DE19639478A1 - Insektenschutz-Rollo - Google Patents
Insektenschutz-RolloInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Insektenschutz-Rollo für
eine Tür- oder Fensteröffnung, mit einem von einer Auf
wickelrolle einer Aufwickelvorrichtung abziehbaren und
vor der Tür- oder Fensteröffnung auf spannbaren gitter
netzartigen Insektenschutzgewebe, sowie zwei an gegen
überliegenden Seiten der Tür- oder Fensteröffnung ange
ordneten Seitenführungen für entgegengesetzte Seiten
ränder des Insektenschutzgewebes.
Insektenschutz-Rollos der eingangs genannten Art finden
Verwendung, um das Eindringen von Insekten durch geöff
nete Türen und insbesondere Fenster zu verhindern. Ähn
lich wie das Sonnenschutzgewebe der gebräuchlicheren
Sonnenschutz-Rollos ist das bahnförmige Insekten
schutzgewebe auf der Aufwickelrolle der im allgemeinen
am oberen Rahmenschenkel des jeweiligen Tür- oder Fen
sterrahmens angebrachten federunterstützten Aufwickel
vorrichtung aufgewickelt und weist an seinem freien
Ende eine Zugschiene oder dergleichen auf, an der es
sich bei Bedarf unter Abwickeln von der Rolle nach un
ten vor die Tür- oder Fensteröffnung ziehen und in auf
gespanntem Zustand vor dieser arretieren läßt. Die an
den vertikalen Rahmenschenkeln des Tür- oder Fenster
rahmens angebrachten Seitenführungen bestehen gewöhn
lich aus einer Führungsschiene mit U-Profil, zwischen
deren Schenkel die Seitenränder der Gewebebahn und die
Zugschiene eingreifen.
Bei einem im Handel erhältlichen, besonders einfachen
Insektenschutz-Rollo sind in den beiden Führungsschie
nen Mohairbürsten mit sehr weichen, nachgiebigen Bor
sten vorgesehen, welche in Längs- oder Zugrichtung des
Insektenschutzgewebes entlang den Innenseiten der
Schenkel der Führungsschienen angebracht sind und je
weils quer zu einer Ebene der Tür- oder Fensteröffnung
von entgegengesetzten Seiten her gegen die Seitenränder
des Insektenschutzgewebes anliegen. Die Bürsten verhin
dern das Eindringen von Insekten an den Seitenrändern
des Insektenschutzgewebes, vermindern die Reibung zwi
schen der Führungsschiene einerseits und dem Insekten
schutzgewebe andererseits und dienen außerdem als Sicht
schutz, indem sie insbesondere bei aufgewickelter Gewe
bebahn den Blick ins Innere der Führungsschiene ver
sperren. Bei dieser Konstruktion wird jedoch als nach
teilig empfunden, daß die Seitenränder des aufgespann
ten Insektenschutzgewebes teilweise aus den Führungs
schienen herausgezogen werden, wenn sich das Insekten
schutzgewebe bei starkem Wind oder Zug in der Tür- oder
Fensteröffnung weit nach innen oder außen wölbt. Dies
ist insbesondere bei Türen sowie bei Fenstern mit gro
ßen Fensteröffnungen der Fall, da dort bei gleicher
Eingriffstiefe der Seitenränder in die Führungsschienen
die Angriffsfläche der Luft und die Durchbiegung des
Insektenschutzgewebes in seitlicher Richtung besonders
groß sind. Zwar lassen sich die Seitenränder des Insek
tenschutzgewebes durch Freigabe der Zugschiene, Auf
wickeln des Gewebes auf der Aufwickelrolle der Auf
wickelvorrichtung und erneutes Herabziehen zumeist wie
der in die Führungen einführen, jedoch wird dies vom
Benutzer zumindest dann als lästig empfunden, wenn es
häufiger erforderlich ist. Außerdem ist die Funktion
des Insektenschutz-Rollos zwischenzeitlich nicht ge
währleistet, da durch die Lücken zwischen den herausge
zogenen Seitenrändern und den Seitenführungen Insekten
eindringen können.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurden bereits Insek
tenschutz-Rollos entwickelt, bei denen einer der Schen
kel der seitlichen Führungsschienen angrenzend an die
Tür- oder Fensteröffnung in Richtung des anderen Schen
kels abgebogen ist, während das Insektenschutzgewebe an
den Seitenrändern mit angeschweißten oder angeclipsten
Verdickungen versehen ist, die so bemessen sind, daß
sie nicht durch die verengte Öffnung zwischen den
Schenkeln der Führungsschiene hindurchtreten können.
Die Verdickungen an den Seitenrändern des Insekten
schutzgewebes legen sich jedoch beim Aufwickeln auf der
Aufwickelrolle übereinander und führen zu einer Ver
dickung des Wickelrandes, wodurch sich ungünstigere
Wickeleigenschaften als bei einem flachen Insekten
schutzgewebe ergeben und zudem ein größeres Gehäuse für
die Aufwickelvorrichtung erforderlich ist. Bei großen
Winddrücken besteht außerdem die Gefahr eines Einrei
ßens des Insektenschutzgewebes am Übergang zwischen
den Verdickungen und dem Gewebematerial.
