-
Die
Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der antiviralen Therapie und
insbesondere auf Nucleosid-Derivate zur Behandlung von Krankheiten,
die durch den Hepatitis C-Virus (HCV) übertragen werden. Die Erfindung
stellt neuartige chemische Verbindungen, pharmazeutische Zusammensetzungen,
die diese Verbindungen umfassen, Verfahren zur Behandlung oder Prophylaxe
von durch HCV übertragenen
Krankheiten, die diese Verbindungen in der Einzeltherapie oder in
Kombinationstherapien einsetzen, bereit.
-
Die
Erfindung bezieht sich auf Nucleosid-Derivate als Inhibitoren von
HCV-Replikon-RNA-Replikation. Insbesondere befaßt sich die Erfindung mit der
Verwendung von Pyrimidin-Nucleosid-Verbindungen als Inhibitoren
der Subgenom-HCV-RNA-Replikation und pharmazeutische Zusammensetzungen,
die solche Verbindungen enthalten.
-
Das
Hepatitis-C-Virus ist die führende
Ursache von chronischer Lebererkrankung weltweit. Die Patienten,
die mit HCV infiziert sind, sind hinsichtlich der Leberzirrhose
und späterem
Leberzellkarzinom gefährdet und
daher ist HCV die Hauptindikation für Lebertransplantationen. Derzeit
sind nur zwei zugelassene Therapien zur Behandlung der HCV-Infektionen
verfügbar
(R. G. Gish, Sem. Liver. Dis., 1999, 19:5). Diese sind die Interferon-α-Einzeltherapie
und kürzlich
die Kombinationstherapie des Nucleosidanalogons, Ribavirin (Virazole),
mit Interferon-α.
-
Viele
der Medikamente, die zur Behandlung von Virusinfektionen zugelassen
sind, sind Nucleoside oder Nucleosidanaloga, und die meisten dieser
Nucleosidanalogonmedikamente werden in die entsprechenden Triphosphate
in vivo umgewandelt. Die Triphosphate inhibieren die Viruspolymeraseenzyme,
was die Virusreplikation stoppt. Diese Umwandlung zu Triphosphat
wird gewöhnlich
durch zelluläre
Kinasen vermittelt und deshalb wird die direkte Bewertung von Nucleosiden
als Inhibitoren der HCV-Replikation nur unter Verwendung eines Assays
auf Zellbasis günstig
durchgeführt.
Für HCV
mangelt es an der Verfügbarkeit
eines echten Virusreplikationsassays auf Zellbasis oder Infektionstiermodells.
-
Das
Hepatitis-C-Virus gehört
zu der Familie der Flaviridae. Es ist ein RNA-Virus, wobei das RNA-Genom
ein großes
Polyprotein codiert, das nach dem Processing die notwendige Replikationsmaschinerie
erzeugt, um die Synthese der Nachkommen-RNA sicherzustellen. Es
wird angenommen, daß die
meisten der Nichtstrukturproteine, die durch das HCV-RNA-Genom codiert
werden, in die RNA-Replikation involviert sind.
-
Lohmann
et al. [V. Lohmann et al., Science, 1999, 285, 110–113] beschrieben
die Konstruktion einer menschlichen Hepatomzellinie (Huh7-Zellinie),
in die Subgenom-HCV-RNA-Moleküle
eingeführt
worden sind und die eine Replikation mit hoher Wirksamkeit zeigen.
Es wird angenommen, daß der
Mechanismus der RNA-Replikation in diesen Zellinien identisch mit
der Replikation des Full-Length-HCV-RNA-Genoms in infizierten Hepatozyten
ist. Die Subgenom-HCV-cDNA-Klone, die zur Isolation dieser Zellinien
verwendet wurden, bildeten die Grundlage für die Entwicklung eines Assays
auf Zellbasis zur Identifizierung von Nucleosidanalogoninhibitoren
der HCV-Replikation.
-
Die
US-Anmeldung Serien-Nr. 10/167,106, eingereicht am 11. Juni 2002,
mit dem Titel „4'-Substituted Nucleoside
Derivatives as Inhibitors of HCV RNA Replication" offenbart Verbindungen, die mit der
vorliegenden Erfindung in Verbindung stehen.
-
Nucleosid-Derivate
weisen häufig
hohe Niveaus biologischer Aktivität auf; ihre praktische Verwendung wird
jedoch oft durch suboptimale physikalische Eigenschaften und schwache
Pharmakokinetik eingeschränkt. Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf chemische Derivate von 4'-substituierten Nucleosiden
mit verbesserten physikochemischen und pharmakokinetischen Eigenschaften.
Diese Derivate durchdringen effizienter die Darmschleimhaut, wor aufhin
eine Vielzahl von Enzymen, die in Zytoplasma, Blut oder Serum vorliegen, das
Derivat zu dem nicht derivatisierten Nucleosid umwandeln. Diese „Pronucleotide" können die
Eigenschaften, wie Aktivität,
Bioverfügbarkeit
oder Stabilität
des Stammnucleotids, verbessern. Die Verabreichung von Verbindungen
der Formel I an Säuger,
die mit HCV infiziert sind, inhibiert die Subgenom-HCV-Replikation
in einer Hepatomzellinie.
-
Die
Erfindung stellt eine Verbindung der Formel I
bereit, worin:
R
1 und R
2 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus Wasserstoff, COR
5, C(=O)OR
5, C(=O)SR
5, C(=O)NHR
5 und COCH(R
6)NHR
7;
R
3 und R
4 unabhängig
aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus Wasserstoff, COR
5, C(=O)OR
5, C(=O)SR
5 und COCH(R
6)NHR
7, oder R
3 und R
4 zusammengenommen
aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus CH
2, C(CH
3)
2 und CHPh;
R
5 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C
1-18-Alkyl, unverzweigtem
oder verzweigtem C
1-18-Alkenyl, unverzweigtem
oder verzweigtem C
1-18-Alkinyl, C
1-18-Halogenalkyl, C
3-8-Cycloalkyl,
Alkyl-substituiertem C
3-8-Cycloalkyl, Phenyl,
das gegebenenfalls unabhängig
mit ein bis drei Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Halogen, Niederalkyl, Niederalkoxy, Niederthioalkyl, Niederalkylsulfinyl,
Niederalkylsulfonyl, Nitro und Cyano, substituiert ist, CH
2Ph, worin der Phenylring gegebenenfalls
wie oben beschrieben substituiert ist und CH
2OPh,
worin der Phenylring gegebenenfalls wie oben beschrieben substituiert
ist;
R
6 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus den Seitenketten natürlich vorkommender Aminosäuren und unverzweigtem
oder verzweigtem C
1-5-Alkyl;
R
7 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Wasserstoff,
R
5OCO; und
Hydrate, Solvate, Clathrate
und Säureadditionssalze
davon;
mit der Maßgabe,
daß mindestens
einer von R
1, R
2,
R
3 oder R
4 etwas
anderes als Wasserstoff ist.
-
Die
Erfindung stellt Verbindungen der Formel I als nützliche Mittel allein oder
in Kombination mit einem Immunsystem-Modulator, einem Virostatikum
oder einem Entzündungshemmer
zur Behandlung von Krankheiten, die durch den Hepatitis C-Virus übertragen
werden, bereit.
-
Die
Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten,
die durch den Hepatitis C-Virus übertragen
werden, durch Verabreichen einer Verbindung der Formel I bereit.
Diese Verbindung kann allein oder in Kombination mit einem Immunsystem-Modulator,
Virostatikum oder einem Entzündungshemmer
verabreicht werden. Die Erfindung umfaßt ferner Zusammensetzungen
zur Behandlung von Krankheiten, die durch den Hepatitis C-Virus übertragen
werden, durch Verabreichen einer therapeutisch wirksamen Menge einer
Verbindung der Formel I.
-
Verbindungen
der vorliegenden Erfindung sind Pro-drugs oder Biopräkursoren
des Stammnucleosids und werden in vivo zu der Verbindung der Formel
I, worin R1, R2,
R3 und R4 Wasserstoff
sind, umgewandelt. Pro-drugs umfassen Acylderivate, Aminosäureester,
Alkoxycarbonyl-, Aryloxycarbonyl-, Thioalkylcarbonyl- und Arylthiocarbonylnucleoside
oder pharmazeutisch akzeptable Salze davon.
-
Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Nucleosid-Derivat gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 unabhängig
aus den hierin zuvor definierten Gruppen ausgewählt sind, mit der Maßgabe, daß mindestens
einer von R1, R2,
R3 oder R4 etwas
anderes als Wasserstoff ist.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R1, R2, R3 und R4 jeweils
unabhängig
COR5, C(=O)OR5 oder
C(=O)SR5 sind und jeder R5 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl,
Phenyl und CH2OPh.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R1, R2, R3 und R4 COR5 sind und jeder R5 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl,
Phenyl und CH2OPh.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R1 COR5, C(=O)OR5, C(=O)SR5 oder
COCH(R6)NHR7 ist;
R2, R3 und R4 Wasserstoff sind und R5 oder
R6 und R7 wie hierin
zuvor definiert sind.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R1 COR5, C(=O)OR5, C(=O)SR5 oder
COCH(R6)NHR7 ist;
R2, R3 und R4 Wasserstoff sind; R5 aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl,
C3-8-Cycloalkyl, Phenyl und CH2OPh,
oder R6 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-5-Alkyl
und der Seitenkette einer natürlich
vorkommenden Aminosäure,
und R7 wie hierin zuvor definiert ist.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R2 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, C(=O)OR5,
C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R1, R3 und
R4 Wasserstoff sind und R5 oder
R6 und R7 wie hierin
zuvor definiert sind.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R2 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, C(=O)OR5,
C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R1, R3 und
R4 Wasserstoff sind; R5 aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl, C3-8-Cycloalkyl
und Phenyl, oder R6 unverzweigtes oder verzweigtes C1-5-Alkyl oder die Seitenkette einer natürlich vorkommenden
Aminosäure
ist und R7 wie hierin zuvor definiert ist.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R2 COCH(R6)NH2 ist; R1, R3, R4 und R7 Wasserstoff sind und R6 aus
der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-5-Alkyl
oder CH2Ph.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung gemäß Formel
I bereitgestellt, worin R1 und R2 unabhängig
aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus COR5, C(=O)OR5, C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R3 und R4 Wasserstoff
sind und R5 und/oder R6 und
R7 unabhängig
aus der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt sind.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R1 Wasserstoff ist; R2,
R3 und R4 aus der
Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus COR5, C(=O)OR5 oder C(=O)SR5 und
R5 unabhängig
aus der hierin zuvor definieren Gruppe ausgewählt ist.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung bereitgestellt,
worin R1 Wasserstoff ist; R2 COR5, C(=O)OR5, C(=O)SR5 oder COCH(R6)NHR7 ist; R3 und R4 zusammen genommen aus der Gruppe ausgewählt sind,
bestehend aus CH2, C(CH3)2 und CHPh; und R5 oder
R6 und R7 unabhängig aus
der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt sind.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R1 und R2 Wasserstoff
sind; R3 und R4 zusammen
genommen unabhängig
aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus COR5, C(=O)OR5, C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; und R5 oder R6 und R7 unabhängig
aus der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt sind.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der Formel I bereitgestellt,
worin R1 und R2 aus
der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus COR5, C(=O)OR5, C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R3 und R4 zusammen
genommen aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus CH2, C(CH3)2 und CHPh; R7 Wasserstoff
oder C(=O)OR5 ist und R5 und/oder
R6 unabhängig
aus der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt sind.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung gemäß Formel
I bereitgestellt, worin R1 und R2 aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Wasserstoff,
COR5, C(=O)OR5 und
COCH(R6)NHR7; R3 und R4 unabhängig voneinander
aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus Wasserstoff, COR5, CO2R5 und COCH(R6)NHR7, oder R3 und R4 zusammen
genommen aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus CH2, C(CH3)2 und CHPh; R5 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-6-Alkyl,
unverzweigtem oder verzweigtem C1-6-Alkenyl,
unverzweigtem oder verzweigtem C1-6-Alkinyl,
C1-6-Halogenalkyl, C3-8-Cycloalkyl,
Alkyl-substituiertem C3-8-Cycloalkyl, Phenyl,
das gegebenenfalls unabhängig
mit ein bis drei Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Halogen, Niederalkyl, Niederalkoxy, Niederthioalkyl, Niederalkylsulfinyl,
Niederalkylsulfonyl, Nitro und Cyano, substituiert ist, CH2Ph, worin der Phenylring gegebenenfalls
wie zuvor beschrieben substituiert ist, und CH2OPh,
worin der Phenylring gegebenenfalls wie zuvor beschrieben substituiert
ist; R6 und R7 wie
zuvor definiert sind, mit der Maßgabe, daß mindestens einer von R1, R2, R3 oder
R4 etwa anderes als Wasserstoff ist.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Nucleosid-Derivate gemäß Formel I, worin R1, R2, R3,
R4, R5, R6 und R7 wie hierin
zuvor definiert sind, nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3 oder R4 jeweils
unabhängig
aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus COR5, C(=O)OR5 und C(=O)SR5, und
R5 unabhängig
aus der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt ist, nützliche Mittel bei der Bekämpfung von Krankheiten,
die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3 oder R4 jeweils
COR5 sind und jedes R5 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl,
