HINTERGRUND DER ERFINDUNG
-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
Polyisocyanaten, die als Härtungsiaittel für Zwei-Komponenten-
Urethanharze geeignet sind und auf dem Gebiet der
Anstrichfarben, Kleber und Formmaterialien verwendbar sind.
-
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung von Polyisocyanaten vom Isocyanurat-Typ, das sich
von einer Diisocyanatverbindung ableitet, die hauptsächlich
aus Hexamethylendiisocyanat aufgebaut ist, und die als
Härtungsmittel für Zwei-Komponenten-Urethanharze verwendet
werden kann.
-
Die Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ, die sich von
Hexamethylendiisocyanat durch eine Isocyanurierungsreaktion
ableiten, sind wichtig, weil sie dauerhaftere Härtungsmittel
für Zwei-Komponenten-Urethanharze sind als die vom ublichen
Biuret-Typ oder Polyisocyanat vom Addukt-Typ aufgrund ihrer
hohen chemischen Stabilität des in ihnen enthaltenen
Isocyanuratringes.
-
Da die Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ in ihrem Molekül
keine Bindungen, wie Urethanbindungen, haben, die
Wasserstoffbindungen versursachen, werden sie als gute
Härtungsmittel für Zwei-Komponenten-Urethanharze, wie sie in
Anstrichfarben und Klebstoffen aufgrund ihrer niedrigen
Viskosität und ihrer Auflösungsfähigkeit in verschiedenen
organischen Lösungsmitteln eingesetzt werden, angesehen.
-
In dem Verfahren zur Herstellung von Polyisocyanaten vom
Isocyanurat-Typ mit einem Isocyanurierungs-Katalysator hat
Hexanethylendiisocyanat jedoch unterschiedliche Eigenschaften
gegenüber den aromatischen Diisocyanatverbindungen, wie
Tolylendiisocyanat, und dies bedeutet eine hohe Selektivität
für den Katalysator und die Neigung zu Nebenreaktionen, z.B.
der Carbodiimidbildung, die leicht stattfindet und eine
Verfärbung und dergl. verursacht. Deshalb benötigt man bei
diesem Verfahren Isocyanurierungs-Katalysatoren mit besonders
guten Eigenschaften.
-
Weiterhin ist es bekannt, daß sich von
Hexamethylendiisocyanat-ableitende Polyisocyanate von
Isocyanurat-Typ bei ihrer Verwendung als Härtungsmittel für
Zwei-Komponenten-Urethanharze eine ziemlich schlechte
Verträglichkeit mit acrylischen Polyolen, wie sie in großem
Maße als Hauptkomponente für das Härtungsmittel verwendet
werden, haben. Deshalb müssen zur Herstellung von
Polyisocyanaten vom Isocyanurat-Typ mit verbesserter
Verträglichkeit mit den acrylischen Polyolen diese
Polyisocyanate solche sein, die ein niedriges
Molekulargewicht haben und bei denen der Gehalt an
Verbindungen, die nur einen einzigen Isocyanatring enthalten
(nachfolgend als "einkernige" Polyisocyanate oder
Verbindungen bezeichnet), hoch ist. Dies ist der Grund, warum
man Isocyanurierungs-Katalysatoren mit einer verbesserten
Wirksamkeit benötigt.
-
Da jedoch Hexamethylendiisocyanat eine hohe Selektivität für
Katalysatoren hat, kann man übliche Isocyanurierungs-
Katalysatoren (z.B. die verschiedenen teriären
Aminverbindungen und Phosphine), die wirksam für aromatische
Diisocyanatverbindungen, wie Tolylendiisocyanat sind, nicht
bei der Isocyanurierung von Hexamethylendiisocyanat
verwenden. Es besteht dehalb immer noch ein Bedürfnis, andere
wirksame Isocyanurierungskatalysatoren, die für diesen Zweck
geeignet sind, zu entwickeln.
-
Als Ergebnis intensiver Untersuchungen, die kürzlich bei
Katalysatoren durchgeführt wurden, die für die
Isocyanurierung von Hexamethylendiisocyanat geeignet sind,
wurde N-(2-Hydroxyalkyl)-quaternäres Ammonium-aliphatisches
Carboxylat als ein Katalysator mit hoher katalytischer
Aktivität vorgeschlagen. In der japanischen
Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 55-143978 wird die
Verwendung des Katalysator in Mengen von 200 bis 1.000 ppm
zur Herstellung von Polyisocyanaten vom Isocyanurat-Typ
beschrieben. Obwohl dieses Verfahren, bei dem als Katalysator
eine quaternäre Ammoniumverbindung verwendet wird,
fortschrittlicher ist im Vergleich zu den vorhergehenden
Vorschlägen, verursacht die unter Verwendung von
Hexamethylendiisocyanat allein durchgeführte
Isocyanurierungs-Reaktion eine Verfärbung des Harzes aufgrund
von Nebenreaktionen, so daß man keine Polyisocyanate vom
Isocyanurat-Typ mit einer hellen Farbe und einer annehmbaren
Qualität erhält.
