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Die
Erfindung bezieht sich erstens auf einen Sonnenschutz für die Verwendung
in einer Offendach-Konstruktion für ein Fahrzeug, aufweisend
eine flexible Sonnenschutz-Blende, die mit ihrem einen Ende auf
einen federbelasteten Aufwickelzylinder gewickelt oder davon abgewickelt
werden kann und die an ihrem anderen Ende einen sich quer erstreckenden
Zugstab aufweist, und ferner aufweisend zwei im Abstand voneinander
angeordnete, sich längserstreckende
Führungen,
wobei jede einen Führungskanal definiert
zum Aufnehmen und zum Führen
von zwei gegenüberliegenden,
seitlichen Enden des Zugstabes und zum Definieren einer Führungsebene,
in welcher sich die Sonnenschutz-Blende erstreckt, wobei beide Führungen
mit wenigstens teilweise flexiblen Elementen versehen sind, die
sich im Wesentlichen entlang der gesamten Länge der Führungen erstrecken und sich
hin zu der Führungsebene
zum Im-Eingriff-Stehen mit dem Zugstab erstrecken. Solch ein Sonnenschutz
ist aus der
EP-A-1.112.876 bekannt.
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In
einer Ruhestellung (vollständig
geöffnet) eines
bekannten vorher genannten Typs eines solchen Sonnenschutzes ist
die Sonnenschutz-Blende vollständig
auf den federbelasteten Aufwickelzylinder gewickelt. Wenn der Sonnenschutz
in eine Betriebsstellung (vollständig
geöffnet)
eingestellt werden soll, wird der Zugstab manuell gegriffen und
von dem federbelasteten Aufwickelzylinder wegbewegt, der dann die
flexible Sonnenschutz-Blende abwickelt. In der gewünschten
Stellung des Sonnenschutzes wird der Zugstab an den Führungen
festgesetzt. Ein Sonnenschutz dieses bekannten bisherigen Typs weist im
Allgemeinen zwei Stellungen auf, d. h. eine vollständig geöffnete Stellung
(Sonnen-Blende vollständig
auf den Aufwickelzylinder gewickelt) und eine vollständig geschlossene
Stellung (Sonnen-Blende vollständig
von dem Aufwickelzylinder abgewickelt). Die vollständig geöffnete Stellung
wird durch Anschlagmittel begrenzt, gegen die der Zugstab stößt; die
vollständig
geschlossene Stellung wird durch Verschlussmittel begrenzt, die
in den Zugstab eingreifen.
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Der
im Vorhergehenden diskutierte Sonnenschutz weist eine Anzahl von
Nachteilen auf. Erstens erlaubt er keine Einstellung in Zwischenstellungen zwischen
der vollständig
geöffneten
und der vollständig
geschlossenen Stellung. Zweitens wird ein Anwender, wenn er die
Sonnenschutz-Blende von einer vollständig geschlossenen Stellung
in Richtung auf die vollständig
geöffnete
Stellung bewegt, einen festen Griff auf den Zugstab ausüben müssen, da
anderenfalls der Zugstab mit der Sonnenschutz-Blende sich in Richtung
auf den Aufwickelzylinder zu in einer unkontrollierten Weise auf
Grund der Federbelastung von dem Aufwickelzylinder bewegen würde. Solch eine
unkontrollierte Bewegung würde
zu hohen Belastungen und Beanspruchungen führen, insbesondere wenn der
Zugstab seine Endstellung an dem vorher genannten Anschlagmittel
erreicht. Der Sonnenschutz, der aus der
EP-A-1.112.876 bekannt ist und den
relevantesten Stand der Technik darstellt, zeigt schon eine Verbesserung
gegenüber
dem bisher bekannten Sonnenschutz, da die wenigstens teilweise flexiblen
Elemente in den Zugstab eingreifen und Reibung zwischen dem Zugstab
und den flexiblen Elementen erzeugt wird, was die unkontrollierte Bewegung
des Zugstabs und der Sonnenschutz-Blende verhindert. Oft ist die Reibung,
die zwischen den wenigstens teilweise flexiblen Elementen und dem
Zugstab erzeugt wird, ausreichend, um den Zugstab und die Sonnenschutz-Blende
in jeglicher gewünschten
Stellung zu halten, trotz der Kraft, die durch den federbelasteten
Aufwickelzylinder erzeugt wird. Jedoch ist es auch denkbar, dass
die Reibung, die zwischen dem Zugstab und dem wenigstens teilweise
flexiblen Elementen erzeugt wird, nur dafür ausreicht, um eine unkontrollierte
Bewegung von dem Zugstab zu verhindern, jedoch nicht ausreichend
dafür ist,
die Bewegung davon vollständig
zu stoppen.
