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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Haupt- und Unterämtern
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit
Haupt- und Unterämtern, in denen zur Anschaltung eines -anrufenden Unteramtsteilnehmers
an einen zum Hauptamt führenden Verbindungsweg dienende Schaltwerke im Unteramt
durch Stromstöße eingestellt werden, welche im Hauptamt eine Einstellung von Schaltwerken
zur Kennzeichnung dieses Unteramtsteilnehmers veranlassen.
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Sie bezweckt, .die richtige Kennzeichnung des anrufenden Unteramtsteilnehmers
durch das miteinzusteltende Schaltwerk im Hauptamt zu sichern.
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Erreicht wird dies dadurch, daß Schalteinrichtungen eine Beendigung
der Fortschaltung der Schaltwerke im Unteramt und Hauptamt nach Erreichen eines
anrufenden Unteramtsteilnehmers durch ein Prüfrelais nur dann ermöglichen, wenn
diese Fortschaltung unmittelbar aus einer bestimmten, durch beide Schaltwerke gleichzeitig
eingenommenen Lage (Ruhehage) erfolgt ist.
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Im Ruhezustand der .gezeigten Anlage besteht folgender Ruhestromkreis:
Erde, Batterie, Widerstand Wi", Kontakt 15 _x3, Wicklung I des Relais X3,
Kontakt 14x3, Schaltarm awhs,des Schaltwerkes Whs in Stellung o, Kontakt 12 p3,
a-Ader der Verbindungsleitung VL3, Kontakt 7 dwu3, Wicklung I des Relais
U3, Schaltarm a des Wählers Was in Stellung o, Relais L3, L, Wicklungen
I und II des Relais L1, Erde. In diesem Stromkreis sind nur die Relais L1 bis L3
erregt, :so daß sich die Kontakte dieser Relais in der gezeigten Lage befinden.
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Tritt in diesem Zustand der Anlage eine Erdableitung auf der a-Ader
der Verbindungsleitung VL3 auf, so wird über diese Erdableitung und die a -Ader
der Verbindungs-
Leitung VL, das Relais X3 über seine Wicklung I
erregt. Es legt sich mit seiner Wicklung II in einen Haltekreis, der verläuft über
Erde, Batterie, Widerstand TVi", Kontz@hhe' 39 % 40X2, Wicklung II des Relais X3,
I i d" Da die Relais L1 bis L3 entweder durch (-Lit Erdableitung kurzgeschlossen
bzw. dürcli`' Öffnen .des Kontaktes 15 x3 aberregt werden, wird u. a. der Kontakt
i1 h geschlossen und der Kontakt i o h .geöffnet. Es kommt folgender Stromkreis
zustande: Erde, Batterie, Widerstand Wise, Kontakte 55a3, 57p3, Relais B3 (bzw.
Kontakt 22 q3, Widerstand W1.5), bAder der Verbindungsleitung VLs; Kontakt i i l1,
Drehmagnet Dwzt3 des Wähler s Wit3, Kontakt 6 u3, Erde. In diesem Stromkreis sprechen
das Relais B3 und der Drehmagnet Dzelits des Wählers W u, an. Der Wähler Wit3 führt
einen Schaltschritt aus. Durch Schließen des Kontaktes 42 b3 wird im Hauptamt HA3
des Relais C3 erregt. Durch Schließen des Kontaktes 19 b3 kommt über die Erdableitung
an der a-Ader der Verbindungsleitung VL3 folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie,
Wicklungen I und III des Relais As, Kontakte 2 i x3, . i g,b3, 16v3, 3 o t3, i 2p3,
a-Ader der Verbindungsleitung VL3, Erdableitung. In diesem Stromkreis spricht das
Relais A3 an und unterbricht am Kontakt 55 as den über die b-Ader der Verbindungsleitung
VLs verlaufenden Erregerkreis für den Drehmagneten DzLizr3 und das Relais B3. Das
Relais As hält sich mit seiner Wicklung I nach Schließen. des Kontaktes 17a3 über
die an der a -Ader der Verbindungsleitung VL, liegende Erdableitung. Nach Aberregaung
der Relais B3 und C3 erfolgt eine Erregung des Relais V3 über die Kontakte 53 c3
und 5q.43. Das Relais As hält sich dann über den Kontakt 64v3, während das Relais
X 3 ,durch Öffnen .des Kontaktes 39v3 abfällt. Durch die Dauererregung des Relais
As wird in Abhängigkeit von einer hier nichtgezeigten Zeitschalteinrichtung über
den Kontakt 66a3 ein Signal eingeschaltet.
