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DE66500C - Entleerungsvorrichtung für Kochapparate und dergleichen - Google Patents

Entleerungsvorrichtung für Kochapparate und dergleichen

Info

Publication number
DE66500C
DE66500C DENDAT66500D DE66500DA DE66500C DE 66500 C DE66500 C DE 66500C DE NDAT66500 D DENDAT66500 D DE NDAT66500D DE 66500D A DE66500D A DE 66500DA DE 66500 C DE66500 C DE 66500C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
opening
drainage opening
cooking appliances
emptying device
carriage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT66500D
Other languages
English (en)
Original Assignee
j. lexa in Prag, Kgl. Weinberge, und J. herold in Prag
Publication of DE66500C publication Critical patent/DE66500C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01BBOILING; BOILING APPARATUS ; EVAPORATION; EVAPORATION APPARATUS
    • B01B1/00Boiling; Boiling apparatus for physical or chemical purposes ; Evaporation in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Structure Of Belt Conveyors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das schwierige und langwierige Entleeren der Vacuumapparate überhaupt und der liegenden insbesondere wird dadurch verursacht, dafs man die stark eingekochte Zuckermasse zwingt, in schräger Richtung unter einem spitzen Winkel gegen die Horizontale herauszufliefsen.
Bei den jetzt üblichen Constructionen der Untertheile der liegenden Vacuumapparate, wo dl·; Masse gewöhnlich unter einem Winkel ve η 45° herausfliefsen soll, wird dadurch so wirksam der treibenden Kraft, nämlich der Schwere, entgegengearbeitet, dafs sich die Masse an den schrägen Wänden des Unterth^iles des Vacuumapparates thatsächlich wenig fortbewegen kann.
Auf Grundlage dieser Erfahrungen haben w:r einen liegenden Vacuumapparat construirt, dessen Untertheil nur von verticalen. Wänden gebildet ist, so dafs die Masse der treibenden K raft, der Schwere folgend,' vertical herausfh'sfsen mufs. Infolge dessen entsteht eine grofse Ablafsöffnung, die genau so grofs ist al·; die horizontale Projection des Apparates. D e dabei von uns angewendete Verschlufsvorrichtung dieser Ablafsöffnung stellt diese in kürzester Zeit frei.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist ein Vacuumapparat von 2700 mm Breite und 4: 50 mm Länge, so dafs seine Grundfläche ι -205 qm ausmacht, abgebildet.
Fig. ι stellt den Apparat zur Hälfte im Querschnitt und zur anderen in der Vorderansicht,
Fig. 2 im Längsschnitt und
Fig. 3 den halben Längs-Grundrifs der Verschlufsvorrichtung dar.
A B zeigt die verticale Längswand links, wogegen die rechte, gerade so construirte ^4.1JE?1 verdeckt ist. Diese Längswände gehen bis B und B1 herunter und bilden die Ablafsöffnung der Länge nach; CD und C1D1 zeigen die verticalen Querwände, welche bei D und D1 aufhören und die Ablafsöffnung der Breite nach abschliefsen. Daraus ist demnach ersichtlich,'dafs diese Ablafsöffnung gerade so grofs ist als die Grundfläche des Apparates selbst.
In der Längsmitte der Ablafsöffnung befindet sich ein schmaler doppelter Steg s, welcher unbeschadet der Gröfse der Oeffnung dieselbe in zwei gleiche Th eile theilt.
Auf den Längswänden AB und A^B1 befindet sich eine Versteifung derselben E aus Winkeleisen, auf deren unterer Fläche, fest mit E verbunden, eine innen prismatisch ausgehobelte Leiste F angebracht ist; unterhalb des Steges s sind zwei solche Leisten G befestigt. Auf den Querwänden CD und C1D1 sind gufseiserne Heizkammern H und H1 fest angenietet und tragen jede auf ihrem unteren Flantsch eine ebensolche innen prismatisch ausgehobelte Leiste J.
Diese zwei Versteifungen E mit dem inneren Steg s und den Qperleisten J bilden zusammen ein Ganzes, nämlich einen durch den mittleren Steg s in zwei zusammenhängende Hälften getheilten Rahmen. Die auf diesem Rahmen an-
