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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Multiplizieren
der Frequenz eines Signals in der Form einer Impulsfolge, wobei
die Vorrichtung eine Eingabeeinrichtung umfasst für das Signal
in eine Vielzahl von Abgriffeinrichtungen, um das Signal an Punkten
mit einer vorbestimmten Phasendifferenz zwischen den Punkten abzugreifen.
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STAND DER TECHNIK
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Frequenzmultiplizierer
sind wichtige Aufbaublöcke
in einer Vielfalt von Technologien, z.B. Kommunikationssystemen.
Häufig
wird ein breiter Frequenzbereich gewünscht, hierdurch einen Wunsch
nach abstimmbaren Frequenzmultiplizierern bildend. Im Allgemeinen
wird das Rauschverhalten von Frequenzmultiplizierern schlechter,
je breiter der abstimmbare Bereich des Generators ist. Demnach müssen bei
heutigen Frequenzmultiplizierern in Bezug auf den Abstimmbereich
und das Rauschverhälten
Kompromisse eingegangen werden. Um den Rauschspezifikationen zu
genügen
kann es demnach erforderlich sein, mehrere unterschiedliche Frequenzmultiplizierer
zu verwenden zum Abdecken eines breiten Frequenzbands.
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Die
vorliegende Erfindung ist hauptsächlich
auf das Gebiet der Digitalfrequenzmultiplizierer und demnach auf
das Lösen
der Probleme dieser Kategorie von Frequenzmultiplizierern gerichtet.
Unter jenen Problemen könnten
die nachfolgenden erwähnt
werden:
Gewöhnlich
kann nur ein Multiplikationsfaktor in der Form von 2n erhalten
werden, wobei n eine ganze Zahl ist. In Lösungen, bei denen von 2n abweichende Faktoren erhalten werden können, wird
ein Impuls fester Breite in unterschiedliche ganzzahlige Werte der
minimalen Impulsbreite aufgeteilt. Dies führt zu einem an unerwünschten
Frequenzkomponenten reichen Ausgangsfrequenzsprektrum. Es fügt auch
eine Asymmetrie und Schaltungskomplexität hinzu, die nicht geeignet
sind für
höhere
Frequenzen wie z.B. den Mikrowellenbereich.
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Auch
sind viele vorgeschlagene Digitalmultiplizierer asymmetrisch in
Bezug die unterschiedlichen Signale, was speziell nachteilig ist
bei sehr hohen Frequenzen.
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Viele
Lösungen
sind auch recht komplex und fügen
Jitter hinzu. Zudem verwenden viele Digitalmultiplizierer Logikschaltungen
wie EXKLUSIV-ODER- oder ODER-Gatter zum Erzeugen von sowohl ansteigenden als
auch abfallenden Impulsen (siehe beispielsweise das Dokument
US 6229358 B1 ).
Dies kann zu variierenden Kurvenformen in aufeinanderfolgenden Impulsen
in der Ausgangsgröße des Multiplizierers
führen.
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Es
sollte darauf hingewiesen werden, dass der Ausdruck "Frequenzmultiplizierer" in diesem Text sich auf
die Impulsfrequenz in einer Impulsfolge bezieht.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Um
die Probleme der heutigen Digitalfrequenzmultiplizierer auszuräumen, schlägt die vorliegende
Erfindung gemäß Anspruch
1 eine Vorrichtung vor zum Multiplizieren der Impulsfrequenz eines
Signals in der Form einer Impulsfolge, wobei die Vorrichtung eine
Eingangseinrichtung umfasst für
das Signal und eine Vielzahl von Abgriffeinrichtungen, um das Signal
mit einer vorbestimmten Phasendifferenz zwischen dem an diesen Punkten
bereitgestellten Signal abzugreifen.
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Die
Vorrichtung umfasst zusätzlich
eine Vielzahl von Einrichtungen bei einem ersten Level zum Kombinieren
von abgegriffenen Signalpaaren, wobei ein und derselbe Phasenabstand
zwischen allen kombinierten Paaren vorliegt, wobei die Ausgangsgröße von jeder
Kombiniereinrichtung des ersten Levels eine neue Impulsfolge ist.
