DE62257C - Antriebvorrichtung mit veränderlichem Uebersetzungsverhältnifs für Fahrräder - Google Patents
Antriebvorrichtung mit veränderlichem Uebersetzungsverhältnifs für FahrräderInfo
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- DE62257C DE62257C DENDAT62257D DE62257DA DE62257C DE 62257 C DE62257 C DE 62257C DE NDAT62257 D DENDAT62257 D DE NDAT62257D DE 62257D A DE62257D A DE 62257DA DE 62257 C DE62257 C DE 62257C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62M—RIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
- B62M15/00—Transmissions characterised by use of crank shafts and coupling rods
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. September 1891 ab.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht darin, dafs die Geschwindigkeit des Fahrrades
von dem Fahrer beliebig während des Ganges geändert werden kann, während die
Tretgeschwindigkeit dieselbe bleibt, und zwar wird die Uebertragung des Ausschlages der
Trethebel auf die Triebkette während der Fahrt verändert.
Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dafs auf der Tretachse und auf der Achse, welche
das Antriebsrad für die endlose Kette trägt, Scheiben angeordnet werden, welche durch
einen Riemen oder durch ein Band verbunden sind. Letztere sind so angebracht, dafs sie
sich von der einen Scheibe ab- und auf die andere aufwickeln, wobei die Fahrgeschwindigkeit
sich dadurch ändern läfst, dafs das Verhältnifs der Durchmesser der beiden Platten
verändert wird; auf solche WTeise kann der
Fahrer die Trethebel ■ an kleinerem Hebel angreifen lassen, wenn abwärts gefahren wird,
und an gröfserem Hebel, wenn Steigungen zu überwinden sind.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Zweirad dargestellt, welches der vorliegenden Erfindung
entsprechend eingerichtet ist; Fig I bildet die Seitenansicht und Fig. 2 den Grundrifs
des Zweirades. Fig. 3, 4 und 5 veranschaulichen das Auf- und Abwickeln des
Bandes, welches die Uebertragung der Kraft von der Tretwelle auf die Treibradwelle vermittelt.
Fig. 6 stellt eine weitere Einzelheit dar.
Das angetriebene Rad ist mit a, das Lenkrad mit b benannt. Das Gestell c, das die
beiden Räder mit einander verbindet, trägt bei c T den Sattel d mit Hülfe des Stiftes d \
bei c2 die Stange/ des Lenkbügels f1, welcher
die Achse des Rades b umgiebt, bei ca
die Achse e für das Zahnrad g, welches durch die Kette ohne Ende g1 ihre Bewegung auf
das kleinere Zahnrad g2 überträgt, das sich
auf der Achse des Rades α befindet. Zwischen der Achse e und dem Lenkrad b ist noch die
Welle h, an der die Trethebel angreifen, mittelst der Tragarme c* an dem Gestell c des
Fahrrades angeordnet.
Auf den Wellen e und h sind lose die Scheiben mm1, η η1 angebracht, welche paarweise
zusammengehören und durch Kupferoder Stahlbänder 0 o1 verbunden sind. Die
Enden der letzteren sind einerseits auf den Scheiben m n, andererseits auf den Scheiben
m1 nx befestigt.
Die Scheiben m m1 werden durch die Trethebel
ρ p1 mittelst der an denselben befestigten Klinken q q1 bethätigt, indem diese in die auf
der Welle jener Scheiben befestigten Sperrräder r r1 fassen. Die Gegenklinken s s1 verhindern
jede umgekehrte Bewegung der Sperrräder, sobald dieselben durch den Fahrenden in Eingriff mit den Zahnrädern gebracht werden,
wie in der Folge beschrieben wird. Die Scheiben η ηλ sind ihrerseits mit der Welle e
durch die Klinken fi1 in Verbindung, welche
an den Scheiben befestigt sind, und durch entsprechende Sperrräder u u1, welche auf die
Welle aufgekeilt sind. Die Spiralfedern ν ν1, welche die Welle e umgeben, sind mit den
einen Enden an den Scheiben und mit den anderen Enden an dem Gestell c befestigt.
Sie haben die Aufgabe, die Scheiben umgekehrt zu drehen, wie die Trethebel ρ ρ1.
Die Wirkungsweise gestaltet sich folgendermafsen. Bei dem jedesmaligen Niederdrücken
des rechten Trethebels ρ dreht sich die Scheibe m im Sinne des Pfeiles i, Fig. i, und
das Band ο rollt sich auf die Scheibe m auf, während es von der Scheibe η um dasselbe
Stück abgewickelt wird, wobei sich letztere im entgegengesetzten Sinne dreht, wie Pfeil 2,
Fig. i, zeigt. Diese Umdrehung der Scheiben
veranlafst auch die Umdrehung des Zahnrades g, so dafs die Kette g\ wie der Pfeil 3
angiebt, den Betrieb des Fahrrades vermittelt. Sobald der Druck auf den Trethebel ρ nachläfst,
bewirkt die Feder ν das Zurückwickeln des Bandes von m nach η und bewirkt gleichzeitig
auch das Wiederanheben des Trethebels.
