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Schaltungsanordnung zur Verhinderung einer falschen Wählereinstellung
durch anomale Stromstoßgabe, insbesondere für Fernsprechanlagen Um eine betriebssichere
Einstellung von Wählern durch Stromstöße zu erreichen, müssen diese ein bestimmtes
Verhältnis von Stromschluß zu Stromunterbrechung aufweisen, und die Zahl der in
einer bestimmten, Zeit einlaufenden Stromstöße muß sich innerhalb bestimmter, den
j eweils verwendeten Wählern entsprechenden Grenzen halten. Durch zu schnell aufeinanderfolgende
Stromstöße, bei denen die Dauer jeder Stromschließung und/oder -unterbrechung eine
bestimmte Zeit unterschreitet, kommt es vor, daß Wähler nicht eine der Zahl der
Stromstöße entsprechende Zahl von Kontaktschritten ausführen, weil die Antriebseinrichtungen
der Wähler den Stromschließungen und -öffnungen nicht regelmäßig folgen können.
Die Folge ist eine Fehleinstellung.
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Sind in Fernmeldeanlagen, insbesondere in Fernsprechanlagen, gleichzeitig
mit den Wählern, über welche eine Verbindung herzustellen ist, zum Zwecke der Verkehrsrichtungsbestimmung,
der Gebührenermittlung oder in Nebenstellenanlagen der Verhinderung unerlaubter
Verbindungen u. dgl. auch Kontrollwähler, Mitlaufwähler, einzustellen, so kommt
es vor, daß bei anomaler Stromstoßgabe wohl die Verbindungswähler, aber nicht Kontroll-
und Kennzeichnungswähler
ordnungsmäßig eingestellt werden. Das
hat beispielsweise zur Folge, daß für Verbindungen zu hohe oder zu niedrige Gebühren
angerechnet werden, daß verkehrsbeschränkte Teilnehmer Verbindungen erhalten, die
herzustellen sie nicht berechtigt sind od. dgl. Die anomale Stromstoßgabe (zu schnelle
oder zu langsame) kann durch nicht einwandfreies Arbeiten des Stromstoßsenders oder
absichtlich vom anrufenden Teilnehmer herbeigeführt werden, wenn dieser auf diesem
Wege versuchen will, beispielsweise eine für ihn nicht zugelassene Verbindung zu
erhalten.
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Beschleunigt der Teilnehmer den Ablauf seiner Fingerscheibe, so kommt
es vor, daß von n ausgesandten Stromstößen, die sämtlich noch die Verbindungswähler
einstellen können, einer oder einige nicht zur Fortschaltung eines Mitlaufwählers
führen. Dieser Mitläufer wird nicht in die Stellung gebracht, in der z. B. in Abhängigkeit
von der Verkehrsberechtigungskennzeichnung des anrufenden Teilnehmers die Vollendung
der versuchten Verbindung verhindert wird.
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Bei einer zu langsamen Stromstoßgabe kann ein Mitläufer durch Stromstöße
ordnungsmäßig eingestellt werden. Es kommt aber auch vor, daß eine Stromstoßreihe
mit n Stromstößen für den Kontrollwähler sich wie zwei Stromstoßreihen auswirkt,
weil zwischen zwei Stromstößen ein Steuerrelais abfallen konnte. Auch in diesem
Fall ist es möglich, daß die Verbindungswähler selbst noch ordnungsmäßig eingestellt
werden.
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Die Erfindung zeigt einen einfachen und betriebssicheren Weg, die
falsche Einstellung von Wählern bei anomaler Stromstoßgabe zu verhindern. Sie besteht
darin, daß zwei Relais mit verschieden langen Schaltzeiten während jeder Stromschließung
und Stromunterbrechung nacheinander ihre Kontakte von der einen in die andere Schaltstellung
umlegen und daß bei Beendigung eines Stromstoßes (z. B. Stromunterbrechung), bevor
das durch denselben beeinflußte Relais mit langen Schaltzeiten den Schaltzustand
(z. B. Anker abgefallen), den es während des bereits beendeten Stromstoßes einnehmen
soll, erreicht hat, durch Kontakte beider Relais die Einschaltung eines die anomale
Stromstoßgabe kennzeichnenden Relais, ein Sperrelais, herbeigeführt wird.