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen weiter verbesserten
Sonnenschutz zur Verfügung
zu stellen.
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Somit
wird gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Sonnenschutz zur Verfügung gestellt, wie er im Anspruch
1 definiert ist.
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Ein
flexibles Element, das einen U-förmigen Querschnitt
aufweist, ist einfach an dem plattenförmigen Teil der Führung anzubringen.
Es kann einfach auf das plattenförmige
Teil geschoben werden. Die flexible Lippe, die mit dem Zugstab in
Eingriff kommt, kann ein eigenes Element sein, das an dem Hauptkörper angebracht
ist, jedoch ist es ebenso möglich, dass
die flexible Lippe durch ein gekrümmtes Endteil von einem der
Schenkel des Hauptkörpers
gebildet wird.
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Bei
einer Ausführungsform
ragen die flexiblen Elemente im Wesentlichen in die Führungskanäle der Führungen
vor, wodurch sie sehr effizient arbeiten.
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Wenigstens
die flexible Lippe sollte aus einem flexiblen oder elastischen Material
gebildet sein, da sie mit dem Zugsstab zusammenwirken soll. Jedoch
ist es auch möglich,
dass der Hauptkörper
aus einem elastischen Material gebildet ist, wobei die Elastizität des Hauptkörpers die
zwei Schenkel aufeinander zu drückt,
um dazwischen klemmend das plattenförmig geformte Teil der Führung aufzunehmen.
In solch einem Fall ist das Anbringen des wenigstens teilweise flexiblen
Elementes an einer entsprechenden Führung extrem einfach und erfordert kaum
zusätzliche
Mittel.
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Jedoch
können,
um eine sehr starke Verbindung zwischen dem wenigstens teilweise
flexiblen Element und der entsprechenden Führung sicherzustellen, geeignete
Mittel, wie z. B. Klebstoffe, Schrauben, Nieten oder dergleichen
angewendet werden.
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Bei
einer besonderen Ausführungsform
des Sonnenschutzes gemäß der vorliegenden
Erfindung wird das wenigstens teilweise flexible Element an einem
oberen Teil der Führung
angebracht und ragt nach unten in die Richtung der Sonnenschutz-Blende vor.
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Bei
dieser spezifischen Ausführungsform wird
das wenigstens teilweise flexible Element über der Sonnenschutz-Blende
positioniert und kann zu dem Verhindern von einem Eindringen von
Staub, Regen oder anderen Fremdkörpern
zwischen der Führung
und der Sonnenschutz-Blende beitragen. Ferner bildet bei so einer
Ausführungsform
der untere Schenkel der Führungen
eine Abstützung
für den Zugstab,
die als durchgehende Führung
wirkt und eine sehr genaue Stellung des Zugstabes in einer vertikalen
Richtung festlegt. Wenn flexible Elemente an dem oberen Teil als
auch dem unteren Teil (jeweils oberer Schenkel und unterer Schenkel)
angebracht werden, die jeweils nach unten und nach oben vorragen,
kann eine solch präzise
Positionierung des Zugstabes nicht garantiert werden.
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Im
Allgemeinen kann das wenigstens teilweise flexible Element auch
das Eindringen von Licht zwischen der Führung und den Rändern des
Sonnenschutzes verhindern.
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Die
Erfindung bezieht sich ferner auf eine Offendach-Konstruktion für ein Fahrzeug, die mit einem Sonnenschutz
gemäß der vorliegenden
Erfindung versehen ist.