Gleichzeitig mit diesem Rückgang der Theile j>,
η und m in die Anfangsstellung wird der linke Trethebel pl niedergedrückt und veranlafst das
Aufrollen des Bandes o1 auf die Scheibe m\
während es sich von der Scheibe n1 abwickelt. Mittelst der Klinke i1 des Klinkenrades u1 und
des Zahnrades g geschieht dann der Antrieb des Rades α in derselben Weise, wie vorher
beschrieben.
. Es ist ersichtlich, dafs, wenn die Bänder ganz auf die Scheiben nn1, Fig. 3, aufgewickelt
sind, die Trethebel ρ ρ1 auf diese Scheiben mittelst Scheiben in m} wirken, welche
kleineren Durchmesser haben. Beim Niederdrücken des Trethebels wird daher die Aufwickelung des Bandes ο ο' um ein kleineres
Stück stattfinden und dementsprechend auch die Uebertragung eine langsamere sein. Wenn
dagegen die Bänder o.o1 fast ganz auf die
Scheiben mm1, Fig. 5, aufgerollt sind, so rufen die Trethebel ρ ρl eine schnellere Bewegung
infolge des gröfseren Ausschlages der Scheiben η ηλ hervor. Im ersteren Falle findet
die langsamste, im letzteren Falle die schnellste Uebertragung statt. Sobald die Aufwickelung
des Bandes 0 0' auf beiden Scheiben m η und m'M1, Fig. 4, gleich ist, ist die Uebertragung
normal und ebenso wie bei Fahrrädern gewöhnlicher Construction.
Die Vorrichtung, um das Uebertragungsband in verschiedener Weise aufzuwickeln, ist folgendermafsen
eingerichtet. Im Bereich der Hand des Fahrenden liegt der Hebel x, welcher seinen Drehpunkt bei x1 hat und mit
vier Armen γγλχ%γζ versehen ist. Mit diesen
Armen sind vier Stangen \\l ^ ^" verbunden,
welche entsprechend an dem Gestell c geführt sind. Jede dieser Stangen führt nach einer
Klinke, und zwar sind die Stangen \ ^2 mit
den Klinken q q1 der Trethebel ρ pl verbunden,
um sie aufser Eingriff mit den Sperrrädern r r1 zu halten, während die Stangen ^1 ^3
mit den Gegenklinken s s1 verbunden sind,
um diese in die Zähne der Räder r r1 zu
drücken. Die Federn n> w1 sind bestrebt, die
Stangen beständig empor zu halten.
Sobald der Fahrer die Bänder auf die Scheiben m m1 aufwickeln will, drückt derselbe die
Stangen ^1 ^3 nieder, wodurch die Klinken s sl
in die Sperrräder r rl eingreifen. .Dann folgt
mehrmalige Bethätigung der Trethebel; sobald die Aufwickelung genügend erscheint, wird der
Hebel χ wieder freigegeben. Die Klinken s sl
werden dann aufser Eingriff gebracht und die Umwickelung bleibt so, wie sie in diesem
Augenblick ist. Die Aufwickelung auf die Scheiben η n1 geschieht dadurch, dafs der
Fahrer durch Niederdrücken der Stangen % ^ die Klinken q ql von den Sperrrädern r r1 abhebt.
Der Fahrer vermag in jedem Augenblick je nach der Beschaffenheit des Bodens die Uebertragung
der Bewegung zu ändern. Hierbei sei noch besonders hervorgehoben, dafs der Fahrer auch beide Trethebel gleichzeitig bethätigen
könnte, indem er sich abwechselnd hebt und senkt. Auf diese Arten lassen sich Geschwindigkeiten erzielen, welche bisher für
Fahrräder unerreichbar schienen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Antrieb vorrichtung mit veränderlichem Uebersetzungsverhältnifs für Fahrräder, bei welchen die schwingenden Trethebel (ppl) mittelst Sperrwerke (ql r) bei jedem Niedergang eine Welle mit Bandscheiben (m m1) drehen, welche ihrerseits das Band von Scheiben (n nl) abwickeln, welche lose auf der Treibachse (e) sitzen und abwechselnd diese durch Sperrwerke (tu, I1U1J mitnehmen und durch Federn (v V1J zurückgedreht werden, wobei die Fahrgeschwindigkeit sich dadurch ändern läfst, dafs die Bänder auf den einen Scheiben mehr oder weniger als auf den anderen aufgewickelt werden, zu welchem Zwecke mittelst Hebelwerke (x x1, yyl u. s. w.) entweder Sperrklinken (Ss1J sich einrücken lassen, um zeitweilig die Rückdrehung der mit den Trethebeln verbundenen Welle (h) zu verhindern, oder die mit den Trethebeln verbundenen Klinken (ql) ausgelöst werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE62257C true DE62257C (de) |
Family
ID=336260
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT62257D Expired - Lifetime DE62257C (de) | Antriebvorrichtung mit veränderlichem Uebersetzungsverhältnifs für Fahrräder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE62257C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29602729U1 (de) * | 1996-02-19 | 1997-06-19 | Mundorf, John, 22087 Hamburg | Tretroller |
-
0
- DE DENDAT62257D patent/DE62257C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29602729U1 (de) * | 1996-02-19 | 1997-06-19 | Mundorf, John, 22087 Hamburg | Tretroller |
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