Phenyl und CH2OPh, nützliche Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, CO2R5, C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R2, R3 und R4 jeweils Wasserstoff sind und R5 oder
R6 und R7 wie hierin
zuvor definiert sind, nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, C(=O)OR5,
C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R2, R3 und
R4 jeweils Wasserstoff sind; R5 aus der
Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl, C3-8-Cycloalkyl, Phenyl und CH2OPh,
oder R6 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-5-Alkyl
und der Seitenkette von natürlich
vorkommender Aminosäure,
und R7 Wasserstoff ist, nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R2 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, C(=O)OR5,
C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R1, R3 und
R4 Wasserstoff sind und R5 oder
R6 und R7 wie hierin
zuvor definiert sind, nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R2 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, CO2R5 und COCH(R6)NHR7; R1, R3 und
R4 Wasserstoff sind; R5 aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl,
C3-8-Cycloalkyl, Phenyl und CH2OPh,
oder R6 unverzweigtes oder verzweigtes C1-5-Alkyl oder die Seitenkette einer natürlich vorkommenden
Aminosäure
ist und R7 Wasserstoff ist, nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R2 COCH(R6)NHR7 ist; R1, R3 und R4 Wasserstoff
sind; R6 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-5-Alkyl
und CH2Ph; und R7 Wasserstoff
ist, nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R3 und R4 Wasserstoff sind
und R1, R2, R5, R6 und R7 unabhängig
aus den hierin zuvor definierten Gruppen ausgewählt sind, nützliche Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1 Wasserstoff ist; R2, R3 und R4 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus COR5, C(=O)OR5 und C(=O)SR5, und jeder
R5 unabhängig
aus der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt ist, nützliche Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1 Wasserstoff ist; R3 und
R4 zusammen genommen aus der Gruppe ausgewählt sind,
bestehend aus CH2, C(CH3)2 und CHPh; R2, R5 oder R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1 und R2 Wasserstoff sind;
R3, R4, R5 und/oder R6 und
R7 unabhängig
aus der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt sind, nützliche Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R3 und R4 zusammen genommen
aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus CH2, C(CH3)2 und CHPh; R1, R2, R5 und/oder R6 und R7 unabhängig aus
der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt sind, nützliche Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1 bis R7 wie
hierin zuvor definiert sind, nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit mindestens einem Immunsystem-Modulator und/oder Virostatikum, das
die Replikation des HCV inhibiert, nützliche Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit mindestens einem Immunsystem-Modulator nützliche Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit einem Interferon, Interleukin, Tumor-Nekrose-Faktor, Colonystimulating-Faktor
oder ein Entzündungshemmer
nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit einem Interferon nützliche
Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit Interferon-α oder
einem chemisch derivatisierten Interferon nützliche Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit mindestens einem anderen Virostatikum nützliche Mittel bei der Bekämpfung von
Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind Verbindungen gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit mindestens einem HCV-Proteaseinhibitor, HCV-Polymeraseinhibitor,
HCV-Helikaseinhibitor, HCV-Primaseinhibitor, HCV-Integraseinhibitor
oder HCV-Fusionsinhibitor nützliche
Mittel bei der Bekämpfung
von Krankheiten, die durch HCV übertragen
werden.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge eines Nucleosid-Derivats gemäß Formel I, worin R1, R2, R3,
R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor
definiert sind, an einen Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3 oder R4 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus COR5, C(=O)OR5 und C(=O)SR5 und
die R5 unabhängig aus der hierin zuvor definierten
Gruppe ausgewählt
sind, an einen Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3 oder R4 jeweils
COR5 sind und jedes R5 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl,
Phenyl und CH2OPh, an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, CO2R5, C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R2, R3 und R4 jeweils Wasserstoff sind und R5 oder
R6 und R7 wie hierin
zuvor definiert sind, an einen Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbinddung gemäß Formel
I, worin R1 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, C(=O)OR5,
C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R2, R3 und
R4 jeweils Wasserstoff sind; R5 aus der
Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl,
C3-8-Cycloalkyl, Phenyl und CH2OPh,
oder R6 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-5-Alkyl
und der Seitenkette einer natürlich
vorkommenden Aminosäure,
und R7 Wasserstoff ist, an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R2 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, C(=O)OR5,
C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R1, R3 und
R4 Wasserstoff sind und R5 oder
R6 und R7 wie hierin
zuvor definiert sind, an einen Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus COR5, CO2R5, C(=O)SR5 und COCH(R6)NHR7; R1, R3 und R4 Wasserstoff sind; R5 aus
der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-18-Alkyl,
C3-8-Cycloalkyl, Phenyl und CH2OPh, oder
R6 unverzweigtes oder verzweigtes C1-5-Alkyl oder die Seitenkette einer natürlich vorkommenden
Aminosäure
ist und R7 Wasserstoff ist, an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R2 COCH(R6)NHR7 ist; R1, R3 und R4 Wasserstoff
sind; R6 aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus unverzweigtem oder verzweigtem C1-5-Alkyl und
CH2Ph; und R7 Wasserstoff
ist, an einen Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R3 und R4 Wasserstoff
sind und R1, R2,
R5, R6 und R7 unabhängig
aus den zuvor definierten Gruppen ausgewählt sind, an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1 Wasserstoff ist; R2,
R3 und R4 unabhängig aus
der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus COR5, C(=O)OR5 und C(=O)SR5, und
jeder R5 unabhängig aus der hierin zuvor definierten
Gruppe ausgewählt
ist, an einen Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbinddung gemäß Formel
I, worin R1 Wasserstoff ist; R3 und
R4 zusammen genommen aus der Gruppe ausgewählt sind,
bestehend aus CH2, C(CH3)2 und CHPh; R2, R5 oder R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, an einen
Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1 und R2 Wasserstoff
sind; R3, R4, R5 und/oder R6 und
R7 unabhängig
aus der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt sind, an einen Säuger, der derartiges
bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R3 und R4 zusammen
genommen aus der Gruppe ausgewählt
sind, bestehend aus CH2, C(CH3)2 und CHPh; R1, R2, R5 und/oder R6 und R7 unabhängig aus
der hierin zuvor definierten Gruppe ausgewählt sind, an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in einer
Dosis zwischen 1 und 100 mg/kg des Körpergewichts pro Tag an einen
Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1 bis R7 wie
hierin zuvor definiert sind, an einen Menschen, der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit mindestens einem Immunsystem-Modulator und/oder Virostatikum,
das die Replikation des HCV inhibiert, an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit mindestens einem Immunsystem-Modulator an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit einem Interferon, Interleukin, Tumor-Nekrose-Faktor, Colony-stimulating-Faktor
oder einem Entzündungshemmer
an einen Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit einem Interferon an einen Säuger,
der derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit Interferon-α oder
einem chemisch derivatisierten Interferon an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit mindestens einem anderen Virostatikum an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten
bereitgestellt, die durch HCV übertragen
werden, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß Formel
I, worin R1, R2,
R3, R4, R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit mindestens einem HCV-Proteaseinhibitor, HCV-Polymeraseinhibitor, HCV-Helikaseinhibitor,
HCV-Primaseinhibitor,
HCV-Integraseinhibitor oder HCV-Fusionsinhibitor an einen Säuger, der
derartiges bedarf.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine pharmazeutische Zusammensetzung
bereitgestellt, umfassend eine therapeutisch wirksame Menge einer
Verbindung der Formel I, worin R1, R2, R3, R4,
R5, R6 und R7 wie hierin zuvor definiert sind, in Kombination
mit einem oder mehreren pharmazeutisch akzeptablen Trägern, Verdünnungsmittel
oder Bindemittel, mit der Maßgabe,
daß mindestens
einer von R1, R2,
R3 oder R4 etwas
anderes ist als Wasserstoff.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Umwandlung einer
N-Acylcytidinverbindung IVa zu einer Cytidinverbindung IVb durch
selektive Spaltung einer N-Acyleinheit von IVa bereitgestellt
worin
R
2, R
3, R
4 und R
5 wie hierin
zuvor definiert sind, wobei das Verfahren das Kontaktieren einer
Lösung
aus N-Acylpyrimidinnucleosid mit ZnBR
2 in
einem protischen Lösungsmittel
RaOH, worin Ra Wasserstoff oder C
1-4-Alkyl ist, umfaßt.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Umwandlung von
IVa zu IVb bereitgestellt, worin R2, R3, R4 und R5 wie hierin zuvor definiert sind, wobei
das Verfahren das Kontaktieren einer Lösung aus dem N-Acylpyrimidinnucleosid
mit ZnBR2 in Methanol und optimalerweise
mit einem aprotischen organischen Lösungsmittel umfaßt.
-
Der
Ausdruck „eine" Einheit, wie hierin
verwendet, bezieht sich auf eine oder mehrere dieser Einheiten;
beispielsweise bezieht sich eine Verbindung auf eine oder mehrere
Verbindungen oder mindestens eine Verbindung. Demnach können die
Ausdrücke „eine", „eine oder
mehrere" und „mindestens
eine" hierin wechselseitig
verwendet werden.
-
Der
Ausdruck „wie
hierin zuvor definiert" bezieht
sich auf die erste Definition für
jede Gruppe, wie in der Definition der Formel I bereitgestellt.
-
Die
Ausdrücke „optional" oder „gegebenenfalls", wie hierin verwendet,
bedeuten, daß ein
beschriebenes Ereignis oder Umstand auftreten kann oder nicht, und
daß die
Beschreibung Fälle
einschließt,
bei denen das Ereignis oder der Umstand auftritt und Fälle, bei
denen dies nicht geschieht. Beispielsweise bedeutet „gegebenenfalls
substituiertes Phenyl",
daß das
Phenyl substituiert sein kann oder nicht und daß die Beschreibung sowohl unsubstituiertes
Phenyl als auch Phenyl, in dem Substitution vorliegt, einschließt.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können asymmetrische Zentren
aufweisen, die an der Seitenkette einer Carbonsäureester-, einer Amid- oder
Carbonateinheit angeordnet sind, die Diastereomere erzeugen, wenn
sie mit dem Nucleosid vernetzt werden. Alle Stereoisomere an der
Seitenkette der Verbindungen der vorliegenden Erfindung werden entweder
in Beimischung oder in reiner oder im wesentlichen reiner Form in
Betracht gezogen. Die Definition der erfindungsgemäßen Verbindungen
umfaßt
alle möglichen
Stereoisomere und deren Gemische. Sie umfaßt auch die racemischen Formen
sowie die isolierten optischen Isomere. Die racemischen Formen können durch
physikalische Verfahren, wie beispielsweise fraktionierte Kristallisation,
Trennung oder Kristallisation von diastereomeren Derivaten oder
Trennung durch Chiral-Säulenchromatographie,
getrennt werden. Die individuellen optischen Isomere können aus
den Racematen durch konventionelle Verfahren, wie beispielsweise
Salzbildung mit einer optisch aktiven Säure, gefolgt von Kristallisation,
erhalten werden.
-
Alle
Konfigurationsisomere von Verbindungen der vorliegenden Erfindung
werden entweder in Beimischung oder in reiner oder im wesentlichen
reiner Form in Betracht gezogen. Die Definition der Verbindungen der
vorliegenden Erfindung umfaßt
sowohl cis- als auch trans-Isomere von Cycloalkylringen.
-
Der
Ausdruck „Alkyl", wie hierin verwendet,
bezeichnet einen unverzweigten oder verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffrest,
enthaltend 1 bis 18 Kohlenstoffatome. Bevorzugte Alkylgruppen sind
unverzweigte oder verzweigte Kohlenwasserstoffreste, enthaltend
1 bis 12 Kohlenstoffatome. Der Ausdruck „Niederalkyl" bezeichnet einen
unverzweigten oder verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffrest, enthaltend
1 bis 6 Kohlenstoffatome. Repräsentative
Niederalkylgruppen umfassen Methyl, Ethyl, Propyl, i-Propyl, n-Butyl,
i-Butyl, t-Butyl oder Pentyl.
