DE379015C - Selbsttaetige oder halbselbsttaetige Fernsprechanlage - Google Patents
Selbsttaetige oder halbselbsttaetige FernsprechanlageInfo
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Description
(A33773
Die Erfindung bezieht sich, auf Fernsprechanlagen mit voll- oder halbselbsttätigem Betrieb
und verfolgt in erster Linie den Zweck, Wahlschalter und besonders Leitungswähler derart
auszubilden, daß mit ihnen eine Anzahl unterschiedlicher Schaltvorgänge ausgeführt werden
kann, von denen die nachstehenden nur als Beispiel angegeben sind.
Der Wahlschalter der Erfindung kann erstens dazu dienen, Verbindungen zwischen Teilnehmern desselben Amtes herzustellen; er kann ferner als Wähler mit großem Fassungsvermögen ausgebildet sein und die Verbindung mit einer Teilnehmerleitung erst nach voraufgegangener Auswahl eines von mehreren Schaltarmsätzen bewirken; drittens kann der Wahlschalter auch noch als Gesellschaftsleitungs-Wahlschalter gebraucht werden, mit dem also Verbindungen unmittelbar mit einer Gesellschaftsleitung hergestellt werden und an dieser dann die gewünschte Station mit der für diese Station bestimmten Frequenz angerufen wird. Viertens kann der Wahlschalter auch als Gruppenwähler arbeiten, um Verbindungen mit einer einzelnen oder aber mit einer Gruppe von solchen Leitungen herzustellen, die zu Gruppen- oder Leitungswählern eines entfernten Amtes führen, wobei eine freie Verbindungsleitung selbsttätig aus einer Mehrzahl solcher Verbindungsleitungen ausgewählt wird; fünftens kann der Wahlschalter aber auch noch als Übertrager zur Weitergabe von Wählereinstell-Stromstößen über die Verbindungsleitungen dienen.
Der Wahlschalter der Erfindung kann erstens dazu dienen, Verbindungen zwischen Teilnehmern desselben Amtes herzustellen; er kann ferner als Wähler mit großem Fassungsvermögen ausgebildet sein und die Verbindung mit einer Teilnehmerleitung erst nach voraufgegangener Auswahl eines von mehreren Schaltarmsätzen bewirken; drittens kann der Wahlschalter auch noch als Gesellschaftsleitungs-Wahlschalter gebraucht werden, mit dem also Verbindungen unmittelbar mit einer Gesellschaftsleitung hergestellt werden und an dieser dann die gewünschte Station mit der für diese Station bestimmten Frequenz angerufen wird. Viertens kann der Wahlschalter auch als Gruppenwähler arbeiten, um Verbindungen mit einer einzelnen oder aber mit einer Gruppe von solchen Leitungen herzustellen, die zu Gruppen- oder Leitungswählern eines entfernten Amtes führen, wobei eine freie Verbindungsleitung selbsttätig aus einer Mehrzahl solcher Verbindungsleitungen ausgewählt wird; fünftens kann der Wahlschalter aber auch noch als Übertrager zur Weitergabe von Wählereinstell-Stromstößen über die Verbindungsleitungen dienen.
In allen diesen Fällen kann der Wahlschalter mindestens zwei voneinander vollkommen verschiedene,
und zwar nicht nur einfache Abänderungen darstellende, also in gewissem Zusammenhang
miteinander stehende Maßnahmen ausführen; z. B. soll der Wahlschalter, der als
solcher mit großem Fassungsvermögen ausgebildet ist, außer dem Schaltvorgang, bei dem
zunächst ein einzelner Schaltarmsatz ausgewählt und darauf vom Schalter eine Verbindung mit
einer einzelnen oder aber einer Mehrzahl von Leitungen hergestellt wird, die dem ausgewählten
Schaltarmsatz entsprechen, außerdem noch
einen weiteren Schaltvorgang ausführen, bei dem ein beliebiger Schaltarmsatz ausgewählt
wird; oder, falls der Wahlschalter ein Leitungswähler für Gesellschaftsleitungen ist, bei dem
zuerst die einzelne Rufstromfrequenz ausgewählt und darauffolgend die Verbindung mit der
einzelnen Station hergestellt wird, soll er noch einen weiteren S ehalt Vorgang, bei dem eine
beliebige von vorhandenen mehreren Rufstromfrequenzen ausgewälht wird, erledigen.