Ein weiterer Vorschlag sieht vor, die Seitenränder des
gewöhnlich aus Kunststoff bestehenden Insektenschutzge
webes umzulegen und in einem an die Kanten angrenzenden
schmalen Bereich mit dem Gewebe zu verschweißen, um
Taschen oder Schlaufen zu bilden, welche auf Führungs
stangen innerhalb der Führungsschienen aufgeschoben
werden und ein Herausziehen der Seitenränder aus den
Führungsschienen verhindern. Jedoch ist dazu ein ver
hältnismäßig großer Fertigungs- und Montageaufwand er
forderlich.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, ein Insektenschutz-Rollo der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, daß ohne großen Aufwand
bei der Fertigung und Montage eine zuverlässige seitli
che Führung ohne die Gefahr einer Lückenbildung oder
eines Einreißens gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Seitenführungen elastisch verformbare, in Öffnungen
der Seitenränder des Insektenschutzgewebes eingreifende
Rückhalteelemente aufweisen. Der Erfindung liegt der
Gedanke zugrunde, einen elastischen Eingriff zwischen
den Seitenführungen und dem Insektenschutzgewebe herzu
stellen, wenn dieses vor der Tür- oder Fensteröffnung
aufgespannt ist. Für diesen Eingriff werden zum einen
kantennahe Öffnungen und vorzugsweise die dort ange
ordneten Maschenöffnungen des Insektenschutzgewebes
ausgenutzt, wodurch sich Verdickungen im Randbereich
des Insektenschutzgewebes und damit Probleme beim Auf
wickeln vermeiden lassen. Zum anderen finden elastische
Rückhalteelemente Verwendung, deren Elastizität einer
seits ihren Eintritt in die Öffnungen des Insektenschutz
gewebes ermöglicht und andererseits eine gewisse Nach
giebigkeit des aufgespannten Insektenschutzgewebes ge
genüber Winddruck gewährleistet.
Um trotz der verhältnismäßig kleinen Öffnungsquer
schnitte der Maschenöffnungen des Insektenschutzgewebes
und der dadurch bedingten kleinen Abmessungen der Rück
halteelemente ausreichende Rückhaltekräfte zu erzielen,
sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor,
daß eine Vielzahl von Rückhalteelementen nebeneinander
entlang den Seitenführungen angeordnet ist, so daß an
jedem Seitenrand des Insektenschutzgewebes mindestens
eine Reihe von Maschenöffnungen von den Rückhalteele
menten durchsetzt wird.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
sieht vor, daß die Rückhalteelemente eine langgestreckte
Form besitzen, wobei das Verhältnis ihrer Querschnitts
fläche zum Öffnungsquerschnitt der Maschenöffnungen
zweckmäßig zwischen 0,1 und 0,8 liegt, je nachdem ob
ein oder mehrere Rückhalteelemente in jede Maschenöff
nung eindringen sollen.
Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestal
tung der Erfindung sind die Rückhalteelemente unter
einem spitzen Winkel gegenüber einer Ebene der Tür-
oder Fensteröffnung angeordnet und weisen von der Tür-
oder Fensteröffnung weg in Richtung der Seitenränder,
so daß die in die Maschenöffnungen eingreifenden Rück
halteelemente bei Winddruck auf das Insektenschutzgewe
be weiter in die Maschenöffnungen eindringen, wodurch
sichergestellt werden kann, daß ein Umbiegen der Rück
halteelemente in Richtung der Tür- oder Fensteröffnung
und damit eine Freigabe der Seitenränder erst bei rela
tiv großen Zugkräften erfolgt, wenn bereits die Gefahr
eines Einreißens des Insektenschutzgewebes oder einer
sonstigen Beschädigung des Rollos besteht. Der spitze
Winkel gegenüber der Ebene der Tür- oder Fensteröffnung
liegt zweckmäßig zwischen 80 und 20° und vorzugsweise
zwischen 60 und 40°, da kleinere Winkel das Eindringen
der Rückhalteelemente in die Maschenöffnungen erschwe
ren, während sich die Rückhalteelemente bei größeren
Winkeln zu früh nach außen umbiegen und die Seitenrän
der des Insektenschutzgewebes freigeben würden.
Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestal
tung der Erfindung bestehen die Rückhalteelemente aus
relativ steifen Borsten, die zweckmäßig auf beiden Sei
ten der Tür- oder Fensteröffnung jeweils mindestens
einen Borstenstrang, d. h. eine oder mehrere in Längs
richtung der Seitenführungen verlaufende Reihen hinter
einander angeordneter Borsten bilden, wobei sich der
Borstenstrang vorzugsweise über die gesamte Länge des
Eingriffs zwischen dem Insektenschutzgewebe und den
Seitenführungen erstreckt.
Die Seitenführungen weisen vorzugsweise jeweils eine
Führungsschiene mit einem zur Tür- oder Fensteröffnung
hin offenen U-Profil auf, wobei mindestens einer der
beiden Schenkel des U-Profils auf seiner Innenseite mit
einem Borstenstrang versehen ist. Die Borsten des Bor
stenstrangs weisen von einer Halterung in der Nähe der
Öffnung des U-Profils unter einem spitzen Winkel zur
Ebene der Tür- oder Fensteröffnung weg von dieser ins
Innere des U-Profils und drücken vorzugsweise den je
weils zwischen die Schenkel eingreifenden Seitenrand
des Insektenschutzgewebes gegen eine auf dem anderen
Schenkel vorgesehene Mohairbürste, deren Borsten sehr
viel weicher und nachgiebiger sind als diejenigen des
Borstenstrangs. Der Borstenstrang und die Mohairbürste
verhindern das Eindringen von Insekten zwischen den
Seitenrändern des Insektenschutzgewebes und den Seiten
führungen und versperren gleichzeitig als Sichtschutz
den Blick ins Innere der Führungsschienen.