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Die
Vorrichtung umfasst auch eine Kombiniereinrichtung bei einem zweiten
Level zum Kombinieren der Impulsfolgen von dem ersten Level in eine
einzelne Impulsfolge, und erfindungsgemäß ist die Kombiniereinrichtung
bei dem ersten Level derart, dass die Impulse in ihrer Ausgangsimpulsfolge
steigende Flanken haben, die immer mit der steigenden Flanke des
ersten Signals in den kombinierten abgegriffenen Signalpaaren koinzidieren,
und fallende Flanken, die immer mit den fallenden Flanken des zweiten
Signals in dem jeweiligen Paar koinzidieren.
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Die
vorliegende Erfindung schlägt
auch ein Verfahren gemäß Anspruch
8 vor.
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Die
Vorteile dieses Entwurfs werden in der folgenden detaillierten Beschreibung
ersichtlich.
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Entsprechend
wird der Phasenabstand zwischen den kombinieren Signalpaaren in Übereinstimmung mit
der Formel (360/[2·N]
+ 180 berechnet, wobei N der gewünschte
Multiplikationsfaktor ist, N irgendeine Zahl ist, eine ganze Zahl
oder keine ganze Zahl, die größer ist
als 1.
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Die
Aussage, dass ein erstes Signal um 360/([2·N]) + 180 in Bezug auf ein
zweites Signal verzögert ist,
ist auch äquivalent
zu der Aussage, dass das zweite Signal um 360-(360/([2·N]) + 180) = 180 – (180/N)
in Bezug auf das erste Signal verzögert ist, da eine Phasendifferenz
von 360 Grad nicht von einer Phasendifferenz von 0 Grad unterscheidbar
ist.
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Auch
trifft die Kombiniereinrichtung des ersten Levels keine Unterscheidung
zwischen dem ersten und dem zweiten Signal in jedem Paar, eine positive
und eine negative Phasendifferenz desselben Absolutwerts sind äquivalent.
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Vorzugsweise
umfasst die Kombiniereinrichtung bei dem ersten Level Logikschaltungen
mit einer UND-Funktion, und die Kombiniereinrichtung bei dem zweiten
Level umfasst Logikschaltungen mit einer ODER-Funktion.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
Erfindung wird im Folgenden mit Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher
beschrieben, in denen zeigt:
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1 eine
Ausführungsform
der Erfindung, die eine Multiplikation mit Vier bereitstellt, und
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2 eine
Erstkombination von Signalen gemäß der Erfindung,
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3 eine
Ausführungsform
der Erfindung mit variablem Multiplikationsfaktor, und
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4 einen
zur Verwendung in der Ausführungsform
der 2 geeigneten Schalter, und
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5 eine
Ausführungsform
der Erfindung, die die Multiplikation mit nicht ganzzahligen Faktoren
ermöglicht,
und
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6 und 7 eine
Komponente zur Verwendung in dem nicht ganzzahligen Multiplizierer,
und
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8 eine
Verzögerungskomponente
zur Verwendung in der Erfindung.
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AUSFÜHRUNGSFORMEN
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In 1 wird
eine erste Ausführungsform
einer Vorrichtung 100 gemäß der Erfindung gezeigt:
Ein
Eingangssignal, eine Impulsfolge mit einer Basisimpulsfrequenz fin, wird in den Eingangsanschluss 110 der Vorrichtung
eingegeben. Der Eingangsanschluss 110 gibt das Signal zu
einer Komponente 120, vorzugsweise eine Verzögerungsleitung,
die "angezapft" sein kann oder auf
die bei verschiedenen Intervallen zugegriffen wird, so dass eine
Vielzahl von Signal-"Paaren" mit gleicher Frequenzbeabstandung
innerhalb jedes Paares erhalten werden können.