Um den Zweck, eine Anzahl bestimmter, im vorstehenden angeführter Schaltvorgänge bewirken
zu können, ist gemäß der Erfindung für den Wahlschalter eine Einrichtung vorgesehen,
durch welche die jeweils erforderliche einzelne Maßnahme ausgewählt und bestimmt wird.
Diese Einrichtung kann als Hilfschalter ausgebildet sein, der bei der ersten von mehreren
Stromstoßreihen entsprechend der Anzahl der Stromstöße in dieser Reihe die Art und Weise
der jeweils auszuführenden Tätigkeit des Wahlschalter bestimmt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen.
In der Zeichnung ist eine Teilnehmerstation A, ein deren Leitung im Amt zugeordneter
Vorwähler C und ein über den diesen erreichbarer Leitungswähler D dargestellt. Die
Teilnehmerstätion ist entsprechend ihrer Ver-Wendung für selbsttätigen Betrieb außer mit
dem Hörer 4, dem Mikrophon 3, dem Hakenschalter 7, dem Wecker 5 und dem Kondensator
6 auch noch mit einem Stromstoßkontakt 8, 9 versehen, der von einem mittels der Fingerscheibe
des Nummernschalters (nicht dargestellt) bewegten Impulsrade gesteuert wird. Die Leitungen
10 und 11 der Station A endigen im
Amt in dem Vorwähler C, über welchen der Teilnehmer bei Anrufen selbsttätig mit einer
freien der an die Kontakte des Vorwählers angeschlossenen, je zu einem Leitungswähler führenden
Verbindungsleitungen verbunden wird. Eine derselben und der Leitungswähler D, zu
welchem sie führt, ist dargestellt. Vorwähler und Leitungswähler sind von bekannter Art.
Dieser enthält eine verlängerte Schaltwelle und drei Sätze mit je 100 Anschlußkontakten. Dem
Wähler D ist ein Hilfsschalter zugeordnet, der bei der ersten der auf dem Leitungswähler einwirkenden
Nummern-Stromstoßreihen einen bestimmten Schaltarmsatz und, falls der gewünschte
Teilnehmer ein Gesellschaftsleitungsteilnehmer ist, auch noch die dieser Station
entsprechende Rufstromfrequenz auswählt. Auch wird der Hilfsschalter durch eine einzige
Ziffer so gesteuert, daß er selbsttätig aus einer Mehrzahl zum Hauptamt führender Verbindungsleitungen
selbsttätig eine freie Leitung auswählt, wie alles später noch eingehend beschrieben
wird.
In der Zeichnung ist eine Mehrzahl von Batte-I rien dargestellt, dieselben sind aber nur wegen
I der besseren Übersicht auf der Zeichnung in dieser Art angegeben und bedeuten sämtlich
dieselbe Amtsbatterie, deren einer Pol geerdet ist. Ferner ist auch in der Zeichnung eine dem
Leitungswähler D zugeordnete Rufstromeinrichtung H und eine Besetztsignaleinrichtung /
: dargestellt; beide Einrichtungen sind bekannter Art und in vielen Fernsprechämtern an-
: gewandt.
! Nach dieser kurzen Beschreibung der Appa- ' rate folgt nunmehr eine eingehende Beschreibung
■ ihrer Wirkungsweise.
Wenn der Teilnehmer A seinen Hörer abi hebt, wird am Hakenumschalter der Station
j für das Leitungsrelais 14 des Vorwäblers C ein : Stromkreis geschlossen, in welchem das Relais
14 anspricht. Dieses schließt nun am Kontakt 15 einen Stromkreis, der über das Relais
' 16 und den Drehmagneten 17 in Reihe ver-1
läuft, und zugleich wird durch Relais 14 über, seinen Kontakt 18 ein weiterer Stromkreis für
den Magneten 17 vorbereitet, der über den Schaltarm 20 verläuft. Nimmt man nun an,
; daß die Leitung des Kontaktes, auf dem der ; Vorwähler beim Einlaufen des Anrufes steht,
ι besetzt ist, so legt an der betreffenden Leitung ein Leitungswähler D Erde an, und diese be-
: wirkt dann einen Kurzschluß für das hoch- go
ohmige Relais 16 des Vorwählers C, so daß dabei der Drehmagnet 17 betätigt wird und
! die Schaltarme von C einen Schritt weiter bis auf den nächsten Kontakt dreht. Ist auch diese
Leitung besetzt, so dreht sich der Vorwähler C weiter, bis dessen Arme schließlich eine freie
Leitung erreichen. Beim Auftreffen auf eine solche ist dann das Relais 16 nicht mehr kurzgeschlossen und wird sofort erregt, wobei es
die anrufende Leitung zu den Schaltarmen 19, 21 und über diese zum Leitungswähler D durchschaltet.