Anstelle der Mohairbürste kann alternativ auch eine
ebene Anlagefläche auf der Innenseite des anderen
Schenkels oder ein weiterer, über den anderen Schenkel
überstehender Borstenstrang vorgesehen sein.
Im Unterschied zu bisher üblichen Seitenführungen wer
den die Seitenführungen des erfindungsgemäßen Insekten
schutz-Rollos vorzugsweise nicht durch die Führungs
schiene hindurch mit der Fensterleibung verschraubt, da
diese Stelle zu Montagezwecken schlecht zugänglich ist.
Die Seitenführungen weisen statt dessen eine Befesti
gungsleiste auf, die zweckmäßig auf der vom Fenster ab
gewandten Seite der Seitenführungen quer zur Ebene der
Fensteröffnung über einen Schenkel der Führungsschiene
übersteht und vorzugsweise als geschlossenes Profil in
Form einer Kammer ausgebildet ist. Durch die Befesti
gungsleiste hindurch können Bohrungen eingebracht wer
den, durch welche Befestigungsschrauben oder Federstif
te in die Fensterleibungen eingreifen.
Mit den Maßnahmen gemäß Anspruch 19 läßt sich errei
chen, daß das Insektenschutzgewebe bei kompensierter
Federkraft in einer beliebigen Abziehstellung selbsttä
tig gehalten wird. Alternativ dazu kann die resultie
rende Kraft in Richtung der Aufwickelrolle so einge
stellt werden, daß die Aufwickelbewegung gebremst und
schonend erfolgt, so daß bei Annäherung der Zugleiste
an den Endanschlag ein hartes Anschlagen verhindert
wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Er
findung wird die Vorspannung der Aufwickelfeder bei ge
gebener Haltekraft des Borstenstrangs eingestellt. Die
Vorspannvorrichtung kann dazu ein Gesperre aufweisen,
welches durch ein manuell betätigbares Spannstück zur
Einstellung der Federvorspannung der Aufwickelfeder und
ein mit dem Spannstück zur Erhaltung der Federvorspan
nung in Eingriff bringbares Sperrelement gebildet ist.
Eine baulich besonders einfache Ausgestaltung sieht
vor, daß die Aufwickelfeder als Drehfeder einer in der
Aufwickelrolle angeordneten Federwelle ausgebildet ist.
Um die Vorspannung auch nachträglich nach der Montage
des Insektenschutz-Rollos einstellen zu können, ist ein
Gehäuse für den Aufwickelmechanismus vorgesehen, das
einen aufklappbaren oder abnehmbaren Verschlußdeckel
aufweist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einiger in der
Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungs
gemäßen Insektenschutz-Rollos;
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine mit einer Führ
ungsschiene versehene Seitenführung des Insek
tenschutz-Rollos;
Fig. 3 einen Querschnitt entsprechend Fig. 2, jedoch
bei einem Hindurchtritt der Zugschiene des In
sektenschutz-Rollos;
Fig. 4 einen Querschnitt entsprechend Fig. 2, jedoch
bei Einwirkung einer seitliche Zugkraft auf das
Insektenschutzgewebe;
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des
oberen Teils des Insektenschutz-Rollos der Fig.
1 beim Aufspannen des Insektenschutzgewebes;
Fig. 6 eine Teilansicht der Führungsschiene entspre
chend Fig. 5, jedoch bei aufgewickeltem Insek
tenschutzgewebe;
Fig. 7 einen Querschnitt durch eine andere Seitenfüh
rung mit Führungsschiene;
Fig. 8 einen Querschnitt durch eine noch weitere Sei
tenführung mit Führungsschiene.
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht eines Insekten
schutz-Rollos bei geöffnetem Gehäuse;
Fig. 10 eine Detailvergrößerung einer Vorspannvorrich
tung des Insektenschutz-Rollos der Fig. 9 in
perspektivischer Darstellung.
Das in der Zeichnung dargestellte, zur Anbringung vor
einem Fenster vorgesehene Insektenschutz-Rollo 1 be
steht im wesentlichen aus einem bahnförmigen rechtecki
gen Insektenschutzgewebe 2, welches bei Nichtbenutzung
auf einer Aufwickelrolle einer federunterstützten Auf
wickelvorrichtung 4 am oberen Ende des Rollos 1 aufge
wickelt ist und sich nach unten vor die Öffnung des
Fensters ziehen läßt, wobei es in zwei vertikalen Sei
tenführungen 6 eines an die Form des Fensters angepaß
ten rechteckigen Rahmens 8 geführt wird. Eine am unte
ren Ende des Insektenschutzgewebes 2 angebrachte hori
zontale Zugschiene 10 mit einem Handgriff 12 dient zum
Herabziehen des Insektenschutzgewebes 2 und ist an ei
nem unteren Querträger 14 des Rahmens 8 arretierbar.