gebrachten Leisten F G und J, welche alle in gleicher Horizontalebene liegen, bilden für sich zwei Rahmen, die unter dem Steg s in der Mitte des Apparates getrennt sind, hier jedoch hart an einander angrenzen. Jeder von diesen Rahmen trägt nun in seiner prismatisch ausgehobelten Rinne einen Kautschukschlauch S von prismatischem Querschnitt, der also ebenfalls einen Rahmen bildet und genau so grofs ist als die Rinne selbst.
Die zum Schliefsen der Ablafsöffnung nothwendige Vorrichtung besteht hier aus zwei Walzen W und W1, welche jede auf acht Rollen r r r .. . ruhen und mittels dieser auf den Traversen 11 und u u gleiten können. Jeder Wagen trägt oben eine volle, starke Platte P, welche mittels Traversen ν ν und w n> genügend versteift und auf ihrer oberen Fläche vollkommen gerade ist und unterhalb die die Rollen r r führenden Lager / / und m m trägt.
Der Wagen W ist in der den Apparat schliefsenden Lage gezeichnet, während W1 die halbe Ablafsöffnung offen läfst. Die Traversen 11 stehen fest auf den Traversen T T, welche ihrerseits mittels der Consolen K K auf den den Apparat tragenden vier Säulen QQ... aufruhen.
In der verticalen Längenmittelebene des Apparates sind unterhalb desselben, und zwar vor der vorderen und rückwärtigen Querwand und vor den Wagen Wund VF1 auf den Traversen 11 je ein Consollager MM und vor den Längswänden des Apparates je zwei Consollager JV JV befestigt.
Die Lager MM führen eine Welle O, die auf ihrem einen Ende drei Riemscheiben RR1 und R", wovon die mittlere fest und die beiden äufseren lose sind, trägt. Auf dieser Welle sitzen zwei Schnecken g g1, deren Schneckenräder h hl auf je einer senkrecht zur Welle O situirten Schraubenspindel befestigt sind. Diese Schraubenspindeln q q1 haben zur Hälfte ein linkes und zur anderen Hälfte ein rechtes Gewinde und sind in den Consolen MM in kkl und in den Consolen NN in ο ο gelagert. Die Rollenlager m und ml sind seitlich je mit einer Lagerung ρ und pl versehen, in welcher je eine Schraubenmutter i und i1 befestigt ist, die sich nur im horizontalen Sinne, also ohne sich zu drehen, bewegt.
Die mittlere Riemscheibe ist mit einer auf einer Transmission angebrachten, die Breite der drei Scheiben RR1R" besitzenden Riemscheibe mittelst eines offenen und eines gekreuzten Riemens verbunden, welche Riemen mit einer gewöhnlichen, auf den Zeichnungen nicht angegebenen, aus Gabeln und zwei Ausrückhebeln bestehenden Aus- und Einrückvorrichtung versehen sind.
Wenn nun die Ablafsöffnung geschlossen ist, stehen die beiden Wagen W und W1 unterhalb derselben, so dafs sie' sich in der Apparatlängsmitte hart neben einander befinden. Soll jedoch die Ablafsöffnung ganz offen sein, so hat der Wagen W gerade so weit nach' links zu stehen wie der Wagen W1 nach rechts, dessen Stellung bei offener Ablafsöffnung gezeichnet ist, d. h. sie werden in eine solche Lage gebracht, dafs die ganze Ablafsöffnung von B bis B1 frei ist.
Das Oeffnen der Ablafsöffnung geschieht auf folgende Weise: Mittels des einen der genannten Ausrückhebel wird der offene Riemen von der Riemscheibe R" auf die mittlere feste Scheibe R1 gerückt, welche sofort anfängt, die Welle O zu bewegen; diese trägt nun mittels beider Schnecken und Schneckenräder die beiden mit linkem und rechtem Gewinde versehenen Schrauben; diese Schrauben bringen durch die Schraubenmutter i die Console m und dadurch deren Rolle, wie auch die anderen Rollen r r dieses Wagens W in Lauf, so dafs dieser Wagen auf den Traversen 11 und u u nach links herausrollt; gleichzeitig geschieht dasselbe beim Wagen W1, der sich jedoch in entgegengesetzter Richtung, also nach rechts hinausbewegen mufs.