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Im
Folgenden wird die Erfindung mit Bezugnahme auf die Figuren veranschaulicht,
in denen Ausführungsformen
des Sonnenschutzes gemäß der Erfindung
dargestellt sind.
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1 zeigt
schematisch eine perspektivische Ansicht eines Teils von einem Fahrzeug,
das mit einer Offendach-Konstruktion
aufweisend einen Sonnenschutz gemäß der vorliegenden Erfindung
versehen ist;
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2 zeigt
in einem größeren Maßstab einen
Querschnitt entlang S-S in 1 einer
ersten Ausführungsform,
und
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3 zeigt
in einem größeren Maßstab einen
Querschnitt entlang S-S in 1 einer
zweiten Ausführungsform.
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Zuerst
wird Bezug auf 1 genommen, in der ein Teil
eines Daches 1 eines Fahrzeugs dargestellt ist, an dem
eine Offendach-Konstruktion mit einer Dachöffnung 2 vorgesehen
ist. Auf eine bereits bekannte Weise, jedoch nicht im Detail dargestellt, kann
die Dachöffnung 2 durch
ein Schließmittel,
das in einer Längsrichtung
L des Fahrzeugs bewegbar ist, geschlossen und geöffnet werden. Solch eine Offendach-Konstruktion umfasst
ferner, wie dargestellt, eine flexible Sonnenschutz-Blende 3,
die mit ihrem einen Ende (rückseitiges
Ende, in der Längsrichtung L
gesehen) auf einen federbelasteten Aufwickelzylinder 4 gewickelt
oder davon abgewickelt werden kann. Das andere Ende (vorderes Ende)
der flexiblen Sonnenschutz-Blende 3 umfasst einen Zugstab 5,
der sich in einer Querrichtung T des Fahrzeugs erstreckt. Ferner
weist die dargestellte Offendach-Konstruktion zwei im Abstand voneinander
angeordnete, sich längs
erstreckende Führungen 6 auf,
die jeweils einen Führungskanal 7 definieren,
um zwei parallele seitliche Ränder
der Sonnenschutz-Blende 3 und zwei gegenüberliegende
seitliche Enden des Zugstabes 5 aufzunehmen und zu führen. Diese
Führungen 6 bilden
ferner eine Führungsebene 15,
in der sich die Sonnenschutz-Blende 3 (und der Zugstab 5 davon)
erstreckt.
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Im
Folgenden wird Bezug auf 2 genommen, in der in einem
größeren Maßstab ein
Querschnitt entlang S-S in 1 dargestellt
ist, die eine erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt. Die Führung 6 weist ein
oberes plattenförmiges
Teil 8 und ein unteres plattenförmiges Teil 9 auf, die
zusammen den Führungskanal 7 dazwischen
bilden. Wie klar sichtbar ist, ist ein seitliches Ende des Zugstabs 5 in
dem Führungskanal 7 aufgenommen.
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Ein
wenigstens teilweise flexibles Element weist einen Hauptkörper 10 mit
einem im Wesentlichen U-förmigen
Querschnitt auf, der zwei Schenkel 11 und 12 aufweist,
die mit dem oberen plattenförmigen
Teil 8 der Führung 6 an
gegenüberliegenden
Seiten in Eingriff stehen. Angebracht an dem U-förmigen Hauptkörper 10 ist
eine flexible Lippe 13, die in Richtung auf die Führungsebene 15 und
bei der dargestellten Ausführungsform
im Wesentlichen in den Führungskanal 7 der
Führung 6 ragt.
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Das
flexible Element erstreckt sich entlang im Wesentlichen der gesamten
Länge der
Führungen 6 (in 2 und 3 senkrecht
zu der Figur). Das bedeutet, dass zu jedem Zeitpunkt nur ein kleiner
Teil seiner flexiblen Lippe 13 in den Zugstab 5,
nämlich der
Längsteil
der flexiblen Lippe 13, an dem sich zu einem bestimmten
Augenblick der Zugstab 5 befindet, eingreift. In solch
einer Stellung wird die flexible Lippe die Stellung, wie sie in 2 mit
durchgezogenen Linien angegeben ist, aufweisen. An anderen Stellen
wird die flexible Lippe 13 im Wesentlichen eine Stellung
einnehmen, wie sie mit den punktierten Linien in 2 dargestellt
ist.
