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DE379015C - Selbsttaetige oder halbselbsttaetige Fernsprechanlage - Google Patents

Selbsttaetige oder halbselbsttaetige Fernsprechanlage

Info

Publication number
DE379015C
DE379015C DEA33773D DEA0033773D DE379015C DE 379015 C DE379015 C DE 379015C DE A33773 D DEA33773 D DE A33773D DE A0033773 D DEA0033773 D DE A0033773D DE 379015 C DE379015 C DE 379015C
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DE
Germany
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line
contact
relay
selector
switching
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Expired
Application number
DEA33773D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Automatic Electric Co
Original Assignee
Automatic Electric Co
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Filing date
Publication date
Application filed by Automatic Electric Co filed Critical Automatic Electric Co
Application granted granted Critical
Publication of DE379015C publication Critical patent/DE379015C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)
  • Exchange Systems With Centralized Control (AREA)

Description

(A33773
Die Erfindung bezieht sich, auf Fernsprechanlagen mit voll- oder halbselbsttätigem Betrieb und verfolgt in erster Linie den Zweck, Wahlschalter und besonders Leitungswähler derart auszubilden, daß mit ihnen eine Anzahl unterschiedlicher Schaltvorgänge ausgeführt werden kann, von denen die nachstehenden nur als Beispiel angegeben sind.
Der Wahlschalter der Erfindung kann erstens dazu dienen, Verbindungen zwischen Teilnehmern desselben Amtes herzustellen; er kann ferner als Wähler mit großem Fassungsvermögen ausgebildet sein und die Verbindung mit einer Teilnehmerleitung erst nach voraufgegangener Auswahl eines von mehreren Schaltarmsätzen bewirken; drittens kann der Wahlschalter auch noch als Gesellschaftsleitungs-Wahlschalter gebraucht werden, mit dem also Verbindungen unmittelbar mit einer Gesellschaftsleitung hergestellt werden und an dieser dann die gewünschte Station mit der für diese Station bestimmten Frequenz angerufen wird. Viertens kann der Wahlschalter auch als Gruppenwähler arbeiten, um Verbindungen mit einer einzelnen oder aber mit einer Gruppe von solchen Leitungen herzustellen, die zu Gruppen- oder Leitungswählern eines entfernten Amtes führen, wobei eine freie Verbindungsleitung selbsttätig aus einer Mehrzahl solcher Verbindungsleitungen ausgewählt wird; fünftens kann der Wahlschalter aber auch noch als Übertrager zur Weitergabe von Wählereinstell-Stromstößen über die Verbindungsleitungen dienen.
In allen diesen Fällen kann der Wahlschalter mindestens zwei voneinander vollkommen verschiedene, und zwar nicht nur einfache Abänderungen darstellende, also in gewissem Zusammenhang miteinander stehende Maßnahmen ausführen; z. B. soll der Wahlschalter, der als solcher mit großem Fassungsvermögen ausgebildet ist, außer dem Schaltvorgang, bei dem zunächst ein einzelner Schaltarmsatz ausgewählt und darauf vom Schalter eine Verbindung mit einer einzelnen oder aber einer Mehrzahl von Leitungen hergestellt wird, die dem ausgewählten Schaltarmsatz entsprechen, außerdem noch
einen weiteren Schaltvorgang ausführen, bei dem ein beliebiger Schaltarmsatz ausgewählt wird; oder, falls der Wahlschalter ein Leitungswähler für Gesellschaftsleitungen ist, bei dem zuerst die einzelne Rufstromfrequenz ausgewählt und darauffolgend die Verbindung mit der einzelnen Station hergestellt wird, soll er noch einen weiteren S ehalt Vorgang, bei dem eine beliebige von vorhandenen mehreren Rufstromfrequenzen ausgewälht wird, erledigen.