An diesem spricht nun in dem über die Arme 19 und 21 und die anrufende Leitung
10 und 11 sowie über die Station A das Leitungsrelais
25 an und schaltet das Verzögerungsrelais 26 ein, das für das Relais 16 des Vorwählers
C einen Stromkreis schließt, der von der Erde bei G1 über Kontakt 27, 28, Leitung
23, Schaltarm 20, Kontakt 29, Wickelung des Relais 16 und des Drehmagneten 17 zur Bat- no
terie und Erde verläuft. Da das Leitungsrelais 14 des Vorwählers C als Verzögerungsrelais
ausgebildet ist und seinen Anker langsam abfallen läßt, wird durch das Relais 14 der Stromkreis
für Relais 16 und damit dessen Erregung nach der Ausschaltung des Relais 14 noch so
lange aufrecht erhalten, bis der genannte Haltestromkreis hergestellt ist. Ein Abzweig dieses
Haltestromkreises führt über die Leitung 32 zu den Vielfach-Prüfkontakten an den Kontaktsätzen
der Leitungswähler, über welche die zu dem Teilnehmer A hinführenden Verbindun-
879015
gen hergestellt werden, und es wird dadurch die Leitung des Teilnehmers A für diese Verbindungen
als besetzt gekennzeichnet.
Vorgenannte Schaltvorgänge werden sämtlieh allein durch das Abheben des Hörers der
Station J. veranlaßt und sind bereits beendet, wenn nach erfolgter Betätigung des Nummernschalters
der Station entsprechend der ersten Ziffer der erlangten Nummer die erste Impulsreihe
zum Amt beginnt. Durch diese Stromstoßreihe wird dann in der Teilnehmerscbleife
eine entsprechende Anzahl von Unterbrechungen bewirkt, deren jede das Relais 25 vorübergehend
zum Abfall bringt und dabei die Stromstoße auf den Schrittschaltmagneten 34 des
Hilfsschalters auf folgendem Wege überträgt: von Erde bei G2 über Kontakte 35, 36, Verzögerungsrelais
37, Kontakte 38, 39, 57 und Magneten 34 zur Batterie. Bei jedem Stromstoß wird der Magnet 34 betätigt und bewegt dadurch
die Schaltarme 40, 41, 42 und 43 schrittweise auf Kontakte des Hilfsschalters, an welchen
ein Schaltarmsatz des Leitungswählers endigt. Der erste Schaltarmsatz 44, 45 und 46
des letzten hat Zugang zu einer Gruppe von Leitungen, während sein zweiter Schaltarmsatz
47, 48 und 49 Zugang zu einer anderen Leitungsgruppe hat. Der dritte und vierte Kontaktsatz
im Kontaktfeld des Hilfsschalters sind an den entsprechenden Priifkontakten miteinander vielfach
geschaltet und endigen in einem dritten Schaltarmsatz 50, 51, 52, welcher Zugang zu
einer Gruppe von Gesellschaftsleitungen hat. Der verbleibende Satz Kontakte endigt in Wählern
C3, welche ähnlich dem Wähler C sind.
Während der angegebenen ersten Impulsreihe spricht in Reihe mit dem Schaltmagneten 34
das Verzögerungsrelais 37 an und läßt seinen Anker erst wieder nach der Beendigung der
Impulsreihe abfallen. Alsdann wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde bei Gs, Schaltarm
42, Kontakte 55, 101 und 54, Relais 53
Kontakt 56, Magnet 34, Batterie. In diesem Stromkreise spricht der Magnet 34, der niederohmig
gewickelt ist, nicht an, wohl aber das hochohmige und empfindliche Relais 53. Dieses
öffnet an dem Kontakt 39 und 57 den Stromkreis für den Magneten 34 und bereitet über
den Kontakt 39 und 58 einen Stromkreis für den Hubmagneten 64 vor; ebenso bereitet es am
Kontakt 60 einen Stromkreis für das Prüfrelais 67 vor.