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Es sei noch bemerkt, daß das Relais B3 nach seiner Aberregung über
den .Kontakt 63b3, solange noch das Relais C3 erregt ist, folgenden Stromkreis geschlossen
hat: Erde, Batterie, Schaltmagnet Dze!hg des Schaltwerkes Wla3, Kontakte 59 q3,
60 c3, 62 z", 63 b3, Erde. Das Schaltwerk Wh, ist also ebenfalls um eineneSchaltschritt
fortbewegt. Jetzt ist eine weitere Einstellung verhindert.
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Tritt in der Ruhelage der Anlage an Stelle einer Erdableitung auf
der a-Ader der Verbindungsleitung TIL3 eine Erdableitung auf der bAder .dieser Verbindungsleitung
auf, so wird durch diese Erdableitung über die b-Ader der Verbindungsleitung VL,
das Relais B3 erregt. Es wird über den Kontakt 42 b3 das Relais Cs :eingeschaltet.
Das Relais B3 bleibt über diese Erdableitung erregt und veranlaßt in Abhängigkeit
von seiner Dauerregung (Zeitschalteinrichtung) über den Kontakt 65 b3 fle Einschaltung
eines Signals. Eine Fortv #.#;liaItung des Wählers Wzts im Unteramt UA3 0#>iid des
Schaltwerkes Wh, im Hauptamt HA,
'=erfolgt nicht.
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Es sei bemerkt, daß, falls die Erdableitung an der a-Ader oder an
der bA.der der Verbindungsleitung VL3 einen solchen Widerstandswert besitzt, daß
das Relais As bzw. das Relais B3 nicht .erregt wird, diese Erdableitung unschädlich
ist, so daß die Einstellbewegung zwischen dein Wähler Wus und dem Schaltwerk Wlis
nicht gestört wird. Es wird auch kein Signal angeschaltet.
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Ist die Anlage in der Ruhelage nicht gestört, so treten bei Anruf
eines Teilnehmers folgende Schaltvorgänge ein: Durch Abheben des Hörers z. B. an
der TeilnehinerstelleTiz, kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Widerstand
WZ", Kontakt i5 x3, Wicklung I des Relais Xs, Kontakt 14c3,- Schaltarm awhs des
Schaltwerkes Wh3 in Stellung o, Kontakt i2ps, aAder der Verbindungsleitung VL3,
Kontakt 7dau3, Wicklung I -des Relais U3, Schaltarm a. des Wählers Wit, in Stellung
o, Kontakte 5 h, 1 11g, Widerstand W131, Teilnehmer Tiz,s, Kontakt 3 h, Erde. In
diesem Stromkreis wird das Relais X3 erregt. Durch Schließen des Kontaktes 40x3
legt es* sich mit seiner Wicklung II über den Widerstand Wi3o in einen Haltekreis.
Durch Öffnen des Kontaktes 1 5 xs wird der in der Ruhelage bestehende
Ruhestromkreis für -die Relais L1 bis Ls unterbrochen, so daß diese Relais aberregt
«-erden. Dadurch werden die Kontakte ioll, 3h, 5h, 2l;
geöffnet und der Kontakt
i 111 geschlossen. Es verläuft jetzt über .die b -Ader der Verbindungsleitung VL3
folgender Stromkreis: Erde, Batterie, Widerstand Wi4E, Kontakte 55a3,
57P3, Relais B3 (bzw. Kontakt 22 qs, Widerstand W1.5); bAder der Verbindungsleitung.
VL, Kontakt i 11" Drehmagnet Dv,ic3 des Wählers Wit3, Kontakt 6 u3, Erde.
In diesem Stromkreis sprechen das Relais B3 und der Drehmagnet Dwus an. Der Wähler
W% führt einen Schaltschritt aus. Durch Schließen des Kontaktes 42- bs erfolgt eine
Erregung des Relais Cs, während über den Kontakt i g b3 die Wicklungen I und III
des Relais A2 an die a -Ader der Verbindungsleitung VLs angeschaltet werden, so
daß nunmehr, da mit der Erregung des Drehmagneten Dwu3 der Kontakt 8 dwu3
geschlossen wird, folgender Stromkreis zustande kommt: Erde, Batterie, Wicklungen
I und III des Relais As, Kontakte 2i x3 I9 b3, I6V3, 304, i2 p3, a-Ader der
Verbindungsleitungen VL3, Kontakt 8 dwit3, Wicklung II des Relais Li, Erde.