Um den Zweck, eine Anzahl bestimmter, im vorstehenden angeführter Schaltvorgänge bewirken zu können, ist gemäß der Erfindung für den Wahlschalter eine Einrichtung vorgesehen, durch welche die jeweils erforderliche einzelne Maßnahme ausgewählt und bestimmt wird. Diese Einrichtung kann als Hilfschalter ausgebildet sein, der bei der ersten von mehreren Stromstoßreihen entsprechend der Anzahl der Stromstöße in dieser Reihe die Art und Weise der jeweils auszuführenden Tätigkeit des Wahlschalter bestimmt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen. In der Zeichnung ist eine Teilnehmerstation A, ein deren Leitung im Amt zugeordneter Vorwähler C und ein über den diesen erreichbarer Leitungswähler D dargestellt. Die Teilnehmerstätion ist entsprechend ihrer Ver-Wendung für selbsttätigen Betrieb außer mit dem Hörer 4, dem Mikrophon 3, dem Hakenschalter 7, dem Wecker 5 und dem Kondensator 6 auch noch mit einem Stromstoßkontakt 8, 9 versehen, der von einem mittels der Fingerscheibe des Nummernschalters (nicht dargestellt) bewegten Impulsrade gesteuert wird. Die Leitungen 10 und 11 der Station A endigen im Amt in dem Vorwähler C, über welchen der Teilnehmer bei Anrufen selbsttätig mit einer freien der an die Kontakte des Vorwählers angeschlossenen, je zu einem Leitungswähler führenden Verbindungsleitungen verbunden wird. Eine derselben und der Leitungswähler D, zu welchem sie führt, ist dargestellt. Vorwähler und Leitungswähler sind von bekannter Art. Dieser enthält eine verlängerte Schaltwelle und drei Sätze mit je 100 Anschlußkontakten. Dem Wähler D ist ein Hilfsschalter zugeordnet, der bei der ersten der auf dem Leitungswähler einwirkenden Nummern-Stromstoßreihen einen bestimmten Schaltarmsatz und, falls der gewünschte Teilnehmer ein Gesellschaftsleitungsteilnehmer ist, auch noch die dieser Station entsprechende Rufstromfrequenz auswählt. Auch wird der Hilfsschalter durch eine einzige Ziffer so gesteuert, daß er selbsttätig aus einer Mehrzahl zum Hauptamt führender Verbindungsleitungen selbsttätig eine freie Leitung auswählt, wie alles später noch eingehend beschrieben wird.
In der Zeichnung ist eine Mehrzahl von Batte-I rien dargestellt, dieselben sind aber nur wegen I der besseren Übersicht auf der Zeichnung in dieser Art angegeben und bedeuten sämtlich dieselbe Amtsbatterie, deren einer Pol geerdet ist. Ferner ist auch in der Zeichnung eine dem Leitungswähler D zugeordnete Rufstromeinrichtung H und eine Besetztsignaleinrichtung / : dargestellt; beide Einrichtungen sind bekannter Art und in vielen Fernsprechämtern an- : gewandt.
! Nach dieser kurzen Beschreibung der Appa- ' rate folgt nunmehr eine eingehende Beschreibung ■ ihrer Wirkungsweise.