-
Ganz kürzlich haben die vorliegenden Erfinder bei ihren
Untersuchungen gefunden, daß N-(2-Hydroxyalkyl)-quaternäres
Ammoniun-aromatisches Carboxylat ein wirksamer
Isocyanurierungs-Katalysator mit einer hohen Aktivität ist
(japanische Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 60-181078)
Jedoch erwies sich das Verfahren bei dem vorhergehenden
Vorschlag als nicht ausreichend, um die Verfärbung zu
unterdrücken, die während der Isocyanurierungsreaktion bei
alleiniger Verwendung von Hexamethylendiisocyanat eintrat.
Bisher ist es schwierig gewesen und auch mit nur
verhältnismäßig niedrigen Umwandlungen hellfarbene
hochgualitative Polyisocyanate von Isocyanurat-Typ mit einem
hohen Anteil an einer einkernigen Polyisocyanatverbindung
herzustellen.
-
Wie vorher erwähnt, haben sich die üblichen Verfahren als
nicht ausreichend erwiesen für die Herstellung von
hellfarbenen hochqualitativen Polyisocyanaten vom
Isocyanurat-Typ, bei denen Hexamethylendiisocyanat allein
verwendet wird.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Unter Berücksichtigung der vorerwähnten Situation wurden
intensive Untersuchungen durchgeführt mit dem Ziel, einen
Katalysator zu entwickeln, der wirksam die Isocyanurierungs-
Reaktion von Hexamethylendiisocyanat beschleunigt, und als
Ergebnis wurde gefunden, daß die Verwendung eines speziellen
Isocyanurierungs-Katalysators wirksam ist, so daß die
Erfindung so gelöst wurde.
-
Die Erfindung betrifft deshalb ein Verfahren zur Herstellung
von Polyisocyanaten vom Isocyanurat-Typ und ist dadurch
gekennzeichnet, daß man eine aliphatische oder alicyclische
Diisocyanatverbindung, umfassend Hexamethylendiisocyanat als
Hauptbestandteil in Gegenwart eines Isocyanurierungs-
Katalysators der allgemeinen Formel (I)
-
umsetzt, worin R¹, R² und R³ unabhängig voneinander eine
Kohlenwasserstoffgruppe, enthaltend 1 bis 20 Kohlenstoffatome
oder eine Kohlenwasserstoffgruppe, enthaltend ein oder mehr
Heteroatome bedeuten; wenigstens zwei von R¹, R² und R³
miteinander verbunden sein können; R&sup4; ein Wasserstoffatom
oder eine Kohlenwasserstoffgruppe, enthaltend 1 bis 20
Kohlenstoffatome bedeutet, und R&sup5;, R&sup6; und R&sup7; unabhängig
voneinander eine Kohlenwasserstoffgruppe enthaltend 1 bis 20
Kohlenstoffatome bedeuten.
-
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung von
Diol-modifizierten Polyisocyanaten vom Isocyanurat-Typ,
welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine aliphatische
oder alicyclische Diisocyanatverbindung, umfassend
Hexanethylendiisocyanat als Hauptbestandteil, in Gegenwart
von
-
(a) einem Isocyanurerierungs-Katalysator der allgemeinen
Formel (I), worin R¹, R² und R³ unabhängig voneinander
eine Kohlenwasserstoffgruppe, enthaltend 1 bis 20
Kohlenstoffatome, oder eine Kohlenwasserstoffgruppe,
enthaltend ein oder mehrere Heteroatome bedeuten; wenigstens
zwei von R¹, R² und R³ miteinander verbunden sein können;
R&sup4; ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe,
enthaltend 1 bis 20 Kohlenstoffatome bedeutet, und R&sup5;, R&sup6;
und R&sup7; unabhängig voneinander eine Kohlenwasserstoffgruppe,
enthaltend 1 bis 20 Kohlenstoffatome bedeuten, und
-
(b) ein Kohlenwasserstoffdiol umsetzt.
-
Die erfindungsgemäßen Verfahren sind vorteilhaft, weil man
mit ihnen Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ herstellen kann,
die eine helle Farbe und eine hohe Qualität haben, und die
auch einen hohen wirtschaftlichen Wert haben, unter
Verwendung von geringen Mengen eines Katalysators, weil ein
Katalysator mit einer verbesserten Leistung im Vergleich zu
den üblichen Verfahren verwendet wird.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
-
In der obigen allgemeinen Formel (I) kann das Heteroatom
beispielsweise ein Stickstoffatom sein, an welches eine
Alkylgruppe, wie eine Methylgruppe gebunden sein kann.
-
Die gebildeten Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ oder
Diolmodifizierten Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ enthalten
vorzugsweise wenigstens 65 Gew.-% einer einkernigen
Polyisocyanatverbindung. Ist der Gehalt an der einkernigen
Polyisocyanatverbindung niedriger als 65 Gew.-%, dann
vermischt sich die Verbindung nicht gut.
-
Typische Beispiele für den Isocyanurierungs-Katalysator, d.h.
für ein N-(2-Hydroxyalkyl)-quaternäres Ammonium-tertiäres
aliphatisches Carboxylat der vorgenannten allgemeinen Formel
(I), wie er für die Erfindung verwendet wird, schließen
Verbindungen ein mit den nachfolgend gezeigten Strukturen
(Ia) bis (Ik)
-
Die durch die allgemeine Formel (I) dargestellten
Verbindungen, wie sie durch die Formeln (Ia) bis (Ik)
dargestellt werden, sind durch die bekannten Verfahren von
Bechara oder Modifizierungen davon, wie sie in der
japanischen Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 52-17484
beschrieben werden, erhältlich.
