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DE641311C - Spitzenzwickmaschine - Google Patents

Spitzenzwickmaschine

Info

Publication number
DE641311C
DE641311C DEM124051D DEM0124051D DE641311C DE 641311 C DE641311 C DE 641311C DE M124051 D DEM124051 D DE M124051D DE M0124051 D DEM0124051 D DE M0124051D DE 641311 C DE641311 C DE 641311C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shoe
last
machine
machine according
sole
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM124051D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Maschinenfabrik Moenus AG
Original Assignee
Maschinenfabrik Moenus AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Maschinenfabrik Moenus AG filed Critical Maschinenfabrik Moenus AG
Priority to DEM124051D priority Critical patent/DE641311C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE641311C publication Critical patent/DE641311C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/14Lasting machines for toe or heel parts, with nailing devices

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Spitzenzwickmaschine Während man in der -Herstellung von Schuhwaren schon seit langem dazu übergegangen ist, die Fersenpartie des Schuhes mittels der Fersenzwickmaschine in einem Arbeitsgang der Leistenform anzupassen und den Oberlederrand durch gleichzeitiges Einschlagen der Befestigungsmittel auf der Brandsohle zu befestigen, ist dies beim Zwicken der Schuhspitze bisher in befriedigender Weise noch nicht möglich gewesen. Es sind zwar schon Spitzenzwickmaschinen für diesen Zweck vorgeschlagen worden, je- doch haben sie in der Praxis noch keinen Eingang gefunden, weil die Anpassung der Werkzeuge an die vielgestaltigen Formen der Schuhspitze bisher noch nicht einwandfrei gelungen ist und auch rechte wie linke Schuhe mit den gleichen Einrichtungen bearbeitet werden müssen.
  • Bei den bisherigen Maschinen dieser Art wird der auf dem Leisten befindliche Schuh von vornherein in eine feste Arbeitslage in der Maschine gebracht und in dieser Lage von den Walk- und Überschiebvorrichtungen bearbeitet, wobei . der Schuh allenfalls durch eine senkrechte Bewegung des Leistenträgers zwecks Hochwalkens des Oberleders an den gleichzeitig als Überschieber dienenden Walkscheren entlang geführt wird. Das Werkstück ist bei diesen Maschinen wegen den über der Schuhspitze liegenden Arbeitsvorrichtungen völlig unübersichtlich. Hierdurch wird aber die Maschine für ihren Zweck ungeeignet, da in Anbetracht der komplizierten Gestaltung der Schuhspitze eine gute Übersicht eins der Haupterfordernisse darstellt- -An sich ist es bekannt, einen Schuh auf einem Leistenträger außerhalb der Maschine so aufzusetzen, daß er auf diesem seitlich festgehalten wird, während dag Überschieben des Oberlederrandes und das'. Befestigen desselben nach dem Einführen des Leistenträgers in die Maschine unter gleichzeitiger Drehung von Hand schrittweise ausgeführt wird. Die Erfindung geht jedoch einen bedeutenden Schritt weiter und sieht eine Einrichtung nach Art einer Fersenzwickmaschine mit senkrechtem ein- und ausschwenkbarem oder fahrbarem Leistenträger vor, in welchem der Schuh außerhalb der eigentlichen Maschine auf dem Leistenträger an der Spitze gewalkt und an die Leistenform angearbeitet wird, um dann erst -zur weiteren Bearbeitung; nämlich zum Überschieben des Oberleders und zum Eintreiben der Befestigungsmittel, in die Maschine eingeführt zu werden. Der Leistenträger ist zu diesem Zwecke außer mit den Einrichtungen zum Abstützen des Leistens auch mit den Vorrichtungen zum seitlichen Hochwalken des Oberleders und einem Sohlendrücker zum Niederdrücken des Schuhes auf seiner Auflage sowie mit den Betätigungsmitteln für diese Einrichtungen versehen. Durch diese Anordnung wird es dem Arbeiter ermöglicht, die vorbereitenden Arbeiten in jedem Augenblick genau zu überwachen und erforderlichenfalls zu berichtigen, ehe die endgültige Befestigung erfolgt. Das Anarbeitendes Oberleders an die Leistenform kann dabei entweder in an sich bekannter Weise durch Anwalken mittels Scheren oder durch Einpressen in eine der Schuhspitze entsprechende Form geschehen.