Wenn der Teilnehmer A seinen Hörer abi hebt, wird am Hakenumschalter der Station j für das Leitungsrelais 14 des Vorwäblers C ein : Stromkreis geschlossen, in welchem das Relais 14 anspricht. Dieses schließt nun am Kontakt 15 einen Stromkreis, der über das Relais ' 16 und den Drehmagneten 17 in Reihe ver-1 läuft, und zugleich wird durch Relais 14 über, seinen Kontakt 18 ein weiterer Stromkreis für den Magneten 17 vorbereitet, der über den Schaltarm 20 verläuft. Nimmt man nun an, ; daß die Leitung des Kontaktes, auf dem der ; Vorwähler beim Einlaufen des Anrufes steht, ι besetzt ist, so legt an der betreffenden Leitung ein Leitungswähler D Erde an, und diese be- : wirkt dann einen Kurzschluß für das hoch- go ohmige Relais 16 des Vorwählers C, so daß dabei der Drehmagnet 17 betätigt wird und ! die Schaltarme von C einen Schritt weiter bis auf den nächsten Kontakt dreht. Ist auch diese Leitung besetzt, so dreht sich der Vorwähler C weiter, bis dessen Arme schließlich eine freie Leitung erreichen. Beim Auftreffen auf eine solche ist dann das Relais 16 nicht mehr kurzgeschlossen und wird sofort erregt, wobei es die anrufende Leitung zu den Schaltarmen 19, 21 und über diese zum Leitungswähler D durchschaltet. An diesem spricht nun in dem über die Arme 19 und 21 und die anrufende Leitung 10 und 11 sowie über die Station A das Leitungsrelais 25 an und schaltet das Verzögerungsrelais 26 ein, das für das Relais 16 des Vorwählers C einen Stromkreis schließt, der von der Erde bei G1 über Kontakt 27, 28, Leitung 23, Schaltarm 20, Kontakt 29, Wickelung des Relais 16 und des Drehmagneten 17 zur Bat- no terie und Erde verläuft. Da das Leitungsrelais 14 des Vorwählers C als Verzögerungsrelais ausgebildet ist und seinen Anker langsam abfallen läßt, wird durch das Relais 14 der Stromkreis für Relais 16 und damit dessen Erregung nach der Ausschaltung des Relais 14 noch so lange aufrecht erhalten, bis der genannte Haltestromkreis hergestellt ist. Ein Abzweig dieses Haltestromkreises führt über die Leitung 32 zu den Vielfach-Prüfkontakten an den Kontaktsätzen der Leitungswähler, über welche die zu dem Teilnehmer A hinführenden Verbindun-
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gen hergestellt werden, und es wird dadurch die Leitung des Teilnehmers A für diese Verbindungen als besetzt gekennzeichnet.
Vorgenannte Schaltvorgänge werden sämtlieh allein durch das Abheben des Hörers der Station J. veranlaßt und sind bereits beendet, wenn nach erfolgter Betätigung des Nummernschalters der Station entsprechend der ersten Ziffer der erlangten Nummer die erste Impulsreihe zum Amt beginnt. Durch diese Stromstoßreihe wird dann in der Teilnehmerscbleife eine entsprechende Anzahl von Unterbrechungen bewirkt, deren jede das Relais 25 vorübergehend zum Abfall bringt und dabei die Stromstoße auf den Schrittschaltmagneten 34 des Hilfsschalters auf folgendem Wege überträgt: von Erde bei G2 über Kontakte 35, 36, Verzögerungsrelais 37, Kontakte 38, 39, 57 und Magneten 34 zur Batterie. Bei jedem Stromstoß wird der Magnet 34 betätigt und bewegt dadurch die Schaltarme 40, 41, 42 und 43 schrittweise auf Kontakte des Hilfsschalters, an welchen ein Schaltarmsatz des Leitungswählers endigt. Der erste Schaltarmsatz 44, 45 und 46 des letzten hat Zugang zu einer Gruppe von Leitungen, während sein zweiter Schaltarmsatz 47, 48 und 49 Zugang zu einer anderen Leitungsgruppe hat. Der dritte und vierte Kontaktsatz im Kontaktfeld des Hilfsschalters sind an den entsprechenden Priifkontakten miteinander vielfach geschaltet und endigen in einem dritten Schaltarmsatz 50, 51, 52, welcher Zugang zu einer Gruppe von Gesellschaftsleitungen hat. Der verbleibende Satz Kontakte endigt in Wählern C3, welche ähnlich dem Wähler C sind.
Während der angegebenen ersten Impulsreihe spricht in Reihe mit dem Schaltmagneten 34 das Verzögerungsrelais 37 an und läßt seinen Anker erst wieder nach der Beendigung der Impulsreihe abfallen. Alsdann wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde bei Gs, Schaltarm 42, Kontakte 55, 101 und 54, Relais 53 Kontakt 56, Magnet 34, Batterie. In diesem Stromkreise spricht der Magnet 34, der niederohmig gewickelt ist, nicht an, wohl aber das hochohmige und empfindliche Relais 53. Dieses öffnet an dem Kontakt 39 und 57 den Stromkreis für den Magneten 34 und bereitet über den Kontakt 39 und 58 einen Stromkreis für den Hubmagneten 64 vor; ebenso bereitet es am Kontakt 60 einen Stromkreis für das Prüfrelais 67 vor.