-
Der
Ausdruck „Halogenalkyl", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine unverzweigte oder verzweigtkettige Alkylgruppe,
wie zuvor definiert, worin 1, 2, 3 oder mehr Wasserstoffatome durch
Halogen substituiert sind. Beispiele sind 1-Fluormethyl, 1-Chlormethyl,
1-Brommethyl, 1-Iodmethyl, Trifluormethyl, Trichlormethyl, Tribrommethyl,
Triiodmethyl, 1-Fluorethyl, 1-Chlorethyl, 1-Bromethyl, 1-Iodethyl,
2-Fluorethyl, 2-Chlorethyl, 2-Bromethyl, 2-Iodethyl, 2,2-Dichlorethyl,
3-Brompropyl oder 2,2,2-Trifluorethyl.
-
Der
Ausdruck „Cycloalkyl", wie hierin verwendet,
bezeichnet einen gesättigten
carbocyclischen Ring, enthaltend 3 bis 8 Kohlenstoffatome, d. h.
Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl oder Cyclooctyl.
-
Der
Ausdruck „Alkenyl", wie hierin verwendet,
bezeichnet einen unsubstituierten [oder substituierten] Kohlenwasserstoffkettenrest
mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 2 bis 7 und besonders
bevorzugt 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, und mit einer oder zwei Olefindoppelbindungen,
vorzugsweise einer Olefindoppelbindung. Beispiele sind Vinyl, 1-Propenyl,
2-Propenyl (Alkyl) oder 2-Butenyl (Crotyl).
-
Der
Ausdruck „Alkinyl", wie hierin verwendet,
bezeichnet einen unsubstituierten Kohlenwasserstoffkettenrest mit
2 bis 18 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 2 bis 7 und besonders bevorzugt
2 bis 4 Kohlenstoffatomen, und mit einer oder, wo möglich, zwei
Dreifachbindungen [vorzugsweise einer Dreifachbindung]. Beispiele
sind Ethinyl, 1-Propinyl, 2-Propinyl, 1-Butinyl, 2-Butinyl oder
3-Butinyl.
-
Der
Ausdruck „Alkoxy", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine unsubstituierte unverzweigte oder verzweigtkettige
Alkyloxygruppe, worin der „Alkyl"-Teil wie zuvor definiert
ist, wie Methoxy, Ethoxy, n-Propyloxy, i-Propyloxy, n-Butyloxy,
i-Butyloxy, t-Butyloxy, Pentyloxy, Hexyloxy, Heptyloxy, einschließlich deren
Isomere. „Niederalkoxy", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine Alkoxygruppe mit einer „Niederalkyl"-Gruppe wie vorstehend
definiert.
-
Der
Ausdruck „Alkylthio" oder „Thioalkyl", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine unverzweigte oder verzweigtkettige (Alkyl)-S-Gruppe,
worin der „Alkyl"-Teil wie zuvor definiert
ist. Beispiele sind Methylthio, Ethylthio, n-Propylthio, i-Propylthio,
n-Butylthio, i-Butylthio oder t-Butylthio.
-
Der
Ausdruck „Alkoxyalkyl", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine Alkoxygruppe, wie zuvor definiert, die an eine Alkylgruppe
gebunden ist, wie zuvor definiert. Beispiele sind Methoxymethyl,
Methoxyethyl, Methoxypropyl, Ethoxymethyl, Ethoxyethyl, Ethoxypropyl,
Propyloxypropyl, Methoxybutyl, Ethoxybutyl, Propyloxybutyl, Butyloxybutyl,
t-Butyloxybutyl, Methoxypentyl, Ethoxypentyl und Propyloxypentyl
einschließlich
deren Isomere.
-
Der
Ausdruck „Hydroxyalkyl", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine unverzweigte oder verzweigtkettige Alkylgruppe,
wie zuvor definiert, worin 1, 2, 3 oder mehr Wasserstoffatome durch
eine Hydroxygruppe substituiert sind. Beispiele sind Hydroxymethyl,
1-Hydroxyethyl, 2-Hydroxyethyl, 1-Hydroxypropyl, 2-Hydroxypropyl,
3-Hydroxypropyl, Hydroxyisopropyl, Hydroxybutyl und dergleichen.
-
Der
Ausdruck „Aryl", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine gegebenenfalls substituierte monocyclische oder
polycyclische aromatische Gruppe, umfassend Kohlenstoff- und Wasserstoffatome.
Beispiele geeigneter Arylgruppen umfassen Phenyl und Naphthyl (z.
B. 1-Naphthyl oder 2-Naphthyl), sind aber nicht darauf beschränkt. Geeignete
Substituenten für
Aryl sind aus der Gruppe ausgewählt,
bestehend aus Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Aryloxy, Cycloalkyl, Acyl,
Acylamino, Alkoxy, Amino, Alkylamino, Dialkylamino, Halogen, Halogenalkyl, Hydroxy,
Nitro und Cyano.
-
Der
Ausdruck „Acyl" („Alkylcarbonyl"), wie hierin verwendet,
bezeichnet eine Gruppe der Formel C(=O)R, worin R Wasserstoff, unverzweigtes
oder verzweigtes Alkyl, enthaltend 1 bis 7 Kohlenstoffatome, oder
eine Phenylgruppe ist.
-
Die
Ausdrücke „Alkoxycarbonyl" und „Aryloxycarbonyl", wie hierin verwendet,
bezeichnen eine Gruppe der Formel -C(=O)OR, worin R Alkyl bzw. Aryl
ist und Alkyl und Aryl, wie hierin definiert sind.
-
Die
Ausdrücke „Thioalkylcarbonyl" und „Arylthiocarbonyl", wie hierin verwendet,
bezeichnen eine Gruppe der Formel -C(=O)SR, worin R Alkyl bzw. Aryl
ist und Alkyl und Aryl wie hierin definiert sind.
-
Der
Ausdruck Halogen steht für
Fluor, Chlor, Brom oder Iod, vorzugsweise Fluor, Chlor, Brom.
-
Der
Ausdruck „Aminosäure", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf natürlich
vorkommende Aminosäuren
sowie auf optische Isomere (Enantiomere und Diastereomere), synthetische
Analoga und Derivate davon. α-Aminosäuren umfassen
ein Kohlenstoffatom, das an eine Carboxylgruppe gebunden ist, eine
Aminogruppe, ein Wasserstoffatom und eine einzige „Seitenketten"-Gruppe. Der Ausdruck „natürlich vorkommende
Aminosäuren" bezeichnet die L-Isomere
der natürlich
vorkommenden Aminosäuren.
Die natürlich
vorkommenden Aminosäuren
sind Glycin, Alanin, Valin, Leucin, Isoleucin, Serin, Methionin,
Threonin, Phenylalanin, Tyrosin, Tryptophan, Cystein, Prolin, Histidin,
Asparaginsäure,
Asparagin, Glutaminsäure,
Glutamin, γ-Carboxyglutaminsäure, Arginin,
Ornithin und Lysin. Die Seitenketten von natürlich vorkommenden Aminosäuren umfassen: Wasserstoff,
Methyl, iso-Propyl, iso-Butyl, sec-Butyl, -CH2OH,
-CH(OH)CH3, -CH2SH,
-CH2CH2SMe, -(CH2)pCOR, worin R -OH
oder -NH2 ist und p 1 oder 2 ist, -(CH2)q-NH2,
worin q 3 oder 4 ist, -(CH2)3-NHC(=NH)NH2, -CH2C6H5, -CH2-p-C6H4-OH, (3-Indolinyl)methylen,
(4-Imidazolyl)methylen.
-
Der
Ausdruck „Acylierungsmittel", wie hierin verwendet,
bezieht sich entweder auf ein Anhydrid, Acylhalogenid oder ein anderes
aktiviertes Derivat einer Carbonsäure. Der Ausdruck „Anhydrid", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf Verbindungen der allgemeinen Struktur RC(O)-O-C(O)R,
worin R wie in dem vorstehenden Absatz definiert ist. Der Ausdruck „Acylhalogenid", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf die Gruppe RC(O)X, worin X Brom oder Chlor ist.
Der Ausdruck „aktiviertes
Derivat" einer Verbindung,
wie hierin verwendet, bezieht sich auf eine unbestän dige reaktive
Form der ursprünglichen
Verbindung, die die Verbindung in einer gewünschten chemischen Reaktion
aktiviert, worin die ursprüngliche
Verbindung nur mäßig reaktiv
oder nicht reaktiv ist. Die Aktivierung wird durch die Bildung eines
Derivats oder einer chemischen Gruppierung innerhalb des Moleküls mit einem
höheren
Gehalt an freier Energie als dem der ursprünglichen Verbindung erreicht,
welche die aktivierte Form anfälliger
für die
Reaktion mit einem anderen Reagens macht. Im Kontext der vorliegenden
Erfindung ist die Aktivierung der Carboxygruppe von besonderer Wichtigkeit.
Der Ausdruck Acylierungsmittel, wie hierin verwendet, umfaßt ferner
Reagenzien, die Carbonate (-OC(=O)OR5),
Carbamate (-NHC(=O)OR5), Thiocarbonat (-OC(=O)SR5) und Thiocarbamat (-NHC(=O)SR5),
Derivate, wie Alkoxychlorcarbonate, R5OC(=O)Cl,
und Alkylthiochlorcarbonate, R5SC(=O)Cl,
worin R5 wie hierin zuvor definiert ist,
erzeugen.
-
Der
Ausdruck „Schutzgruppe", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine chemische Gruppe, die (a) eine reaktive Gruppe vor
der Teilnahme an einer unerwünschten
chemischen Reaktion bewahrt; und (b) leicht entfernt werden kann,
nachdem der Schutz der reaktiven Gruppe nicht mehr erforderlich
ist. Beispielsweise ist Trialkylsilyl eine Schutzgruppe für eine primäre Hydroxylfunktion
und ein Acetonid ist eine Schutzgruppe für ein vicinales Diol.
-
In
der bildlichen Darstellung der Verbindungen, die während dieser
Anmeldung gegeben wird, gibt eine verdickte, sich verjüngende Linie
einen
Substituenten an, der über
der Ebene des Rings liegt, zu dem der asymmetrische Kohlenstoff
gehört,
und eine gepunktete Linie
gibt
einen Substituenten an der unter der Ebene des Rings liegt, zu der
der asymmetrische Kohlenstoff gehört.
-
Der
Ausdruck „Kombination", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf die Verabreichung einer Vielzahl von Arzneimitteln
in einem therapeutischen Regime durch gleichzeitige oder sequentielle
Verabreichung der Arzneimittel zur gleichen Zeit oder zu verschiedenen
Zeiten.
-
Der
Ausdruck „chemisch
derivatisiertes Interferon",
wie hierin verwendet, bezieht sich auf ein Interferonmolekül, das kovalent
mit einem Polymer verbunden ist, das die physikalischen und/oder
pharmakokinetischen Eigenschaften des Interferons verändert. Eine
nicht einschränkende
Auflistung solcher Polymere umfaßt Polyalkylenoxidhomopolymere,
wie Polyethylenglykol (PEG) oder Polypropylenglykol (PPG), polyoxyethylenierte
Polyole, Copolymere davon und Blockcopolymere davon, vorrausgesetzt,
die Wasserlöslichkeit
der Blockcopolymere wird beibehalten. Ein Fachmann wird zahlreiche
Ansätze
zur Vernetzung von Polymer und Interferon kennen (siehe beispielsweise
A. Kozlowski and J. M. Harris J. Control. Release 2001 72 (1–3): 217–24). Eine
nicht einschränkende
Auflistung von chemisch derivatisiertem IFNα, das in dem vorliegenden Patent
in Betracht gezogen wurde, umfaßt
Peginterferon-α-2a
(PEGASYS®)
und Peginterferon-α-2b
(PEGINTRON®).
-
Verbindungen
der Formel I weisen Tautomerie auf. Tautomere Verbindungen können als
zwei oder mehr interkonvertierbare Spezies vorhanden sein. In vielen
Fällen
resultieren diese Einheiten aus der Verschiebung eines kovalent
gebundenen Wasserstoffatoms, das zwischen zwei Atome geschoben wurde.