Der obere Querträger des Rahmens 8 wird von einem Ge
häuse 16 der Aufwickelvorrichtung 4 gebildet, welches
auf seiner Unterseite eine über die gesamte Breite der
Fensteröffnung verlaufende schlitzförmige Austrittsöff
nung 18 für das Insektenschutzgewebe 2 aufweist (Fig.
5).
Das Insektenschutzgewebe 2 besteht aus gitternetzartig
im rechten Winkel angeordneten Längs- und Querfäden aus
einem Kunststoffmaterial, die an den Kreuzungspunkten
miteinander verschweißt sind und eine Vielzahl quadra
tischer Maschenöffnungen begrenzen, deren Seitenlänge
etwa 1 mm beträgt. Um ein Einreißen des Insektenschutz
gewebes 2 an den in Längs- oder Zugrichtung verlauf en
den Seitenrändern zu verhindern, sind die Fäden im Be
reich der Längskanten besonders verschweißt.
Die nicht näher dargestellte Aufwickelvorrichtung 4 um
faßt eine zylindrische Aufwickelrolle 20, deren eines
Stirnende in einem Drehlager des Gehäuses 16 drehbar
gelagert ist, während am anderen Stirnende ein Aufwickel
mechanismus angeordnet ist. Der Aufwickelmechanismus
enthält eine an sich bekannte Federwelle 100 (Fig. 10),
die mit ihrem Dorn 102 in die Aufwickelrolle 20 ein
steckbar und mit dieser an einem Endstück 104 in kon
zentrischer Anordnung verbindbar ist. Auf den Dorn 102
ist eine als Schraubenfeder ausgebildete Drehfeder 106
aufgesteckt, die an ihrem einen Ende 108 mit dem in Ab
wickelrichtung der Gewebebahn frei drehbar auf dem Dorn
102 gelagerten Endstück 104 und mit ihrem nicht gezeig
ten Ende mit dem Dorn 102 fest verbunden ist. Die als
Aufwickelfeder dienende Drehfeder 106 wird somit gegen
über dem gehäusefest gehaltenen Dorn 102 gespannt, wenn
man die Gewebebahn 2 unter Abwickeln von der sich dre
henden Aufwickelrolle 20 nach unten zieht. Die Auf
wickelfeder 106 sorgt dafür, daß die Gewebebahn 2 in
einer Abziehstellung in Aufwickelrichtung gespannt
bleibt und gegebenenfalls bei einer Freigabe selbsttä
tig wieder auf der Aufwickelrolle 20 aufgewickelt wird.
Um die Vorspannung der Aufwickelfeder 106 einstellen zu
können, ist ein an der Federwelle 100 angeordneter Vor
spannmechanismus 110 vorgesehen. Dieser weist ein mit
dem in dem Endstück 104 gelagerten Ende des Dorns 102
starr verbundenes Spannelement 112 auf, über welches
sich der Dorn 102 manuell drehen und damit die Feder
106 zur Einstellung einer Vorspannung aufziehen läßt.
Das Spannelement 112 ist mit einem Querschlitz verse
hen, über welchen es zur Erhaltung der Vorspannung und
zur drehfesten Lagerung des Dorns 102 mit einem Sperr
glied 114 in Eingriff bringbar ist, welches an einem an
einer Stirnseite des Gehäuses 16 anschraubbaren Form
teil 116 ausgebildet ist.
Das Gehäuse 16 der Aufwickelvorrichtung 4 besteht aus
einem extrudierten oder stranggepreßten Profil aus ei
nem thermoplastischen Kunststoffmaterial oder aus einem
Leichtmetall, beispielsweise Aluminium. Das im wesent
lichen quadratische, an zwei entgegengesetzten Ecken
etwas abgeschrägte Gehäuse 16 ist an seinen Stirnseiten
durch Deckel 22 verschlossen, deren Umriß an die Quer
schnittsform des Gehäuses 16 angepaßt ist. Die Deckel
22 sind mit Befestigungsschrauben (nicht dargestellt)
gesichert, die in Schraubenkanäle 24 im Inneren des
Profils eingedreht sind. Zum Einbau der Aufwickelvor
richtung und um eine Betätigung der Vorspannvorrichtung
110 von außerhalb des Gehäuses zu ermöglichen, ist das
Gehäuse 16 auf einer Seite mit einem aufklappbaren Ver
schlußdeckel 26 versehen, dessen einer Rand in eine
Aufnahmehalterung 28 des Profils eingreift, während
sein anderer Rand an zwei über die Deckel 22 überste
henden Haltebolzen 30 eingeclipst ist und mit einem
nach unten überstehenden streifenförmigen Vorsprung 32
gegen die beiden vertikalen Seitenführungen 6 anliegt.
Der Verschlußdeckel 26 weist einen nach innen überste
henden Auslegerarm 34 auf, welcher die zwischen dem Ge
häuse 16 und dem Verschlußdeckel 26 freibleibende
schlitzförmige Austrittsöffnung 18 auf einer Seite be
grenzt und zur Umlenkung des von der Aufwickelrolle 20
abgewickelten Insektenschutzgewebes 2 in die Austritts
öffnung 18 dient (Fig. 5).
