DE66500C - Entleerungsvorrichtung für Kochapparate und dergleichen - Google Patents
Entleerungsvorrichtung für Kochapparate und dergleichenInfo
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- DE66500C DE66500C DENDAT66500D DE66500DA DE66500C DE 66500 C DE66500 C DE 66500C DE NDAT66500 D DENDAT66500 D DE NDAT66500D DE 66500D A DE66500D A DE 66500DA DE 66500 C DE66500 C DE 66500C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01B—BOILING; BOILING APPARATUS ; EVAPORATION; EVAPORATION APPARATUS
- B01B1/00—Boiling; Boiling apparatus for physical or chemical purposes ; Evaporation in general
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Structure Of Belt Conveyors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das schwierige und langwierige Entleeren der Vacuumapparate überhaupt und der liegenden insbesondere wird dadurch verursacht,
dafs man die stark eingekochte Zuckermasse zwingt, in schräger Richtung unter einem
spitzen Winkel gegen die Horizontale herauszufliefsen.
Bei den jetzt üblichen Constructionen der Untertheile der liegenden Vacuumapparate, wo
dl·; Masse gewöhnlich unter einem Winkel ve η 45° herausfliefsen soll, wird dadurch so
wirksam der treibenden Kraft, nämlich der Schwere, entgegengearbeitet, dafs sich die
Masse an den schrägen Wänden des Unterth^iles des Vacuumapparates thatsächlich wenig
fortbewegen kann.
Auf Grundlage dieser Erfahrungen haben w:r einen liegenden Vacuumapparat construirt,
dessen Untertheil nur von verticalen. Wänden gebildet ist, so dafs die Masse der treibenden
K raft, der Schwere folgend,' vertical herausfh'sfsen
mufs. Infolge dessen entsteht eine grofse Ablafsöffnung, die genau so grofs ist
al·; die horizontale Projection des Apparates. D e dabei von uns angewendete Verschlufsvorrichtung
dieser Ablafsöffnung stellt diese in kürzester Zeit frei.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist ein Vacuumapparat von 2700 mm Breite und
4: 50 mm Länge, so dafs seine Grundfläche ι -205 qm ausmacht, abgebildet.
Fig. ι stellt den Apparat zur Hälfte im Querschnitt und zur anderen in der Vorderansicht,
Fig. 2 im Längsschnitt und
Fig. 3 den halben Längs-Grundrifs der Verschlufsvorrichtung dar.
A B zeigt die verticale Längswand links, wogegen die rechte, gerade so construirte
^4.1JE?1 verdeckt ist. Diese Längswände gehen
bis B und B1 herunter und bilden die Ablafsöffnung
der Länge nach; CD und C1D1
zeigen die verticalen Querwände, welche bei D und D1 aufhören und die Ablafsöffnung
der Breite nach abschliefsen. Daraus ist demnach ersichtlich,'dafs diese Ablafsöffnung gerade
so grofs ist als die Grundfläche des Apparates selbst.
In der Längsmitte der Ablafsöffnung befindet sich ein schmaler doppelter Steg s, welcher
unbeschadet der Gröfse der Oeffnung dieselbe in zwei gleiche Th eile theilt.
Auf den Längswänden AB und A^B1 befindet
sich eine Versteifung derselben E aus Winkeleisen, auf deren unterer Fläche, fest
mit E verbunden, eine innen prismatisch ausgehobelte Leiste F angebracht ist; unterhalb
des Steges s sind zwei solche Leisten G befestigt. Auf den Querwänden CD und C1D1
sind gufseiserne Heizkammern H und H1 fest
angenietet und tragen jede auf ihrem unteren Flantsch eine ebensolche innen prismatisch ausgehobelte
Leiste J.
Diese zwei Versteifungen E mit dem inneren Steg s und den Qperleisten J bilden zusammen
ein Ganzes, nämlich einen durch den mittleren Steg s in zwei zusammenhängende Hälften getheilten
Rahmen. Die auf diesem Rahmen an-
gebrachten Leisten F G und J, welche alle in gleicher Horizontalebene liegen, bilden für sich
zwei Rahmen, die unter dem Steg s in der Mitte des Apparates getrennt sind, hier jedoch
hart an einander angrenzen. Jeder von diesen Rahmen trägt nun in seiner prismatisch ausgehobelten
Rinne einen Kautschukschlauch S von prismatischem Querschnitt, der also ebenfalls
einen Rahmen bildet und genau so grofs ist als die Rinne selbst.