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Der
Ausdruck "Phasenbeabstandung
innerhalb des Paares" bezieht
sich auf die Tatsache, dass jedes Paar einen ersten und einen zweiten
Signalabtastwert hat mit einem Phasenabstand dazwischen.
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Eine
Impulsfolge mit einer viermal höheren
Impulsfrequenz als die Eingangsimpulsfrequenz fin wird durch
die Vorrichtung 100 auf folgende Weise erhalten:
Die
Phasendifferenz innerhalb jedes Paares wird erfindungsgemäß berechnet
nach der Gleichung (360/[2·N] +
180), wobei N der gewünschte
Multiplikationsfaktor ist. Wie später gezeigt werden wird, kann
N virtuell irgendeine Zahl sein, eine ganze Zahl oder eine nicht-ganze
Zahl, die größer als
1 ist. Demnach sollte in dem Falle einer Vorrichtung, die mit Vier
multipliziert, wie in 1, die Phasendifferenz 360/8
+ 180 = 225 Grad sein, oder äquivalent
180 – (180/N)
= 180-(180/8) =
135.
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Dies
ist auch der Entwurf der Vorrichtung in 1, wobei
das Eingangssignal an den folgenden acht Punkten abgegriffen wird
und paarweise in vier Kombiniereinrichtungen A, B, C, D eingegeben
wird:
- • A:
45 – 270
= 225
- • B:
135 – 260
= 225
- • C:
90 – 225
= –135
- • D:
180 – 315
= –135
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Es
sollte darauf hingewiesen werden, dass die Phasendifferenz in den
letzten beiden Paaren oben, d.h. –135 Grad, die Bedingung der
Gleichung erfüllt,
da das Hinzufügen
von 360° Phasendifferenz
nicht ändert und
360° + (–135°) = 225° gilt.
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Wir
wenden uns nun 2 zu, das Kombinationsprinzip
der Vorrichtung in 1 wird gezeigt: In der Figur
oben sind zwei Impulsfolgen gezeigt mit einer Phasendifferenz von
225 Grad dazwischen als das Paar in dem in 1 gezeigten
Beispiel. Unterhalb der beiden Impulsfolgen wird eine Impulsfolge
gezeigt, die als Ausgangsgröße von der
in 1 gezeigten und von der Erfindung umfassten Kombiniervorrichtung
gebildet wird, wobei die Kombiniervorrichtung die Funktion eines
UND-Gatters oder einer Schaltung mit einer ähnliche Funktion hat, z.B.
einem NICHT-UND-Gatter und einem Invertierer.
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Wie
aus 2 zu sehen ist, ist die Impulsfolge, die sich
aus der Kombination ergibt, eine Impulsfolge mit derselben Impulsfrequenz
wie die Eingangsimpulsfolge zu der Einrichtung, aber mit reduzierter
Impulsbreite.
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Ein
anderes interessantes Merkmal der Erfindung wird ebenfalls ersichtlich
beim Studieren des Diagramms der 2: da beiden
kombinierten Signale Impulsfolgen sind (tatsächlich ein und dieselbe Impuls,
an Punkten mit unterschiedlichen Phasen abgegriffen), umfassen beide
Signale Impulse, wobei die Impulse eine steigende Flanke und eine
fallende Flanke haben. Das Signal, das sich als eine Kombination
der beiden Signale ergibt, ist auch eine Impulsfolge, wobei die
Impulse steigende und fallende Flanken haben. Das zu beachtende
Merkmal ist, dass die steigenden Flanken der Impulse in dem kombinierten
Signal alle mit den steigenden Flanken in Impulsen in ein und demselben
der kombinierten Signale koinzidieren, wie es auch der Fall ist
mit den fallenden Flanken der Impulse in dem kombinierten Signal.
Dies ist vorteilhaft bedingt durch die Tatsache, dass alle Impulse
in dem kombinierten Signal identische Formen haben werden, dass
sie alle aus identischen Impulsformen (steigenden und fallenden)
gebildet werden.