Die Seitenführungen 6 bestehen ebenfalls aus extrudier
ten oder stranggepreßten Kunststoff- oder Leichtmetall
profilen 36, 38, 40, die auf ihrer von der Fensteröff
nung abgewandten Außenseite eine (Fig. 7 und 8) oder
zwei (Fig. 2 bis 4) geschlossene Kammern 42, 44 auf
weisen. Bei dem mit zwei Kammern 42, 44 versehenen Aus
führungsbeispiel steht eine der Kammern 44 auf der vom
Fenster abgewandten Seite der Seitenführungen 6 über
eine zur Fensteröffnung hin offene Führungsschiene 48
über, in welche jeweils eine der entgegengesetzten Sei
tenränder des Insektenschutzgewebes 2 eingreift. Zur
Befestigung der Seitenführungen 6 werden parallel zu
einer Ebene der Fensteröffnung durch die quer dazu ver
laufenden Seitenwände 43, 45 der Kammer 44 Schraubenlö
cher gebohrt, durch welche hindurch nicht dargestellte
Befestigungsschrauben in Dübellöcher in den Leibungen
des Fensters eingedreht werden. Um die Schraubenlöcher
in der Mitte der Seitenwand 43 zu zentrieren, weist
diese eine schmale Zentriernut 47 auf.
Auf ihren voneinander abgewandten, jeweils an der Fen
sterleibung anliegenden Außenseiten besitzen die Sei
tenführungen 6 T-förmige Einschubschlitze 46 zum Ein
führen einer Dichtungsleiste (nicht dargestellt), wel
che gegebenenfalls vorhandene schmale Spalte zwischen
den Seitenführungen 6 und den Fensterleibungen ver
schließen.
Die Führungsschiene 48 ist jeweils auf den einander zu
gewandten Innenseiten der beiden spiegelsymmetrisch
links und rechts der Fensteröffnung angeordneten Sei
tenführungen 6 ausgebildet und besitzt ein im wesentli
chen U-förmiges Profil. Die Führungsschiene 48 weist
zwei zur Ebene der Fensteröffnung im wesentlichen par
allele gleichlange Schenkel 50, 52 auf, zwischen welche
die Seitenränder des Insektenschutzgewebes 2 eingrei
fen. Die beiden Schenkel 50, 52 sind durch ein Joch 54
verbunden, welches im rechten Winkel zu den Schenkeln
50, 52 angeordnet ist, wobei es gleichzeitig die innere
Seitenwand der nach außen zu angrenzenden geschlossenen
Kammer 42 bildet.
Der Abstand zwischen den beiden Schenkeln 50, 52 ist so
gewählt, daß sich die Stirnenden der am unteren freien
Ende des Insektenschutzgewebes 2 angeordneten Zugschie
ne 10 in den Zwischenraum zwischen den Schenkeln 50, 52
einführen lassen (Fig. 3).
Auf mindestens einer der beiden einander gegenüberlie
genden Innenseiten der Schenkel 50, 52 jeder Führungs
schiene 48 ist eine Halterung 56 angeformt, welche sich
über die gesamte Länge der jeweiligen Seitenführung 6
erstreckt und zur Anbringung von Rückhalteelementen
dient, von denen mindestens ein Teil in kantennahe Ma
schenöffnungen der Seitenränder des Insektenschutzgewe
bes 2 eingreift, um diese nach dem Aufspannen des In
sektenschutzgewebes 2 vor der Fensteröffnung in der
Führungsschiene 48 festzuhalten. Dadurch wird bewirkt,
daß sich das Insektenschutzgewebe 2 infolge von Wind
druck quer zu seiner Längs- oder Zugrichtung nicht so
weit durchbiegen oder wölben kann, daß seine Seitenrän
der das U-Profil der Führungsschiene 48 verlassen.
Die Rückhalteelemente bestehen jeweils aus langge
streckten steifen Borsten 58, die quer zur Längs- oder
Zugrichtung des Insektenschutzgewebes 2 in mehreren
Reihen nebeneinander angeordnet sind, wobei die Bor
stenreihen einen durchgehenden Borstenstrang 60 bilden,
der sich über die gesamte Länge der Seitenführungen 6
bzw. über die gesamte Länge des Eingriffs zwischen den
Seitenrändern des Insektenschutzgewebes 2 einerseits
und der Führungsschiene 48 andererseits erstreckt (Fig.
5).
Die Borsten 58 sind mit ihren in die Halterung 56 ein
greifenden Enden in einer Einschubschiene 62 fixiert,
welche in einer erweiterten Aufnahmeöffnung im Inneren
der Halterung 56 angeordnet ist, und ragen durch eine
verengte Auslaßöffnung 64 in den Zwischenraum zwischen
den Schenkeln 50, 52, wobei die Verengung der Auslaß
öffnung 64 eine Bündelung der Borsten 58 bewirkt, so
daß diese im wesentlichen parallel ausgerichtet sind
oder mit ihren freien Enden geringfügig divergieren.
Die Länge und die Querschnittsabmessungen der Borsten
58 sind so gewählt bzw. an die Abmessungen des Zwi
schenraums zwischen den Schenkeln 50, 52 und den Öff
nungsquerschnitt der Maschenöffnungen angepaßt, daß die
Borsten 58 mindestens zu einem Teil mit ihren Spitzen
oder freien Enden in kantennahe Maschenöffnungen des
Insektenschutzgewebes 2 eingreifen.
