DE6608576U - Seitendruecker fuer ueberhol-, spitzen- und ballenklebezwickmaschinen. - Google Patents
Seitendruecker fuer ueberhol-, spitzen- und ballenklebezwickmaschinen.Info
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Description
RA. «3251*25.7.68 *,$
A. 6610 15. 7. 1968
Seitendrücker für Überhol-, Spitzen- und_Ballenklebezwickmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf Seitendrücker für Überhol-, Spitzen- und Ballenklebeiwickraaschinen zur Herstellung von
gesprengten Daraen- und Herrenschuhen, insbesondere auf hydraulischen Schuhzwickmaschinen, mit denen das Überholen
dos Schaftes sowie das Zwicken der Schuhspitze und des
Balleno in einem Arbeitsgang vorzugsweise unter hydraulischer oder pneumatischer Druckerzeugung erfolgt.
Bei den bekannten Maschinen dieser Art wird der Uberholvorgang bekanntlich durch Zangen ausgeführt, welche den Schaftrand
sowohl an der Spitze als auch paarweise zu beiden Seiten derselben erfassen und ausziehen» wodurch das Oberleder
über den Leistenrist gespannt wird. Anschliessend wird das Leder durch seitlich einschwenkende Überschieber,
aus den Zangen unter Nachlassen der Zangenspannung herausgezogen und der Leistenform im Bereich der Brandsohle aufgepresst.
Dabei wird der vorher aktivierte Kleber des übe*· die Brandsohle gelegten Zwickeinschlages unter Druck zur
Herstellung einer Zwickverbindung zwischen Schaft und Brandsohle benutzt. Bei einem anderen Verfahren wird heisses,
flüssiges Bindemittel vor dem Überholen unter Druck auf die
— 2 —
Sohlenpartie gespritzt und unter Andruck der Scheren und Warmezuführung eine Klebeverbindung erzielt.
Bei der Fertigung von Hand drückt der Schuhwerker den mit der Spitze nach vorn zeigenden Schaft mit der Ballen- und
Handwurzelpartie beidseitig gegen die Brandsohle nach unten und bewirkt so ein gutes Anliegen des Schaftleders
auch im Bereich der Sprengung.
Bine bekannte UberhQlmanQhine versucht die Anlage des
Schaftee im Bereich der Sprengung durch gegliederte verschieb-
und einstellbare Klauen, die mechanisch gesteuert im Zusammenhang mit der einschwenkenden Spitzenschere in
der Ballenpartio des Schuhes wirksam werden. Dabei ist es von Nachteil, dass zwischen den gegliederten Überschieber*
und den Zangen der Ballenpartie infolge der Undurchdring«
lichkeit der Körper es zu einer Distanz an der Einwirkung und damit zum Rückrutschen des aufgezogenen Schaftleders
kommt.
Auch bei geteilten Spitzenzangen, die nach einer Bauform vorgeschlagen werden, bei der die einzelnen Überziehzangen
und die zugeordneten Zwickscheren gegliedert am Leisten angesetzt werden, war dieser Mangel nicht zu
beheben. Die so gefertigten Damenschuhe hatten in der mittleren, insbesondere in der Ballenpartie keine Fasson.
Beim Zwicken der Spitzen bis über den Ballen in einem
Arbeitsgang wird bei diesen und auch bei anderen Konstruk tionen der Schaft unter nachlassendem Zangendruck durch
die von au3sen kommenden, horizontal wirkenden überschieber
aus dem Zugmittel herausgezogen. Dabei löst sieh der Schaft in der Gelenkpartle aus der Zange, das
ausgezogene Leder schrumpft wieder und kann dann nur noch ohne oder mit stark reduzierter Spannung übergeholt, »h4
um dann mit verminderter Leistenanlage gezwickt zu werden. Die so gefertigten Schuhe zeigen evtl. sogar Palten und
eine in jedem Falle unerwünschte Formlosigkeit.
Es stellt sich daher die Aufgabe, den ausgereckten unter Spannung befindlichen Schaft im Bereich der Ballenpartie
so lange unter Spannung zu halten bis die Überschieberecheren
am Zwickeinschlag druckend und schiebend auch im Bereich der Sprengung den Kontakt zwischen Schaft
und Leisten einerseits sowie zwischen Zwickeinschlag und «randsohle andererseits herstellen und eir· Rückgleiten
durch Entspannen des Schaftleders nach obe'ti hin vermieden
werden kann.