-
Die Menge des zu verwendenden Isocyanurierungs-Katalysators
beträgt vorzugsweise 20 bis 200 ppm, bezogen auf das Gewicht
der zugegebenen Diisocyanatverbindung, die sich hauptsächlich
aus Hexamethylendiisocyanat aufbaut. Beträgt die Menge des
Katalysators weniger als 20 ppm, dann verläuft die Umsetzung
nicht befriedigend, und andererseits verläuft die Umsetzung
zu schnell, wenn man den Katalysator in einer Menge von mehr
als 200 ppm verwendet und ist dann manchmal schwierig zu
kontrollieren.
-
Im allgemeinen wird der Isocyanierungs-Katalysator
angewendet, nachdem man ihn mit einem organischen
Lösungsmittel, in welchem der Katalysator löslich ist,
verdünnt hat. Dimethylacetamid, N-Methylpyrrolidon oder
Butyl-Cellusolvacetat können als Lösungsmittel verwendet
werden, sowie auch verschiedene Arten von Alkoholen, wie
Ethylalkohol, n-Butylalkohol, tert-Butylalkohol, 2-
Ethylhexylalkohol, Benzylalkohol, Butyl-Cellosolv,
Propylenglykol oder 1,3-Butandiol.
-
Für die praktische Anwendung dieser Erfindung kann man als
einen Co-Katalysator Verbindungen mit aktiven Wasserstoff,
wie Alkohole, z.B. 1,3-Butandiol und 2,2,4-Trimethyl-1,3-
pentandiol, und Phenole, z.B. para-tert-Butylphenol und 2,6-
Dimethyl-4-tert-butylphenol verwenden.
-
Da der durch die vorerwähnte allgemeine Formel (I)
dargestellte Katalysator eine hohe katalytische Aktivität
hat, kann man hochqualitative Polyisocyanate vom Isocyanurat-
Typ leicht herstellen, ohne die Verwendung eines Co-
Katalysators. Jedoch führt die Verwendung der vorerwähnten
Verbindungen mit aktivem Wasserstoff als Co-Katalysator nicht
aus dem Umfang der Erfindung heraus.
-
Die Isocyanurierungs-Reaktion gemäß der vorliegenden
Erfindung verläuft im allgemeinen bei einer Temperatur von 30
bis 120ºC. Eine Umsetzung bei Temperaturen oberhalb 120ºC ist
nicht vorteilhaft, weil der Katalysator entaktiviert wird,
oder die Qualität des Produktes durch Verfärbung des
Polyisocyanats sich verschlechtert.
-
Da der durch die allgemeine Formel (I) dargestellte
Isocyanurierungs-Katalysator eine hohe Leistung aufweist,
verläuft die Isocyanierungs-Reaktion des
Hexamethylendiisocyanats glatt bei den vorerwähnten
Temperaturen (z.B. 60ºC). Gleichzeitig kann man den Grad der
Bildung der Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ im Verlauf der
Reaktion bewerten, indem man die Veränderung des
Brechungsindex im Reaktionssystem mißt. Dies ist besonders
wirksam und hilfreich bei der Herstellung von
niedrigmolekulargewichtigen Polyisocyanaten vom Isocyanurat-
Typ mit einem hohen Anteil an einkernigen Polyisocyanaten.
-
Deshalb wird die Umwandlung der Isocyanurierungs-Reaktion in
einem Bereich gehalten, der vorzugsweise bei 8 bis 65 Gew.-%
und noch bevorzugter bei lo bis 45 Gew.-% liegt, um
Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ mit einem hohen Anteil an
einkernigem Polyisocyanat zu erhalten.
-
Nach der Isocyanierungs-Reaktion kann der verwendete
Isocyanurierungs-Katalysator entaktiviert werden unter
Verwendung von geeigneten Entaktivierungsmitteln (z.B.
Säuren, wie Dodecylbenzolsulfonsäure und Monochloressigsäure,
oder organischen Säurehalogeniden, wie Benzoylchlorid).
-
Von den vorerwähnten Entaktivierungsmitteln wird
Monochloressigsäure bevorzugt, weil man sie leicht wieder
reinigen kann.
-
Die Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ kann man leicht
erhalten, indem man nicht umgesetzte Diisocyanatverbindungen
aus der Reaktionsmischung, enthaltend den bereits
entaktivierten Katalysator, entfernt unter Verwendung von
verschiedenen Arten der Molekulardestillation (z.B. vom
Drehschaufel- oder Drehscheiben-Typ).
-
Die Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ, die sich aus dem
Hexamethylendiisocyanat ergeben, werden durch die allgemeine
Formel (II)
-
dargestellt, zusammen mit Polyisocyanatverbindungen der
allgemeinen Formel (III) und setzen sich aus einkernigem
Polyisocyanat in Mengen von wenigstens 65 Gew.-% zusammen.