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In
dem in 2 gezeigten Beispiel koinzidieren die steigenden
Flanken mit den steigenden Flanken des oben gezeigten Signals, d.h.,
des Signals mit der "Phase
Null", und die fallenden
Flanken des kombinierten Signals koinzidieren mit den fallenden
Flanken des zweiten Signals, d.h., des Signals, das um 225 Grad
verzögert
ist in Bezug auf das "Null
-Signal".
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Wenden
wir uns nun wieder 1 zu, in dieser Figur ist gezeigt,
dass die Ausgangssignale von den Kombiniereinrichtungen verwendet
werden als Eingang einer zweiten Kombiniereinrichtung E. Demnach
kann die UND-Funktion als erstes Level einer Kombination von Signalpaaren
betrachtet werden, wobei die Vorrichtung auch eine Kombination eines
zweiten Levels umfasst für
die Ausgangssignale von der Kombination des ersten Levels.
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Die
Kombinationsvorrichtung E des zweiten Levels ist eine Schaltung
mit der Funktion eines ODER-Gatters oder eines EXKLUSIV-ODER-Gatters,
und das resultierende Ausgangssignal ist in 3 gezeigt:
In dieser Figur ist das Ausgangssignal von jedem der vier Kombinierer
des ersten Levels gezeigt, gekennzeichnet durch A-D, und es wird
ersichtlich werden, dass jene vier Impulsfolgen alle dieselbe Impulsfrequenz
haben, aber die Impulse zu unterschiedlichen Zeiten erscheinen,
so dass sie leicht kombiniert werden können in eine Impulsfolge, die
in der 3 unten gezeigt wird.
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Natürlich wird
die Kombination von vier Impulsfolgen, wobei jede dieselbe Impulsfrequenz
fin wie die Eingangsimpulsfolge hat, in
einer Impulsfolge resultieren mit viermal der Frequenz, d.h., 4·fin, was der Zweck der in 1 gezeigten
Vorrichtung war. Demnach ist ein "Vierfach"-Frequenzmultiplizierer
erhalten worden.
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Hier
kann eine Beobachtung gemacht werden in Bezug auf die Phasendifferenz
zwischen den Impulspaaren, die bei dem ersten Level kombiniert werden:
die Phasendifferenz sollte so ausgewählt werden, dass durch die
Kombiniereinrichtungen des ersten Levels erzeugten Signale "Äquidistanz" innerhalb von 360 Grad sind, d.h.,
wenn vier Kombinierer verwendet werden, sollte die Phasendifferenz
360/4 = 90 sein. In Bezug auf 1 kann gesehen
werden, dass die ersten Signale tatsächlich 45, 135, 225, 315 haben
und demnach 90 Grad zwischen jedem der ersten Signale liegt.
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Sobald
dies Phasen und ihre Reihenfolge festgelegt worden sind, ist es
wichtig, dass das zweite der Signale in jedem Signalpaar um denselben
Betrag in allen Paaren verschoben ist, d.h., +225°(= –135°) in allen Fällen, ODER
+ 135°(= –225°) in allen
Fällen.
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In 4 ist
eine andere Ausführungsform
400 der vorliegenden Erfindung gezeigt: die Ausführungsform der 4 dient
zum Erläutern,
dass der Multiplizierer gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden kann zum Erzielen variabler Multiplikationsfaktoren.
Demnach stellt der Multiplizierer der 4 den unter Bezugnahme
auf 1 bis 3 gezeigten beschriebenen Multiplizierer
neu zusammen dahingehend, dass er auch eine Verzögerungsleitung 420 umfasst,
auf die an mehreren Punkten zugegriffen werden kann mit einer ausgewählten Phasendistanz
zwischen den Punkten.
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Das
abgegriffene Signal wird dann paarweise in Kombinierschaltungen
des ersten Levels, A',
b', C', D' eingespeist wie
bei der vorangehenden Ausführungsform,
wobei ein und dieselbe Phasendistanz zwischen den ersten und zweiten
Signalen in dem Paar vorliegt und auch mit ein und derselben Phasendistanz
zwischen aufeinander folgenden ersten Signalen in jedem Paar.