Die Erfindung bedient sich paarweise wirkender Seitendrücker, die einseitig unter Federspannung stehend gegen
Anschlag gezogen werden und an einem gekröpften Hebelstück den Erfordernissen entsprechend geformte Druckstücke
aus Kunststoff oder einem anderen elastischen Material besitzen. Diese Druckteile schaffen eine Dreipunktauflage
im Ballenbereich und fixieren das ausgezogene Schaftleder
im Augenblick der Freigabe durch die Zangen, ehe sich die elastische Spannung wieder zurückzieht« Die Druckstücke
sind schwenkbar und drehbar; das spitzetiseitige halbkreis-
förmige befindet sich em unter Zugfederspannung gegen
Anschlag gehaltenen Hebelarm, ein sichelförmiges Ballendruckstück wirkt mit seinen Spitzen durch exzentrische
Planken eines schiefen asymmetrischen Kegelstumpfausschnittes
am gekröpften Hebelarm, der einer in zwei Richtungen schief und winklig angesetzten Gabel eine begrenzt« Schwenkung
des Druckstückes iii einer Vertikal ebene ao gestattet*
dass die Anlage bei den verschiedenen Schuhfo.raen gooiohert
ist. Sprengungsbedingte Neigungen des Dreipunktsystems werden,
wenn z.B. bei Modellwechsel notwendig, durch Drehen der Seitendrückerachse, die rechtwinklige Einstellung zur
Leistenoberfläche durch Veränderung der SeitendrUckerneigung vor dem Einsetzen des Schuhes eingestellt.
Zum mo"Jllbedingten Wechsel der Seitendrücker erhält das
SchwenkdruckstUck eine den Seitendrückerzylinder umfassende
Montageschelle, mit der Überzugfeder und Anschlagbügel verbunden sind. Die Oberflächenrauhigkeit und Elastizität
der Druckkörper wird dem Schaftmaterial angepasst und durch Auswahl von Sunimi» Kunststoff oder mit Leder ..azogenen
Schaumstoff teilen so variiert und elastisch gestaltet,,
dass die nach Lösen der Bolzenschraube oder des Spannringes austauschbaren Teile auch den empfindlichsten Ledern angepasst
werden können. Für Boxcalf z.B. wurden Vulkolan-Kunststoffteile
mit 95 shore Härte zweckentsprechend mit Erfolg eingesetzt.
Die in den Skizzen dargestellten und "beschriebenen konstruktivem Einzelheiten geben den Gedanken der Erfindung wieder,
ohne diese damit auf die vorliegende Ausbildungsform zu beschranken.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft dargestellf
f Es zeigen: '
Pig. 1 eine Draufsicht auf die Zwickscherenpartie einer ]
überhol-, Spitzen- und Ballenzwickmaschine nach
den Hauptpatent in Ruhestellung,
Pig. 2 eine Seitenansicht mit dem Leisten in Zwicks teilung ,| Pig. 3 eine Draufsicht auf den Seitendrücker,
Pig* 4 bringt die horizontale Abwicklung der Haltegabel für das sichelförmige DruckstUck,,
Pig. 5 dao sichelförmige Druckstück mit Ansicht von
der Seite her,
Pig. 6 Draufsicht auf das sichelförciige Druckstück,
Fig. 7 Ansicht des sichelförmigen DruckiitUckes von der
Druckzylinderseite her,
Fig. 8 eine perspektivische Darstollung der az Leisten
auf den Schaft aufgesetzter LeloUendrUckor.
In Pig. 1 ist der bekannte Aufbau der Zwickscheren von
Überhol- und Zwickmaschinen in Ruhestellung, d.h. bei offenen Überholscheren dargestellt. Das Scherengehäuse 24
besteht aus einer Grundplatte 26 und einer - abgebrochen angedeuteten - Deckplatte 28, zwischen denen die Spitzenscheren
14, 15 und die Gelenk3cheren 16, 17 Aufnahme finden. Das Gehäuse ist auf senkrechten Stützen 30,31 abgestützt.