-
Die erhaltenen Polyisocyanate von Isocyanurat-Typ können in
reinem Zustand oder in verdünntem Zustand unter Verwendung
von organischen Lösungsmitteln, wie Toluol, Xylol,
Ethylacetat, Butylacetat oder aromatischen Kohlenwasserstoff-
Lösungsmitteln auf Erdölbasis (z.B. Swasol 1000, hergestellt
von Maruzene Petroleum Co.) verwendet werden.
-
Bei der vorliegenden Erfindung ist das erste Ziel
Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ, die aus
Hexamethylendiisocyanat als Hauptrohquelle erhalten werden,
herzustellen. Gewünschtenfalls können bis zu 40 Gew.-% und
vorzugsweise bis zu 30 Gew.-% von anderen Rohstoffen, wie
aliphatischen Diisocyanatverbindungen, z.B. 2,2,4-
Trinethylhexamethylendiisocyanat und
Dodecamethylendiisocyanat oder alicyclische
Diisocyanatverbindungen, wie 1,4-Cyclohexandiisocyanat und
1,3-Bis(isocyanatomethyl)-cyclohexan zu dem
Hexamethylendiisocyanat-System zugegeben werden.
-
Beim Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ können
Kohlenwasserstoffdiole, wie 1,3-Butandiol, 1,6-Hexandiol,
2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiol und Cyclohexandimethanol
zusammen mit dem Katalysator bei der Isocyanurierungs-
Reaktion zur Herstellung der Diol-nodifizierten
Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ verwendet werden. Dieses
Verfahren zur Herstellung von modifizierten Produkten ist im
Umfang der Erfindung eingeschlossen. Die Menge der
Diolmodifizierung bei dem Verfahren zur Herstellung von
Diolmodifizierten Polyisocynaten vom Isocyanurat-Typ beträgt
vorzugsweise bis zu 30 Gew.-% und noch bevorzugter bis zu 20
Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der zugegebenen
Diisocyanatverbindungen.
-
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Polyisocyanate vom Isocyanurat-Typ spielen eine wichtige
technische Rolle als Härtungsmittel für Polyurethanharze, und
sie sind besonder wirksame Härtungsmittel bei der Verwendung
zusammen mit nicht nur Polyesterpolyol, welches ein
Hauptbestandteil von Polyurethanharzen ist, sondern auch von
acrylischem Polyol.
-
In allgemeinen wird ein acrylisches Polyol mit einer
Hydroxylzahl von 40 bis 160 und einen Molekulargewicht von
5.000 bis 25.000 verwendet, aber auch ein modifiziertes
acrylisches Polyol, das mit Celluloseacetatbutyrat (CAB)
gepfropft ist, ist in Kombination mit dem verwendeten
Polyisocyanat bei dieser Erfindung geeignet. Darüber hinaus
kann ein Fluoropolyol, das in organischen Lösungsmitteln
löslich ist, zusammen mit den Polyisocyanaten bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden.
-
Die gemäß der vorliegenden Erfindung so erhaltenen
Polyisocyanate in Kombination mit den zuvor erwähnten
Polyolen können auf dem Gebiet der Anstrichfarben, Klebstoffe
und Formmaterialien eingesetzt werden.
BEISPIELE
-
Die Erfindung wird ausführlicher in den nachfolgenden
Beispielen beschrieben, die jedoch die Erfindung nicht
beschränken. Alle Prozente sind auf das Gewicht bezogen, wenn
nicht anders ausdrücklich angegeben.
BEISPIEL 1
-
In einem 5-Liter-Vierhalskolben (ausgerüstet mit einem
Rührer, einem Stickstoffeinlaßrohr, einem Luftkühlrohr und
einem Thermometer) wurden 3.500 g Hexamethylendiisocyanat
(HDI) in einer Stickstoffgasatmosphäre vorlegt. Unter Rühren
wurde die Temperatur in dem Kolben auf 55ºC auf einem Ölbad
erhöht, und dann wurden eine 20 %ige Butylcellusolv-Lösung
von N,N,N-Trimethyl-N-2-hydroxypropylammoniumpivalat
(Molekulargewicht: 219) ausgedrückt durch die obige Formel
(Ib) als Isocyanurierungs-Katalysator zugegeben. Nachdem eine
Gesamtmenge von 1,8 g des Katalysators zugegeben worden war
(103 ppm pro zugegebenem HDI) erhöhte sich die Temperatur im
Inneren des Reaktors auf 63ºC.
-
Nach Beendigung der exothermen Umsetzung wurde die Umsetzung
konstant überwacht, indem man die Veränderung des
Brechungsindexes (n&sub2;&sub5;D) im Reaktionsgemisch überwachte und
die Temperatur bei 60ºC einstellte. Wenn der Brechungsindex
in Reaktionsgemisch 1,4625 erreichte, wurden 2,5 g einer 6,8
%igen Xylollösung von Monochloressigsäure (Molekulargewicht:
94,5) zum Entaktivieren des Katalysators und Beendigen der
Umsetzung zugegeben.
-
Dann wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur gekühlt.
Die entaktivierte Reaktionsmischung hatte eine helle Farbe
und ergab eine Hazen-Farbeinheit von 10 bis 20.