Die zum Schliefsen der Ablafsöffnung nothwendige Vorrichtung besteht hier aus zwei
Walzen W und W1, welche jede auf acht Rollen r r r .. . ruhen und mittels dieser auf
den Traversen 11 und u u gleiten können. Jeder Wagen trägt oben eine volle, starke
Platte P, welche mittels Traversen ν ν und w n>
genügend versteift und auf ihrer oberen Fläche vollkommen gerade ist und unterhalb die die
Rollen r r führenden Lager / / und m m trägt.
Der Wagen W ist in der den Apparat schliefsenden Lage gezeichnet, während W1 die
halbe Ablafsöffnung offen läfst. Die Traversen 11 stehen fest auf den Traversen T T,
welche ihrerseits mittels der Consolen K K auf den den Apparat tragenden vier Säulen QQ...
aufruhen.
In der verticalen Längenmittelebene des Apparates sind unterhalb desselben, und zwar
vor der vorderen und rückwärtigen Querwand und vor den Wagen Wund VF1 auf den Traversen
11 je ein Consollager MM und vor
den Längswänden des Apparates je zwei Consollager JV JV befestigt.
Die Lager MM führen eine Welle O, die
auf ihrem einen Ende drei Riemscheiben RR1 und R", wovon die mittlere fest und die
beiden äufseren lose sind, trägt. Auf dieser Welle sitzen zwei Schnecken g g1, deren
Schneckenräder h hl auf je einer senkrecht zur Welle O situirten Schraubenspindel befestigt
sind. Diese Schraubenspindeln q q1 haben zur Hälfte ein linkes und zur anderen Hälfte ein
rechtes Gewinde und sind in den Consolen MM in kkl und in den Consolen NN in
ο ο gelagert. Die Rollenlager m und ml sind
seitlich je mit einer Lagerung ρ und pl versehen,
in welcher je eine Schraubenmutter i und i1 befestigt ist, die sich nur im horizontalen
Sinne, also ohne sich zu drehen, bewegt.
Die mittlere Riemscheibe ist mit einer auf einer Transmission angebrachten, die Breite
der drei Scheiben RR1R" besitzenden Riemscheibe
mittelst eines offenen und eines gekreuzten Riemens verbunden, welche Riemen mit einer gewöhnlichen, auf den Zeichnungen
nicht angegebenen, aus Gabeln und zwei Ausrückhebeln bestehenden Aus- und Einrückvorrichtung
versehen sind.
Wenn nun die Ablafsöffnung geschlossen ist, stehen die beiden Wagen W und W1
unterhalb derselben, so dafs sie' sich in der Apparatlängsmitte hart neben einander befinden.
Soll jedoch die Ablafsöffnung ganz offen sein, so hat der Wagen W gerade so weit nach'
links zu stehen wie der Wagen W1 nach rechts, dessen Stellung bei offener Ablafsöffnung
gezeichnet ist, d. h. sie werden in eine solche Lage gebracht, dafs die ganze Ablafsöffnung
von B bis B1 frei ist.
Das Oeffnen der Ablafsöffnung geschieht auf folgende Weise: Mittels des einen der genannten
Ausrückhebel wird der offene Riemen von der Riemscheibe R" auf die mittlere feste
Scheibe R1 gerückt, welche sofort anfängt, die Welle O zu bewegen; diese trägt nun mittels
beider Schnecken und Schneckenräder die beiden mit linkem und rechtem Gewinde versehenen
Schrauben; diese Schrauben bringen durch die Schraubenmutter i die Console m
und dadurch deren Rolle, wie auch die anderen Rollen r r dieses Wagens W in Lauf,
so dafs dieser Wagen auf den Traversen 11 und u u nach links herausrollt; gleichzeitig geschieht
dasselbe beim Wagen W1, der sich jedoch in entgegengesetzter Richtung, also nach
rechts hinausbewegen mufs.