Tautomere Verbindungen existieren im Gleichgewicht miteinander,
so daß Ansätze, die
einzelnen Tautomere zu isolieren, gewöhnlich ein Gemisch mit chemischen
und physikalischen Eigenschaften, die mit einem Gemisch der Verbindungen übereinstimmen,
erzeugen. Die Position des Gleichgewichts hängt von den chemischen Merkmalen
innerhalb des Moleküls
ab. Beispielsweise überwiegt
in vielen aliphatischen Aldehyden und Ketonen, wie Acetaldehyd,
die Ketoform, während
in Phenolen die Enolform überwiegt.
Die üblichste
Tautomerieart steht in Verbindung mit Carbonyl- (oder Keto-) Verbindungen
und Vinylalkoholen (oder Enolen), die aus einer Wasserstoffatomverschiebung
zwischen den Kohlenstoff- und Sauerstoff atomen und einer gleichzeitigen
Verschiebung der Position der Doppelbindung entstehen. Die vorliegende
Erfindung umfaßt
Lactame, die als Amid- oder Hydroxy-substituierte heterocyclische
Formen vorkommen können.
-
Verbindungen
der Formel I, die basisch sind, können pharmazeutisch akzeptable
Salze mit anorganischen Säuren,
wie Halogenwasserstoffsäuren
(beispielsweise Salzsäure
und Bromwasserstoffsäure),
Schwefelsäure,
Salpetersäure
und Phosphorsäure
und dergleichen, und mit organischen Säuren (beispielsweise mit Essigsäure, Weinsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Äpfelsäure, Salicylsäure, Zitronensäure, Methansulfonsäure und
p-Toluolsulfonsäure
und dergleichen) bilden. Die Bildung und Isolation von diesen Salzen
kann gemäß den Verfahren,
die in der Technik bekannt sind, durchgeführt werden.
-
Der
Ausdruck „Solvat", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine Verbindung der Erfindung oder ein Salz davon, die/das
ferner eine stöchiometrische
oder nicht stöchiometrische
Menge eines Lösungsmittels,
das durch nicht kovalente intermolekulare Kräfte gebunden ist, umfaßt. Bevorzugte
Lösungsmittel
sind flüchtig, nicht
toxisch und/oder akzeptabel für
die Verabreichung an Menschen in Spurenmengen.
-
Der
Ausdruck „Hydrat", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine Verbindung der Erfindung oder ein Salz davon, die/das
ferner eine stöchiometrische
oder nicht stöchiometrische
Menge Wasser, das durch nicht kovalente intermolekulare Kräfte gebunden
ist, umfaßt.
-
Der
Ausdruck „Clathrat", wie hierin verwendet,
bezeichnet eine Verbindung der Erfindung oder ein Salz davon in
Form eines Kristallgitters, das Räume (z. B. Kanäle) enthält, die
ein dazwischen geschobenes Gastmolekül (z. B. ein Lösungsmittel
oder Wasser) aufweisen.
-
Im
allgemeinen basiert die Nomenklatur, die in dieser Anmeldung verwendet
und in Tabelle 1-A angegeben ist, auf AUTONOMTM v.
4.0, einem computerisierten System des Beilstein Instituts zur Erzeugung
der systematischen IUPAC-Nomenklatur.
-
Beispiele
repräsentativer
Verbindungen innerhalb des Umfangs der Erfindung werden in den folgenden
Tabellen 1 und 1-A bereitgestellt. Diese Beispiele und Herstellungen
werden bereitgestellt, damit der Fachmann die vorliegende Erfindung
besser verstehen und praktizieren kann. Sie sollen den Umfang der
Erfindung nicht einschränken,
sondern diese lediglich veranschaulichen und darstellen. Die Verbindungen
der Formel I können
durch verschiedene Verfahren, die in der organischen Chemie bekannt
sind, hergestellt werden.
- Ile
HCl = Cl– +NH3CH[CH(Me)Et]CO
Val-NH-Boc = Me3COC(=O)NHCH(CHMe2)CO
- 1. Hergestellt, wie in Beispiel 2 beschrieben,
nur daß die
Substitution, außer
des Säurechlorids,
durch Boc-Val-NCA (N-Carboxy-Anhydrid) ersetzt wurde
- 2. Hydrochloridsalz
- 3. Trifluoressigsäuresalz; Diese Verbindungen
waren auch durch den N-boc-Schutz der Verbindung Nr. 34 erhältlich,
gefolgt von Alkoxycarbonisierung des Hydroxymethylsubstituenten
und Entschützung
mit Trifluoressigsäure/CH2Cl2.
- 4. Hergestellt durch Umwandeln der Verbindung
59 zur freien Base und Acylierung mit Benzoylchlorid.
-
-
-
-
-
-
-
Die
Verbindungen der Formel I können
durch verschiedene Verfahren, die in der Technik der organischen
Chemie im allgemeinen und Nucleosidanalogonsynthese speziell bekannt
sind, hergestellt werden. Spezielle Verfahren zur Herstellung von
Verbindungen der vorliegenden Erfindung werden in den Beispielen 1–6 veranschaulicht.
Die Ausgangsmaterialien für
die Synthesen sind entweder ohne weiteres von kommerziellen Quellen
erhältlich
oder sind bekannt oder können
selbst durch die allgemein bekannten Techniken hergestellt werden.
Allgemeine Überblicke über die
Herstellung von Nucleosidanaloga sind in den folgenden Veröffentlichungen,
die hierin durch Verweise aufgenommen werden, enthalten:
- A.
M. Michelson „The
Chemistry of Nucleosides and Nudeotides" Academic Press, New York 1963.
- L. Goodman „Basic
Principles in Nucleic Acid Chemistry" Hrsg. P O P Ts'O, Academic Press, New York 1974, Bd.
1, Kapitel 2.
- „Synthetic
Procedures in Nucleic acid Chemistry" Hrsg. W W Zorbach und R S Tipson, Wiley,
New York, 1973, Bd. 1 und 2.
- H. Vorbrüggen
und C. Ruh-Pohlenz (Hrsg.) „Handbook
of Nucleoside Synthesis" Wiley,
New York, 2001.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung werden durch Acylierung
einer entsprechenden Nucleosidverbindung hergestellt. Die Acylierung
von Alkoholen (J. March, Advanced Organic Chemistry John Wiley & Sons, New York
1992 392–398;
J. Mulzer Synthesis of Esters, Activated Esters & Lactones in Comprehensive Organic
Synthesis, E. Winterfeldt, Hrsg., Bd. 6, Pergamon Press, Oxford
1991, S. 324–340)
und Aminen (J. March, supra S. 417–425; H. G. Benz, Synthesis
of Amides and Related Compounds in Comprehensive Organic Synthesis,
E. Winterfeldt, Hrsg., Bd. 6, Pergamon Press, Oxford 1991 S. 381–411) kann
mit einer Vielzahl von Acylierungsmitteln erreicht werden, einschließlich Säurechloride
und Säureanhydride.
Diese Verweise werden hierin in ihrer Gesamtheit aufgenommen. Andere
Verfahren zur Aktivierung einer Carbonsäure wurden entwickelt und können verwendet
werden, um die hierin beschriebenen Prodrugs herzustellen. Das Ausmaß und Muster
der Acylierung wird durch die Verwendung geeigneter Schutzgruppen
oder durch Verzögern der
Einführung
des basischen Amins in die Pyrimidinbase geregelt.
-
Tetraacylnucleoside
können
ohne weiteres durch Acylierung von 1-((2R,3R,4S,5R)-5-Azido-3,4-dihydroxy-5-hydroxymethyl-tetrahydro-furan-2-yl)-2-oxo-1,2-dihydro-pyrimidin-4-yl-ammonium;
Hydrogensulfat (II) mit mindestens 4 Äquivalenten des Acylierungsmittels
(Verfahren A; Beispiel 1) hergestellt werden.
-
Amine
sind gegenüber
Acylierungsmitteln typischerweise reaktiver als Hydroxylgruppen.
Nichtsdestoweniger werden, um selektive Acylierung des Aminsubstituenten
sicherzustellen, die Hydroxylgruppen vor der Acylierung geschützt (Verfahren
B; Beispiel 2). Trimethylsilylether sind nützliche Schutzgruppen für diese
Umwandlung. Ausführlichere
Informationen bezüglich
Schutz und Entschützung
von Alkoholen und alternativen Schutzgruppen sind in T. W. Greene
and P. G. M. Wuts, Protective Groups in Organic Synthesis, 3. Auflage, John
Wiley & Sons,
New York, 1999, und Harrison and Harrison et al., Compendium of
Synthetic Organic Methods, Bd. 1–8 John Wiley and Sons, 1971–1996 zu
finden. Die obigen Dokumente werden hierin durch Verweis in ihrer
Gesamtheit aufgenommen.
-
Selektive
Acylierung der drei Hydroxysubstituenten wird erreicht, indem die
Acylierung an dem entsprechenden Uridinnucleosid II durchgeführt wird,
dem der reaktive Aminsubstituent an dem heteroaromatischen Ring
fehlt, und das Uridin anschließend
zu einem Cytidin umgewandelt wird. Das acylierte Uridin kann zu
dem Cytidin durch Anwendung des von A. D. Borthwick et al., (J.
Med. Chem. 1990, 33 (1): 179; siehe auch K. J. Divakar und C. B.
Reese J. Chem Soc., Perkin Trans. I 1982 1171–1176 und Maag et al. J. Med.
Chem. 1992 35: 1440–1451)
beschriebenen Verfahrens umgewandelt werden. Die Erfindung stellt
ferner ein Verfahren zur selektiven Spaltung der N-Acyleinheit von
einem N-acylierten Nucleosid durch Kontaktieren der N-Acylverbindung
mit Zinkbromid in einem protischen Lösungsmittel bereit.
-
Die
selektive Acylierung der 5-Hydroxygruppe und des Amins wurde durch
Schützen
der vicinalen 2',3'-Hydroxygruppen eines
Kohlenhydrats vor der Acylierung des primären Alkohols erreicht (Verfahren
E; Beispiel 5). Schutzgruppen für
vicinale Diole wandeln das Diol oft in ein Dioxolan oder einen Dioxanring
um (siehe Greene supra; Harrison and Harrison supra). Üblicherweise
umfassen diese Schutzgruppen Aldehyde und Ketone, die ohne weiteres
Dioxolane bilden. Ketone, die besondere Verwendung als Diolschutzgruppen fanden,
umfassen Aceton und C5-7-Cycloalkanone.
Die Spaltung von Dioxolan oder Dioxan, um das Diol zu regenerieren,
wird im allgemeinen mit wäßriger Säure und
einem organischen Hilfslösungsmittel
erreicht. Benzaldehyd bildet ohne weiteres Acetale mit vic-Diolen, die durch
Hydrogenolyse oder Säurehydrolyse
entschützt werden
können.
Methoxysubstitution an dem Benzaldehyd erhöht die Rate der Säurehydrolyse
und gestattet außerdem
die Spaltung des Dioxolans unter oxidativen Bedingungen, z. B. Ce(NH4)2(NO3)6. Nitrobenzaldehyde benötigen Dioxolane, die photochemisch
gespalten werden können.
Cyclische ortho-Ester, z. B. Ethoxymethylenacetal, wurden als Diolschutzgruppen
verwenden. Diese Verbindungen können
unter milden Säurebedingungen
gespalten werden; das Ausgangsprodukt ist jedoch ein Ester, der
hydrolysiert werden muß,
um das Diol zu regenerieren. Das cyclische Analogon 2-Oxacyclopentylidenorthoester
ergibt das Diol direkt während der
Säurehydrolyse.
Cyclische Carbonate und cyclische Boronate haben zum Teil auch Verwendung
als Diolschutzgruppen gefunden. Jede dieser Diolschutzgruppen kann
an das vorliegende Verfahren angepaßt werden.
-
5'-Monoacylderivate
sind durch Schützen
des 2',3'-vicinalen Diols
eines Uridinderivats zugänglich.
Die Acylierung des verbleibenden reaktiven Hydroxyls wird von der
Umwandlung der Uridinbase zu der entsprechenden Cytidinbase, wie
hierin zuvor beschrieben, und Entschützung des vicinalen Diols gefolgt
(Verfahren D; Beispiel 4). Alternativ kann die N-Acylgruppe einer
N,1'-Diacylcytidinverbindung,
worin die 3'- und
4'-Alkohole geschützt sind,
selektiv mit Zinkbromid gespalten werden, um die geschützte Monoacylverbindung
zu erzeugen, die weiter entschützt
werden kann (R. Kierzek et al. Tetrahedron Lett. 1981 22 (38): 3762–64).