-
Anschließend wurde ein 1.000 g Aliquot des Reaktionsgemisches
einer Molekulardestillation unterworfen, wobei man 249,8 g
(Umwandung: 25,0 %) Polyisocyanat als Reaktionsrückstand und
748,6 g (Wiedergewinnungsverhältnis: 75,0 %) HDI als
Destillat erhielt.
-
Die erhaltene Polyisocyanatlösung hatte eine helle Farbe
(Hazen-Farbeinheit 40) und eine Gardner-Viskosität bei 25ºC
(dies gilt auch nachfolgend) von W bis X. Der Gehalt an
Isocyanatgruppen, abgekürzt als "NCO-%") war 23,0 %. Das
Polyisocyanat (P-1) wurde durch Infrarotabsorptionsspektrum
und ¹³C -kernmagnetische Resonanzspektralanalyse als ein
Polyisocyanat von Isocyanurat-Typ bestätigt.
-
Der Gehalt an dem Produkt mit einer einkernigen
Polyisocyanatgruppe im Molekül, ausgedrückt durch die Formel
(III) oben, welcher der allgemeinen Formel (II), bei welcher
n = 1 ist, entspricht, wurde unter Verwendung von
Hochleistungsgel-Chromatographie mit 70 % bestimmt, und das
gemessene zahlendurchschnittliche Molekulargewicht betrug
560.
-
Das Polyisocyanat (P-1) zeigte eine gute Verträglichkeit mit
acrylischem Polyol "ACRYDIC A-801" (hergestellt von Dainippon
Ink & Chemicals, Inc.; Gehalt an nichtflüchtigem
Bestandteil = 50 %, Gardner-Viskosität = P bis T, Säurezahl <
3, Hydroxylzahl = 50 + 2, Lösungsmittel = Toluol,
Butylacetat) bei einem NCO/OH-Aquivalentverhältnis von 1,0.
Wurde der gebildete Lack auf eine Glasplatte aufgetragen,
dann erhielt man einen sehr zusammenhängenden gehärteten
Film.
-
Getrennt davon wurde ein Lackharz, hergestellt durch
Vermischen der Polyisocyanatlösung mit acrylischem Polyol (B)
(Glasübergangstemperatur = 50ºC, Gehalt an nichtflüchtigem
Bestandteil = 50 %, Molekulargewicht = 15.000, Säurezahl =
Hydroxylzahl = 50, Lösungsmittel = Butyl, Acetat), das
versuchsweise hergestellt wurde unter Verwendung einer
üblichen Radikalpolymerisation aus Methylmethacrylat, Styrol,
Ethylacrylat und β-Hydroxyethylmethacrylat. Wurde der
gebildete Lack auf eine Glasplatte aufgetragen, dann wurde
ein sehr zusammenhängender gehärteter Film erhalten.
BEISPIEL 2
-
Das gleiche Verfahren, wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde
wiederholt mit den folgenden Ausnahmen: Als
Isocyanorierungskatalysator wurde eine 20 %ige
Butylcellosolvlösung von N,N,N-Triethyl-N-2-
Hydroxypropylammonium-Pivalat (Molekulargewicht: 261),
ausgedrückt durch die vorherige Formel (1c) anteilsweise in
den Kolben eingebracht. Wenn eine Gesamtmenge von 1,6 g (91
ppm) der Katalysatorlösung zugegeben war, stieg die
Temperatur im Inneren des Reaktors auf 64ºC. Die Temperatur
wurde bei 60ºC gehalten, und wenn der Brechungsindex im
Reaktionsgenisch 1,4625 erreichte, wurden 1,8 g einer 6,8
%igen Xylollösung von Monochloressigsäure in den Reaktor
gegeben, um die Umsetzung zu beenden. Das abgekühlte
Reaktionsgemisch hatte eine helle Farbe mit einer Hazen-
Farbeinheit von 10.
-
Anschließend wurde ein 1.000 g Aliquot der Reaktionsmischung
einer Molekulardestillation unterworfen, wobei man 249,5 g
(Umwandlung: 25,0 %) des gewünschten Polyisocyanats als
Reaktionsrückstand und andererseits 750,2 g
(Wiedergewinnungsverhältnis: 75,0 %) an HDI als Destillat
erhielt.
-
Die erhaltene Polyisocyanat (P-2) -Lösung hatte eine helle
Farbe (Hazen-Farbeinheit 30), eine Gardner-Viskosität von W,
und ein NCO-% von 23,3 %. Das Polyisocyanat (P-2) wurde als
ein Polyisocyanat vom Isocyanurat-Typ, enthaltend 72 % der
einkernigen Polyisocyanatgruppe mit einem
Durchschnittsmolekulargewicht von 540 (bestimmt durch die
gleichen Analysen wie in Beispiel 1) bestätigt.
-
Das Polyisocyanat (P-2) zeigte eine gute Verträglichkeit mit
jedem der acrylischen Polyole: "ACRYDIC A-801" und dem
Versuchsprodukt acrylisches Polyol (B). Wurde der erhaltene
Lack auf eine Glasplatte aufgetragen, dann erhielt man einen
sehr zusammenhängenden gehärteten Film.
