[go: up one dir, main page]

DE627202C - Verfahren zur Sterilisierung und gleichzeitigen Brauchbarmachung von Roggen fuer Verfuetterungszwecke - Google Patents

Verfahren zur Sterilisierung und gleichzeitigen Brauchbarmachung von Roggen fuer Verfuetterungszwecke

Info

Publication number
DE627202C
DE627202C DEZ20550D DEZ0020550D DE627202C DE 627202 C DE627202 C DE 627202C DE Z20550 D DEZ20550 D DE Z20550D DE Z0020550 D DEZ0020550 D DE Z0020550D DE 627202 C DE627202 C DE 627202C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rye
sterilization
simultaneous use
feeding purposes
feeding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEZ20550D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WALTER ZIMMER
Original Assignee
WALTER ZIMMER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WALTER ZIMMER filed Critical WALTER ZIMMER
Priority to DEZ20550D priority Critical patent/DE627202C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE627202C publication Critical patent/DE627202C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L5/00Preparation or treatment of foods or foodstuffs, in general; Food or foodstuffs obtained thereby; Materials therefor
    • A23L5/20Removal of unwanted matter, e.g. deodorisation or detoxification
    • A23L5/21Removal of unwanted matter, e.g. deodorisation or detoxification by heating without chemical treatment, e.g. steam treatment, cooking