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Zusätzlich zu
der früheren
Ausführungsform
umfasst die in 4 gezeigte Vorrichtung auch
einen Satz von Umschaltern, so dass das zweite Signal in jedem Paar
von sich ändernden
Punkten in der Verzögerungsleitung
abgegriffen werden kann, hierdurch die Möglichkeit erzeugend, die Phasendifferenz
zwischen den paarweise kombinierten ersten und zweiten Signalen
zu ändern.
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Eingedenk
des zuvor gezeigten Ausdrucks, d.h. (360/[2·N] + 180) oder (180 – 180/N),
wobei N der gewünschte
Multiplikationsfaktor ist, kann demnach gesehen werden, wie die
in 4 gezeigten Umschalter zum Ändern des Multiplikationsfaktors
verwendet werden können.
Wenn die in 4 gezeigte Position beibehalten wird,
wird ein "Zweifach"-Multiplizierer erhalten.
Zurück
zu der Gleichung, ein "Zweifach"-Multiplizierer sollte eine
Phasendifferenz von 360/4 + 180 = 270 haben, was für die Schaltung
von 4 mit den Schaltern in der in Figur gezeigten
Position gilt.
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Demnach
werden statt der zuvor gezeigten Signalpaare die folgenden Signalpaare
erhalten, wobei auf die Kombinierer von links nach rechts in
4 Bezug
genommen wird:
| Kombinierer | Erste
Signalphase | Zweite
Signalphase |
| A | 45 | 315 |
| B | Durch
Schalterstellung bedingt | nicht
benutzt |
| C | 225 | 135 |
| D | Durch
Schalterstellung bedingt | nicht
benutzt |
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Wie
zu sehen ist, sind die Phasendifferenzen 45 – 315 = –270, und 225 – 135 =
90 = –270.
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Wenn
jedoch die Schalter umgeschaltet werden, wird der Phasenabstand
innerhalb der Paare stattdessen folgendermaßen sein:
| Kombinierer | Erste
Signalphase | Zweite
Signalphase |
| A | 45 | 270 |
| B | 135 | 360 |
| C | 225 | 90 |
| D | 315 | 180 |
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Demnach
werden durch Umschalten der Schalter zwei zusätzliche Kombinierer zugelassen
(enabled), was zu vier Ausgangssignalen (A, B, C, D) führt, wobei
jedes einen Phasenabstand zwischen ihren jeweiligen ersten und zweiten
Signalen hat von:
A: –225
B: –225
C:
135
D: 135
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Wie
vorher, kann –225° als äquivalent
zu –225° + 360° = 135° betrachtet
werden.
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Demgemäß wird durch
Umschalten der Schalter in die andere Position eine "Vierfachmultiplizier"-Schaltung erhalten.
Wie bei der vorangehenden Ausführungsform
in 1 werden dann die Ausgangsimpulsfolgen von den
Kombinierern des ersten Levels mit Hilfe einer ODER-Schaltung oder
einer EXKLUSIV-ODER-Schaltung
E' kombiniert.
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Wie
durch das Betrachten der Schaltung in 4 erkannt
werden wird, sind einige der Umschalter (45 und 225 Grad) nur aus
Gründen
der Symmetrie gezeigt und sollten niemals umgeschaltet werden.
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Die
Schalter können
in irgendeiner von einer Anzahl wohlbekannter und geeigneter Weisen
implementiert werden und werden hier nicht tiefgreifend dargelegt.
Zum Zwecke der Klarheit ist jedoch eine mögliche Schalterausführungsform
500 in 5 gezeigt, ein sogenannter Transmission-Gate-Schalter. Wie in 5 gezeigt,
umfasst diese Art von Schalter eine Parallelverbindung eines PMOS-Transistors
und eines NMOS-Transistors. Diese Art von Schalter bietet eine symmetrische Übertragungsfunktion
in Bezug auf eine zum Betreiben des Schalters verwendete Steuerspannung
und stellt einen geringen EIN-Widerstand und eine hohe AUS-Impedanz
bereit. Da Schalter verwendet werden, wird kein Rauschen oder Jitter
durch die Vorrichtung der 4 hinzugefügt.