Die Spitzenscheren sind zweiteilig um einen in der Leistenlängsaehse
32 verschiebbaren Drehpunkt 34 schwenkbar. Jede Schere hat ein in Zwangslaufführungen montiertes Kurvenstück
36,37, auf dem die dem Leisten angeformten Scheren- ]
platten 38,39 formschlüssig, leicht auswechselbar, montiert sind. Die Ballenscheren 16,17 bestehen in ähnlicher Weise
aus einem Kurvenstück 40 »41 und je einer auswechselbaren
Scherenplatte 42,43, die in noch zu erläuternder Weise
gelenkig gegliedert 47,48,49,50 wurden. Am äussersten gelenkseitigen Glied 50 ist die obere Kugelzapfen-Lägerstelle
52 eines Stützstabes 54 befestigt, der am anderen Ende mit seinem Pusspunkt 56 am Gestell 30 wiederum in einem Kugelgelenk
fixiert ist und somit in einer kreisbogenförmig gewölbten, fächerartigen Fläche - mit in der Arbeitsstellung
verkürztem Fächerschen,tel - zu bewegen vermag. Der Pusepunkt-56
der Pederstäbe 54,55 ist auf je einem horizontalen, höher oder tiefer ansetzbarem Arm am Gestell 30,31 befestigt und
hier zum Einstellen auf jede Sprengungshöhe seitlich, notfalls auch geschwenkt, verschraubbar. Die Anordnung iat ]
derart getroffen, dass die Kräfte der elastisch gefederten Stützstangen 54,55 zunächst die gelenkig gegliederten
Scherenstücke 48, 49, 50 bei beliebig geformten Leistenmodellen zur formgetreuen Anlage bringen und dann auch
mit dem beim Klebezwicken benötigten Anpressdruck wirken.
Das Zwicken wird bei der skizzierten Spitzenzwickvorrichtung nach beendetem überholen durch den Schub der Schieberstange
74 und Gabel 75 auf das Spitzenscherenpaar 14, 15 eingeleitet. Dabei wird der Spitzenseherendrehpunkt 34
in der Leistenlängsachse auf den Leisten zu verschoben,
wobei die bogenstüekähnlichen Führungsnuten 76, 77 im
Kurvenstück 36, 37 eine Vorwärts- und Schwenkbewegung der
Spitzenscheren leiten, aber auch gleichzeitig auf das Gelenkscherenpaar 16, 17 über Rollenbolzen 78 und Pührungsnut2n
80y 81 einwirken. Die Gelenkscheren 40, 41 sina an
der äusseren Seite 82 kreisbogenförmig geformt und werden so auf einem Bogenstück 84 etwa senkrecht auf die Leistenachse
32 zu eingefahren. Der beide Scherenteile verbindende Rollenbolzen 78 wird dabei in einem aus einem geradlinigen
und einem Kreisbogenstück bestehenden Kurvenschlitz 90
geführt. Die bisher beschriebene translatO3*ische Bewegung
läuft in einer Ebene ab und würde ohne weitere Hilfsmittel zur horizontalen Auflage der Spitzenscheren auf den Leistenboden
führen. Die Spitzenscheren sind an ihren Auflaufkanten 92, 93 so ausgeformt, dass der Zwickeinschlag von
diesen umfasst wird.
Pur das Zwicken der Gelenk- und Ballengegend müssen aber
besondere, weitergehende Massnahmen getroffen werden, die
wie schon gesagt, in der Anordnung von gefederten, Uberkreuz
wirkenden Stützgliedem 54, 55 bestehen. Die Stützstange
wird beim vorbeschriebenen Bewegungsvorgang zwangsläufig mit dem Glied 50, an dem sie mit ihrem oberen Kugelgelenk
52 befestigt ist, zunächst in einer kreisbogenförmigen ebenen Bahn bewegt, wobei sich die gekröpfte Stützstange
gegen die Kraft der Streckfeder verkürzend einschieben lässt. In dem Augenblick„ wo die Resultierende des translatorisch
wirksamen Kraftpfeiles und der rückwirkenden Federkraft .sich aus der Ebene heraushebt, folgt das
Scherenglied 50. Die weiteren Gelenkstücke 49, 48 sehliessen sich in dem Maße der räumlichen Bewegung an, wie sich die
Stützkraft der Feder im weiteren Verlauf der aufschiebenden Bewegung verstärkt, aber nur so weit, wie es die ausgearbeiteten
Gliedergelenkflankenwinkel gestatten. Diese sind dem vorgesehenen Sprengungswinkel entsprechend angeschrägt
und haben die Aufgabe, in Richtung von der Stützstange
68 weg zur Schuhspitze - zu dem in der Translationsebene verbleibenden Scherenglied 47 hin - jeweils das nächste
Glied fl.it anzuheben, z.B. Glied 50 hebt das Glied 49 und dieses wieder Glied 48 bis dieses zur Leistensprengung
oder Ballenrundung eine satte Anlage bekommt.
