[go: up one dir, main page]

DE946295C - Schaltungsanordnung zur Verhinderung einer falschen Waehlereinstellung durch anomale Stromstossgabe, insbesondere fuer Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Verhinderung einer falschen Waehlereinstellung durch anomale Stromstossgabe, insbesondere fuer Fernsprechanlagen

Info

Publication number
DE946295C
DE946295C DES41411A DES0041411A DE946295C DE 946295 C DE946295 C DE 946295C DE S41411 A DES41411 A DE S41411A DE S0041411 A DES0041411 A DE S0041411A DE 946295 C DE946295 C DE 946295C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
switching times
current
contact
capacitor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES41411A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Helmut Fuss
Ludwig Spiess
Fritz Villinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES41411A priority Critical patent/DE946295C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE946295C publication Critical patent/DE946295C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung zur Verhinderung einer falschen Wählereinstellung durch anomale Stromstoßgabe, insbesondere für Fernsprechanlagen Um eine betriebssichere Einstellung von Wählern durch Stromstöße zu erreichen, müssen diese ein bestimmtes Verhältnis von Stromschluß zu Stromunterbrechung aufweisen, und die Zahl der in einer bestimmten, Zeit einlaufenden Stromstöße muß sich innerhalb bestimmter, den j eweils verwendeten Wählern entsprechenden Grenzen halten. Durch zu schnell aufeinanderfolgende Stromstöße, bei denen die Dauer jeder Stromschließung und/oder -unterbrechung eine bestimmte Zeit unterschreitet, kommt es vor, daß Wähler nicht eine der Zahl der Stromstöße entsprechende Zahl von Kontaktschritten ausführen, weil die Antriebseinrichtungen der Wähler den Stromschließungen und -öffnungen nicht regelmäßig folgen können. Die Folge ist eine Fehleinstellung.
  • Sind in Fernmeldeanlagen, insbesondere in Fernsprechanlagen, gleichzeitig mit den Wählern, über welche eine Verbindung herzustellen ist, zum Zwecke der Verkehrsrichtungsbestimmung, der Gebührenermittlung oder in Nebenstellenanlagen der Verhinderung unerlaubter Verbindungen u. dgl. auch Kontrollwähler, Mitlaufwähler, einzustellen, so kommt es vor, daß bei anomaler Stromstoßgabe wohl die Verbindungswähler, aber nicht Kontroll- und Kennzeichnungswähler ordnungsmäßig eingestellt werden. Das hat beispielsweise zur Folge, daß für Verbindungen zu hohe oder zu niedrige Gebühren angerechnet werden, daß verkehrsbeschränkte Teilnehmer Verbindungen erhalten, die herzustellen sie nicht berechtigt sind od. dgl. Die anomale Stromstoßgabe (zu schnelle oder zu langsame) kann durch nicht einwandfreies Arbeiten des Stromstoßsenders oder absichtlich vom anrufenden Teilnehmer herbeigeführt werden, wenn dieser auf diesem Wege versuchen will, beispielsweise eine für ihn nicht zugelassene Verbindung zu erhalten.
  • Beschleunigt der Teilnehmer den Ablauf seiner Fingerscheibe, so kommt es vor, daß von n ausgesandten Stromstößen, die sämtlich noch die Verbindungswähler einstellen können, einer oder einige nicht zur Fortschaltung eines Mitlaufwählers führen. Dieser Mitläufer wird nicht in die Stellung gebracht, in der z. B. in Abhängigkeit von der Verkehrsberechtigungskennzeichnung des anrufenden Teilnehmers die Vollendung der versuchten Verbindung verhindert wird.
  • Bei einer zu langsamen Stromstoßgabe kann ein Mitläufer durch Stromstöße ordnungsmäßig eingestellt werden. Es kommt aber auch vor, daß eine Stromstoßreihe mit n Stromstößen für den Kontrollwähler sich wie zwei Stromstoßreihen auswirkt, weil zwischen zwei Stromstößen ein Steuerrelais abfallen konnte. Auch in diesem Fall ist es möglich, daß die Verbindungswähler selbst noch ordnungsmäßig eingestellt werden.