Im Unteramt
UA3 wird das Relais L1 erregt, während im Hauptamt
HA, das Relais As zum Ansprechen kommt. Im Unteramt UAs wird daher der über
die b-Ader der Verbindungsleitung VLs.-verlaufende Stromkreis am Kontakt I 111 und,
im Hauptamt HAs am Tontakt 55 as aufgeV. .trennt. Im Unteramt UAs wird durch Auf*
trennung
dieses Stromkreises der Drehmagnet Dwu3 stromlos, so daß der Kontakt 8 dwus wieder
geöffnet und das Relais L, aberregt wird. Im Hauptamt HA3 wird durch die Aberregung
des Relais Bs, da das Relais G als Verzögerungsrelais erregt bleibt, der Schaltmagnet
Dwhs des Schaltwerkes Whs erregt über Erde, Batterie, Schaltmagnet D,tvlt3, Kontakte
59g3, 6o c3, 62v3, 63b., Erde. Das Schaltwerk lVhs im Hauptamt
HA. führt ebenfalls einen Schaltschritt aus. Inzwischen ist auch das Relais
As stromlos geworden. Es wurde mit seiner Wicklung II und der Wicklung I des Relais
P, vorübergehend aus später zu erläuternden Gründen über den Kontakt 5o a, an die
b-Ader der Verbindungsleitung V L, angeschaltet. Es wiederholt sich jetzt das gleiche
Wechselspiel. Durch diese gegenseitige Steuerung, .die also in der Weise vor sich
geht, .daß zunächst der Wähler Wus im Unteramt UAs fortgeschaltet wird und nach
seiner -Fortschaltung das Schaltwerk im Hauptamt antreibt, wird eine Abhängigkeit
der Schaltbe@%,egungen erzielt, wobei eine Wiederholung des Wechselspiels erst dann
eintritt, wenn beide Schaltbewegungen ausgeführt sind. Das wiederholt sich so lange,
bis der anrufende Teilnehmer Tnss erreicht ist. Dann kommt zunächst, nachdem der
Kontakt 7 daiits nach Aberregung des Drehmagneten Dwats wieder geschlossen
ist, folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais As, Kontakte
a8vs, r 7 as, 304, r 2 ps, a-Ader der Verbindungsleitung VLs, Kontakt
7 dwus, Wicklung I .des Relais Us, Schaltarm a des Wählers Wus auf Kontakt
3, Teilnehmer Tnss, Schaltarm b .des Wählers Wtts auf Kontakt 3, Wicklung
II des Relais U8, Kontakt 6u3, Erde. In diesem Stromkreis spricht das Relais Us
an, während das Relais As erregt gehalten wird. Am Kontakt 6u3 wird die Erde von
der b-Ader abgeschaltet und am Kontakt 9u3 unter Überbrückung des Drehmagneten Dwus
.durchgeschaltet. Durch das Erregthalten des Relais As ist eine Umschaltung im Hauptamt
HA s vorgenommen worden, so daß jetzt nach :der Aberregung des Relais Bs
während des Nachholens des entsprechenden Schaltschrittes durch den Schaltmagneten
Dwhs an der b-Ader die Wicklung I des Relais P3 liegt, um den anrufenden Teilnehmer
zu prüfen. Es liegt mit einer Wicklung an Erde und spricht über die Teilnehmerschleife
in folgendem Stromkreis an: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais As, Kontakte 1,8
71s, 1 7 ds, 30 t3, 1:2 p3 (bzw. Schaltarm awhs des Schaltwerkes Whs
auf dem Kontaktsegment), a-Ader der Verbindungsleitung VL3, Kontakt 7 dwu3, Wicklung
I des Relais U3, Schaltarm a des Wählers Wus auf Kontakt 3, Teilnehmer Trass, Schaltarm
b des Wählers Wus auf Kontakt 3, Wicklung II des Relais Us, Kontakt 9 u3, b-Ader
der Verbindungsleitung VL3, Schaltarm bwhs des Schaltwerkes Wh, auf dem Kontaktsegment,
Kontakt 5oas, Wicklung Il des Relais As, Wicklung I des Relais Ps (Kontakt ¢8 dwlt3
noch geöffnet), Kontakt 5 r 71s, Erde. Das Relais As wird in diesem Stromkreis erregt
gehalten, während das Relais P3 anspricht. Es legt :sich mit seiner Wicklung II