  • Bei Überholmaschinen ist es bereits bekannt, die Walkv orrichtung auf einen in der Höhenrichtung verschiebbaren Schuhträger anzuordnen und sie mitsamt dem Schuh nach erfolgtem Anwalken maschinell einer Einbindevorrichtung zuzuführen. Dabei liegt die Sohle des Schuhes vom Arbeiter abgekehrt, was aber für das Tacks- oder Klammerzwicken der Spitze nicht vorteilhaft ist, da hier der Arbeitsvorgang von der Sohle her genau beobachtet werden muß und die Überschieber sowie die Eintreibvorrichtungen auch für die Bearbeitung des mit der Sohle nach oben liegenden Schuhes eingerichtet sind.
  • Durch die getrennte Anordnung und Betätigung der Anwalk- und Überschiebvorrichtungen gemäß der Erfindung wird auch eine weit bessere bauliche Ausgestaltung der Maschine ermöglicht, da die bisher übereinander in der Maschine selbst vorgesehenen Einrichtungen wenig Spielraum für die Unterbringung ihrer Antriebsteile boten und man den einzelnen Erfordernissen des Arbeitsprozesses und den Verstellmöglichkeiten nicht im vollen Maße gerecht werden konnte.
  • In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
  • Abb. r zeigt eine Seitenansicht der neuen Vorrichtung mit Walkscheren, Abb.2 eine Draufsicht auf die Walkscheren in vergrößertem Maßstabe, Abb. 3 eine Seitenansicht des auswechselbaren Scherenstockes ebenfalls in vergrößertem Maßstabe.
  • Abb. 4 zeigt die Anordnung des den Schuh festhaltenden Sohlendrückers in Vorderansicht.
  • Abb.5 veranschaulicht die Anwendung einer Preßform zum Einpressen der Schuhspitze.
  • Abb. 6 und 7 stellen Einzelheiten dar. Wie eingangs erwähnt, besteht die Maschine aus zwei Teilen, nämlich der eigentlichen Zwickmaschine i, für welche beispielsweise die Art der üblichen Fersenzwickmaschine ohne wesentliche Änderungen übernommen werden kann,-und aus dem die Vorbearbeitungseinrichtungen tragenden Leistenträger 2, der mit dem Teil i zweckmäßig so verbunden ist, daß er in diesen ein- und ausgeschwungen oder gefahren werden kann, wie dies bei den Fersenzwickm.aschinen an sich bereits bekannt ist. Wird als Teil z eine Fersenzwickmaschine verwendet, so fällt das bei dieser benötigte Fersenband fort; an dessen Stelle tritt dann während des endgültigen Zwickvorganges der mit dem Leistenträger :2 in die Maschine eingeführte Scherenstock, über dessen Oberfläche die Überschiebscheren ihre Bewegungen ausführen.
  • Zur Aufnahme des Schuhes S auf dem Leistenträger 2 ist ein um die senkrechte Welle 3 schwingendes konsolenförmiges Auflager 4 vorgesehen, auf dem eine Platte 5 verschiebbar ist, die durch eine Klemmvorrichtung 6 in jeder gewünschtenLage festgestellt werden kann. Auf dem Schieber 5 befmdet sich die Spitzenstütze 7, der Leistenzapfen 8 und eine Fersenstütze 9. Die beiden letztgenannten Teile, die in einem gewissen Verhältnis zueinander verstellbar sein müssen, stehen durch ein in einem Kasten i o untergebrachtes Getriebe so miteinander in Verbindung, daß bei der Einsteilung des Leistenzapfens entsprechend den verschiedenen Werkstücken auch gleich eine entsprechende Verstellung der Fersenstütze erfolgt.