Der anrufende Teilnehmer kann nunmehr die der zweiten Ziffer der verlangten Nummer entsprechende Stromstoßreihe abgeben, die ebenso wie die erste wiederum auf das Leitungsrelais 25 einwirkt, von diesem jetzt aber auf den Hubmagneten 64 in folgendem Stromkreise übertragen wird: Erde bei G2, Kontakt 35 und 36, Relais 37, Kontakte 38, 39 und 58, Hubmagnet 64, Steuerschalter 66 in seiner ersten Stellung, Batterie. Dadurch wird der Hubmagnet 64 betätigt und hebt die Schaltarme 47, 48 und 49, das sind diejenigen, die bei der ersten Stromstoßreihe ausgewählt wurden, schrittweise auf diejenige Kontaktreihe des Wählers, in welcher die Kontakte der verlangten Leitung hegen. In Reihe mit dem Hubmagneten 64 wird auch das Verzögerungsrelais 37 erregt und hält seinen Anker bis nach Beendigung der Stromstoßreihe angezogen. Relais 37 vervollständigt den Stromkreis des Prüfungsrelais 67, welcher nun auf folgendem Wege erregt bleibt: Erde, Kontakte 68, 69 und 71, Prüfungsrelais 67, Batterie. Wenn dann nach beendigter Stromstoßreihe der Anker des Relais 37 abfällt, öffnet es den Stromkreis des Magneten 67, dieser wird ebenfalls aberregt und bewegt nun die Schaltarme 66 und 72 des Steuerschalters in bekannter Art in ihre zweite Stellung.
Der Anrufende kann nun die letzte bzw. Einer-Impulsreihe abgeben und erzeugt dadurch wie zuvor Unterbrechungen in der Leitungsschleife, welche wiederum auf das Relais 25 einwirken. Dieses überträgt nun aber die Impulse auf den Drehmagneten 65, und zwar auf folgendem Wege: Erde G2, Kontakt 35 und 36, Relais 37, Kontakte 38, 39, 58 und 73, Drehmagnet 65, Steuerschalter 66 in seiner zweiten Schaltstellung, Batterie. Der Drehmagnet 65 wird dadurch entsprechend oft betätigt und dreht dabei die Schaltarme 47, 48, 49 bis auf. die Kontakte, an welche die verlangte Leitung unmittelbar angeschlossen ist, und diese Leitung wird nunmehr sofort geprüft, ob sie frei oder besetzt ist.
Ist die verlangte Leitung frei, so ist die von dem Prüfarm 48 erreichte Leitungsader nicht geerdet, so daß nach erfolgtem Ankerabfall des Relais 37 der Stromkreis des Prüfrelais 67 an den Kontakten 68 und 69 unterbrochen ist. Der Magnet 67 bewirkt nach seiner Aberregung die Weiterbewegung der Arme 66 und 72 des Steuerschalters in ihre dritte Stellung, worauf folgender Stromkreis geschlossen ist: Erde bei G1, Schaltarm 72, Relais 74, Schaltarm 66, Batterie. In diesem Stromkreis spricht das Relais 74 an. Ein Abzweig des vorgenannten Stromkreises führt von Erde Gi über Schalter 72 und 41 und die von diesen belegten Kontakte 1 to zum Schaltarm 48 des Leitungswählers und dann weiter über das Durchschaltrelais und den Schaltmagneten des der verlangten Leitung im Amt zugeordneten Vorwahl ers zur Batterie.