über den Widerstand Wise und den Kontakt 26p3 in einen Haltekreis. Über den Kontakt
56p3 wird das Relais 1s erregt. Die Relais X, und C3 fallen ab. Eine neue Erregung
des Relais Xs .durch einen anderen Anruf kann, was sehr wichtig, ist, erst erfolgen,
wenn das System in die Ruhelage gekommen ist. Daher ist auch ein Aufprüfen auf .einen
anderen anrufenden Teilnehmer beim Heimlauf des Systems nicht möglich -.(Kontakt
2r.3 offen). Nach Aberregung des Relais Cs wird folgender Stromkreis ,geschlossen:
Erde, Batterie, Wicklung I und III des Relais As, Kontakte 6.1.71s, i7as., 30t3,
-Schaltarm awhs des Schaltwerkes Wh'. auf dem Kontaktsegment, a-Ader der Verbindungsleitung
VL3, Kontakt 7 dwus, Wicklung I des Relais Us, Schaltarm a des Wählers Wus
auf Kontakt 3, Teilnehmer Tnss, Schaltarm b des Wählers Wus auf Kontakt 3, Wicklung
II des Relais Us, Kontakt 9u3, b-Ader der Verbindungsleitung VL3, Schaltarm bwhs
des Schaltwerkes Wh, auf dem Kontaktsegment, Kontakte 29p3, 25c., 32i3, Relais R3,
Erde. In .diesem Stromkreis werden die Relais A3 und U, erregt gehalten, während
das Relais R, .anspricht und in bekannter Weise die Einstellung des Vorwählers hWs
auf einen freien nachgeordneten Nummernstromstoßempfänger veranlaßt. Ist ein solcher
gefunden, so wird in bekannter Weise das Relais T. erregt und durch Öffnen .der
Kontakte 30 ts und 32 t3 .der obenerwähnte Stromkreis unterbrochen,
so daß die Relais As und R, stromlos werden, während das Relais U3 infolge der Durchschaltung
der Sprechadern über die Kontakte 33 ts und 66 t3 über die Speisebrücke .des Nummernstromstoßempfängers
erregt gehalten wird. Durch Aussendung von Nummernstromstößen kann der gewünschte
Verbindungsaufbau erfolgen. Der dem ,anrufenden Teilnehmer Tu3s entsprechende Zähler
Zss im Hauptamt HA, ist über den auf dem Kontakt 3 stehenden Schaltarm cwlts
des Schaltwerkes Wlts angeschaltet.
Die vom anrufenden' Teilnehmer
aufgebaute Verbindung wird nach Beendigung des Gespräches in ;der Weise ausgelöst,
daß nach Aberregung .des Relais T3 vom nachgeordneten Nummernstromstoßempfänger
aus der Vorwähler VW3 in die Ruhelage gebracht wird. Es wird dann die Wicklung II
des Relais PS, über welche sich dieses Relais erregt gehalten hat, kurzgeschlossen.
Das Relais VS fällt daraufhin ab. Da im Unteramt UA3 auch das Relais U3 stromlos
geworden ist, besteht wieder der über .die b-Ader der Verbindungsleitung VL3 verlaufende
Erregerkreis für den DrehmagnetenDwu3 des Wählers W u" und für das Relais
B3. Es erfolgt jetzt eine gleichschrittige Förtschaltung des Wählers Wu, und des
Schaltwerkes Wh, ohne Mitwirkung .des Relais As. Die Unterbrechungen auf der b-Ader
werden allein durch .das über die a-Ader und die Hauptamtsbatterie mittels des Kontaktes
8 dwu3 erregte Relais L1 erzeugt, während im Hauptamt das Relais B3 bei seiner
Erregung das Relais C3 -einschaltet (42 b3) und bei seiner Aberregung (63 b3) .den
Schaltmagneten Dwh3 beeinflußt. Bei Erreichen der. Stellung o werden über die a-Ader
der Verbindungsleitung VL3 die Relais L1 bis L, wieder in dem dabei zustande kommenden
Ruhestromkreis erregt, so daß die gegenseitige Steuerung .durch Offenhalten des
Kontaktes i 11, bzw. Verlassen des Kontaktsegmentes durch den Schaltarm bwh3
beendet ist. Nunmehr kann ein neuer Anruf aufgenominen werden.