  • Die Schwenkbarkeit des Auflagers 4 um die Welle 3 hat den Zweck, rechte und linke Schuhe ohne Auswechselung von Teilen auf der Maschine bearbeiten zu können, indem man durch Drehung des Auflagers jeweils die Mittellinie des Schuhes den Scheren gegenüber einstellt. Da aber die Mittellinie meistens nicht durch die Schuhspitze geht, ist eine Korrektionsmöglichkeit erforderlich, welche durch die verstellbare Schieberplatte 5 gegeben ist, so daß.also bei rechten und bei linken Schuhen die Spitze den Scheren gegenüber jederzeit genau eingestellt werden kann. Auch der Leistenzapfen 8 ist mit Rücksicht auf die wechselnden Schuhformen einstellbar, und zwar mindestens in der Längsrichtung des Schuhes durch den Bolzen i i. Zweckmäßig ist jedoch eine Einstellung nach allen Richtungen, weshalb die Anordnung eines zweiten Querbolzens oder die Lagerung des Leistenzapfens auf einer Kugel vorteilhaft ist.
  • Nachdem der Schuh auf dem Leistenträger aufgebracht und gegenüber den noch zu beschreibenden Scheren ausgerichtet ist, muß er in dieser Lage festgehalten werden. Diesem Zwecke dient der hinter der Spitzenstütze vorgesehene Sohlendrücker 12, welcher durch Fußbetätigung oder durch motorische Kraft auf den Schuh niedergedrückt wird. Dieser Drücker ist nach Abb. i und 4 am oberen Ende einer senkrechten Welle 13, die in der Schieberplatte 5 und an der Spitzenstütze 7 bei 16 gelagert ist, befestigt und steht unter der Wirkung einer auf dem Bolzen 14 befindlichen Feder 15. In der Ruhelage hält diese Feder den Sohlendrücker in angehobener Stellung außer Eingriff mit dem Werkstück. Das Niederdrücken geschieht bei dem in den Abb. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel auf maschinellem Wege unter Vermittlung eines Zugkabels 17, das an geeigneter Stelle am Drükker 12 angebracht ist. Das andere Ende des Zugkabels ist an dem weiter unten am Leistenträger 2 bei 18 angelenkten Hebel i9 befestigt, und zwar sind mehrere Befestigungspunkte 1911, ig@ und igc vorgesehen, um eine mit der Zeit etwa eintretende Längung des Kabels auf einfache Weise durch Umstecken des Befestigungsbolzens ausgleichen zu können. An' dem freien Ende des Hebels 1g befindet sich eine Kurvenrolle 2o, die mit einer auf der Welle 21 in dem Gehäuse 22 umlaufenden Kurve 23 in Eingriff steht. Die Drehung der Welle 21 und damit der Kurve 23 erfolgt von der durch einen umsteuerbaren Motor aus angetriebenen Welle 24, welche über das Kegelräderpaar 25, 26 eine Schnecke 27 treibt, die mit einem auf der Welle 21 befindlichen Schneckenrade kämmt. - Der durch die Kurve 23 um seinen Drehpunkt nach unten geschwungene Hebel l9 nimmt das Zugkabel 17 mit, welches über die feste Rolle 28 und die unter Federspannung stehende lose Rolle 29 den Zug auf den Sohlendrücker 12 überträgt und diesen dabei fest auf den Leistenboden .herabzieht. Hierbei bewirkt die Nachgiebigkeit der losen Rolle 29 durch die Feder 30 eine Anpassung der Zugkräfte an die Schuhform, um vorhandene kleine Unterschiede in den verschiedenen Schuhformen auszugleichen. Die Feder 30 ist durch die Flügelmutter 31 einstellbar, und der Ausschlag des die lose Rolle tragenden Hebels 32 wird durch einen einstellbaren Anschlag 33, 34 begrenzt.