Die Borsten 2 weisen bevorzugt einen runden Querschnitt
auf, dessen Durchmesser beispielsweise 0,4 mm beträgt,
so daß zwischen drei und vier Borsten 58 in jede Ma
schenöffnung eindringen können. Die Borsten 58 bestehen
aus einem Kunststoffmaterial und entsprechen im wesent
lichen denjenigen, die beispielsweise bei der Herstel
lung von gröberen Schuh- oder Reinigungsbürsten Verwen
dung finden.
Die Borsten 58 sind unter einem Winkel von etwa 50
gegenüber der Ebene der Tür- oder Fensteröffnung ge
neigt und von der Tür- oder Fensteröffnung weg in Rich
tung eines kantennahen Bereichs der Seitenränder des
Insektenschutzgewebes 2 ausgerichtet.
Durch die Schrägstellung der Borsten 58 wird erreicht,
daß die in die Maschenöffnungen eingreifenden Borsten
58 bei Einwirkung seitlicher, d. h. horizontaler Zug
kräfte (Pfeil P in Fig. 4) auf das Insektenschutzgewebe
2 weiter in die Maschenöffnungen eindringen, während
sich benachbarte Borsten 58 auf den Längsfäden abstüt
zen, so daß das Insektenschutzgewebe elastisch nachgie
big in den Führungsschienen 48 festgehalten wird.
Infolge ihrer Elastizität drücken die Borsten 58 die
Seitenränder des Insektenschutzgewebes 2 außerdem in
Richtung des jeweils gegenüberliegenden Schenkels 52,
wo sie bevorzugt gegen eine sogenannte Mohairbürste 66
angedrückt werden, die in eine angeformte Bürstenhalte
rung 68 auf der Innenseite des Schenkels 52 eingescho
ben ist und sich parallel zum Borstenstrang 60 über die
gesamte Länge der Seitenführungen 6 bzw. des Eingriffs
zwischen dem Insektenschutzgewebe 2 und den Führungs
schienen 48 erstreckt (Fig. 2 bis 6). Die Borsten
der Mohairbürste 66 sind kürzer, dünner und erheblich
weicher bzw. nachgiebiger als die als Rückhalteelemente
dienenden Borsten 58 des Borstenstrangs 60 und üben bei
Einwirkung einer seitlichen Zugkraft keine Rückhalte
kraft auf das Insektenschutzgewebe 2 aus.
Die Bürstenhalterung 68 liegt der Halterung 56 für den
Borstenstrang 60 im wesentlichen gegenüber und weist
wie diese eine verengte Austrittsöffnung 70 für die
Borsten der Mohairbürste 66 auf. Im Unterschied zu den
Borsten 58 des Borstenstrangs 60 treten die Borsten der
Mohairbürste 66 quer zur Fensteröffnung durch die Aus
trittsöffnung 70 der Halterung 68 aus und divergieren
etwas mehr, so daß ihre Spitzen eine gerundete Anlage
fläche für die Seitenränder des Insektenschutzgewebes 2
bilden. Beide Halterungen 56, 68 sind so ausgebildet,
daß der vorgefertigte Borstenstrang 60 bzw. die Mohair
bürste 66 mit ihrer Einschubschiene 62, 72 von einer
der Stirnseiten der Führungsschienen 6 her in die zuge
hörige Halterung 56 bzw. 68 eingeführt werden können.
Infolge der Schrägstellung der Borsten 58 des
Borstenstrangs 60 sind deren Spitzen oder freie Enden von der
Fensteröffnung aus gesehen hinter den Spitzen der Bor
sten der Mohairbürste 66 angeordnet, d. h. die Spitzen
der jeweiligen Borsten überlappen sich etwas, wodurch
der Seitenrand des Insektenschutzgewebes 2 angrenzend
an die Mohairbürste 66 ein wenig aus der Ebene der Fen
steröffnung herausgebogen wird (Fig. 2). Bei Einwirkung
einer seitlichen Zugkraft (Pfeil P in Fig. 4) auf das
Insektenschutzgewebe 2 werden die in kantennahe Ma
schenöffnungen des Insektenschutzgewebes 2 eingedrunge
nen Borsten 58 des Borstenstrangs 60 in Richtung der
Mohairbürste 66 gezogen, die einem weiteren Umbiegen
dieser Borsten 58 einen zusätzlichen Widerstand entge
gensetzt (Fig. 4).
Bei einer Kraftentlastung bewirkt die vorangehende ela
stische Verformung der Borsten 58 einerseits und eine
Tendenz des Insektenschutzgewebes 2 zur Begradigung
andererseits, daß sich die zur Fensteröffnung hin ver
schobenen Seitenränder des Insektenschutzgewebes 2 wie
der in ihre Ausgangsstellung zurückbewegen.
Erst bei Einwirkung großer Kräfte auf das Insekten
schutzgewebe 2, wie sie beispielsweise beim Gegenlaufen
gegen ein vor eine Türöffnung gespanntes Insekten
schutzgewebe auftreten, wird die Rückhaltewirkung der
Borsten 58 überwunden, so daß es auf einem Teil der
Eingriffslänge zu einem Austritt von einem oder beiden
Seitenrändern aus der oder den zugehörigen Führungs
schienen 48 kommt. Dieser Effekt ist erwünscht, weil
dadurch verhindert wird, daß das Insektenschutzgewebe 2
und/oder andere Komponenten des Insektenschutz-Rollos 1
beschädigt werden.
Beim Auf- und Abbewegen des Insektenschutzgewebes 2 in
den Führungsschienen 48 (Pfeil Q und R in Fig. 6 bzw.