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Das
allgemeine Prinzip hinter dem Multiplizierer der vorliegenden Erfindung
ist nun erkannt worden. Jedoch könnte
beispielsweise darauf hingewiesen werden, dass durch Abgreifen einer
Verzögerungsleitung an
Punkten, an denen das Signal jeweilige Phasenpositionen von 60° 120°, 180°, 240°, 300° und 360° hat, eine "Dreifachmultiplizier"-Schaltung erhalten
werden könnte.
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UND-Schaltungsanordnungen
verwendend werden die Signale dann folgendermaßen zu Paaren zusammengefasst:
300° – 60°, 60° – 180°, 180° – 300°, hierdurch
die Grundbedingung von (360/[2·N]
+ 180) erfüllend,
wobei N in diesem Fall Drei ist, demnach 360/6 + 180 = 60 + 180
= 240. Diese Paare werden dann in einer ODER-Schaltung kombiniert, wie in 1 oder 4 gezeigt.
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Wenn
die Verzögerung
in 24 gleich beabstandete Phasen aufgeteilt wird, kann der Multiplizierer
beispielsweise mit Hilfe von Schaltern durch geeignetes Anwenden
des Prinzips hinter der Erfindung beim Kombinieren der Phasen auf
irgendeinen der Multiplikationsfaktoren 2, 3, 4, 6 oder 12 eingestellt
werden. Das Prinzip kann auf jedweden Multiplikationsfaktor > 1 angewendet werden
einschließlich
nicht-ganzzahlige Faktoren, von denen ein Beispiel nachstehend in
Verbindung mit 6 gezeigt wird.
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In 6 ist
ein nicht-ganzzahliger Multiplizierer 600 unter Verwendung
der vorliegenden Erfindung gezeigt. In der Vorrichtung der 6 wird
durch Kombinieren der Phasen derart, dass drei Perioden des abgegriffenen
Signals für
zwei Perioden des Eingangssignals realisiert werden eine "1,5-fach Multiplizier"-Schaltung erhalten.
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Entsprechend
wird das Eingangssignal bei Verzögerungen
von bis zu zwei Perioden in geeigneter Weise abgegriffen und das
abgegriffene Signal wird paarweise unter Verwendung dreier UND-Schaltungen
A'', B'', C'' kombiniert.
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Wie
bei den zuvor beschriebenen Multiplizierern verwendet der Multiplizierer 600 in 6 Kombinierer des
ersten Levels, in diesem Fall UND-Gatter. Die Vorrichtung 600 verwendet
drei UND-Gatter als Kombinierer des ersten Levels, in denen abgegriffene
Eingangssignal paarweise in folgender Weise kombiniert wird:
- • 360° – 60°
- • 600° – 300°
- • 120° – 540°
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Wie
zu sehen ist, wird das Prinzip von (360/[2·N] + 180), wobei N der gewünschte Multiplikationsfaktor ist,
befolgt, da 360/2·1,5
+ 180 = 300 gilt. (120 – 540
= –420
= 2·360 – 420 =
300).
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Von
den UND-Gattern werden Impulse der korrekten Breite für die Multiplikation
mit 1,5 erzeugt. Jedoch wird ein Impuls von jedem der UND-Gatter
für jede
Periode des Eingangssignals ausgegeben, demnach zweimal so viele
Impulse wie gewünscht
erzeugend.
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Um
zu vermeiden, durch die beiden Perioden des Eingangssignals bedingt
mehrfache Impulse zu haben, in diesem Fall zweifache, die von einer
einzelnen UND-Schaltung kommen, werden die Ausgangsgrößen der
UND-Gatter mit Hilfe von Flip-Flops
versperrt, bevor sie zu dem ODER-Gatter ausgegeben werden. Diese Flip-Flops übertragen
das Signal von D nach Q nur, wenn ein "Zulassen" (Enable) belegt wird (das Signal wird die
ganze Zeit übertragen,
solange bis ein "Rücksetzen" geliefert wird,
selbst wenn "Zulassen" wieder Niedrigpegel
erhält).