  • Während auf die beschriebene Weise der Zug durch clas Kabel 17 auf den Sohlendrücker ausgeübt wird, wird die Fersenstütze g fest gegen das Fersenteil des Schuhes zur Anlage gebracht. Dies geschieht durch den Hebel35, welcher beim Niedergange der Sohlenstütze von dem auf dem senkrechten Bolzen 13 befindlichen Bunde 36 und die Feder 37 nachgiebig nach unten gedrückt wird und dabei die Fersenstütze g unter Mitnahme des Gehäuses 1o gegen den Fersenteil des Schuhes andrückt, wodurch die Lage des- Schuhes zu den Scheren genau -ausgerichtet wird.
  • Nachdem nun der Schuh zwischen der Spitzenstütze 7, dem Leistenzapfen 8, der Fersenstütze g und dem Sohlendrücker 12 vollkommen festgehalten ist, erfolgt das Anwalken und Anpressen des Oberleders an die Leistenform durch die Walkscheren 38, 39, die sich am Kopfe des Leistenständers :2 in dem Scherenkörper 4o befinden. Die Zeichnung zeigt die Scheren, welche sich sowohl senkrecht bewegen als auch die übliche Scherenbewegung in der Waagerechten ausführen können, in ihrer obersten Lage, während die Anfangslage sieh etwas darunter, und zwar in der Praxis um etwa 8 mm tiefer, befindet. In ihrer unteren Ruhelage sind die Scheren geöffnet (Abb.2). Jede der beiden Scherenhälften 38 und 39 steht mit einem angelenkten Stängchen 41 in Verbindung, das in einer Querschiene 42- geführt ist und unter dem Drücke einer zwischen dieser und einer verstellbaren Mutter 43 befindlichen Feder 44 steht. Auf der anderen Seite der Querschiene liegen die Stängchen 41 mit Stellmuttern 45 an dieser an. Durch Anziehen oder Lockern dieser Stellmuttern werden die Scherenkanten gegen-oder voneinanderbewegt, d. h. also die Scheren mehr oder weniger geöffnet, was bei der Bearbeitung von verschiedenen Schuhgrößen der gleichen Leistenform in Betracht kommt. .
  • Das Anheben des Scherenkörpers 4o mit den Scheren 38-, 39 zum Anwalken des Oberleders an den Leisten geschieht durch die Kurve 46 auf der Welle 21, welche auf die an dem einarmigen Kurvenhebe147 vorgesehene Rolle 48 einwirkt. An dem Hebel 47 befindet sich ein Auge 49, in welchem eine Stange 5o angelenkt ist, die nach oben führt und in einer Kugel 5,1 endigt, die in der Kugelpfanne 52 eines am Leistenträger schwingbaren Hebels 53 gelagert ist. Auf diesem Hebel liegt der Schaft 54 des Scherenkörpers 4o auf, der nun beim Anheben der Stange 5o ebenfalls angehoben wird und die Scheren mitnimmt, die dabei das Oberleder an dem Leisten hochstreichen, während ein zweiter, kürzerer Bolzen, 55 von der Querstrebe 42 ausgeht, ' der zur Zentrierung des Scherenkörpers dient und aus noch zu beschreibenden Gründen sich mit seinem unteren Ende in einem Schlitz führt.
