring an
mindestens je drei Stellen so weit axial nach innen, axial nach außen und radial nach außen ausgebogen, daß der Draht an diesen
Stellen die Außenfläche der Verankerungsrippe berührt.
Besser noch erreicht man die sichere Zentrierung des Drahtringes beim Preßvorgang dadurch, daß man (den ausgebogenen
Stellen des Drahtes entsprechend, aber anstelle dieser Stellen) in der Preßform Zentrierhilfen vorsieht, welche beim Pressen
der Dichtungseinlage an den Dichtring axial von innen, axial von außen und radial von außen anliegen. Man kann auf diese
Weise billigere, glatte Drahtringe verwenden und doch deren sichere Zentrierung erreichen.
Bei einer Dichtungseinlage mit einer radial außen und axial innen angeordneten Stützrippe, deren Außendurchmesser
soviel größer ist als der Innendurchmesser der Muffe, daß sie die Dichtungseinlage vor dem Eingießen einer Vergußmasse frei
schwebend hält, ist vorteilhaft die Stützrippe von einer ringförmigen Verstärkung (Fuß) getragen, deren liadius etwa gleich
dem Abstand der Außenbegrenzung der Warzen von der Achse des Mantels ist. Diese ringförmige Verstärkung dient'ebenso wie
die Verstärkung der Verankerungsrippe dazu, die Steifigkeit der Dichtungseinlage zu erhöhen. Zur weiteren Erhöhung der Steifigkeit
trägt vorteilhaft diese ringförmige Verstärkung einen Drahtring.
Zum Zwecke einer guten Abdichtung der Muffeninnenwand
erweitert sich vorteilhaft die Stützrippe von ihrem-Fuß aus
axial nach innen konisch (schirmartig).
Bei Verwendung besonders enger Muffen kann es vorkommen,
daß die Stützrippe sich beim Einschieben in die Muffe so stark in Richtung auf die Verankerungsrippe umlegt, daß zwischen
ihrer Außenseite und der Muffeninnenwand ein vergußfreier Hohlraum
entsteht. Bei starken Belastungen der Dichtungseinlage quer zu ihrer Achse kann dieser keilförmige Hohlraum zum Bruch
der Vergußmasse führen. Dieser Bruch wird gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dadurch
vermieden, daß die Stützrippe in der Nähe des Fußes der Stützrippe wenigstens eine axial nach innen offene Ringnut
aufweist, deren Radius etwa gleich dem Abstand der Außenbegrenzung der Warzen ist. Diese Nut bewirkt eine derartige
Schwächung zwischen dem verstärkten Fuß der Stützrippe und der eigentlichen Stützrippe, daß diese geschwächte Stelle als gelenkartige
Verbindung wirkt, die es der Stützrippe gestattet, sich gut an Muffen anzulegen, deren Innendurchmesser größer sind
als die Außenbegrenzung der Warzen. Ein schädlicher vergußfreier Hohlraum zwischen Muffeninnenwand und Mantel wird bei allen
Mufienweiten vermieden.
In den Zeichnungen sind vorteilhafte Ausführungsbeispiele für den Gegenstand dor Erfindung schematisch dargestellt. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dichtungs
einlage, eingesetzt in eine Muffe mit eingeführtem Spitzende,
Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in einer sehr engen Muffe,
Fig. ^ eine Ansicht der Dichtungseinlage der Fig. 2
in Richtung axial nach innen in kleinerem Maßstabe,
Fig. 4 eine Ansicht etwa einer Hälfte des Dichtringes in Richtung axial nach innen und
Fig. 5 eine gestreckte Darstellung eines Teiles des Gegenstandes
der Fig. 4, gesehen radial von innen.
Fig. 1 zeigt eine Dichtungseinlage mit einer erfindungsgemäßen Verankerungsrippe 112 und einer Stützrippe 106, eingesetzt
in eine weite Muffe 122 und mit eingeschobenem Spitzende 144.
Arn Übergang zwischen dem sich schwach konisch axial nach
außen (in Richtung des Pfeiles A 2) erweiternden Abschnitt 102 und dem sich etwas stärker konisch axial nach innen (in Richtung
des Pfeiles A 1) erweiternden Abschnitt 104 des Mantels liegt radial nach außen die Verankerungsrippe 112 und radial nach
innen die durch das eingeschobene Spitzende 144 axial einwärts, also in Richtung des Pfeiles A 1, verschobene Dichtlippe 108,
welche die in Fig. 2 besser erkennbare Verstärkung 110 trägt.