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Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung wird bei zu langsamer Stromstoßgabe
eine Falscheinstellung von Wählern dadurch vermieden, daß das Relais mit den langen
Schaltzeiten im Zusammenwirken - mit einem Steuerrelais das Sperrelais zur Wirkung
bringt.
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Als Relais mit verschieden langen Schaltzeiten können zwei von einem
Stromstoßempfangsrelais eingeschaltete Relais dienen.
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Das Stromstoßempfangsrelais selbst kann als Relais mit kurzen Schaltzeiten
verwendet werden, und ein von- diesen eingeschaltetes Relais ist das Relais mit
langen Schaltzeiten..
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Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung wird bei zu schneller Stromstoßgabe
das Sperrelais in einen Kondensatorstromkreis eingeschaltet, bevor das Relais mit
den langen Schaltzeiten den während des Stromstoßes üblichen Schaltzustand eingenommen
hat.
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Es ist auch möglich, ohne Verwendung von Kondensatorstrom das Sperrelais
bei zu schneller Stromstoßgabe durch das Zusammenwirken der beiden Relais mit verschieden
langen Schaltzeiten einzuschalten, wie aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich
ist.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es sind nur- die zum Verständnis der Erfindung erforderlichen Stromkreise und Schaltmittel
veranschaulicht. Es zeigt Fig. i die Anwendung der Erfindung bei einem Mitlaufwähler,
welcher einer Verbindungsleitung, z. B. einer Amtsleitung in Nebenstellenanlagen,
zugeordnet ist, mit zwei vom Stromstoßempfangsrelais einzuschaltenden Relais mit
verschiedenen Schaltzeiten; das Sperrelais spricht bei zu schneller Stromstoßgabe
in einem Kondensatorstromkreis an; Fig. 2 und 3 zeigen Abänderungen der Schaltungen
nach Fig. i zur Einschaltung des Sperrelais bei zu schneller Stromstoßgabe; Fig.
4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem das Sperrelais ohne Anwendung von Kondensatorströmen
zum Ansprechen gebracht wird, Fig. 5 eine Anordnung, bei' der das Stromstoßempfangsrelais
selbst als Relais mit kurzen Schaltzeiten und ein von diesen eingeschaltetes Relais
als Relais mit langen Schaltzeiten dient.
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Die Erfindung ist nicht nur zur Verhinderung unerlaubter Verbindungen,
sondern mit gleichem Erfolg auch für andere Zwecke anwendbar, z. B. dann, wenn durch.
eine anomale (zu schnelle oder zu langsame) Strornstoßgabe eine Anrechnung der für
eine herzustellende Verbindung in Frage kommenden Gebühr verhindert werden kann,
während die Verbindungswähler selbst durch diese Stromstoßgabe noch eingestellt
werden können.
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Fig. i. Das Relais A spricht bei Schließung des Speisestromkreises
für die anrufende Stelle an. Der Kontakt ia in der oberen Sprechader der Verbindungsleitung
wird geschlossen. Die beiden Relais J1 und J2 i mit verschieden langen Schaltzeiten
werden eingeschaltet.
Das Relais J i ist das Relais mit kurzen Schaltzeiten. Das Relais J2 hat lange Schaltzeiten.
Es spricht mithin etwas verzögert an und fällt auch verzögert ab.
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Der Kondensator K3 wird geladen, und die Relais C und Ci sprechen
an: 2. +, K3, 6ii, 7, -.
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3. +, 8i2, g c i, IC, 1I C, io v, Wählerarm ii (Stellung o),
. . , -.
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q.. +, 12i2, 1C1, -. Das Relais C i spricht verzögert an, denn der
in der Ruhelage im Stromkreis 5. -f-, 13i2, 14c1, 15, Ki, 16ii, 17, -geladene Kondensator
Ki entladet sich über die differential geschaltete Wicklung II des Relais C i .6.