  • Die Erfindung zeigt einen einfachen und betriebssicheren Weg, die falsche Einstellung von Wählern bei anomaler Stromstoßgabe zu verhindern. Sie besteht darin, daß zwei Relais mit verschieden langen Schaltzeiten während jeder Stromschließung und Stromunterbrechung nacheinander ihre Kontakte von der einen in die andere Schaltstellung umlegen und daß bei Beendigung eines Stromstoßes (z. B. Stromunterbrechung), bevor das durch denselben beeinflußte Relais mit langen Schaltzeiten den Schaltzustand (z. B. Anker abgefallen), den es während des bereits beendeten Stromstoßes einnehmen soll, erreicht hat, durch Kontakte beider Relais die Einschaltung eines die anomale Stromstoßgabe kennzeichnenden Relais, ein Sperrelais, herbeigeführt wird.
  • Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung wird bei zu langsamer Stromstoßgabe eine Falscheinstellung von Wählern dadurch vermieden, daß das Relais mit den langen Schaltzeiten im Zusammenwirken - mit einem Steuerrelais das Sperrelais zur Wirkung bringt.
  • Als Relais mit verschieden langen Schaltzeiten können zwei von einem Stromstoßempfangsrelais eingeschaltete Relais dienen.
  • Das Stromstoßempfangsrelais selbst kann als Relais mit kurzen Schaltzeiten verwendet werden, und ein von- diesen eingeschaltetes Relais ist das Relais mit langen Schaltzeiten..
  • Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung wird bei zu schneller Stromstoßgabe das Sperrelais in einen Kondensatorstromkreis eingeschaltet, bevor das Relais mit den langen Schaltzeiten den während des Stromstoßes üblichen Schaltzustand eingenommen hat.
  • Es ist auch möglich, ohne Verwendung von Kondensatorstrom das Sperrelais bei zu schneller Stromstoßgabe durch das Zusammenwirken der beiden Relais mit verschieden langen Schaltzeiten einzuschalten, wie aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich ist.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es sind nur- die zum Verständnis der Erfindung erforderlichen Stromkreise und Schaltmittel veranschaulicht. Es zeigt Fig. i die Anwendung der Erfindung bei einem Mitlaufwähler, welcher einer Verbindungsleitung, z. B. einer Amtsleitung in Nebenstellenanlagen, zugeordnet ist, mit zwei vom Stromstoßempfangsrelais einzuschaltenden Relais mit verschiedenen Schaltzeiten; das Sperrelais spricht bei zu schneller Stromstoßgabe in einem Kondensatorstromkreis an; Fig. 2 und 3 zeigen Abänderungen der Schaltungen nach Fig. i zur Einschaltung des Sperrelais bei zu schneller Stromstoßgabe; Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem das Sperrelais ohne Anwendung von Kondensatorströmen zum Ansprechen gebracht wird, Fig. 5 eine Anordnung, bei' der das Stromstoßempfangsrelais selbst als Relais mit kurzen Schaltzeiten und ein von diesen eingeschaltetes Relais als Relais mit langen Schaltzeiten dient.
  • Die Erfindung ist nicht nur zur Verhinderung unerlaubter Verbindungen, sondern mit gleichem Erfolg auch für andere Zwecke anwendbar, z. B. dann, wenn durch. eine anomale (zu schnelle oder zu langsame) Strornstoßgabe eine Anrechnung der für eine herzustellende Verbindung in Frage kommenden Gebühr verhindert werden kann, während die Verbindungswähler selbst durch diese Stromstoßgabe noch eingestellt werden können.
  • Fig. i. Das Relais A spricht bei Schließung des Speisestromkreises für die anrufende Stelle an. Der Kontakt ia in der oberen Sprechader der Verbindungsleitung wird geschlossen. Die beiden Relais J1 und J2 i mit verschieden langen Schaltzeiten werden eingeschaltet. Das Relais J i ist das Relais mit kurzen Schaltzeiten. Das Relais J2 hat lange Schaltzeiten. Es spricht mithin etwas verzögert an und fällt auch verzögert ab.
  • Der Kondensator K3 wird geladen, und die Relais C und Ci sprechen an: 2. +, K3, 6ii, 7, -.
  • 3. +, 8i2, g c i, IC, 1I C, io v, Wählerarm ii (Stellung o), . . , -.