Der anrufende Teilnehmer kann nunmehr die
der zweiten Ziffer der verlangten Nummer entsprechende Stromstoßreihe abgeben, die ebenso
wie die erste wiederum auf das Leitungsrelais 25 einwirkt, von diesem jetzt aber auf den Hubmagneten
64 in folgendem Stromkreise übertragen wird: Erde bei G2, Kontakt 35 und 36,
Relais 37, Kontakte 38, 39 und 58, Hubmagnet 64, Steuerschalter 66 in seiner ersten Stellung,
Batterie. Dadurch wird der Hubmagnet 64 betätigt und hebt die Schaltarme 47, 48 und 49,
das sind diejenigen, die bei der ersten Stromstoßreihe ausgewählt wurden, schrittweise auf
diejenige Kontaktreihe des Wählers, in welcher die Kontakte der verlangten Leitung hegen.
In Reihe mit dem Hubmagneten 64 wird auch das Verzögerungsrelais 37 erregt und hält seinen
Anker bis nach Beendigung der Stromstoßreihe angezogen. Relais 37 vervollständigt den
Stromkreis des Prüfungsrelais 67, welcher nun auf folgendem Wege erregt bleibt: Erde, Kontakte
68, 69 und 71, Prüfungsrelais 67, Batterie.
Wenn dann nach beendigter Stromstoßreihe der Anker des Relais 37 abfällt, öffnet es den Stromkreis
des Magneten 67, dieser wird ebenfalls aberregt und bewegt nun die Schaltarme 66
und 72 des Steuerschalters in bekannter Art in ihre zweite Stellung.
Der Anrufende kann nun die letzte bzw. Einer-Impulsreihe abgeben und erzeugt dadurch
wie zuvor Unterbrechungen in der Leitungsschleife, welche wiederum auf das Relais
25 einwirken. Dieses überträgt nun aber die Impulse auf den Drehmagneten 65, und zwar
auf folgendem Wege: Erde G2, Kontakt 35 und 36, Relais 37, Kontakte 38, 39, 58 und
73, Drehmagnet 65, Steuerschalter 66 in seiner zweiten Schaltstellung, Batterie. Der Drehmagnet
65 wird dadurch entsprechend oft betätigt und dreht dabei die Schaltarme 47, 48, 49
bis auf. die Kontakte, an welche die verlangte Leitung unmittelbar angeschlossen ist, und diese
Leitung wird nunmehr sofort geprüft, ob sie frei oder besetzt ist.
Ist die verlangte Leitung frei, so ist die von dem Prüfarm 48 erreichte Leitungsader nicht
geerdet, so daß nach erfolgtem Ankerabfall des Relais 37 der Stromkreis des Prüfrelais 67 an
den Kontakten 68 und 69 unterbrochen ist. Der Magnet 67 bewirkt nach seiner Aberregung
die Weiterbewegung der Arme 66 und 72 des Steuerschalters in ihre dritte Stellung, worauf
folgender Stromkreis geschlossen ist: Erde bei G1, Schaltarm 72, Relais 74, Schaltarm 66, Batterie.
In diesem Stromkreis spricht das Relais 74 an. Ein Abzweig des vorgenannten Stromkreises
führt von Erde Gi über Schalter 72 und 41 und die von diesen belegten Kontakte 1 to
zum Schaltarm 48 des Leitungswählers und dann weiter über das Durchschaltrelais und
den Schaltmagneten des der verlangten Leitung im Amt zugeordneten Vorwahl ers zur
Batterie.
Das Relais 74 schließt bei seiner Erregung an den Kontakten77 und 78 einen Signalstromkreis,
der wie folgt verläuft: Erde bei G''', Rufstrommaschine 76, Kontakte 79, 80 und 81, Leitung 94,
Kontakte 83 und 77, Schaltarm 40, Schaltarm 47 des Leitungswählers, darauf über die Leitungsschleife der verlangten Station zu deren Wecker
und zurück über den Schaltarm 49, Schaltarm 43, Kontakte 78 und 84, obere Wickelung des
Relais 85, Batterie. An dem Leitungswähler D wird, veranlaßt durch eine Rufstromunterbrechungs-Einrichtung,
abwechselnd der Rufstrom unterbrochen und dafür Strom einer besonderen Batterie angeschlossen, der demjenigen
der bisher behandelten Amtsbatterie entgegengesetzt gerichtet ist. Das im Ruf Stromkreis liegende sogenannte Rufstromrelais
85 ist so eingerichtet, daß es nur ansprichi, wenn es zugleich vom Rufstrom und vom
Gleichstrom, nicht aber nur allein von Rufstrom durchflossen wird; dies ist der Fall, so
lange der verlangte Teilnehmer zwar Rt'fstrom empfängt, seinen Hörer aber noch nicht abgehängt
hat.