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Sterilisierung und gleichzeitigen Brauchbarmachung von Roggen für Verfütterungszwecke Bekannt sind Verfahren, gemäß welchen der Roggen für Verfütterungszwecke brauchbar gemacht wird. Beispielsweise wird der Roggen gedämpft, also auf nassem Wege behandelt, wodurch eine Entbitterung des Roggens und damit die Aufnahmefreudigkeit seitens der Tiere erreicht werden soll, welche eine instinktive Abneigung gegen. den bitteren, nicht unschädlichen Geschmack des unbehandelten Roggenkornes zeigen. Nachweisbar ist z. B. bei Hühnern durch Vierfütterung von unbehandeltem Roggen deren.Degeleistung zurückgegangen; Bruteier von mit unbehandelten Roggenkörnern gefütterten Tieren brachten keine Schlupferfolge, was wiederum durch genaue Beobachtungen festgestellt werden könnte. Dieses erwähnte Naßverfahren ist jedoch sehr umständlich und insbesondere kostspielig; stets muß ein: nachträgliches sorgfältiges Trocknen der Körner sich der Naßbehandlung anschließen, wenn das Futter nicht verderben soll.
  • Bekannt sind weiterhin Verfahren zur Entbitterung des Roggens, bei denen Säuren und Fermente verwendet werden. Diesie Arbeitsweisen sind aber wiederum nur auf nassem Wege durchzuführen und benötigen im Vergleich zum Verfahren der Erfindung hinsichtlich der Kosten ein Vielfaches. Auch eosiniertes Roggenkörnerfutter wird teilweise auf den Markt gebracht; das jedoch mit dem gemäß dem Verfahren der Erfindung behandelten Roggen nicht verglichen werden. kann, da im eosinierten Roggen die schädlichen Bitterstoffe noch enthalten sind.
  • Bekannt sind auch Verfahren, bei denen der Roggen auf eine Temperatur von etwa 4o bis 4C C ungefähr 1/4 Stunde erhitzt wird, um dadurch Insekten, Larven, Fliegen und Pilze zu töten. Bei diesem Verfahren darf jedoch die Temperatur keinesfalls die Zone von I oo bis II o° G überschreiten, um die Keimkraft des Kornes nicht zu- zerstören. Vorliegende Erfindung betrifft nun ein, Verfahren, gemäß welchem der Roggen für Verfütterungszwecke an Geflügel und Vieh brauchbar und gleichzeitig steril, also nicht mehr keimfähig, gemacht wird. Insbesondere läßt sich .Roggen, der durch Nässe oder durch feuchte Lagerung weder für die menschliche noch für die tierische Ernährung verwendet werden konnte durch das neue Verfahren zu einem hochwertigen, Lagerbeständigen Futtermittel umwandeln. Erfindungsgemäß wird der Roggen m einem geeignetexi Behälter unter ständiger Bewegung des Gutes auf eine Temperatur von mindestens etwa i8 ob C für- die Dauer von etwa 3 Minuten erhitzt. Hierbei ist @es von größter Bedeutung für den Ausfall der Ware, däß die Temperatur gemäß dem Verfahren genau äragehalten wird. Die Schädlichkeit der Wirkung höherer Temperaturen liegt darin, daß das Gut zwangsläufig. verkohlen muß; =und man würde ein Produkt erhalten, das gerade durch das Verfahren gemäß der Erfindung vermieden werden soll. Solche Röstkörner werden, wie häufige Fütterungsversuche -einwandfreidergaben, vog den Tieren höchst ungern oder überhaupt nicht aufgenommen. Verdauungsstörungen wareni bei Versuchstieren, denen durch Zwang solche gerösteten Körner eingegeben wurden, die steten Folgen.
  • Das so behandelte Roggengut ist frei von jeglichem Bitterstof und wird vom Geflügel sehr gern aufgenommen. Die Farbe des Roggenkornes ist durch das neue Verfahren die des Weizens geworden. Auch in der Größe gleicht des denn Aussehen eines Weizenkornes Analysen, die mit dem behandelten Roggen ausgeführt würden, haben gezeigt, daß die Bestandteile chemisch unverändert .geblieben sind; der Eiweißgehalt insbesondere hat sich eher erhöht, und die Eiweißverbindungen sind nicht zerstört öderirgendwie abgebaut. Hierin ist ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens zu erblicken daß der Roggen nur entbittert, keinesfalls aber durch die Erhitzung ,,an Nährwert verloren hat.
  • Dem Verfahren gemäß der Erfindung kann gegebenenfalls ein Bleichprozeß angeschlos. sen werden, der mit an sich bekannten Mitteln in bekannter Weise durchgeführt wird.
  • Die Duurchführung ,des Verfahrens, geschieht zweckmäßig in Seiner eigens hierfür gebauen Anlage. Diese beseelt aus einem siloartigen Behälter, -aus dem oder Roggen, 'reguliert, durch .,eine Schnecke oder eine -andere transportierende Vorrichtung in eine erhitzte, z.B. trogartig ausgebildete und - Zweckmaßig schräg angeordnete, z. B. etwa 2 m mäßig schräg angeordnete, z.B. etwa 2m länge Vorrichtung befördert wird. Je nach der Menge der zu behandelnden Ware wird der Transport langsamer .öder schneller eln.-gestellt, jedoch immer so daß das Gut -,etwa 3 Minuten der Temperatur von etwa I8o°C ausgesetzt ist. Nachdem der loggen. die beheizte trogartige Vorrichtung passiert hat, hat er dein weizenähnliches Aussehen und kann nach kurzer Abkühlung bereits in Säcke gefüllt werden Aus wärmewirt schaftlichen Gründen kann der beheizte Trog nach allen Seiten his durch isolierende Platten oder andere geeignete Mittel gegen zu großen Wärmeverlust geschützt werden, wobei in bekannter Weise ein Abzug in den isolierenden, den, Trog umkledenden Kasten eingebaut werden kann, dem aus dem Roggengut entweichenden Wasserdampf einen Austritt zu ermöglichen. Es hat sich gezeigt, daß das Verfahren gemäß der Erfindung mit eiremn Röstprozeß ö.dgl nichts gemeinsam hat. Bei letzterem wird das Gut hinsichtlich seiner Baustoffe derart verändert, daß es, betrachtet mit dem Ausgangsmaterial, ganz andere, zum Teil zerstörte und abgebaute chemische Verbindungen aufweist, z. B. ist Stärke sowohl wie auch das Eiweiß weitgehend beten. Röstprodukt abgebaut bzw. zerstört, während das gemäß dem Verfahren der Erfindung behandelte Gut diese dem tierischen Körper dienlichen Baustoffe unversehrt behält. Durch die Umwandlung gemäß dem Verfahren der Erfindung wird das aus dem so behandelten Roggen gewonnene Mehl für Backzwecke völlig ungeeignet; dadurch wird das Eosinieren des Roggens, wobei sich die Eösinfarbe bekanntlich in unerwünschter Weise dem tierischen Fleische mitteilt, weiterhin das Geflügel einen rot augefärbten Roggen höchst ungern aufnimmt, wiederum überflüssig, da ja das Eosinieren lediglich den Zweck hat, den zum Füttern bestimmten. Roggen von. idemjenigen, der für die menschliche' Ernährung bestimmt ist, zu unterscheiden. Die Haltbarkeit und Lagerfähigleit des so behandelten Roggens ist eine, unbegrenzte, was beispielsweise für Großbetriebe von größter Bedeutung ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Sterilisierung. und gleichzeitigen Brauchbarmachung von von Roggen für Verfütterungßzwecke durch Erhitzen auf höhere, d. h. üiber I I o°C liegende Temperatur, dadurch gekenaeichnet, :daß der Roggen. .unter standg@er .Bewegung in Leinexn Behälter auf eine Temperatur von ,etwa i 8.o° :G für icine Zeit von, a. z bis 3 Minuten erhitzt wir,..
DEZ20550D 1932-10-20 1932-10-20 Verfahren zur Sterilisierung und gleichzeitigen Brauchbarmachung von Roggen fuer Verfuetterungszwecke Expired DE627202C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ20550D DE627202C (de) 1932-10-20 1932-10-20 Verfahren zur Sterilisierung und gleichzeitigen Brauchbarmachung von Roggen fuer Verfuetterungszwecke