Das Relais 74 schließt bei seiner Erregung an den Kontakten77 und 78 einen Signalstromkreis, der wie folgt verläuft: Erde bei G''', Rufstrommaschine 76, Kontakte 79, 80 und 81, Leitung 94, Kontakte 83 und 77, Schaltarm 40, Schaltarm 47 des Leitungswählers, darauf über die Leitungsschleife der verlangten Station zu deren Wecker
und zurück über den Schaltarm 49, Schaltarm 43, Kontakte 78 und 84, obere Wickelung des Relais 85, Batterie. An dem Leitungswähler D wird, veranlaßt durch eine Rufstromunterbrechungs-Einrichtung, abwechselnd der Rufstrom unterbrochen und dafür Strom einer besonderen Batterie angeschlossen, der demjenigen der bisher behandelten Amtsbatterie entgegengesetzt gerichtet ist. Das im Ruf Stromkreis liegende sogenannte Rufstromrelais 85 ist so eingerichtet, daß es nur ansprichi, wenn es zugleich vom Rufstrom und vom Gleichstrom, nicht aber nur allein von Rufstrom durchflossen wird; dies ist der Fall, so lange der verlangte Teilnehmer zwar Rt'fstrom empfängt, seinen Hörer aber noch nicht abgehängt hat.
Sobald dann der verlangte Teilnehmer durch Abnehmen seines Hörers sich meldet, schließt so sich dadurch die Leitungsschleife seiner Station, und es spricht dann am Leitungswähler D das Relais 85 an und hält sich darauf in folgendem Stromkreis: Erde, den beim ersten Hubschritt des Leitungswählers von dessen Schaltwelle geschlossenen Kontakt 86, Kontakt 87, untere Wicklung dts Relais 85, Batterie. Ein Abzweig von diesem Stromkreis ergänzt den Anschluß an Erde für die untere Wicklung des am Lei- j tungswähler auf der anrufenden Seite an der Sprechleitung liegenden Brückenrelais 88. Das Relais 85 schaltet bei seiner Erregung an den Kontakten 84 und 83 seine obere Wicklung und die Rufstromeinrichtung aus und schaltet die Sprechleiiung am Leitungswähler D durch. Der Speisestromkreis für die anrufende Station ist j nun von den Wicklungen des Relais 25 und : derjenige für die verlangte Station ist über die [ Wickelungen des Relais 88 hergestellt, so daß j jetzt ohne weiteres das Gespräch über die in I der Zeichnung stark gezeichnete Sprechleitung \ erfolgen kann.
Wenn nach beendetem Gespräch beide Teil- ' nehmer ihren Hörer wieder anhängen, wird auf i der anrufenden Seite der Stromkreis für das Relais 25 und auf der Seite des verlangt ge- : wesenen Teilnehmers das Relais 88 aberregt. Das Relais 25 schaltet das Relais 26 aus, und dieses schaltet dann die Erde von der zum Vorwähler C zurückführenden Prüfader ab und schaltet den Auslösemagneten 89 ein. Durch die vorherigen Schaltvorgänge wird auch das Relais 16 ausgeschaltet und damit für den Vorwähler C der Ruhezustand hergestellt, während der Magnet 89 den Leitungswähler und den Hilfsschalter in die Ruhestellung bringt.
War die verlangte Leitung beim Einstellen des Leitungswählers D auf diese besetzt, so würde dessen Prüfarm ein Erdpotential vorfinden. Dazu sei angenommen, daß die verlangte Teilnehmerleitung in der zweiten Gruppe liegt. Wenn dabei die Schaltarme 47, 48 und 49 , auf die verlangte Leitung auftreffen, wird das während der Drehbewegung der Arme erregt gehaltene Relais 37 aberregt, und das Relais 90 wird in Reihe mit dem Prüfrelais 67 in folgendem Stromkreise erregt: Erde, Schaltarm 48 und der von diesem besetzte Kontakt, Schaltarm 41 und der von diesem besetzte Kontakt, ι Schaltarm 72 des Steuerschalters in Stellung 2, Relais 90, Kontakte 70, 69, 60 und 71, Relais 67, Batterie. Das Prüfrelais 67 wird in diesem Stromkreis erregt gehalten, um das Weiterbewegen des Steuerschalters in seine dritte Stellung zu verhindern. Das Relais 90 schaltet bei seiner Erregung am Kontakt 73 den Drehmagneten 65 aus, schließt am Kontakt 91 einen Haltestromkreis für sich selbst und für den Magneten 67 abhängig vom Erdpotential am • Prüfarm und schaltet am Kontakt 92 die Besetzt-SignaleinricIxtung / an die untere Ader der Sprechleitung an. Dabei wird zum anrufenden Teilnehmer ein besonderes Summersignal übertragen, das ihm das Besetztsein der Leitung anzeigt. Der Teilnehmer hängt daraufhin seinen Hörer wieder an und löst dadurch wie schon beschrieben, den Vorwähler und den Leitungswähler aus.