Sobald dann der verlangte Teilnehmer durch Abnehmen seines Hörers sich meldet, schließt
so sich dadurch die Leitungsschleife seiner Station,
und es spricht dann am Leitungswähler D das Relais 85 an und hält sich darauf in folgendem
Stromkreis: Erde, den beim ersten Hubschritt des Leitungswählers von dessen Schaltwelle geschlossenen
Kontakt 86, Kontakt 87, untere Wicklung dts Relais 85, Batterie. Ein Abzweig
von diesem Stromkreis ergänzt den Anschluß an Erde für die untere Wicklung des am Lei- j
tungswähler auf der anrufenden Seite an der Sprechleitung liegenden Brückenrelais 88. Das
Relais 85 schaltet bei seiner Erregung an den Kontakten 84 und 83 seine obere Wicklung und
die Rufstromeinrichtung aus und schaltet die Sprechleiiung am Leitungswähler D durch. Der
Speisestromkreis für die anrufende Station ist j nun von den Wicklungen des Relais 25 und :
derjenige für die verlangte Station ist über die [ Wickelungen des Relais 88 hergestellt, so daß j
jetzt ohne weiteres das Gespräch über die in I der Zeichnung stark gezeichnete Sprechleitung \
erfolgen kann.
Wenn nach beendetem Gespräch beide Teil- ' nehmer ihren Hörer wieder anhängen, wird auf i
der anrufenden Seite der Stromkreis für das Relais 25 und auf der Seite des verlangt ge- :
wesenen Teilnehmers das Relais 88 aberregt. Das Relais 25 schaltet das Relais 26 aus, und
dieses schaltet dann die Erde von der zum Vorwähler C zurückführenden Prüfader ab und
schaltet den Auslösemagneten 89 ein. Durch die vorherigen Schaltvorgänge wird auch das
Relais 16 ausgeschaltet und damit für den Vorwähler C der Ruhezustand hergestellt, während
der Magnet 89 den Leitungswähler und den Hilfsschalter in die Ruhestellung bringt.
War die verlangte Leitung beim Einstellen des Leitungswählers D auf diese besetzt, so
würde dessen Prüfarm ein Erdpotential vorfinden. Dazu sei angenommen, daß die verlangte
Teilnehmerleitung in der zweiten Gruppe liegt. Wenn dabei die Schaltarme 47, 48 und 49 ,
auf die verlangte Leitung auftreffen, wird das während der Drehbewegung der Arme erregt
gehaltene Relais 37 aberregt, und das Relais 90 wird in Reihe mit dem Prüfrelais 67 in folgendem
Stromkreise erregt: Erde, Schaltarm 48 und der von diesem besetzte Kontakt, Schaltarm
41 und der von diesem besetzte Kontakt, ι Schaltarm 72 des Steuerschalters in Stellung 2,
Relais 90, Kontakte 70, 69, 60 und 71, Relais 67, Batterie. Das Prüfrelais 67 wird in diesem
Stromkreis erregt gehalten, um das Weiterbewegen des Steuerschalters in seine dritte
Stellung zu verhindern. Das Relais 90 schaltet bei seiner Erregung am Kontakt 73 den Drehmagneten
65 aus, schließt am Kontakt 91 einen Haltestromkreis für sich selbst und für den
Magneten 67 abhängig vom Erdpotential am • Prüfarm und schaltet am Kontakt 92 die Besetzt-SignaleinricIxtung
/ an die untere Ader der Sprechleitung an. Dabei wird zum anrufenden Teilnehmer ein besonderes Summersignal übertragen, das ihm das Besetztsein der
Leitung anzeigt. Der Teilnehmer hängt daraufhin seinen Hörer wieder an und löst dadurch
wie schon beschrieben, den Vorwähler und den Leitungswähler aus.
Es wird nunmehr angenommen daß der Teilnehmer A eine Verbindung in der dem Leitungswähler
D erreichbaren dritten Leitungsgruppe herzustellen wünscht welches eine Gruppe von Gesellschaftsleitungen sein soll.