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können entweder allein (d. h.
in Einzeltherapie) oder in Kombination mit anderen therapeutischen
Mitteln (z. B. „Kombinationstherapie") verabreicht werden.
Die Kombinationstherapie kann aus einem HCV-Polymeraseinhibitor
und Immun-Modulatoren bestehen, die natürliche Immunreaktionen auf
den Virus und viral infizierte Zellen, wie Interferone, chemisch
modifizierte Interferone, Interleukin, Tumor-Nekrose-Faktor oder Colony-stimulating-Faktoren,
stimulieren. Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung können auch
mit anderen antiviralen Verbindungen mit gleicher oder ergänzender
Wirkungsweise kombiniert werden. Potentielle Targets für antivirale
Arzneimittel sind untersucht worden (siehe z. B. E. DeClercq, Strategies
in the Design of Antiviral Drugs, Nature Rev Drug Discov. 2002 1
(1): 13–25;
M. T. Reding, Recent Developments in hepatitis Cantiviral research
1999–2000,
Exp Opin. Therap. Pat. 2000, 10(8): 1201–1220). Antivirale Verbindungen,
einschließlich
HCV-Proteaseinhibitoren, anderen HCV-Polymerase-inhibitoren, HCV-Helikaseinhibitoren,
HCV-Primaseinhibitoren, HCV-Integraseinhibitoren oder HCV-Fusionsinhibitoren,
könnten
in Kombination mit Verbindungen der vorliegenden Erfindung nützlich sein,
sind aber nicht darauf beschränkt.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können in einer breiten Vielzahl
an Dosierformen und Trägern
zur oralen Verabreichung formuliert werden. Während Nucleosid-Derivate der
vorliegenden Erfindung für
die Abgabe über
die Magen-Darmschleimhaut optimiert werden, können diese Verbindungen wirksam
sein, wenn sie durch andere Verabreichungswege verabreicht werden.
Die pharmazeutisch akzeptablen Träger können entweder fest oder flüssig sein.
Die orale Verabreichung kann in Form von Tabletten, Tabletten in
Hüllenform,
Dragees, harten und weichen Gelatinekapseln, Lösungen, Emulsionen, Sirups
oder Suspensionen erfolgen. Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung
sind wirksam, wenn sie über
andere Verabreichungswege, einschließlich kontinuierliche (Tropfinfusion),
topische, parenterale, intramuskuläre, intravenöse, subkutane,
transdermale (was ein Mittel zum besseren Eindringen einschließen kann),
bukkale, nasale, Inhalations- und Zäpfchenverabreichung, über andere
Verabreichungswege verab reicht werden. Die bevorzugte Verabreichungsweise
ist im allgemeinen oral unter Verwendung eines bequemen täglichen
Dosierregimes, welches gemäß dem Krankheitsgrad
und der Reaktion des Patienten auf den Wirkstoff eingestellt werden
kann.
-
Eine
Verbindung oder Verbindungen der vorliegenden Erfindung sowie ihre
pharmazeutisch nützlichen Salze
können
zusammen mit einem oder mehreren konventionellen Bindemitteln, Trägern oder
Verdünnungsmitteln
in die Form pharmazeutischer Zusammensetzungen und Dosiereinheiten
gebracht werden. Die pharmazeutischen Zusammensetzungen und Dosiereinheitsformen
können
aus konventionellen Bestandteilen in konventionellen Anteilen mit
oder ohne zusätzliche
Wirkstoffe oder Grundbestandteile bestehen, und die Dosiereinheitsformen
können
irgendeine geeignete wirksame Menge des Wirkstoffes enthalten, die
dem beabsichtigten täglichen
Dosierbereich, der eingesetzt werden soll, entspricht. Die pharmazeutischen
Zusammensetzungen können
als Feststoffe, wie als Tabletten oder gefüllte Kapseln, Halbfeststoffe,
Pulver, Formulierungen mit verzögerter
Freisetzung, oder Flüssigkeiten,
wie Lösungen,
Suspensionen, Emulsionen, Elixiere, oder gefüllte Kapseln zur oralen Verwendung;
oder in Form von Zäpfchen
zur rektalen oder vaginalen Verabreichung; oder in Form von sterilen
injizierbaren Lösungen
zur parenteralen Verwendung eingesetzt werden. Ein typisches Präparat enthält etwa
5 Gew.-% bis etwa 95 Gew.-% Wirkstoff oder Wirkstoffe.
-
Der
Ausdruck „Bindemittel", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf eine Verbindung, die bei der Herstellung einer
pharmazeutischen Zusammensetzung nützlich ist, die im allgemeinen
sicher, nicht toxisch und weder biologisch noch anderweitig unerwünscht ist,
und umfaßt
Bindemittel, die für
die veterinäre
Verwendung sowie die humane pharmazeutische Verwendung akzeptabel
sind. Der Ausdruck „Bindemittel", wie hierin verwendet,
umfaßt
sowohl ein als auch mehr als ein solches Bindemittel.
-
Feststoffpräparate umfassen
Pulver, Tabletten, Pillen, Kapseln, Cachtes, Zäpfchen und dispergierbare Granulate.
Ein fester Träger
kann eine oder mehrere Substanzen sein, die auch als Verdünnungsmittel,
Aromastoffe, Lösungsvermittler,
Gleitmittel, Suspendiermittel, Bindemittel, Konservierungsmittel,
Tablettenauflösungsmittel
oder ein Einkapselungsmaterial fungieren können. In Pulvern ist der Träger gewöhnlich ein
fein verteilter Feststoff, der mit der fein verteilten aktiven Komponente
ein Gemisch bildet. In Tabletten wird die aktive Komponente gewöhnlich mit
dem Träger,
der die notwendige Bindungskapazität aufweist, in geeigneten Anteilen
gemischt und in die gewünschte
Form und Größe kompaktiert.
Geeignete Träger
umfassen Magnesiumcarbonat, Magnesiumstearat, Talk, Zucker, Laktose,
Pektin, Dextrin, Stärke,
Gelatine, Tragant, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose,
ein niedrig schmelzendes Wachs, Kakaobutter und dergleichen, sind aber
nicht darauf beschränkt.
Feststoffpräparate
umfassen Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen, und können zusätzlich zu der aktiven Komponente
Farbstoffe, Aromastoffe, Stabilisatoren, Puffer, synthetische und natürliche Süßungsmittel,
Dispergiermittel, Verdickungsmittel, Lösungsvermittler und dergleichen
enthalten.
-
Der
Ausdruck „Präparat" oder „Dosierform", wie hierin verwendet,
soll die Wirkstofformulierung mit Einkapselungsmaterial als Träger umfassen,
die eine Kapsel bereitstellt, worin die aktive Komponente mit oder ohne
Träger
von einem Träger
umgeben ist, der mit ihr in Verbindung steht. Ebenso sind Cachets
und Pastillen einschlossen. Tabletten, Pulver, Kapseln, Pillen,
Cachets und Pastillen in fester Form können für die orale Verabreichung geeignet
sein.
-
Flüssige Formulierungen,
die auch für
die orale Verabreichung geeignet sind, umfassen flüssige Formulierungen,
einschließlich
Emulsionen, Sirups, Elixiere, wäßrige Lösungen,
wäßrige Suspensionen.
Diese umfassen Feststoffpräparate,
die zu Flüssigpräparaten
kurz vor der Verwendung umgewandelt werden sollen. Emulsionen können in
Lösungen,
beispielsweise in wäßrigen Propylenglykollösungen hergestellt
werden oder können
Emulgatoren, wie Lecithin, Sorbitanmonooleat oder Akazie enthalten.
Wäßrige Lösungen können hergestellt
werden, indem die aktive Kom ponente in Wasser gelöst wird
und geeignete Farbstoffe, Aromastoffe, Stabilisatoren und Verdickungsmittel
zugegeben werden. Wäßrige Suspensionen
können
hergestellt werden, indem die fein verteilte aktive Komponente in
Wasser mit viskosem Material, wie natürlichen oder synthetischen
Kautschuken, Harzen, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose
und anderen allgemein bekannten Suspendiermitteln dispergiert wird.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für die parenterale Verabreichung
(z. B. durch Injektion, beispielsweise Bolusinjektion oder Dauerinfusion)
formuliert werden und können
in Dosiereinheitsform in Ampullen, vorgefüllten Spritzen, kleinvolumigen
Infusionen oder in Mehrfachdosierbehältern mit zugegebenem Konservierungsmittel
bereitgestellt werden. Die Zusammensetzungen können Formen, wie Suspensionen,
Lösungen
oder Emulsionen in öligen
oder wäßrigen Vehikeln
annehmen, beispielsweise Lösungen
in wäßrigem Polyethylenglykol.
Beispiele öliger
oder nicht wäßriger Träger, Verdünnungsmittel,
Lösungsmittel oder
Vehikel umfassen Propylenglykol, Polyethylenglykol, pflanzliche Öle (z. B.
Olivenöl),
und injizierbare organische Ester (z. B. Ethyloleat) und können Formulierungsmittel,
wie Konservierungs-, Benetzungs-, Emulgier- oder Suspendier-, Stabilisierungs-/oder
Dispergiermittel umfassen. Alternativ können die Wirkstoffe in Pulverform,
erhältlich
durch aseptische Isolation eines sterilen Feststoffes oder durch
Lyophilisierung aus einer Lösung,
zur Konstitution vor der Verwendung mit einem geeigneten Vehikel,
z. B. sterilem, Pyrogen-freiem Wasser, vorliegen.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für die topische Auftragung auf
die Haut als Salben, Cremes oder Lotionen, oder als transdermales
Pflaster formuliert werden. Salben und Cremes können beispielsweise auf einer
wäßrigen oder öligen Grundlage
unter Zugebe geeigneter Verdickungs- und/oder Geliermittel formuliert
werden. Lotionen können
mit einer wäßrigen oder öligen Grundlage
formuliert werden und können
im allgemeinen auch einen oder mehrere Emulgatoren, Stabilisatoren,
Dispergiermittel, Suspendiermittel, Verdickungsmittel oder Farbstoffe
enthalten. Formulierungen, die zur topischen Anwendung im Mund nützlich sind,
umfassen Pastillen, umfassend Wirkstoffe auf Aromabasis, gewöhnliche
Saccharose und Akazie oder Tragant; Pastillen, umfassend den Wirkstoff
auf inerter Grundlage, wie Gelatine und Glycerin oder Saccharose
und Akazie; und Mundspülungen,
umfassend den Wirkstoff in einem geeigneten flüssigen Träger.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für die Anwendung als Zäpfchen formuliert
werden. Ein niedrig schmelzendes Wachs, wie ein Gemisch aus Fettsäureglyceriden
oder Kakaobutter, wird zuerst geschmolzen und die aktive Komponente
wird homogen, beispielsweise durch Rühren, dispergiert. Das geschmolzene
homogene Gemisch wird dann in Formen geeigneter Größe gegossen,
kann abkühlen
und sich verfestigen.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für die vaginale Verabreichung
formuliert werden. Pessarien, Tampons, Cremes, Gele, Pasten, Schäume oder
Sprays, die zusätzlich
zu dem Wirkstoff enthalten sind, wie Träger, sind in der Technik als
geeignet bekannt.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für die nasale Anwendung formuliert
werden. Die Lösungen
oder Suspensionen werden direkt in die Nasenhöhe durch konventionelle Mittel,
beispielsweise einen Tropfer, eine Pipette oder ein Spray, eingebracht.