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Kommt dieser Anruf über einen hier nicht gezeigten Leitungswähler
LW; @so werden über die von diesem ankommende ,-Ader .die Relais 03 und T,
erregt. Das Relais 03 legt sich über seinen Kontakt 35 q3 in einen Haltekreis und
erregt dabei das Relais P3 über die Wicklung 1I. Das Relais Vs -wird über den Kontakt
56 ps eingeschaltet. Durch Schließen des Kontaktes 41 q, wird das Relais CS erregt,
so daß nunmehr der in der Ruhelage der Anlage bestehende Stromkreis für die Relais
L, bis- L3 unterbrochen ist. Über den Kontakt i 111 wird der Drehmagnet Dwus
des Wählers Wii3 im Unteramt in Reihe mit Odem Relais B3 an die bAder der Verbindungsleitung
VLs angeschaltet. Vom Leitungswähler über die b-Ader eintreffende Stromstöße betätigen
den Drehmagneten Dwus im Unteramt UA3 und ,durch Vermittlung des mit diesem in Reihe
liegenden Relais B3 den Schaltmagneten Dwh3 im Hauptamt HA3, - so @daß ein
Gleichlauf beider erzielt wird. Das Schaltwerk im Hauptamt kann dabei zur Kennzeichnung
des gewünschten Teilnehmers im Hauptamt für die Zwecke des Kundendienstes oder anderer
Überwachungszwecke (gesperrter Anschluß usw.) dienen (Schaltarm ewhs). Der weitere
Verbindungsaufbau ist hier nicht von Interesse.
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Ist das Gespräch beendet, so erfolgt die Auslösung vom Leitungswähler
(LW) aus. Hierbei werden zunächst die Relais QS, T3 und PS stromlos, o daß
wie bei der Auslösung nach Beendigung einer abgehenden Verbindung eine Fortschaltung
des Wählers Wu, im Unteramt UA3 und des Schaltwerkes Wla3 im Hauptamt HA3 in nie
Ruhelage erfolgt.
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Ebenso wie in der Ruhelage der Anlage, wie oben beschrieben, Erdableitungen
ein Außertrittfallen des Wählers Wzzs im Unteramt UA3 und des Schaltwerkes Wltg
im Hauptamt nicht veranlassen können, ist das auch verhindert, wenn solche Erdableitungen
während der Schaltbewegung auftreten.
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Tritt eine solche Erdableitung beispielsweise auf der aAder der Verbindungsleitung
hL3 auf; so wird, nachdem das Relais As bei der Fortschaltung des Wählers Wu3 erregt
worden ist, durch diese Erdableitung das Relais AS erregt gehalten. Es veranlaßt
nämlich nach der-Aberregung des Relais B3 (Fortschaltung von Dwhg) und de$ Relais
CS eine Erregung des Relais Va, so daß es mit seinen Wicklungen I und III über den
Kontakt 64v3 in einem Haltekreis liegt. Über den Kontakt 66a3 wird dann in Abhängigkeit
von einem Zeitkontakt ein Signal eingeschaltet. Eine weitere Fortschaltung erfolgt
nicht. Da das Relais Xs durch Öffnen :des Kontaktes 39 vs stromlos wird, kann ein
neuer Anruf erst nach der Rückkehr des Systems in die Ruhelage, die nach Verschwinden
der Erdableitung wie oben bei dem Heimlauf herbeigeführt wird, aufgenommen werden;
der Kontakt 2i xs ist nämlich bis zu diesem Zeitpunkt geöffnet und wird erst nach
neuer Erregung des Relais X3 in der Ruhelage .durch den Anruf geschlossen.
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Tritt eine Erdableitung auf der -b-Ader auf, während gerade der Drehmagnet
Dwu3 - betätigt werden soll, so unterbleibt diese Erregung; es wird sofort
das Relais B3 eingeschaltet und gehalten, so daß eine weitere Fortschaltung auch
in diesem Falle verhindert ist.
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Tritt dagegen eine Erdableitung nach der Erregung des Drehmagneten
Dwu3 an .der bAder auf, so wird erst :der Rückstromstoß auf das Relais AS gegeben,
so daß durch Öffnen des Kontaktes 55 a3 das Relais Bs stromlos wird und den Drehmagneten
Dwhs erregt. Erst hierauf wird nach dem Stromloswerden des Relais A3 das wiederangeschaltete
Relais B, über die Erdableitung auf der b-Ader erregt gehalten und ein Signal eingeschaltet.