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Obwohl
in 2 die flexible Lippe 13 in ihrer Stellung
nicht in den Zugstab 5, der sich nach unten und weg von
der inneren Basis des Führungskanals 7 erstreckt,
eingreift, könnte
sie sich auch nach unten und in Richtung der inneren Basis des Führungskanals 7 erstrecken.
Die flexible Lippe 13 erzeugt eine Reibkraft auf den Zugstab 5,
so dass keine unkontrollierte Bewegung davon auftreten wird, z.
B. wenn ein Anwender den Zugsstab 5 nicht fest greift,
während er
ihn aus einer vollständig
geschlossenen Stellung in Richtung auf eine vollständig geöffnete Stellung bewegt
(in 1 von links nach rechts). Solch eine unkontrollierte
Bewegung kann anderenfalls unter dem Einfluss von dem Federelement 14 (1),
das den Aufwickelzylinder 4 federbelastet, auftreten.
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Im
Grund genommen muss nur die Lippe 13 flexibel sein. Jedoch
kann der Hauptkörper 10 selber auch
aus einem elastischen Material hergestellt sein, so dass die beiden
Schenkel 11 und 12 das plattenförmige Teil 8 der
Führung 6 dazwischen
klemmend aufnehmen.
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Um
die Verbindung zwischen dem Hauptkörper 10 und dem plattenförmigen Teil 8 der
Führung 6 zu
verbessern, können
zusätzliche
Mittel vorgesehen sein, wie z. B. Klebstoff, Schrauben, Nieten oder
dergleichen (nicht dargestellt).
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3 zeigt
eine alternative Ausführungsform
des Sonnenschutzes gemäß der vorliegenden Erfindung.
Bei dieser spezifischen Ausführungsform weist
ein U-förmiger
Hauptkörper 10' Schenkel 11 und 12' auf, die dazwischen
das untere plattenförmige
Teil 9 der Führung 6 aufnehmen.
Der obere Schenkel 12' des
Hauptkörpers 10' bildet an seinem äußeren Ende
eine flexible Lippe 13',
die in einer Weise entsprechend der flexiblen Lippe 13 der
Ausführungsform
gemäß 2 wirkt.
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Natürlich ist
es auch möglich,
dass flexible Elemente gemäß der vorliegenden
Erfindung an dem oberen plattenförmigen
Teil 8 als auch an dem unteren plattenförmigen Teil 9 der
Führung 6 vorgesehen sind.
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Wenn
die Reibung, die durch das flexible Element erzeugt wird, groß genug
ist, kann der Zugstab 5 (und die flexible Sonnenschutz-Blende 3)
in jeglicher gewünschten
Stellung zwischen der vollständig
geschlossenen und der vollständig
geöffneten
Stellung positioniert werden. Ferner verhindern die flexiblen Lippen 13 und 13' ungewünschte Vibrationen
des Zugstabes 5 innerhalb des Führungskanals 7 (was
störende
Geräusche
erzeugen würde). Schließlich können die
flexiblen Lippen 13 und 13' das Eindringen von Staub, Regen
oder anderen Fremdkörpern
zwischen der Führung 6 und
dem Zugstab 5 und/oder der flexiblen Sonnenschutz-Blende verhindern.
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Die
vorliegende Erfindung stellt einen Sonnenschutz zur Verfügung, der
einfacher herzustellen ist, der weniger kostet und dessen Komplexität im Aufbau
verringert ist.
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Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf die im Vorhergehenden beschriebenen
Ausführungsformen,
die im Rahmen des Schutzbereiches der Erfindung, wie er durch die
beigefügten
Ansprüche
festgelegt ist, variiert werden können, beschränkt.