Die Verankerungsrippe 112 verankert die Dichtungseinlage
axial sicher in der Vergußmasse 17O. Um ihre Steifheit zu erhöhen,
ist in sie ein geschlossener, z.B. stumpfgeschweißter, Drahtring ISO eingebettet. Auf ihrem Umfang verteilt trägt die
Verankerungsrippe 112 V/arzen 114, deren äußerste Umfangslinie
115 den Innendurchmesser der kleinsten verwendbaren Muffe festlegt,
wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Dieses Mindestmaß ist gewählt, um eine Gewähr für eine genügende Wandstärke der Vergußmasse
170 zu haben.
Fig. 1 zeigt auch eine vorteilhafte Ausführung der Stütz-
rippe 106. Diese weist nahe ihrem ringförmigen Fuß 185 eine
axial nach innen offene Ringnut 186 auf, deren Radius gleich dem Abstand der radial äußeren Begrenzung 115 der Warzen 114
von der Achse der Muffe 122 ist. Die durch die Nut gebildete Schwächungsstelle wirkt als Gelenk, so daß sich die Stützrippe
106, wie Fig. 1 zeigt, mit ihrer in einer Nut der Muffeninnenwand
liegenden keilförmigen Verstärkung 184 leicht dem Durchmesser einer Vertiefung 124 der Muffeninnenwand anpassen
kann.
Fig. 2 zeigt, wie bei einem engeren Muffenrohr die Stützrippe 106 so weit zusammengedrückt wird, daß die Nut I86 nur
noch als Materialgrenze zwischen der Stützrippe 106 und ihrem durch den Drahtring 182 verstärkten Fuß I85 erscheint.
Durch die Ausbildung der Stützrippe I06 gemäß den Fig. 1
und 2 wird, wie aus diesen Figuren ersichtlich ist, mit Sicherheit vermieden, daß ein vergußfreier Hohlraum zwischen der
Muffeninnenwand und der axial innen und radial außen liegenden, nicht an Vergußmasse grenzenden Wand der Stützrippe entsteht.
Senkrecht zur Achse wirkende Kräfte, die durch eine radiale Belastung des Spitzendes 144 auftreten, werden bei der Anordnung
gemäß Fig. 1 und 2 über die Dichtlippe 108, 110 und dem Mantelabschnitt 104 auf die Vergußmasse I70 und auf die Wand
der Muffe 122 übertragen, ohne daß Scherkräfte in der Vergußmasse 170 auftreten, die zu einem Bruch in dieser führen
könnten. Weiterhin werden durch die beschriebene Ausführung der Stützrippe IO6 weite Fertigungstoleranzen der Muffeninnenwand
ausgeglichen.
Fig. J zeigt eine Ansicht der Dichtungseinlage der Fig. 2
in Richtung axial nach innen und in kleineren Maßstab. Gut erkennbar sind die im Grundriß kreisförmigen Warzen 114 sowie die
Stellen 802, 8o4 und 806, an denen der in Fig. 4 und 5 dargestellte Drahtring 18O axial nach außen durch die Begrenzungs-
fläche der Verstärkungsrippe 112 zu sehen ist.
Fig. 4 zeigt allein diesen Drahtring 18O in Richtung
axial nach innen. An den Stellen 801, 803, 805 und 807 ist er
axial nach innen, an den Stellen 802, &04 und 8θβ axial nach
außen und an den Stellen S08 bis 813 so weit radial nach außen
ausgebogen, daß er an allen Stellen 801 üis 813 die im axialen
Querschnitt halbkreisförmig begrenzte Außenfläche der Verankerungsrippe
112 berührt. Durch diese Ausbildung des Dichtringes wird eine sichere Zentrierung desselben beim Gießen der
Dichtungseinlage gewährleistet. Der Drahtring 182 ist zweckmäßigerweise
ebenso ausgebildet, damit auch er gut zentriert liegt.
Fig. 5 zeigt eine gestreckte Darstellung eines Teiles
des Gegenstandes der Fig. ^, gesehen von der Achse aus.