Beide Wagen bewegen sich so lange von der Längsmitte des Apparates nach links und rechts, bis die Ablafsöffnung ganz frei ist, in welchem Augenblick die Wagen mittelst des Ausrückhebels und der entsprechenden Riemenausrückung ganz leicht zum Stillstand gebracht werden.
Will man hingegen die bei offener Ablafsöffnung aus einander stehenden Wagen schliefsen, braucht man nur mit dem entsprechenden Ausrücknebel den gekreuzten Riemen von der losen Riemscheibe R auf die feste R1 überzuführen. Alsdann drehen sich die beiden Schraubenspindeln umgekehrt als wie beim Oeffnen und die Wagen rücken an einander so lange, bis sie ganz zusammenkommen, vor welchem Augenblick der Ausrückhebel die entsprechende Riemenausrückung leicht und langsam bewerkstelligt.
Behufs Abdichtung sind die oben angeführten zwei Schlauchrahmen aus Kautschuk mit einer kleinen Druckpumpe verbunden, wobei der linke Rahmen mit der auf der linken Längswand und der rechte mit der auf der rechten Längswand des Apparates befestigten Druckpumpe verbunden ist. Sobald nun, im Falle der Apparat geschlossen werden soll, die beiden Wagen W und W1 hart an einander unter der Ablafsöffnung stehen, wird mittels der Druckpumpe in den entsprechenden Schlauch so lange Wasser gepumpt, bis derselbe aus seiner Rinne um so viel herausgedrückt ist, dafs er sich auf die ihm gehörende Wagen-
platte P auflegt und so die Ablafsöffnung hermetisch abschliefst; nach dieser einfachen Procedur kann der Apparat sofort in Betrieb gesetzt werden. Der dazu im Schlauch nothwendige Druck beträgt ι '/2 bis 3 Atmosphären.
Nach beendetem Sude wird zunächst das Wisser aus dem Schlauch entfernt, so dafs derselbe in seine Rinne so zurückgeht, dafs zwischen seiner äufseren Fläche und zwischen der Platte P ein Zwischenraum ^ von 4 bis 5 mm entsteht und die beiden Wagen W und W1 mittels der oben beschriebenen VorricJitung aus einander geschoben werden kö:inen.
Das Oeffnen bezw. das Freimachen der ■ ganzen Ablafsöffnung geschieht mit der oben dargestellten Vorrichtung in einer Zeit von ι ο bis 12 Minuten, je nach der Breite der Ablaf;!Öffnung. Diese Zeit genügt, um eine recht stramm gekochte Zuckermasse von z. B. nur 3 pCt. Wassergehalt ganz abzulassen.
Das Ablassen selbst geht sofort vor sich, sowie die Ablafsöifnung auf etwa 100 mm frei geworden ist, und setzt sich progressiv so lange fort, bis die Ablafsöffnung ganz offen steht, und zwar in der Weise, dafs in diesem Augenblick (also nach Ablauf von 10 bis 12 Minuten) der Apparat vollständig leer steht und die stramm gekochte Krystallmasse ohne Nacharbeit aus dem Apparat entfernt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Entleerungsvorrichtuug für Kochapparate u. dergl., bestehend aus zwei Wagen W und W1, welche mittels einer festen und zwei losen Riemscheiben RR1R", einer Welle O, zwei Schnecken g g1, zwei Schneckenrädern h /?' und zwei links- und rechtsgängigen Schraubenspindeln q q1 über Traversen tt und uu auf Rollen r r an einander oder aus einander gebracht werden können und, unter die Ablafsöffnung gestellt, dieselbe dadurch abdichten, dafs sich auf ihre oberen Platten P P zwei durch Wasserdruck aufgetriebene Gummischlauchrahmen andrücken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT66500D Entleerungsvorrichtung für Kochapparate und dergleichen Expired - Lifetime DE66500C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE66500C true DE66500C (de)

Family

ID=340207

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT66500D Expired - Lifetime DE66500C (de) Entleerungsvorrichtung für Kochapparate und dergleichen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE66500C (de)

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