Die Formulierungen können
in Einzel- oder Mehrfachdosierform bereitgestellt werden. Im letzteren
Fall eines Tropfers oder einer Pipette kann dies erreicht werden, indem
dem Patienten ein geeignetes, vorbestimmtes Volumen der Lösung oder
Suspension verabreicht wird. Im Falle eines Sprays kann dies beispielsweise
mittels eines Dosierpumpsprays erreicht werden.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für Aerosolverabreichung, insbesondere
für die Atemwege,
und einschließlich
intranasaler Verabreichung formuliert werden. Die Verbindung wird
im allgemeinen eine kleine Teilchengröße, beispielsweise in der Größenordnung
von fünf
(5) Mirometer oder weniger aufweisen. Eine sol che Teilchengröße kann
durch in der Technik bekannte Mittel, beispielsweise durch Mikronisierung,
erhalten werden. Der Wirkstoff wird in einem unter Druck gesetzten
Packet mit einem geeigneten Treibmittel, wie einem Chlorfluorkohlenstoff
(CFK), beispielsweise Dichlordifluormethan, Trichlorfluormethan oder
Dichlortetrafluorethan, oder Kohlendioxid oder einem anderen geeigneten
Gas bereitgestellt. Das Aerosol kann günstigerweise auch ein oberflächenaktives
Mittel, wie Lecithin, enthalten. Die Arzneimitteldosis kann durch
ein Dosierventil kontrolliert werden. Alternativ können die
Wirkstoffe in Form eines trockenen Pulvers, beispielsweise eines
Pulvergemisches der Verbindung in einer geeigneten Pulvergrundlage,
wie Laktose, Stärke,
Stärkederivaten,
wie Hydroxypropylmethylcellulose und Polyvinylpyrrolidin (PVP) bereitgestellt
werden. Der Pulverträger
bildet in der Nasenhöhle
ein Gel. Die Pulverzusammensetzung kann in Form einer Dosiereinheitsform,
beispielsweise in Kapseln oder Patronen aus z. B. Gelatine oder
Blisterpackungen vorliegen, aus denen das Pulver mittels eines Inhalators
verabreicht werden kann.
-
Wenn
gewünscht,
können
Formulierungen mit Schutzhüllen
hergestellt werden, die für
die Verabreichung mit verzögerter
oder kontrollierter Freisetzung des Wirkstoffes angepaßt werden.
Beispielsweise können
die Verbindungen der vorliegenden Erfindung in transdermale oder
subkutane Arzneimittelabgebevorrichtungen formuliert werden. Diese
Abgabesysteme sind vorteilhaft, wenn eine verzögerte Freisetzung der Verbindung
notwenig ist und wenn die Patienten-Compliance mit dem Behandlungsregime
kritisch ist. Verbindungen in transdermalen Abgabesystemen sind
häufig
an einen Haut-haftenden festen Träger angelagert. Die Verbindung
von Interesse kann auch mit einem Eindringungsverbesserer, z. B.
Azone (1-Dodecylaza-cycloheptan-2-on), kombiniert werden. Abgabesysteme
mit verzögerter
Freisetzung werden subkutan in die subdermale Schicht durch chirurgischen
Eingriff oder Injektion eingeführt.
Die subdermalen Implantate kapseln die Verbindung in einer lipidlöslichen
Membran, z. B. einem Silikonkautschuk, oder einem bioabbaubaren
Polymer, z. B. Polymilchsäure,
ein.
-
Geeignete
Formulierungen zusammen mit pharmazeutischen Trägern, Verdünnungsmitteln und Bindemitteln
werden in Remington: The Science and Practice of Pharmacy 1995,
herausgegeben von E. W. Martin, Mack Publishing Company, 19. Auflage,
Easton, Pennsylvania, beschrieben. Ein Fachmann kann die Formulierungen
innerhalb der Leeren der Beschreibung modifizieren, um zahlreiche
Formulierungen für
einen speziellen Verabreichungsweg bereitzustellen, ohne die Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung instabil zu machen oder ihre therapeutische
Wirkung zu beeinträchtigen.
-
Die
Modifikation der vorliegenden Erfindung, um sie in Wasser oder anderen
Vehikeln löslicher
zu machen, kann beispielsweise leicht durch geringe Modifikationen
(Salzbildung, Veresterung, usw.) erreicht werden, die innerhalb
des gewöhnlichen
Fachbereiches liegen. Es liegt außerdem innerhalb des gewöhnlichen Fachbereiches,
die Art der Verabreichung und das Dosierregime einer bestimmten
Verbindung zu modifizieren, um die Pharmakokinetik der vorliegenden
Verbindungen zu einer maximalen vorteilhaften Wirkung bei Patienten
zu führen.
-
Der
Ausdruck „therapeutisch
wirksame Menge",
wie hierin verwendet, bedeutet eine Menge, die erforderlich ist,
um die Symptome der Erkrankung bei einem Individuum zu reduzieren.
Die Dosis wird in jedem speziellen Fall auf die individuellen Bedürfnisse
eingestellt. Diese Dosierung kann innerhalb breiter Grenzen in Abhängigkeit
zahlreicher Faktoren, wie der Stärke
der zu behandelnden Krankheit, dem Alter und der allgemeinen Gesundheit
des Patienten, anderen Medikamenten, mit denen der Patient behandelt
wird, der Art und Form der Verabreichung und den Vorzügen und
Erfahrungen des behandelnden Arztes variieren. Für die orale Verabreichung sollte
eine tägliche
Dosis zwischen etwa 0,01 und etwa 100 mg/kg Körpergewicht pro Tag in Einzeltherapie
und/oder in Kombinationstherapie ausreichend sein. Eine bevorzugte
tägliche
Dosierung liegt zwischen etwa 0,1 und etwa 500 mg/kg Körpergewicht,
stärker
bevorzugt 0,1 und etwa 100 mg/kg Körpergewicht und am stärksten bevorzugt
1,0 und etwa 10 mg/kg Körpergewicht
pro Tag. Demnach würde
der Dosierungsbereich für
die Verabreichung an eine Person von 70 kg etwa 0,7 g bis 7,0 g
pro Tag betragen. Die tägliche
Dosis kann als eine Einzeldosierung oder in geteilten Dosierungen,
typischerweise zwischen 1 und 5 Dosierungen pro Tag, verabreicht
werden. Im allgemeinen wird die Behandlung mit kleineren Dosierungen
initiiert, die weniger als die optimale Dosis der Verbindung sind.
Danach wird die Dosis in kleinen Inkrementen erhöht, bis die optimale Wirkung
für den
individuellen Patienten erreicht ist. Ein Fachmann für die Behandlung
der hierin beschriebenen Krankheiten kann, ohne Experimente durchzuführen und
indem er sich auf eigenes Wissen, seine Erfahrungen und die Offenbarungen
dieser Anmeldung verläßt, eine
therapeutisch wirksame Menge der Verbindungen der vorliegenden Erfindung
für eine
bestehende Krankheit und den Patienten sicherstellen.
-
Die
pharmazeutischen Präparate
liegen vorzugsweise in Dosiereinheitsformen vor. In einer solchen Form
wird das Präparat
in Einzeldosierungen unterteilt, die entsprechende Mengen der aktiven
Komponente enthalten. Die Dosiereinheitsform kann ein verpacktes
Präparat
sein, wobei das Paket einzelne Mengen des Präparats enthält, wie verpackte Tabletten,
Kapseln und Pulver in Phiolen oder Ampullen. Die Dosiereinheitsform
kann ebenso eine Kapsel, eine Tablette, ein Cachet oder eine Pastille
sein, oder es kann eine entsprechende Anzahl irgendeines dieser
in verpackter Form sein.
-
Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen in Beispiel 8 werden angegeben,
damit der Fachmann die vorliegende Erfindung besser verstehen und
praktizieren kann. Sie sollen den Umfang der vorliegenden Erfindung
nicht einschränken,
sondern lediglich illustrativ und repräsentativ dafür sein.
-
Die
folgenden Herstellungen und Beispiele wurden angegeben, damit der
Fachmann die vorliegende Erfindung besser verstehen und praktizieren
kann. Sie sollen den Umfang der vorliegenden Erfindung nicht einschränken, sondern
lediglich illustrativ und repräsentativ
dafür sein.
-
Es
wurden Versuche unternommen, um die Genauigkeit in bezug auf die
verwendeten Zahlen (z. B. Mengen, Temperaturen) sicherzustellen,
wobei man aber mit einigen experimentellen Fehlern und Abweichungen,
einschließlich
Unterschieden bei der Kalibrierung, gerundeten Zahlen und dergleichen,
rechnen muß. BEISPIEL
1 Verfahren
A: Herstellung von N,2',3',4'-Tetraacyl-Nucleosid-Derivaten
-
Essigsäure-3,4-diacetoxy-5-(4-acetylamino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-2-azido-tetrahydro-furan-2-ylmethylester
-
Eine
gerührte
Suspension aus 4'-Azidocytidinhemisulfat
(0,30 g), Dimethylaminopyridin (kat.) und N,N-Diisopropylethylamin
(3,69 ml) in Methylenchlorid (5 ml) wurden unter inerter Atmosphäre in einem Eis/Wasserbad
abgekühlt
und tropfenweise mit Acetylchlorid (0,452 ml) und Essigsäureanhydrid
(0,60 ml) behandelt. Das Gemisch konnte sich auf Umgebungstemperatur
erwärmen
und wurde nach 2 Tagen unbehandelt Flashchromatographie (50 % Ethylacetat
in Hexanen, dann 75 % Ethylacetat in Hexanen, dann 100 % Ethylacetat,
dann 5 % Methanol in Ethylacetat) unterzogen, wodurch 0,335 g des
festen Produktes (Verbindung 1; M+H = 453) erhalten wurden. BEISPIEL
2 Verfahren
B: Herstellung von N-Acyl-Nucleosid-Derivaten [1-(5-Azido-3,4-dihydroxy-5-hydroxymethyl-tetrahydro-furan-2-yl)-2-oxo-1,2-dihydro-pyrimidin-4-yl]-carbamidsäurebutylester
-
Eine
gerührte
Suspension aus 4'-Azidocytidinhemisulfat
(0,50 g) in Pyridin (8 ml) wurde unter inerter Atmosphäre in einem
Eis/Wasserbad abgekühlt
und mit Trimethylsilylchlorid (1 ml) behandelt. Das Gemisch konnte
sich auf Umgebungstemperatur erwärmen
und wurde nach 1 h mit Butylchlorformiat (0,2 ml) behandelt. Nach
dem Rühren
für weitere
2 h bei dieser Temperatur wurde die Reaktion in einem Eis/Wasserbad
abgekühlt und
mit 5 ml wäßrigem Ammoniumbicarbonat
behandelt. Die organischen Verbindungen wurden zweimal mit Methylenchlorid
extrahiert, über
Magnesiumsulfat getrocknet und filtriert. Zu dem Filtrat wurde Tetra-n-butylammoniumfluorid
(0,25 ml, 1 M in Tetrahydrofuran) zugegeben. Die Reaktion wurde
bei Umgebungstemperatur für
drei Tage gerührt.
Nach dem Entfernen des Lösungsmittels
wurde der Rest Flashchromatographie (25 % Hexane in Ethylacetat,
dann Ethylacetat, dann 6,5 % Methanol in Ethylacetat) unterzogen,
wodurch 400 mg des Produktes als Feststoff erhalten wurden (Verbindung
17; Smp. 86,5–94 °C). BEISPIEL
3 Verfahren
C: Herstellung von 2',3',5'-Triacyl-Nucleosid-Derivaten Essigsäure-3,4-diacetoxy-5-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-tetrahydro-furan-2-ylmethylester
(22)

-
Schritt 1
-
Zu
einer gerührten
Lösung,
enthaltend 0,330 g (1,15 mmol) 4'-Azidouridin,
2 ml Pyridin und 2 ml Essigsäureanhydrid,
wurden 0,010 g (0,08 mmol) 4-Dimethylaminopyridin zugegeben. Nach
12 h wurde das Reaktionsgemisch unter reduziertem Druck zur Trockne
eingedampft. Der Rest wurde in Dichlormethan gelöst und mit gesättigter
wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und zur Trockne eingedampft, wodurch 0,42 g (88 %) 2',3',5'-Tri-acetoxy-4'-azidouridin (IIIa:
R5 = CH3) erhalten wurden.
-
Schritt 2
-
POCl3 (0,31 ml; 3,304 mmol) wurde zu einem gerührten Gemisch,
enthaltend 0,340 g (0,826 mmol) des Uridins, 0,913 g (13,22 mmol)
1,2,4-Triazol und 2,30 ml (16,52 mmol) Triethylamin in 20 ml auf
5 °C abgekühltem Acetonitril,
zugegeben. Das Reaktionsgemisch konnte sich auf Raumtemperatur erwärmen. Nach
12 h wurde das Reaktionsgemisch unter reduziertem Druck zur Trockne
eingedampft. Der Rest wurde mit Dichlormethan verdünnt, mit
gesättigter
wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und zur Trockne eingedampft, wodurch 0,300 g (78 %) IIc
(IIc: R5 = CH3)
erhalten wurden.