BEISPIEL 3
-
Das gleiche Verfahren wie in Beispiel 1 wurde wiederholt mit
den folgenden Ausnahmen. Als Isocyanierungskatalysator wurde
eine 20 %ige Butylcellosolvlösung von N,N,N-Dimethyl-N-
cyclohexyl-N-2-hydroxypropylammonium-Pivalat
(Molekulargewicht: 287), ausgedrückt durch die obige Formel
(le) zugegeben. Nachdem insgesamt 2,5 g (143 ppm) des
Katalysators zugegeben worden waren, trat die Reaktion ein,
und sie wurde bei einer Temperatur von 60ºC fortgesetzt. Wenn
der Brechungsindex im Reaktionsgemisch 1,4525 erreichte,
wurden zur Beendigung der Umsetzung 2,7 g einer 6,8 %igen
Xylollösung von Monochloressigsäure zugegeben. Das gekühlte
Reaktionsgemisch hatte eine helle Farbe mit einer Hazen-
Farbeinheit von 10 bis 20.
-
Anschließend wurde ein 1.000 g Aliquot der Reaktionsmischung
einer Molekulardestillation unterworfen, wobei man 249,7 g
(Umwandlung: 25 %) des erwünschten Polyisocyanats als
Reaktionsrückstand und andererseits 749,9 g
(Wiedergewinnungsverhältnis: 75,0 %) HDI im Destillat
erhielt.
-
Die erhaltene Polyisocyanat (P-3) -Lösung hatte eine helle
Farbe (Hazen-Farbeinheit 40), eine Gardner-Viskosität von W
und ein NCO-% von 23,3 %. Es wurde bestätigt, daß das
Polyisocyanat (P-3) ein Polyisocyanat vom Isocyanurat-Typ
war, enthaltend 72 % der einkernigen Polyisocyanatgruppe mit
einem Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 550 (bestätigt
durch die gleichen Analysen wie in Beispiel 1).
-
Das Polyisocyanat (P-3) zeigte eine gute Verträglichkeit mit
jedem der acrylischen Polyole: "ACRYDIC A-801" und dem
Versuchsprodukt acrylischen Polyol (B).
BEISPIEL 4
-
Das in Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde wiederholt mit
den folgenden Ausnahmen. Als Isocyanierungskatalysator wurde
eine 20 %ige Butylcellosolvlösung von N,N-Dimethyl-N-
cyclohexyl-N-2-hydroxypropylammonium-2-methyl-2-ethylbutanoat
(Molekulargewicht: 315), ausgedrückt durch die vorher
angegebene Formel (1h) zugegeben. Nachdem eine Gesamtmenge
von 2,2 g (126 ppm) der Katalysatorlösung zugegeben worden
war, trat die Reaktion ein, und sie wurde bei einer
Temperatur von 60ºC fortgeführt. Nachdem der Brechungsindex
der Reaktionsmischung 1,4625 erreichte, wurden 2,2 g einer
6,8 %igen Xylollösung von Monochloressigsäure zur Beendigung
der Umsetzung zugegeben. Die erhaltene abgekühlte
Reaktionsmischung hatte eine helle Farbe und zeigte eine
Hazen-Farbeinheit von 10 bis 12.
-
Anschließend wurde ein 1.000 g Aliquot der Reaktionsmischung
einer Molekulardestillation unterworfen, wobei man 249,5 g
(Umwandlung: 25,0 %) des gewünschten Polyisocyanats als
Reaktionsrückstand und andererseits 749,6 g
(Wiedergewinnungsverhältnis: 75,0 %) HDI als Destillat
erhielt.
-
Die erhaltene Polyisocyanat (P-4) -Lösung hatte eine helle
Farbe (Hazen-Farbeinheit 40), eine Gardner-Viskosität von W
und ein NCO-% von 23,0 %. Das Polyisocyanat (P-4) wurde als
ein Polyisocyanat vom Isocyanurat-Typ bestätigt, enthaltend
72 % der einkernigen Polyisocyanatgruppe mit einem
Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 550 (bestimmt durch
die gleiche Analyse wie in Beispiel 1).
-
Das Polyisocyanat (P-4) zeigte eine gute Verträglichkeit mit
jedem der acrylischen Polyole: "ACRYDTC A-801" und dem
Versuchsprodukt acrylisches Polyol (B).
BEISPIEL 5
-
Das in Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde wiederholt mit
der folgenden Ausnahme. Als Isocyanurierungskatalysator wurde
eine 20 %ige Butylcellosolvlöung von N,N-Dimethyl-N-
cyclohexyl-N-2-hydroxypropylammonium-2,2-dimethylpentanoat
(Molekulargewicht: 315), ausgedrückt durch die obige Formel
1(i) zugegeben. Nachdem eine Gesamtmenge von 1,9 g (109 ppm)
der Katalysatorlösung zugegeben worden war, begann die
Reaktion, und sie wurde bei einer Temperatur von 60ºC
fortgesetzt. Nachdem der Brechungsindex des
Reaktionsgemisches 1,4625 erreichte, wurden 2,2 g einer 6,8
%igen Xylollösung von Monochloressigsäure zur Beendigung der
Umsetzung zugegeben. Die erhatene abgekühlte
Reaktionsmischung hatte eine helle Farbe mit einer Hazen-
Farbeinheit von 10.