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ20550D DE627202C (de) 1932-10-20 1932-10-20 Verfahren zur Sterilisierung und gleichzeitigen Brauchbarmachung von Roggen fuer Verfuetterungszwecke

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE627202C true DE627202C (de) 1936-03-11

Family

ID=7625160

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEZ20550D Expired DE627202C (de) 1932-10-20 1932-10-20 Verfahren zur Sterilisierung und gleichzeitigen Brauchbarmachung von Roggen fuer Verfuetterungszwecke

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE627202C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2827297C2 (de) Verfahren zum Hitzesterilisieren von Plasmapulver, Serumpulver, Blutkörperchenpulver oder Gesamtblutpulver
DE2526237A1 (de) Geschmacklich verbessertes katzenfutter und verfahren zu seiner herstellung
DE1692485C3 (de) Verfahren zur Herstellung und Ver packung eines Fleischfutters für Haus tiere
DE102005050723B4 (de) Verfahren zur Aufbereitung der unbefruchteten Eier von Wassertieren zu Delikatess-Nahrungsmitteln und mit dem Verfahren aufbereitete Eier
DE627202C (de) Verfahren zur Sterilisierung und gleichzeitigen Brauchbarmachung von Roggen fuer Verfuetterungszwecke
DE1153233B (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Fleischproteinen
EP3216354A1 (de) Eiklar-ersatzprodukt
DE69205150T2 (de) Verfahren zur Behandlung von frischem Fleisch zur Erhöhung seiner Haltbarkeit.
DE102010033048A1 (de) Verwendung eines mikroverkapselten Nahrungssubstrats
DE102011105391B4 (de) Futtermittel für Milchkühe
DE2704743C2 (de) Verfahren zum Entgiften von Rapsschrot
DE884146C (de) Futterzusatz fuer Nutztiere
DE2611979A1 (de) Mittel zur behandlung von blaehungen und durchfall bei tieren
DE956365C (de) Verfahren zur Bekaempfung von Kornkaefern und anderen Getreideschaedlingen
DE964452C (de) Verfahren zur Bekaempfung von Ektoparasiten der Haus- und Nutztiere
DE2344594A1 (de) Verfahren zur verhinderung der schimmelbildung auf getreide
DE2553576A1 (de) Katzenfutter
DE3520798C2 (de)
DE2553020C2 (de) Verwendung von mit einer Samenschale ausgestattetem Getreide mit einem Gehalt an Natriumdiacetat als Viehfutter
AT519626A1 (de) Aufschlagbarer Ei-Ersatz, vegan gentechnikfrei und ohne E-Nummern hergestellt, mit der gesamten Bandbreite an Funktionalität
DE1159749B (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer pulverfoermiger oder feinkoerniger Lebensmittel
DE591107C (de) Bekaempfung von Ruebenaaskaefern und ihren Larven
DE2010709C (de) Verfahren zur Aufzucht von Krustazeen in großen Mengen
DE876781C (de) Frischkoeder zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge
DE944528C (de) Verfahren zum Haltbarmachen von tierischen eiweisshaltigen Stoffen, insbesondere vonSeefischen