Zur Fixierung des Leistens 1 und des SchaftJederg 2 auf
ihm wird an der Spitze ein Tfcflonband 3 in die Scherenbewegung
einbezogen. Letzteres besitzt seitliche Druckarme 4, 4', die in dem Augenblick am Schafb seine Anpressung
bewirken, in dem die Uberholph^se der Zangen beendet ist.
si
/
Die Spitzenführung ist rait einem Bolzen 5 an einem Hebelarm
befestigt und direkt mit der Traverse 75 gekoppelt. Die \
beiden seitlichen Druckhebel 4, 4' sind mit den Uberschieberplatten.
36, 37,geführt in den Nuten der Deckplatte 28, beweglich verbunden.
Der Gegenstand der Erfindung ersetzt eine bisher mit !
Einpunktauflage versehene Seitendrückervorrlchtung durch \
die nach Pig. 3-8 vorgeschlagenen Dreipunktdrucker. j
Auf der Deckplatte 28 des Scherengehäuses 24 sind in Ballen-IG höhe beidseitig der Leistenachse 32 gewinkelt zu dieser
Hydraulikzylinder 7, 71 vorgesehen. In. dem Gabelkopf 8,8'
des Hydraulikzylinders 7 wird nach dieser Anmeldung anstelle eines einfachen Seitendrückerpolsters eine mehrgliedrige
bewegliche Druckvorrichtung eingebaut, deren Lage aus der perspektivischen Darstellung in Fig. 8 ersichtlich wird.
Der Seitendrücker besteht aus einem Traversenstück 9 (Fig.7)
mit Mittelbohrung 10 für den Bolzen mit Flachkopf 12, der mit einer Innensechskantschraube 13 befestigt .«drd. Das
Traversenstück 9 ist i.n der Längsrichtung bei 18 gekröpft und trägt an der zur Schuhspitze zeigenden Seite 19 einen
einseitig abgerundeten, der Traversenstärke entsprechend geschlitzten Druckkörper 20, der mit einer Spannhülse 21
in der Bohrung der Traverse beschränkt schwenkbar befestigt wird. An der gleichen Seite "befindet sich die Einhängöse
für ein ?ixierungselement, das nach dieser Konstruktion durch eins Spiralfeder 23 f die am kurzen Ende des frage-
n Bügels 25 eingehängt ist.
16.9.71
Im Bogen 27 wird der Runddraht mit einer verschraub- und
opannbaren Rohrachelle verlötet oder verschweisst. Die
Rohrschelle 29 uraschliesst den Hydraulikzylinder 7 des Seitendrliiikers. Ihre Stellung wird so ausgewählt, dass das
im Ruhezustand unter der Federspannung von Zugfeder 23 zurückgezogene Druckstück die Einführung des Leistens 1
in die Maschine gestattet. In dieser Position wird die Traverse 9 gegen den längeren Arm 33 des Anschlagos gezogen.
Zur Befestigung eines sichelförmigen zweiten DruokstUckes
dient sine Gabel 59 mit Schwenkbolssn 44, die an dem nach
oben gekröpften Teil 18 der Traverse mit einem Neigungswinkel 45 schräg an derselben verschweisst ist. Durch diese
Anordnung steht die Schwenkachse des sichelförmigen Drucketückea
in einem spitzen Winkel zur Drückerkolbenmittellinie 46, Eine weitere Verschränkung um den Winkel 53 erhält die
Lagergabel 59 durch Verdrehen ihrer Wirkungaebene» Eine
keilförmige Ausnehmung 57 in der Nähe der Traversenbohrung dient der Ar.schlagcbegrenzung beim Andruck des Schuhes ♦
Das sichelförmige Druckstück 35 stellt nach Fig. 5 einen Horizontalschnitt durch einen asymmetrischen Kegel dar,
dessen Kanten 67, 67' gebrochen wurden.