  • Da ein geradlinig senkrechtes Hochgehen der Scheren das Oberleder auf dem Leisten beschädigen würde, weil dieser sich im Längsschnitt nach der Sohlenfläche zu verbreitert, ist eine Einrichtung vorgesehen, welche selbsttätig, jedoch unter Möglichkeit eine Nachhilfe von Hand, eine Anpassung der Scheren an die sich verbreiternde Leistenform in der Längsrichtung des Schuhes gestattet. Diesem Zwecke dient der Handhebel 56, der zur Erzielung eines großen Gewichtes lang und schwer ausgebildet ist und erforderlichenfalls noch mit einem einstellbaren Laufgewicht versehen sein kann. Der Handhebel 56 ist mit seinem Bolzen 57 fest verbunden; auf diesem sitzt ein Zahnrad 58, das in die Zahnstange 59 eines im Kopf 2' des Leistenträgers gelagerten Schiebers 6o eingreift, in dem sowohl der Schaft 54 als auch der Zentrierbolzen 55 des Scherenkörpers geführt sind. Unter dem beim Hochgehen der Walkscheren auf den Leisten ausgeübten,Druck -müssen diese entsprechend dem zunehmenden Längsschnitt des Leistens nach der Spitze zu ausweichen. Dies geschieht, indem die Scheren 38, 39 und damit der Scherenkörper 4o zurückgedrängt. werden, wobei sie über. den Schaft 54 (der dabei auf dem Hebel 53 .etwas gleitet) den Schieber 6o nach links mitnehmen, der seinerseits unter Vermittlung der Zahnstange 59 und des Zahnrades 58 den Handhebel 56 anhebt. Dadurch wird je nach der Schwere des Handhebels der Druck der Scheren auf das Oberleder nachgiebig gewahrt, und gegebenenfalls kann der Arbeiter durch Bedienung des Handhebels diese Wirkung noch vergrUern oder vermindern. Die Längsbewegung der Scheren während des Anhebens ist natürlich nur eine verhältnismäßig geringe, und damit der Zentrierbolzen 55, welcher an dieser Bewegung nicht teilnimmt, diese zuläßt, ist er in einem Längsschlitz des Schiebers 6o geführt.
  • Der Schließdruck auf die Scheren 38, 39 während des durch die Zahnstange 211 erfolgenden Einziehens des Leistenträgers 2 in die Maschine erfolgt zunächst durch das Anpressen des Schuhes gegen die Scheren unter Überwindung der auf den Stängchen 41 befindlichen Federn 4.4., wobei, wie bereits erwähnt, ein leichtes Zurückgehen des ganzen Scherenkörpers 4.o entgegen dem Gewicht des Handhebels 59 erfolgt. Gegen Ende der Schließbewegung wird aber noch ein zusätzlicher Druck durch die Scheren auf die Schuhspitze ausgeübt, durch den etwa noch bestehende Falten im Oberleder endgültig beseitigt werden. Dies geschieht im letzten Abschnitt der Einwärtsbewegung des Leistenträgers durch ein in der Maschine fest gelagertes Druckstück 66, das auf die in der Mitte des Scherenkörpers 4.o vorgesehene Druckstange 61 wirkt. Diese trifft gegen das Druckstück 66 und wird dadurch nach außen bewegt, Hierbei drückt sie kniehebelartig auf zwei kurze Glieder 62, 63, die iri Ausfräsungen 64. auf der unteren Seite der Scheren untergebracht sind und sowohl gegen diese als auch gegen den Kopf 61' der Stange 61 anliegen. Durch den Druck auf die Glieder 62, 63 werden die Scheren 38, 39 mit größer Kraft in Richtung ihrer Schließlage bewegt, so daß während des letztenTeiles ihrerAufwärtsbewegung ein besonders kräftigesAusstreichen des Oberleders stattfindet. Eine Feder 65 (Abb. 3) ist vorgesehen, um die Stange 61 normalerweise in ihrer Ruhelage zu halten, in der ein Druck auf die Glieder 62, 63 nicht ausgeübt wird.
  • Sobald die Scheren sich so weit angehoben haben, daß ihre- Oberflächen mit der Sohlenfläche bündig liegen, ist die vorbereitende Tätigkeit der Einrichtungen außerhalb der eigentlichen Maschine i beendet. Der Leistenträger ist inzwischen völlig in die Maschine eingeschwungen worden, worauf nunmehr die Überschieberscheren i5o (Abb. 5) in der z. B. bei Fersenzwickmaschinen üblichen Weise in Tätigkeit treten und das hochgewalkte Oberleder über die Brandsohle schieben. Dies kann durch einmalige oder mehrmalige Bewegung der Überschieber geschehen, worauf schließlich das Eintreiben der Befestigungsmittel durch die Hammerkörper 151 mit einem Schlage erfolgt und das Zwicken der Schuhspitze damit beendet ist.