-, 17, 16c1, Ki, 15; 14c1, 18i2, IICi, -.
Am Kontakt igc wird die
Wicklung I des Relais C durch den Widerstand 2o überbrückt. Das Relais C erhält
Abfallverzögerung.
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Ein erster Stromstoß läuft ein. Das Relais A fällt ab und öffnet den
Stromkreis i für'die beiden Relais JI und J2. Relais JI fällt schneller ab als Relais
J2, welches eine Abfallzeit von vielleicht 30 ms hat. Es werden geöffnet
die Kontakte 6i i, Zi i i. Geschlossen wird der Kontakt 22ii. Die Kontakte 8i2,
23i2, 12i2, 18i2 bleiben noch geschlossen, und die Kontakte 26i2, 27i2 bleiben noch
kurze Zeit offen. Der Kondensator K3 ist über den Kontakt 22ii in einen Stromkreis
eingeschaltet, über welchen der Kondensator K3 entladen und der Kondensator K2 geladen
wird. Nach dem Abfallen des Relais J2 und Schließen des Kontaktes 26i2 wird auch
der Kondensator K2 entladen. Gleichzeitig erhält der Antriebsmagnet Dms und das
parallel zu ihm liegende Hilfsrelais V Strom 28CI, 27i V
2, 29e,
DmS -
Das Relais V öffnet den Kontakt io v und schließt die Kontakte 30v,
31v. Kontakt 32c ist geschlossen, so daß das Relais C weiter angesprochen bleibt.
Bei ordnungsmäßiger Stromstoßgabe und -teilung, z. B. Relais A während jedes Stromstoßes
6o ms abgefallen und 4o ms angesprochen, fällt das Relais J2 vor dem Wiederansprechen
des Relais A ab. Über den Kontakt 26i2 und den Widerstand 33 werden beide Kondensatoren
K2 und K3 vollkommen entladen. Bei Wiederansprechen des Relais A wird über den Kontakt
2iii kein Stromkreis für das Relais Spi hergestellt, da der Kontakt 23i2 offen ist
und beim Schließen dieses Kontaktes der Kondensator K2 bereits entladen ist.
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Wenn bei zu schneller Stromstoßgabe das Relais .A anspricht, bevor
das Relais J2 abgefallen ist, liegt das Relais Sp i nach dem Schließendes Kontaktes
2i i i in einem Entladestromkreis des Kondensators K2. B. -f-, K2, 2IiI, 2322, SPI,
+. Relais Sp i spricht auf den Entladestrom an und führt die erforderlichen Sperrmaßnahmen
durch. Es legt sich am Kontakt 34sP I in einen vom Kontakt 35c1 abhängigen Haltestromkreis.
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Durch Öffnen der Kontakte 37sPI und 38sPI werden die Sprechadern aufgetrennt.
Über die Kontakte 39 sP I und 4o sP I werden die Wicklungen T und I1 eines Transformators
TR angeschaltet. An der Wicklung III des Transformators liegt der Besetztsummer
Bes. Der Teilnehmer erhält das Besetztzeichen und legt auf. Die Relais C und CI
bleiben, da die Kontakte 8i2 und iii2 geschlossen sind, angesprochen.
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Um ein sicheres Ansprechen des Sperrelais Sp i auch dann im Kondensatorstromkreis
zu sichern, wenn es mehrere Kontakte zu steuern hat, kann das Sperrelais Sp i auch
ein Hilfsrelais einschalten, welches die Sperrmaßnahmen durchführt. An Stelle einer
Auftrennung der Sprechadern kann auch in üblicher Weise durch Unterbrechung des
Belegungsstromkreises der Amtsleitung AL in der Teilnehmerschaltung der Fangzustand
herbeigeführt werden. Wenn bei zu langsamer Stromstoßgabe der Kontakt 2a für eine
solche Zeit geöffnet bleibt, daß nach Abfall des vom Kontakt 2a ebenfalls ausgeschalteten
Relais J2 mit langen Schaltzeiten das Steuerrelais C, welches eine Abfallzeit von
vielleicht 9o ms hat, am Kontakt 8 i 2 für eine seine Abfallzeit übersteigende Zeit
stromlos ist, wird das Sperrelais Sp i eingeschaltet. 9. +, 41c, 31v, II SP I, -.