  • q.. +, 12i2, 1C1, -. Das Relais C i spricht verzögert an, denn der in der Ruhelage im Stromkreis 5. -f-, 13i2, 14c1, 15, Ki, 16ii, 17, -geladene Kondensator Ki entladet sich über die differential geschaltete Wicklung II des Relais C i .6. -, 17, 16c1, Ki, 15; 14c1, 18i2, IICi, -. Am Kontakt igc wird die Wicklung I des Relais C durch den Widerstand 2o überbrückt. Das Relais C erhält Abfallverzögerung.
  • Ein erster Stromstoß läuft ein. Das Relais A fällt ab und öffnet den Stromkreis i für'die beiden Relais JI und J2. Relais JI fällt schneller ab als Relais J2, welches eine Abfallzeit von vielleicht 30 ms hat. Es werden geöffnet die Kontakte 6i i, Zi i i. Geschlossen wird der Kontakt 22ii. Die Kontakte 8i2, 23i2, 12i2, 18i2 bleiben noch geschlossen, und die Kontakte 26i2, 27i2 bleiben noch kurze Zeit offen. Der Kondensator K3 ist über den Kontakt 22ii in einen Stromkreis eingeschaltet, über welchen der Kondensator K3 entladen und der Kondensator K2 geladen wird. Nach dem Abfallen des Relais J2 und Schließen des Kontaktes 26i2 wird auch der Kondensator K2 entladen. Gleichzeitig erhält der Antriebsmagnet Dms und das parallel zu ihm liegende Hilfsrelais V Strom 28CI, 27i V 2, 29e, DmS - Das Relais V öffnet den Kontakt io v und schließt die Kontakte 30v, 31v. Kontakt 32c ist geschlossen, so daß das Relais C weiter angesprochen bleibt. Bei ordnungsmäßiger Stromstoßgabe und -teilung, z. B. Relais A während jedes Stromstoßes 6o ms abgefallen und 4o ms angesprochen, fällt das Relais J2 vor dem Wiederansprechen des Relais A ab. Über den Kontakt 26i2 und den Widerstand 33 werden beide Kondensatoren K2 und K3 vollkommen entladen. Bei Wiederansprechen des Relais A wird über den Kontakt 2iii kein Stromkreis für das Relais Spi hergestellt, da der Kontakt 23i2 offen ist und beim Schließen dieses Kontaktes der Kondensator K2 bereits entladen ist.
  • Wenn bei zu schneller Stromstoßgabe das Relais .A anspricht, bevor das Relais J2 abgefallen ist, liegt das Relais Sp i nach dem Schließendes Kontaktes 2i i i in einem Entladestromkreis des Kondensators K2. B. -f-, K2, 2IiI, 2322, SPI, +. Relais Sp i spricht auf den Entladestrom an und führt die erforderlichen Sperrmaßnahmen durch. Es legt sich am Kontakt 34sP I in einen vom Kontakt 35c1 abhängigen Haltestromkreis.
  • Durch Öffnen der Kontakte 37sPI und 38sPI werden die Sprechadern aufgetrennt. Über die Kontakte 39 sP I und 4o sP I werden die Wicklungen T und I1 eines Transformators TR angeschaltet. An der Wicklung III des Transformators liegt der Besetztsummer Bes. Der Teilnehmer erhält das Besetztzeichen und legt auf. Die Relais C und CI bleiben, da die Kontakte 8i2 und iii2 geschlossen sind, angesprochen.
  • Um ein sicheres Ansprechen des Sperrelais Sp i auch dann im Kondensatorstromkreis zu sichern, wenn es mehrere Kontakte zu steuern hat, kann das Sperrelais Sp i auch ein Hilfsrelais einschalten, welches die Sperrmaßnahmen durchführt. An Stelle einer Auftrennung der Sprechadern kann auch in üblicher Weise durch Unterbrechung des Belegungsstromkreises der Amtsleitung AL in der Teilnehmerschaltung der Fangzustand herbeigeführt werden. Wenn bei zu langsamer Stromstoßgabe der Kontakt 2a für eine solche Zeit geöffnet bleibt, daß nach Abfall des vom Kontakt 2a ebenfalls ausgeschalteten Relais J2 mit langen Schaltzeiten das Steuerrelais C, welches eine Abfallzeit von vielleicht 9o ms hat, am Kontakt 8 i 2 für eine seine Abfallzeit übersteigende Zeit stromlos ist, wird das Sperrelais Sp i eingeschaltet. 9. +, 41c, 31v, II SP I, -. Das Relais Sp i legt sich in einen Haltestromkreis und führt die Sperrmaßnahmen durch. Das gleichzeitig mit der Einschaltung des Relais Sp i durch Öffnen des Kontaktes 29c ausgeschaltete Hilfsrelais V hat Abfallverzögerung, so daß das Ansprechen des Sperrelais Sp i über den Stromkreis 9 gesichert ist.