  • Bei Vornahme anderer Leistenformen ist es nur erforderlich, den Scherenkörper mit den Scheren in seiner Gesamtheit, wie er in Abb.3 dargestellt ist, aus der Maschine, d. h. aus dem Schieber 6o herauszuziehen und durch einen anderen zu ersetzen.
  • Sollte es sich ergeben, daß während oder nach dem Festspannen des Schuhes durch den Sohlendrücker 12 eine unrichtige Lage desselben beobachtet wird, so kann diese noch berichtigt werden, indem man den die Kurvenscheiben 23 und 46 antreibenden Motor umschaltet, wodurch der Sohlendrücker als auch der Scherenkörper mit den Walkscheren wieder zurückgehen und der Schuh zur Berichtigung seiner Lage freigegeben wird.
  • Bei- der Einrichtung nach den Abb. 5 bis 7 wird zum Anpassen des Oberleders an die Leistenform anstatt der Scheren eine der Form der Schuhspitze entsprechende Preßform verwendet, in welche die Spitze des Schuhes so hineingedrückt und zentriert wird, daß bestehende Falten gleichzeitig dabei glattgestrichen werden. Die Anordnung des in die Maschine hineinbewegten Leistenträgers 2 ist die gleiche wie in dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele. Auch hier befindet sich in dem Leistenträger eine senkrechte Welle 3, um welche die Werkauflage 4. schwingt, die im vorliegenden Falle jedoch aus zwei Teilen besteht, und zwar aus der eigentlichen Auflage 4 und einem diese gelenkig stützenden und um die senkrechte Welle drehbaren Tragarm 4.'. Auf der Werkauflage sind ebenfalls der Leistenzapfen 8 und eine Fersenstütze g angeordnet, die in Führungen 4" der Werkauflage einstellbar sind. Die Einrichtung kann natürlich auch die gleiche wie im ersten Ausführungsbeispiele sein und ist nur als Beispiel einer besonders einfachen Bauart zu betrachten. Die Spitzenstütze fehlt in diesem Falle, da sie durch die noch zu beschreibende Preßform überflüssig geworden ist. Abweichend von dem ersten Ausführungsbeispiel ist auch der Sohlendrücker i2, der eine andere Ausbildung erfahren hat, indem er seinen hinteren Drehpunkt 12' auf dem Schuhboden selbst sucht und der außerdem von -einem Fußhebel ioo direkt oder unter Vermittlung eines. Gestänges ioi, io2 auf die Brandsohle des zu bearbeitenden Schuhes niedergezogen wird. Die Werkauflage 4 wird in ihrer Ruhelage durch eine Feder 103, die sich auf der Federstange 104 zwischen der Werkauflage selbst bzw. einer verstellbaren Mutter io5 und dem Tragarm 4 der Auflage befindet, bis zur Anlage der Stellmuttern io6 nach oben gedrückt. Die untere Lage wird durch eine im Leistenträger gelagerte einstellbare Anschlagschraube 107 begrenzt.
  • Zum Anpassen des Oberleders an die Leistenform an der Spitze des Schuhes ist eine Preßform io8 vorgesehen, welche genau der Schuhform entsprechend ausgearbeitet ist. Diese Preßform befindet sich im Kopfe des Leistenträgers in einer Bohrung 2", in der sie entgegen dem Druck der Feder iog senkrecht nach unten zu gleiten vermag. Ihre obere Ruhelage wird durch die Anschlagmuttern i 1 o des Federbolzens i i.i begrenzt, indem diese sich gegen den Leistenträgerkopf unten anlegen.
