Technisches Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft allgemein Einfädler, besonders
einen Einfädler mit einer Nadelhaltevorrichtung, um eine Nadel
auf dem Einfädler an ihrem Platz zu halten, während ein Faden
in den Einfädler eingeführt wird.
Hintergrund der Erfindung
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Einfädler sind seit langem bekannt, und ebenso sind lange
bekannt Einfädler, die aus einem im ganzen flachen
Blechmaterial geformt sind und als Einfädler für Handarbeitsnadeln
dienen. Der gebräuchlichste Einfädler für Handarbeitsnadeln
verwendet ein flaches Material, das zu einem schmalen Band und
manchmal zu einer verjüngten Gestalt mit einem abgerundeten
oder spitzen Ende geformt wird. Das abgerundete Ende weist
gewöhnlich die Form eines Auges zur Aufnahme eines
hindurchgeführten Fadens oder Garns auf. Die Anwendungsweise besteht
dann darin, die Spitze durch das Auge der Nadel zu führen und
den Einfädler und die Nadel zu halten, während ein Stück des
Garns oder Fadens durch das Auge des Einfädlers geführt wird.
Nachdem der Faden durch das Auge des Einfädlers hindurch ist,
wird der Einfädler aus dem Auge der Nadel zurückgezogen, um
den Faden durch das Auge der Nadel zu ziehen.
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Zwar vollbringen die beschriebenen Einfädler im
allgemeinen den gewünschten Zweck, äedoch kann ihre Verwendung
außerordentlich schwierig sein, da man einerseits den Einfädler und
andererseits die Nadel auf dem Einfädler halten und
gleichzeitig ein Stück des Fadens durch das Auge im Einfädler führen
muß. Das ist notwendig, da, wenn man die Oberkante des
Einfädlers nicht vollkommen waagerecht hält, die Nadel zum Ende
des Einfädlers gleitet und das Einfädeln behindert.
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Eine Verbesserung einer solchen Art von Einfädler ist im
britischen Patent Nr. 184 411 beschrieben, wobei einige
Ausführungsformen eine Vertiefung im Einfädelabschnitt aufweisen.
Eine Nadel kann, während sie sich auf dem Einfädler befindet,
in die Vertiefung gebracht werden, um sie in ihrer Stellung zu
halten, während der Faden über den Haken gelegt wird. Wegen
der notwendigerweise geringen Größe der Vorrichtung kann
jedoch die Nadel über die Vertiefung hinaus in Richtung auf
den Handgriff gelangen und die Hand stören, welche den Körper
des Einfädlers hält, und den Einfädelvorgang länger und
schwieriger gestalten. Außerdem, da sich der Einfädler weit in
das Nadel auge erstrecken kann, kann dessen Keilabschnitt im
Auge steckenbleiben und die Nadel beschädigen, wenn der
vergrößerte Abschnitt des Handgriffs in das Auge gelangt.
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Während also die Grundform des Einfädlers befriedigend
ist, besteht ein Bedürfnis zur Verbesserung, um den Gebrauch
der Vorrichtung zu erleichtern.
Zusammenfassung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung verwendet einen im ganzen
üblichen Einfädler für Handarbeitsnadeln und dergleichen, der
normalerweise ein verhältnismäßig flaches oder Blechmaterial
aufweist, das zu einem normalen Band von gleichmäßiger Breite
oder verjüngt geformt ist, wobei das Ende des Bandes eine
Spitze aufweist. Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist,
daß hinter dem Auge des Einfädlers eine Vorrichtung zum Halten
und Stoppen der Nadel vorgesehen ist, wie im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegeben.
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In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist
die Nadelhaltevorrichtung eine Kerbe in einer der Kanten des
Einfädlers auf. Die Nadelhaltevorrichtung kann in beiden
Kanten eines Einfädlers ausgebildet sein, besonders wenn
dieser von der Art ist, welche ein Loch als Auge des
Einfädlers verwendet, da es bei diesen Einfädlern kein "oben"
oder "unten" gibt. Bei einem Einfädler, der eine Öffnung in
seinem Auge aufweist, kann es erwünscht sein, nur eine
Nadelhaltekerbe zu verwenden, und diese kann an der "oberen" Kante
angeordnet sein. Für den Fachmann ist es selbstverständlich
offensichtlich, daß ein kleiner Vorsprung von der Kante des
Einfädlers die Nadel ebenfalls hält, und das liegt ebenfalls
im Rahmen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Diese und andere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung
werden erläutert durch die folgende Beschreibung in Verbindung
mit den beigefügten Zeichnungen, worin zeigen:
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Fig. 1 eine Vorderansicht (Aufriß) eines
erfindungsgemäßen Einfädlers;
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Fig. 2 eine Teilansicht ähnlich Fig. 1 einer etwas
abgewandelten Ausführungsform der Erfindung;
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Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des in Fig. 2
gezeigten Geräts, wobei der Einfädler zusammen mit einem Faden und
einer Nadel gezeigt ist;
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Die Figuren 4 und 5 Ansichten ähnlich Fig. 3 von weiteren
abgewandelten Ausführungsformen der Erfindung.