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Ein Außertrittfallen erfolgt auch hierbei nicht.
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Tritt eine Erdableitung erst auf, nachdem
der anrufende
Teilnehmer erreicht ist, so wird durch die Schleifenprüfung des an Erde liegenden
Relais P3, das dann durch die Erdableitung kurzgeschlossen ist, eine Durchschaltung
des Verbindungsweges verhindert. Außerdem wird, da das Relais A3 erregt bleibt,
über den Arbeitskontakt 66 a3 in Abhängigkeit von der Zeitschalteinrichtung ein
Alarm gegeben.
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Ähnliche Vorgänge treten ein, wenn eine Erdableitung nach dem Prüfen
eintritt, bevor ein freier nachgeordneter Wähler von dem Vorwähler VW3 gefunden
ist, da auch das Relais RB, an Erde liegend, bei einer Erdableitung nicht anspricht
bzw. sich nicht halten kann. In Abhängigkeit von dem erregten Relais As (66a,3)
wird auch in diesem Falle ein Signal eingeschaltet.
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Auch Leitungsunterbrechungen können signalisiert werden. Tritt z.
B. eine Unterbrechung der a-Ader während der Ruhelage der Anlage oder während der
Stromstoßsendung auf, so kommt, da das Relais L1 stromlos wird und das Relais A3
nicht zum Ansprechen kommt, ein Dauerstromkreis über die b-Ader (Kontakt i 111
geschlossen) zustande, in dem das Relais B3 erregt bleibt und wie oben über seinen
Kontakt 65 b3 ein Signal einschaltet.
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Eine Unterbrechung der b-Ader ist in der Ruhelage zunächst wirkungslos;
erst wenn ein Anruf ankommt, durch den das Relais X3 erregt wird, kommt ein Signal
70X3 zustande, da das Relais X3 nicht wie sonst nach Erreichen des anrufenden Teilnehmers
aberregt wird, sondern dauernd erregt bleibt.
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Nach jeder Stillsetzung des Systems, sei es im normalen Verkehr oder
sei es nach Feststellung einer Erdableitung, ist die Aufnahme eines neuen Anrufes
während des Heimlaufes durch eine eigenartige Schaltung des Anrufkreises X3 und
des Prüfkreises verhindert. Diese besteht darin, daß das Relais X3 nach jeder Stillsetzung
des Schaltsystems durch das Relais Vs aberregt wird und erst wieder durch einen
Anruf betätigt werden kann, wenn das Schaltwerk im Hauptamt HAs seine Ruhelage awh@s
erreicht hat. Solange aber das Relais X, nicht erregt ist, ist eine Beeinflussung
des Relais As nicht möglich (Kontakt 2i x3 offen), so daß auch keine Anschaltung
des Prüfrelais P3 an die b-Ader über den Kontakt 5oas und damit keine Stillsetzung
des Wählers Wua auf einem Unteramt.steilnehmer erfolgen kann. Es kann also, was
ein wesentlicher Vorteil für :die Anlage ist, die Fortschaltung nach Erreichen eines
anrufenden Teilnehmers nur beendet werden, wenn beide Schaltwerke vorher gleichzeitig
die Ruhelage eingenommen haben, so daß die richtige Kennzeichnung durch übereinstimmende
Einstellung beider Schaltwerke in höchstem Maße gesichert ist.
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Der .besondere Vorteil dieser Schaltung ist weiterhin noch aus folgendem
erkennbar: Wird im Unteramt UA3 ider Wähler Wzt3 aus betriebstechnischen Gründen.
(Prüfung) oder durch falsche Behandlung um mehrere Schritte (Fortschaltung durch
Drehen der Arme von Hand .aus) aus der Nullage fortgeschaltet, so fallen die Relais
L1 bis La ab. Diese Aberregung wird mit Sicherheit erzielt, wenn man die Schaltung
dahin .ändert, daß der Drehpunkt des Kontaktes 512 statt mit .dem Relais
L3 -gemäß der gestrichelten Linie mit der a-Ader verbunden wird. Der Drehmagnet
Dwu3 wird durch Schließen des Kontaktes i 111 mit dem Relais B3 in Reihe
erregt. Der Wähler Wu, macht jetzt einen weiteren Schritt, worauf auch das Schaltwerk
(Schaltmagnet D,wh3) im Hauptamt wie beim Heimlauf einen Schaltschritt ausführt.