Es wird nunmehr angenommen daß der Teilnehmer A eine Verbindung in der dem Leitungswähler D erreichbaren dritten Leitungsgruppe herzustellen wünscht welches eine Gruppe von Gesellschaftsleitungen sein soll. Dazu betätigt der Teilnehmer A seinen Nummernschalter und damit das Relais 25 drei- oder viermal, je nachdem dies die verlangte Gesellschaftsleitung bedarf, z. B. drei. Die Schaltarme 40, 41, 42 und 43 drehen sich dann bis auf die dritten Kontakte, welche zu den Schaltarmen 50, 51 und 52 des Leitungswählers führen. Die Wirkungsweise des Leitungswählers ist nun dieselbe wie schon beschrieben, und es wird dabei der Rufstromgeber 76 mit der verlangten Leitung verbunden. Wenn jedoch die verlangte Ziffer vier ist, dann drehen sich die Schaltarme 40, 41, 42 und 43 bis auf den weiteren Kontaktsatz, welcher dem dritten entspricht. Dieser Schaltvorgang zur Verbindung mit einer verlangten Leitung ist derselbe wie schon beschrieben, mit dem Unterschied, daß jetzt das niederohmige Relais 93 in Reihe mit dem hoch- no ohmigen Relais 53 und dem Schaltmagneten 34 erregt wird. Relais 93 verbindet bei seiner Erregung den Rufstromgeber 75 mit der Leitung 94, welcher eine andere Frequenz als der Geber 76 besitzt. Es wird somit auf eine dieser beiden Frequenzen der eine und auf die andere Frequenz der andere der beiden in Brücke zur Sprechleitung liegenden Wecker der Leitung ansprechen.
Es sei nunmehr angenommen, daß der Teilnehmer bei A sich mit einem Teilnehmer des Hauptamtes zu verbinden wünscht. Dazu gibt

Claims (4)

er mit seinem Nummernschalter fünf Stromstöße ab, durch welche die Schaltarme 40, 41, 42 und 43 bis auf den fünften Kontaktsatz des Hilfsschalters schreiten, welche Kontakte zum Schalter C1 führen. Dieser ist ähnlich dem Vorwähler C. Der restliche Kontaktsatz führt zu ähnlichen Schaltern. Nach erfolgter Einstellung der Arme auf die fünften Kontakte ist dann über den Schaltarm 41 und dem Kontakt 95 folgender Stromkreis geschlossen: geerdeter Kontakt 95, Schaltarm 41, Relais 96, Steuerschalter 66 in erster Stellung, Batterie. Das Relais 96 wird erregt und schließt am Kontakt 97 einen "Haltestromkreis für sich selbst von Erde über den Kontakt 86 unabhängig von Erde am Kontakt 95. Am Kontakt 98 ist ein Erdpotential mit dem untersten Kontakt des Relais 53 verbunden. Ist nun die erste Leitung zum Hauptamt besetzt, dann ist an den Kon- ao takt 99 ein Erdpotential angelegt, wodurch für den Schaltmägneten 34 folgender Stromkreis entsteht: geerdeter Kontakt 99, Schaltarm 42, Kontakte 55 und 100 sowie 63 und 62, Unterbrecherkontakt 56, Schaltmagnet 34, Batterie. Der Magnet 34 bewegt dabei die Schaltarme 40, 41, 42 und 43 auf den nächsten Kontaktsatz und wenn auch dieser und der folgende besetzt sind, bis sie eine freie Leitung finden, an welcher also die Erde fehlt. Dabei ist dann die Wicklung von 53 nicht mehr länger kurzgeschlossen, und Relais 53 wird nun sofort in folgenden Stromkreise erregt: Erde, Kontakt 98, Relais 53, Kontakt 56, Magnet 34, Batterie. Der Magnet34 wird in diesem Stromkreise nicht erregt, wie schon beschrieben. Das Relais 53 schließt einen Stromkreis für das Durchschaltrelais und den Schaltmagneten des Wählers C3, der folgenden Verlauf hat: dauernd geerdeter Kontakt 102, Kontakte 62, 100 