  • Die Prefform io8 ist ihrer Länge nach gespalten und besteht somit aus zwei Teilen, die durch Federn 112 so auseinandergedrückt werden, daß die beiden Teile hinten aneinander anliegen, vorn jedoch einen je nach der Schuhform mehr oder weniger breiten Spalt frei lassen (Abb:6 und 7). Außerdem -ist die Preßform so ausgebildet, daß. ihr Kopf io8 unten einen kolbenförmigen Schaft besitzt, in dessen Bohrung io8' die Feder iog untergebracht ist, während außen ein aus zwei Segmenten ii3, 114 bestehender Ringkörper die Preßform in der Bohrung 2" zentriert. Diese Segmente bilden jedoch keinen geschlossenen Körper, sondern lassen vorn und hinten je einen Spalt frei. Je nach dem Stadium des Arbeitsvorganges ist nun der vordere Spalt 115 mehr oder weniger geöffnet, während der hintere Spalt stets von einem sich nach unten verjüngenden Keilstück 116 ausgefüllt ist, dessen jeweilige Stellung zur Höhenlage der Preßform das Offnen und Schließen des vorderen Spaltes und damit der Preßform bestimmt. Dieses Keilstück bildet die ringförmige hintere Ergänzung der Segmente 113, 114 und befindet sich in fester Lage gegenüber der Preßform io8 und. den mit dieser auf und ab beweglichen Segmenten. Der Keil 116 läuft an seinem unteren, dün-. nen Ende in eine Schraube 117 aus und kann durch die Handmutter i 18 in seiner Höhenlage eingestellt werden.
  • In ihrer oberen Lage steht die Preßform io8 mit geschlossenem Spalt 115 über dem Kopf 2 des Leistenträgers, und die Anschlagmutters iio liegt gegen die Gehäusewand unten an. Wird nun ein zu bearbeitender Schuh, der auf dem Auflager 4 ruht, mit seiner Spitze durch den Sohlendrücker 12 in die Preßform hineingedrückt, so senkt sich diese (unter gleichzeitigem Senken des Auflagers 4. gegen den Druck der Feder 103) in der Bohrung io8' nach unten und nimmt die mit ihr verbundenen Segmente 113, 114 mit. Diese streichen an dem Keil 116 entlang, und zwar gelangen sie dabei von dem breiteren auf den schmäleren Teil desselben, so daß der Spalt 115 in der Preßform und -zwischen den Segmenten sich unter dem Einfluß der Federn 112 öffnet, wodurch während des Hineinpressens der Schuhspitze in die Preßform diese sich unter gleichzeitigem Niedergehen um ein gewisses Maß öffnet und dabei eine streichende Bewegung unter Druck auf das Oberleder ausübt und dadurch etwa vorhandene Faltenbildungen beseitigt. Sobald die Sohle des, zu bearbeitenden Schuhes mit- der Oberfläche der bis auf den Kopf 2' niedergegangenen Preßform in gleicher Höhe liegt, wird der Leistenträger zur weiteren Bearbeitung des Schuhes in die Maschine i eingeschwenkt, worauf das übliche Einscheren des Zwickeinschlages .durch die Überschieber erfolgt und der Arbeitsgang schließlich durch das Eintreiben der Befestigungsmittel beendet wird.

Claims (12)

  1. PATENTANsPRÜcHE: i. Spitzenzwicknaschine mit getrennt voneinander angeordneten Einrichtungen zum Walken und Überschiebers des Oberleders und zum gleichzeitigen Eintreiben einer Reihe von Befestigungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß der senkrechte ein- und ausschwenkbare oder fahrbare Leistenträger (2) der Maschine außer den Einrichtungen zum Abstützen des Leistens auch die Vorrichtungen zum seitlichen Hochwalken des Oberleders und den Sohlendrücker (12) zum Niederdrücken des Schuhes auf seiner Auflage (4) sowie die Betätigungsmittel für diese Teile trägt, während die Einrichtungen zum Überschieben und Befestigen des Zwickeinschlages in dem fest stehenden Teil (i) der Maschine untergebracht sind.
  2. 2. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh während des Anarbeitens des Oberleders an die Leistenform und während der Überführung des Leistenträgers in die Maschine von einem mit dem Leistenträger beweglichen Sohlendrücker (z2) in an sich bekannter Weise auf seiner Auflage (q.) festgehalten wird.
  3. 3. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Hochwalken des Oberleders an die Leistenspitze von einem besonderen umsteuerbaren Elektromotor angetrieben wird, der mittels Kurven (-a3, .46) und Schwinghebel (i9, .47) den Sohlendrücker und die Walkvorr ichtung gegen den Schuh bewegt.