-
Anschließend wurde ein 1.000 g Aliquot des Reaktionsgemisches
einer Molekulardestillation unterworfen, wobei man 249,8 g
(Umwandung: 25,0 %) des nachgesuchten Polyisocyanats als
Reaktionsrückstand erhielt, und andererseits 749,2 g
(Wiedergewinnungsverhältnis: 75,0 %) von HDI als Destillat.
-
Die erhaltene Polyisocyanat (P-5) -Lösung hatte eine helle
Farbe (Hazen-Farbeinheit 30), eine Gardner-Viskosität von W
und ein NCO-% von 23,2 %. Das Polyisocyanat (P-5) wurde als
ein Polyisocyanat vom Isocyanurat-Typ bestätigt, enthaltend
71 % der einkernigen Polyisocyanatgruppe mit einem
Durchschnittsmolekulargewicht von 550 (bestimmt durch die
gleiche Analyse wie in Beispiel 1).
-
Das Polyisocyanat (P-5) zeigte eine gute Verträglichkeit mit
jedem der acrylischen Polyole: "ACRYDIC A-801" und
Versuchsprodukt acrylisches Polyol (B).
BEISPIEL 6
-
Das gleiche Verfahren, wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde
mit der nachfolgenden Ausnahme durchgeführt. Als
Isocyanurierungskatalysator wurden 2,0 g (114 ppm) einer 20
%igen Butylcellosolvlösung von (lb) (gleiche Lösung, wie sie
in Beispiel 1 verwendet wurde), bestehend aus 2.800 g
Hexamethylendiisocyanat (HDI) und 700 g 1,3-
Bis(isocyanatomethyl)cyclohexan (H6XDI) als Rohmaterial zur
Beschleunigung der Umsetzung in dem System verwendet. Nachdem
der Brechungsindex im Reaktionsgemisch 1,4690 erreichte,
wurden zum Entaktivieren der Reaktion 2,8 einer 6,85 %igen
xylollösung von Monochloressigsäure verwendet. Das erhaltene
Reaktionsgemisch hatte eine helle Farbe mit einer Hazen-
Farbeinheit von lo bis 12.
-
Anschließend wurde ein 1.000 g Aliquot des Reaktionsgemisches
einer Molekulardestillation unterworfen, wobei man 258,7 g
(Umwandlung: 26,0 %) des gewünschten Polyisocyanats als
Reaktionsrückstand und andererseits 736,3 g
(Rückgewinnungsverhältnis: 74 %) HDI als Destillat erhielt.
-
Die erhaltene Polyisocyanat (P-6) -Lösung hatte eine helle
Farbe (Hazen-Farbeinheit 30) und ein NCC-% von 22,5 %. Es
wurde bestätigt, daß das Polyisocyanat (P-6) ein
Polyisocyanat vom Isocyanurat-Typ war, bestehend aus HDI und
H6XDI, enthaltend 71 % der einkernigen Polyisocyanatgruppe
mit einem Zahlendurchschnittsnolekulargewicht von 570
(bestimmt durch die gleiche Analyse wie in Beispiel 1)
-
Das Polyisocyanat (P-6) zeigte eine gute Verträglichkeit mit
jedem der acrylischen Polyole: ACRYDIC A-801" und dem
Versuchsprodukt acrylisches Polyol (B). Wurde ein klarer
Lack, hergestellt aus dem äquivalenten Mischverhältnis auf
eine Glasplatte aufgetragen, dann erhielt man einen sehr
zusammenhängenden gehärteten Film.
BEISPIEL 7
-
Das gleiche Verfahren, wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde
mit der folgenden Ausnahme durchgeführt. Als
Isocyanierungskatalysator wurden 0,72 g (41 ppm) einer 20
%igen Butylcellosolvlösung von (1b) (gleiche Lösung, wie sie
in Beispiel 1 verwendet wurde), bestehend aus 3.500 g
Hexamethylendiisocyanat (HDI) und 125 g 2,2,4-Trimethyl-1,3-
pentaneol (TMPD) als Rohmaterial zur Beschleunigung der
Reaktion im System verwendet. Nachdem der Brechungsindex im
Reaktionsgemisch 1,4662 erreichte, wurden zum Entaktivieren
der Reaktion 1,0 g einer 6,8 %igen Xylollösung von
Monochloressigsäure verwendet. Die erhaltene
Reaktionsmischung hatte eine helle Farbe, was durch eine
Hazen-Farbeinheit von weniger als 10 angezeigt wurde.
-
Anschließend wurde ein 1.000 g Aliquot der Reaktionsmischung
einer Molekulardestillation unterworfen, wobei man 342,9 g
(Umwandlung: 34,5 %) des gewünschten Polyisocyanats als
Reaktionsrückstand und andererseits 651,1 g
(Rückgewinnungsverhältnis: 65,5 %) HDI als Destillat erhielt.