Zur Befestigung des sichelförmigen Druckstückes 35 ist dieses mit einer Bohrung 67ΐ versehen und beidseitig bis
auf einen der Gabelweite von 59 entsprechend verbleibenden Steg 61 kreisförmig ausgefräst. Ausserdem ist am halbkreisförmigen
Rücken der Radius 62 des Befestigungssteges 61 zurückgesetzt, so dass die Kanten 63, 63* der Ausfräsung
bei Schwenkung um den Bolzen 44 in der Befestigungsgabel eine Schweni^£y|§Iii*e£frecpzffipg durch Anschlag an die
abgeschrägte Partie 70 der Gabelflanken von 59 und an deren
Kante 70* bieten. Der Schwenkbolzen 44 besitzt an einem Ende
Gewinde, das in die Bohrung 60" geschraubt wird, am anderen Ende ist ein Schraubenzieherschlitz vorgesehen, dort liegt
der glatte Bolzen in der Bohrung 60*. Der obere 65 und der untere 66 innere Sichelradius des Druckstückes 35 Deziehen
sich auf gegeneinander versetzte KrsissittelpunktSj wodurch
die untere Kante 67" nach unten angelegt etwa parallel zur Traversenachse verläuftF während die obere Sichelkante 67"'
der Sprengung entsprechend nach der Fersenseite hin angehoben ist und eine günstigere Anlage bei gesprengten Schuhen gestattet.
Die Anpassung der pi?esskantenstellung und deren
Distanz voneinander ist den Modellen entsprechend abglich, die vorliegende Gestalt ist eine Ausführungsmöglichkeit
dieses wesentlichen Erfindungsgedankens.
Die schuhseitige Kante 69 der Befestigungsgabel 59 ist der Druckstückrundung entsprechend bei 69■ und 69" gebrochen
oder abgerundet« An der Gegenseite ist die Gabel bei 70 schräg abgesetzt und an der Rückseite in der um 90° verdrehten
Ebene bei 71 abgeschrägt, auch die Gegenkante der Traverse bei 72 musste aus Platz- und Sicherheitsgründen
ebenfalls abgeschrägt werden.
Bei der Überhol-, Spitzen- und Ballenzwickmaschine wird der πχίχ&ΜΛ Leisten 1 mit dem aufgezogenen. Schaft 2 mit der
Brandsohle nach unten so auf einen Sohlendrücker 73 gestellt, dass die nach unten überstehenden Ränder des Schaftes - der
Zwickeinschlag - in die Überholzangen hineinragen.
Hag - in die uberh
Die Zangen werden hydraulisch geschlossen und durch Anheben
des Sohlendrückers 73 bei stehenden Zangen oder durch Absenken
der Zangen bei festem Sohlendrücker auf Spannung gebracht. Die Zangen ziehen dabei den zunächst lose aufgesetzten
Schaft 2 fest auf die Leistenform, Damit das Leder bei dieser Beanspruchung nicht reisst, wurden die Schäfte
vAvikuM Λ in A'tnan Tiomtvi*— ι\*\»4 A 1*4· 4 tr λ α-ηοΜ 1α<να αν* s»a ^ahaU + a, 4-
Durch den Eintritt von Dampf wird die Elastizität des
Leders und da'mit die Yerformungamöglichkeiten des Schaftes
wesentlich verbessert und das Reissen des Oberleders vermieden.
Beim modischen Damenschuh koir.mt es u.a. darauf an, die
Leistenform im Bereich der Sprengung, d.h. an der Ballenpartie möglichst gut auszubilden, um den Schuh ein elegantes
Aussehen zu geben. Daher werden die Schaftleder so weit wie möglich unter Spannung gesetzt. Die von der Se?te her einschwenkenden
Überschieber 16,17 mit 42,43 sollen die ausgespannten Zwickeinschläge bei nachlassendem Zangendruck
aus den Zangen übernehmen und der Brandsohle überschioben«,
Die vorbeschriebenen Seitendrücker werden durch eine entsprechende Schaltung der Hydraulik dann fest an den Leisten
angepresst, wenn die Überholung des Leders beendet ist» Dabei liegen drei Punkte der beiden Druckstücke 20 und 35
am Leder an, das halbkreisförmig gerundete spitzenseitig
liegende bei 79 und das sichelförmige mit den beiden Sichelenden bei 85 und 86. Der Andruck der Dreipunkt-Druckvorrichtung
79, 85 und 86 muss im Bereich der Ballenpartie dafür
sorgen, dass das ausgereckte Leder nicht elastisch zurückgeht oder zumindest nur teilweise schrumpfen kann, ehe d:i.e
Ballenschere 42,43 ansetzt. Die gegliederten Ballenscheren
42, 43 werden durch Stützelemente 54, 55 so sehr gegen den Leistenboden gedrückt, dass eine gewisse Mitnahme und
Spannung des Zwickeinschlages beim Einscheren gegeben iefc
und eine im Verhältnis zum Zangenzug zwar geringfügige zugspannung über die Leistenkants wirksam wird= Je straffes·
das Schaftleder in diesem Bereich gespannt und gezwickt wird, umso günstiger folgt die Ausformung des fertigen
Schuhes dom Leistenmodell.