  4. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schuhspitze in eine -ihrer Form entsprechende Preßform (io8) außerhalb der Maschine auf dem Leistenträger eingepreßt und der Schuh alsdann zum Überschieben des Zwickeinschlages und Eintreiben der Befestigungsmittel mit dem Leistenträger (2) in die Maschine eingeführt wird.
  5. 5. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch d., dadurch gekennzeichnet, daß die Preßform (io8) durch eine Relativbewegung zum Schuh das Oberleder an die Leistenform anwalkt, während die Schuhspitze durch den Sohlendrücker fest in die Preßform hineingepreßt und dabei infolge der Relativbewegung der Preßforin in dieser zentriert wird.
  6. 6. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch q. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßform (io8) zweiteilig ausgebildet ist, derart, daß sie in der Anfangslage geschlossen ist, beim Einpressen des Schuhes jedoch gegen die Wirkung einer Feder (io9) nachgibt und dabei infolge Abgleitens von einem Keil (116) durch Federwirkung (112) oder auf mechanischem Wege zwecks Anwalkens des Oberleders an die Leistenform um einen von der Steigung des Keiles (iio) abhängigen Betrag geöffnet wird.
  7. 7. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Niederdrücken des Sohlendrükkers (12) unter Vermittlung eines von einer Kurve (23) über einen Kurvenhebel (19,2o) angezogenen Zugkabels (17) erfolgt, welches zum Ausgleich an die entsprechend den Schuhformen wechselnden Zugkräfte über eine unter Federzug (30) stehende lose Rolle (29) geführt ist. B.
  8. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Anarbeiten des Oberleders an die Leistenform durch Scheren (38, 39) erfolgt, welche durch einen Gewichtshebel (56) o. dgl. nachgiebig mit dem Werkstück in Berührung gehalten werden, so daß sie außer ihrer senkrechten Streichbewegung noch eine durch die sich nach oben an der Spitze verbreiternde Leistenform gesteuerte Bewegung in waagerechter Richtung selbsttätig auszuführen vermögen.
  9. 9. Shitzenzwickmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewichtshebel (56)_ auf einen den Scherenkörper (4o) tragenden Schlitten (6o) über einen Zahntrieb (58, 59) einwirkt und als Handhebel ausgebildet ist, um den Scherendruck von Hand nachregeln zu können. io.
  10. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Anarbeiten des Oberleders an die Leistenform außerhalb der Maschine (Abb. z, 3 bzw. io8) durch bloßes Einstecken in den Kopf des Leistenträgers auswechselbar befestigt ist. i r.
  11. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß Sohlendrücker (12) und Fersenstütze (9) so miteinander verbunden sind, daß bei Beginn der Sohlendrückerbewegung die Fersenstütze unter Vermittlung. eines von dem Sohlendrücker mitgenommenen Hebels (35) selbsttätig gegen den Schuh bewegt wird.
  12. 12. Spitzenzwickmaschine nach Anspruch i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß während des Einziehens des Leistenträgers in die Maschine, im letzten Teil dieser Bewegung, durch Auftreffen einer Druckstange (61) auf einen in der :Maschine fest angeordneten Anschlag (66) ein zusätzlicher Druck auf die Walkscheren (38, 39) ausgeübt wird, durch den diese fest gegen die Schuhspitze geschlossen werden und das Oberleder unter Beseitigung etwa vorhandener Falten endgültig fest an die Leistenform anpressen.
DEM124051D 1933-06-04 1933-06-04 Spitzenzwickmaschine Expired DE641311C (de)

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DE (1) DE641311C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE921195C (de) * 1937-11-04 1954-12-09 United Shoe Machinery Corp Spitzenzwickmaschine
US3011186A (en) * 1958-12-04 1961-12-05 Kamborian Toe lasting machine
EP0046858A1 (de) * 1980-08-22 1982-03-10 Turner Maschinenbau GmbH Maschine zum Einschlagen von Tacksen im Fersen- und Seitenbereich eines Schuhs

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