Beide Wagen bewegen sich so lange von der Längsmitte des Apparates nach links und
rechts, bis die Ablafsöffnung ganz frei ist, in welchem Augenblick die Wagen mittelst des
Ausrückhebels und der entsprechenden Riemenausrückung ganz leicht zum Stillstand gebracht
werden.
Will man hingegen die bei offener Ablafsöffnung aus einander stehenden Wagen
schliefsen, braucht man nur mit dem entsprechenden Ausrücknebel den gekreuzten
Riemen von der losen Riemscheibe R auf die feste R1 überzuführen. Alsdann drehen sich
die beiden Schraubenspindeln umgekehrt als wie beim Oeffnen und die Wagen rücken an
einander so lange, bis sie ganz zusammenkommen, vor welchem Augenblick der Ausrückhebel
die entsprechende Riemenausrückung leicht und langsam bewerkstelligt.
Behufs Abdichtung sind die oben angeführten zwei Schlauchrahmen aus Kautschuk mit einer
kleinen Druckpumpe verbunden, wobei der linke Rahmen mit der auf der linken Längswand
und der rechte mit der auf der rechten Längswand des Apparates befestigten Druckpumpe
verbunden ist. Sobald nun, im Falle der Apparat geschlossen werden soll, die
beiden Wagen W und W1 hart an einander unter der Ablafsöffnung stehen, wird mittels
der Druckpumpe in den entsprechenden Schlauch so lange Wasser gepumpt, bis derselbe aus
seiner Rinne um so viel herausgedrückt ist, dafs er sich auf die ihm gehörende Wagen-
platte P auflegt und so die Ablafsöffnung hermetisch abschliefst; nach dieser einfachen
Procedur kann der Apparat sofort in Betrieb gesetzt werden. Der dazu im Schlauch nothwendige
Druck beträgt ι '/2 bis 3 Atmosphären.
Nach beendetem Sude wird zunächst das Wisser aus dem Schlauch entfernt, so dafs
derselbe in seine Rinne so zurückgeht, dafs zwischen seiner äufseren Fläche und zwischen
der Platte P ein Zwischenraum ^ von 4 bis 5 mm entsteht und die beiden Wagen W
und W1 mittels der oben beschriebenen VorricJitung
aus einander geschoben werden kö:inen.
Das Oeffnen bezw. das Freimachen der ■ ganzen Ablafsöffnung geschieht mit der oben
dargestellten Vorrichtung in einer Zeit von ι ο bis 12 Minuten, je nach der Breite der Ablaf;!Öffnung.
Diese Zeit genügt, um eine recht stramm gekochte Zuckermasse von z. B. nur
3 pCt. Wassergehalt ganz abzulassen.
Das Ablassen selbst geht sofort vor sich, sowie die Ablafsöifnung auf etwa 100 mm frei
geworden ist, und setzt sich progressiv so lange fort, bis die Ablafsöffnung ganz offen
steht, und zwar in der Weise, dafs in diesem Augenblick (also nach Ablauf von 10 bis
12 Minuten) der Apparat vollständig leer steht und die stramm gekochte Krystallmasse ohne
Nacharbeit aus dem Apparat entfernt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Entleerungsvorrichtuug für Kochapparate u. dergl., bestehend aus zwei Wagen W und W1, welche mittels einer festen und zwei losen Riemscheiben RR1R", einer Welle O, zwei Schnecken g g1, zwei Schneckenrädern h /?' und zwei links- und rechtsgängigen Schraubenspindeln q q1 über Traversen tt und uu auf Rollen r r an einander oder aus einander gebracht werden können und, unter die Ablafsöffnung gestellt, dieselbe dadurch abdichten, dafs sich auf ihre oberen Platten P P zwei durch Wasserdruck aufgetriebene Gummischlauchrahmen andrücken.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66500C true DE66500C (de) |
Family
ID=340207
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT66500D Expired - Lifetime DE66500C (de) | Entleerungsvorrichtung für Kochapparate und dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE66500C (de) |
-
0
- DE DENDAT66500D patent/DE66500C/de not_active Expired - Lifetime
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