Dieses Wechselspiel setzt sich ohne Mitwirkung des Relais A, infolge Nichterregung
des Relais X", wie beim Heimlauf beschrieben, fort. Durch die Voreilung kommt :der
Wähler Wats im Unteramt UA3 zuerst in die Ruhelage. Die Relais L1 bis L3 werden
über die a-Ader und die über die Widerstände Wisl und Wi24 angeschaltete Batterie
gehalten. Da jetzt das Relais B3 nicht mehr erregt wird, erfolgt die Fortschaltung
.des Schaltwerkes im Hauptamt lokal durch das Wechselspiel des Schaltmagneten D@wlas
mit dem Relais Cs (6ocs, 47dwhs). Erreicht das Schaltwerk die Nulllage, so wird,
da der Schaltarm dwh3 das weitere Wechselspiel unterbindet, das Schaltwerk im Hauptamt
stillgesetzt. Während dieser ganzen Zeit ist die Aufnahme eines Anrufes unmöglich,
da das Relais Xs nur in der Ruhelage erregt werden kann und somit eine Umschaltung
durch das Relais As zum Aufprüfen über eine anrufende Teilnehmerschleife am Kontakt
2 1 x3 verhindert.
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Ein Außertrittfallen des Schaltsystems kann auch eintreten, wenn nach
der Fortbewegung des Wählers Wus im Unteramt UA3 der Speisestrom ausfällt, da dann
das Schaltwerk im Hauptamt den Schaltschritt nicht mehr nachholen kann. Auch in
diesem Falle kann nach Wiedereinschaltung des Speisestromes, wie oben, ein Anruf
nicht aufgenommen werden, solange das Schaltwerk im Hauptamt nicht die Ruhelage
erreicht hat und damit die Gleichstellung wieder erreicht ist.
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Sollte auf irgendeine außergewöhnliche Weise ein Außertrittfallen
derart eintreten, daß der Wähler Wu3 im Unteramt gegenüber dem Schaltwerk im Hauptamt
nacheilt, so wird bei der Rückschaltung das Schaltwerk im Hauptamt vor- dem Wähler
im Unteramt die Ruhelage erreichen. In diesem Augenblick
ist die
Beeinflussung des Relais X3 durch einen neuen Anruf oder :durch den Rückstromstoß
über den Kontakt S dwzts dadurch verhindert, däß das Relais C3, :das als
Verzögerungsrelais während der Fortschaltung :des Schaltsystems (das Schaltwerk
im Hauptamt bleibt ja in :der Ruhelage infolge weiterer Erregung des Relais B3 über
:den noch laufenden Wähler im Unteramt nicht stehen) erregt gehalten wird, also
das Relais X3 am Kontakt 14 c3 abgeschaltet bzw. am Kontakt 13 C3 kurzgeschlossen
hält. Erreicht dann der Wähler im Unteramt die Ruhelage, so muß, wie oben beim Nacheilen
des Schaltwerkes im Hauptamt, das Schalt-,verk noch in die Ruhelage gebracht werden.
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Schließlich ist noch folgender Fall zu erwähnen: Fällt der Speisestrom
nach Durchschaltung dos Verbindungsweges aus, so ist nach Wiedereinschaltung des
Speisestromes eine vorzeitige Fortschaltung des Schaltwerkes im Hauptamt dadurch
verhindert, .daß zuerst das Relais B3 über die b-Ader erregt .wird und erst darauf
das Relais C3 zum Ansprechen kommt, .da es über den Schaltarm: dwhs und den Widerstand
verzögert anspricht. Auch in diesem Falle ist während der Rückschaltung die Aufnahme
:eines neuen Anrufes durch die oben .erläuterte besondere Anrufschaltung verhindert.
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Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Ausführungsforrn liegt da-Irin,
daß, obwohl eine Zwangläufigkeit zwischen der Fortbewegung beider Schaltwerke besteht,
in einfacher Weise das Schaltwerk im Unteramt z. B. für Prüfz=ecke :durch das überwachungspersonal
nach .Auftrennung der Adern im Hauptamt allein eingestellt werden kann. Durch Anschaltung
von Batterie an die aufgetrennten Adern kann sich das Schaltwerk dann auch selbst
fortschalten, indem das Relais L1 mit dem Drehmagneten Dwu, als Unterbrecher arbeitet.