Wenn ein Rücksetzen
belegt wird, wird der Q-Ausgang auf Null zurückgesetzt und dort gehalten, bis
der nächste "Zulassen"-Impuls ausgegeben
wird. Die Zulassen- und Rücksetzen-Signale
werden durch den Q-Ausgang des vorangehenden und nächsten Impulses
in der Impulsfolge jeweils bereitgestellt.
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Die
Ausgangsgrößen von
den Flip-Flops werden in ein ODER-Gatter E'' eingegeben,
das die individuellen Impulsfolgen von den UND-Gattern in eine einzelne
Impulsfolge kombiniert mit einer Impulsfrequenz, die 1,5 von der
der Impulsfolge ist, die in die Vorrichtung eingegeben wird.
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Während des
Hochfahrens der Vorrichtung 600, oder wenn beispielsweise
der Multiplikationsfaktor geändert
wird, muss allen Flip-Flops außer
einem (z.B. dem ersten) ein Rücksetzen-Signal
gegeben werden zum Sicherstellen des stabilen Betriebs. Dies kann
durch Anordnen eines zusätzlichen
ODER-Gatters an dem "Rücksetzen"-Eingang aller Flip-Flops
außer
dem ersten vorgesehen sein. Einer der Eingänge der ODER-Gatter ist, wie
in 6 gezeigt, der andere ist das "Hochfahr"-Rücksetzsignal.
Bei dem ersten Flip-Flop ist ein zusätzliches ODER-Gatter an dem "Zulassen"-Eingang angeordnet, wo das "Hochfahr"-Rücksetzsignal
als eine Eingangsgröße gegeben
wird, sicherstellend, dass das erste Flip-Flop beim "Hochfahren" offen ist.
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Ein
Beispiel, wie ein in der Vorrichtung 600 zu verwendendes
versperrtes Flip-Flop implementiert werden kann, wird in 7 gezeigt.
Es umfasst ein SR-Flip-Flop, welches eine in 8 gezeigte
Wahrheitstabelle und einen Umschalter hat.
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Wenn "Zulassen" (Enable) auf Hochpegel
liegt, oder wenn "Zulassen" die letzte SR-Flip-Flop-Eingangsgröße war,
die hohen Pegel hatte, ist die Ausgangsgröße des SR-Flip-Flops auf Hoch-Pegel.
Wenn der SR-Flip-Flop-Ausgang Hochpegel hat, wird der Schalter geschlossen
und die Eingangsgröße der Vorrichtung 600,
Q, wird zum Ausgang der Vorrichtung 600 gegeben. Wenn "Rücksetzen" auf Hochpegel kommt, kommt die Ausgangsgröße des SR-Flip-Flops
auf Niedrigpegel und bleibt auf Niedrigpegel, bis "Zulassen" wieder auf Hochpegel
kommt. Wenn der SR-Flip-Flop-Ausgang auf Niedrigpegel kommt, kommt
der Schalter in die Position, in der der Ausgang der Vorrichtung 600 gegen
Bezugspotential geschaltet wird (auf Niedrigpegel kommt.).
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Jedoch
ist eine Zwei-Periodenverzögerung,
wie in 6 gezeigt, nicht immer erforderlich. Beispielsweise
kann die Eingangsgröße 600° durch die
Eingangsgröße 600 – 360 =
240° ersetzt
werden, solange die Abfolge von "Zulassen""Rücksetzen"-Signalen eingehalten
wird. In gewissen Fällen
könnte
es noch vorzuziehen sein, eine Zwei-Periodenverzögerung zu haben, z.B., wenn
sequentielle Eingangsimpulse nicht identisch sind wie in einem frequenzmodulierten
Signal.