Das Relais Sp i legt sich in einen Haltestromkreis und führt die Sperrmaßnahmen
durch. Das gleichzeitig mit der Einschaltung des Relais Sp i durch Öffnen des Kontaktes
29c ausgeschaltete Hilfsrelais V hat Abfallverzögerung, so daß das Ansprechen des
Sperrelais Sp i über den Stromkreis 9 gesichert ist.
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Fig. ->. Gezeigt ist nur die gegenüber der Fig. 1 geänderte Einschaltung
der Sperrelais Sp i bei zu schneller Stromstoßgabe.
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Die nicht gezeigten Relais J3 und 14 werden in derselben Weise eingeschaltet
wie die Relais J i und J2 in Fig. i. Die Kontakte 51i3, 52i3 werden vom Relais J3
mit kurzen Schaltzeiten und die Kontakte 5324 54z4 vom Relais J4 mit langen Schaltzeiten
beherrscht.
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In der Ruhelage ist der Kondensator K4 über den Widerstand 55 entladen.
Nach der Belegung wird der Kontakt 5Ii3 geöffnet. Der Kontakt 52i3 wird geschlossen.
Darauf wird der Kontakt 534 geöffnet und der Kontakt 544 geschlossen. Bei der Aufnahme
eines Stromstoßes (Stromunterbrechung) erfolgt die Umlegung des Wechselkontaktes
51i3/52i3 in die gezeigte Ruhelage. Der Kondensator K4 wird geladen. 10. -f-, 544
K4, 5Ii3, 56, --
Fällt auch das Relais 14 mit den langen Schaltzeiten ab,
so wird der Kondensator K4 über den Kontakt 534 und den Widerstand 55 entladen.
Bei Beendigung des Stromstoßes, Wiedereintreten des Stromflusses über die Leitung
und Wiedereinschalten der Relais J3 und J4 wird zuerst das Sperrelais Spi über den
Kontakt .52i3 wirkungslos an den entladenen Kondensator K4 angeschaltet. Darauf
wird durch den Kontakt 544 der Pluspol der Batterie, welcher auch an der Wicklung
des Sperrelais liegt, an die obere Belegung des Kondensators K4 angelegt.
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Dieselben Schaltvorgänge wiederholen sich bei Aufnahme der nächsten
Stromstöße und Abfallen des Relais A sowie der Relais J3 und J4.
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Wird die Stromstoßgabe, sei es durch Störung im Stromstoßsender oder
durch eine willkürliche Maßnahme des Teilnehmers, derart beschleunigt, daß nach
dem Abfall des Relais J3 und Öffnen des Kontaktes 52i3 dieses Relais wieder anspricht,
bevor der Kontakt 544 durch das Relais J4 mit langen Schaltzeiten geöffnet
wird, so spricht das Relais Sp i in folgendem Kondensatorentladestromkreis an: II.
+, 544 K4, 52i3, ISPI, -I--# Die in Frage kommenden Sperrumschaltungen werden
durchgeführt.
Fg. 3. Der Kondensator K5 ist in der Ruhelage der
Anlage über den Kontakt 6oi6 und den Widerstand 67 entladen. Das Relais J6 mit langen
Schaltzeiten wird von dem bei der Belegung des Wählers über den Kontakt 61a eingeschalteten
Relais J5 mit kurzen Schaltzeiten am Kontakt 62i5 eingeschaltet. Der Wicklung
I des Relais J6 liegt der Regelwiderstand 63 parallel. Bei Schließung des Kontaktes
64i5 wird der entladene Kondensator K6 parallel zum Sperrelais SP i gelegt. , Nach
dem Ansprechen des Relais J6 ist Pluspotential über den Kontakt 66i6 an das Relais
SPi und den parallel liegenden Kondensator K5 angelegt.