  • Fig. ->. Gezeigt ist nur die gegenüber der Fig. 1 geänderte Einschaltung der Sperrelais Sp i bei zu schneller Stromstoßgabe.
  • Die nicht gezeigten Relais J3 und 14 werden in derselben Weise eingeschaltet wie die Relais J i und J2 in Fig. i. Die Kontakte 51i3, 52i3 werden vom Relais J3 mit kurzen Schaltzeiten und die Kontakte 5324 54z4 vom Relais J4 mit langen Schaltzeiten beherrscht.
  • In der Ruhelage ist der Kondensator K4 über den Widerstand 55 entladen. Nach der Belegung wird der Kontakt 5Ii3 geöffnet. Der Kontakt 52i3 wird geschlossen. Darauf wird der Kontakt 534 geöffnet und der Kontakt 544 geschlossen. Bei der Aufnahme eines Stromstoßes (Stromunterbrechung) erfolgt die Umlegung des Wechselkontaktes 51i3/52i3 in die gezeigte Ruhelage. Der Kondensator K4 wird geladen. 10. -f-, 544 K4, 5Ii3, 56, -- Fällt auch das Relais 14 mit den langen Schaltzeiten ab, so wird der Kondensator K4 über den Kontakt 534 und den Widerstand 55 entladen. Bei Beendigung des Stromstoßes, Wiedereintreten des Stromflusses über die Leitung und Wiedereinschalten der Relais J3 und J4 wird zuerst das Sperrelais Spi über den Kontakt .52i3 wirkungslos an den entladenen Kondensator K4 angeschaltet. Darauf wird durch den Kontakt 544 der Pluspol der Batterie, welcher auch an der Wicklung des Sperrelais liegt, an die obere Belegung des Kondensators K4 angelegt.
  • Dieselben Schaltvorgänge wiederholen sich bei Aufnahme der nächsten Stromstöße und Abfallen des Relais A sowie der Relais J3 und J4.
  • Wird die Stromstoßgabe, sei es durch Störung im Stromstoßsender oder durch eine willkürliche Maßnahme des Teilnehmers, derart beschleunigt, daß nach dem Abfall des Relais J3 und Öffnen des Kontaktes 52i3 dieses Relais wieder anspricht, bevor der Kontakt 544 durch das Relais J4 mit langen Schaltzeiten geöffnet wird, so spricht das Relais Sp i in folgendem Kondensatorentladestromkreis an: II. +, 544 K4, 52i3, ISPI, -I--# Die in Frage kommenden Sperrumschaltungen werden durchgeführt. Fg. 3. Der Kondensator K5 ist in der Ruhelage der Anlage über den Kontakt 6oi6 und den Widerstand 67 entladen. Das Relais J6 mit langen Schaltzeiten wird von dem bei der Belegung des Wählers über den Kontakt 61a eingeschalteten Relais J5 mit kurzen Schaltzeiten am Kontakt 62i5 eingeschaltet. Der Wicklung I des Relais J6 liegt der Regelwiderstand 63 parallel. Bei Schließung des Kontaktes 64i5 wird der entladene Kondensator K6 parallel zum Sperrelais SP i gelegt. , Nach dem Ansprechen des Relais J6 ist Pluspotential über den Kontakt 66i6 an das Relais SPi und den parallel liegenden Kondensator K5 angelegt.