Dazu betätigt der Teilnehmer A seinen Nummernschalter und damit das Relais 25 drei- oder
viermal, je nachdem dies die verlangte Gesellschaftsleitung bedarf, z. B. drei. Die Schaltarme
40, 41, 42 und 43 drehen sich dann bis auf die dritten Kontakte, welche zu den Schaltarmen
50, 51 und 52 des Leitungswählers führen. Die Wirkungsweise des Leitungswählers ist nun
dieselbe wie schon beschrieben, und es wird dabei der Rufstromgeber 76 mit der verlangten
Leitung verbunden. Wenn jedoch die verlangte Ziffer vier ist, dann drehen sich die Schaltarme
40, 41, 42 und 43 bis auf den weiteren Kontaktsatz, welcher dem dritten entspricht.
Dieser Schaltvorgang zur Verbindung mit einer verlangten Leitung ist derselbe wie schon beschrieben,
mit dem Unterschied, daß jetzt das niederohmige Relais 93 in Reihe mit dem hoch- no
ohmigen Relais 53 und dem Schaltmagneten 34 erregt wird. Relais 93 verbindet bei seiner Erregung
den Rufstromgeber 75 mit der Leitung 94, welcher eine andere Frequenz als der Geber 76
besitzt. Es wird somit auf eine dieser beiden Frequenzen der eine und auf die andere Frequenz
der andere der beiden in Brücke zur Sprechleitung liegenden Wecker der Leitung ansprechen.
Es sei nunmehr angenommen, daß der Teilnehmer bei A sich mit einem Teilnehmer des
Hauptamtes zu verbinden wünscht. Dazu gibt
Claims (4)
1. Selbsttätige oder halbselbsttätige Fernsprechanlage,
gekennzeichnet durch einen Wahlschalter (D), der so eingerichtet ist, daß
er durch Ansprechen einer diesem zugeordneten Schaltvorrichtung auf einen vor seiner
Einstellung erfolgenden, wählbaren, seine Arbeitsweise beeinflussenden Vorgang veranlaßt
wird, diese entsprechend irgendeiner unter mehreren verschiedenen Arten von Schaltvorgängen nach Bedarf zu ändern
und z. B. als gewöhnlicher Leitungswähler, als Leitungswähler mit vergrößerter Kon- go
taktanzahl und Anschlußmöglichkeit, als Leitungswähler für Gesellschaltsleitungen,
als Gruppenwähler, Amtsleitungssucher oder Übertrager zu arbeiten.
2. Selbsttätige oder halbselbsttätige Fernsprechanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dieser vor der Einstellung des Wahlschalters erfolgende, seinenachherige
Arbeitsweise beeinflussende Vorgang durch das Arbeiten eines Hilfsschalters erreicht
wird, der auf die erste Stromstoßreihe einer Reihe von Stromstoßreihen anspricht.
3. Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsschalter
(41, 42, 43, 46) für die Ausführung der verschiedenen Vorgänge eine Mehrzahl von
Prüfkontaktarmen besitzt.
4. Anlage nach Anspruch 2 und 3, gekennzeichnet durch einen zwei Prüfkontaktarme
besitzendenHilfsschalter, von denen der eine den Zustand der gewünschten Leitung
in den Fällen prüft, wo der Wähler als Leitungswähler arbeitet, während der andöre
den Zustand der Verbindungsleitungen prüft und an der Auswahl einer freien Verbindungsleitung
mitwirkt.
Hierzu t Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US281763A US1378231A (en) | 1919-03-10 | 1919-03-10 | Automatic telephone system |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE379015C true DE379015C (de) | 1923-08-10 |
Family
ID=23078690
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA33773D Expired DE379015C (de) | 1919-03-10 | 1920-07-11 | Selbsttaetige oder halbselbsttaetige Fernsprechanlage |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1378231A (de) |
| DE (1) | DE379015C (de) |
| GB (1) | GB140053A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| KR101887204B1 (ko) | 2015-10-06 | 2018-08-09 | 대구대학교 산학협력단 | 뿌리기술을 이용한 기구물 개발기술과 정보통신(ict) 융합 기술을 이용한 중증 환자 또는 장애인 캐어 시스템 |
-
1919
- 1919-03-10 US US281763A patent/US1378231A/en not_active Expired - Lifetime
- 1919-12-03 GB GB30266/19A patent/GB140053A/en not_active Expired
-
1920
- 1920-07-11 DE DEA33773D patent/DE379015C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB140053A (en) | 1921-02-10 |
| US1378231A (en) | 1921-05-17 |
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