5) während des Aufrollens auf die Aufwickelrolle 20
bzw. während des Abwickelns von derselben gleiten die
Seitenränder des Insektenschutzgewebes 2 an den Borsten
58 des Borstenstrangs 60 entlang. Die Borsten werden
dabei je nach Bewegungsrichtung etwas nach oben bzw.
unten umgebogen, wie dies aus den Fig. 6 und 7 er
sichtlich ist, treten im Ruhezustand jedoch mit ihren
Spitzen oder freien Enden teilweise wieder in benach
barte kantennahe Maschenöffnungen des Insektenschutzge
webes 2 ein.
Beim Hindurchtritt der gegenüber dem Insektenschutzge
webe 2 erheblich dickeren Zugschiene 10 werden die Bor
sten 58 des Borstenstrangs 60 stärker umgebogen, bis
sie mit ihrer Mitte nahezu parallel zur Ebene der Fen
steröffnung ausgerichtet sind (Fig. 3). Aufgrund der
Rückstellkraft der umgebogenen Borsten 58 wird die Zug
schiene 10 gegen die Mohairbürste 66 gedrückt und weist
somit innerhalb der Führungsschienen 48 kein oder nur
ein geringem Spiel auf. Die dünneren und nachgiebigeren
Borsten der Mohairbürste 66 werden dabei auf der Innen
seite der Bürstenhalterung 68 flach zusammengedrückt.
Neben den in die Maschenöffnungen des Insektenschutzge
webes eingreifenden Borsten 58 weist der Borstenstrang
60 weitere Borsten 58a auf (Fig. 4), die auf seiner vom
Seitenrand des Insektenschutzgewebes 2 abgewandten Sei
te angeordnet sind und deren Spitzen einen Abstand vom
Seitenrand aufweisen. Diese Borsten 58a erfällen zwei
Funktionen: zum einen verhindern sie ein Ausweichen der
Borsten 58 auf der dem Seitenrand des Insektenschutzge
webes 2 zugewandten Seite des Borstenstrangs 60 und
drücken diese in die Maschenöffnungen, und zum anderen
kann mit ihrer Hilfe ein gewisser Reibwiderstand einge
stellt werden, den der Borstenstrang 60 der Längsbewe
gung des Insektenschutzgewebes 2 und insbesondere der
Zugschiene 10 entgegensetzt. Durch Abstimmung dieses
Reibwiderstandes mit der auf die Aufwickelrolle 20 der
Aufwickelvorrichtung 4 ausgeübten Federkraft kann das
Insektenschutzgewebe 2 im Unterschied zu den bekannten
Rollos gebremst und daher weich aufgewickelt werden, so
daß bei Annäherung der Zugschiene 10 an das Gehäuse 16
der Aufwickelvorrichtung 4 ein hartes Anschlagen ver
hindert werden kann. Ist hingegen die Haltekraft bzw.
der Reibwiderstand größer, die resultierende Kraft also
nach unten gerichtet, so wird das Insektenschutzgewebe
2 in beliebigen Abziehstellungen gehalten, ohne daß es
sich selbsttätig wieder aufwickelt.
Im Vergleich zu dem bisher beschriebenen Ausführungs
beispiel weisen die in den Fig. 7 und 8 dargestell
ten Ausführungsbeispiele keine als Widerlager dienende
Mohairbürste 66 auf. Während bei dem in Fig. 7 darge
stellten Ausführungsbeispiel die Borsten 58 des Bor
stenstrangs 60 den Seitenrand des Insektenschutzgewebes
2 gegen eine von der Innenseite des Schenkels 52 gebil
dete ebene Anlagefläche 74 drücken, sind bei dem in
Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Borsten
stränge 60 mit schrägstehenden Borsten 58 vorgesehen,
deren Spitzen bei aufgewickeltem Insektenschutzgewebe 2
teilweise ineinandergreifen und nach dem Aufspannen
desselben von beiden Seiten her in kantennahe Maschen
öffnungen der jeweiligen Seitenränder eintreten.
Claims (24)
1. Insektenschutz-Rollo für eine Tür- oder Fenster
öffnung, mit einem von einer Aufwickelrolle einer
Aufwickelvorrichtung abziehbaren und vor der Tür-
oder Fensteröffnung aufspannbaren gitternetzartigen
Insektenschutzgewebe, sowie zwei an gegenüberlie
genden Seiten der Tür- oder Fensteröffnung ange
ordneten Seitenführungen für entgegengesetzte Sei
tenränder des Insektenschutzgewebes, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Seitenführungen (6) ela
stisch verformbare, in Öffnungen der jeweiligen
Seitenränder eingreifende Rückhalteelemente auf
weisen.
2. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rückhalteelemente in Maschen
öffnungen des Insektenschutzgewebes (2) eingrei
fen.
3. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Rück
halteelementen hintereinander entlang den Seiten
führungen (6) angeordnet sind.
4. Insektenschutz-Rollo nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhalte
elemente eine langgestreckte Form aufweisen und
mit ihren freien Enden in die Öffnungen eingrei
fen.
5. Insektenschutz-Rollo nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhalte
elemente unter einem spitzen Winkel gegenüber ei
ner Ebene der Tür- oder Fensteröffnung angeordnet
sind und mit ihren freien Enden von der Tür- oder
Fensteröffnung weg weisen.
6. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der spitze Winkel zwischen 80
und 20°, vorzugsweise zwischen 60 und 40° beträgt.
7. Insektenschutz-Rollo nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhalte
elemente als steif-elastische Borsten (58) ausge
bildet sind.
8. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Borsten (58) mindestens ei
nen Borstenstrang (60) bilden, der sich im wesent
lichen über die gesamte Länge des Eingriffs zwi
schen dem Insektenschutzgewebe (2) und den Seiten
führungen (6) erstreckt.
9. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Borstenstrang (60) aus meh
reren Reihen von nebeneinander angeordneten Bor
sten (58, 58a) besteht.
10. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 8 oder 9, da
durch gekennzeichnet, daß die Borsten (58, 58a)
jedes Borstenstrangs (60) im wesentlichen parallel
ausgerichtet sind oder in Richtung ihrer freien
Enden geringfügig divergieren.
11. Insektenschutz-Rollo nach einem der Ansprüche 8
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenfüh
rungen (6) jeweils einen Borstenstrang (60) auf
weisen, dessen Borsten (58) die Seitenränder des
Insektenschutzgewebes (2) gegen ein Widerlager
drücken.
12. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Widerlager von einer sich
entlang den Seitenführungen (6) erstreckenden Mo
hairbürste (66) gebildet wird, und daß sich die
freien Enden der Borsten (58, 58a) des Borsten
strangs (60) mit den freien Enden von weichen,
nachgiebigen Borsten der Mohairbürste (66) über
lappen.
13. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Widerlager von einer ebe
nen Anlagefläche (74) gebildet wird.
14. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Widerlager von einem wei
teren Borstenstrang (60) gebildet wird, wobei min
destens ein Teil der Borsten (58) der beiden Bor
stenstränge (60) bei aufgewickeltem Insektenschutz
gewebe (2) mit ihren freien Enden ineinandergrei
fen.
15. Insektenschutz-Rollo nach einem der Ansprüche 1
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten
führungen (6) eine Führungsschiene (48) mit einem
zur Tür- oder Fensteröffnung hin offenen, im we
sentlichen U-förmigen Profil aufweisen, in welche
jeweils einer der beiden entgegengesetzten Seiten
ränder des Insektenschutzgewebes (2) eingreift.
16. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückhalteelemente über die
Innenseite von mindestens einem von zwei Schenkeln
(50, 52) des U-Profils überstehen.
17. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 16, gekennzeich
net durch eine über einen Schenkel (50) der Füh
rungsschiene (48) überstehende Befestigungsleiste.
18. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungsleiste als
geschlossenes Profil (44) ausgebildet ist.
19. Insektenschutz-Rollo nach einem der Ansprüche 8
bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Insekten
schutzgewebe (2) entgegen der Rückstellkraft einer
Aufwickelfeder (106) von der Aufwickelrolle (20)
abziehbar ist, und daß die Rückstellkraft der Auf
wickelfeder (106) und die Haltekraft des Borsten
strangs (60) nach Maßgabe einer in Längsrichtung
der Seitenführungen (6) resultierenden Kraft zum
gebremsten Aufwickeln oder Festhalten des Insek
tenschutzgewebes (2) aufeinander abstimmbar sind.
20. Insektenschutz-Rollo nach Anspruch 19, gekenn
zeichnet durch eine Vorspannvorrichtung (110) zur
Einstellung einer Vorspannung der Aufwickelfeder
(106).
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorspannvorrichtung (110) ein Gesper
re aufweist, welches durch ein vorzugsweise manu
ell betätigbares Spannstück (112) zur Einstellung
der Federvorspannung der Aufwickelfeder (106) und
ein mit dem Spannstück (112) zur Erhaltung der Fe
dervorspannung in Eingriff bringbares Sperrelement
(112) gebildet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwickelfeder als
Drehfeder (106) einer in der Aufwickelrolle (20)
angeordneten Federwelle (100) ausgebildet ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22,
gekennzeichnet durch ein die Aufwickelrolle (20),
die Aufwickelfeder (106) und die Vorspannvorrich
tung (100) aufnehmendes, an der Oberseite der
Tür- oder Fensteröffnung angeordnetes Gehäuse
(16), das einen aufklappbaren oder abnehmbaren
Verschlußdeckel (26) aufweist.
24. Insektenschutz-Rollo nach einem der Ansprüche 19
bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung
der Borsten (58) des Borstenstrangs (60) bezüglich
des Widerlagers (66) so eingestellt oder einstell
bar ist, daß die Haltekraft der Borsten (58) in
Längsrichtung der Seitenführungen (6) die Rück
stellkraft der Aufwickelfeder (106) im wesent
lichen kompensiert.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19639478A DE19639478A1 (de) | 1995-12-30 | 1996-09-26 | Insektenschutz-Rollo |
| DE29623013U DE29623013U1 (de) | 1995-12-30 | 1996-09-26 | Insektenschutz-Rollo |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE29615872U DE29615872U1 (de) | 1995-12-30 | 1996-09-12 | Insektenschutz-Rollo |
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Family
ID=26021796
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: E06B 990 |
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| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: NEHER, NORBERT, 78554 ALDINGEN, DE |
|
| R002 | Refusal decision in examination/registration proceedings | ||
| R003 | Refusal decision now final |
Effective date: 20120211 |