  • Bei Aufnahme eines Stromstoßes, öffnen des Kontaktes 61 a und Abfall des Relais J 5 wird der Kondensator K5 geladen. 12. +, 66i6, K5, 65i5, 68, -. Schließt auch der Kontakt 6oi6, so entladet sieh der Kondensator K5. Bei Beendigung des Stromstoßes und Schließen des Kontaktes 61a wird der bei Belegung des Wählers vorhandene Zustand wieder hergestellt. Beim Schließen des Kontaktes 545 liegt der Kondensator K 5 parallel zum Relais SP i. Schließt darauf der Kontakt 66i6, so hat auch dieses keinen Einfluß auf den Kondensator K5 und das Relais Spi.
  • Spricht bei beschleunigter Stromstoßgabe das Relais J5 an und schließt den Kontakt 645, bevor das Relais 16 abgefallen ist und der Kontakt 66i6/ 6oi6 in die gezeigte Ruhelage zurückgelegt wurde, so liegt der geladene. Kondensator K5 in einem Entladestromkreis über das Relais SP i 13. K5, ISpi, 64i5, K5. Relais Sp i spricht an. Fig. 4. Bei der Belegung des Wählers und Schließen des Kontaktes Boa erhält das Relais J9 mit kurzen Schaltzeiten Strom über den Kontakt 81iio. Gleichzeitig erhält auch Relais Jio mit langen Schaltzeiten Strom. Kontakt 82ig wird geöffnet. Der Kontakt 83ig, welcher den Kontakt 81iio überbrückt, wird geschlossen. Spricht das Relais Jio mit den langen Schaltzeiten an, so wird Kontakt 81iio geöffnet. Kontakt 86i io wird geschlossen.
  • Bei Einlaufen eines Stromstoßes wird Kontakt Boa geöffnet. Relais jg-fällt schnell ab und schließt den Kontakt 82 i g. Relais Sp i kann aber nicht ansprechen, da der Kontakt Boa offen ist. Relais Jio fällt verzögert ab und bereitet das Ansprechen des Relais ig am Kontakt 81iio vor. Erfolgt die Schließung des Kontaktes Boa nach Ablauf der vorgesehenen Zeit, so ist das Relais jio bereits abgefallen. Relais jg öffnet den Kontakt 82ig, bevor der Kontakt 86iio geschlossen wird.
  • Wird bei zu schneller Stromstoßgabe der Kontakt Boa geschlossen, bevor das Relais Jio abgefallen ist, so wirkt sich die Schließung des Kontaktes Boa unmittelbar auf das Relais Spz aus. Dieses kann ansprechen. Das Ansprechen des Relais j9 ist verhindert, denn der Kontakt 81 i io wird durch das wieder unter Strom stehende Relais Jio offen gehalten. Fig. 5. Als Relais mit verschieden langen Schaltzeiten dienen das den Kontakt goa beherrschende Speisebrückenrelais und das von diesem eingeschaltete Relais jzi. Der Kondensator K6 liegt über den niederohnügen Widerstand 92 und den Kontakt gurr in einem Entladestromkreis. 93 ist ein hoher Widerstand.
  • Beim Schließen des Kontaktes goa spricht das Relais Jii infolge des Parallelwiderstandes 94 verzögert an. Das Relais Sp i erhält im Stromkreis 14- -I-, goä, G3, ISPi, 93, -keinen ausreichenden Ansprechstrom. Der Konden-Bator K6 wird über den hohen Widerstand g3 aufgeladen. Der erste Stromstoß läuft ein. Kontakt goä öffnet, Relais lii fällt verzögert ab. Der Kondensator K6 entladet sich über -den Widerstand 92 und den Kontakt giiii.
  • Der Kontakt goa wird wieder geschlossen, die Schaltvorgänge wickeln sich in der beschriebenen Reihenfolge ab.