Aus der Geometrie ties Leistens wird es verständlich, dass die Andruckmöglichkeit durch ein kompliziertes und verwinkeltes
Druckstück einerseits und durch nachgiebige elastiache
Teile andererseits geschaffen werden muss. Die Versuche führten zu bearbeitbaren elastischen Kunststoffen. Die
DruckstUcke müssen so ausgewählt werden, dass sie dem
Schaftwerketoff keinen Schaden zufügen.
Bei den Sxperiraenten hat sich unter anderem zum Beispiel
herausgestellt, daso bei Verwendung von Boxcalf als Schaftraaterial
Gunur.i-Druckkörper weniger gut geeignet sind und
VulkolanstUcko mit 95 ohore verwendet werden müssen, damit
die technischen und üsthetiöchen Fordsrungen erfüllt werden
können.
-H-
Für den Klebeswickvorgang findet eine Pressung der zu
verbindenden Teile zwischen dem durch Pfeil 87 symbolisierten Spitzendrücker und den Scherenteilen statt« Zur
Unterstützung des Abbindevorganges sind elektrische Heizungsteile vorgesehen.
Claims (3)
1. Seitendrücker für Überhol-, Spitzen- und Ballenklebezwickmaschine
zur Herstellung von gesprengten Damen- und Herrenachuhen, dadurch gekennzeichnet,
dass die paarweise wirkenden Seitendrücker (9) in drei fast senkrecht aufeinanderstellenden Ebenen
beschränkt dreh- und schwenkbar sowie neigbar und mit Rückzugfeder (23) und Anschlag (33) versehen, eine
Drelpunli tauf lage mittels spitzenseitig angesetztem, scneibenfönnigem
Rundstück (20) einerseits und den exzentrischen Planken (85, 86) eines sichelförmigen Ballendruckstückes
(35) andererseits bilden und dessen halbmondförmiges Druckstück als schieber Ausschnitt aus einer ucsymmetri-BOhen
Kegelstumpfscheibe erstellbar ist und an einem gekröpften
Hebelarm (9 « 18) in einer schief und winklig angesetzten Gabel (59) zvtr Anlage an verschiedene Schuhformen
schwenkbar ist.
2. Mehrteiliger Leistendrücker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnets dass dieser
ein SchwenkdruckatUck mit Rückzugsfeder (23) und Anschlagbügel
(33) besitztj welches mittels einer den Hydraulikzylinder
(7) umfassenden Montageschelle (29) gehalten, am Vorschubzylinder (7) für Seitendrücker montierbar ist.
3. Leistendrücker für Überhol-, Spitzen- und Ballenzwickmaschine,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elastischen Druckteile (20, 35) der Leierrauhigkeit entsprechend auü Vulkolan, Gummi oder
aus mit Leder bezogenem Schaumstoff elastisch gestaltet
ι nach Lösen der Bolzenschraube (44) oder des Sprengringes
(21) austauäahbar jgs^teeflliS^Ä; sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19686608576 DE6608576U (de) | 1968-07-25 | 1968-07-25 | Seitendruecker fuer ueberhol-, spitzen- und ballenklebezwickmaschinen. |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19686608576 DE6608576U (de) | 1968-07-25 | 1968-07-25 | Seitendruecker fuer ueberhol-, spitzen- und ballenklebezwickmaschinen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6608576U true DE6608576U (de) | 1971-09-16 |
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ID=33460973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19686608576 Expired DE6608576U (de) | 1968-07-25 | 1968-07-25 | Seitendruecker fuer ueberhol-, spitzen- und ballenklebezwickmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6608576U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2418321A1 (de) * | 1973-04-13 | 1974-10-31 | Usm Corp | Maschine zur herstellung eines leistengerechten schuhschaftes |
-
1968
- 1968-07-25 DE DE19686608576 patent/DE6608576U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2418321A1 (de) * | 1973-04-13 | 1974-10-31 | Usm Corp | Maschine zur herstellung eines leistengerechten schuhschaftes |
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