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Bei Aufnahme eines Stromstoßes, öffnen des Kontaktes 61 a und Abfall
des Relais J 5 wird der Kondensator K5 geladen. 12. +, 66i6, K5, 65i5, 68, -. Schließt
auch der Kontakt 6oi6, so entladet sieh der Kondensator K5. Bei Beendigung des Stromstoßes
und Schließen des Kontaktes 61a wird der bei Belegung des Wählers vorhandene Zustand
wieder hergestellt. Beim Schließen des Kontaktes 545 liegt der Kondensator K 5 parallel
zum Relais SP i. Schließt darauf der Kontakt 66i6, so hat auch dieses keinen Einfluß
auf den Kondensator K5 und das Relais Spi.
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Spricht bei beschleunigter Stromstoßgabe das Relais J5 an und schließt
den Kontakt 645, bevor das Relais 16 abgefallen ist und der Kontakt 66i6/
6oi6 in die gezeigte Ruhelage zurückgelegt wurde, so liegt der geladene. Kondensator
K5 in einem Entladestromkreis über das Relais SP i 13. K5, ISpi, 64i5, K5. Relais
Sp i spricht an. Fig. 4. Bei der Belegung des Wählers und Schließen des Kontaktes
Boa erhält das Relais J9 mit kurzen Schaltzeiten Strom über den Kontakt 81iio. Gleichzeitig
erhält auch Relais Jio mit langen Schaltzeiten Strom. Kontakt 82ig wird geöffnet.
Der Kontakt 83ig, welcher den Kontakt 81iio überbrückt, wird geschlossen. Spricht
das Relais Jio mit den langen Schaltzeiten an, so wird Kontakt 81iio geöffnet. Kontakt
86i io wird geschlossen.
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Bei Einlaufen eines Stromstoßes wird Kontakt Boa geöffnet. Relais
jg-fällt schnell ab und schließt den Kontakt 82 i g. Relais Sp i kann aber nicht
ansprechen, da der Kontakt Boa offen ist. Relais Jio fällt verzögert ab und bereitet
das Ansprechen des Relais ig am Kontakt 81iio vor. Erfolgt die Schließung des Kontaktes
Boa nach Ablauf der vorgesehenen Zeit, so ist das Relais jio bereits abgefallen.
Relais jg öffnet den Kontakt 82ig, bevor der Kontakt 86iio geschlossen wird.
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Wird bei zu schneller Stromstoßgabe der Kontakt Boa geschlossen, bevor
das Relais Jio abgefallen ist, so wirkt sich die Schließung des Kontaktes Boa unmittelbar
auf das Relais Spz aus. Dieses kann ansprechen. Das Ansprechen des Relais j9 ist
verhindert, denn der Kontakt 81 i io wird durch das wieder unter Strom stehende
Relais Jio offen gehalten. Fig. 5. Als Relais mit verschieden langen Schaltzeiten
dienen das den Kontakt goa beherrschende Speisebrückenrelais und das von diesem
eingeschaltete Relais jzi. Der Kondensator K6 liegt über den niederohnügen Widerstand
92 und den Kontakt gurr in einem Entladestromkreis. 93 ist ein hoher Widerstand.
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Beim Schließen des Kontaktes goa spricht das Relais Jii infolge des
Parallelwiderstandes 94 verzögert an. Das Relais Sp i erhält im Stromkreis 14- -I-,
goä, G3, ISPi, 93, -keinen ausreichenden Ansprechstrom. Der Konden-Bator
K6 wird über den hohen Widerstand g3 aufgeladen. Der erste Stromstoß läuft ein.
Kontakt goä öffnet, Relais lii fällt verzögert ab. Der Kondensator K6 entladet sich
über -den Widerstand 92 und den Kontakt giiii.
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Der Kontakt goa wird wieder geschlossen, die Schaltvorgänge wickeln
sich in der beschriebenen Reihenfolge ab.
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Wird bei zu schneller Stromstoßgabe der Kontakt goa bereits geschlossen,
wenn das Relais jii noch nicht abgefallen ist, so entladet sich der Kondensator
K6 über das Relais SPi. =5. -E-, goa, G3, ISpi, K6, +. Relais SP i spricht an und
führt die vorgesehenen Sperrmaßnahmen durch.