Beschreibung der Ausführungsformen im einzelnen
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Mit besonderem Bezug auf die Zeichnungen und die in
Fig. 1 gezeigte Ausführungsform der Erfindung ist ersichtlich,
daß der im ganzen mit 10 bezeichnete Einfädler einen
Körperteil 11 mit einem Einfädelabschnitt 12 hat, der sich vom
linken Ende, wie in Fig. 1 gezeigt, erstreckt. Zwischen dem
Körper 11 und dem Einfädelabschnitt 12 befinden sich Schultern
14 und 15. Diese Schultern 14 und 15 begrenzen auf jeden Fall
positiv die Bewegung einer Nadel, um sie davor zu schützen,
daß sie sich auf dem Einfädler verkeilt.
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Der Einfädelabschnitt 12 weist obere und untere Kanten 16
und 18 auf, welche im ganzen zum abgerundeten Ende 19 hin
zusammenlaufen, so daß der Einfädelabschnitt 12 im ganzen von
einer maximalen Abmessung an den Schultern 14 und 15 zu einer
geringsten Abmessung bei 19 verjüngt ist.
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Im Einfädelabschnitt 12 befindet sich ein Auge 20 zur
Aufnahme eines Fadens oder Garns, und eine Einlaßöffnung 21
eröffnet einen leichten Zugang zum Auge 20.
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Mit der soweit beschriebenen Bauweise kann das
abgerundete Ende 19 durch das Auge einer Nadel geschoben werden,
bis die Nadel an die Schultern 14 und 15 stößt. An diesem
Punkt kann ein Stück Faden durch die Öffnung 21 und das Auge
20 des Einfädlers 10 geführt werden. Wenn sich der Faden an
seinem Platz im Auge 20 befindet, wird die Nadel vom
Einfädelabschnitt 12 abgezogen, und der Einfädelabschnitt 12 zieht den
Faden durch das Auge der Nadel
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Man erkennt, daß mit den Schultern 14 und 15 die Nadel
einfach gegen die Schultern 14 und 15 gehalten werden muß. Man
muß also den Einfädler 10 und die Nadel in einer Hand und den
Faden in der anderen Hand halten, um das Einfädeln
auszuführen. Das wichtige Merkmal der Erfindung ist daher die
Nadelhaltevorrichtung 22.
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Die Nadelhaltevorrichtung 22 ist hier gezeigt als eine in
der Kante 16 des Einfädelabschnitts 12 ausgebildete Kerbe.
Insbesondere hat die Kerbe 22 abgerundete Schultern 24, so daß
die Nadel leicht aus der Kerbe entfernt werden kann, obgleich
die Kerbe 22 genügend tief ist, um die Nadel darin mit
Leichtigkeit zurückzuhalten. Wie ersichtlich, kann durch die
Verwendung der Nadelhaltekerbe 22 eine Nadel über den
Einfädelabschnitt 12 aufgenommen werden und fällt einfach in
die Kerbe 22. Man kann dann den Einfädler 10 mit einer Hand
halten, und die Nadel bleibt in ihrer Lage. Während sich die
Nadel in ihrer Lage befindet, kann ein Stück Faden durch die
Öffnung 21 in das Auge 20 eingeschoben werden. Nachdem sich
der Faden an Ort und Stelle befindet, kann man die Nadel mit
der einen Hand und den Einfädler 10 mit der anderen Hand
ergreifen und das Einfädeln beenden.
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In Fig. 2 der Zeichnungen ist der Einfädler mit 10A
bezeichnet. Der einzige Unterschied zwischen dem Einfädler 10
der Fig. 1 und dem Einfädelabschnitt 12A in Fig. 2 ist, daß
der Einfädler 10A keine Schultern 14 und 15 hat. Da andere
Einzelheiten des Einfädlers die gleichen sind, weist der in
Fig. 2 gezeigte Einfädler die gleichen Bezugszahlen mit einem
beigefügten A auf. Die Gebrauchsweise ist auch die gleiche und
wird nicht wiederholt. Es sei nur erwähnt, daß der in Fig. 2
der Zeichnungen gezeigte Einfädler keine Schultern 14 und 15
hat, so daß man nur den Einfädler 10A bis zum gewünschten Grad
durch das Auge der Nadel schieben muß. Während man
normalerweise sowohl die Nadel als auch den Einfädler 10A halten
müßte, kann durch die Ausbildung der Kerbe 22A die Nadel in
der Kerbe 22A zurückgehalten werden, während die Person den
Einfädler 10A hält, und ein Stück Faden kann durch die Öffnung
21A und in das Auge 20A des Einfädelabschnitts 12A gebracht
werden.
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Wenn man als nächstes Fig. 3 der Zeichnungen betrachtet,
sieht man, daß der in Fig. 3 gezeigte Einfädler der Einfädler
10A ist, der in Fig. 2 der Zeichnungen dargestellt ist. In
Fig. 3 ist der Einfädler 10A mit einer in der Kerbe 22A
zurückgehaltenen Nadel 25 und einem durch die Öffnung 21A und
in das Auge 20A geführten Stück Faden gezeigt. Somit erläutert
Fig. 3 die Einfachheit der vorliegenden Anordnung, wodurch man
den Einfädelabschnitt 12A durch das Auge 28 der Nadel und die
Nadel 25 in die Kerbe 22A bringen kann.