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Zudem
kann irgendein 1/2-Multiplikationsfaktor > 1, d.h., 1,5, 2,5, 3,5, etc. durch geeignete
Wahl der Ausgangsphasen unter Verwendung einer Verzögerung von
zwei Eingangsperioden oder einer Zweiperioden-Abfolge einer Ein-Perioden-Verzögerung erzielt
werden. Für
eine 3-Periodenverzögerung
oder eine Drei-Periodenabfolge einer Einzelperiodenverzögerung kann
irgendein 1/3-Multiplikationsfaktor > 1 in ähnlicher
Weise erhalten werden, d.h., 1,33, 1,67, 2,33, 2,67 etc.. Für eine n-Periodenverzögerung oder
für eine n-Periodenabfolge
einer Einzelperiodenverzögerung
kann irgendein N + M/n-Multiplikationsfaktor
mit N und M als ganzen Zahlen ≥ 1
erhalten werden.
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Die
n-Periodenverzögerung,
die in einigen Ausführungsformen
der Erfindung verwendet wird, kann beispielsweise unter Verwendung
von n in Serie verbundenen sogenannten verzögerten Verriegelungsschleifen
(DLL bzw. Delay Locked Loop) entworfen werden. Ein Beispiel eines
geeigneten DLL ist in 9 gezeigt. Da DLLs als solche
zuvor bekannt waren, werden sie hier nicht in weitergehender Tiefe
beschrieben.
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Zudem
könnte
die Verzögerung
durch direktes Vergleichen der Phase am Ausgang der zweiten Verzögerung mit
der Eingangsphase der ersten Verzögerung realisiert werden. Die
Verzögerung
selbst könnte
neben DLLs einer Art von Aktivschaltungen (Invertierer) oder abstimmbaren
passiven Verzögerungsleitungen sein.
Eine andere Art von Verzögerung,
die verwendet werden könnte,
ist eine ferroelektrisch abstimmbare Verzögerungsleitung.
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Demnach
können,
wie mit Hilfe der oben in den beiliegenden Zeichnungen gezeigten
Ausführungsformen
der Erfindung dargelegt worden ist, mit geeigneter Wahl eines Oszillationsabstimmungsbereichs
und Einrichtungen mit steuerbaren Multiplikationsfaktoren gemäß der Erfindung
Frequenzgeneratoren mit sehr weitem Bereich realisiert werden.
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Als
ein Beispiel betrachte man einen VCO mit einem Betriebsfrequenzbereich
von f0 bis f1. Ferner
sei angenommen, dass f1 = 1,4 f0 gilt.
Wenn ein Multiplizierer mit variablen Multiplikationsfaktoren von
1,3, 1,5, 2, 2,5, 3 und 4 mit dem VCO verbunden wird, kann der gesamte
Frequenzbereich zwischen f0 und 4f1 = 5,6f0 abgedeckt
werden.
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Letztendlich
bietet die Erfindung die Möglichkeit
von Frequenzmultiplizierern mit beispielsweise den folgenden Vorteilen:
- • Die
Verwendung von UND- (oder NICHT-UND)-Gattern macht die Schwingungsform
symmetrischer;
- • Ganzzahlige
Multiplikationsfaktoren, die von 2n verschieden
sind, können
mit einem geringen Inhalt an anderen Frequenzkomponenten erzielt
werden;
- • Nicht-ganzzahlige
Multiplikationsfaktoren können
mit geringem Inhalt an anderen Frequenzkomponenten erzielt werden;
- • Der
Multiplikationsfaktor kann mit Hilfe eines Steuersignals (d.h.,
gesteuerte Schalter, wie in 4 gezeigt)
variiert werden.
- • Die
Signalpfade können
symmetrisch gemacht werden;
- • Aufeinanderfolgende
Impulse haben identische Schwingungsformen, da sie aus identischen
Impuls-"Rändern" erzeugt werden;
- • Ein
System mit einem "VCO" und einem steuerbaren
Multiplizierer ergibt einen sehr kompakten flexiblen Breitband-Universalfrequenzgenerator,
der unmittelbar auf einem einzelnen Chip integriert werden könnte.