-
Die erhaltene Polyisocyanat (P-7) -Lösung hatte eine helle
Farbe (Hazen-Farbeinheit 20) und ein NCO-% von 20,8 %. Es
wurde bestätigt, daß das Polyisocyanat (P-7) ein
Diolmodifiziertes Polyisocyanat vom Isocyanurat-Typ war mit
Isocyanuratringen und einem Addukt von TMPD mit einem
Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 620 (bestimmt durch
die gleiche Analyse wie in Beispiel 1).
-
Das Polyisocyanat (P-7) zeigte eine gute Verträglichkeit mit
jedem der acrylischen Polyole: "ACRIDIC A-801" und dem
Versuchsprodukt acrylisches Polyol (B). Wurde der klare Lack,
den man aus einem äquivalenten Mischungsverhältnis
herstellte, auf eine Glasplatte aufgetragen und dort
gelassen, dann erhielt man einen sehr zusammenhängenden
gehärteten Film.
VERGLEICHSBEISPIEL 1
-
Im gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wurde als
Isocyanurierungskatalysator eine 20 %igen
Butylcellosolvlösung des bekannten N,N,N-Trimethyl-N-2-
hydroxypropylammonium-Octanoats (Molekulargewicht: 271;
japanische Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 55-143978)
verwendet. Die Lösung wurde in Anteilen zugegeben. Nachdem
die gesamtzugegebene Menge 7,9 g (451 ppm) betrug, begann die
Reaktion. Die Reaktion wurde bei einer Temperatur von 60ºC
weitergeführt, bis der Brechungsindex im Reaktionsgemisch
1,4625 erreichte, und dann wurden 8,6 g einer 6,8 %igen
Xylollösung von Monochloressigsäure zur Beendigung der
Reaktion zugegeben. Das erhaltene abgekühlte Reaktionsgemisch
war farbig und zeigte eine Hazen-Farbeinheit von 220.
-
Anschließend wurde ein 1.000 g Aliquot der Reaktionsmischung
einer Molekulardestillation unterworfen, wobei man 248,9 g
(Umwandlung: 24,9 %) des gewünschten Polyisocyanats als
Reaktionsrückstand erhielt und 750,1 g
(Rückgewinnungsverhältnis: 75,0 % HDI als Destillat.
-
Die erhaltene Polyisocyanat (S-1)-Lösung war farbig, was durch
eine Hazen-Farbeinheit von 340 bis 360 angezeigt wurde, hatte
eine Gardner-Viskosität von W und ein NCO-% von 22,9 %. Es
wurde bestätigt, daß das Polyisocyanat (S-1) ein
Polyisocyanat vom Isocyanurat-Typ, enthaltend 68 % eines
Polyisocyanatrings mit einem
Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 580 (bestimmt nach
der gleichen Analyse wie in Beispiel 1).
-
Das Polyisocyanat (S-1) zeigte eine gute Verträglichkeit mit
dem acrylischen Polyol "ACRYDIC A-801" und dem
Versuchsprodukt acrylisches Polyol (B), aber die Qualität war
aufgrund der starken Verfärbung schlecht.
VERGLEICHSBEISPIEL 2
-
In dem gleichen Verfahren, wie es in Beispiel 1 beschrieben
wird, wurde als Isocyanierungskatalysator eine 20 %ige
Butylcellosolvlösung des bekannten N,N,N-Trimethyl-N-2-
hydroxypropylammonium-para-tert-butylbenzoats
(Molekulargewicht: 295; japanische Patentveröffentlichung
(Kokai) Nr. 60-181078) verwendet. Die Lösung wurde
portionsweise zugegeben. Nachdem die gesamtzugegebenen Menge
5,2 g (297 ppm) betrug, begann die Reaktion. Aufgrund der
langsamen Reaktion bei 60 ºC wurden zur Beschleunigung der
Umsetzung 0,8 g (46 pp) der Katalysatorlösung zugegeben.
Nachdem der Brechungsindex des Reaktionsgemisches 1,4625
erreichte, wurden zur Beendigung der Umsetzung 6,0 g einer
6,8 %igen Xylollösung von Monochloressigsäure zugegeben. Die
erhaltene abgekühlte Reaktionsmischung war farbig, was durch
eine Hazen-Farbeinheit von 160 angezeigt wurde.
-
Anschließend wurde ein 1.000 g Aliquot der Reaktionsmischung
einer Molekulardestillation unterworfen, wobei man 249,3 g
(Umwandlung: 25,0 %) des gewünschten Polyisocyanats als
Reaktionsrückstand und andererseits 749,8 g
(Rückgewinnungsverhältnis: 75,0 %) HDI als Destillat erhielt.
-
Die erhaltene Polyisocyanat(S-2)-Lösung war farbig und zeigte
eine Hazen-Farbeinheit von 260, eine Viskosität von X und ein
NCO-% von 22,8. Es wurde bestätigt, daß das Polyisocyanat (S-
2) ein Polyisocyanat vom Isocyanurat-Typ war, enthaltend 68 %
eines Isocyanuratringes mit einem
Zahlendurchschnittsmolekulargewicht von 580 (bestimmt durch
Analyse> .
-
Das Polyisocyanat (S-2) zeigte eine gute Verträglichkeit mit
dem acrylischen Polyol "ACRIDIC A-801" und dem
Versuchsprodukt acrylisches Polyol (B), aber die Qualität war
aufgrund der starken Verfärbung schlecht.