-
Schritt 3
-
Zu
einem verschlossenen Kolben, enthaltend 0,066 g (1,254 mmol) Ammoniumchlorid
und 0,070 g (1,254 mmol) Kaliumhydroxid, wurden 10 ml Acetonitril,
20 ml Wasser, 0,190 ml (1,278 mmol) Triethylamin, gefolgt von einer
Lösung,
enthaltend 0,290 g (0,627 mmol) des Triazols in 10 ml Acetonitril
zugegeben. Nach 12 h wurde das Gemisch unter reduziertem Druck zur
Trockne eingedampft. Der Rest wurde in Ethylacetat gelöst und mit
Wasser gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter reduziertem Druck zur Trockne eingedampft.
Chromatographie (10 % Methanol in Dichlormethan) liefert 0,060 g
(23 %) des Cytidins. (IId; R5 = CH3; Verbindung 22; MH+=
411; MNa+ = 433).
-
Durch
Fortfahren in gleicher Weise mit dem entsprechenden Acylierungsmittel
wurden Isobuttersäure-5-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-3,4-bis-isobutyryloxy-tetrahydro-furan-2-ylmethylester
(Verbindung 24; MH
+ = 495; MNa
+ =
517) und Benzoesäure-5-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-3,4-di-benzoxy-tetrahydro-furan-2-ylmethylester
(Verbindung 25) erhalten. BEISPIEL
4 Verfahren
D: Herstellung von 5'-Acyl-Nucleosid-Derivaten 2-Amino-3-phenyl-propionsäure-5-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-3,4-dihydroxy-tetrahydro-furan-2-ylmethylesterhydrochlorid
(Ie: R = CH(NH
3 +)CH
2C
6H
5Cl;
Verbindung 19)
-
Schritt 1
-
1-(6-Hydroxymethyl-2,2-dimethyl-tetrahydro-furo[3,4-d][1,3]dioxol-4-yl)-1H-pyrimidin-2,4-dion
(IIIb; Verbindung 33)
-
Ein
Gemisch, enthaltend 3,0 g (10,5 mmol) 4'-Azidouridin, 0,05 g (0,26 mmol) p-Toluol-sulfonsäuremonohydrat
und 6 ml (48,8 mmol) 2,2-Dimethoxypropan in 20 ml Aceton, wurde
bei Raumtemperatur für
12 h gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde mit Ethylacetat verdünnt, mit gesättigter
wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und unter reduziertem Druck zur Trockne eingedampft,
wodurch 2,20 g (64 %) des gewünschten
Produktes als weißer
Feststoff erhalten wurden.
-
Schritt 2
-
2-tert-Butoxycarbonylamino-3-phenyl-propionsäure-6-(2,4-dioxo-3,4-dihydro-2H-pyrimidin-1-yl)-2,2-dimethyl-tetrahydro-furo[3,4-d][1,3]dioxol-4-ylmethylester
(IIIb: R' = CH(NH-boc)CH2C6H5)
-
Zu
einer gerührten
Lösung,
enthaltend 1,00 g (3,07 mmol) 4'-Azido-2',3'-O-iso-propyl-uridin,
1,63 g (6,14 mmol) Boc-L-phenylalanin und 1,18 g (6,14 mmol) 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
in 20 ml N,N-Dimethylformamid, wurden 0,375 g (3,07 mmol) 4-Dimethylaminopyridin
zugegeben. Die resultierende Lösung
wurde unter Rühren
unter Stickstoffatmosphäre
und bei Raumtemperatur stehen gelassen. Nach 12 h wurde das Reaktionsgemisch
unter reduziertem Druck zur Trocken eingedampft. Chromatographie
(0 bis 100 % Ethylacetat in Hexanen) des rohen Restes ergab 1,01
g (57 %) des gewünschten
Produktes als weißen
Schaum (MH+ = 573; MNa+ =
595).
-
Schritt 3
-
2-tert-Butoxycarbonylamino-3-phenyl-propionsäure-6-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-2,2-dimethyltetrahydro-furo[3,4-d][1,3]dioxol-4-ylmethylester
(IIe: R' = CH(NHboc)CH2C6H5)
-
POCl3 (0,651 ml; 6,98 mmol) wurde zu einem gerührten Gemisch,
enthaltend 1,00 g (1,746 mmol) des Uridins, 1,93 g (27,94 mmol)
1,2,4-Triazol und 4,86 ml (34,93 mmol) Triethylamin in 50 ml auf
5 °C abgekühltem Acetonitril,
zugegeben. Das Reaktionsgemisch konnte sich auf Raumtemperatur erwärmen. Nach
12 h wurde das Reaktionsgemisch unter reduziertem Druck zur Trockne
eingedampft. Der Rest wurde mit Dichlormethan verdünnt, mit
gesättigter
wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und zur Trockne eingedampft, wodurch 1,0 g (92 %) des
Triazols erhalten wurden.
-
Zu
einem verschlossenen Kolben, enthaltend 0,171 g (3,207 mmol) Ammoniumchlorid
und 0,180 g (3,207 mmol) Kaliumhydroxid, wurden 10 ml Acetonitril,
20 ml Wasser, 0,446 ml (3,207 mmol) Triethylamin, gefolgt von einer
Lösung,
enthaltend 1,00 g (1,603 mmol) des Phenylalaninuridins, in 10 ml
Acetonitril zugegeben. Nach 12 h wurde das Gemisch unter reduziertem
Druck zur Trockne eingedampft. Der Rest wurde in Ethylacetat gelöst und mit
Wasser gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter reduziertem Druck zur Trockne
eingedampft. Chromatographie (10 % Methanol in Dichlormethan) lieferte
0,48 g (52 %) des Cytidins (MH+ = 572; MNa+ = 594).
-
Schritt 4
-
2-Amino-3-phenyl-propionsäure-5-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-3,4-dihydroxy-tetrahydro-furan-2-ylmethylesterhydrochlorid
(Ie: R' = CH(NH3 +)CH2C6H5Cl–)
-
Zu
einer Lösung,
enthaltend 0,23 g (0,402 mmol) Phenylalanincytidin (IIe: R' = CH(NHBoc)CH2Ph) in 10 ml Methanol, wurden 0,079 ml (0,804
mmol) konzentrierte Hydrogenchloridlösung zugegeben. Nach 12 h wurde
das Reaktionsgemisch zur Trockne eingedampft. Der Rest wurde in
Wasser gelöst
und mit Ethylacetat gewaschen und unter reduziertem Druck zur Trockne
eingedampft, wodurch 0,160 g (94 %) des Cytidinproduktes (Verbindung
19) erhalten wurden.
-
In
gleicher Weise wurden unter Substitution von Boc-L-valin und Boc-L-alanin
2-Amino-3-methyl-buttersäure-5-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-3,4-dihydroxy-tetrahydro-furan-2-ylmethylesterhydrochlorid (Verbin dung
18; MH+ = 384; MNa+ =
406) bzw. 2-Amino-propionsäure-5-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-3,4-dihydroxytetrahydro-furan-2-ylmethylesterhydrochlorid
(Verbindung 20; MH+ = 356; MNa+ =
378) erhalten.
-
In
gleicher Weise wurde unter Verwendung von Benzoesäureanhydrid
Benzoesäure-5-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-3,4-dihydroxy-tetrahydro-furan-2-ylmethylester
(Verbindung 14; MH
+ = 389; MNa
+ =
411) erhalten. BEISPIEL
5 Verfahren
E Isobuttersäure-2-azido-3,4-dihydroxy-5-(2-oxo-4-phenylacetylamino-2H-pyrimidin-1-yl)-tetrahydro-furan-2-ylmethylester
-
Schritt 1
-
Eine
Lösung
aus 4-Amino-1-(6-azido-6-hydroxymethyl-2,2-dimethyl-tetrahydro-furo[3,4-d][1,3]dioxol-4-yl)-1H-pyrimidin-2-on
(II, 0,14 g), 4-Nitrophenylphenylacetat (0,12 g) und 1-Hydroxybenzotriazol
(0,06 g) in DMF (15 ml) wurde bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt.
Wasser (15 ml) wurde zugegeben und das Gemisch wurde zweimal mit
Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten Ethylacetatextrakte wurden
mit Wasser und Salzlösung
gewaschen und über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Die Lösung wurde im Vakuum konzentriert
und durch Flash-Säulen-Chromatographie
gereinigt, wodurch IIh (0,18 g) als farbloses Öl erhalten wurde.
-
Schritt 2
-
IIh
aus dem vorigen Schritt (0,18 g), Triethylamin (0,07 ml) und Dimethylaminopyridin
(0,01 g) wurden in THF (15 ml) gelöst und bei Raumtemperatur unter
Stickstoffatmosphäre
gerührt.
Isobutyroylchlorid (0,043 ml) wurde langsam zugegeben und die Reaktion
wurde bei RT für
6 Stunden gerührt.
Wasser (15 ml) wurde zugegeben und das Gemisch wurde zweimal mit
Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und die Lösung
im Vakuum konzentriert. Das Produkt (IIi; 0,18 g) wurde durch Flash-Säulen-Chromatographie
als Öl
abgetrennt.
-
Schritt 3
-
IIi
(0,18 g) wurde in Essigsäure
(60 %) gelöst
und bei 100 °C über Nacht
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde auf RT abgekühlt und das Lösungsmittel
unter reduziertem Druck eingedampft. Das Produkt wurde durch präparative
Dünnschichtchromatographie
gereinigt. Das rohe Produkt (69 mg) wurde in THF (10 ml) gelöst und bei
Raumtemperatur mit 4-Nitrophenylphenylacetat (55 mg) und 1-Hydroxybenzotriazol
(26 mg) behandelt. Das Reaktionsgemisch wurde bei RT über Nacht
gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde eingedampft und wurde erneut durch präparative Dünnschichtchromatographie gereinigt,
wodurch IIj (17 mg) als farbloses Öl erhalten wurde. BEISPIEL
6 Verfahren
F Isobuttersäure-(2R,3S,4R,5R)-5-(4-amino-2-oxo-2H-pyrimidin-1-yl)-2-azido-2-hydroxymethyl-4-isobutyryloxy-tetrahydro-furan-3-ylester
-
Schritt 1
-
Ein
Kolben wurde mit II (0,610 g; 1,75 mmol), Dimethyl-tert-butylsilan
(0,580 g; 3,84 mmol), Imidazol (0,262 g; 3,842 mmol) und DMF (12
ml) beschickt und die resultierende homogene Lösung wurde über Nacht bei RT gerührt. Massenspektroskopie
gab an, daß das
Rohprodukt ein Gemisch aus mono- und disilyliertem Produkt war.
Das Lösungsmittel
wurde im Vakuum entfernt und der Rest wurde in Pyridin (12 ml) und
CH2Cl2 (12 ml) und
einer kleinen katalytischen Menge DMAP gelöst und Isobuttersäureanhydrid
(0,96 ml; 5,76 mmol) wurde zugegeben und das resultierende Gemisch
wurde über
Nacht bei RT gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde mit einem Gemisch aus Wasser und gesättigtem
NaHCO3 extrahiert und die wäßrige Schicht
mit CH2Cl2 rückextrahiert.
Die organischen Schichten wurden vereinigt und mit 1 N HCl und Wasser
extrahiert, getrocknet (MgSO4), filtriert
und eingedampft, wodurch 1,3 g der rohen silylierten Nucleoside
als gelbes Öl
erhalten wurden.
-
Schritt 2
-
Das
Rohprodukt (1,3 g) aus dem vorigen Schritt wurde in THF (20 ml)
gelöst
und Tetrabutylammoniumfluorid (0,5 ml; TBAF; 1,0 M Lösung in
THF) wurde zugegeben und das Reaktionsgemisch wurde über Nacht
gerührt.
Nach 16 h wurde eine weitere 0,5 ml-Aliquote TBAF zugegeben und
das Rühren
für weitere
4 h fortgesetzt und das Lösungsmittel
wurde eingedampft. Der Rest wurde zwischen CH2Cl2 und einem Gemisch aus H2O
und gesättigtem
NaHCO3 verteilt. Das wäßrige Extrakt wurde mit CH2Cl2 gewaschen und
die vereinigten organischen Extrakte wurden mit H2O
und wäßrigem NaCl
gewaschen, getrocknet, filtriert und eingedampft. Das Rohprodukt
wurde durch Flashchromatographie gereinigt und mit einem Gradienten
(CH2Cl2 → 4 % MeOH/CH2Cl2) eluiert, wodurch
farbloses weißes
festes N,2',3'-Tri-isobutyrat (IIk;
140 mg) erhalten wurde.