  • Wird bei zu schneller Stromstoßgabe der Kontakt goa bereits geschlossen, wenn das Relais jii noch nicht abgefallen ist, so entladet sich der Kondensator K6 über das Relais SPi. =5. -E-, goa, G3, ISpi, K6, +. Relais SP i spricht an und führt die vorgesehenen Sperrmaßnahmen durch.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung zur Verhinderung eines falschen Wählereinstellung durch anomale Stromstoßgabe, insbesondere für Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Relais (z. B. Ji, J2) mit verschieden langen Schaltzeiten während jeder Stromschließung und Stromunterbrechung nacheinander ihre Kontakte von der einen in die andere Schaltstellung umlegen und daß bei Beendigung eines Stromstoßes (Stromunterbrechung), bevor das durch denselben beeinflußte Relais (J2) mit langen Schaltzeiten den Schaltzustand (Anker abgefallen), den es während des bereits beendeten Stromstoßes einnehmen soll, erreicht hat, über Kontakte (21i 1, 23i2) beider Relais (J i, J2) die Einschaltung eines die anomale Stromstoßgabe kennzeichnenden Relais (Sperrelais Sp i) herbeigeführt wird. . 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei zu langsamer Stromstoßgabe das Relais (J2) mit langen Schaltzeiten im Zusammenwirken mit einem Steuerrelais (C) das Sperrrelais (Sp i) zur Wirkung bringt. 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Relais (Ji, J2) von dem Stromstoßempfangsrelais (A) eingeschaltet werden. 4. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromstoßempfangsrelais (A) das Relais mit kurzen Schaltzeiten und ein von ihm eingeschaltetes Relais (Jii) das Relais mit den langen Schaltzeiten ist (Fig. 5). 5. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais mit - kurzen Schaltzeiten das Sperrelais (Sp i) in einen Kondensatorstromkreis einschaltet, bevor das Relais (J2) mit langen Schaltzeiten den während des Stromstoßes (Stromunterbrechung) üblichen Schaltzustand (abgefallen) eingenommen hat. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein während der Aufnahme eines Stomstoßes (Stromunterbrechung) geladener Kondensator (K3) nach Beendigung des Stromstoßes in einen über einen zweiten Kondensator @K2) verlaufenden Entladestromkreis gelegt wird und dieser zweite Kondensator- (K2) bei Einlaufen des nächsten Stromstoßes vor dem Abfall des Relais (J2) mit langen Schaltzeiten in einen Entladestromkreis über das Sperrelais geschaltet wird. 7. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein während einer Stromstoßreihe erregtes Hilfsrelais (V) mit Abfallverzögerung den Stromkreis des Sperrelais (Sp i) vorbereitet (31v), der durch das bei zu langsamer Stromstoßgabe abfallende Steuerrelais (C) geschlossen wird (41c). B. Anordnung nach Anspruch3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kondensator (K4 in Fig.
  2. 2, K5 in Fig. 3) geladen wird, wenn das Relais (J3, J5) mit kurzen Schaltzeiten abgefallen und das Relais (J4, J6) mit langen Schaltzeiten angesprochen ist und in einen über das Sperrelais (SP i) verlaufenden Entladestromkreis eingeschaltet wird, wenn das Relais (J3, J5) mit kurzen Schaltzeiten vor dem Abfall des Relais (J4, J6) mit langen Schaltzeiten anspricht. g. Anordnung nach Anspruch3, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (Jio) mit langen Schaltzeiten bei seinem Ansprechen den Erregerstromkreis für das Relais (J9) mit kurzen Schaltzeiten öffnet (82 i io) und einen über einen Kontakt (82 i,9) des genannten Relais (J9) verlaufenden Stromkreis für das Sperrelais (Sp i) vorbereitet (86i io), wel£her geschlossen wird, wenn der Kontakt (8oa) des die Stromstöße aufnehmenden Relais (A) geschlossen wird, bevor das durch die vorübergehende Öffnung dieses Kontaktes ausgeschaltete Relais (Jio) mit langen Schaltzeiten abgefallen ist (Fig. 4). io. Anordnung nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, daß ein Ladestromkreis für einen Kondensator (K6) geschlossen ist; wenn das Relais (Jii) mit langen Schaltzeiten angesprochen ist, und daß ein über das Sperrelais (Sp i) und den Stromstoßkontakt (9oa) verlaufender Entladestromkreis für den Kondensator (K6) geschlossen wird, wenn das Stromstoßempfangsrelais (A) den während der Stromstoßpause üblichen Schaltzustand (angesprochen) einnimmt, bevor das Relais (J11) mit langen Schaltzeiten abgefallen ist.