Claims (1)
- Ansprüche1. Zur Abdichtung der Muffe von Muffenrohren gegen das einzuführende Spitzende, insbesondere bei Steinzeug-Kanalisationsrohren, dienende Dichtungseinlage aus elastischem Werkstoff, z.B. Gummi, mit einem rotationssymmetrischen Mantel, der eine radial außen angeordnete Verankerungsrippe aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsrippe (112) in (von der Muffe (122) aus gesehen) radialer Richtung hinterschneidungsfrei ausgebildet ist und daß in die Verankerungsrippe (112) ein Verstärkungsring (18O) einlagert ist.2. Dichtungseinlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsrippe (112) kantenfrei ausgebildet ist.3. Dichtungseinlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsrippe (112) im Querschnitt etwa halbkreisförmig ist.4. Dichtungseinlage nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsring der Verankerungsrippe (112) ein Drahtring (18O) ist.5. Dichtungseinlage nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsrippe (112) wenigstens drei auf dem Umfang etwa winkelgleich verteilte Warzen (114) trägt.6. Dichtungseinlage nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet, daß die Warzen (114) im axialen Schnitt (Fig. 1 und 2) außen halbkreisförmig begrenzt sind.Umeroqe (Bwchre'DutK} «ι· ScnmioMpJ * Ow /ut«W t'rwjerechrt. w «eicot <on de· Hem !■*><; y iw.-'un;ncp. in-jo'ei-h"·" IJ-.'vloijen ob Ο'β ferhrucH« β<·ι«υ·υη9 oo' Ab»e:ehur><) to MvM <}*'■< ■'· - ■'·· - ,'·■ .-'.'.-.—>vf-iiin Ur*y!'i,»i bennrtn ;ic?i ·η ier Λ.-.ittcxi..·* S» Vonnon >t»tiwl ohm .>.■-'·< " « [i(.-r·-.;. ι 'pi; >i-i? )»ic*n·»ιh*1 )ir.^ej*hM β·«ί» ^uf V>"»(j «:■»» hiefyon iiijch Fwokopwn 1^f f'»"·'-ccjl.Yi u 0β(! utilichör ?*#i*M '}ifwf«rl Oewtechw /»otontomt G*bro«chwnij5inrti6i!a7· Dichtuiigseinlage nach Anspruch 4 oder i olgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Drahtring (18O) an mindestens je drei Stellen so weit nach axial innen (Ö01, Ö0J3, 805, 807), axial außen (802, Ö04, 806) und radial außen (808 bis 813) ausgebogen ist, daß der Draht an diesen Stellen die Außenfläche der Verankerungsrippe (112) uerührt.8. Vorrichtung zum Herstellen einer Dichtungseinl\ge nach einem oder mehreren der Ansprüche h bis 6 im Preß-Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß in der Preßform Zentrierhilfen vorgesehen sind, die beim Pressen den Dichtring an mindestens je drei Stellen axial von innen, axial von außen und radial von außen in zentrierter Lage abstützen.9- Dichtungseinlage nach Anspruch 5 mit einer radial außen und axial innen angeordneten Stützrippe, deren Außendurchmesser soviel größer ist als der Innendurchmesser der Muffe, daß sie die Γlchtungseinlage vor dem Eingießen einer Vergußmasse frei schwebend hält, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrippe (IO6) von einer ringförmigen Verstärkung (Fuß I85) getragen wird, deren Radius etwa gleich dem Abstand der Außenbegrenzung (115) der Warzen (114) von der Achse des Mantels (102, 104) ist.10. Dichtungseinlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der ringförmigen Verstärkung (185) ein Drahtring (182) liegt.11. Dichtungseinlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrippe (IO6) sich von ihrem Fuß (185) aus radial nach innen konisch (schirmartig) erweitert.12. Dichtungseinlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrippe (196) in der Nähe des Fußes (I85) wenigstens" eine axial nach innen offene Ringnut (186) aufweist, deren Radius etwa gleich dem Abstand der Außenbegrenzung (115)* Oder Warzen (114) von der Achse der Muffe (125) ist,. Dichtungseinlage nach Anspruch 11 oder 12, dadurch iLöhnet, daß der äußere Rand < eine Verstärkung (184) gebildet ist.gekennzeichnet, daß der äußere Rand der Stützrippe (106) durch14. Dichtungseinlage nach Anspruch I5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung (184) im axialen Querschnitt etwa die Gestalt eines Keiles hat.
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