-
Schritt 3
-
Das
Tri-isobutyrat (140 mg; 0,283 mmol) wurde in 2,5 ml CH2Cl2 und 0,8 ml MeOH gelöst. Zu der resultierenden Lösung wurde
ZnBr2 (6 mg; 0,283 mmol) zugegeben und die
resultierende Lösung
wurde bei 65 °C über Nacht
gerührt.
Das Lösungsmittel
wurde im Vakuum entfernt, wodurch 150 mg eines gelben Schaums erhalten
wurden, der durch Flashchromatographie auf Kieselgel gereinigt und
mit einem Gradienten (CH2Cl2 → 75 % MeOH/CH2Cl2) eluiert wurde,
wodurch IIm (R = i-Pr) als weißer
Feststoff erhalten wurde (0,120 g; 98 % der Theorie).
-
BEISPIEL 7
-
Plasmapharmakokinetik
-
Pharmakokinetische
Verfahren wurden verwendet, um die Plasmaniveaus von 4-Amino-1-((2R,3R,4S,5R)-5-azido-3,4-dihydroxy-5-hydroxymethyl-tetrahydro-furan-2-yl)-1H-pyrimidin-2-on
(II) nach der Verabreichung einer einzelnen oralen 5 mg/kg-Dosis
eines Prodrugs von II zu bestimmen. Die Formulierung ist eine Lösung/Suspension,
enthaltend 0,0176 mmol des Prodrugs in 5 ml eines entsprechenden Vehikels.
-
Drei
nicht nüchterne
männliche
Cynomolgus-Affen (6–9
kg) wurden mit einem Saphena- oder Brachialkatheter ausgestattet,
um die Blutentnahme zu erleichtern. Freier Zugang zu Nahrung und
Wasser wurde zu jedem Zeitpunkt der Studie gestattet. Am Untersuchungstag
wurde eine Blindblutprobe (2–3
ml) von jedem Affen genommen. Den Affen wurde 1 ml/kg der Dosierlösung durch
orale Sondenfütterung
verabreicht. An jedem der folgenden Zeitpunkte (0,25; 0,5; 1; 3;
5; 7; 10; 24; 32 und 48 Stunden) nach der Verabreichung wurden ungefähr 0,5 ml
Blut in Lithium-Heparin-beschichteten
Röhrchen
gesammelt. Das Blut wurde zentrifugiert, um Plasma zu erhalten,
das bis zur Analyse eingefroren wurde.
-
Die
Konzentration von Verbindung I, worin R1–R4 H sind, wurde in jeder Plasmaprobe durch
einen LC-MS-Assay
bestimmt. Standardkurven wurden in dem Affenleerplasma hergestellt.
Die AUC stellt den Bereich unter einem Diagramm der Konzentration
gegen die gesamte Zeit dar, der die Konzentration des Arzneimittels
im Systemkreislauf als eine Funktion der Zeit beschreibt (L. Z.
Benet, D. L. Kroetz und L. B. Sheiner Pharmacokinetics in Goodman & Gilman's The Pharmacological
Basis of Therapeutics, J. G. Hardman & L. E. Limbird Hrsg., 9. Auflage,
McGraw Hill, New York, S. 17–23).
Cmax ist die gefundene Peak-Konzentration.
-
-
BEISPIEL 8
-
Renilla-Luciferase-Assay
-
Dieser
Assay mißt
die Fähigkeit
der Verbindungen der Formel I, die HCV-RNA-Replikation zu inhibieren,
und daher ihre potentielle Verwendung zur Behandlung von HCV-Infektionen.
Der Assay verwendet einen Reporter als einfache Ablesung für das intrazelluläre HCV-Replikon-RNA-Niveau.
Das Renilla-Luciferase-Gen wurde in den ersten offenen Ableserahmen
eines Replikonkonstrukts NK5.1 eingeführt (Krieger et al., J. Virol. 75:
4614), direkt nach der IRES-Element-Sequenz (Eintrittsstelle für Ribosom
innerhalb der mRNA), und mit dem Neomycinphosphotransferasegen (NPTII-Gen) über ein
selbstspaltendes Peptid 2A aus dem Maul- und Klauenseuche-Virus
fusioniert (Ryan & Drew,
EMBO Vol 13: 928–933).
Nach der in vitro-Transkription wurde die RNA zu menschlichen Hepatom-Huh7-Zellen elektroporiert,
und G418-resistente Kolonien wurden isoliert und ausgebreitet. Die
stabile ausgewählte
Zellinie 2209-23 enthält
replikative HCV-Subgenom-RNA und die Aktivität von Renilla-Luciferase, die
durch das Replikon exprimiert wird, spiegelt ihr RNA-Niveau in den
Zellen wider. Der Assay wurde in zweifachen Platten durchgeführt, eine
in Deckweiß und
eine in transparent, um die anti-virale Aktivität und Zytotoxizität einer
chemischen Verbindung parallel zu messen, um sicherzustellen, daß die beobachtete
Aktivität
nicht aufgrund der Reduktion der Zellproliferation erfolgt.
-
Renilla-Luciferase-HCV-Replikonzellen
(2209-23), die in Dulbecco's
MEM (GibcoBRL Kat Nr. 31966-021) mit 5 % fetalem Kalbsserum (FKS,
GibcoBRL Kat. Nr. 10106-169) kultiviert wurden, wurden auf einer
96-Lochplatte bei 5000 Zellen pro Loch plattiert und über Nacht
inkubiert. 24 Stunden später
wurden unterschiedliche Verdünnungen
von chemischen Verbindungen in dem Wachstumsmedium zu den Zellen
zugegeben, die dann weiter bei 37 °C für drei Tage inkubiert wurden.
Am Ende der Inkubationszeit wurden die Zellen in weißen Platten
geerntet und die Luciferaseaktivität wurde unter Verwendung des
Dual-Luciferase-Reporterassaysystems gemessen (Promega Kat Nr. E1960).
Alle Reagenzien, die in dem folgenden Absatz beschrieben werden,
wurden in den Kit des Herstellers einbezogen, und man folgte den
Anweisungen des Herstellers zur Herstellung der Reagenzien. Die
Zellen wurden zweimal mit 200 μl
Phosphat-gepufferter Kochsalzlösung
(pH 7,0) (PBS) pro Loch gewaschen und mit 25 μl von 1 × passiven Lysepuffer vor der
Inkubation bei Raumtemperatur für
20 min lysiert. Einhundert Mikroliter des LAR-II-Reagens wurden
zu jedem Loch zugegeben. Die Platte wurde dann in den LB-96V-Mikroplattenluminometer
(MicroLumatPlus, Berthold) gegeben, und 100 μl Stop & Glo®-Reagens
wurden in jedes Loch injiziert und das Signal unter Verwendung eines
2-Sekunden-Verzögerungs-10-Sekunden-Meßprogramms
gemessen. IC50, die Konzentration des Medikaments,
das zur Verringerung des Replikonniveaus um 50 % in bezug auf den
unbehandelten Zellkontrollwert erforderlich ist, kann aus dem Diagramm
der prozentualen Verringerung der Luciferaseaktivität gegen
die Medikamentenkonzentration berechnet werden.
-
Das
WST-1-Reagens von Roche Diagnostic (Kat Nr. 1644807) wurde für den Zytotoxizitätsassay
verwendet. Zehn Mikroliter des WST-1-Reagens wurden zu jedem Loch
zugegeben, einschließlich
den Löchern, die
die Medien allein als Blindwert enthalten. Die Zellen wurden für 1 bis
1,5 Stunden bei 37 °C
inkubiert, und der OD-Wert wurde durch einen 96-Lochplatten-Leser
bei 450 nm gemessen (Referenzfilter bei 650 nm). Erneut kann CC
50, die Konzentration des Medikaments, das
zur Verringerung der Zellproliferation um 50 % in bezug auf den
unbehandelten Zellkontrollwert erforderlich ist, aus dem Diagramm
der prozentualen Verringerung des WST-1-Werts gegen die Medikamentenkonzentration
berechnet werden.
-
BEISPIEL 9
-
Pharmazeutische
Zusammnensetzungen der entsprechenden Verbindungen zur Verabreichung
mittels verschiedener Arten wurden, wie in diesem Beispiel beschrieben,
hergestellt. Zusammensetzung
zur oralen Verabreichung (A)
-
Die
Bestandteile werden gemischt und in Kapseln dispensiert, die jeweils
etwa 100 mg enthielten; eine Kapsel käme einer täglichen Gesamtdosis nahe. Zusammensetzung
zur oralen Verabreichung (B)
-
Die
Bestandteile werden kombiniert und unter Verwendung eines Lösungsmittels,
wie Methanol, granuliert. Die Formulierung wird dann getrocknet
und mit einer geeigneten Tablettiermaschine zu Tabletten (enthaltend
etwa 20 mg Wirkstoff) geformt. Zusammensetzung
zur oralen Verabreichung (C)
-
Die
Bestandteile werden zur Bildung einer Suspension zur oralen Verabreichung
gemischt. Parenterale
Formulierung (D)
-
Der
Wirkstoff wird in einem Teil des Wassers zur Injektion gelöst. Eine
ausreichende Menge Natriumchlorid wird dann unter Rühren zugegeben,
um die Lösung
isotonisch zu machen. Die Lösung
wird mit dem restlichen Wasser zur Injektion auf das Gewicht gebracht,
durch einen 0,2-Mikronmeter-Membranfilter filtriert und unter sterilen
Bedingungen verpackt. Zäpfchenformulierung
(E)
-
Die
Bestandteile werden verschmolzen und auf einem Dampfbad gemischt
und in Formen, enthaltend ein Gesamtgewicht von 2,5 g, gegossen. Topische
Formulierung (F)
-
Die
gesamten Bestandteile, außer
Wasser, wurden kombiniert und unter Rühren auf etwa 60 °C erhitzt.
Eine ausreichende Menge Wasser wurde bei etwa 60 °C unter kräftigem Rühren zugegeben,
um die Bestandteile zu emulgieren, und Wasser wurde dann q. s. auf
etwa 100 g zugegeben.
-
Nasensprayformulierungen
(G)
-
Verschiedene
wäßrige Suspensionen,
enthaltend etwa 0,025–0,5
Prozent Wirkstoff, wurden als Nasensprayformulierungen hergestellt.
Die Formulierungen enthalten gegebenenfalls nicht aktive Bestandteile, wie
beispielsweise mikrokristalline Cellulose, Natriumcarboxymethylcellulos,
Dextrose und dergleichen. Salzsäure
kann zugegeben werden, um den pH einzustellen. Die Nasensprayformulierungen
können
mittels einer Nasenspraydosierpumpe abgegeben werden, die typischerweise
etwa 50–100
Mikroliter der Formulierung pro Betätigung abgibt. Ein typischer
Dosierplan lautet: 2–4
Sprühungen
aller 4–12
Stunden.
-
Die
Merkmale, die in der vorstehenden Beschreibung oder den folgenden
Ansprüchen
oder den beigefügten
Zeichnungen offenbart werden, ausgedrückt in ihren speziellen Formen
oder als ein Mittel zur Darstellung der offenbarten Funktion oder
einer Technik oder eines Verfahrens zum Erreichen des offenbarten
Ergebnisses, wenn geeignet, können
getrennt oder in irgendeiner Kombination solcher Merkmale verwendet werden,
um die Erfindung in ihren diversen Formen zu verwirklichen.
-
Die
vorstehende Erfindung wurde mittels Veranschaulichung und Beispielen
unter Bezug auf die speziellen Ausführungsformen für den Zweck
der Klarheit und des Verständnisses
etwa ausführlicher
beschrieben. Es wird für
einen Fachmann offensichtlich sein, daß Veränderungen und Modifikationen
gemacht und Äquivalente
ausgetauscht werden können,
ohne vom wahren Sinn und vom Umfang der Erfindung abzuweichen. Daher
ist es selbstverständlich,
daß die
obige Beschreibung nur zur Veranschaulichung und nicht zur Einschränkung dienen
soll. Viele Modifikationen können
gemacht werden, um eine besondere Lage, Material, Stoffzusammensetzung,
Verfahren oder Verfahrensschritt oder -schritte an den tatsächlichen
Sinn und Umfang der vorliegenden Erfindung anzupassen. Alle diese
Modifikationen sollen im Umfang der anliegenden Ansprüche liegen.