DES41411A 1954-10-31 1954-10-31 Schaltungsanordnung zur Verhinderung einer falschen Waehlereinstellung durch anomale Stromstossgabe, insbesondere fuer Fernsprechanlagen Expired DE946295C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES41411A DE946295C (de) 1954-10-31 1954-10-31 Schaltungsanordnung zur Verhinderung einer falschen Waehlereinstellung durch anomale Stromstossgabe, insbesondere fuer Fernsprechanlagen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES41411A DE946295C (de) 1954-10-31 1954-10-31 Schaltungsanordnung zur Verhinderung einer falschen Waehlereinstellung durch anomale Stromstossgabe, insbesondere fuer Fernsprechanlagen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE946295C true DE946295C (de) 1956-07-26

Family

ID=7483978

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES41411A Expired DE946295C (de) 1954-10-31 1954-10-31 Schaltungsanordnung zur Verhinderung einer falschen Waehlereinstellung durch anomale Stromstossgabe, insbesondere fuer Fernsprechanlagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE946295C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1027255B (de) * 1957-01-11 1958-04-03 Telefonbau & Normalzeit Gmbh Schaltungsanordnung zur zeitrichtigen und zeitgenauen UEbertragung von ueber Leitungen unterschiedlicher Laenge einlaufenden Impulsen
DE1128476B (de) * 1961-03-18 1962-04-26 Deutsche Telephonwerk Kabel Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen zur Verhinderung von Versuchen, die durch ein Sperrmitlaufwerk ausgeuebte UEberwachung zu umgehen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1027255B (de) * 1957-01-11 1958-04-03 Telefonbau & Normalzeit Gmbh Schaltungsanordnung zur zeitrichtigen und zeitgenauen UEbertragung von ueber Leitungen unterschiedlicher Laenge einlaufenden Impulsen
DE1128476B (de) * 1961-03-18 1962-04-26 Deutsche Telephonwerk Kabel Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen zur Verhinderung von Versuchen, die durch ein Sperrmitlaufwerk ausgeuebte UEberwachung zu umgehen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1251384B (de) Schaltungsanordnung mit einer Durchschaltematnx mit pnpn Dioden fur elektronische Fernsprechanlagen
DE946295C (de) Schaltungsanordnung zur Verhinderung einer falschen Waehlereinstellung durch anomale Stromstossgabe, insbesondere fuer Fernsprechanlagen
DE830529C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen und Waehlern mit nur einer Bewegungsrichtung
DE900362C (de) Schaltungsanordnung fuer vielgruppige Waehler mit einer Bewegungsrichtung in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
DE680313C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren in Reihe liegenden Vermittlungsstellen
DE689747C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
DE523121C (de) Schaltungsanordnung zur Zaehlung von Verbindungen in Fernsprechanlagen
DE709543C (de) Anordnung zum wahlweisen Anruf von an einer gemeinsamen Leitung liegenden Abzweigstellen in Fernmeldeanlagen
DE869084C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und Zweieranschluessen
DE544263C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei denen mehrere Teilnehmerstellen mit Telegraphen- oder Ferndruckapparaten ausgeruestet sind
DE322204C (de) Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen von Fernsprechaemtern mit selbsttaetigem oder halbselbsttaetigem Betrieb
DE619337C (de) Schaltugnsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden wahlweise anrufbaren Abzweigstellen
DE856906C (de) Schaltungsanordnung zur Feststellung der Wertigkeit von auf Nummernstromstossempfaenger einwirkenden Nummernstromstossreihen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
DE925655C (de) Schaltungsanordnung fuer Zweieranschluesse
DE956595C (de) Schaltungsanordnung fuer Einrichtungen zur Auswertung von Kennzahlen entsprechenden Stromstossreihen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE954886C (de) Numerischer Waehler fuer automatische Fernsprechanlagen
DE553087C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und Teilnehmer verschiedener Verkehrsberechtigung
DE566201C (de) Schaltungsanordnung fuer eine mit mehreren Abzweigstellen versehene Verbindungsleitung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DES0041411MA (de)
DE408596C (de) Schaltungsanordnung fuer selbsttaetige oder halbselbsttaetige Fernsprechanlagen mit Mehrfachanschluessen
DE433283C (de) Schaltungsanordnung zur Zaehlung verschiedenwertiger Verbindungen in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE765209C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, zur Kennzeichnung von Anrufen besonderer Sprechstellen in einer Vermittlungsstelle
DE689899C (de) Schaltungsanordnung fuer Stromstossuebertrager in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE641095C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE808596C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit Zweieranschluessen