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An diesem Punkt kann man den Einfädler 10A ohne große
Beachtung der Lage der Nadel 25 ergreifen. Die andere Hand
kann dann verwendet werden, um einen Faden 26 auszuwählen und
den Faden 26 durch die Öffnung 21A und in das Auge 201\
einzuführen. Wenn sich der Faden 26 an seinem Platz befindet, kann
man die Nadel 25 mit einer Hand und den Einfädler 10A mit der
anderen Hand ergreifen. Die Bewegung des Einfädlers 10A, um
den Einfädelabschnitt 12A aus dem Auge 28 der Nadel 25 zu
entfernen, zieht dann den Faden 2 durch das Auge 28, um die
Nadel einzufädeln.
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Fig. 4 der Zeichnungen zeigt eine weitere abgewandelte
Ausführungsform des Einfädlers, die mit 10B bezeichnet ist,
wobei der Einfädelabschnitt zueinander parallele obere und
untere Kanten 30 und 31 aufweist. Die Spitze 32 des Einfädlers
ist auch im wesentlichen spitz statt einfach gerundet.
Selbstverständlich wird man erkennen, daß die Spitze 32 so geformt
sein muß, daß der Durchgang des Einfädlers durch das Auge
einer Nadel erleichtert wird. Das in den Figuren 1-3 gezeigte
abgerundete Ende wird häufig verwendet und funktioniert recht
gut, und ein zugespitztes Ende wie in Fig. 4 gezeigt erreicht
das gleiche Ergebnis.
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Der Einfädler 10B weist ein Auge 20B und eine Öffnung 21B
in das Auge 20B auf. Der Körper 11B weist eine Kerbe 34 in der
oberen Kante 30 und eine Kerbe 35 in der unteren Kante 31 auf.
Da sich die Nadelhaltekerben 34 und 35 in den beiden oberen
und unteren Kanten 30 und 31 befinden, kann eine Nadel in
einer Kerbe ohne Rücksicht auf die Art der Verwendung des
Einfädlers zurückgehalten werden. So kann eine Person die Kante
30 als "obere" Kante ansehen und den Einfädler 10B halten, wie
in der Zeichnung gezeigt. Eine andere Person mag die Kante 31
als "obere" Kante ansehen und das Gerät zum Gebrauch umkehren.
So müssen also die Ausdrücke "oben" und "unten" als relativ
angesehen werden, obgleich die Ausdrücke hier verwendet
werden, um die jeweiligen Kanten zu bezeichnen, wie in den
Zeichnungen gezeigt. Die Verwendung solcher Ausdrücke ist also
nicht einschränkend zu verstehen.
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Schließlich zeigt Fig. 5 der Zeichnungen den mit 10C
bezeichneten Einfädler mit parallelen oberen und unteren
Kanten 38 und 39. Die Spitze 40 ist im wesentlichen
zugespitzt, so daß sie durch das Auge 41 einer Nadel 42 geführt
werden kann. Das Auge 44 des Einfädlers 10C ist eine im Körper
des Materials ausgebildete Öffnung ohne eine Einfädelöffnung
wie in den oben beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung,
und daher sind Nadelhaltekerben 45 und 46 jeweils in den
oberen und unteren Kanten 38 und 39 ausgebildet.
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Bei dem in den Figuren 4 und 5 gezeigten Typ von
Nadelhalter ist die Höhe oder Breite zwischen den oberen und
unteren Kanten gewöhnlich gerade ausreichend, daß sie im Auge
einer einzufädelnden Nadel aufgenommen werden kann. Die in
Fig. 5 gezeigte Beziehung der Dimensionen zeigt eine Nadel 42,
die in der Nadelhaltekerbe 45 aufgenommen ist. Es sei ferner
mit Bezug auf Fig. 5 bemerkt, daß es keinen Unterschied für
den Einfädler macht, wenn das Gerät gegenüber der in den
Zeichnungen gezeigten Stellung umgekehrt wird.
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Somit ist ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung eine
sehr einfache aber bequeme Haltevorrichtung in Verbindung mit
einem Einfädler darstellt. Durch den Gebrauch der vorliegenden
Erfindung kann die Nadel bequem an ihrem Platz gehalten
werden, ohne daß besonders große Geschicklichkeit der Hand
erforderlich ist. Im übrigen wurde zwar eine Kerbe als
Nadelhaltevorrichtung gezeigt, jedoch sei darauf hingewiesen, daß
ein kleiner Vorsprung oder andere gut bekannte Ausbildung auch
verwendet werden kann, um die Nadel in der gewählten Stellung
zu halten.
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Es ist daher für den Fachmann klar, daß die hier
dargestellten besonderen Ausführungsformen der Erfindung nur der
Erläuterung dienen und nicht einschränkend zu verstehen sind.