und 55, Schaltarm 42, Kontakt 99 (bei der Annahme, daß die erste Leitung frei war), Leitung 103, die der Leitung 32 des Wählers C entspricht, das entsprechende Relais 16 und Magnet 17. Das Durcbschaltrelais am Wähler C3 schaltet die Sprechleitung 104 und 105 durch, die zum Hauptamt und in diesem zu einem dem Wähler C ähnlichen Wähler führt. Alsdann ist folgender Stromkreis geschlossen: Leitung 104, über C3 zum Kontakt 106, Schalt- j arm 43, Kontakte 108,109,110 sowie in und 112, Drosselspule 113, Kontakte 114 und 61, Schaltarm 40, Kontakt 107, durch C3 zur Leitung 105. Der anrufende Teilnehmer kann nunmehr seinen Nummernschalter entsprechend der nach sten Ziffer der verlangten Nummer betätigen, wodurch in üblicher Art wieder Stromstöße erzeugt werden,' die auf das Leitungsrelais 25 einwirken, welches bei jeder seiner dabei eintretenden Aberregungen am Kontakt 114 den Leitungsstromkreis zum Hauptamt öffnet und in diesem das Leitungsrelais eines Wahlschalters aberregt, wodurch in der üblichen bekannten Art eine Verbindung mit dem verlangten Teilnehmer hergestellt wird. Das Leitungsrelais 25 schaltet das Verzögerungsrelais 37 in Reihe mit dem Widerstand R an Batterie, und Relais 37 hält dann seinen Anker bis nach Beendigung der Stromstoßreihe angezogen. Ferner hält es am Kontakt 109 und 115 die Drosselspule 113 während der Stromstoßübertragung zum Hauptamt kurzgeschlossen. Der Wähler C3 hat Zugang zu Leitungswählern ähnlich dem Leitungswähler D, welche vom Hauptamt über die Leitungen 104 und 105 belegt werden. P ATENx-Ansprüche:
1. Selbsttätige oder halbselbsttätige Fernsprechanlage, gekennzeichnet durch einen Wahlschalter (D), der so eingerichtet ist, daß er durch Ansprechen einer diesem zugeordneten Schaltvorrichtung auf einen vor seiner Einstellung erfolgenden, wählbaren, seine Arbeitsweise beeinflussenden Vorgang veranlaßt wird, diese entsprechend irgendeiner unter mehreren verschiedenen Arten von Schaltvorgängen nach Bedarf zu ändern und z. B. als gewöhnlicher Leitungswähler, als Leitungswähler mit vergrößerter Kon- go taktanzahl und Anschlußmöglichkeit, als Leitungswähler für Gesellschaltsleitungen, als Gruppenwähler, Amtsleitungssucher oder Übertrager zu arbeiten.
2. Selbsttätige oder halbselbsttätige Fernsprechanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser vor der Einstellung des Wahlschalters erfolgende, seinenachherige Arbeitsweise beeinflussende Vorgang durch das Arbeiten eines Hilfsschalters erreicht wird, der auf die erste Stromstoßreihe einer Reihe von Stromstoßreihen anspricht.
3. Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsschalter (41, 42, 43, 46) für die Ausführung der verschiedenen Vorgänge eine Mehrzahl von Prüfkontaktarmen besitzt.
4. Anlage nach Anspruch 2 und 3, gekennzeichnet durch einen zwei Prüfkontaktarme besitzendenHilfsschalter, von denen der eine den Zustand der gewünschten Leitung in den Fällen prüft, wo der Wähler als Leitungswähler arbeitet, während der andöre den Zustand der Verbindungsleitungen prüft und an der Auswahl einer freien Verbindungsleitung mitwirkt.
Hierzu t Blatt Zeichnungen.
DEA33773D 1919-03-10 1920-07-11 Selbsttaetige oder halbselbsttaetige Fernsprechanlage Expired DE379015C (de)

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